♫ Mindj Panther (Welt-Roma-Tag 2014 in Berlin)
November 30th, 2015 | Published in Musik
November 30th, 2015 | Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung
Ionut Stan, Leiter der GIPSYEYE NGO in Rumänien, ist eine unverzichtbare Stimme im PEARLS-Projekt, das von der EU gesponsert wird. Es geht um den Schutz jener Romakinder und -jugendlichen, die besonders betroffen von Schulabbruch und ungleichen Bildungschancen sind.
hpd/Susan Navissi, 26.11.2015: Gipsyeye arbeitet sowohl an der Aufklärung über Roma als auch im Bereich Antirassismus und Menschenrechte. Jedes Jahr ermöglicht sie vielen jungen Menschen, als Freiwillige diese Organisation zu unterstützen und wertvolle Erfahrungen zu machen. Roma, die seit Jahrhunderten Diskriminierung und tief verwurzelten Rassismus in ganz Europa erlebt haben, die die Grauen der Nazizeit in ganzer Härte erlitten, müssen immer noch um die Anerkennung ihrer Würde kämpfen. Der hpd sprach mit Ionut Stan.
hpd: Was brauchen die SchülerInnen mit Roma-Hintergrund besonders?
Ionut Stan: Zunächst einmal müssen sie verinnerlichen, dass sie genau so wie alle anderen rumänischen Kinder rumänische StaatsbürgerInnen sind mit genau denselben Rechten. Bedauerlicherweise werden sie an manchen Schulen nach wie vor diskriminiert und die Kinder bekommen den Eindruck, es sei schlecht, Roma zu sein. Aber das Gegenteil ist der Fall. Es ist eine wunderbare Ergänzung, mehrere kulturelle Einflüsse zur Verfügung zu haben. Wichtig ist, dass Eltern und Kinder ermutigt werden, ihre Bedürfnisse im Bereich Bildung zu erkennen und zu artikulieren. Es darf keine Segregation geben, Roma und Nicht Roma müssen zusammen lernen und sie müssen wissen, dass wir, NGOs, Schulinstitutionen da sind, um sie zu unterstützen. Wenn wir einen Weg finden, auch unseren Roma Kindern das Gefühl zu geben, dass sie willkommen sind, geschätzt und geliebt werden und ihr Erfolg gewünscht ist, dann sollte einer positiven Entwicklung nichts im Wege stehen.
Spielt es für Sie eine Rolle, dass an der Cosmesti-Schule zwei LehrerInnen mit Romawurzeln nach dem Universitätsabschluss LehrerInnen wurden?
Ich denke, die Funktion der positiven Rollenvorbilder kann nicht genug betont werden. Es ist heutzutage möglich, in Rumänien die eigene Karriere zu verfolgen und dabei unterstützt zu werden. Read the rest of this entry »
November 29th, 2015 | Published in Dokumente & Berichte, Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte
Romano Centro (Hg.):
Antiziganismus in Österreich
Falldokumentation 2013–2015
Informationen für Betroffene und ZeugInnen
Wien, Nov. 2015, 36 S.
Der Verein Romano Centro hat vergangene Woche seinen 2. Bericht (Download, PDF/5 MB) über antiziganistische Vorfälle in Österreich präsentiert. Von Antiziganismus betroffen sind in erster Linie Roma und Sinti, aber z. B. auch BettlerInnen. Der Bericht enthält 61 Fälle aus den Bereichen Medien, Politik, Internet, Arbeit, Bildung, Zugang zu Gütern und Dienstleistungen, Polizei und öffentlichem Raum. Zusätzlich enthält der Bericht Informationen für Betroffene sowie Empfehlungen zur Bekämpfung von Antiziganismus.
Der Verein Romano Centro gibt seit 2013 alle zwei Jahre einen Bericht zu Antiziganismus heraus, um auf diese Form des Rassismus aufmerksam zu machen.
November 28th, 2015 | Published in Geschichte & Gedenken, Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen
Was bleibt. Fragmente einer fortwährenden Vergangenheit.
Ausstellungseröffnung & kommentierter Rundgang mit der Künstlerin Marika Schmiedt.
