April 13th, 2009 |
Published in
Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen
Romano Čhon
Slowenien erlebt derzeit sein erstes Roma-Kulturfestival, und das in zwei Städten zugleich: Seit Anfang des Monats und noch bis 24. April geht das Festival mit einer breitgefächerten Fülle von Veranstaltungen parallel in Laibach/Ljubljana und Marburg/Maribor über die Bühne. Das Festivalteam rund um Ralf Čeplak Mencin vom Slowenischen Ethnografischen Museum (SEM) hat, wie man dem prall gefüllten Programm (hier als PDF-Download) entnehmen kann, ganze Arbeit geleistet (nur bei der englischen Sektion der Website scheint etwas schief gegangen zu sein). Auf der MySpace-Seite des Festivals finden Sie Videos und Programmhinweise. Und auf der Homepage stellt sich das erste Roma-Kulturfestival Sloweniens folgendermaßen vor:
2008 initiierte der Europarat das Programm Cultural Route of Roma Cultural Heritage, um Kultur und künstlerisches Schaffen der Roma in ganz Europa deutlicher zu fördern. Wir haben uns dazu entschlossen, als Teil dieser Initiative hier in Slowenien den ersten Roma-Monat (Romano Čhon) zu organisieren: ein Festival von Roma-Musik, Tanz, Poesie, Filmen, Puppentheater, Workshops, Diskussionsrunden, Vorträgen, Symposien und Austellungen in Laibach/Ljubljana und Marburg/Maribor. Wir haben den April gewählt, weil der 8. April der Weltromatag ist und weil Frühling ein Symbol darstellt für Offenheit und Optimismus.
April 12th, 2009 |
Published in
Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft
Roma sam
Radio Burgenland: 13.4.2009, 20:50 Uhr/orenge
Opferakeri datakeri banka: Jomakero rodipe andi Germanija
Gerhard Baumgartner dschal upro „jomakero rodipe andi Germanija“ Bad Arolsen ande jek archiv kaj o datscha le opferendar le Romendar taj Sintijendar khetan kedim ule. Duge berscha na tromnahi historikertscha ande ada archiv – erscht ando lejcti berscha schaj historikertscha save angloda lil otscha pisinde ando aktscha schaj ande dikle. O termin meg na fejst terdschol – ham sar ar ditschol ande ada bersch ando maj adala butjaha kesdim ovla.
Opferdatenbank: Recherchen in deutschem Archiv
Gerhard Baumgartner geht auf „Spurensuche nach Deutschland“ und erweitert seine Recherchen auf das Bad Arolsener Archiv, in dem auch Daten der Opfer unter den Roma und Sinti dokumentiert wurden. Jahrzehntelang wurde Historikern der Zutritt zu diesem Archiv, das die Aktenbestände des Internationalen Suchdienstes (ITS) umfasst, verwehrt. Nach Angaben des Archivs handelt es sich dabei um die umfangreichste Sammlung von Originaldokumenten des NS-Regimes über KZ-Häftlinge, Zwangsarbeiter und andere Verfolgte. Erst seit kurzem dürfen Historiker nach einem vorherigen Ansuchen nun auch selbst Einsicht in die Akten nehmen. Ein Termin für den Forschungsaufenthalt steht noch nicht fest, voraussichtlich wird jedoch im Mai 2009 mit der Arbeit begonnen, berichtet Susanne Horvath. In einem weiteren Beitrag stellt die Sendung die erste freikirchliche Roma-Gemeinde in Wien vor. Read the rest of this entry »
April 11th, 2009 |
Published in
Radio, Podcast & TV
Radio Kaktus / WEBRADIO oe1campus
On Demand (mp3-Download)
Das Gandhi-Gymnasium im südungarischen Pécs wurde vor fünfzehn Jahren von mehreren Roma-Organisationen mit dem Ziel gegründet, höhere Bildung für Roma zugänglich zu machen und sie gleichzeitig in ihrer kulturellen Identität zu stärken. József Orsós war selbst einmal Schüler des eigens für Roma-Jugendliche errichteten Gandhi-Gymnasiums und schloss dort auch sein Abitur ab. Heute ist er dort Lehrer für Deutsch und den örtlichen Roma-Dialekt „Beás“. József Orsós reiste gemeinsam mit Csaba Lakatos, Vilma Rósza und der Leiterin des Gandhi-Gymnasium in Pécs Karin Adamik auf Einladung des Romano Centro nach Wien. Sie berichteten über die aktuelle Situation der Roma in Ungarn und über ihr Gandhi-Gymnasium für Roma. Read the rest of this entry »
