„Verzeihen bedeutet nicht vergessen“

Juli 25th, 2025  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Interview, Veranstaltungen & Ausstellungen

Ausstellungsgegenstand: Stuhl der Großeltern von Franz-Elias Schneck (Foto: Dokumentations- u. Kulturzentrum Deut­scher Sinti u. Roma)„Das vergessene Gedächtnis“ Ein Samm­lungs­pro­jekt in Deutschland

Seit 2023 sammelt und bewahrt das beim Dokumentations- und Kultur­zentrum Deut­scher Sinti und Roma in Heidelberg angesiedlete ProjektDas vergesse­ne Ge­dächt­nis„Objekte, die von Geschichte und Kultur von Sinti und Roma in Europa wäh­rend des Holocaust bis heute erzählen“, so die Selbstbeschreibung auf der Website: „Im Projekt sammelt ein Team aus Expertin­nen und Experten am Doku­menta­tions- und Kultur­zentrum Objekte aller Art [...]. Dazu zählen Möbel, Kleidungs­stücke, aber auch Dokumente und Fotos aus der NS-Zeit bis heute. Jedes Objekt wird erst nach sorg­fältigen Gesprächen mit den Objekt­gebern auf­ge­nommen und in einer eigens erstell­ten Datenbank ver­zeichnet. Video­interviews mit Zeitzeugen und ihren Nachfahren, den ,Zweit­zeugen‘, werfen Schlag­lichter auf die Bio­grafien der Men­schen hinter den Dingen. ,Zweitzeugen‘ können etwa Kinder, Enkel oder Urenkel von Über­leben­den des Holocaust sein. Aus dem so ent­stehen­den Material extra­hiert der Video­redak­teur unseres Teams signifi­kante Auszüge, die sich etwa auf die von den Zeitzeugen zur Ver­fügung ge­stellten Gegen­stände beziehen oder von Erfah­rungen erzählen, die wichtige Einblicke in Kultur und Gesellschaft der jewei­ligen Zeit erlauben. Die Interviews werden gleichzeitig in voller Länge für den Aufbau einer muse­alen-ar­chiva­li­schen Sammlung auf­bewahrt. [...] Verlorenes wieder­finden, Ver­schwun­denes als Leerstelle zeigen, Erin­nerun­gen erhalten – darum geht es im Projekt ‚Das vergessene Gedächtnis‘. Die Spuren von Menschen, die gelebt haben und die leben, sollen wieder sichtbar ge­macht, Biografien erzählt werden – von jenen, die etwa als Kind die NS-Zeit überlebten, aber auch von deren Kindern und Enkeln. Gegen­stände und Gespräche ver­mitteln in ihrer Vielfalt Ver­gangenes an­schaulich. Sie zeugen zugleich von der leben­digen Kultur und Geschichte von Sinti und Roma, die nicht im National­sozialismus endete.“

Mit der Koordination von Sammlungaufbau und Aus­stel­lung­gestaltung betraut ist Projekt­leiterin (und dROMa-Gastautorin: [1][2]) Vera Töns­feldt: „Wir wollen die Geschichte der Betrof­fenen er­zählen und sie selbst sprechen lassen. Wir klagen nicht an. Wir er­innern“, erklärt sie im Ge­spräch mit Frédéric Valin für das Am­nesty Jour­nal: Read the rest of this entry »

Facts & Figures (562)

Juli 24th, 2025  |  Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken

Das Osmanische Reich verfolgte bis zum En­de des 17. Jh. eine pro-no­ma­di­sche Po­li­tik, die Grup­pen wie den Roma staat­li­chen Schutz ge­währte.

(Quelle)

Romani Ora (14., 15., 16., 17. und 18.7.2025)

Juli 23rd, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 14.7.2025 (mp3)

Der „Romani Ora.“-Musikmontag auf Radio MORA verwöhnt Sie eine Stunde lang mit Roma-Musik aus aller Welt und allen Musik-Genres. Durch die Sen­dung führt Sie Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 15.7.2025 (mp3)

Im Tagesthema dieser Dienstagsausgabe der „Romani Ora“ auf Radio MORA hören Sie einen Beitrag über den Sport­ler­heurigen des ASKÖ Korkisch Rotenturm am Sport­platz­gelände.


Anhören: →Sendung vom 16.7.2025 (mp3)

In dieser Sendung nimmt uns Ferialpraktikantin Vanessa Schneller mit in den Wilden Westen. Das „Lucky Town“ in Großpetersdorf ist ein Spek­takel für Jung und Alt. Mehr darüber hören Sie im aktu­ellen Tages­beitrag.