4. 12. 2015, 17:00 Uhr
Aula der Akademie der bildenden Künste
Schillerplatz 3, 1010 Wien
Auf der Grundlage der nationalsozialistischen Rassenideologie wurden Roma/Romnija und Sinti/Sintize erfasst und schließlich in die Vernichtungslager deportiert und ermordet. Die Geschichte dieser Verfolgung ist in Österreich nur selten Gegenstand eines öffentlichen Gedenkens und zeitgeschichtlicher Forschung. Dies prekarisiert umso mehr die Position nachfolgender Generationen und erschwert den notwendigen Verweis auf die Kontinuitäten von Verfolgung und Stigmatisierung. Marika Schmiedts Ausstellung macht diese Marginalisierung anhand ihrer eigenen Familiengeschichte greifbar und konfrontiert mit erschreckender Aktualität. Zur Eröffnung der Ausstellung werden im Rahmen eines gemeinsamen kommentierten Rundgangs mit Marika Schmiedt und dem Gedenkprojekt Uckermark Wien in verschiedenen Stationen die spezifische Verfolgung von Romnija und Sintize, Kontinuitäten von Ausgrenzung und Handlungsperspektiven in Gedenken und Politik diskuriert.
November 27th, 2015 | Published in Ehrungen & Nachrufe, Geschichte & Gedenken, Wissenschaft
Ando bersch 2015 le ar le haburistar (1945), le schotiskere arkeripeske (1955), le EU-akere use gejipeske (1995) taj le Romengere atentatiske (1995) gondolim ol. O kulturakero referat la burgenlanditika thaneskera regirungatar del vaschoda 2015 o Fred-Sinowatz-Visenschoftakere patijaripe trin barikane projektenge, save pumen adale temenca donde bescharde. O erschtivar o dipe le Fred-Sinowatz-Visenschoftakere patijaripestar dujeseri taj deschupantsch ando kher la flogoskera kulturatar kerdo ulo, kaj o kulturtscha khetan bartschon, sar o kulturakero thaneskero rot Helmut Bieler phenel.
I Manuela Horvath Erbatar le patjaripeskere dipeha duj eseri taj deschupantsch le keripeske jeka kenvatar pedar o bombakero murdaripe ando bersch enjavar desch taj pantsch gejng i flogoskeri grupn le Romendar, upre baunim upre lakeri artschijipeskeri buti ando artschijipe „Romane thana – thana le Sintijendar taj Romendar“, patjardi uli.
November 24th, 2015 | Published in Film & Theater, Rassismus & Menschenrechte
Dokumentarfilm, AT 2015, OmU, 21 Min., Regie: Monika K. Zanolin
Betteln ist in Österreich grundsätzlich erlaubt. Wenn jemand in der Öffentlichkeit auf die eigene Not hinweist und um Unterstützung bittet, fällt dies unter das Recht auf freie Meinungsäußerung. Trotzdem werden Bettelverbote gefordert, in der politisch-medialen Öffentlichkeit ist immer wieder von „Bettlerbanden“, „Bettelmafia“ oder Belästigung zu hören. Doch was wissen wir über bettelnde Menschen und ihre Lebenssituation? Der Film „Betteln. Menschen. Rechte“ der Initiative Minderheiten Tirol gibt einen Einblick in Lebensbedingungen, Sichtweisen und Perspektiven bettelnder Menschen.
November 19th, 2015 | Published in Ehrungen & Nachrufe, Geschichte & Gedenken, Wissenschaft
Romni Manuela Horvath aus Oberwart ausgezeichnet
Im Jahr 2015 wird des Kriegsendes (1945), des Staatsvertrags (1955), des EU-Beitritts (1995) und des Roma-Attentats (1995) gedacht. Das Kulturreferat der Burgenländischen Landesregierung vergibt daher den Fred-Sinowatz-Wissenschaftspreis 2015 für drei herausragende Projekte aus dem Bereich der politischen Bildung, die sich mit Aspekten des Gedenkjahres auseinandersetzten. Zum ersten Mal findet die Vergabe des Fred Sinowatz-Wissenschaftspreises 2015 im Haus der Volkskultur statt, in dem die Kulturen zusammenwachsen, wie der Kulturlandesrat Helmut Bieler es formulierte.
Manuela Horvath aus Oberwart wurde mit dem Würdigungspreis 2015 für die Erstellung einer Broschüre über den Bombenanschlag 1995 gegen die Volksgruppe der Roma, aufbauend auf ihrem Ausstellungsbeitrag in der Ausstellung „Romane Thana – Orte der Sinti und Roma“, ausgezeichnet.
