Politik
Dezember 20th, 2023 |
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Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Politik
Aussendung von Daniel Strauß zum bedrohten Sinti-und-Roma-Denkmal in Berlin
Der Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg (VDSR-BW) möchte auf die besorgniserregenden Entwicklungen rund um das geplante Bauvorhaben der S 21 in Berlin, welches das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Sinti und Roma bedroht, hinweisen. Dieses Denkmal hat eine immense Bedeutung für die deutschen und europäischen Sinti und Roma. Eine Entscheidung über ein Bauvorhaben von solcher Tragweite kann nur in enger Abstimmung mit den wichtigen Vertretungen der Sinti und Roma getroffen werden. Daher appelliert der VDSR-BW an die Notwendigkeit einer erneuten Konsultation und Einbindung der deutschen und europäischen Sinti und Roma.
Pressemitteilung vom 19.12.2023
Stellungnahme des Vorsitzenden des VDSR-BW und Ko-Vorsitzenden der Bundesvereinigung der Sinti und Roma (BVSR) zur aktuellen Situation um das Denkmal in Berlin
Seit 2020 bekannt wurde, dass die Deutsche Bahn – Nachfolgerin der Organisation, deren Züge unsere Angehörigen in den Tod deportierten – und der Senat von Berlin Pläne für ein Bauvorhaben (S 21) verfolgen, das das unweit des Reichstagsgebäudes gelegene Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Sinti und Roma Europas, für das wir jahrzehntelang gekämpft haben, beschädigen könnte, setzen wir uns gemeinsam mit etwa 50 Organisationen der Sinti und Roma aus Deutschland und Europa gegen die Zerstörung eines würdigen Gedenkens ein. In zahlreichen Gesprächen der vergangenen Jahre, zuletzt am 28. September 2023, sicherten der Senat von Berlin und namentlich die Verkehrssenatorin eine Einbeziehung aller größeren Organisationen der Sinti und Roma zu, um einen für alle Betroffenen gangbaren Weg zu finden. Dieses Versprechen wurde nun gebrochen.
Die ohne weitere Aussprache oder auch nur Information erfolgte, am 16. Dezember 2023 bekannt gewordene Ankündigung aus dem Haus der Berliner Verkehrssenatorin, den Bau der S 21 trotz aller Absprachen ohne einen Prozess der Einbindung aller Betroffenen voranzutreiben, ist ein erschütterndes Zeugnis eines bislang ungeahnten mangelnden Bewusstseins für die Verbrechen des Nationalsozialismus in unserem Lande – und das unmittelbar sowohl nach der Bundestagsdebatte über die zweite Schuld der Bundesrepublik angesichts der verweigerten Anerkennung, des fortdauernden Antiziganismus und der anhaltenden Diskriminierung von Sinti und Roma am 14. Dezember 2023 als auch nach der Gedenkstunde im Bundesrat am 15. Dezember 2023, mit der an den Himmler-Erlass vom 16. Dezember 1942 erinnert wurde, der zur Deportation aller deutschen Sinti und Roma in Zügen der Reichsbahn nach Auschwitz-Birkenau führte und den Völkermord vollendete. Diese mangelnde historische Sensibilität ist ein erinnerungspolitischer Skandal.
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Dezember 16th, 2023 |
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Politik, Recht & Gericht, dROMa (Magazin)
30 berscha aunprindscharipe
Der 16. Dezember 1993 markiert den Wendepunkt in der Geschichte der österreichischen Roma. An diesem Tag wurden die Roma und Sinti als „Volksgruppe der Roma“ offiziell anerkannt.
Eine Woche später trat diese Verordnung mit der Verlautbarung im Bundesgesetzblatt in Kraft. Am 5. September 1995 konstitiuierte sich der Roma-Volksgruppenbeirat als offizielles Vertretungsgremium. Grundlage war das Volksgruppengesetz, das den autochthonen (lange hier beheimateten) Minderheiten Schutz und Förderung garantiert. Die Roma hatten nun als sechste Volksgruppe das Recht auf besonderen Schutz, um ihre Kultur, Sprache und Identität zu bewahren. Ausgespart blieben allerdings weiterhin die erst später zugewanderten Roma.
