Rassismus & Menschenrechte
Juli 23rd, 2016 |
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Dokumente & Berichte, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
In Vorarlberg wurden am Donnerstag die Ergebnisse einer empirischen Untersuchung über die sich im Land befindlichen Bettler und Notreisenden präsentiert. Erstellt wurde die von der Landesregierung in Auftrag gegebene Studie von Erika Geser-Engleitner von der FH Vorarlberg; die Befragungen haben zwei Mitarbeiter, die selbst der Roma-Minderheit angehören, durchgeführt.
Die Resultate in Kurzform: Die Zahl der im Bundesland gleichzeitig bettelnden Menschen beläuft sich auf täglich mindestens 80 Personen. Zum Kreis der zu den Befragungszeitpunkten (Februar/März 2016 und Mai 2016) erfassten notreisenden Familien zählen insgesamt 200 Personen, unter ihnen auch viele Kinder und Jugendliche. „Ca. die Hälfte aller anwesenden Notreisenden betteln zur gleichen Zeit, während die andere Hälfte etwas anderes tut“, fasst die Aussendung des Landes Vorarlberg die Ergebnisse zusammen. Zum Betteln, dem rund die Hälfte nachgeht, komme demnach der Gelderwerb durch „Zeitungsverkauf, Gelegenheitsarbeit und ganz vereinzelt mittels Straßenkunst“. Die Einkünfte durch Betteln betragen laut Erhebung „pro Tag und Person zwischen zehn und 30 Euro“. Read the rest of this entry »
Juli 15th, 2016 |
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Dokumente & Berichte, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Aus: Pew Research Center, 11. Juli, 2016, “Europeans Fear Wave of Refugees Will Mean More Terrorism, Fewer Jobs” (zum Download/PDF)
Juli 14th, 2016 |
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Rassismus & Menschenrechte, Religion
Kardinal Vallini nach Besuch: Lage im Lager „schreit zum Himmel“.
Der Generalvikar des Papstes für das Bistum Rom kritisiert menschenunwürdige Zustände in einem Roma-Lager am Stadtrand. Bei einem Besuch der Barackenstadt sprach Kardinal Agostino Vallini am Dienstag von einer „Schande“. Wörtlich sagte er in einem Bericht der Bistums-Homepage: „Das ist eine Lage, die zum Himmel schreit, unwürdig einer Stadt wie Rom. Noch nicht einmal nach dem Krieg habe ich Derartiges gesehen.“ Das Roma-Lager vom Castel Romano an der Via Pontina liegt etwa zwanzig Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Der Kardinal sprach von dreckigen Straßen, Mäusen und armseligen „Holz-und-Klebeband-Unterkünften“; die Behörden und Bürger müssten ihre Vorurteile gegenüber den Roma überwinden. Bei seiner dreistündigen Visite in dem Lager, von dem es in Rom mehrere gibt, wurde Kardinal Vallini von einigen kirchlichen Freiwilligen begleitet, die sich dort engagieren.
(Text: de.radiovaticana.va)
Juli 8th, 2016 |
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Politik, Rassismus & Menschenrechte, Religion
Eine Gruppe von Flüchtlingen, Presseberichten zufolge vorwiegend Roma aus Albanien, Mazedonien, Serbien und dem Kosovo, hat am Dienstag den Regensburger Dom besetzt. Mit ihrer Protestaktion wollen die Flüchtlinge, unter ihnen auch mehrere Kinder, auf ihr Schicksal aufmerksam machen und ihre drohende Abschiebung verhindern. Ihr Protest richtet sich insbesondere auch gegen die jüngste Einstufung der Balkanstaaten (seit Herbst 2015 auch Montenegro, Albanien und Kosovo) als „sichere Herkunftsländer“. Asylanträge von Personen aus diesen Ländern gelten in Deutschland jetzt, auch wenn es sich um Angehörige von diskriminierten und besonders gefährdeten Minderheiten handelt, a priori als „unbegründet“.
Bereits Mitte Mai besetzte eine Gruppe von Roma, die unmittelbar von Abschiebung bedroht sind, das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma in Berlin. Die für das Mahnmal zuständige Stiftung erklärte sich zwar solidarisch mit den Anliegen der Flüchtlinge, ließ das Areal aber dennoch schon nach einigen Stunden polizeilich räumen. Anders nun die Reaktion in Regensburg, wo sich Bistum und Caritas, unterstützt von rund 50 freiwilligen Helfern, um das Wohlergehen der Flüchtlingsgruppe bemühen. Die Caritas versorgt sie mit Essen, Asylsozialberater der Caritas kümmern sich um die Belange der Flüchtlinge.
