Juli 25th, 2025 |
Published in
Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Interview, Veranstaltungen & Ausstellungen
„Das vergessene Gedächtnis“ – Ein Sammlungsprojekt in Deutschland
Seit 2023 sammelt und bewahrt das beim Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg angesiedlete Projekt „Das vergessene Gedächtnis“ „Objekte, die von Geschichte und Kultur von Sinti und Roma in Europa während des Holocaust bis heute erzählen“, so die Selbstbeschreibung auf der Website: „Im Projekt sammelt ein Team aus Expertinnen und Experten am Dokumentations- und Kulturzentrum Objekte aller Art [...]. Dazu zählen Möbel, Kleidungsstücke, aber auch Dokumente und Fotos aus der NS-Zeit bis heute. Jedes Objekt wird erst nach sorgfältigen Gesprächen mit den Objektgebern aufgenommen und in einer eigens erstellten Datenbank verzeichnet. Videointerviews mit Zeitzeugen und ihren Nachfahren, den ,Zweitzeugen‘, werfen Schlaglichter auf die Biografien der Menschen hinter den Dingen. ,Zweitzeugen‘ können etwa Kinder, Enkel oder Urenkel von Überlebenden des Holocaust sein. Aus dem so entstehenden Material extrahiert der Videoredakteur unseres Teams signifikante Auszüge, die sich etwa auf die von den Zeitzeugen zur Verfügung gestellten Gegenstände beziehen oder von Erfahrungen erzählen, die wichtige Einblicke in Kultur und Gesellschaft der jeweiligen Zeit erlauben. Die Interviews werden gleichzeitig in voller Länge für den Aufbau einer musealen-archivalischen Sammlung aufbewahrt. [...] Verlorenes wiederfinden, Verschwundenes als Leerstelle zeigen, Erinnerungen erhalten – darum geht es im Projekt ‚Das vergessene Gedächtnis‘. Die Spuren von Menschen, die gelebt haben und die leben, sollen wieder sichtbar gemacht, Biografien erzählt werden – von jenen, die etwa als Kind die NS-Zeit überlebten, aber auch von deren Kindern und Enkeln. Gegenstände und Gespräche vermitteln in ihrer Vielfalt Vergangenes anschaulich. Sie zeugen zugleich von der lebendigen Kultur und Geschichte von Sinti und Roma, die nicht im Nationalsozialismus endete.“
Mit der Koordination von Sammlungaufbau und Ausstellunggestaltung betraut ist Projektleiterin (und dROMa-Gastautorin: [1][2]) Vera Tönsfeldt: „Wir wollen die Geschichte der Betroffenen erzählen und sie selbst sprechen lassen. Wir klagen nicht an. Wir erinnern“, erklärt sie im Gespräch mit Frédéric Valin für das Amnesty Journal: Read the rest of this entry »
Juli 24th, 2025 |
Published in
Facts & Figures, Geschichte & Gedenken
Das Osmanische Reich verfolgte bis zum Ende des 17. Jh. eine pro-nomadische Politik, die Gruppen wie den Roma staatlichen Schutz gewährte.
(Quelle)
Juli 23rd, 2025 |
Published in
Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 14.7.2025 (mp3)
Der „Romani Ora.“-Musikmontag auf Radio MORA verwöhnt Sie eine Stunde lang mit Roma-Musik aus aller Welt und allen Musik-Genres. Durch die Sendung führt Sie Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 15.7.2025 (mp3)
Im Tagesthema dieser Dienstagsausgabe der „Romani Ora“ auf Radio MORA hören Sie einen Beitrag über den Sportlerheurigen des ASKÖ Korkisch Rotenturm am Sportplatzgelände.
Anhören: →Sendung vom 16.7.2025 (mp3)
In dieser Sendung nimmt uns Ferialpraktikantin Vanessa Schneller mit in den Wilden Westen. Das „Lucky Town“ in Großpetersdorf ist ein Spektakel für Jung und Alt. Mehr darüber hören Sie im aktuellen Tagesbeitrag.
Anhören: →Sendung vom 17.7.2025 (mp3)
In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ dreht sich alles ums Thema „Arbeit, Urlaub und Recht“. Der Arbeitsrechtsexperte Rainer Kraft verrät uns, worauf zu achten ist, damit der wohlverdiente Urlaub für den Arbeitnehmer nicht zum Spießrutenlauf wird.
