Volksgruppen-Dialogplattform im Parlament

April 7th, 2023  |  Published in Einrichtungen, Politik, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Beiratsvorsitzender Emmerich Gärtner-Horvath im Parlament, 2023 (Foto: Parlamentsdirektion/David Bohmann)Bei der Dialogplattform autochthoner öster­rei­chi­scher Volks­grup­pen wur­den Stu­dien zum Thema In­klusi­on und Spra­chen­po­litik prä­sentiert

Mit der „Sensiro“-Studie wurden die im Rahmen der nationa­len Strategie zur Stär­kung der Inklu­sion der Rom:nja ge­setzten Maß­nahmen unter­sucht. Bewährt hätten sich punk­tuelle Ak­tivi­täten zur Arbeits­markt­inklu­sion, Bildungs­arbeit oder zur Be­kämpfung von Dis­krimi­nie­rung. Die Par­tizipa­tion sei aber aus­bau­fähig und Rom:nja-Feind­lich­keit in Österreich tief ver­ankert, weshalb eine kon­sequen­te Be­kämpfung der Benach­teiligun­gen, eine Sensi­bi­li­sie­rung der Bevöl­kerung und einer breiteren Mit­ein­beziehung unter­schied­licher Gruppen in die Stra­tegie als wesent­lich erachtet wird. Vorgestellt wurde auch eine OGM-Studie zum Sprachgebrauch der sloweni­schen Volks­gruppe in Kärnten. Die Nutzung der sloweni­schen Sprache sei im Ge­nera­tionen­vergleich wegen starker Ab­wanderung rück­läufig. Die stärkere Ver­ankerung der Zwei­sprachigkeit im öffent­lichen Raum wäre aus Sicht der For­scher:in­nen wichtig, um dem ent­gegen­zu­wirken.

Die Bereichssprecher:innen für Volksgruppen im österreichischen Parlament sowie die Beirats­vor­sitzenden der sechs autoch­thonen Volks­gruppen (Tschech:in­nen, Slo­wak:innen, Kro­at:innen, Ungar:in­nen, Slo­wen:in­nen, Rom:nja und Sin­ti:zze) tausch­ten sich über die volks­gruppen­rele­­vanten A­nregun­gen aus. Die Volksgruppen würden die sprachli­che und identitäts­stiftende Vielfalt Öster­reichs wider­spiegeln, betonte Natio­nal­rats­prä­sident Wolfgang Sobotka.

(Text: Parlamentsdirektion)

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