Archive for Oktober, 2015

5.007 ande Łódź/Litzmannstadt pele

Oktober 31st, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
26.10.2015 | (on demand)

Gerhard Baumgartner beim Vortrag in Schlaining (Foto: Roma-Service)Sajt but schelberschengero o Roma taj Sinti le tradipeske taj la diskri­mi­na­ci­jake ar be­scharde sina. O utschi­pes­kero gendo le tra­di­pestar i NS-cajt ke­rel, kada vala­mi 90 pro­centi le Romen­dar taj Sintij­endar, save andi Austri­ja dschiv­nahi, mur­dar­de ule.

1938 imar 232 Roma ojs „aso­ci­jali“ kate­gori­si­rim ande loger­tscha and tscha­pim ule. Jek bersch palo­da, o raji­pes­kero haren­ge­ren­gero birov­tschago o and tscha­pi­nipe 3.000 bur­gen­lan­di­tike Ro­mendar, save meg buti te kerel dscha­nahi, ande loger­tscha ar dija.

O Gerhard Baumgartner, austritiko histori­keri taj sajt maj 2014 o schero le DÖW-istar, and diki­pe ando ter­dschi­jip­tscha le Romen­dar taj Sinti­jendar del. Ando 17to okto­beri 1939 o Himmler phen­tscha, hot o cile Roma taj Sinti na tro­man bu­ter upral o than, kaj le akan hi, bejg te dschal. Kaj o pal liker­de Roma taj Sinti le gemajn­den­dar fasor­gim iste ule, odola akan len­gero „tel scho­fi­nipe“ man­gnahi. O raji­pes­kero si­cher­hajta­kero scheros­kero birov­tscha­go akor o keri­pe afka akar­de „Zigeuner loge­ren­dar“ ar dija.

O „Zigeuner logeri“ Łódź/Litzmannstadt

Le 5.007 ando logeri Łódź/Litz­mann­stadt depor­ti­rime Romendar taj Sinti­jen­dar, 613 dschene imar ando erschti kurke pal len­gero ledschipe vasch jek epe­de­mija mule. Read the rest of this entry »

5.007 kamen nach Łódź/Litzmannstadt

Oktober 31st, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
26.10.2015 | (on demand)

"Zigeunerghetto" (Foto: www.sintiundroma.de)Seit Jahrhunderten waren die Roma und Sinti Ver­fol­gung und Diskri­mi­nie­rung aus­ge­setzt. Den Höhe­punkt der Ver­fol­gung bil­dete die NS-Zeit, als ca. 90 Prozent der in Öster­reich leben­den Roma und Sinti er­mor­det wur­den. Bereits 1938 wur­den 232 Roma als „Asoziale“ kate­go­ri­siert in Kon­zentra­tions­lager ein­gewie­sen. Ein Jahr spä­ter ordne­te das Reichs­kriminal­poli­zei­amt die Ein­wei­sung von 3.000 arbeits­fähi­gen burgen­län­di­schen Roma in KZs an.

Gerhard Baumgartner, österreichi­scher His­to­ri­ker und seit Mai 2014 wis­sen­schaft­li­cher Leiter des DÖW, gibt bei den 35. Schlaininger Gesprächen Ein­blick in die Schick­sale der Roma und Sinti. Er spricht darü­ber, wie am 17. Okto­ber 1939 Himmler be­fahl, dass sämt­liche Roma und Sinti ihren Auf­ent­halts­ort nicht verlassen durf­ten (sog. „Fest­setzungs­erlass“), und darüber, dass die festgehaltenen Roma und Sinti fortan von den Ge­mein­den ver­sorgt wer­den muss­ten, die schließ­lich ihre „Ab­schaf­fung“ ver­lang­ten. Das Reichs­sicher­heits­haupt­amt empfahl darauf­hin die Ein­rich­tung von „Zigeuner­lagern“.

Das „Zigeunerlager“ Łódź/Litzmannstadt

Von den 5.007 im November 1941 ins Zigeuner­lager in Łódź/Litz­mann­stadt depor­tier­ten Roma und Sinti (siehe Infotext) star­ben 613 Per­so­nen bereits in den ersten Wochen nach der An­kunft an einer Fleck­fieber­epi­demie. Alle noch leben­den Roma und Sinti wur­den im Jänner 1942 ins Ver­nich­tungs­lager Chełmno/Kulmhof über­stellt und dort auf un­mensch­liche Art ihres Lebens beraubt. Niemand über­lebte. Mehr darüber in der Sen­dung „Roma sam“ auf Radio Bur­gen­land.