Anhören: →Sendung vom 18.7.2025 (mp3)
Die Veranstaltungshinweise/Mulatinitschage und die Jugendsendung „Young, wild and free – le ternenge“ läuten in der „Romani Ora“ das Wochenende ein. Neben den abwechslungsreichsten Ausgehtipps und mehr Informationen über den Nikotinkonsum junger Menschen hören Sie auch die besten Roma-Songs.
Juli 19th, 2025 |
Published in
Religion, Veranstaltungen & Ausstellungen
Roma-Wallfahrt nach Mariazell
Sonntag/Kurke, 10. August 2025
Im August 1996 wurde der Bittgang zur Magna Mater Austriae – nach dem Verbot durch die Nationalsozialisten – von den österreichischen Roma-Vereinen wieder ins Leben gerufen. Roma, Sinti, Lovara aus Österreich, Deutschland, Ungarn und anderen europäischen Ländern treffen sich seither alljährlich in der Basilika Mariazell. Heuer findet die Roma-Wallfahrt zum 29. Mal statt. Weihbischof Franz Scharl leitet die heilige Messe. Roma-Seelsorger Matthias Platzer ist Mitzelebrant. Musikalisch wird die heilige Messe von Romantic Death begleitet.
Ando august 1996 o molinipeskero dschajipe usi Dschelni Maria – palo fabot duach o nacijonalsocijalistscha – le austritike Romengere-farajntschendar papal upre lim ulo. Roma, Sinti, Lovara andar i Austrija, Germanija, Ungriko taj avre europitike vilagendar, akan sako bersch resen pumen andi bari khangeri Cejiste. O „Ladipe le Romendar“ adabersch, imar o 29to-var kerdo ol. O sentelimo baro raschaj Franz Scharl i dschelni mischa likerel. O Romengero selsorgeri Matthias Platzer leha i mischa vodinel. I muschika usi dschelni mischa kerel i banda Romantic Death.
Programm/Programo:
10.00 Uhr: Beginn der heiligen Messe. Anschließend Mittagessen und Freizeit
14.30 Uhr: Abschlussgebet bei der Marienstatue an der Nordseite der Basilika
10.00 orenge: Kesdipe la dschelna mischatar. Paloda planeskero habe taj naphandli cajt
14.30 orenge: Kisetinipeskero molinipe usi Mariakeri schtatuja upri norditiki rik la bara khangerijatar
Read the rest of this entry »
Juli 18th, 2025 |
Published in
Geschichte & Gedenken, Hochschulschriften, Wissenschaft
Alexander Rode (2023): Die Bewegung der Anderen. Prekäre Mobilität im 19. und 20. Jahrhundert in Sachsen und Leipzig
Phil. Diss., Universität Leipzig (Fakultät für Geschichte, Kunst- und Orientwissenschaften), 625 S.
→zum Download der Universität Leipzig
Abstract (Link):
Die Dissertation thematisiert die Mobilität von prekären Gruppen wie Vagabund:innen, Landstreicher:innen, Sinti und Roma. Sie geht dabei davon aus, dass die als Abweichung von der Norm wahrgenommene Mobilität – oft als Wandertrieb stigmatisiert – nicht aus eigenem Antrieb der Betroffenen erfolgte, sondern durch behördliche Repression erzeugt wurde. Polizeiliche Repression, Stadtverweise, Bettelverbote oder behördliche Willkür erzeugten Bewegungen, die anschließend im Diskurs gegen die betroffenen Menschen gewendet wurde. Die Mobilität dieser Gruppen war keine Eigenschaft, selbstbestimmte Lebensweise oder kulturelle Eigenart, sondern das Ergebnis struktureller Ungleichheit und Ungleichbehandlung. Die Untersuchung bedient sich dabei einer raumtheoretischen Vorgehensweise und Analytik.
Read the rest of this entry »
Juli 13th, 2025 |
Published in
Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 9.7.2025 (mp3)
Bereits seit mehr als 25 Jahren bietet der Kindersommer Oberwart betreuungspflichtigen Kindern ein buntes Ferienprogramm. Ferialprakitikantin Vanessa hat sich das Erfolgsmodell genauer angesehen. Mehr dazu im Tagesthema dieser „Romani Ora“ auf Radio MORA.