Im Folgenden die Mitteilung des Bistums Regensburg vom 7.7.2016:
Zur derzeitigen Situation in der Kathedrale St. Peter
Gespräche mit der Gruppe der Betroffenen
Seit Dienstag halten sich ca. 45 Personen aus Balkanländern im Dom auf, die gegen ihre Abschiebung demonstrieren. Das Bistum Regensburg hat sich in den vergangenen Tagen um die humanitäre Versorgung gekümmert und die Behörden gebeten, von einem Zugriff abzusehen. Dieser Aufenthalt im Dom ist jedoch nur für eine sehr begrenzte Zeit möglich, wie die Erfahrungen der letzten Tage gezeigt haben: Toiletten und Handwaschbecken sind zwar vorhanden, aber es gibt im Dom keine Duschen. Die gesundheitliche Versorgung der teils schwerkranken Personen – darunter auch Kinder – ist in den Domräumen nur sehr eingeschränkt und risikoreich möglich. Da eine Übernachtung im Hauptschiff aus Sicherheitsgründen ausscheidet, übernachten im Durchgangsbereich vor der Sakristei derzeit 45 Personen auf 32 eng aneinander gestellten Liegen mit einem einzigen schmalen Fluchtweg ins Freie. Read the rest of this entry »
Juli 4th, 2016 |
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Dokumente & Berichte, Jugend & Bildung, Politik, Rassismus & Menschenrechte
Tschechische Republik: Bericht des Europarates stellt geringen Fortschritt bei der Bekämpfung der Segregation von Roma-Kindern im Bildungswesen fest
Der beratende Ausschuss des Europarates zum Rahmenübereinkommen zum Schutz nationaler Minderheiten hat eine Stellungnahme über die Tschechische Republik veröffentlicht. Darin wird festgestellt, dass die Pläne zur Beseitigung der Segregation von Roma-Kindern in Schulen ungeachtet der Bemühungen der Behörden bisher nicht erfolgreich waren. Zudem wird darauf verwiesen, dass die Roma in vielen Bereichen weiterhin diskriminiert werden und dass Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz zugenommen haben.
Der Generalsekretär des Europarates, Thorbjørn Jagland, erklärte: „Wenn wir die Diskriminierung der Roma in allen gesellschaftlichen Bereichen beenden wollen, müssen wir gewährleisten, dass Roma-Kinder Zugang zu Bildung haben. Die Tschechische Republik hat Fortschritte erzielt, doch es besteht weiterer Handlungsbedarf.“
Die Stellungnahme des Ausschusses wurde gemeinsam mit der Reaktion der tschechischen Regierung veröffentlicht und enthält eine Bewertung, inwieweit die Tschechische Republik ihre Verpflichtungen aus dem Rahmenübereinkommen zum Schutz nationaler Minderheiten (FCNM) einhält und eine Reihe von Empfehlungen umgesetzt hat. Sie basiert auf einem Besuch in dem Land im Jahr 2015 und betont, dass die Lage der Roma das dringendste soziale Problem in der Tschechischen Republik ist.
Zahlreiche Roma-Kinder werden weiterhin in Sonderschulen mit beschränktem Lehrplan und getrennt von den Schülern in regulären Bildungseinrichtungen unterrichtet. Der Anteil der Roma-Kinder in diesen Sonderschulen stieg von 28 % im Schuljahr 2012/13 auf 32,4 % im Schuljahr 2013/14. Der Ausschuss bedauert, dass die Ziele des Aktionsplans für inklusiven Unterricht sowie des konsolidierten Aktionsplans aus dem Jahr 2012 zur Umsetzung des Urteils des Europäischen Gerichtshofes für Menvschenrechte im Fall D. H. nicht erreicht wurden.
Als eine positive Entwicklung begrüßt der Ausschuss eine 2015 verabschiedete Änderung des Schulgesetzes: Dadurch wurde eine Bestimmung gestrichen, welche die Unterbringung von Kindern ohne geistige Behinderung in Sonderschulen ermöglichte. Read the rest of this entry »
Juni 28th, 2016 |
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Rassismus & Menschenrechte
„Konnten kriminelle Strukturen in Österreich nachgewiesen werden? Sind eigentlich alle Bettler Roma?“ Das sind häufig gestellte Fragen an die BettelLobbyWien. Hier ihre Antworten:
Der Begriff „organisierte Bande“ dient in erster Linie der Diffamierung von bettelnden Menschen, die in Gruppen oder in Familien unterwegs sind. „Organisiert“ sind sie so, wie andere Menschen auch „organisiert“ sind: Sie kennen sich, kommunizieren miteinander, bilden Fahr- und Wohngemeinschaften etc. Diese normalen sozialen Interaktionen sind in Österreich jedoch bereits strafbar, weil die Regelungen zum „Betteln als Teil einer organisierten Gruppe“ oder zum „Organisieren von Bettelei“ so weit ausgelegt werden können, dass jede soziale Interaktion (auch ein Sichtkontakt) ausreicht, um den Tatbestand zu erfüllen. Es kommt dadurch zu einer großen Anzahl an Strafen aufgrund „organisierter Bettelei“, die dann wieder als großes Problem dargestellt werden.