(volksgruppen.orf.at)

Burgenland: Spendenaufruf für Michael

Oktober 30th, 2015  |  Published in Allgemeines

Michael14-jähriger Rom aus Unterwart kämpft ge­gen un­heil­ba­re Im­mun­erkran­kung. Die Mut­ter ist am Ende ihrer finan­ziel­len Mög­lich­keiten.

Was uns am Leben erhält, hat sich gegen den 14-jährigen Michael ver­schwo­ren und ist nahe dran, ihn um­zu­bringen. Die Rede ist vom mensch­li­chen Immun­system. Tapfer kämpft er gegen diese un­heil­bare Er­krankung. Der 14-Jährige leidet an Morbus Wegener, einer selte­nen Krankheit, bei der das eigene Immun­sys­tem den Körper an­greift und eine chro­nische Ent­zün­dung der Blut­gefäße zur Folge hat. Letztes Jahr hat Michael an­ge­fan­gen, stän­dig zu krän­keln. „Aber das war erst der An­fang vom Wahnsinn“, sagt seine Mutter Kerstin Pfeiffer. „Was folgte war ein mo­nate­langer Ärzte­marathon“, so Pfeiffer weiter. „Meinem Jungen ging es zu­se­hends schlech­ter und da war mir klar, dass mein Kind sehr schwer krank ist“, sagt die allein­erzie­hende Mut­ter. „Und dann die nieder­schmet­ternde Diagnose: Mor­bus Wege­ner. Eine unheilbare Krankheit“, so Pfeiffer.

Therapien sind teuer – Geld ist knapp

Seit seinem ersten Krankenhausaufenthalt im Juni bis heute musste Michael mehrere Not­opera­tionen über­stehen. Wochen­lang lag er im Tief­schlaf. „Mein Sohn ist ein Kämpfer“, ist Kerstin Pfeiffer über­zeugt. Seit Monaten ver­bringt die zwei­fache, allein­erzie­hende Mutter Tag und Nacht im Kranken­haus in Wien. Finan­ziell ist die arbeits­lose Frau aller­dings am Ende ihrer Möglich­kei­ten ange­langt. „Michael wird Therapien benö­tigen und ich kann mir nicht einmal mehr das Bus­ticket leisten“, so Pfeiffer.

Wer Familie Pfeiffer in dieser schwieri­gen Situa­tion helfen möchte, kann dies über das Spenden­konto AT47 5100 0902 1370 7801 der Volkshoch­schu­le der burgen­län­di­­­schen Roma un­ter dem Kenn­wort „Michael“ tun.

(Text: bvz.at)

Roma-Mahnmal: Hakenkreuz und „Vergasen“

Oktober 29th, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte

Sinti-und-Roma-Denkmal in Berlin (Foto: Marko Priske)Berliner Denkmal für die im Nationalsozialismus ermor­de­ten Sinti und Roma Euro­pas ge­schändet

Unbekannte haben im Eingangsbereich des Denk­mals für die ermor­de­ten Sinti und Roma Europas im Berli­ner Simson­weg groß­for­ma­tig ein Hakenkreuz und den Schrift­zug „Vergasen“ an­ge­bracht. Beide Schmiere­rei­en wur­den entfernt. Die Stif­tung Denkmal für die ermor­de­ten Juden Europas, die das Denk­mal betreut, hat die Sicher­heits­maß­nah­men ver­stärkt und An­zeige er­stat­tet. Der Staatsschutz er­mittelt.

Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denk­mal, ver­ur­teilt den An­schlag als „aggres­si­ven Anti­ziganis­mus“ aufs Schärfste. Romeo Franz, Direktor der „Hildegard Lagrenne Stiftung“ und Kompo­nist des Musik­stückes am Denk­mal, zeigt sich be­stürzt: „Dies ist ein Angriff auf den Pro­zess der Ver­söh­nung. Er trifft viele Sinti und Roma mit ihrer leid­vollen Familien­geschichte sehr per­sön­lich. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (121)

Oktober 28th, 2015  |  Published in Facts & Figures

Die 1975 ge­grün­de­te „Radge­nos­sen­schaft der Land­stras­se“ ist seit 1985 die vom Bund an­er­kann­te Dach­or­ga­ni­sa­tion der „Fah­ren­den“ in der Schweiz.