Anhören: →Sendung vom 17.7.2025 (mp3)

In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ dreht sich alles ums Thema „Arbeit, Urlaub und Recht“. Der Arbeits­rechts­experte Rainer Kraft verrät uns, worauf zu achten ist, damit der wohl­verdiente Urlaub für den Arbeit­nehmer nicht zum Spieß­ruten­lauf wird.


Anhören: →Sendung vom 18.7.2025 (mp3)

Die Veranstaltungshinweise/Mulatinitschage und die Jugend­sendung „Young, wild and free – le ternenge“ läuten in der „Romani Ora“ das Wochen­ende ein. Neben den ab­wechs­lungs­reichs­ten Ausgeh­tipps und mehr Infor­mationen über den Nikotin­konsum junger Men­schen hören Sie auch die besten Roma-Songs.

Roma-Wallfahrt / Ladipe le Romendar Cejiste

Juli 19th, 2025  |  Published in Religion, Veranstaltungen & Ausstellungen

Mariazell (Grafik: Blickwinkel.at)Roma-Wallfahrt nach Mariazell

Sonntag/Kurke, 10. August 2025

Im August 1996 wurde der Bittgang zur Magna Mater Austriae – nach dem Verbot durch die Natio­nal­sozia­lis­ten – von den öster­rei­chi­schen Roma-Verei­nen wieder ins Leben gerufen. Roma, Sinti, Lovara aus Öster­reich, Deutsch­land, Ungarn und ande­ren euro­päi­schen Ländern treffen sich seither all­jährlich in der Basilika Mariazell. Heuer findet die Roma-Wallfahrt zum 29. Mal statt. Weih­bischof Franz Scharl leitet die heilige Messe. Roma-Seel­sorger Matthias Platzer ist Mit­ze­lebrant. Musi­kalisch wird die heilige Messe von Ro­mantic Death be­gleitet.

Ando august 1996 o molinipeskero dschajipe usi Dschelni Maria – palo fabot duach o na­cijo­nal­soci­ja­listscha – le aust­ritike Romen­ge­re-fa­rajn­tschen­dar papal upre lim ulo. Roma, Sinti, Lovara andar i Austrija, Ger­manija, Ungriko taj avre euro­pitike vila­gendar, akan sako bersch resen pumen andi bari khan­geri Cejiste. O „Ladipe le Ro­mendar“ ada­bersch, imar o 29to-var kerdo ol. O sente­limo baro raschaj Franz Scharl i dschelni mischa likerel. O Romen­gero sel­sorgeri Matthias Platzer leha i mi­scha vodi­nel. I muschika usi dschelni mis­cha kerel i banda Romantic Death.

Programm/Programo:

10.00 Uhr: Beginn der heiligen Messe. Anschließend Mittagessen und Freizeit
14.30 Uhr: Abschlussgebet bei der Marienstatue an der Nord­seite der Ba­silika

10.00 orenge: Kesdipe la dschelna mi­schatar. Paloda planeskero habe taj naphandli cajt
14.30 orenge: Kisetinipeskero molinipe usi Mariakeri schtatuja upri nor­di­tiki rik la bara khan­ge­rijatar

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„Die Bewegung der Anderen“ (2023)

Juli 18th, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Hochschulschriften, Wissenschaft

Alexander Rode (2023): Die Bewegung der Anderen. Prekäre Mobili­tät im 19. und 20. Jahr­hun­dert in Sach­sen und Leipzig

Phil. Diss., Uni­ver­­si­tät Leipzig (Fakultät für Geschichte, Kunst- und Ori­ent­wis­sen­schaften), 625 S.

→zum Download der Universität Leipzig

Abstract (Link):

Die Dissertation thematisiert die Mobilität von prekären Gruppen wie Vaga­bund:in­nen, Land­strei­cher:in­nen, Sinti und Roma. Sie geht dabei davon aus, dass die als Ab­weichung von der Norm wahr­ge­nom­mene Mobilität – oft als Wandertrieb stig­mati­siert – nicht aus eigenem Antrieb der Betrof­fenen erfolgte, son­dern durch behörd­liche Repres­sion erzeugt wurde. Polizei­liche Repression, Stadt­verweise, Bettel­verbote oder behörd­liche Willkür erzeug­ten Bewe­gungen, die an­schlie­ßend im Diskurs gegen die betrof­fenen Menschen ge­wendet wurde. Die Mobilität dieser Grup­pen war keine Eigen­schaft, selbst­bestimmte Lebens­weise oder kulturelle Eigenart, son­dern das Ergebnis struk­tureller Un­gleich­heit und Ungleich­be­hand­lung. Die Unter­suchung bedient sich dabei einer raum­theore­ti­schen Vor­gehens­weise und Analytik.