Tatsächlich kriminelle Strukturen konnten in Österreich bisher trotz massiven Bemühungen der Polizei nicht nachgewiesen werden. Es wurden vereinzelt Fälle von Ausbeutung oder Nötigung unter Armutsbetroffenen bekannt, die TäterInnen waren jedoch selbst bettelarm. Diese wurden zurecht verurteilt. Die reichen Bosse oder die „Mafia“, von der in diesem Zusammenhang immer die Rede ist, waren sie aber auch nicht. Sämtliche Studien und die Erfahrung aus der Sozialarbeit zeigen, dass es sich bei BettlerInnen um Menschen handelt, die sich für das Betteln entscheiden, weil ihnen momentan keine anderen Möglichkeiten offen stehen. Viele sind auf der Suche nach Arbeit. Das Betteln sehen sie als Möglichkeit, legal zu Geld zu kommen, in Abgrenzung zu tatsächlich illegalen Tätigkeiten oder der Sexarbeit. Read the rest of this entry »
Juni 25th, 2016 |
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Politik, Rassismus & Menschenrechte
In den zurückliegenden Jahren ist die Zahl der Armenviertel in Tschechien gestiegen. In diesen ghettoartigen Siedlungen leben meist Roma, die es ohnehin schwer haben bei der Suche nach Arbeit und Wohnung. Die Stadt Brno / Brünn startet daher ein (…) neues Sozialwohnungsprojekt.
Radio.cz, 15.6.1916, Till Janzer: „Die Bronx“ – so heißt umgangssprachlich das größte Armenviertel in Brünn. Es liegt relativ nah am Stadtzentrum. Auf mehrere Häuser verteilt leben dort etwa 8000 bis 9000 arme Menschen. Rund 7000 von ihnen sind Roma, und die allermeisten haben keine Arbeit. Aber auch andernorts in der südmährischen Stadt bestehen Armensiedlungen, wenn auch kleinere. Für viele Bewohner ist das Problem, dass sie bei den Mieten gnadenlos abgezockt werden. (…)
Viele Menschen aus den Armensiedlungen hätten gerne andere Unterkünfte. Doch auf dem Wohnungsmarkt sind sie meist chancenlos. Deswegen lanciert der Brünner Magistrat nun das Projekt Rapid Re-Housing. 50 Familien mit Kindern sollen bis Ende des Jahres städtische Wohnungen erhalten. (…) Die Neumieter erhalten zudem Unterstützung durch Sozialarbeiter. Martin Freund von der Initiative Žít Brno engagiert sich als Stadtverordneter im Bereich Wohnen und leitet den Ausschuss für Minderheiten: „Der Sozialarbeiter sollte mindestens einmal pro Woche bei der Familie vorbeischauen. Er soll dabei helfen, dass die Wohnung in Ordnung ist und die Beziehungen zu den Nachbarn klappen.“ (…)
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Juni 22nd, 2016 |
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Dokumente & Berichte, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
Die politische Einstellung der deutschen Bevölkerung ist polarisiert. Während eine deutliche Mehrheit der Gesellschaft rechtsextremes Denken und auch Gewalt zum Teil strikt ablehnt und Vertrauen in demokratische Institutionen hat, sind Menschen mit rechtsextremer Einstellung immer mehr bereit, Gewalt anzuwenden. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse der Studie „Die enthemmte Mitte“, die das Kompetenzzentrum für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung der Universität Leipzig in Kooperation mit der Heinrich Böll-, der Otto Brenner- und der Rosa Luxemburg-Stiftung durchgeführt haben.
„Es gibt zwar keine Zunahme rechtsextremer Einstellungen, aber im Vergleich zur Studie vor zwei Jahren befürworten Gruppen, die rechtsextrem eingestellt sind, stärker Gewalt als Mittel der Interessensdurchsetzung.“ Als Erfolg der Zivilgesellschaft könne man es dagegen ansehen, dass in demokratischen Milieus Gewalt deutlich stärker abgelehnt wird als 2014. „Beides steht in Deutschland nebeneinander: Wir haben Menschen, die sich aktiv um Flüchtlinge bemühen, und es gibt Menschen, die Flüchtlinge aktiv ablehnen“, sagt der Studienleiter. Damit habe eine deutliche Polarisierung und Radikalisierung stattgefunden.