(Website)

Der Internationale Suchdienst (ITS)

Oktober 27th, 2015  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
19.10.2015 | (on demand)

Susanne-UrbanDer Internationale Suchdienst – eng­lisch International Tracing Service (ITS) – ist ein Zentrum für Doku­men­ta­tion, Infor­ma­tion und Forschung über die national­sozia­lis­tische Ver­fol­gung, NS-Zwangs­arbeit sowie den Holocaust. Zu den Haupt­auf­ga­ben des Such­diens­tes zählen die Klä­rung des Schick­sals von Verfolgten des NS-Regimes und die Suche nach Ange­hö­ri­gen. Wei­ters die Ertei­lung von Aus­künf­ten an Über­lebende und Familien­an­ge­hö­rige von NS-Opfern, For­schung, Päda­go­gik und Erin­ne­rung sowie die Auf­bewah­rung, Konser­vie­rung und Er­schließung von Doku­men­ten.

Susanne Urban, seit Mai 2009 Bereichs­leite­rin der For­schung und Bil­dung, gibt Ein­blick in die Arbeit beim Inter­natio­na­len Such­dienst in Bad Arolsen.

Der Bestand des ITS ist mit rund 30 Millionen Dokumenten eine der welt­weit größten Samm­lun­gen von Unter­lagen über zivile Opfer der national­sozia­lis­ti­schen Herr­schaft. Um die histo­risch wert­vollen Doku­mente für die nach­fol­gen­den Gene­ra­tio­nen zu er­hal­ten, ist die Digitali­sie­rung, elektro­ni­sche Indi­zie­rung und Spei­che­rung des Archiv­mate­rials ein weiterer wich­tiger Teil der Arbeit des ITS. Im Juni 2013 wurde das Archiv des Inter­na­tio­nalen Such­diens­tes von der UNESCO in das Welt­dokumenten­erbe auf­ge­nom­men.

Mehr darüber hören Sie in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Bur­gen­land.

(volksgruppen.orf.at)

5.000 Roma-Pilger in Rom

Oktober 26th, 2015  |  Published in Religion

Papst Franziskus (Foto:In Erinnerung an das legendäre Treffen zwischen Papst Paul VI. und Tausenden Roma in Pomezia vor 50 Jahren wird Papst Franziskus heute rund 5.000 Roma im Vatikan empfangen. Unter den internationalen Pilgern befindet sich auch eine Roma-Gruppe aus der Diözese Eisenstadt. Das Treffen findet im Rahmen einer großen Wallfahrt statt, die vom „Päpstlichen Rat für die Seelsorge für die Migranten und Menschen unterwegs“ veranstaltet wird. Papst Franziskus hat seine Nähe zur Roma-Minderheit schon mehrfach, etwa im Februar bei einem spontanen Besuch in einer Roma-Siedlung am Stadtrand Roms, demonstriert.

(dROMa)

Leonor verlässt die Schule

Oktober 25th, 2015  |  Published in Film & Theater, Internet & Blogothek, Jugend & Bildung

Die spanische Organisation Fundación Secretariado Gitano (FSG) hat den hohen Ausfallsquoten bei Schülern – und ins­be­son­dere Schü­lerin­nen – aus Gitano-Fa­mi­lien den Kampf an­ge­sagt. Sechs von zehn jun­gen Gitanos (spa­nische Roma) ver­lassen die Schule noch vor dem Ab­schluss der Pflicht­schule (Secun­daria Obliga­toria, ESO), fast drei­mal so viele wie im gesamt­spa­ni­schen Durch­schnitt (63,7% gegenüber 21,9%). Eine sehr ge­lungene Video­kampagne, hier zu sehen mit eng­li­schen Unter­titeln, will das jetzt ändern. Die Kam­pagne #LeonorDejaLaEscuela („Leonor ver­lässt die Schule“) soll die Öffent­lich­keit, die das Problem bis­lang zu­meist mit einem Achsel­zucken abtat, end­lich wach­rütteln. Und sie soll nicht zu­letzt auch den Gitano-Kin­dern Mut machen – denn sehr oft „glau­ben weder ihr Um­feld noch die Schule noch sie selbst an ihren Bildungs­erfolg“.