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Romani Ora (9.7., 10.7. und 11.7.2025)

Juli 13th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 9.7.2025 (mp3)

Bereits seit mehr als 25 Jahren bietet der Kinder­sommer Oberwart be­treu­ungs­pflich­ti­gen Kindern ein buntes Ferien­pro­gramm. Ferial­prakit­ikan­tin Vanessa hat sich das Erfolgs­modell genauer an­gesehen. Mehr dazu im Tages­thema dieser „Romani Ora“ auf Radio MORA.


Anhören: →Sendung vom 10.7.2025 (mp3)

Das neue Tagesthema: Auf den neuen Tennis­plätzen des UTC Oberwart wurde ein Turnier ab­ge­halten, bei dem Spie­lerin­nen und Spieler ihr Können unter Beweis stellen konn­ten. Und außer­dem versorgen wir Sie mit inter­natio­nalen News aus der Welt der Volks­gruppe der Roma.


Anhören: →Sendung vom 11.7.2025 (mp3)

Die Freitagsausgabe der „Romani Ora“ auf Radio MORA wird moderiert von Tina Nardai. Neben den Ver­anstal­tungs­hin­weisen / Mula­tin­tschage hören Sie auch die Jugend­sendung „Young, wild and free – le ter­nenge“ mit Vanessa. Sie geht dem Mythos nach, ob es denn wirk­lich stimmt, dass die Jugend von heute ständig am Smartphone hängt, aber keine Anrufe mehr ent­gegen­nimmt?

Facts & Figures (561)

Juli 10th, 2025  |  Published in Facts & Figures, Jugend & Bildung

Der Anteil der Roma-Schul­kin­der in der EU, die eth­nisch ge­trenn­te Schu­len be­su­chen, steigt statt zu sin­ken: von 44 % (2016) auf 52 % (2021).

(Quelle/pdf)

Romani Ora (3.7., 4.7., 7.7. & 8.7.2025)

Juli 9th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 3.7.2025 (mp3)

Die Tanzschule „DANCE Austria“ hat sich mit einem „Summer­break“-Event in die Sommer­ferien ver­ab­schiedet. Mehr über die Tanz­auf­führung und das Programm von „DANCE Austria“ hören Sie im Tages­beitrag der „Romani Ora“. Dazu, wie jeden Donners­tag, eine weitere Aus­gabe von „Mri historija“.


Anhören: →Sendung vom 4.7.2025 (mp3)

Eine weitere Freitagsausgabe der „Romani Ora“, in der Sie einen ab­wechs­lungs­reichen Ver­an­stal­tungs­kalen­der für die Region Oberwart er­halten. Und die Jugend­sendung wird von der „Radio MORA“-Ferial­prak­tikan­tin Vanessa Schneller gestaltet. Sie be­schäftigt sich pas­send zu ihrer Situation mit dem Thema „Ferialjobs – ja oder nein?“ Durch die Sen­dung führt Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 7.7.2025 (mp3)

Der Start in die Woche erfolgt bei der Roma-Re­dak­tion mit „mehr“ an Musik: Der „Romani Ora“-Musik­mon­tag bietet Ihnen eine Stunde lang Roma-Musik nonstop.


Anhören: →Sendung vom 8.7.2025 (mp3)

In dieser „Romani Ora“ widmen wir uns einem sehr dring­lichen Thema, das uns alle betrifft. Näm­lich der Knapp­heit an Blut­spenden über die Sommer­monate. Vanessa Schneller be­rich­tet vom Roten Kreuz Oberwart, warum Blut­spenden ab sofort wöchent­lich zu Fix­terminen in der Regio­nal­stelle Oberwart möglich ist. Dazu er­halten Sie Roma-Musik und Roma-News.

Gondolipeskero bar le Romenge Grujatar

Juli 8th, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 7.7.2025 | 6:47 min

Enthüllung des Roma-Gedenksteines in Grodnau

Ando 31. merc 2006 jek lil use o cile gemajn­dscha ando Burgenland le man­gipestar: „Kaj, mre momeltscha otscha te tschav?“ – Afka te jek Grujate jek than, jek gondo­li­pes­kero bar kerdo ulo, kaj le ledschime taj mur­darde Romenge gon­dolim taj jek momeli otscha tschiti schaj ol. Anglo dujto themesshy;kero haburi valami 200 schel Roma Grujate dschiv­nahi. But lendar andi NS-cajt ledschim taj murdarde ule. Sar ande avre burgen­landiti­tike gemajndscha te Grujate jek gon­doli­pes­kero cajchn le manu­schenge kerdo te ol. „On te na pobis­terde te on – schukar ovlahi, te jek tablina delahi, kaj upre terdschol, kitschi Roma agun adaj dschivnahi, taj so lenca kerdo ulo“, phenel i Gerlinde Körper Grujatar.