Anhören: →Sendung vom 10.7.2025 (mp3)
Das neue Tagesthema: Auf den neuen Tennisplätzen des UTC Oberwart wurde ein Turnier abgehalten, bei dem Spielerinnen und Spieler ihr Können unter Beweis stellen konnten. Und außerdem versorgen wir Sie mit internationalen News aus der Welt der Volksgruppe der Roma.
Anhören: →Sendung vom 11.7.2025 (mp3)
Die Freitagsausgabe der „Romani Ora“ auf Radio MORA wird moderiert von Tina Nardai. Neben den Veranstaltungshinweisen / Mulatintschage hören Sie auch die Jugendsendung „Young, wild and free – le ternenge“ mit Vanessa. Sie geht dem Mythos nach, ob es denn wirklich stimmt, dass die Jugend von heute ständig am Smartphone hängt, aber keine Anrufe mehr entgegennimmt?
Juli 10th, 2025 |
Published in
Facts & Figures, Jugend & Bildung
Der Anteil der Roma-Schulkinder in der EU, die ethnisch getrennte Schulen besuchen, steigt statt zu sinken: von 44 % (2016) auf 52 % (2021).
(Quelle/pdf)
Juli 9th, 2025 |
Published in
Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 3.7.2025 (mp3)
Die Tanzschule „DANCE Austria“ hat sich mit einem „Summerbreak“-Event in die Sommerferien verabschiedet. Mehr über die Tanzaufführung und das Programm von „DANCE Austria“ hören Sie im Tagesbeitrag der „Romani Ora“. Dazu, wie jeden Donnerstag, eine weitere Ausgabe von „Mri historija“.
Anhören: →Sendung vom 4.7.2025 (mp3)
Eine weitere Freitagsausgabe der „Romani Ora“, in der Sie einen abwechslungsreichen Veranstaltungskalender für die Region Oberwart erhalten. Und die Jugendsendung wird von der „Radio MORA“-Ferialpraktikantin Vanessa Schneller gestaltet. Sie beschäftigt sich passend zu ihrer Situation mit dem Thema „Ferialjobs – ja oder nein?“ Durch die Sendung führt Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 7.7.2025 (mp3)
Der Start in die Woche erfolgt bei der Roma-Redaktion mit „mehr“ an Musik: Der „Romani Ora“-Musikmontag bietet Ihnen eine Stunde lang Roma-Musik nonstop.
Anhören: →Sendung vom 8.7.2025 (mp3)
In dieser „Romani Ora“ widmen wir uns einem sehr dringlichen Thema, das uns alle betrifft. Nämlich der Knappheit an Blutspenden über die Sommermonate. Vanessa Schneller berichtet vom Roten Kreuz Oberwart, warum Blutspenden ab sofort wöchentlich zu Fixterminen in der Regionalstelle Oberwart möglich ist. Dazu erhalten Sie Roma-Musik und Roma-News.
Juli 8th, 2025 |
Published in
Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 7.7.2025 | 6:47 min
Enthüllung des Roma-Gedenksteines in Grodnau
Ando 31. merc 2006 jek lil use o cile gemajndscha ando Burgenland le mangipestar: „Kaj, mre momeltscha otscha te tschav?“ – Afka te jek Grujate jek than, jek gondolipeskero bar kerdo ulo, kaj le ledschime taj murdarde Romenge gondolim taj jek momeli otscha tschiti schaj ol. Anglo dujto themesshy;kero haburi valami 200 schel Roma Grujate dschivnahi. But lendar andi NS-cajt ledschim taj murdarde ule. Sar ande avre burgenlandititike gemajndscha te Grujate jek gondolipeskero cajchn le manuschenge kerdo te ol. „On te na pobisterde te on – schukar ovlahi, te jek tablina delahi, kaj upre terdschol, kitschi Roma agun adaj dschivnahi, taj so lenca kerdo ulo“, phenel i Gerlinde Körper Grujatar.