(RU/dROMa)

O Fonogramiskero Archivo

Oktober 25th, 2015  |  Published in Brauchtum & Tradition, Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Musik, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
12.10.2015 | (on demand)

Phonogrammarchiv der ÖAW (Foto: uzh.ch)O Fonogramiskero Archivo la Austritika Akade­mi­jatar la Visen­schof­ta­tar jek insti­tuto la austri­tika akade­mi­jatar la visen­schoftatar le be­schi­peha ande Betschi hi. 1899 ojs visen­schoft­­lichi hangoskero archi­vo kerdo lo ulo taj o lek phu­rane­der audijo­vi­sujlei archivo le themstar hi lo. O Fono­gramis­kero Archivo sajt pro keri­pe taj pal o angle dipe la aka­de­mi­jatar, vakeri­pes­kere upre liptscha taj te muschi­ka­kere falati khetan kedija. Barika­nipe upre jek bulhi doku­men­ta­cija tschito ol. Pedar sako upre lipe te jek pisi­nipe kerdo ol, savo infor­ma­ciji pedar o upre limo dscheno, o vodi­nipes­kere koji le upre li­pestar taj o tech­ni­schi koji sikal. 1999 o histori­schi falati le Fono­gramis­kere Archi­vistar (1899-1950) ando themes­kero regis­teri la UNESCO-ja­tar „Memory of the World“ upre lim ule.

I dujti direkterkija la etnomusikologija­tar taj romanisti­katar, Christiane Fennesz-Juhasz, and dikipe ando bari­kano khe­tan kedipe le Mozes Hein­schinkistar taj la Milena Hübsch­mannovátar, del.

Buteder pedar, schunen tumen andi sendung „Roma sam“ upro Radijo Bur­gen­land.

(volksgruppen.orf.at)

Das Phonogrammarchiv

Oktober 24th, 2015  |  Published in Brauchtum & Tradition, Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Musik, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
12.10.2015 | (on demand)

Roma-Tondokumente im Phonogrammarchiv: Vortrag von Christiane Fennesz-Juhasz in Schlaining 2015 (Foto: Roma-Service)Das Phonogrammarchiv ist ein Institut der Österreichischen Akademie der Wissen­schaften mit Sitz in Wien. Es wurde 1899 als wissen­schaft­li­ches Schallarchiv gegrün­det und ist das älteste audiovisuelle Archiv der Welt. Das Phono­gramm­archiv sammelte seit seiner Grün­dung ge­mäß seiner Bestim­mung durch die Aka­demie sowohl Sprachaufnahmen als auch Musikstücke. Man legt beson­de­ren Wert auf eine um­fang­reiche Doku­men­ta­tion. Jede Auf­nahme wird in der Regel durch ein aus­führ­li­ches Protokoll ergänzt, das unter anderem Infor­ma­tio­nen über die auf­genom­me­nen Per­sonen, die Begleit­umstände der Auf­nahme sowie tech­ni­sche An­gaben enthält. 1999 wurden die histo­ri­schen Bestände des Phono­gramm­archivs (1899-1950) in das Welt­re­gis­ter der UNESCO „Memory of the World“ ein­ge­tragen.

Bei den Schlaininger Gesprächen gab die stell­ver­tre­tende Direk­to­rin der Ethno­musiko­logie und Romis­tik, Christiane Fennesz-Juhasz, Ein­blick in die einzig­artige Roma-Samm­lung von Mozes Heinschink und Milena Hübschmannová.

Mehr darüber hören Sie in der Sen­dung „Roma sam“ auf Radio Bur­gen­land.

(volksgruppen.orf.at)

Sinti-und-Roma-Repräsentanz in Berlin

Oktober 23rd, 2015  |  Published in Einrichtungen

Aufbau Haus am Moritzplatz (Foto: R. Engel/aufbauhaus.de)Die Verfolgung von Sinti und Roma in Europa hat eine lange Geschichte – fest­gehal­ten wird sie im Dokumen­ta­tions- und Kultur­zentrum in Heidelberg. Seit Frei­tag gibt es auch eine Ver­tre­tung des Zentrums in Berlin-Kreuzberg. Für den Vor­sitzen­den des Zentral­rats Romani Rose ist das ein wich­ti­ger Ein­schnitt.

>>Dokuz Sinti und Roma (Berlin)

rbb-online.de: Die deutschen Sinti und Roma haben in Berlin eine Repräsen­tanz ihres Doku­men­ta­tions- und Kultur­zentrums eröff­net. Bei der Eröff­nung am Frei­tag in Berlin-Kreuzberg sagte der Vor­sitzen­de des Zentral­rats Romani Rose, Rassis­mus gegen Sinti und Roma las­se sich nur über eine breit an­ge­legte Auf­klä­rung be­kämpfen. Es sei daher un­ver­zicht­bar, in der deut­schen Haupt­stadt Gesicht zu zei­gen und ent­schie­den ge­gen Antiziganismus vor­zu­gehen: „Die Er­öff­nung mar­kiert in der Geschichte un­se­rer Bürger­rechts­be­we­gung zweifel­los einen wich­ti­gen Ein­schnitt.“

Die Berliner Repräsentanz im Aufbau-Haus am Moritz­platz will nach den Wor­ten von Rose durch Bildungs­angebote die Situa­tion der Sinti und Roma im heuti­gen Europa kri­tisch be­leuch­ten und den Diskurs mit der Bundes­politik voran­trei­ben. Außer­dem zeige sie wech­selnde Aus­stel­lun­gen über die Min­der­heit.

