Archive for Oktober, 2015
Oktober 31st, 2015 |
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Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV
Roma sam
Radijo Burgenland: 26.10.2015 | (on demand)
Sajt but schelberschengero o Roma taj Sinti le tradipeske taj la diskriminacijake ar bescharde sina. O utschipeskero gendo le tradipestar i NS-cajt kerel, kada valami 90 procenti le Romendar taj Sintijendar, save andi Austrija dschivnahi, murdarde ule.
1938 imar 232 Roma ojs „asocijali“ kategorisirim ande logertscha and tschapim ule. Jek bersch paloda, o rajipeskero harengerengero birovtschago o and tschapinipe 3.000 burgenlanditike Romendar, save meg buti te kerel dschanahi, ande logertscha ar dija.
O Gerhard Baumgartner, austritiko historikeri taj sajt maj 2014 o schero le DÖW-istar, and dikipe ando terdschijiptscha le Romendar taj Sintijendar del. Ando 17to oktoberi 1939 o Himmler phentscha, hot o cile Roma taj Sinti na troman buter upral o than, kaj le akan hi, bejg te dschal. Kaj o pal likerde Roma taj Sinti le gemajndendar fasorgim iste ule, odola akan lengero „tel schofinipe“ mangnahi. O rajipeskero sicherhajtakero scheroskero birovtschago akor o keripe afka akarde „Zigeuner logerendar“ ar dija.
O „Zigeuner logeri“ Łódź/Litzmannstadt
Le 5.007 ando logeri Łódź/Litzmannstadt deportirime Romendar taj Sintijendar, 613 dschene imar ando erschti kurke pal lengero ledschipe vasch jek epedemija mule. Read the rest of this entry »
Oktober 31st, 2015 |
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Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV
Roma sam
Radio Burgenland: 26.10.2015 | (on demand)
Seit Jahrhunderten waren die Roma und Sinti Verfolgung und Diskriminierung ausgesetzt. Den Höhepunkt der Verfolgung bildete die NS-Zeit, als ca. 90 Prozent der in Österreich lebenden Roma und Sinti ermordet wurden. Bereits 1938 wurden 232 Roma als „Asoziale“ kategorisiert in Konzentrationslager eingewiesen. Ein Jahr später ordnete das Reichskriminalpolizeiamt die Einweisung von 3.000 arbeitsfähigen burgenländischen Roma in KZs an.
Gerhard Baumgartner, österreichischer Historiker und seit Mai 2014 wissenschaftlicher Leiter des DÖW, gibt bei den 35. Schlaininger Gesprächen Einblick in die Schicksale der Roma und Sinti. Er spricht darüber, wie am 17. Oktober 1939 Himmler befahl, dass sämtliche Roma und Sinti ihren Aufenthaltsort nicht verlassen durften (sog. „Festsetzungserlass“), und darüber, dass die festgehaltenen Roma und Sinti fortan von den Gemeinden versorgt werden mussten, die schließlich ihre „Abschaffung“ verlangten. Das Reichssicherheitshauptamt empfahl daraufhin die Einrichtung von „Zigeunerlagern“.
Das „Zigeunerlager“ Łódź/Litzmannstadt
Von den 5.007 im November 1941 ins Zigeunerlager in Łódź/Litzmannstadt deportierten Roma und Sinti (siehe Infotext) starben 613 Personen bereits in den ersten Wochen nach der Ankunft an einer Fleckfieberepidemie. Alle noch lebenden Roma und Sinti wurden im Jänner 1942 ins Vernichtungslager Chełmno/Kulmhof überstellt und dort auf unmenschliche Art ihres Lebens beraubt. Niemand überlebte. Mehr darüber in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.
(volksgruppen.orf.at)
Oktober 30th, 2015 |
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Allgemeines
14-jähriger Rom aus Unterwart kämpft gegen unheilbare Immunerkrankung. Die Mutter ist am Ende ihrer finanziellen Möglichkeiten.