April 10th, 2009 |
Published in
Radio, Podcast & TV
Radio Kaktus / WEBRADIO oe1campus
On Demand (mp3-Download)
József Orsós sina söbst ischkolaschi le ajgeni Romenge kerdo Gandhi gimnasijumistar ando Pécs taj odoj te pri abitura kertscha. Adi hi lo meschteri le nimtschkoske taj le thaneskere Romengere dijalektiske „Beás“ odoj. József Orsós upro drom pe kertscha khetan pre kolegenca Csaba Lakatos, Vilma Rósza taj le scheroha le Gandhi gimnasijumistar ando Pécs la Karin Adamikaha upro akaripe le Romano Centroistar Betschiste. On phukade pedar i aktujeli situacija le Romendar ando Ungriko taj pedar o Gandhi gimnasijum le Romenge. József Orsós phukal, hot le Roma söbsfavojtungen tschak aunschunipeskere tschatschitscha hi. Ando tikne gemajndscha butvar 3000 euroenca ando bersch butschalim ol. Ada nan afka latscha sar o Orsós phukal, te tschak schaj mit vakeras taj ar nischta na. Read the rest of this entry »
April 10th, 2009 |
Published in
Rassismus & Menschenrechte

Unweit einer gerade fertiggestellten Belgrader Wohnsiedlung, in der im Juli 2009 etwa 13.000 Teilnehmer der Universiade untergebracht werden sollen, leben ein paar Dutzend Roma schon seit einer Woche unter freiem Himmel, darunter auch Frauen mit Babys. Die Belgrader Behörden hatten vergangenen Freitag ihre aus Pappe und Holz gebastelten Häuser abgerissen, um den künftigen Einwohnern einen unschönen Blick zu ersparen. Die Einwohner der „Karton-City“, wie die Roma-Wohnviertel in Serbien bezeichnet werden, erzählten nachher, dass sie von den Behörden die Aufforderung zum Umzug nur wenige Stunden vor dem Abriss der Siedlung erhalten hätten. Nach der Aufsehen erregenden Aktion entschlossen sich die Stadtbehörden, mitten in der Nacht eine Container-Siedlung in einem Vorort aufzustellen. Doch dortige Einwohner leisteten Widerstand und drohten, die Container samt Einwohnern in Brand zu setzen. Read the rest of this entry »
April 9th, 2009 |
Published in
Rassismus & Menschenrechte
Sechs Romakinder sind von Polizisten in der ostslowakischen Stadt Košice misshandelt und gedemütigt worden. Das beweist ein Handy-Video auf der Internetseite der Tageszeitung „Sme“. (Hier das Video auf der Website der Zeitung). Die Buben mussten sich auf der Polizeistation in Košice unter anderem gegenseitig ohrfeigen und nackt ausziehen. Sie waren wegen des Verdachts vorgeführt worden, sie hätten eine ältere Frau überfallen.
Read the rest of this entry »
April 9th, 2009 |
Published in
Rassismus & Menschenrechte
O tschave iste pumen angli harengere stacijona ande Košice batschninahi taj nange tel pumen iste tschite. Lenge phendo ulo, hot on jeka phura dschuvla ar tschorde. Schov tschave le Romendar le harengerendar ando ostslovakischi foro Košice teldikle, taj marde ule. Ada sikal jek handy videjo upri internetakeri rik le papruschengere nevipestar „Sme“. Read the rest of this entry »
April 8th, 2009 |
Published in
Politik
Anlässlich des Internationalen Romatages fordert Rudolf Sarközi, Vorsitzender des Volksgruppenbeirates der Roma, einen EU-Kommissar für Minderheiten sowie eine baldige europäische Romakonferenz. Und die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) beklagt, dass die zehn bis zwölf Millionen Roma in Europa in ihrer übergroßen Mehrheit bis heute in bitterer Armut leben müssen. Ihre Zahl „ist höher als die der jeweiligen Gesamtbevölkerung in 14 EU-Staaten, und doch entspricht ihre Situation der Lage der unterdrückten und diskriminierten Afroamerikaner in den USA in den 60er Jahren“, sagte der GfbV-Vorstandsvorsitzende Tilman Zülch.