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Vorarlberg droht Roma mit Kindesentzug

Oktober 21st, 2015  |  Published in Jugend & Bildung, Politik, Rassismus & Menschenrechte

Landeshauptmann Markus Wallner (Foto: lh.vorarlberg.at)Es gibt ein einziges, ausschlag­geben­des Krite­rium für Kindes­weg­nahmen durch den Staat: das Kindeswohl, sofern es durch keine ande­ren Maß­nahmen mehr ge­schützt werden kann. Was aber, wenn die nackte Not Eltern und Kinder zwingt, in der Obdach­losig­keit zu leben? Wel­che Ant­wort ver­langt das Kindes­wohl? Die Kinder gegen ihren Willen von ihren Eltern zu trennen, sie mit Zwang und Gewalt aus dem Familien­verband zu reißen und in ein frem­des Umfeld (mit frem­der Sprache) zu ver­frach­ten? Oder bedeutet Rück­sicht­nahme auf die Bedürf­nisse und Rechte von Minder­jähri­gen, dafür zu sorgen, dass Eltern und Kinder eine dem Kindes­wohl an­gemes­sene Übernach­tungs­mög­lich­keit bekom­men: mit Dach, Bett und sani­tären An­lagen?

Die richtige Antwort sollte eigentlich für jeden, der sich auf das Krite­rium des Kindes­wohls beruft, fest­stehen. Nicht so in Vorarlberg, wo Landes­haupt­mann Wallner obdach­losen Roma-Fa­mi­lien aus Ru­mä­nien, die er aus dem Land haben will, mit der Weg­nahme ihrer Kinder droht: „Wenn Kindes­wohl im Lande gefähr­det ist, dann ist ein­zu­grei­fen, unter Um­ständen sogar behörd­lich ein­zu­greifen. Möglicher­weise auch sagen (zu) müssen: Wenn das Kindes­wohl ge­fähr­det ist, (beim) Klein­kind, dann müs­sen wir das Kind auch ent­ziehen.“

Plätze in Not­schlaf­stellen gibt es für Frauen mit Kindern in Vorarl­berg übrigens keine.

Mehr dazu hier.

(RU/dROMa)

O Selene le FPÖ-politikeri le tradipeske aun sesinde

Oktober 17th, 2015  |  Published in Internet & Blogothek, Politik, Radio, Podcast & TV, Recht & Gericht

Facebook-Hetze von Markus Gudenus (Screenshot: stopptdierechten.at)Na latsche neviptscha le Markus Gu­denusis­ke tschule divesa anglo gemajn­dakere roten­gere völi­niptscha: Gejng o modro be­cirkis­kero rot upro Wieden – ov o phral hi le FPÖ-Klub­mannistar Johann Gu­de­nus – vasch jek tra­dipes­kero keripe uso schto­tis­kero fisch­ga­ro­schinipe ande ando ulo. O Selene le Markus Gude­nu­siske angle tschiden, hot ov gejng o Roma tra­dipe kerel. O aguno Seleno nacijo­na­lis­kero rot taj keraschi le blogsistar terdscha­ren le „Rechten“, Karl Öllinger, o aun sesi­nipe kertscha. Ando papruschi, savo la Austri­jake angle paschlol, o Öllinger le Gude­nusiske angle tschidel, gejng i cili flogos­keri grupn le Romen­dar tradipe te kerel. Oda keripe upre jek Facebook-pi­sintschago le Gude­nusistar palal te genel hi. Ande oda pisin­tschago fanta­si­rinel ov le „flogos­kere schpurtistar“ le Ro­men­dar, tschaven „te tschorel, kaj buteder tscha­ven­gere loj te usch­tiden“. Read the rest of this entry »

Gericht: Roma-Verfolgung in Mazedonien

Oktober 14th, 2015  |  Published in Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

Trotz „sicheren Herkunftsstaats“: Das Verwaltungsgericht Oldenburg hat einer Romni aus Maze­do­nien den Flüchtlings­status zu­er­kannt. Sie wurde als Akti­vis­tin poli­tisch ver­folgt.