Was uns am Leben erhält, hat sich gegen den 14-jährigen Michael verschworen und ist nahe dran, ihn umzubringen. Die Rede ist vom menschlichen Immunsystem. Tapfer kämpft er gegen diese unheilbare Erkrankung. Der 14-Jährige leidet an Morbus Wegener, einer seltenen Krankheit, bei der das eigene Immunsystem den Körper angreift und eine chronische Entzündung der Blutgefäße zur Folge hat. Letztes Jahr hat Michael angefangen, ständig zu kränkeln. „Aber das war erst der Anfang vom Wahnsinn“, sagt seine Mutter Kerstin Pfeiffer. „Was folgte war ein monatelanger Ärztemarathon“, so Pfeiffer weiter. „Meinem Jungen ging es zusehends schlechter und da war mir klar, dass mein Kind sehr schwer krank ist“, sagt die alleinerziehende Mutter. „Und dann die niederschmetternde Diagnose: Morbus Wegener. Eine unheilbare Krankheit“, so Pfeiffer.
Therapien sind teuer – Geld ist knapp
Seit seinem ersten Krankenhausaufenthalt im Juni bis heute musste Michael mehrere Notoperationen überstehen. Wochenlang lag er im Tiefschlaf. „Mein Sohn ist ein Kämpfer“, ist Kerstin Pfeiffer überzeugt. Seit Monaten verbringt die zweifache, alleinerziehende Mutter Tag und Nacht im Krankenhaus in Wien. Finanziell ist die arbeitslose Frau allerdings am Ende ihrer Möglichkeiten angelangt. „Michael wird Therapien benötigen und ich kann mir nicht einmal mehr das Busticket leisten“, so Pfeiffer.
Wer Familie Pfeiffer in dieser schwierigen Situation helfen möchte, kann dies über das Spendenkonto AT47 5100 0902 1370 7801 der Volkshochschule der burgenländischen Roma unter dem Kennwort „Michael“ tun.
(Text: bvz.at)
Oktober 29th, 2015 |
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Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte
Berliner Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas geschändet
Unbekannte haben im Eingangsbereich des Denkmals für die ermordeten Sinti und Roma Europas im Berliner Simsonweg großformatig ein Hakenkreuz und den Schriftzug „Vergasen“ angebracht. Beide Schmierereien wurden entfernt. Die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, die das Denkmal betreut, hat die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt und Anzeige erstattet. Der Staatsschutz ermittelt.
Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal, verurteilt den Anschlag als „aggressiven Antiziganismus“ aufs Schärfste. Romeo Franz, Direktor der „Hildegard Lagrenne Stiftung“ und Komponist des Musikstückes am Denkmal, zeigt sich bestürzt: „Dies ist ein Angriff auf den Prozess der Versöhnung. Er trifft viele Sinti und Roma mit ihrer leidvollen Familiengeschichte sehr persönlich. Read the rest of this entry »
Oktober 28th, 2015 |
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Facts & Figures
Die 1975 gegründete „Radgenossenschaft der Landstrasse“ ist seit 1985 die vom Bund anerkannte Dachorganisation der „Fahrenden“ in der Schweiz.
(Website)
Oktober 27th, 2015 |
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Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft
Roma sam
Radio Burgenland: 19.10.2015 | (on demand)
Der Internationale Suchdienst – englisch International Tracing Service (ITS) – ist ein Zentrum für Dokumentation, Information und Forschung über die nationalsozialistische Verfolgung, NS-Zwangsarbeit sowie den Holocaust. Zu den Hauptaufgaben des Suchdienstes zählen die Klärung des Schicksals von Verfolgten des NS-Regimes und die Suche nach Angehörigen. Weiters die Erteilung von Auskünften an Überlebende und Familienangehörige von NS-Opfern, Forschung, Pädagogik und Erinnerung sowie die Aufbewahrung, Konservierung und Erschließung von Dokumenten.
Susanne Urban, seit Mai 2009 Bereichsleiterin der Forschung und Bildung, gibt Einblick in die Arbeit beim Internationalen Suchdienst in Bad Arolsen.
Der Bestand des ITS ist mit rund 30 Millionen Dokumenten eine der weltweit größten Sammlungen von Unterlagen über zivile Opfer der nationalsozialistischen Herrschaft. Um die historisch wertvollen Dokumente für die nachfolgenden Generationen zu erhalten, ist die Digitalisierung, elektronische Indizierung und Speicherung des Archivmaterials ein weiterer wichtiger Teil der Arbeit des ITS. Im Juni 2013 wurde das Archiv des Internationalen Suchdienstes von der UNESCO in das Weltdokumentenerbe aufgenommen.