Lange hatte sich die Politik quergelegt. Den – seit Jahrhunderten hier lebenden – Roma wurde die Qualifikation als „Volksgruppe“ abgesprochen, weil ihnen „die Bindung an eine angestammte Heimat“ abgehe. Sogar noch 1991 schloss das Bundeskanzleramt eine Anerkennung aus. Dann aber ging alles schnell: Im Juli 1992 kam es zur Anhörung der Roma im Parlament. „Österreich ist nicht unser Gastland, sondern unser Vater- und Mutterland zugleich“, hieß es in dem Appell der Roma-Vertreter Emmerich Gärtner-Horvath und Rudolf Sarközi. Read the rest of this entry »
Dezember 16th, 2023 |
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Einrichtungen, Politik, Recht & Gericht, dROMa (Magazin)
30 Jahre Anerkennung / 30 berscha aunprindscharipe
GLOSSAR / ERKLERINIPE
Volksgruppengesetz
Das Volksgruppengesetz von 1976 garantiert den autochthonen (eingesessenen) Minderheiten Schutz und besondere Rechte. Unter „Volksgruppen“ versteht die Rechtsordnung „die in Teilen des Bundesgebietes wohnhaften und beheimateten Gruppen österreichischer Staatsbürger mit nichtdeutscher Muttersprache und eigenem Volkstum“. Neben den Roma sind dies die Kroaten, Ungarn, Slowenen, Tschechen und Slowaken.
Flogoskero grupnengero tschatschipe
O flogoskero grupnengero tschatschipe andar 1976 le autochtoni (tel beschte) tschuliptschenge, arakipe taj barikane tschatschiptscha, del. Telal „flogoskere grupn“ hajol o tschatschipe, „grupn, save ande falati le bundakere thanestar atschon taj khere hi taj save austritike schtotiskere polgartscha na nimtschka dajakera tschibtschaha taj ajgeni tradicijaha hi“. Pasche o Roma, hi odola o horvacke, ungrike, slovenitike, tschechitike taj slovakitike.
Volksgruppenbeirat
Für jede Volksgruppe ist laut Gesetz beim
Bundeskanzleramt ein Gremium „zur Beratung der Bundesregierung und der Bundesminister“ einzurichten. Diese Volksgruppenbeiräte vertreten die Interessen der gesamten Volksgruppe, etwa bei der Verteilung von Fördergeldern. Sie haben ein Anhörungsrecht und können Vorschläge vorbringen. Dem achtköpfigen
Beirat der Roma, der auf vier Jahre ernannt wird, steht seit 2016
Emmerich Gärtner-Horvath vor.
Flogoskero grupnengero bajrot
Sakona flogoskera grupnake palo tschatschipe ando bundakero kancleriskero birovtschago, jek gremijum „uso berotinipe la bundakera regirungatar taj le bundakere ministerendar“ te kerel hi. O flogoskere grupnengere bajrotscha, o gondi la cila flogoskera grupnatar fatretinen, afka sar uso ulajipe le pomoschagoskere lojendar. Read the rest of this entry »
Dezember 12th, 2023 |
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Politik, Veranstaltungen & Ausstellungen
Am Tag der Volksgruppen rückt das Parlament am 12. Dezember 2023 die Vielfalt der Volksgruppen in den Fokus und würdigt ihre bedeutende Rolle als integralen Bestandteil der kulturellen Identität Österreichs. Diese Vielfalt spiegelt sich auch in einem abwechslungsreichen Tagesprogramm wider. Dieses spannt mittels unterschiedlicher thematischer Schwerpunkte einen sichtbaren Bogen der sprachlichen und kulturellen Vielfalt, zeigt den unverzichtbaren und wertvollen Beitrag der Volksgruppen in der Gesellschaft auf und schafft Raum, um über künftige Entwicklungen, Erfordernisse und Maßnahmen in den Diskurs zu treten. Auch den Anliegen junger Mitglieder von Volksgruppen wird Gehör geschenkt, da sie nicht nur die kulturellen Traditionen ihrer Volksgruppen bewahren, sondern auch proaktiv an der Gestaltung einer integrativen Zukunft mitwirken. Dieser besondere Tag setzt ein starkes Signal für die Wertschätzung und Anerkennung der sprachlichen und kulturellen Diversität jeder einzelnen Volksgruppe.
→Zum Tagesprogramm
Aus Anlass des 30. Jahrestags der Anerkennung der Roma hat die für Volksgruppen zuständige Bundesministerin Susanne Raab bereits gestern zu einem Festakt ins Bundeskanzleramt eingeladen.
(Text: Parlament)
November 18th, 2023 |
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Film & Theater, Politik, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
Weltspiegel Doku: Roma in der Slowakei – Gibt es einen Weg aus der Armut? (MDR)
Dokumentation (45 Min.)