November 18th, 2015 | Published in Interview, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

„Das haben wir nicht verdient“: Die Angst der Roma-Flüchtlingskinder vor Abschiebung (Teil V)
GfbV Berlin: Der Zustrom an Flüchtlingen nach Deutschland wird für dieses Jahr auf 800.000 geschätzt. Um Platz für sie zu schaffen, sollen vor allem Roma aus dem Kosovo abgeschoben werden. Darunter Hunderte Kinder, die in Deutschland geboren und aufgewachsen sind. Doch was bedeutet das für die Flüchtlingskinder? Wir lassen fünf von ihnen zu Wort kommen:
Ich bin vor 16 Jahren im Kosovo geboren. Zusammen mit meinen Eltern bin ich 1999 von dort aus nach Göttingen geflohen. Daran kann ich mich aber nicht mehr erinnern, ich war ja noch ein Baby. Manchmal erzählen mir meine Eltern von dieser Flucht, aber nie sehr viel. Es war sehr schrecklich und traumatisch für sie.
Ich gehe in die 10. Klasse einer Sonderschule und werde in einem Jahr meine Schule beenden. Ich habe ein wenig Probleme mit dem Deutschen, weil meine Eltern mir nicht so gut beim Lernen helfen können. Aber eigentlich schickt man jedes Kind, dessen Eltern nicht Deutsche sind, auf diese Sonderschule. Ich meine, ich bin doch genau so klug wie ein Kind deutscher Eltern! Am besten bin ich in Mathe. Vor allem Geometrie mag ich richtig gern. Nach meiner Schule möchte ich gern eine Ausbildung zum KFZ-Mechaniker machen. Ich stelle es mir schön vor, diesen Beruf auszuüben, mein eigenes Geld zu verdienen und eine Beschäftigung zu haben, die mir Spaß machen wird.
Manchmal fragen mich die Menschen, ob ich mich gut in Deutschland eingelebt habe. Das finde ich merkwürdig. Schließlich bin ich ja hier aufgewachsen. In was sollte ich mich da einleben?
November 16th, 2015 | Published in Facts & Figures
(Quelle)
November 14th, 2015 | Published in Allgemeines, Interview, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

„Das haben wir nicht verdient“: Die Angst der Roma-Flüchtlingskinder vor Abschiebung (Teil IV)
GfbV Berlin: Der Zustrom an Flüchtlingen nach Deutschland wird für dieses Jahr auf 800.000 geschätzt. Um Platz für sie zu schaffen, sollen vor allem Roma aus dem Kosovo abgeschoben werden. Darunter Hunderte Kinder, die in Deutschland geboren und aufgewachsen sind. Doch was bedeutet das für die Flüchtlingskinder? Wir lassen fünf von ihnen zu Wort kommen. Rahim, heute 22, erinnert sich:
Ich bin vor 22 Jahren im Kosovo geboren. Zusammen mit meinen Eltern bin ich von dort aus nach Deutschland geflohen. Damals war ich noch ein Kleinkind, weshalb ich mich nicht an die Flucht erinnere. Aber meine Eltern haben mir erzählt, dass wir mit dem Auto zuerst über die deutsche Grenze bis nach Oldenburg gekommen sind. Dort wurden wir zu unserer Flucht und unseren Gründen, warum wir nun in Deutschland sind, befragt. Danach ging es für uns nach Nordhorn in Niedersachsen. Hier lebe ich nun schon sehr lange mit meiner Familie. Mein Vater ist mittlerweile leider gestorben, weshalb meine Mutter für uns Kinder allein aufkommen muss. Ich würde mir wünschen, dass ich endlich einen Job finde, um meine Mutter finanziell zu unterstützen. Die Arbeitssuche wäre leichter mit einem Aufenthaltstitel. Denn seit unserer Ankunft in Deutschland haben wir alle nur eine Duldung.