Mehr darüber hören Sie in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.
(volksgruppen.orf.at)
Oktober 26th, 2015 |
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Religion
In Erinnerung an das legendäre Treffen zwischen Papst Paul VI. und Tausenden Roma in Pomezia vor 50 Jahren wird Papst Franziskus heute rund 5.000 Roma im Vatikan empfangen. Unter den internationalen Pilgern befindet sich auch eine Roma-Gruppe aus der Diözese Eisenstadt. Das Treffen findet im Rahmen einer großen Wallfahrt statt, die vom „Päpstlichen Rat für die Seelsorge für die Migranten und Menschen unterwegs“ veranstaltet wird. Papst Franziskus hat seine Nähe zur Roma-Minderheit schon mehrfach, etwa im Februar bei einem spontanen Besuch in einer Roma-Siedlung am Stadtrand Roms, demonstriert.
(dROMa)
Oktober 25th, 2015 |
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Film & Theater, Internet & Blogothek, Jugend & Bildung
Die spanische Organisation Fundación Secretariado Gitano (FSG) hat den hohen Ausfallsquoten bei Schülern – und insbesondere Schülerinnen – aus Gitano-Familien den Kampf angesagt. Sechs von zehn jungen Gitanos (spanische Roma) verlassen die Schule noch vor dem Abschluss der Pflichtschule (Secundaria Obligatoria, ESO), fast dreimal so viele wie im gesamtspanischen Durchschnitt (63,7% gegenüber 21,9%). Eine sehr gelungene Videokampagne, hier zu sehen mit englischen Untertiteln, will das jetzt ändern. Die Kampagne #LeonorDejaLaEscuela („Leonor verlässt die Schule“) soll die Öffentlichkeit, die das Problem bislang zumeist mit einem Achselzucken abtat, endlich wachrütteln. Und sie soll nicht zuletzt auch den Gitano-Kindern Mut machen – denn sehr oft „glauben weder ihr Umfeld noch die Schule noch sie selbst an ihren Bildungserfolg“.
(RU/dROMa)
Oktober 25th, 2015 |
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Brauchtum & Tradition, Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Musik, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft
Roma sam
Radijo Burgenland: 12.10.2015 | (on demand)
O Fonogramiskero Archivo la Austritika Akademijatar la Visenschoftatar jek instituto la austritika akademijatar la visenschoftatar le beschipeha ande Betschi hi. 1899 ojs visenschoftlichi hangoskero archivo kerdo lo ulo taj o lek phuraneder audijovisujlei archivo le themstar hi lo. O Fonogramiskero Archivo sajt pro keripe taj pal o angle dipe la akademijatar, vakeripeskere upre liptscha taj te muschikakere falati khetan kedija. Barikanipe upre jek bulhi dokumentacija tschito ol. Pedar sako upre lipe te jek pisinipe kerdo ol, savo informaciji pedar o upre limo dscheno, o vodinipeskere koji le upre lipestar taj o technischi koji sikal. 1999 o historischi falati le Fonogramiskere Archivistar (1899-1950) ando themeskero registeri la UNESCO-jatar „Memory of the World“ upre lim ule.
I dujti direkterkija la etnomusikologijatar taj romanistikatar, Christiane Fennesz-Juhasz, and dikipe ando barikano khetan kedipe le Mozes Heinschinkistar taj la Milena Hübschmannovátar, del.
Buteder pedar, schunen tumen andi sendung „Roma sam“ upro Radijo Burgenland.
(volksgruppen.orf.at)
Oktober 24th, 2015 |
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Brauchtum & Tradition, Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Musik, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft
Roma sam
Radio Burgenland: 12.10.2015 | (on demand)
Das Phonogrammarchiv ist ein Institut der Österreichischen Akademie der Wissenschaften mit Sitz in Wien. Es wurde 1899 als wissenschaftliches Schallarchiv gegründet und ist das älteste audiovisuelle Archiv der Welt. Das Phonogrammarchiv sammelte seit seiner Gründung gemäß seiner Bestimmung durch die Akademie sowohl Sprachaufnahmen als auch Musikstücke. Man legt besonderen Wert auf eine umfangreiche Dokumentation. Jede Aufnahme wird in der Regel durch ein ausführliches Protokoll ergänzt, das unter anderem Informationen über die aufgenommenen Personen, die Begleitumstände der Aufnahme sowie technische Angaben enthält. 1999 wurden die historischen Bestände des Phonogrammarchivs (1899-1950) in das Weltregister der UNESCO „Memory of the World“ eingetragen.