Am 31. März 2006 erging ein Brief an alle Gemeinden im Burgen­land mit dem Betreff: „Wohin mit unse­ren Kerzen?“ – Somit wurde jetzt auch hier in Grodnau ein Platz, ein Gedenk­stein ge­schaffen, wo man der ver­schlepp­ten und ermor­deten Roma gedenken und eine Kerze hin­stellen kann. Vor dem Zweiten Weltkrieg lebten knapp 200 Romnja und Roma in Grodnau. Die meisten wurden in der NS-Zeit depor­tiert und ermordet. Wie in anderen burgen­län­di­schen Gemein­den soll auch hier in Grodnau ein Erin­nerungs­zeichen dieser Menschen gedenken. Read the rest of this entry »

Zu Tisch: Nordmazedonien

Juli 7th, 2025  |  Published in Brauchtum & Tradition, Radio, Podcast & TV

Zu Tisch: Nordmazedonien (Arte.tv)ARTE / Zu Tisch: Nordmazedonien
Regie: Sebastian Saam, 31 Min. (ZDF, 2024)

→Ansehen auf ARTE.tv (verfügbar bis 4.8.2025)

Enise Demirova und ihr Mann Omer sind Roma und leben mit ihren Kindern in der ost­maze­doni­schen Stadt Štip. In ihrem Garten wachsen die Zutaten für den Sommer­auf­strich Pindjur. Auf dem bunten Markt von Štip, wo leiden­schaft­lich gefeilscht wird, gibt es hoch­wertige mazedo­nische Bohnen. Und im Herbst be­zieht die Familie Reis direkt vom Feld, aus dem nahen Kočani-Tal. Bei Enise und Omer Demirova wird oft scharf gekocht: Der Pindjur besteht aus Tomaten, Auber­ginen und ent­spre­chend viel Chili. Die Bohnen­suppe Gravče gibt es jede Woche, mit Paprika­pulver. Aber auch Süßes hat seinen festen Platz: Baklava aus Filoteig oder der Milchreis Sütljas gehören zu jedem Kaffee­kränz­chen. Und wenn es die Kraut­wickel Sarma gibt, kommt die Familie zu­sam­men und feiert sich selbst.

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No a las Máquinas: Interview zur Ausstellung

Juli 5th, 2025  |  Published in Interview, Kunst & Fotografie, Radio, Podcast & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen

Kuh, 2025, mixed media, David Hardy, Suisse Marocain, David Weiss (Foto: Kai Dikhas)Die Kuratoren Miguel Ángel Vargas Rubio und Moritz Pankok im Inter­view zur Aus­stel­lung in der Stif­tung Kai Dikhas in Berlin

→Anhören auf FluxFM.de
FluxFM/Radio Arty, 20:29 min.

In seinem eindringlichen Text entwirft Miguel Ángel Vargas Rubio ein komple­xes Pano­rama der euro­päischen Agrar­landschaft als Spiegel gesell­schaftli­cher Macht­ver­hältnisse, kolonialer Kon­tinui­täten und ka­pita­lis­tischer Zwänge. Die schein­bare Ordnung geo­metri­scher Felder, Traktor­spuren und Agrar­politik kon­tras­tiert mit den zer­split­terten Lebens­realitäten der am Rand lebenden, oft migran­tischen und mar­gina­lisier­ten Ge­mein­schaften. Dabei wird das Land nicht nur zum öko­no­mischen Objekt, sondern zum Symbol für Begehren, Aus­schluss und Überleben. Die Aus­stellung „Nein zu Maschi­nen – Roma-Per­spek­tiven auf eine apoka­lypti­sche Land­wirt­schaft“ (wir berichteten) greift diese Perspek­tiven auf und stellt sie in einen künstle­ri­schen und politi­schen Kontext. Werke von Künst­ler*in­nen wie David Weiss, Dan Turner oder Helios Gómez er­öffnen dabei neue Sicht­weisen auf die Frage, wie eine nach­haltige, gerechte Zukunft jen­seits in­dustri­el­ler Aus­beutung mög­lich sein könnte.