Deschuduj milijoni Roma andi Europa
I flogoskeri grupn „buteder nipo hi sar o jekoschne 14 tikne EUakere schtotscha“, phenel o anglebeschto la manuschengera tschatschi-peskera organisacijatar, Tilman Zülch, uso „internacijonali Romengero di“ adi ande Hannover. Desch dschi deschuduj milijoni Roma iste palo aundipe la „Gesellschaftatar für bedrohte Völker“ (GfbV) andi Germanija telal o avre europitike schtotscha lek baro falato lendar iste ando tschoripe dschin. Palo aundipe la GfbVatar hi o tschavengero mulipe uso Roma dujvar asaj utscho sar uso avro nipo taj lengero dschivipeskero uscharipe paschlol desch dschi 15 berscha telal le avre nipostar le avre nacijonale khetanipendar. Butvar o tschave le Romendar ande separati ischkoli tschite on vaj mindschart andi sonder schul. But sidlungen lek feder andi ostitiki Europa nisaj fojnipeskere pajiha, kanalisacijonaha, schtromiha taj gasiha hi. O manuschengero tschatschipeskero mukel pal te gondolinel, hot le Sintijen taj Romen dschi 500.000 holocaustiskere opfertscha hi. Kaj vaschoda jek barikani faunvortinipe le prik dschivipenge te bartschol, mindig pobisterdo ol. Read the rest of this entry »
April 8th, 2009 |
Published in
Politik, Rassismus & Menschenrechte
In einer gemeinsamen Stellungnahme aus Anlass des Internationalen Roma-Tags am heutigen 8. April bringen vier führende europäische Menschenrechtsstellen ihre große Sorge angesichts der fortdauernden Benachteiligung und Ausgrenzung der Roma zum Ausdruck. Die gemeinsame Aussendung (hier ungekürzt das englische Originaldokument im PDF-Format), die von der EU-Agentur für Grundrechte (FRA), dem Menschenrechtskommissar des Europarats, dem OSZE-Büro für demokratische Institutionen und Menschenrechte (OSCE Office for Democratic Institutions and Human Rights, ODIHR) und dem OSZE-Hochkommissar für nationale Minderheiten (OSCE High Commissioner on National Minorities, HCNM) unterzeichnet wurde, mahnt Politik und Medien vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit der Bevölkerungsgruppe der Roma:
Unsere Organisationen sind tief besorgt über die andauernde diskriminierende Behandlung und Ausgrenzung der Roma und im Besonderen über die jüngste Eskalation von rassistisch motivierten Vorfällen und rassistischer Rhetorik, wie sie in einer Reihe von Staaten festzustellen ist. In Zeiten ökonomischer Krisen geraten Bevölkerungsgruppen wie Roma, neben Migranten und anderen besonders angreifbaren Gruppen, leicht in Gefahr, zu billigen ,Sündenböcken‘ für extremistische Bewegungen und populistische Politiker zu werden. Solche Sündenbockpolitik hat mittlerweile schon dazu geführt, dass das zwischenethnische Zusammenleben Schaden genommen und die Anzahl rassistischer Gewaltverbrechen in mehreren Ländern zugenommen hat. (…)
April 7th, 2009 |
Published in
Einrichtungen, Veranstaltungen & Ausstellungen
volksgruppen.orf.at: O Farajn Roma andi Erba mulatinel ada bersch pro 20 berschengero keripe. Sajt o Farajn kerdo ulo o ande terdschavipe le nipostar uso Roma feder ulo, phendo ulo uso simposijum Erbate ando biroskero kher. O Farajn Roma andar i Erba sina 1989 i erschti Roma organisacija andar i Austrija. Roma organisirinen pumen le feder keripeske: Kerdo ulo o Farajn ande oja cajt vascho tel dschumipe le Romendar ando bojd cile dschivipeskere koji – usar i diskriminirung uso butschakero than dschi uso lokalengere fabotscha. (Buter in burgenland.ORF.at.)
April 7th, 2009 |
Published in
Einrichtungen, Veranstaltungen & Ausstellungen
volksgruppen.orf.at: Der Verein Roma in Oberwart feiert heuer sein 20-jähriges Bestehen. Seit der Gründung seien Barrieren gefallen und habe sich die Einstellung der Bevölkerung zu den Roma verbessert, hieß es beim Symposium im Rathaus Oberwart. Der Verein Roma in Oberwart war 1989 die erste Roma-Organisation Österreichs. Vergangenes Wochenende ließen Gründer, Wegbegleiter und Freunde im Rathaus Oberwart die ersten 20 Jahre des Vereins Revue passieren. Gegründet wurde der Verein seinerzeit wegen der Benachteiligungen der Roma in nahezu allen Lebensbereichen – von Diskriminierung am Arbeitsplatz bis hin zu Lokalverboten. (Mehr in burgenland.orf.at.)
April 5th, 2009 |
Published in
Film & Theater
Natasha
Dokumentarfilm (Österr./ 2008)
Regie, Drehbuch, Produktion: Ulli Gladik
(84 Min. / OmU)
Zu sehen ab 1. Mai 2009 im Rahmen der Programmreihe VISIONary im Stadtkino Wien und anschließend auf Bundesländertour in ganz Österreich.