Ich habe mir seit unserer Flucht natürlich ein Leben in Deutschland aufgebaut. Das Kosovo fühlt sich nicht wie meine Heimat an, nur weil ich dort geboren wurde. Ich bin in Deutschland zu Hause. Read the rest of this entry »
November 12th, 2015 | Published in Rassismus & Menschenrechte
Zwei Männer im Alter von 36 bzw. 38 Jahren betraten Mittwochnacht in Dornbirn ein Zeltlager rumänischer Bettler und gaben sich als Polizeibeamte aus, um von den Roma Geld für die Flächennutzung zu fordern. Als sich die Notreisenden weigerten, traten die falschen Polizisten gegen die Zelte und rüttelten an ihnen. Mit einem Feuerzeug sengten sie zwei der Kunststoffzelte an; in einem der Zelte entstand ein größeres Brandloch. ORF.at meldet:
Es folgte eine körperliche Auseinandersetzung zwischen den Angreifern und den Rumänen, die sich zu verteidigen versuchten. Um Anschluss meldeten sich die falschen Polizisten bei der echten Polizei und gaben zu Protokoll, Opfer einer Körperverletzung geworden zu sein. Bei den Nachforschungen stellte sich der wahre Sachverhalt heraus.
Der Angriff ereignete sich vor dem Hintergrund heftiger Debatten über Notreisende in Vorarlberg. Erst vor wenigen Tagen wurde ein nicht genehmigtes Bettler-Zeltlager in Dornbirn polizeilich geräumt.
(dROMa)
November 11th, 2015 | Published in Interview, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

„Das haben wir nicht verdient“: Die Angst der Roma-Flüchtlingskinder vor Abschiebung (Teil III)
GfbV Berlin: Der Zustrom an Flüchtlingen nach Deutschland wird für dieses Jahr auf 800.000 geschätzt. Um Platz für sie zu schaffen, sollen vor allem Roma aus dem Kosovo abgeschoben werden. Darunter Hunderte Kinder, die in Deutschland geboren und aufgewachsen sind. Doch was bedeutet das für die Flüchtlingskinder? Wir lassen fünf von ihnen zu Wort kommen:
Unsere Großfamilie, unsere Großeltern, Eltern und Geschwister sowie unsere zwei Onkel mit deren Ehefrauen kamen 1999 aus dem Kosovo nach Deutschland. Wir leben nun schon seit 15 Jahren in Göttingen. Unser Großvater erzählte oft, dass wir in Lipljan ein schönes Haus hatten. Niemand hätte geahnt, dass es zum Krieg kommen würde. Doch der Krieg brach aus und unsere Großfamilie kam nach Deutschland. Inzwischen sind wir drei Ehepaare und 19 Kinder. Unsere Oma wohnt bei uns. Der Großvater ist letztes Jahr gestorben. Meine Schwester war noch Baby, als unsere Familie flüchtete. Wir anderen Kinder sind in Deutschland geboren. Aufgewachsen sind wir alle hier. Deutsch ist unsere Muttersprache. Wir sprechen zu Hause auch Romanes, aber untereinander und mit unseren Freunden reden wir auf Deutsch.
Wir sind dankbar, dass wir hier leben dürfen. Wir sind in Vereinen und machen bei Theaterprojekten mit. Unsere Eltern haben es leider schwer, eine Arbeit zu finden. Ihnen fehlt die richtige Qualifizierung. Nach vielen Ablehnungen sind sie deprimiert und unglücklich. Unser seit Jahren ungelöster rechtlicher Status macht unsere Eltern und uns auch kaputt. Read the rest of this entry »
November 10th, 2015 | Published in Facts & Figures
(Quelle)
November 9th, 2015 | Published in Interview, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

„Das haben wir nicht verdient“: Die Angst der Roma-Flüchtlingskinder vor Abschiebung (Teil II)
GfbV Berlin: Der Zustrom an Flüchtlingen nach Deutschland wird für dieses Jahr auf 800.000 geschätzt. Um Platz für sie zu schaffen, sollen vor allem Roma aus dem Kosovo abgeschoben werden. Darunter Hunderte Kinder, die in Deutschland geboren und aufgewachsen sind. Doch was bedeutet das für die Flüchtlingskinder? Wir lassen fünf von ihnen zu Wort kommen. Auf Šaban folgt Zeko:
Ich bin 8 Jahre alt und komme aus Göttingen. Hier bin ich auch geboren. Meine Eltern stammen aus dem Kosovo, wo auch mein ältester Bruder geboren wurde. Sie leben nun schon seit 15 Jahren in Deutschland. Ich selbst war noch nie im Kosovo und meine Eltern reden auch nicht so viel darüber, wie es im Kosovo ist. Ich weiß nur, dass es schlimm für sie war, dass sie fliehen mussten. Und ich weiß auch, dass man im Kosovo Albanisch und Serbisch redet. Aber das kann ich nicht sprechen. Ich spreche zu Hause mit meinen Eltern Romanes und mit allen anderen, also mit meinen Geschwistern und mit meinen Freunden, Deutsch. In Deutschland habe ich alle meine Freunde. Ein paar an der Schule und ganz viele auch in unserer Nachbarschaft. Mit den Nachbarskindern spiele ich nach der Schule oft draußen oder wir gehen Fußball spielen.