(Sendung und Text: FluxFM.de)

Ausstellung „No a las Máquinas“: Bis 30. Oktober 2025 im Aufbau-Haus am Moritz­platz (Stiftung Kai Dikhas und Kunst­raum Dikhas Dur, Prinzen­str. 84, 10969 Berlin). Öff­nungs­zeiten: Do. bis Sa. 16–19 Uhr

Romani Ora (30.6., 1.7. und 2.7.2025)

Juli 4th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 30.6.2025 (mp3)

Der Musikmontag der „Romani Ora“ nimmt Sie eine Stunde lang mit in die Welt der Roma-Musik. Unter­schied­liche Gen­res von inter­natio­nalen und lokalen Roma-Musikern wer­den hier bedient. Die Sendung wird mode­riert von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 1.7.2025 (mp3)

Rechtzeitig zum Start der Sommerferien verabschiedet sich auch das Offene Haus Oberwart (OHO) in die wohl­ver­diente Sommer­pause. Davor gab es aber noch ein gro­ßes Sommer­fest. Adi Gussak be­richtet darüber im Tages­beitrag dieser Sendung.


Anhören: →Sendung vom 2.7.2025 (mp3)

Im Tagesthema der „Romani Ora“ auf Radio MORA berichtet wir über das erste Familien­fest, das die AK Burgenland ge­mein­sam mit dem ÖGB in Oberwart ver­anstal­tet hat. Au­ßer­dem er­halten Sie inter­natio­nale Neuig­keiten in unseren Volks­gruppen­news. Durch die Sendung führt Tina Nardai.

Dragoljub Acković (1952–2025)

Juli 3rd, 2025  |  Published in Ehrungen & Nachrufe

DAckovic

Dr. Dragoljub Acković, einer der bedeu­tends­ten Intel­lek­tuellen, His­tori­ker und Chronis­ten der Roma in Serbien und Europa, ist ver­gan­gene Woche im Alter von 72 Jahren ver­stor­ben. Mit seinem Tod am 27. Juni 2025 verliert die Welt nicht einen heraus­ragen­den Wissen­schaft­ler, son­dern auch einen un­er­müdli­chen Kämpfer für kultu­relle An­erken­nung und ge­­sell­schaft­liche Teil­habe der Roma.

Dr. Acković wurde am 23. November 1952 im serbischen Dorf Osipaonica bei Smederevo in Jugo­slawien ge­boren. Er studierte Politik­wissen­schaften und Ethno­logie an der Univer­sität Belgrad, setzte seine Studien an­schlie­ßend an der juri­stischen Fakultät fort und promo­vierte schließ­lich an der Frie­dens-Uni­ver­sität der Verein­ten Nationen. Mit seiner be­ein­drucken­den akade­mi­schen Laufbahn legte er das Funda­ment für eine lebens­lange Aus­einander­setzung mit der Ge­schichte, Kultur und Iden­tität der Roma. Acković war Autor zahl­reicher Bücher und Mitglied des ser­bischen Schrift­steller­ver­bands. Er war Gründer und Leiter des Museums der Roma­kultur in Belgrad (Muzej romske kulture u Beogradu)) und befasste sich inner­halb der Ser­bischen Akade­mie der Wissen­schaften und Künste mit der Er­for­schung der Roma-Kultur.

Als einer der ersten serbischen Roma bekleidete Acković bedeu­tende Positio­nen in staat­lichen Institu­tionen – so etwa 2020 bis 2024 als Ab­geord­neter (für die „Serbi­sche Fortschritts­partei“/SNS bzw. die Liste „Aleksan­dar Vučić“) in der serbi­schen National­ver­sammlung, wo er als stell­ver­treten­der Vor­sitzen­der des Aus­schusses für Menschen- und Minder­heiten­rechte sowie als Vor­sitzender des Unter­aus­schusses für Roma-Fragen fun­gierte. Seit 2012 war er stell­vertre­tender Direktor des Büros für Men­schen- und Minder­heiten­rechte der Regierung der Republik Serbien. Acković war Mitglied des National­komitees für immate­rielles Kultur­erbe beim Kultur­ministerium. Er war der erste Präsident der Roma-Kongress­partei und en­gagierte sich darüber hinaus auch in zahl­reichen inter­natio­nalen Gremien. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (560)

Juni 30th, 2025  |  Published in Facts & Figures

2024 wurden in Österreich 1.116 Per­so­nen we­gen rechts­extre­mer Straf­ta­ten aus­ge­forscht und an­ge­zeigt (2023: 936). Nur 9 % sind weib­lich.

(Quelle/pdf)

Romani Ora (24.6., 25.6. und 27.6.2025)

Juni 30th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 24.6.2025 (mp3)

Laura Moisi ist Mitarbeiterin der Firma „itworks“. Im Tages­beitrag dieser Ausgabe der „Romani Ora“ erzählt sie uns mehr über das Projekt „EVA – Ein­kommen ver­bessern und Arbeit fördern für Frauen im Burgenland“.