Die Radikalisierung zeigt sich auch bei der Einstellung zu bestimmten gesellschaftlichen Gruppen. „Die Ablehnung von Muslimen, Sinti und Roma, Asylsuchenden und Homosexuellen hat noch einmal deutlich zugenommen.“
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Juni 17th, 2016 |
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Rassismus & Menschenrechte, Sport
Seit einigen Tagen macht ein Video von der EM in Frankreich die Runde, das englische Fußballanhänger dabei zeigt, wie sie sich die Wartezeit zwischen den Spielen verkürzen: indem sie bettelnde Roma-Kinder auf der Straße verspotten. Aufgenommen wurde das Video vor einem Restaurant in Lille. Nun ist dies nicht das einzige Dokument derartiger menschlicher Niedertracht: Bettelnde Menschen zu verhöhnen scheint sich neuerdings zum beliebten Zeitvertreib von Fußballhooligans zu entwickeln – ob tschechische Anhänger von Sparta Prag in Rom, die im März auf eine Frau urinierten; oder Hooligans des PSV Eindhoven, die sich (ebenfalls im März) auf der Plaza Mayor von Madrid einen Spaß daraus machten, Roma-Frauen aus Osteuropa zu erniedrigen. (Zum Glück gab es angesichts solcher Szenen auch den einen oder anderen holländischen Fan, der sich demonstrativ anders verhielt.)
(dROMa)
Juni 7th, 2016 |
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Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen
Vortrag und Podiumsdiskussion am 9. Juni in Graz:
Mentalitäten sind Gefängnisse von langer Dauer – Antiziganismus: Zur Geschichte und Gegenwart des Rassismus gegenüber Roma
Das Projekt ZORROM bietet Beratung in Arbeits- und Bildungsfragen für Roma und Romnja, die vornehmlich aus den neuen EU-Staaten Rumänien, Bulgarien und der Slowakei in die Steiermark emigriert sind (Flyer). Der Schwerpunkt des Projektes liegt auf der Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen zur Qualifizierung, zum Empowerment und zu Anti-Diskriminierung. ZORROM soll die Chancen der Klientinnen und Klienten signifikant erhöhen, sich in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren und damit ihre prekäre Lebenssituation zu verbessern.
Für den 9. Juni lädt das kürzlich angelaufene Caritasprojekt nun zu einem Vortragsabend mit Podiumsdiskussion über Antiziganismus ins Grazer ViniNest:
Ort: VinziNest (Speisesaal), Kernstockgasse 14, 8020 Graz
Zeit: Donnerstag, 9. Juni, 18:45-20:45
Ablauf: Read the rest of this entry »
Juni 4th, 2016 |
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Dokumente & Berichte, Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte
Amaro Foro stellte Berliner Antiziganismus-Bericht 2015 vor
„Dokumentation von antiziganistischen Vorfällen in Berlin 2015 und Medien-Monitoring 2015 zur Reproduktion antiziganistischer Stereotype“ >>Download (pdf)
Wie wichtig der gegenseitige Austausch ist, um Ressentiments gegen Sinti und Roma zu beseitigen, wurde am 12. Mai deutlich, als Diana Botescu und Andrea Wierich von Amaro Foro im RomnoKher-Raum des Aufbau-Hauses am Kreuzberger Moritzplatz ihre Dokumentation antiziganistischer Vorfälle 2015 zusammen mit einem Medien-Monitoring der Öffentlichkeit vorstellten. „Ob bei Behörden, im Arbeitsleben, in der Schule oder bei der Polizei: Antiziganistische Beleidigungen und Angriffe geschehen überall“, beklagte Merdjan Jakupov, Vorstandsvorsitzender von Amaro Foro. Projektleiterin Diana Botescu ergänzte mit einem drastischen Beispiel aus ihrer Veröffentlichung: „Einer Familie wurde im Jobcenter am Empfangsschalter gesagt: ‚Ich will Ihre Unterlagen nicht sehen, ich will mit Zigeunern nichts zu tun haben.‘ Als die Frau daraufhin in Tränen ausbrach, wurde sie von der Security rausgeschmissen.“
Auch in den Medien seien antiziganistische Klischees omnipräsent, kritisierte Andrea Wierich, Pressereferentin von Amaro Foro, die das Medien-Monitoring zur Dokumentation erstellte. Wierich sagte: „Besonders in den immer wiederkehrenden Debatten über sogenannte Problemhäuser zeigt sich eine erschreckende Unwilligkeit zur Differenzierung und Reflexion und eine erstaunliche Hemmungslosigkeit, auf Stereotype zurückzugreifen.“
Insgesamt sind in der knapp 40-seitigen Dokumentation 39 Fallbeispiele zusammengetragen worden, die antiziganistische Diskriminierung beim Kontakt mit Behörden und Ordnungsämtern, beim Zugang zu Bildung, Arbeit, Wohnraum, medizinischer Versorgung sowie zu Gütern und Dienstleistungen ebenso wie Diskriminierung im Alltag und im öffentlichen Raum belegen.