Jean-Philipp Baeck/taz: Die Klage, über die Ende Septem­ber das Verwaltungs­gericht Oldenburg ent­schied, hätte zu einem weite­ren der vielen tau­send Fälle werden können, bei denen der Asylantrag eines Rom oder einer Romni aus dem Westbalkan ab­ge­lehnt wird. Zu einem Antrag, der als „offen­sicht­lich un­begrün­det“ zu gelten hat und dann zu den ande­ren 99 Pro­zent ab­gelehn­ter Fälle in die Sta­tis­tik ein­geht, mit der poli­tisch be­grün­det wird, dass etwa Mazedonien auch für Roma „sicher“ sei. Doch dies­mal kam es an­ders.

Das Verwaltungsgericht Oldenburg hat einer Romni aus Maze­do­nien den Flücht­lings­sta­tus zu­er­kannt. In Maze­donien drohe ihr auf­grund ihrer Tätig­keit für eine Roma-Orga­ni­sation „politische Verfolgung“, heißt es in dem Urteil (AZ: 6 A 32/15). Und: „Die Ver­folgungs­hand­lungen gehen von der Polizei aus.“ Ent­spre­chend sei die Ent­schei­dung des Bundes­amts für Migration und Flücht­linge auf­zu­heben, das 2013 den Asylantrag der Frau ab­lehnte und ihr die Ab­schie­bung an­drohte.

Mazedonien steht mit Serbien und Bosnien-Herzegowina seit Ende 2014 auf jener Liste „sicherer Herkunfts­staaten“, die Ende dieser Woche durch Bundes­tag und Bundesrat um Albanien, Kosovo und Montenegro er­wei­tert werden soll. Read the rest of this entry »

Blumajakere nimtschke „Gypsy“ schlogertscha

Oktober 10th, 2015  |  Published in Musik

Bluma (Foto: SchlagerPlanet)La Blumajakero hango jek keverinipe andar „Gipsy“ hangi, Balkan-Beats, taj moder­ni pop hangi schi­poj­kaha, bischo­tiha, bum­baha taj sakso­fon hi. Phenel afka o rbb, hot i banda hi, savi akan ojs bari­kani nimtschki schlo­geris­keri banda andi Germanija haund­lim ol. Bojd i Bluma ojs ang­lutni grupn le Andreas Gabalieri­ha dro­meske dscha­la. Jessica Sperlich la­ke­ro anav hi, oj butvar ando vake­ripe pedar pro dad, savo Sinto hi taj imar mulo vake­rel, lakeri daj Schwä­bin hi. Lakeri tscha­jen­geri cajt ando cirkus Sperlich sina. Oj te upro klische „Zigeu­ner“ be­scha­rel ekso­ti­schi schu­ka­ripe del taj o naphand­lipe, per­nan­ge la fesch­tima roklaha: „Me kama­hi le rasi­giske, jagali­peske taj kami­peske bute­der koja andi Ger­mani­ja te del“, phentscha oj ande jek va­keripe.

(dROMa-Red.)

FPÖ-Hassposting gegen Roma

Oktober 9th, 2015  |  Published in Internet & Blogothek, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

Hetze gegen Roma: Posting von FP-Bezirksrat Markus Gudenus (Screenshot: K. Öllinger)Dieses Posting, veröffent­licht am 23.10.2013 auf der Facebook-Seite des FPÖ-Politi­kers Markus Gudenus, hat nun – zwei Jahre später – mög­li­cher­weise ein schwer­wie­gen­des gericht­liches Nach­spiel: Der ehe­malige grüne National­rats­ab­geord­nete Karl Öllinger hat bei der Staats­anwalt­schaft Wien Anzeige nach § 283 StGB (Verhetzung) ein­gebracht.

Markus Gudenus (41) ist freiheit­li­cher Bezirksrat in Wien-Wieden. Sein promi­nen­te­rer Bruder, der Wiener FPÖ-Klub­obmann Johann Gudenus, hat den Kommen­tar mit einem „Gefällt mir“ mar­kiert. Der Vater, John Gudenus, war Bundes­rat der FPÖ. John Gudenus wurde vor neun Jahren nach dem NS-Verbots­gesetz wegen Ver­harm­losung bzw. Leug­nung des Holo­caust nach dem NS-Verbots­gesetz zu einem Jahr Haft bedingt ver­urteilt.