Eine Problemdoku mehr, die übersieht, dass auch in der Slowakei ein großer Teil der Roma nicht in solchen Elendssiedlungen lebt, dass es selbstbestimmte Roma gibt, die ein normales, erfolgreiches Leben führen, ganz ohne Paternalismus. Vor allem skizziert dieser Bericht die Lethargie der marginalisierten Roma als den eigentlichen Kern des Problems – den erdrückenden Rassismus der Mehrheitsgesellschaft und der Politik hingegen, der über allem liegt (und der in der Sendung ja auch des Öfteren anklingt), entlässt die Doku dann doch allzu leicht aus der Verantwortung. Das beginnt schon damit, wie der Beitrag anfangs die „Problem-Roma“ und dann die überaus freundlichen „normalen“ Slowaken einführt. Eine Roma-TV-Doku nicht ohne Schieflagen, aber sehenswert. (dROMa)
Das Erste, Weltspiegel, 13.11.2023
Aus der ARD-Programmankündigung: Rund 500.000 Roma leben in der Slowakei – in Bezug auf die Bevölkerungsgröße eine der stärksten Roma-Minderheiten in Europa. Die Roma leben größtenteils in Ghettos und Slumsiedlungen, in ärmsten Verhältnissen, mit nur wenigen Verbindungen zum Rest der slowakischen Bevölkerung. Seit Jahrzehnten gibt es Bestrebungen, die Roma gesellschaftlich zu integrieren, sie aus ihrer Parallelwelt herauszuholen. Die meisten Projekte – viele halbherzig initiiert – sind gescheitert. Teilweise auch aufgrund mangelnden Interesses oder der Resignation vieler Roma. Read the rest of this entry »
November 14th, 2023 |
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Einrichtungen, Politik, Veranstaltungen & Ausstellungen
Roundtable im Parlament: Wie kann der Staat die Selbstorganisationen der Roma und Sinti in Österreich stärken? Strukturen und Narrative der Zukunft
Eine Veranstaltung von Romano Svato
→zum Video auf Youtube (Beginn: Min. 12:00)
Aus der Ankündigung von Romano Svato:
Die Bürgerrechtsbewegung der Rom*nja und Sinti*zze in Österreich befindet sich im Umbruch. Derzeit gibt es Fortschritte wie den Beschluss zu einem Gedenkort in Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Gleichzeitig arbeiten die meisten Selbstorganisationen unter prekären Bedingungen und ohne jegliche nachhaltige Perspektive. Die Kultur und Sprache der Roma als historischer Teil europäischer Kultur bleibt das Stiefkind aller politischen Bemühungen. Zudem existieren keine eigenen Orte des Austausches – schon gar keine „Save Spaces“ für die Communitys. Eine umfassende Anerkennung der Roma und Sinti bedingt jedoch immer einen vorhandenen politischen Willen. Im Dialog zwischen Politik, Bürgerrechtsbewegung und Künstler*innen werden Entwicklungen und Möglichkeiten diskutiert.
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September 28th, 2023 |
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Geschichte & Gedenken, Politik
Offener Brief der Jenischen an Integrationsministerin Susanne Raab
Im Jänner 2020 hat die österreichische Regierung in ihrem Regierungsprogramm „Aus Verantwortung für Österreich“ die Prüfung der Anerkennung der Jenischen angekündigt. Heute, fast vier Jahre später, ist diesbezüglich leider nur Stillstand zu sehen. Deshalb schicken der Verein Jenische in Österreich, der Europäische Jenische Rat und das Jenische Archiv einen offenen Brief an die zuständige Bundesministerin Susanne Raab.
Sehr geehrte Frau Ministerin Susanne Raab,
wie Sie wissen, hat die im Regierungsprogramm vom Jänner 2020 angekündigte „Prüfung der Anerkennung der jenischen Volksgruppe in Österreich“ bislang nicht nur nicht stattgefunden, sie hat zudem noch nicht einmal begonnen. Angesichts der bereits verstrichenen Regierungszeit wird sie wohl ein reines Lippenbekenntnis gewesen sein? Wir, der „Verein Jenische in Österreich“, Sprecher:innen der jenischen Volksgruppe in Österreich, haben uns am 30. Jänner 2020 erstmals an Sie gewandt, bekommen aber bis heute, bei Ihnen als zuständiger Ministerin, nicht nur keinen Termin, nein, auch Medienanfragen zum Thema werden nicht beantwortet. Besorgt um unsere liberale Demokratie und irritiert über Ihr Verhalten, oder besser gesagt, Nicht-Verhalten, bleibt uns nur mehr dieser Versuch, mit Ihnen in Kontakt zu treten.