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Juni 3rd, 2016 |
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Dokumente & Berichte, Rassismus & Menschenrechte
GfbV-Studie zur Zwangsmigration von Roma aus dem Kosovo (2015)
GfbV-Bericht: Lost in Transition. The Forced Migration Circle of Roma, Ashkali and Balkan Egyptians from Kosovo (108 S., PDF, 7,8 MB) | Zusammenfassung (PDF, 176 KB)
Roma, Aschkali und Balkan-Ägypter sind im Kosovo weiterhin einer strukturellen und kumulativen Diskriminierung ausgesetzt; sie haben kaum Zugang zu Arbeit und Wohnraum und die Kinder werden in den Schulen diskriminiert. Flüchten sie Richtung Westeuropa, werden sie innert kürzester Zeit wieder in den Kosovo zurückgeschickt, bloß um den Kosovo wieder zu verlassen, da sie dort nicht leben können – ein Teufelskreis. Der neueste Bericht der Gesellschaft für bedrohte Völker Schweiz (GfbV) zeigt dieses Versagen Europas auf. Die GfbV fordert nachhaltige Lösungen und ruft auf, von der zwangsweisen Rückführung von Roma, Aschkali und Balkan-Ägyptern abzusehen.
Der Mitte Dezember 2015 veröffentlichte Bericht der Gesellschaft für bedrohte Völker Schweiz (GfbV) «Lost in Transition – The forced migration circle of Roma, Ashkali and Balkan Egyptians from Kosovo» zeigt auf, dass die bisherige Politik Westeuropas, Roma, Aschkali und Balkan-Ägypter zwangsweise in den Kosovo zurückzuführen, gescheitert ist. Die Mehrheit der abgeschobenen Roma, Aschkali und Balkan-Ägypter muss den Kosovo wieder verlassen, da eine strukturelle und kumulative Diskriminierung ihnen ein Überleben im Kosovo unmöglich macht. Die meisten gehen daher entweder in den Untergrund in Westeuropa oder nach Serbien, in der Hoffnung in einem der informellen Slums überleben zu können.
Familien vor Ort befragt
In den Jahren 2014 und 2015 befragte die GfbV 70 Familien, die aus Westeuropa zwangsweise in den Kosovo rückgeführt worden sind. 30 Familien davon hatten zu diesem Zeitpunkt den Kosovo bereits Richtung Serbien verlassen und wurden dort befragt. Als die GfbV die Befragten im August 2015 wieder kontaktieren wollte, waren von den Familien noch ganze 7 im Kosovo und 15 in Serbien – 48 Familien befanden sich wieder in Westeuropa. Read the rest of this entry »
Mai 29th, 2016 |
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Jugend & Bildung, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen
Vor 30 Jahren, am 3. Juni 1986, entschuldigte sich der Schweizer Bundespräsident Alphons Egli für das Unrecht, das Hunderten Jenischen, Roma und Sinti durch das „Hilfswerk für die Kinder der Landstrasse“ bis 1973 widerfahren war.
Anlässlich dieses Jahrestags veranstaltet die Schweizer Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Bern am 2. Juni eine Podiumsdiskussion über dieses düstere Kapitel der Schweizer Geschichte: Fyer (PDF)
Die Diskriminierung von Jenischen, Sinti und Roma reicht in der Schweiz weit zurück. So war es ausländischen Roma, Sinti und Jenischen zwischen 1906 und 1972 verboten, in die Schweiz einzureisen. Als sie im Zweiten Weltkrieg durch den Nationalsozialismus verfolgt wurden, gewährte die Schweiz ihnen kein Asyl – einige der Abgewiesenen starben anschließend in Konzentrationslagern. Doch nicht nur ausländische Roma, Sinti und Jenische hatten es während dieser Zeit schwer in der Schweiz, auch die Schweizer Minderheitenangehörigen waren den Behörden ein Dorn im Auge. Diese sahen Roma, Sinti und Jenische als «Gefahr», die in «Banden» und «Horden» auftrete und eine «Plage» sei». Sie wurden in der Schweiz polizeilich aufgegriffen und ihre Daten zwischen 1911 und 1990 im «Zigeunerregister» registriert. Nach diesem Eintrag wurden die Familien getrennt: Frauen und Kinder wurden in Heimen untergebracht, während die Männer in Strafanstalten überführt wurden.