Der Balkan-Hype spült scharenweise echte und falsche „Zigeuner“ auf die Konzertbühnen Europas, und es dürfte derzeit nicht allzu viele Filmfestivals geben, bei denen nicht auch Romathemen behandelt werden. Meist hat die Sehnsucht nach dem „Authentischen“ ihren Anteil daran, dass es die Filmteams neuerdings so oft in die Romasiedlungen zieht. Im Fall des österreichischen Dokumentarfilms „Natasha“ von Ulli Gladik ist es aber nicht das Authentizitätsversprechen des Elends, das ihn antreibt, sondern das aufrichtige Interesse an den Menschen, die die wirtschaftliche Not über die Grenzen und als Bettler in die Einkaufsstraßen unserer Städte treibt. „Natasha“ setzt dabei ganz auf Personalisierung, um der Anonymität des Bettelns ein konkretes Gesicht zu verleihen: Fast zwei Jahre lang begleitet die Filmemacherin (die derzeit übrigens auch bei der Initiative Bettellobby Wien mit Hand anlegt) die Romni Natasha bei ihren Bettelfahrten nach Graz und reist mit ihr in ihre bulgarische Heimatstadt Bredik. Read the rest of this entry »
April 2nd, 2009 |
Published in
Politik
Kanidatscha terne, siklime Roma hi
volksgruppen.orf.at: I partraj Magyarországi Cigányszervezetek Fóruma Roma Összefogás Párt („MCF Roma-khetan“ ) andar o Ungriko uso EUakere parlamentiskero völinipe ando 7. juni aun trejtinla. Ada adi o anglebeschte arkerde. Pedar o kanidatscha la völinipeskera cedulatar paloda entschajdinipe te del. Orbán Kolompár, anglebeschto la Roma partajatar taj la thaneskera söbst favojtungatar le Romendar (OCÖ) phenel, hot o Roma pumenge söbst schaj ande trejtinen taj pe sar mursch telal i Romengeri astava khetan te phandel. Use schaj la kojake le Romendar tschak „politischi soraha dinin ol“, so le pekamiske taj barikanipeske la Roma partajake vakerel.
April 2nd, 2009 |
Published in
Politik
volksgruppen.orf.at: Die ungarische Partei „MCF Roma-Zusammenschluss“ (Magyarországi Cigányszervezetek Fóruma Roma Összefogás Párt) wird bei den EU-Parlamentswahlen am 7. Juni 2009 antreten. Das hat der Vorstand der Partei am Mittwoch entschieden. Über die Kandidaten der Wahlliste solle später entschieden werden, berichtete die ungarische Nachrichtenagentur MTI. Nach den aufgestellten Bedingungen soll es sich bei den Kandidaten um junge Roma mit Diplomabschluss und Fremdsprachenkenntnissen handeln. Laut Orban Kolompar, dem Vorsitzenden der Roma-Partei und der Landesselbstverwaltung der Roma (OCÖ), sind die Roma in der Lage, „für sich selbst einzutreten und sich wie ein Mann unter der Roma-Fahne zu vereinen“. Dabei könne der Sache der Roma nur mit „politischem Einfluss gedient werden“, was für die Notwendigkeit und Wichtigkeit der Roma-Partei spräche. Read the rest of this entry »
April 1st, 2009 |
Published in
Medien & Presse, Politik, Rassismus & Menschenrechte
Die rumänische Website Divers.ro berichtet von einer Kampagne der Bukarester Zeitung Jurnalul Naţional, die unter dem Motto „Ţigan în loc de rom“ eine Gesetzesänderung zur Zwangsumbenennung der Roma durchpeitschen will. Aufgrund der Ähnlichkeit der Bezeichnungen „Roma“ und „Rumänen“, durch die das Image des Landes permanent besudelt werde, soll im öffentlichen Sprachgebrauch fortan nur noch die alte Fremdbezeichnung „Zigeuner“ („Ţigan“) zulässig sein. Auf die Bezeichnung Roma soll gänzlich verzichtet werden. Denn im Ausland kenne man Rumänien heute nicht mehr „als Land voller wunderbarer Schönheit und Traditionen, sondern als ein Land von Barbaren. Und all dies“, schrieb die Bukarester Zeitung, „geht auf diese Begriffsverwechslung zurück.“ In der taz vom 27. März 2009 berichtet jetzt auch William Totok von der Umbenennungskampagne:
Die Anregung löste erwartungsgemäß einen Beifallssturm aus. Der virtuelle Stammtisch schwärmte von diesem Vorstoß und lobte die Zeitungsmacher im Internet als ausgesprochen mutig, pro-rumänisch und patriotisch. (…) Diese Debatte ist nicht neu. Und auch der Widerstand rumänischer Nationalisten gegen die Bezeichnung Roma tobt seit fast zwanzig Jahren. Read the rest of this entry »