Den Angehörigen einer in Österreich immer besonders diskriminierten Minderheit – den von Ihnen ignorierten Jenischen – signalisieren Sie damit vor allem eines: Nichtanerkennung, umgangssprachlich: Ablehnung. Die Nichtanerkennung dieser Volksgruppe impliziert auch die Nichtanerkennung des Unrechts und Leids, das an Jenischen in der Nazi-Diktatur verübt wurde. Die Diskriminierung hat 1945 nicht aufgehört. Uns Jenischen hat sich diese Ablehnung eingebrannt, wir müssen bis heute damit leben, immer unter Generalverdacht zu stehen.
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September 5th, 2023 |
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Geschichte & Gedenken, Politik
„Nicht ernst gemeint!“: Zentralrat Deutscher Sinti und Roma weist die jetzt vorgelegte öffentliche Entschuldigung des stellvertretenden Ministerpräsidenten Bayerns Hubert Aiwanger zurück. Der Zentralrat befürchtet Verharmlosung der nationalsozialistischen Verbrechen.
Sein Verhalten gegenüber den Millionen Ermordeten jüdischer Menschen und Sinti und Roma entschuldigt Herr Aiwanger heute mit seinem damaligen jugendlichen Alter. Dabei sieht sich Herr Aiwanger selbst als ein Opfer einer politischen Kampagne und weist gleichzeitig die öffentliche Kritik an seiner Person zurück. Dies kann nicht akzeptiert werden.
Dieser unfassbare Zynismus ist unverzeihlich. Er schadet den Bemühungen von Bildungseinrichtungen, die die Verantwortung für unsere Demokratie und unseren Rechtsstaat übernehmen, und stärkt das Agieren von demokratiefeindlichen Parteien.
Der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, sieht in dieser aufgeheizten Diskussion auch eine gesellschaftspolitische Klimaveränderung, deren Ziel die Stärkung eines neuen Rechtsextremismus und Nationalismus ist. Read the rest of this entry »
September 5th, 2023 |
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Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht, Wissenschaft
Sebastian Lotto-Kusche: Der Völkermord an den Sinti und Roma und die Bundesrepublik. Der lange Weg zur Anerkennung 1949–1990 (=Schriftenreihe der Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, 125), De Gruyter Oldenbourg, Berlin 2022, 264 S.
Die Studie untersucht die diskursiven Kämpfe um die Anerkennung des NS-Völkermords an Sinti und Roma in der Bundesrepublik bis 1990. Dabei wird unter Anerkennung zweierlei verstanden: die Akzeptanz der Verbände der Sinti und Roma als legitime Gesprächspartner der Bundesregierung sowie die Bewertung der „NS-Zigeunerverfolgung‟ als „rassisch‟ motiviertes Verbrechen in Politik und Wissenschaft. Auf der Grundlage umfassenden Quellenmaterials von Bundesbehörden und politischen wie zivilgesellschaftlichen Akteuren entsteht eine Diskursgeschichte dieses langwierigen Anerkennungsprozesses. Sie zeigt, dass bis tief in die 1960er Jahre hinein ein durch und durch rassistisches Bild der nationalsozialistischen Politik gegen Sinti und Roma vorherrschte. Dieser Denkstil, der von traditionellen Vorurteilen über „Zigeunerkriminalität‟ geprägt war, geriet in den 1970er Jahren mit der Rezeption von internationalen Forschungsarbeiten immer stärker unter Druck. Doch erst in den 1980er Jahren begann mit der Anerkennung der Sinti und Roma als Gesprächspartner durch Bundeskanzler Helmut Schmidt auch die Erforschung des NS-Massenverbrechens.
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August 26th, 2023 |
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Geschichte & Gedenken, Politik, Radio, Podcast & TV
ORF2: Österreich-Bild (27 Min.)
So., 27.8.2023, 18.25 Uhr
In der ORF-Dokumentation zeichnet Gestalterin Katharina Graf-Janoska in ORF 2, den Weg der Roma zur Anerkennung als Volksgruppe nach. Eine Produktion aus dem Landesstudio Burgenland.
Am 16. Dezember 1993 werden die Roma offiziell als Volksgruppe anerkannt. Die Bestrebungen, die zur Anerkennung als sechste Volksgruppe in Österreich führen, beginnen allerdings schon einige Jahre zuvor sowohl im Burgenland als auch in Wien. Junge Roma und Romnja, die Söhne und Töchter der Holocaustüberlebenden, beginnen sich allmählich gegen die anhaltende Diskriminierung und Ausgrenzung zu wehren: Denn bis Ende der 1980er-Jahre werden Roma-Kinder automatisch in die Sonderschule abgeschoben, jungen Erwachsenen wird der Zugang zum Arbeitsmarkt erschwert und es wird ein Lokalverbot verhängt.