Am 31. März 2006 erging ein Brief an alle Gemeinden im Burgenland mit dem Betreff: „Wohin mit unseren Kerzen?“ – Somit wurde jetzt auch hier in Grodnau ein Platz, ein Gedenkstein geschaffen, wo man der verschleppten und ermordeten Roma gedenken und eine Kerze hinstellen kann. Vor dem Zweiten Weltkrieg lebten knapp 200 Romnja und Roma in Grodnau. Die meisten wurden in der NS-Zeit deportiert und ermordet. Wie in anderen burgenländischen Gemeinden soll auch hier in Grodnau ein Erinnerungszeichen dieser Menschen gedenken. Read the rest of this entry »
Juli 7th, 2025 |
Published in
Brauchtum & Tradition, Radio, Podcast & TV
ARTE / Zu Tisch: Nordmazedonien
Regie: Sebastian Saam, 31 Min. (ZDF, 2024)
→Ansehen auf ARTE.tv (verfügbar bis 4.8.2025)
Enise Demirova und ihr Mann Omer sind Roma und leben mit ihren Kindern in der ostmazedonischen Stadt Štip. In ihrem Garten wachsen die Zutaten für den Sommeraufstrich Pindjur. Auf dem bunten Markt von Štip, wo leidenschaftlich gefeilscht wird, gibt es hochwertige mazedonische Bohnen. Und im Herbst bezieht die Familie Reis direkt vom Feld, aus dem nahen Kočani-Tal. Bei Enise und Omer Demirova wird oft scharf gekocht: Der Pindjur besteht aus Tomaten, Auberginen und entsprechend viel Chili. Die Bohnensuppe Gravče gibt es jede Woche, mit Paprikapulver. Aber auch Süßes hat seinen festen Platz: Baklava aus Filoteig oder der Milchreis Sütljas gehören zu jedem Kaffeekränzchen. Und wenn es die Krautwickel Sarma gibt, kommt die Familie zusammen und feiert sich selbst.
Read the rest of this entry »
Juli 5th, 2025 |
Published in
Interview, Kunst & Fotografie, Radio, Podcast & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen
Die Kuratoren Miguel Ángel Vargas Rubio und Moritz Pankok im Interview zur Ausstellung in der Stiftung Kai Dikhas in Berlin
→Anhören auf FluxFM.de
FluxFM/Radio Arty, 20:29 min.
In seinem eindringlichen Text entwirft Miguel Ángel Vargas Rubio ein komplexes Panorama der europäischen Agrarlandschaft als Spiegel gesellschaftlicher Machtverhältnisse, kolonialer Kontinuitäten und kapitalistischer Zwänge. Die scheinbare Ordnung geometrischer Felder, Traktorspuren und Agrarpolitik kontrastiert mit den zersplitterten Lebensrealitäten der am Rand lebenden, oft migrantischen und marginalisierten Gemeinschaften. Dabei wird das Land nicht nur zum ökonomischen Objekt, sondern zum Symbol für Begehren, Ausschluss und Überleben. Die Ausstellung „Nein zu Maschinen – Roma-Perspektiven auf eine apokalyptische Landwirtschaft“ (wir berichteten) greift diese Perspektiven auf und stellt sie in einen künstlerischen und politischen Kontext. Werke von Künstler*innen wie David Weiss, Dan Turner oder Helios Gómez eröffnen dabei neue Sichtweisen auf die Frage, wie eine nachhaltige, gerechte Zukunft jenseits industrieller Ausbeutung möglich sein könnte.
(Sendung und Text: FluxFM.de)
Ausstellung „No a las Máquinas“: Bis 30. Oktober 2025 im Aufbau-Haus am Moritzplatz (Stiftung Kai Dikhas und Kunstraum Dikhas Dur, Prinzenstr. 84, 10969 Berlin). Öffnungszeiten: Do. bis Sa. 16–19 Uhr
Juli 4th, 2025 |
Published in
Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 30.6.2025 (mp3)
Der Musikmontag der „Romani Ora“ nimmt Sie eine Stunde lang mit in die Welt der Roma-Musik. Unterschiedliche Genres von internationalen und lokalen Roma-Musikern werden hier bedient. Die Sendung wird moderiert von Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 1.7.2025 (mp3)
Rechtzeitig zum Start der Sommerferien verabschiedet sich auch das Offene Haus Oberwart (OHO) in die wohlverdiente Sommerpause. Davor gab es aber noch ein großes Sommerfest. Adi Gussak berichtet darüber im Tagesbeitrag dieser Sendung.
