Volksgruppen-Dialogplattform im Parlament
April 7th, 2023 | Published in Einrichtungen, Politik, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft
Bei der Dialogplattform autochthoner österreichischer Volksgruppen wurden Studien zum Thema Inklusion und Sprachenpolitik präsentiert
Mit der „Sensiro“-Studie wurden die im Rahmen der nationalen Strategie zur Stärkung der Inklusion der Rom:nja gesetzten Maßnahmen untersucht. Bewährt hätten sich punktuelle Aktivitäten zur Arbeitsmarktinklusion, Bildungsarbeit oder zur Bekämpfung von Diskriminierung. Die Partizipation sei aber ausbaufähig und Rom:nja-Feindlichkeit in Österreich tief verankert, weshalb eine konsequente Bekämpfung der Benachteiligungen, eine Sensibilisierung der Bevölkerung und einer breiteren Miteinbeziehung unterschiedlicher Gruppen in die Strategie als wesentlich erachtet wird. Vorgestellt wurde auch eine OGM-Studie zum Sprachgebrauch der slowenischen Volksgruppe in Kärnten. Die Nutzung der slowenischen Sprache sei im Generationenvergleich wegen starker Abwanderung rückläufig. Die stärkere Verankerung der Zweisprachigkeit im öffentlichen Raum wäre aus Sicht der Forscher:innen wichtig, um dem entgegenzuwirken.
Die Bereichssprecher:innen für Volksgruppen im österreichischen Parlament sowie die Beiratsvorsitzenden der sechs autochthonen Volksgruppen (Tschech:innen, Slowak:innen, Kroat:innen, Ungar:innen, Slowen:innen, Rom:nja und Sinti:zze) tauschten sich über die volksgruppenrelevanten Anregungen aus. Die Volksgruppen würden die sprachliche und identitätsstiftende Vielfalt Österreichs widerspiegeln, betonte Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka.
(Text: Parlamentsdirektion)