Bei den Schlaininger Gesprächen gab die stellvertretende Direktorin der Ethnomusikologie und Romistik, Christiane Fennesz-Juhasz, Einblick in die einzigartige Roma-Sammlung von Mozes Heinschink und Milena Hübschmannová.
Mehr darüber hören Sie in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.
(volksgruppen.orf.at)
Oktober 23rd, 2015 |
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Einrichtungen
Die Verfolgung von Sinti und Roma in Europa hat eine lange Geschichte – festgehalten wird sie im Dokumentations- und Kulturzentrum in Heidelberg. Seit Freitag gibt es auch eine Vertretung des Zentrums in Berlin-Kreuzberg. Für den Vorsitzenden des Zentralrats Romani Rose ist das ein wichtiger Einschnitt.
>>Dokuz Sinti und Roma (Berlin)
rbb-online.de: Die deutschen Sinti und Roma haben in Berlin eine Repräsentanz ihres Dokumentations- und Kulturzentrums eröffnet. Bei der Eröffnung am Freitag in Berlin-Kreuzberg sagte der Vorsitzende des Zentralrats Romani Rose, Rassismus gegen Sinti und Roma lasse sich nur über eine breit angelegte Aufklärung bekämpfen. Es sei daher unverzichtbar, in der deutschen Hauptstadt Gesicht zu zeigen und entschieden gegen Antiziganismus vorzugehen: „Die Eröffnung markiert in der Geschichte unserer Bürgerrechtsbewegung zweifellos einen wichtigen Einschnitt.“
Die Berliner Repräsentanz im Aufbau-Haus am Moritzplatz will nach den Worten von Rose durch Bildungsangebote die Situation der Sinti und Roma im heutigen Europa kritisch beleuchten und den Diskurs mit der Bundespolitik vorantreiben. Außerdem zeige sie wechselnde Ausstellungen über die Minderheit.
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Oktober 21st, 2015 |
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Jugend & Bildung, Politik, Rassismus & Menschenrechte
Es gibt ein einziges, ausschlaggebendes Kriterium für Kindeswegnahmen durch den Staat: das Kindeswohl, sofern es durch keine anderen Maßnahmen mehr geschützt werden kann. Was aber, wenn die nackte Not Eltern und Kinder zwingt, in der Obdachlosigkeit zu leben? Welche Antwort verlangt das Kindeswohl? Die Kinder gegen ihren Willen von ihren Eltern zu trennen, sie mit Zwang und Gewalt aus dem Familienverband zu reißen und in ein fremdes Umfeld (mit fremder Sprache) zu verfrachten? Oder bedeutet Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse und Rechte von Minderjährigen, dafür zu sorgen, dass Eltern und Kinder eine dem Kindeswohl angemessene Übernachtungsmöglichkeit bekommen: mit Dach, Bett und sanitären Anlagen?
Die richtige Antwort sollte eigentlich für jeden, der sich auf das Kriterium des Kindeswohls beruft, feststehen. Nicht so in Vorarlberg, wo Landeshauptmann Wallner obdachlosen Roma-Familien aus Rumänien, die er aus dem Land haben will, mit der Wegnahme ihrer Kinder droht: „Wenn Kindeswohl im Lande gefährdet ist, dann ist einzugreifen, unter Umständen sogar behördlich einzugreifen. Möglicherweise auch sagen (zu) müssen: Wenn das Kindeswohl gefährdet ist, (beim) Kleinkind, dann müssen wir das Kind auch entziehen.“
Plätze in Notschlafstellen gibt es für Frauen mit Kindern in Vorarlberg übrigens keine.
Mehr dazu hier.