Ich denke, es wäre schlimm für mich und meine Familie, wenn wir in das Kosovo gehen müssten. Wir kennen dort ja niemanden. Und wie soll ich dort reden und mich verständigen? Read the rest of this entry »
November 8th, 2015 | Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft
Roma sam
Radijo Burgenland: 2.11.2015 | (on demand)
Anticiganismus o lek bibastaleder adiveseskero problemo hi. Ande but europitike vilagi, aja aversijona ande bibastale prik astripeskere koji sikal pe. I definacijona jek sajt but schelberscha tradirimo diskriminacijakero komplekso, gejng o ojs „Zigeuner“ akarde, stigmatisirime taj tradime manuscha, akarel.
O historikeri Marius Weigl, savo pra diplomakera butjake „Für die öffentliche Sicherheit. Zur Genese der antiziganistischen Norm in Österreich zwischen 1918 und 1938“ o patijaripe le bundakere ministerijumistar la visenschoftake taj le forschinipestar uschtidija, and dikipe ande pri buti del: 1918 ando Nimtschko-austritiko Schtotiskero Birovtschago le andrutneske butscholahi, hot o „Zigeuner phutschajipe“ putrim hi. Usar o bersch 1938 austritike birovtschage sorale ande pumen bescharnahi, kaj o „putripe le Zigeuner-phutschajipestar“ ando tschatschipe prik beschardo te ol. Pal 1945 taj te ando avre bersche meg, o flogoskere grupnakere dschene le „Zigeuner-akaripeha“ kategorisirim ule. Buteder pedar, schunen tumen andi sendung „Roma sam“ upro Radijo Burgenland.
November 8th, 2015 | Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft
Roma sam
Radio Burgenland: 2.11.2015 | (on demand)
Antiziganismus ist eines der drängendsten gegenwärtigen gesellschaftlichen Probleme. In vielen europäischen Ländern artet dieses Ressentiment in gewaltvollen Ausbrüchen aus. Der Begriff bezeichnet einen seit Jahrhunderten tradierten Vorurteilskomplex gegenüber als „Zigeuner“ etikettierten, stigmatisierten und verfolgten Individuen.
Der Historiker Marius Weigl, der für seine Diplomarbeit „Für die öffentliche Sicherheit. Zur Genese der antiziganistischen Norm in Österreich zwischen 1918 und 1938“ (hier) mit dem Würdigungspreis des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung ausgezeichnet wurde, gab bei den Schlaininger Gesprächen Einblick in seine Arbeit: 1918 hieß es im Deutsch-österreichischen Staatsamt des Inneren, dass die „Zigeunerfrage“ gelöst sei. Ab 1938 intervenierten die hiesigen Behörden massivst, um die „Lösung der Zigeunerfrage“ zu vollenden. Und nach der Befreiung 1945 und in den Folgejahren wurden Volksgruppenangehörige mittels des „Zigeuner-Begriffs“ kategorisiert. Mehr darüber erfahren Sie in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.
November 7th, 2015 | Published in Interview, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

„Das haben wir nicht verdient“: Die Angst der Roma-Flüchtlingskinder vor Abschiebung (Teil I)
GfbV Berlin: Der Zustrom an Flüchtlingen nach Deutschland wird für dieses Jahr auf 800.000 geschätzt. Um Platz für sie zu schaffen, sollen vor allem Roma aus dem Kosovo abgeschoben werden. Darunter Hunderte Kinder, die in Deutschland geboren und aufgewachsen sind. Doch was bedeutet das für die Flüchtlingskinder? Wir lassen fünf von ihnen zu Wort kommen:
Ich bin 15 Jahre alt und habe drei ältere Geschwister, zwei Brüder und eine Schwester. Mein ältester Bruder war bei der Flucht meiner Eltern zwei Jahre alt. Wir anderen sind alle in Deutschland geboren. Meine Eltern entschlossen sich 1988 für die Flucht aus dem Kosovo, als meinem Vater angedroht wurde, dass er von der serbischen Armee zwangsmobilisiert werden könnte. Nur in der Flucht aus dem Kosovo sahen sie eine Rettung.