1989 wird der erste Romaverein gegründet, der „Verein Roma Oberwart“ – ein erster Schritt in Richtung Anerkennung. Und es ist ein langer und schmerzhafter Weg, der hinter der noch jungen Volksgruppe liegt. Es ist diese tragische und teilweise unfassbare Geschichte, die bis heute nachhallt: geprägt von Vorurteilen, Diskriminierung, bis hin zur Ermordung von 90 Prozent der in Österreich lebenden Roma und Romnja im Nationalsozialismus.
Die Anerkennung der Roma als Volksgruppe ist ein Wendepunkt, der vieles, aber nicht alles verändert. Zu spüren bekommt dies die noch junge Volksgruppe in der Nacht vom 4. auf den 5. Februar 1995, als eine Rohrbombe nahe der Roma-Siedlung in Oberwart vier junge Roma tötet. Das Attentat erregt nicht nur nationale, sondern auch internationale Aufmerksamkeit, durch die sich die Volksgruppenarbeit intensiviert. Wenige Monate später konstituiert sich der Volksgruppenbeirat der Roma. Read the rest of this entry »
Juli 9th, 2023 |
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Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Eine Frage der Abstammung? Zentralrat Deutscher Sinti und Roma kritisiert „Lagebild zur Clankriminalität 2022 in Niedersachsen“
Der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, kritisiert, dass im „Lagebild zur Clankriminalität 2022 in Niedersachsen“, das am 26. Juni dieses Jahres von der niedersächsischen Innenministerin Daniela Behrens und der Justizministerin Dr. Kathrin Wahlmann vorgestellt wurde, Eigentumsdelikte von den Ermittlungsbehörden zu einer Frage der Abstammung deklariert wurden, indem solche Taten einer „kriminellen Großfamilie aus der Ethnie der Roma“ zugeschrieben wurden.
„In dem Lagebericht werden auch Vorwürfe wie der Diebstahl von Kleidung und Mobiltelefonen erhoben, die zu schrecklichen Alltagserfahrungen in vielen Geschäften und Kaufhäusern gehören und hohe Schäden verursachen“, stellte Romani Rose klar. „Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma kritisiert, dass in diesem Lagebild Straftaten, die selbstverständlich verfolgt und verurteilt werden müssen, im Falle unserer Minderheit zusätzlich mit der Abstammung und in Verbindung mit Clankriminalität ausgewiesen werden. Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma sieht darin eine Fortsetzung der rassistischen und antiziganistischen Erfassung, die trotz der leidvollen Geschichte unserer Minderheit und trotz des Verbots in unserer Verfassung widerrechtlich weiterbetrieben wird“, erklärte Romani Rose.
„Dadurch werden deutsche Sinti und Roma ausgegrenzt, stigmatisiert und kriminalisiert und in den Fokus von Clankriminalität gerückt, die in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit mit Schwerstkriminalität in Verbindung steht. Diese Form von Kriminalisierung gegenüber unserer Minderheit gibt den Rechtsextremen die Munition zur Rechtfertigung ihrer Gewalttaten, wie sie schon sehr oft gegenüber unserer Minderheit ausgeübt wurden“, ergänzte Rose.
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Juli 6th, 2023 |
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Politik
50 Millionen Euro für Roma-Patrouillen
RSI/RTVS: Fünfzig Millionen Euro aus EU-Geldern werden in die Unterstützung von Roma-Patrouillen in den slowakischen Gemeinden fließen. Darüber informierte Ministerpräsident Ľudovít Ódor gemeinsam mit Investitionsminister Petr Balík auf einer Pressekonferenz. Laut Ódor sorgen Roma-Streifen effizient für öffentliche Ordnung und werden in den Dörfern respektiert: „Diese Patrouillen waren schon in über 250 Gemeinden tätig. Dabei wurden etwa 1.400 Arbeitsstellen geschaffen.“
Laut dem Bevollmächtigten der slowakischen Regierung für Roma-Gemeinschaften Ján Hero bestand großes Interesse an einer Fortsetzung der Patrouillen:„Das Hauptziel der Roma-Patrouillen ist die Verbesserung der Umwelt in Gemeinden mit marginalisierten Roma-Gemeinschaften. Außerdem sollen sie die lokale Entwicklung unterstützen, die öffentliche Ordnung aufrechterhalten sowie Leben, Gesundheit und Eigentum durch Informations- und Präventionsaktivitäten schützen.“
Mitglieder der Patrouillen sind verpflichtet, sich in den Bereichen, in denen sie tätig sind, weiterzubilden. Innerhalb der Gemeinschaft fungieren sie als Vorbilder. Antragsberechtigt sind alle Gemeinden mit Roma-Gemeinschaften, die im Atlas der Roma-Gemeinschaften aus dem Jahr 2019 angeführt sind und mindestens 80 Roma-Bewohner haben. Der Bürgermeister der Siedlung Luník IX im ostslowakischen Košice, Marcel Šaňa, bezeichnete das Projekt der Roma-Patrouillen als Erfolg: Read the rest of this entry »
Mai 21st, 2023 |
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Einrichtungen, Politik, Veranstaltungen & Ausstellungen
1993–2023: 30 Jahre Anerkennung der Roma als Volksgruppe in Österreich. Festveranstaltung anlässlich des Internationalen Roma-Tages im Parlament
Anlässlich des Internationalen Roma-Tages und des 30-jährigen Jubiläums der Anerkennung als autochthone Volksgruppe in Österreich fand im Parlament eine Festveranstaltung statt. Der als Festredner geladene Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma Romani Rose warnte vor einem Anwachsen des Antiziganismus in Europa, der eine Gefahr für die Gesellschaft, den Rechtsstaat und die Demokratie darstelle.