(RU/dROMa)
Oktober 17th, 2015 |
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Internet & Blogothek, Politik, Radio, Podcast & TV, Recht & Gericht
Na latsche neviptscha le Markus Gudenusiske tschule divesa anglo gemajndakere rotengere völiniptscha: Gejng o modro becirkiskero rot upro Wieden – ov o phral hi le FPÖ-Klubmannistar Johann Gudenus – vasch jek tradipeskero keripe uso schtotiskero fischgaroschinipe ande ando ulo. O Selene le Markus Gudenusiske angle tschiden, hot ov gejng o Roma tradipe kerel. O aguno Seleno nacijonaliskero rot taj keraschi le blogsistar terdscharen le „Rechten“, Karl Öllinger, o aun sesinipe kertscha. Ando papruschi, savo la Austrijake angle paschlol, o Öllinger le Gudenusiske angle tschidel, gejng i cili flogoskeri grupn le Romendar tradipe te kerel. Oda keripe upre jek Facebook-pisintschago le Gudenusistar palal te genel hi. Ande oda pisintschago fantasirinel ov le „flogoskere schpurtistar“ le Romendar, tschaven „te tschorel, kaj buteder tschavengere loj te uschtiden“. Read the rest of this entry »
Oktober 14th, 2015 |
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Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Trotz „sicheren Herkunftsstaats“: Das Verwaltungsgericht Oldenburg hat einer Romni aus Mazedonien den Flüchtlingsstatus zuerkannt. Sie wurde als Aktivistin politisch verfolgt.
Jean-Philipp Baeck/taz: Die Klage, über die Ende September das Verwaltungsgericht Oldenburg entschied, hätte zu einem weiteren der vielen tausend Fälle werden können, bei denen der Asylantrag eines Rom oder einer Romni aus dem Westbalkan abgelehnt wird. Zu einem Antrag, der als „offensichtlich unbegründet“ zu gelten hat und dann zu den anderen 99 Prozent abgelehnter Fälle in die Statistik eingeht, mit der politisch begründet wird, dass etwa Mazedonien auch für Roma „sicher“ sei. Doch diesmal kam es anders.
Das Verwaltungsgericht Oldenburg hat einer Romni aus Mazedonien den Flüchtlingsstatus zuerkannt. In Mazedonien drohe ihr aufgrund ihrer Tätigkeit für eine Roma-Organisation „politische Verfolgung“, heißt es in dem Urteil (AZ: 6 A 32/15). Und: „Die Verfolgungshandlungen gehen von der Polizei aus.“ Entsprechend sei die Entscheidung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge aufzuheben, das 2013 den Asylantrag der Frau ablehnte und ihr die Abschiebung androhte.
Mazedonien steht mit Serbien und Bosnien-Herzegowina seit Ende 2014 auf jener Liste „sicherer Herkunftsstaaten“, die Ende dieser Woche durch Bundestag und Bundesrat um Albanien, Kosovo und Montenegro erweitert werden soll. Read the rest of this entry »
Oktober 10th, 2015 |
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Musik
La Blumajakero hango jek keverinipe andar „Gipsy“ hangi, Balkan-Beats, taj moderni pop hangi schipojkaha, bischotiha, bumbaha taj saksofon hi. Phenel afka o rbb, hot i banda hi, savi akan ojs barikani nimtschki schlogeriskeri banda andi Germanija haundlim ol. Bojd i Bluma ojs anglutni grupn le Andreas Gabalieriha dromeske dschala. Jessica Sperlich lakero anav hi, oj butvar ando vakeripe pedar pro dad, savo Sinto hi taj imar mulo vakerel, lakeri daj Schwäbin hi. Lakeri tschajengeri cajt ando cirkus Sperlich sina. Oj te upro klische „Zigeuner“ bescharel eksotischi schukaripe del taj o naphandlipe, pernange la feschtima roklaha: „Me kamahi le rasigiske, jagalipeske taj kamipeske buteder koja andi Germanija te del“, phentscha oj ande jek vakeripe.
(dROMa-Red.)
Oktober 9th, 2015 |
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Internet & Blogothek, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Dieses Posting, veröffentlicht am 23.10.2013 auf der Facebook-Seite des FPÖ-Politikers Markus Gudenus, hat nun – zwei Jahre später – möglicherweise ein schwerwiegendes gerichtliches Nachspiel: Der ehemalige grüne Nationalratsabgeordnete Karl Öllinger hat bei der Staatsanwaltschaft Wien Anzeige nach § 283 StGB (Verhetzung) eingebracht.