Seit 26 Jahren leben meine Eltern nun in Duldung. Ich bin sozusagen in den Status hineingeboren. Alle 2 bis 6 Monate wird er verlängert. Die kurze Gültigkeit einer Duldung und die Auflagen, die damit verbunden sind, haben das normale Leben unserer Familie unmöglich gemacht. Die seit Jahrzehnten geltende Residenzpflicht[1] machte es praktisch unmöglich, dass sich meine Eltern richtig betätigen. Read the rest of this entry »
November 6th, 2015 | Published in Einrichtungen, Veranstaltungen & Ausstellungen
Mit einem Festakt am 4. November beging THARA das 10-jährige Jubiläum
Thara, 5.11.2015: Die Volkshilfe tritt dafür ein, dass alle Menschen alle Chancen haben. Männer und Frauen, Kinder genau so wie ältere Menschen, Romnja/Roma und Sintize/Sinti, ob seit Jahrhunderten autochthone ÖsterreicherInnen oder zugewanderte, genau so wie alle anderen Menschen. Dieser Grundgedanke, der sich durch die Arbeit der Volkshilfe seit ihrer Gründung im Jahr 1947 zieht, stand auch am Beginn von THARA. Dabei haben verschiedene gesellschaftliche Gruppen auch spezielle Bedürfnisse, die es zu berücksichtigen gilt. Auch diese Überlegung war Teil des Konzepts.
Am 4. November 2015 feierte THARA 10-jähriges Jubiläum im schönen Marmorsaal des Sozialministeriums. Erich Fenninger, Direktor der Volkshilfe sagt in seiner Rede: „Es erfüllt mich mit Stolz, dass ich dieses spezielle österreichische Arbeitsmarktprojekt, das so gut zur Idee der Volkshilfe passt, von Anbeginn an verantworten und begleiten durfte“. Auch Bundesminister Hundstorfer unterstützt das Projekt seit der Gründung und gratuliert den Projektverantwortlichen: „Die Diversität der Menschen, die sich an THARA wandten und wenden, ist beeindruckend. Sie macht deutlich, dass durch diese Arbeit Stereotypen verändert werden, die mit den Lebensrealitäten der Roma und Sinti in Österreich nichts zu tun haben. Vieles liegt aber noch vor uns. Wir müssen weiter gemeinsam die Bekämpfung von Diskriminierung im und vor allem beim Zugang zum Arbeitsmarkt vorantreiben“.
Die Projektleiterin Usnija Buligovic findet ebenso emotionale Worte: „Damals hatte ich nicht gedacht, dass THARA so eine wichtige Rolle in meinem Lebens spielen würde. Aber ich habe von Anfang an gewusst, dass dieses Projekt ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Roma in Wien werden würde“. Read the rest of this entry »
November 3rd, 2015 | Published in Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte
Berlin — O pasche le bundakere dijestar paschlimo gondolinipeskero than le ando holocaust murdarde Sintijendar taj Romendar, jeke „Hakenkreuz-iha“ taj le alaveha „Vergasen“ aun pisim ulo. Sar i schtiftung gondolinipeskero than le murdarde dschidivtschenge la Europatar tschetertekon phentscha, odola pisiniptscha imar bejg khosle ule. O schtiftungakero direkteri Uwe Neumärker ada prik astaripe ojs „agresivi anticiganismus“ akartscha. O schtotiskero arakipeskero birovtschago ande anda peripe gejng naprindscharde panasi tschil. I schtiftung, savi upro gondolinipeskero than dikel phentscha, hot i sicherhajt pasche o gondolinipeskero than le 500.000 Sintijenge taj Romenge, save maschkar 1939 taj 1945 le nacijonalsocijalistendar murdarde ule, soraleder kerdi ol. „Te andi Germanija amare manuscha 70 berscha pal o flogoskero murdaripe meg mindig o sako diveseskero argranicalipe taj i diskriminacija esbe iste len“, phentscha o Romeo Franz, komponisto jeke cidime muschikakere falatostar anglo gondolinipeskero than. Read the rest of this entry »