Ein besonders dunkles Kapitel hinsichtlich der Schweiz im Umgang mit ihren Minderheiten war das sogenannte «Hilfswerk für die Kinder der Landstrasse» der Organisation Pro Juventute, welches auch vom Bund finanziell unterstützt wurde. Ziel dieses Projekts war es, die Schweizer Jenischen zu «sesshaften, brauchbaren Bürgern» zu machen, was schlussendlich die Ausrottung der jenischen Kultur münden sollte. Im Rahmen des «Hilfswerks» wurden zwischen 1926 und 1973 fast 600 jenische Kinder ihren Familien entrissen und in Heimen oder Pflegefamilien fremdplatziert. Für die Betroffenen hatten die Fremdplatzierungen und fürsorgerischen Zwangsmaßnahmen tiefgreifende Folgen: Sie waren oft grausamen Misshandlungen und in vielen Fällen auch sexuellem Missbrauch ausgesetzt. Read the rest of this entry »
Mai 27th, 2016 |
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Jugend & Bildung, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Wie die EU-Kommission am Donnerstag mitteilte, ist gegen Ungarn ein Vertragsverletzungsverfahren eröffnet worden. Die Kommission geht damit gegen die systematische Diskriminierung von Kindern aus Roma-Familien vor. Konkret gehe es bei dem Verfahren „um Gesetzgebung und bürokratische Praxis in Ungarn, die zu einer Diskriminierung von Roma-Kindern im Bildungsbereich“ führen, so Kommissionssprecher Christian Wigand. Roma-Kinder haben in Ungarn vielfach nicht den gleichen Zugang zu Bildung wie andere Schüler. Die Europäische Kommission weist darauf hin, „dass der Anteil der Roma-Kinder an speziellen Schulen für geistig behinderte Kinder unverhältnismäßig hoch ist und dass Roma-Kinder auch in den Regelschulen oft getrennt unterrichtet werden“. Dies verletze die EU-Direktive für ethnische und rassische Gleichbehandlung (Council Directive 2000/43/EC). Ähnliche Verfahren wegen Diskriminierung der Volksgruppe hat die Kommission bereits gegen Tschechien und die Slowakei eingeleitet.
Die Regierung in Budapest hat nun zwei Monate Zeit, um auf die Vorwürfe zu antworten, dann wird die Lage neuerlich beurteilt. In einer ersten Stellungnahme wies die ungarische Regierung die Vorwürfe zurück. Es lägen keine offiziellen Daten über Roma-Schüler vor, weil die ethnische Identität der Kinder in Ungarn amtlich gar nicht erfasst werde.
(dROMa)
Mai 25th, 2016 |
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Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Vorarlbergs Städte setzen auf teils sehr umfassende Bettelverbote. Der Landesvolksanwalt sieht die Grundrechte in Gefahr: Jetzt muss sich der Verfassungsgerichtshof damit befassen.
Der Vorarlberger Landesvolksanwalt Florian Bachmayr-Heyda hält das in Bregenz verhängte Bettelverbot für verfassungswidrig. Das Verbot sei rassistisch und räumlich zu weitreichend. Die Regelung greife somit zu sehr in die Grundrechte der bettelnden Menschen ein. Jetzt hat der – im Juni 2015 vom Landtag gewählte – Landesvolksanwalt den Bregenzer Fall vor den Verfassungsgerichtshof gebracht, der generelle Bettelverbote bereits früher für gesetzwidrig erklärt hatte. Ebenso geht Bachmayr-Heyda gegen die weitreichenden Bestimmungen des Campingverbots in Nenzing vor. Auch die Bettelverbote in anderen Vorarlberger Städten (wie in Bludenz, wo es keinerlei zeitliche Begrenzungen des Verbotes gibt) sieht Bachmayr-Heyda kritisch.
Am Dienstag wurde darüber hinaus auch in Feldkirch ein neues Bettelverbot beschlossen. Somit bestehen nunmehr in allen Vorarlberger Städten (Bregenz, Dornbirn, Feldkirch, Bludenz) – mit Ausnahme von Hohenems – kommunale Bettelverbote.
(dROMa)
Siehe auch: Auch Eisenstadt hat am Montagabend ein Bettelverbot beschlossen.
