Sinti-und-Roma-Repräsentanz in Berlin
Oktober 23rd, 2015 | Published in Einrichtungen
Die Verfolgung von Sinti und Roma in Europa hat eine lange Geschichte – festgehalten wird sie im Dokumentations- und Kulturzentrum in Heidelberg. Seit Freitag gibt es auch eine Vertretung des Zentrums in Berlin-Kreuzberg. Für den Vorsitzenden des Zentralrats Romani Rose ist das ein wichtiger Einschnitt.
>>Dokuz Sinti und Roma (Berlin)
rbb-online.de: Die deutschen Sinti und Roma haben in Berlin eine Repräsentanz ihres Dokumentations- und Kulturzentrums eröffnet. Bei der Eröffnung am Freitag in Berlin-Kreuzberg sagte der Vorsitzende des Zentralrats Romani Rose, Rassismus gegen Sinti und Roma lasse sich nur über eine breit angelegte Aufklärung bekämpfen. Es sei daher unverzichtbar, in der deutschen Hauptstadt Gesicht zu zeigen und entschieden gegen Antiziganismus vorzugehen: „Die Eröffnung markiert in der Geschichte unserer Bürgerrechtsbewegung zweifellos einen wichtigen Einschnitt.“
Die Berliner Repräsentanz im Aufbau-Haus am Moritzplatz will nach den Worten von Rose durch Bildungsangebote die Situation der Sinti und Roma im heutigen Europa kritisch beleuchten und den Diskurs mit der Bundespolitik vorantreiben. Außerdem zeige sie wechselnde Ausstellungen über die Minderheit.
In der Repräsentanz soll zum einen die Geschichte von Europas größter ethnischer Minderheit und ihre Kultur dargestellt werden. Zum anderen sind Veranstaltung zur aktuellen Lebenssituation von Sinti und Roma in Europa geplant. Zur Eröffnung zeigt die Repräsentanz Porträts von Düsseldorfer Sinti, die der Maler Otto Pankok zwischen 1931 und 1949 angefertigt hatte. „Viele der dargestellten Frauen und Männer fielen in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern dem Holocaust zum Opfer“, sagte Rose. (…)
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