Anhören: →Sendung vom 25.6.2025 (mp3)

Rechtzeitig zum Schulschluss veranstaltet auch der Verein „Romano Centro“ in Wien ein Abschluss­fest für die Kinder der Lern­betreuung. Mit Tanz, Musik und gemüt­lichem Bei­sammen­sein wurde das Schuljahr ge­bührend ver­ab­schiedet. Außer­dem in dieser Sendung: die Volks­gruppen­news.


Anhören: →Sendung vom 27.6.2025 (mp3)

Die Freitagsausgabe der „Romani Ora“ mit den Ver­anstal­tungs­hin­weisen und der viel­fältigs­ten Roma-Musik. In der Jugend­sendung, gestal­tet und moderiert von Adi Gussak, hören Sie mehr über den „Pride Month“.


HINWEIS: Am 26. Juni 2025 brachte die „Romani Ora“ statt der ge­wohn­ten Sendung einen Live-Mit­schnitt vom Sommer­konzert des zwei­sprachigen Bundes­gymna­siums Oberwart im Festsaal der refor­mierten Kirche.

Rumänien: Roma-Politiker wird Arbeitsminister

Juni 29th, 2025  |  Published in Politik

Rumäniens neuer Arbeitsminister Petre-Florin Manole (Foto: Parlamentul Republicii Moldova/Flickr/Public Domain via Wikimedia)Erstmals in der Geschichte Rumäniens über­nimmt ein Politi­ker aus der Roma-Min­der­heit ein Minis­ter­amt: Petre-Florin Manole, 41, Men­schen­rechts­akti­vist und Ab­ge­ord­ne­ter der Sozial­demo­kra­ten (PSD), wurde zum Minis­ter für Arbeit und soziale So­li­da­ri­tät er­nannt.

Damit übernimmt Manole, der zuletzt auch als PSD-Sprecher fun­gierte, eines der Schlüssel­ressorts im neuen Kabinett von Pre­mier­minister Ilie Bolojan. Sein politi­scher Werde­gang ist eng mit seinem Engage­ment für die Roma-Min­der­heit ver­bunden. Manole war an diversen Gesetzes­initia­tiven be­teiligt, die auf die Ver­besserung der Lebens­bedin­gungen und die Be­kämpfung der Dis­kriminie­­rung der Roma abzielten.

Historiker, Roma-Aktivist, Politiker

Petre-Florin Manole, 1983 geboren im südost­rumä­nischen Slobozia, studierte Ge­schichte an der Univer­sität Bukarest und absol­vierte an­schließend ein US-Pro­gramm zu Außen­politik und Menschen­rechten. 2012 trat er in die Politik ein – zu­nächst als Ge­meinde­rat in Bukarest, später als Berater im Arbeits­ministe­rium. 2016 wurde Manole schließ­lich Ab­geord­neter der Sozial­demokra­ten (PSD) im Par­lament; inzwi­schen befindet er sich bereits in seiner dritten Legis­latur­periode. Von 2022 bis 2023 war er zudem Staats­­sekretär im Büro des stell­ver­tretenden Premier­ministers.

Schon vor seiner politischen Laufbahn engagierte sich Manole in der Zivil­gesell­schaft. Er arbeitete in Roma-Or­gani­satio­nen (Centrul Romilor pentru Politici Publice – Aven Amentza und Agenția Împreună), war im Vor­stand des Nationa­len Anti­diskri­mi­nie­rungs­rats (CNCD) und kurz­zeitig Berater der Weltbank. Zudem war er für den Roma Education Fund România und als Referent am Elie-Wiesel-Insti­tut für die Er­forschung des Holo­causts in Ru­mänien tätig.

„Historische Bedeutung“

Roma-Vertreter begrüßen die erstmalige Ernennung eines Roma-Politikers und sprechen von einer Schritt von histo­rischer Tragw­eite. So etwa Mensur Haliti, Vize­präsident der Roma Foundation for Europe: Read the rest of this entry »

„Dr. Hermann Arnold und seine »Zigeuner«“

Juni 25th, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Hochschulschriften, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Christian Gerhard Kelch (2020): Dr. Hermann Arnold und seine »Zigeuner«. Zur Ge­schichte der „Grund­lagen­for­schung“ ge­gen Sinti und Roma in Deutschland unter Be­rück­sich­ti­gung der Genese des Anti­zi­ga­nis­mus­begriffs

Dissertation, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg/FAU (Philo­so­phi­sche Fakultät und Fach­bereich Theo­logie), 671 S.