Mai 24th, 2016 |
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Geschichte & Gedenken, Politik, Rassismus & Menschenrechte
Stellungnahme der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas:
Berlin – Besetzung des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas aus Protest gegen drohende Abschiebung
Am Sonntag, den 22. Mai 2016, besetzten ab 16.30 Uhr bis zu 70 Personen das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas, um gegen die Abschiebung von Roma aus Deutschland in ihre als »sicher« geltenden Herkunftsländer zu demonstrieren. Angehörige der Minderheit sind insbesondere auf dem Balkan massiver Ausgrenzung und Gewalt ausgesetzt. Unter den Demonstranten waren etliche Romafamilien mit Kindern, die seit langem in Deutschland leben und denen unmittelbar die Abschiebung droht. Die Veranstaltung war polizeilich nicht genehmigt. Auch die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, die das Denkmal betreut, war nicht informiert.
Mehr als sechs Stunden verhandelten die Stiftung und Angehörige der Minderheit, die Polizei und Politiker mit den Besetzern. Zugleich bemühten sich weitere Vertreter der Sinti und Roma aus ganz Deutschland – darunter Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma – in zahlreichen Telefonaten mit den Sprechern der Demonstranten um Vermittlung. Schließlich waren diese allerdings nicht bereit, das Denkmalsgelände zu verlassen. Vorschläge seitens der Polizei zu alternativen Versammlungsorten in unmittelbarer Nähe wurden abgelehnt.
Vor allem weil unter den Teilnehmern Säuglinge und Kinder sowie kranke Frauen waren, entschied die Stiftung gegen 24 Uhr in Rücksprache mit Prof. Dr. Norbert Lammert, Bundestagspräsident und Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung, die Besetzung durch die Polizei beenden zu lassen. Lediglich einige männliche Demonstranten leisteten Widerstand. Gegen 0.45 Uhr hielten sich keine Personen mehr im Denkmal auf. Anzeigen wegen Hausfriedensbruchs wurden bewusst nicht erstattet.
Die Stiftung zeigt sich solidarisch mit den Betroffenen und kritisiert die gängige Abschiebepraxis. Read the rest of this entry »
Mai 24th, 2016 |
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Geschichte & Gedenken, Politik, Rassismus & Menschenrechte
Aussendung der IL Berlin:
Protest gegen Abschiebungen: Von Abschiebung bedrohte Roma besetzen Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma in Berlin
Am Sonntagnachmittag wurde das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas durch eine Gruppe von Roma, die unmittelbar von Abschiebung bedroht sind, besetzt. Die Roma, die zum Teil als Familienverbände mit Kindern an der Besetzung teilnehmen, haben sich aus ihrer aussichtslosen Lage heraus entschieden, auf die sie im Besonderen betreffende verschärfte Asyl- und Abschiebepolitik aufmerksam zu machen. Die meisten von ihnen kommen aus Serbien, Kosovo, Bosnien und Herzegowina, Mazedonien oder Montenegro – also jenen Ländern, die die Bundesregierung seit 2014 als „sichere Herkunftsstaaten“ definiert hat. Diese Neuregelung hat zum Ziel, Asylsuchende aus diesen Ländern in Schnellverfahren abzulehnen und schnell abzuschieben. In den letzten Monaten wurden bereits zahlreiche Familien abgeschoben.
Damit ignoriert die Bundesregierung die massive Diskriminierung und soziale Ausgrenzung, der Roma in diesen Ländern ausgesetzt sind. Verschiedene Institutionen, u. a. der UNHCR, das Deutsche Institut für Menschenrechte sowie zahlreiche Nichtregierungsorganisationen, haben bereits darauf aufmerksam gemacht, dass durch die Verschärfungen der menschenrechtliche und flüchtlingsrechtliche Anspruch der Asylsuchenden auf individuelle Prüfung ihrer Asylanträge und auf Schutz vor Verfolgung unterlaufen wird.
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Mai 22nd, 2016 |
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Jugend & Bildung, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
GfbV/Kurt Weber: Im Oktober 2015 beschloss der deutsche Bundestag mit dem neuen Asylgesetz, dass Montenegro, Albanien und der Kosovo als „sichere Herkunftsländer“ gelten. Asylanträge von Menschen mit diesen Nationalitäten werden ohne vorherige Prüfung als „unbegründet“ abgelehnt. Diese Verordnung hat dabei auch weitreichende Konsequenzen für viele Romakinder, die in Deutschland geboren und aufgewachsen sind.