Als Reaktion darauf braucht es für Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka etwa den Abbau von Vorurteilen durch konsequente Bildungsarbeit. Sobotka sprach sich außerdem so wie alle anderen Redner:innen für die Errichtung eines eigenen Mahnmals zum Gedenken für die in der NS-Zeit ermordeten Roma und Sinti aus.
Sowohl Bundesratspräsident Günter Kovacs als auch die für Volksgruppen zuständige Ministerin Susanne Raab bezeichneten die Anerkennung der Roma und Sinti als Minderheit vor 30 Jahren als einen „Meilenstein österreichischer Minderheitenpolitik“.
In einem Podiumsgespräch diskutierten die Botschafter Tschechiens, Ungarns und der Slowakei mit dem Vorsitzenden des Volksgruppenbeirats der Roma Emmerich Gärtner-Horvath und der Politologin Mirjam Karoly über Chancen, Möglichkeiten und Entwicklungen im Sinne einer gedeihlichen und zukunftsorientierten Volksgruppenpolitik für Roma und Sinti in Europa.
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Mai 15th, 2023 |
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Politik, Veranstaltungen & Ausstellungen
Anlässlich der Anerkennung der Roma als autochthone Volksgruppe in Österreich vor 30 Jahren findet im Parlament eine Festveranstaltung statt (Mittwoch, 17. Mai 2023, 17 Uhr)
Jährlich findet am 8. April mit dem Internationalen Tag der Roma ein weltweiter Aktionstag statt, um auf die Anliegen der Roma aufmerksam zu machen. In Österreich jährt sich die Anerkennung der Roma als autochthone Volksgruppe heuer zum dreißigsten Mal. Vor diesem Hintergrund lädt das Parlament zu einer Festveranstaltung ein, bei der über Erfolge, Erfahrungen und Herausforderungen diskutiert werden soll, um neue Chancen, Möglichkeiten und Entwicklungen im Sinne einer zukunftsorientierten Volksgruppenpolitik für Roma und Sinti zu erwirken.
Nach Eröffnungsworten von Bundesratspräsident Günter Kovacs und einer Grußbotschaft von Integrationsministerin Susanne Raab wird der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma Romani Rose eine Keynote halten. An der anschließenden Podiumsdiskussion mit dem Titel „Gleiche Rechte und Chancen für Roma in Europa: Erfahrungen und Visionen“ nehmen der Botschafter der Slowakischen Republik Peter Misik, der Botschafter der Tschechischen Republik Jiří Šitler, der Botschafter von Ungarn Andor Nagy und der Vorsitzende des Volksgruppenbeirats der Roma Emmerich Gärtner-Horvath teil. Die Politologin Mirjam Karoly leitet die Diskussion. Abschlussworte kommen von Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka.
(Text: Pressedienst der Parlamentsdirektion)
Mai 10th, 2023 |
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Jugend & Bildung, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Amnesty International: Versäumnis, gegen Roma-Diskriminierung vorzugehen, bringt die Slowakei „auf Kollisionskurs mit dem Europäischen Gerichtshof“
Als Reaktion auf das Versäumnis des slowakischen Parlaments, eine Änderung des Schulgesetzes zu verabschieden, die Maßnahmen zur Bekämpfung der Diskriminierung von Roma-Kindern vorsieht, sagte Rado Sloboda, Direktor von Amnesty International Slowakei:
Das slowakische Parlament hat heute eine entscheidende Chance verpasst, Maßnahmen zu verabschieden, die die ungesetzliche Segregation von Roma-Kindern im Bildungswesen beenden. Indem die Slowakei nicht für einen Änderungsantrag gestimmt hat, der darauf abzielt, systematische Diskriminierung im Bildungswesen zu verhindern, hat sie die Hoffnung auf einen gleichberechtigten Zugang zu Bildung für Roma-Kinder zunichte gemacht und sich auf Kollisionskurs mit dem Europäischen Gerichtshof begeben.