→Download von OPEN.FAU (pdf)

Abstract (Auszug, S. 668 ff.):

Vorliegende Kritik der Tsiganologie setzt sich aus wissen­schafts­ge­schicht­li­cher Per­spektive mit dem Phänomen Anti­ziganis­mus in der deutsch­sprachigen Wissenschaft aus­einan­der. Im Zentrum steht der deutsche Mediziner Dr. Hermann Arnold (1912-2005), der nach dem Völkermord an den Sinti und Roma (Porajmos) durch die National­sozia­lis­ten als maß­gebliche wissen­schaft­liche Instanz bezüglich der Deutung der Lebens­weise und der Geschichte der als »Zigeuner« be­zeich­neten Sinti, Roma und auch Jenischen galt. Die Studie ist als Histo­rische Diskurs­analyse angelegt und fragt nach Konti­nui­täten und Brüchen des „Wissens­diskurses“ über die­jenigen Menschen, die als »Zigeuner« stig­matisiert wurden und werden. Gleich­zeitig wird in Form einer begriffs­geschicht­li­chen Klammer der histori­schen Genese und gegen­wärtigen Rezeption des Anti­ziga­nismus­begriffs, mit dem die spezi­fische Form des Ressen­timents gegen Sinti und Roma und andere Gruppen in Deutschland seit den 1980er Jahren benannt wird und der nach wie vor um­stritten ist, nach­ge­gangen. Im Zentrum stehen dabei die Fragen: 1.) nach dem spezi­fischen Zigeuner­bild Hermann Arnolds, 2.) Arnolds Wirken als „Zigeuner­experte“ in der bundes­deutschen Minis­terial­bürokratie, 3.) nach dem Wandel des Diskurses über ver­meint­liche »Zigeuner« im Verlauf der 1970er Jahre, 4.) nach Kon­tinui­täten zu Arnold in deut­schen Tsiganologie der 1980er und 2000er Jahre und 5.) nach der Rezeption des Anti­ziganismus­begriffs in Deutsch­land. […] Read the rest of this entry »

Romani Ora (17., 18., 20. und 23.6.2025)

Juni 24th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 17.6.2025 (mp3)

Im Tagesbeitrag hören Sie eine Diskussions­runde vom „Treffen am runden Tisch / Tala­linipe upro kari­kano stolo“, das vom Projekt „O drom andi cukunft“ orga­nisiert wurde. Die Themen Bildung, Medien und Arbeits­welt standen dabei im Fokus.


Anhören: →Sendung vom 18.6.2025 (mp3)

Der Verein „Frauen für Frauen Burgenland“ hat im Ober­warter Stadt­garten sein erstes Sommer­fest gefeiert. Neben Info­statio­nen, Live Musik und einer großen Tombola stand das breit­ge­fä­cherte Angebot des Vereins im Mittel­punkt. Durch die Sendung führt Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 20.6.2025 (mp3)

In der Freitagsausgabe der „Romani Ora“ hören Sie neben den Ver­anstal­tungs­hin­weisen/ Mula­tin­tschage natür­lich auch wieder die Jugend­sendung „Young, wild and free – le ter­nenge“. Darin nimmt Sie Adi Gussak mit auf die Ober­warter „Youth rocks party“, die von der offenen Jugend­arbeit ab­ge­halten wurde.


Anhören: →Sendung vom 23.6.2025 (mp3)

Der musikalische Start in die neue Woche erfolgt in der „Romani Ora“ mit dem Musik­montag. Neben den Volks­gruppen­nachrich­ten in Deutsch und Burgen­land-Ro­mani erhalten Sie die ab­wechs­lungs­reichste und viel­fäl­tigste Roma-Musik.

Ausstellung in Berlin: „Nein zu den Maschinen“

Juni 23rd, 2025  |  Published in Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen

Ausstellung "No a las máquinas" in Berlin (Bild: Kai Dikhas)Nein zu den Maschinen – Roma-Perspektiven auf eine apo­kalyp­tische Land­wirtschaft

Bis 30. Oktober 2025 im Aufbau-Haus am Moritz­platz (Stiftung Kai Dikhas und Kunst­raum Dikhas Dur, Prinzen­str. 84, 10969 Berlin). Öff­nungs­zeiten: Do. bis Sa. 16–19 Uhr

Das „No a las máquinas im Titel der Ausstellung ist einem Graffiti in der Heimat­stadt des Kurators Miguel Angel Vargas Rubio ent­nommen. Lebrija, unweit von Sevilla in der von industri­eller Land­wirtschaft ge­prägten Landschaft Andalusiens ge­legen, ist ein Zentrum der spanischen Gitanos, die dort seit vielen hun­dert Jahren leben. Ihr Leben wird vor allem auch von dem Wandel der Land­wirtschaft be­stimmt, von den Besitz­ver­hält­nissen, der Industri­ali­sier­ung bis hin zu den massiven ökolo­gischen Schwierig­keiten der Region Anda­lusien und der Klimakrise unserer Zeit.