Markus Gudenus (41) ist freiheitlicher Bezirksrat in Wien-Wieden. Sein prominenterer Bruder, der Wiener FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus, hat den Kommentar mit einem „Gefällt mir“ markiert. Der Vater, John Gudenus, war Bundesrat der FPÖ. John Gudenus wurde vor neun Jahren nach dem NS-Verbotsgesetz wegen Verharmlosung bzw. Leugnung des Holocaust nach dem NS-Verbotsgesetz zu einem Jahr Haft bedingt verurteilt.
Markus Gudenus bezieht sich in seinem Facebook-Kommentar auf einen Artikel in „Österreich“. Darin berichtete die Zeitung von einer unbekannten Frau, die einen Mann betäubt und ausgeraubt haben soll. Die Website stopptdierechten.at schreibt dazu: Read the rest of this entry »
Oktober 7th, 2015 |
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Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft
Roma sam
Radijo Burgenland: 5.10.2015 (on demand)
Ada berschengeri tema: Roma taj Sinti
Sajt 1982 imar but schel visenschoftlertscha andar o andrutno- taj avrutno vilago uso „Schlainingeriskere Vakeriptscha“ use sina taj pumare forschinipeskere resultatscha ando anglevakeriptscha usi diskusijona terdscharde. Telal o visenschoftlichi schero Rudolf Kropf, upri dis Schlaining o „35te Schlainingeriskere Vakeriptscha“ usi tema „Roma & Sinti usar 1938 dschi adi“ prade ule. Pal o akaripeskere alava le birostar Markus Szelinger, o thaneskero rot Helmut Bieler, o „35te Schlainingeriskere Vakeriptscha“ pratscha. Erschti and dikiptscha usi tema, o dschene akor ando interesanti anglevakeripe la Erika Thurneratar uschtidine. O 35te „Schlainingeriskere Vakeriptscha“, save usar o 21to dschi uso 25to septemberi 2015 sina, andi kulturakeri politik le Burgenlandistar jek sikajipe la eficijenti taj barikana forschinipeskera butjatar la thaneskera kundejatar, hi. Buteder pedar, schunen tumen andi sendung „Roma sam“ upro Radijo Burgenland.
(volksgruppen.orf.at)
Oktober 5th, 2015 |
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Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft
Roma sam
Radio Burgenland: 5.10.2015 | Live: 20:50 Uhr (on demand)
Diesjähriges Thema: Roma und Sinti
Die „Schlaininger Gespräche“, die im Jahr 1982 gegründet wurden, beschäftigen sich mit Themen der Geschichte des Grenzraums zwischen Österreich und dem historischen Ungarn, wobei ein Schwerpunkt auf den burgenländischen Raum gelegt wird. Seither haben bereits hunderte Wissenschaftler aus dem In- und Ausland an den „Schlaininger Gesprächen“ teilgenommen und ihre Ergebnisse in Vorträgen zur Diskussion gestellt. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Rudolf Kropf wurden auf Burg Schlaining die „35. Schlaininger Gespräche“ zum Thema „Roma und Sinti von 1938 bis zur Gegenwart“ eröffnet. Nach den Begrüßungsworten des Bürgermeisters Markus Szelinger eröffnete Landesrat Helmut Bieler die „35. Schlaininger Gespräche“. Erste Einblicke zum Thema erhielten die Tagungsteilnehmer dann im interessanten Vortrag von Erika Thurner. Die „35. Schlaininger Gespräche“, die vom 21. – 25. September 2015 in den Räumlichkeiten der Burg stattgefunden haben, sind somit in der Kulturpolitik des Burgenlandes ein Beispiel für eine effiziente und leistungsorientierte Forschungstätigkeit der Landeskunde. Mehr darüber hören Sie in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.