Markus Gudenus bezieht sich in seinem Face­book-Kom­men­tar auf einen Artikel in „Österreich“. Darin berich­tete die Zei­tung von einer un­be­kann­ten Frau, die einen Mann be­täubt und aus­geraubt haben soll. Die Website stopptdierechten.at schreibt dazu: Read the rest of this entry »

35te Schlainingeriskere Vakeriptscha

Oktober 7th, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
5.10.2015 (on demand)

Schlaining 2015: O Rudolf Kropf uso akaripe le dschenendar uso 35te vakeriptscha (kipo: Roma-Service)Ada berschengeri tema: Roma taj Sinti

Sajt 1982 imar but schel visenschoft­ler­tscha an­dar o andrut­no- taj avrutno vilago uso „Schlai­nin­geris­kere Vake­riptscha“ use sina taj pu­mare for­schini­pes­kere resul­tatscha ando angle­va­kerip­tscha usi dis­ku­si­jona terdscharde. Te­lal o visen­schoftli­chi schero Rudolf Kropf, upri dis Schlaining o „35te Schlai­nin­ge­ris­kere Va­ke­riptscha“ usi tema „Roma & Sinti usar 1938 dschi adi“ prade ule. Pal o akari­pes­kere alava le birostar Markus Szelinger, o thanes­kero rot Helmut Bieler, o „35te Schlai­nin­geris­kere Vake­riptscha“ pratscha. Erschti and di­kiptscha usi tema, o dsche­ne akor ando intere­san­ti ang­le­va­ke­ripe la Erika Thurneratar uschti­dine. O 35te „Schlai­nin­ge­ris­kere Vake­riptscha“, save usar o 21to dschi uso 25to septem­beri 2015 sina, andi kul­tu­ra­keri politik le Bur­gen­landis­tar jek sika­jipe la efici­jenti taj barikana for­schi­ni­pes­kera butja­tar la thanes­kera kunde­jatar, hi. Bute­der pedar, schu­nen tumen andi sen­dung „Roma sam“ upro Radijo Bur­gen­land.

(volksgruppen.orf.at)

35. Schlaininger Gespräche

Oktober 5th, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
5.10.2015 | Live: 20:50 Uhr (on demand)

Schlaining-2015 (Foto: Roma-Service)Diesjähriges Thema: Roma und Sinti

Die „Schlaininger Gespräche“, die im Jahr 1982 gegrün­det wur­den, beschäf­tigen sich mit Themen der Geschichte des Grenzraums zwi­schen Öster­reich und dem histo­ri­schen Ungarn, wobei ein Schwer­punkt auf den burgen­ländi­schen Raum gelegt wird. Seither haben bereits hun­derte Wissen­schaft­ler aus dem In- und Aus­land an den „Schlai­nin­ger Gesprächen“ teil­ge­nommen und ihre Ergeb­nisse in Vor­trägen zur Diskus­sion gestellt. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Rudolf Kropf wurden auf Burg Schlaining die „35. Schlai­nin­ger Gespräche“ zum Thema „Roma und Sinti von 1938 bis zur Gegenwart“ er­öff­net. Nach den Be­grüßungs­wor­ten des Bürger­meis­ters Markus Szelinger er­öff­nete Landes­rat Helmut Bieler die „35. Schlai­nin­ger Gesprä­che“. Erste Ein­blicke zum Thema erhiel­ten die Tagungs­teil­nehmer dann im interes­san­ten Vor­trag von Erika Thurner. Die „35. Schlai­nin­ger Gespräche“, die vom 21. – 25. Septem­ber 2015 in den Räum­lich­kei­ten der Burg statt­ge­fun­den haben, sind so­mit in der Kul­tur­politik des Burgen­lan­des ein Beispiel für eine effi­zien­te und leis­tungs­orien­tierte For­schungs­tätig­keit der Landeskunde. Mehr darü­ber hören Sie in der Sen­dung „Roma sam“ auf Radio Bur­gen­land.

(volksgruppen.orf.at)

Ein Fest für Ilija Jovanović: 4.10.2015

Oktober 2nd, 2015  |  Published in Literatur & Bücher, Veranstaltungen & Ausstellungen

ilijaDatum: 4.10.2015, 14:00 bis 17:00 Uhr
Ort: Park vor dem Romano Centro,
Wildgansplatz / Hofmannsthalgasse 2, 1030 Wien

Roma-Orte: Wien bekommt Ilija-Jovanović-Park

Roma und Sinti sind seit langem Teil der Wiener Bevöl­ke­rung und der Ge­schich­te der Stadt. Aber nur sehr weni­ge Wiener Straßen und Plätze sind auch nach Roma oder Sinti be­nannt: Der Baranka-Park (Favoriten, be­nannt 2003), der Ceija-Stojka-Platz (Neubau, be­nannt 2014), der Sinti- und der Lovaraweg so­wie der Romaplatz (alle am Bruck­haufen in Florids­dorf, be­nannt 2001). Romano Centro hat der Bezirks­ver­tre­tung vor­ge­schla­gen, den Park vor sei­nem Vereins­lokal am Wild­gans­platz in Wien-Landstraße nach dem 2010 ver­stor­be­nen Dichter Ilija Jova­nović benen­nen. Die Bezirks­ver­tre­tung unter­stützt diesen Wunsch mit der Zu­stim­mung aller Frak­tio­nen.