Trotz positiver Maßnahmen in dem geänderten Gesetz, wie der Bereitstellung einiger Unterstützungsmaßnahmen und des Rechtsanspruchs auf einen Kindergartenplatz, bleibt die heutige Novelle weit hinter dem zurück, was notwendig ist, um die Verpflichtungen des Staates zum Schutz der Rechte von Roma-Kindern zu erfüllen. Ohne konkrete Maßnahmen zur Aufhebung der Segregation werden diese Änderungen nicht ausreichen, um diskriminierende Praktiken zu bekämpfen, so dass Roma-Kinder in der Slowakei weiterhin zur Segregation im Bildungswesen verurteilt sind.
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April 24th, 2023 |
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Jugend & Bildung, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Schulische Diskriminierung von Roma-Kindern: Europäische Kommission erhebt Anklage gegen die Slowakei
RTVS: Die Europäische Kommission hat am Mittwoch, den 19. April, die Slowakei wegen der Segregation von Roma-Kindern in Schulen beim Gerichtshof der Europäischen Union verklagt. Die Kommission weist dabei auf die Richtlinie zur Anwendung des Grundsatzes der Gleichbehandlung ohne Unterschied der Rasse oder der ethnischen Herkunft hin. In der Slowakei werden laut der Klageschrift die Roma-Kinder allzu oft auf Sonderschulen für Kinder mit geistiger Behinderung geschickt. Außerdem sei es üblich, dass Roma-Kinder in segregierten Klassen am Unterricht teilnehmen. Die Slowakei habe zwar laut der Europäischen Kommission seit 2015 mehrere Reformen unternommen und Aktionspläne zur Beseitigung der sozialen Ausgrenzung von Roma ins Leben gerufen, diese seien jedoch bisher nur unzureichend umgesetzt worden. Read the rest of this entry »
April 19th, 2023 |
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Jugend & Bildung, Politik
„Symbolischer Moment“: Tschechiens Präsident Pavel empfängt Roma-Schüler und -Studierende auf Prager Burg
Radio Prag Int.: Präsident Petr Pavel hat am Donnerstag Roma-Schüler und Studenten auf der Prager Burg empfangen. Das Treffen fand aus Anlass des Internationalen Tags der Roma am 8. April statt. Der Staatspräsident sagte dabei, diese Schüler und Studenten seien ein Beispiel für die Überwindung von Vorurteilen. Eben die Vorurteile bezeichnete er als eine der größten Gefahren der heutigen Zeit. Die Beauftragte der Regierung für Angelegenheiten der Roma-Minderheiten, Lucie Fuková, bezeichnete das Treffen mit dem Präsidenten als einen symbolischen Moment. Die Roma und andere ethnische Gruppen könnten dank der Bildung erfolgreich sein, wodurch sich das Zusammenleben verbessern könne, so Fuková.
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April 7th, 2023 |
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Einrichtungen, Politik, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft
Bei der Dialogplattform autochthoner österreichischer Volksgruppen wurden Studien zum Thema Inklusion und Sprachenpolitik präsentiert
Mit der „Sensiro“-Studie wurden die im Rahmen der nationalen Strategie zur Stärkung der Inklusion der Rom:nja gesetzten Maßnahmen untersucht. Bewährt hätten sich punktuelle Aktivitäten zur Arbeitsmarktinklusion, Bildungsarbeit oder zur Bekämpfung von Diskriminierung. Die Partizipation sei aber ausbaufähig und Rom:nja-Feindlichkeit in Österreich tief verankert, weshalb eine konsequente Bekämpfung der Benachteiligungen, eine Sensibilisierung der Bevölkerung und einer breiteren Miteinbeziehung unterschiedlicher Gruppen in die Strategie als wesentlich erachtet wird. Vorgestellt wurde auch eine OGM-Studie zum Sprachgebrauch der slowenischen Volksgruppe in Kärnten. Die Nutzung der slowenischen Sprache sei im Generationenvergleich wegen starker Abwanderung rückläufig. Die stärkere Verankerung der Zweisprachigkeit im öffentlichen Raum wäre aus Sicht der Forscher:innen wichtig, um dem entgegenzuwirken.
Die Bereichssprecher:innen für Volksgruppen im österreichischen Parlament sowie die Beiratsvorsitzenden der sechs autochthonen Volksgruppen (Tschech:innen, Slowak:innen, Kroat:innen, Ungar:innen, Slowen:innen, Rom:nja und Sinti:zze) tauschten sich über die volksgruppenrelevanten Anregungen aus. Die Volksgruppen würden die sprachliche und identitätsstiftende Vielfalt Österreichs widerspiegeln, betonte Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka.