Ausgehend von dem Text von Miguel Angel Vargas Rubio (siehe unten) vereint „NEIN ZU MASCHINEN – Roma-Per­spekti­ven auf eine apo­kalyp­tische Land­wirtschaft“ künst­lerische Per­spekti­ven auf diese Situation: Kann die Tradi­tion der Sinti und Roma, die von einem nach­halti­gen Um­gang mit der Umwelt erzählt, nicht nur die Miss­stände son­dern auch Wege aus der Krise auf­zeigen?

Die Ausstellung zeigt Arbeiten von David Weiss, der nicht nur Künstler, son­dern auch Agrar-Öko­loge ist, des briti­schen Künstlers Dan Turner, und der wie Miguel Angel Vargas Rubio eben­falls aus Andalusien stam­men­den Künstler Helios Gómez (1905–1956) und Manolo Gómez sowie von der Fran­zösin Marina Rosselle. Die Ausstel­lung, kuratiert von Miguel Ángel Vargas Rubio und Moritz Pankok, wurde mit der groß­zügi­gen Unter­stützung der Botschaft von Spanien er­möglicht. Read the rest of this entry »

Neuer deutscher Antiziganismus-Beauftragter

Juni 21st, 2025  |  Published in Einrichtungen, Politik, Rassismus & Menschenrechte

Der neue Beauftragte: Parl. Staatssekretaer Michael Brand (Pressefoto: Dominik Butzmann/photothek, im Auftrag des BMFSFJNach Protesten: Das Amt des deutschen Anti­ziga­nis­mus-Be­auf­trag­ten wird nun doch neu be­setzt. Michael Brand (CDU) folgt dem bis­heri­gen Be­auf­trag­ten Mehmet Daima­güler nach.

Die erst kürzlich bekannt gewordene Entscheidung, diese erst im Mai 2022 neu geschaf­fene Stelle nach dem Rück­tritt von Mehmet Daimagüler nicht fort­zu­führen, hatte ener­gische Re­aktio­nen aus den Organi­satio­nen und Verbänden der Sinti und Roma zur Folge. Kelly Laubinger von der Sinti-Union Schles­wig-Hol­stein etwa sprach von „Un­sicht­bar­machung“ und „politi­schem Skandal“, Petra Rosenberg vom Lan­des­verband Berlin-Bran­den­burg von einem „fatalen Signal“. Und Romani Rose vom Zentral­ver­band Deutscher Sinti und Roma zeigte sich von den Plänen der Bundes­regie­rung irritiert und ver­sprach, bei der Bundes­regie­rung zu inter­ve­nieren.

Auch in einer spontan gestarteten Petition an Kanzler Merz und Familien­minis­terin Prien (wir be­rich­teten) forderten Roma-Ak­tivis­ten die Bei­behal­tung der Stelle: „Besetzen Sie die Stelle des Be­auftrag­ten neu! Es war ein wich­tiges Zeichen, dass sie ge­schaffen wurde. Es ist ein ver­heeren­des Zeichen, dass sie nun einfach entfällt – obwohl Anti­ziganis­mus weiter­hin Alltag ist. Obwohl wir endlich mehr Sicht­bar­keit brauchen. Obwohl wir ein Teil dieser Gesell­schaft sind. Diese Ent­scheidung muss rück­gängig gemacht werden. Ein Beauftragter für die Belange von Sinti und Roma ist kein ver­zicht­barer Luxus – sondern eine Not­wendig­keit.”

Nun hat das Bundeskabinett Michael Brand (MdB, CDU) zum Beauf­tragten der Bun­des­regierung gegen Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Roma in Deutschland be­rufen. Die Ernen­nung erfolgte am 18. Juni auf Vorschlag von Bundes­minis­terin Karin Prien für die Dauer der 21. Wahl­periode. Michael Brand ist derzeit Par­lamen­tari­scher Staats­sekretär im Bundes­minis­terium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ).

Zur Person des neuen Antiziganismusbeauftragten informiert die Website des Minis­teriums: „Michael Brand ist studierter Politik­wissen­schaftler und seit vielen Jahren im Bereich Men­schen­rechte aktiv, unter anderem als Vor­sitzender des Men­schen­rechts­aus­schusses im Deutschen Bundestag sowie als Sprecher für Menschen­rechte der CDU/CSU-Bun­des­tags­frak­tion. Read the rest of this entry »