Ilija Jovanović (1950–2010)

Ilija Jovanović, wurde 1950 in einer Roma­siedlung in Rumska (Serbien) geboren. Trotz der schwie­ri­gen Lebens­bedin­gun­gen gelang es dem Vater, Ilija schon früh für Literatur zu be­geis­tern. 1970 kam Ilija Jova­nović nach Österreich, er fass­te in Wien Fuß und be­gann neben seiner Arbeit im AKH zu schrei­ben, zu­nächst in Serbisch, später in Deutsch und in seiner Mutter­spra­che Romanes, und er enga­gierte sich in meh­re­ren zivil­gesell­schaft­li­chen Orga­ni­sa­tio­nen, vor allem im Romano Centro, das er 1991 ge­mein­sam mit anderen begrün­dete und dessen Obmann er viele Jahre war. Die Lernhilfe für Roma, die der Verein seit 20 Jahren durch­führt und die hun­der­ten von Roma-Kin­dern zu schu­li­schem Erfolg ver­hol­fen hat, geht auf seine Initia­tive zurück. Ilija Jova­nović hat seine Gedichte in drei eige­nen Lyrikbänden und zahl­rei­chen Antho­lo­gien ver­öffent­licht. Read the rest of this entry »

Blumas deutsche Gypsy-Schlager

Oktober 1st, 2015  |  Published in Musik

Barfuß durch Deutschlands Schlager-Rummel: Bluma„Die Band Bluma macht Balkan-Pop mit deutschen Texten: Gesun­gen wer­den sie von einer charis­ma­ti­schen Frontfrau. (…) Blumas Sound ist eine Mischung aus Gipsy-Klän­gen, Balkan-Beats, und moder­nen Popsounds – mit Klarinette, Akkordeon, Kontra­bass und Saxophon.“ So be­schreibt rbb die Band, die nun als große neue Hoff­nung der deut­schen Schlager­szene ge­han­delt wird. Dem­nächst geht Bluma sogar als Vor­gruppe mit Andreas Gabalier (Foto) auf Tour.

Benannt ist die Ethno-Schlager-Kombo nach dem Sinti-Namen ihrer Sän­ge­rin, Jessica Sperlich, die in Inter­views auch oft auf ihre Sinti-Wur­zeln (ihr früh ver­stor­be­ner Vater war Sinto, ihre Mutter ist Schwäbin) und ihre Kind­heit im „Zirkus Sperlich“ zu spre­chen kommt. Dabei setzt sie frei­lich auch gerne auf „Zigeuner“-Klischees, gibt die exotische Schön­heit, frei­heits­lie­bend, barfuß und mit bun­tem Rock: „Ich wollte dem Rassigen, Tempera­ment­vollen und Leiden­schaft­lichen mehr Raum in Deutsch­land geben.“, sagte sie etwa in ei­nem Interview. Und in der offi­ziel­len Biografie heißt es:

Die Sonne geht auf über Deutschland. Ein Hauch von Freiheit, Fernweh, und unbän­di­ger Lebens­lust weht über das Land! Es ist Zeit für Glück, Natürlich­keit und die Liebe. (…) Außer­gewöhn­lich wie der Sound ist auch die Lebens­ge­schichte von BLUMA. So hat sie über ihren Vater familiäre Wurzeln bei den Sinti, wuchs aber durch die Fami­lie der Mutter boden­ständig im tiefsten Schwaben auf. Ein kultu­rel­ler Spagat, der nicht hef­ti­ger sein könnte. „Bis zum achten Lebens­jahr sind wir jedes Jahr im Urlaub mit der großen Sinti-Fa­milie meines Vaters im Wohnwagen durch die Lande ge­fahren“, erinnert sich BLUMA. Zurzeit lebt die exoti­sche Schön­heit in Berlin. (…) BLUMA wildert auf „Mein Herz tanzt bunt“ nicht nur im heißblütigen Sound des fahrenden Volkes, son­dern sucht ihre Inspi­ra­tion ebenso in der viel­fäl­ti­gen (…) Popwelt. Read the rest of this entry »