(Text: Parlamentsdirektion)
Februar 1st, 2023 |
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Geschichte & Gedenken, Politik
Nationalrat einstimmig für nationalen Gedenktag für Roma und Sinti. Parlamentsfraktionen setzen Initiative mit Vier-Parteien-Entschließungsantrag
Wien (PK) – Fraktionsübergreifend setzte gestern der Nationalrat mit einem in der Sitzung eingebrachten Antrag von ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS in der Abstimmung einhellig eine Initiative zur Einführung eines nationalen Gedenktags für Roma und Romnja sowie Sinti und Sintizze. Wie im ursprünglichen Entschließungsantrag der Koalitionsparteien (wir berichteten) wird vorgeschlagen, jeweils am 2. August der unter dem NS-Regime verfolgten und ermordeten Roma und Romnja sowie Sinti und Sintizze zu gedenken. An diesem Tag werde bereits auf europäischer Ebene an die Holocaust-Opfer dieser ethnischen Minderheit gedacht. Einstimmig wurde auch eine weitere Entschließung gefasst, und zwar für eine Evaluierung des Vollzugs der Minderheitenschulgesetze.
Vier-Parteien-Initiative für nationalen Gedenktag
Die Einführung des Gedenktages am 2. August begrüßten alle Redner:innen einhellig. Nikolaus Berlakovich (ÖVP) sagte, der Völkermord an den Roma und Romnja sowie Sinti und Sintizze in der Vergangenheit sei nie richtig aufgearbeitet worden. Man habe in diesem Zusammenhang sogar von einem „vergessenen Holocaust“ gesprochen. Die Kernaufgabe der Gedenkkultur sei aber, genau diese Fälle zu dokumentieren und sich ihrer zu erinnern, damit so etwas nie wieder passiere. Zugleich gehe es darum, auf die nach wie vor bestehenden Diskriminierungen hinzuweisen, um die aktuelle Situation der Betroffenen zu verbessern, so Berlakovich. Read the rest of this entry »
Januar 28th, 2023 |
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Einrichtungen, Interview, Politik, Rassismus & Menschenrechte
BVZ: Emmerich Gärtner-Horvath im Gespräch
Heuer jährt sich die Anerkennung der Roma als Volksgruppe zum 30. Mal. Emmerich Gärtner-Horvath, Vorsitzender des Volksgruppenbeirats der Roma und Obmann des Vereins Roma-Service über Vorurteile, Integration und die Identität.
BVZ.at: Am 13. März 1987 überbrachten junge Oberwarter Roma dem damaligen Bundespräsident Kurt Waldheim eine Petition, in der sie sich gegen das Lokalverbot in Oberwarter Diskotheken wehrten. Unglaublich, dass so etwas vor knapp 35 Jahren möglich war. Sechs Jahre später folgte am 16. Dezember 1993 durch einen Beschluss im Hauptausschuss des Nationalrates die Anerkennung der Roma als sechste Volksgruppe in Österreich.
Im Rückblick, was hat sich seitdem verändert?
Emmerich Gärtner-Horvath: Es war ein langer Weg, aber ein wichtiges politisches Signal, welches durch die Anerkennung gesetzt wurde. Vorurteile und Diskriminierungen gibt es nach wie vor und denen gilt es entgegenzuwirken. Es ist nicht alles eitel Wonne, aber es ist unser Ziel, dass Roma Bildung ohne Vorurteile genießen und ohne Diskriminierung. Die Sprache können wir nur dann retten, wenn sie unsere Kinder auch leben dürfen, ohne, dass sie dadurch in der Gesellschaft Nachteile haben.
Genau die Sprache der Roma ist es, die von vielen in der Volksgruppe aber nicht mehr gesprochen wird. Aus Scham oder weil es zu wenig Möglichkeiten gibt?
Gärtner-Horvath: Die Sprache ist ein unverzichtbarer Kulturträger und eine eigenständige Kultur wird am besten von der Gruppe bewahrt und gepflegt, die auch ihre eigene Muttersprache bewahrt und pflegt. Denkt man daran, dass erst mit der Anerkennung die Spurensuche nach unserer Identität begonnen hat, dann ist die Entwicklung rasant. 1995 haben wir das erste Buch herausgebracht, 1996 wurde Romanes im Minderheitenschulgesetz in Burgenland verankert, 1999 haben wir erstmals Romanes unterrichtet. Read the rest of this entry »