Sie haben Kinder? Stellen Sie sich vor, unser Staat beschließt, Sie und Ihre Kinder in ein fremdes Land zu verbannen, ein Land, das Ihre Kinder nicht kennen, dessen Sprache sie nicht sprechen, ein Land ohne Ausbildungsmöglichkeiten, in dem man Ihnen und Ihren Kindern gegenüber nicht wohl gesonnen, vielleicht sogar feindselig eingestellt ist. Stellen Sie sich vor, wie es Ihren Kindern in dieser Situation ergehen mag. Zu Recht werden Sie sagen, diese Fiktion ist absurd, sie ist völlig unmöglich und widerspricht elementarsten Grundrechten. Doch leider ist dies keine reine Fiktion. Jedenfalls kann dieses alptraumhafte Szenario real werden, wenn die Eltern der hier geborenen und aufgewachsenen Kinder keinen deutschen Pass haben und ihr Heimatland vom Bundestag als „sicher“ definiert wurde. Konkret erleben wir solch grausame Absurdität in der Abschiebung von Familien mit Kindern und jugendlichen Roma, die in Deutschland geboren wurden, aufwuchsen und jetzt im Kosovo „entsorgt“ werden (sollen).
Die pauschale Einstufung des Kosovo als „sicheres Herkunftsland“ scheint politisch willkürlich und rechtlich äußerst fragwürdig. Für Roma ist der Kosovo kein „sicheres Herkunftsland“. Das haben die Verfolgung der Minderheiten und die Zerstörung ihrer Häuser und Dörfer in der Vergangenheit gezeigt. Und das ergibt auch der Bericht der GfbV über die heutige Situation von Roma im Kosovo. Die Minderheiten werden diskriminiert, ihre Lebensbedingungen sind katastrophal. Zudem gibt es keine wirksamen sozialen Strukturen, die rückkehrenden Roma helfen könnten, ein menschenwürdiges und selbstbestimmtes Leben aufzubauen. Read the rest of this entry »
Mai 21st, 2016 |
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Jugend & Bildung, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Kurt Weber/GfbV: Zehntausende Roma, Aschkali und Balkan-Ägypter waren vor, während oder im Anschluss an den Konflikt im Kosovo von 1998/1999 gezwungen, vorübergehend Zuflucht in Westeuropa zu suchen. Mit Ende des Kosovokrieges begann die deutsche Bundesregierung, den temporäreren Aufenthaltsstatus von zehntausenden Angehörigen der Volksgruppe nicht zu verlängern und die Betroffenen abzuschieben. Darunter auch viele Kinder, die in Deutschland geboren wurden. Doch ist Abschiebung wirklich die einzige Lösung?
Vielfach wird der Begriff „mangelnde Integrationsfähigkeit“ zur Rechtfertigung für Abschiebung herangezogen. Kritisch besehen lässt dieser Begriff fragwürdige und willkürliche Interpretationen zu. Die abschiebenden Behörden und Politiker machen es sich einfach. Inhaltlich verschleiernd vermeiden sie vom Herkunftsland der Kinder zu sprechen. Stattdessen sagt man, die „Familie“ stamme aus dem Kosovo und deklariert die hier geborenen und aufgewachsenen Kinder kraft Herkunft der Eltern als Familienmitglieder de facto zu Ausländern, zu Immigranten eines Landes, das diese Kinder vermutlich nie kennenlernten. Dass diese Kinder gemäß der Genfer Flüchtlingskonvention ein Anrecht auf Staatsbürgerschaft in Deutschland hätten – ein Recht, das juristisch in keinem Zusammenhang mit der Integration der Eltern stehen dürfte –, wird dabei ignoriert.[1] Vielmehr gibt es eine Rechtsprechung, die völlig undurchsichtig ist. Man sagt, die „Familie“ sei nicht integrationsfähig und müsse daher abgeschoben werden. Damit wird eine Art Sippenhaft praktiziert, indem man die Kinder pauschal und ohne Differenzierung als „nicht integrationsfähig“ deklariert. Ihre Herkunft aus Deutschland wird ignoriert und ausschließlich der Herkunftsstatus der Eltern als relevant angesehen. Wenn darin eine Logik zu finden ist, dann eher eine zurechtbiegende Logik von Willkür und Ausgrenzung. Mit Rechtsstaatlichkeit, wie ich sie verstehe, hat dies nichts zu tun.
Zwar steht die Familie unter dem besonderen Schutz des Grundgesetzes. Man geht davon aus, dass es im Normalfall für die Kinder am besten ist, in der Familie zu bleiben. Aber der Gesetzgeber sorgt auch dafür, dass das Kindeswohl in besonderen Fällen über dem Schutz der Familie steht. Die schwerwiegenden Konsequenzen für Romakinder im Falle einer Abschiebung sind von extremer Härte. Daher sollte es in diesen Fällen verpflichtend sein, das Kindeswohl als übergeordnetes Recht einzustufen.
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