(volksgruppen.orf.at)
Oktober 2nd, 2015 |
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Literatur & Bücher, Veranstaltungen & Ausstellungen
Datum: 4.10.2015, 14:00 bis 17:00 Uhr
Ort: Park vor dem Romano Centro,
Wildgansplatz / Hofmannsthalgasse 2, 1030 Wien
Roma-Orte: Wien bekommt Ilija-Jovanović-Park
Roma und Sinti sind seit langem Teil der Wiener Bevölkerung und der Geschichte der Stadt. Aber nur sehr wenige Wiener Straßen und Plätze sind auch nach Roma oder Sinti benannt: Der Baranka-Park (Favoriten, benannt 2003), der Ceija-Stojka-Platz (Neubau, benannt 2014), der Sinti- und der Lovaraweg sowie der Romaplatz (alle am Bruckhaufen in Floridsdorf, benannt 2001). Romano Centro hat der Bezirksvertretung vorgeschlagen, den Park vor seinem Vereinslokal am Wildgansplatz in Wien-Landstraße nach dem 2010 verstorbenen Dichter Ilija Jovanović benennen. Die Bezirksvertretung unterstützt diesen Wunsch mit der Zustimmung aller Fraktionen.
Ilija Jovanović (1950–2010)
Ilija Jovanović, wurde 1950 in einer Romasiedlung in Rumska (Serbien) geboren. Trotz der schwierigen Lebensbedingungen gelang es dem Vater, Ilija schon früh für Literatur zu begeistern. 1970 kam Ilija Jovanović nach Österreich, er fasste in Wien Fuß und begann neben seiner Arbeit im AKH zu schreiben, zunächst in Serbisch, später in Deutsch und in seiner Muttersprache Romanes, und er engagierte sich in mehreren zivilgesellschaftlichen Organisationen, vor allem im Romano Centro, das er 1991 gemeinsam mit anderen begründete und dessen Obmann er viele Jahre war. Die Lernhilfe für Roma, die der Verein seit 20 Jahren durchführt und die hunderten von Roma-Kindern zu schulischem Erfolg verholfen hat, geht auf seine Initiative zurück. Ilija Jovanović hat seine Gedichte in drei eigenen Lyrikbänden und zahlreichen Anthologien veröffentlicht. Read the rest of this entry »
Oktober 1st, 2015 |
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Musik
„Die Band Bluma macht Balkan-Pop mit deutschen Texten: Gesungen werden sie von einer charismatischen Frontfrau. (…) Blumas Sound ist eine Mischung aus Gipsy-Klängen, Balkan-Beats, und modernen Popsounds – mit Klarinette, Akkordeon, Kontrabass und Saxophon.“ So beschreibt rbb die Band, die nun als große neue Hoffnung der deutschen Schlagerszene gehandelt wird. Demnächst geht Bluma sogar als Vorgruppe mit Andreas Gabalier (Foto) auf Tour.
Benannt ist die Ethno-Schlager-Kombo nach dem Sinti-Namen ihrer Sängerin, Jessica Sperlich, die in Interviews auch oft auf ihre Sinti-Wurzeln (ihr früh verstorbener Vater war Sinto, ihre Mutter ist Schwäbin) und ihre Kindheit im „Zirkus Sperlich“ zu sprechen kommt. Dabei setzt sie freilich auch gerne auf „Zigeuner“-Klischees, gibt die exotische Schönheit, freiheitsliebend, barfuß und mit buntem Rock: „Ich wollte dem Rassigen, Temperamentvollen und Leidenschaftlichen mehr Raum in Deutschland geben.“, sagte sie etwa in einem Interview. Und in der offiziellen Biografie heißt es:
Die Sonne geht auf über Deutschland. Ein Hauch von Freiheit, Fernweh, und unbändiger Lebenslust weht über das Land! Es ist Zeit für Glück, Natürlichkeit und die Liebe. (…) Außergewöhnlich wie der Sound ist auch die Lebensgeschichte von BLUMA. So hat sie über ihren Vater familiäre Wurzeln bei den Sinti, wuchs aber durch die Familie der Mutter bodenständig im tiefsten Schwaben auf. Ein kultureller Spagat, der nicht heftiger sein könnte. „Bis zum achten Lebensjahr sind wir jedes Jahr im Urlaub mit der großen Sinti-Familie meines Vaters im Wohnwagen durch die Lande gefahren“, erinnert sich BLUMA. Zurzeit lebt die exotische Schönheit in Berlin. (…) BLUMA wildert auf „Mein Herz tanzt bunt“ nicht nur im heißblütigen Sound des fahrenden Volkes, sondern sucht ihre Inspiration ebenso in der vielfältigen (…) Popwelt. Read the rest of this entry »