Anhören: →Sendung vom 2.7.2025 (mp3)
Im Tagesthema der „Romani Ora“ auf Radio MORA berichtet wir über das erste Familienfest, das die AK Burgenland gemeinsam mit dem ÖGB in Oberwart veranstaltet hat. Außerdem erhalten Sie internationale Neuigkeiten in unseren Volksgruppennews. Durch die Sendung führt Tina Nardai.
Juli 3rd, 2025 |
Published in
Ehrungen & Nachrufe

Dr. Dragoljub Acković, einer der bedeutendsten Intellektuellen, Historiker und Chronisten der Roma in Serbien und Europa, ist vergangene Woche im Alter von 72 Jahren verstorben. Mit seinem Tod am 27. Juni 2025 verliert die Welt nicht einen herausragenden Wissenschaftler, sondern auch einen unermüdlichen Kämpfer für kulturelle Anerkennung und gesellschaftliche Teilhabe der Roma.
Dr. Acković wurde am 23. November 1952 im serbischen Dorf Osipaonica bei Smederevo in Jugoslawien geboren. Er studierte Politikwissenschaften und Ethnologie an der Universität Belgrad, setzte seine Studien anschließend an der juristischen Fakultät fort und promovierte schließlich an der Friedens-Universität der Vereinten Nationen. Mit seiner beeindruckenden akademischen Laufbahn legte er das Fundament für eine lebenslange Auseinandersetzung mit der Geschichte, Kultur und Identität der Roma. Acković war Autor zahlreicher Bücher und Mitglied des serbischen Schriftstellerverbands. Er war Gründer und Leiter des Museums der Romakultur in Belgrad (Muzej romske kulture u Beogradu)) und befasste sich innerhalb der Serbischen Akademie der Wissenschaften und Künste mit der Erforschung der Roma-Kultur.
Als einer der ersten serbischen Roma bekleidete Acković bedeutende Positionen in staatlichen Institutionen – so etwa 2020 bis 2024 als Abgeordneter (für die „Serbische Fortschrittspartei“/SNS bzw. die Liste „Aleksandar Vučić“) in der serbischen Nationalversammlung, wo er als stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Menschen- und Minderheitenrechte sowie als Vorsitzender des Unterausschusses für Roma-Fragen fungierte. Seit 2012 war er stellvertretender Direktor des Büros für Menschen- und Minderheitenrechte der Regierung der Republik Serbien. Acković war Mitglied des Nationalkomitees für immaterielles Kulturerbe beim Kulturministerium. Er war der erste Präsident der Roma-Kongresspartei und engagierte sich darüber hinaus auch in zahlreichen internationalen Gremien. Read the rest of this entry »
Juni 30th, 2025 |
Published in
Facts & Figures
2024 wurden in Österreich 1.116 Personen wegen rechtsextremer Straftaten ausgeforscht und angezeigt (2023: 936). Nur 9 % sind weiblich.
(Quelle/pdf)
Juni 30th, 2025 |
Published in
Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 24.6.2025 (mp3)
Laura Moisi ist Mitarbeiterin der Firma „itworks“. Im Tagesbeitrag dieser Ausgabe der „Romani Ora“ erzählt sie uns mehr über das Projekt „EVA – Einkommen verbessern und Arbeit fördern für Frauen im Burgenland“.
Anhören: →Sendung vom 25.6.2025 (mp3)
Rechtzeitig zum Schulschluss veranstaltet auch der Verein „Romano Centro“ in Wien ein Abschlussfest für die Kinder der Lernbetreuung. Mit Tanz, Musik und gemütlichem Beisammensein wurde das Schuljahr gebührend verabschiedet. Außerdem in dieser Sendung: die Volksgruppennews.
Anhören: →Sendung vom 27.6.2025 (mp3)
Die Freitagsausgabe der „Romani Ora“ mit den Veranstaltungshinweisen und der vielfältigsten Roma-Musik. In der Jugendsendung, gestaltet und moderiert von Adi Gussak, hören Sie mehr über den „Pride Month“.
HINWEIS: Am 26. Juni 2025 brachte die „Romani Ora“ statt der gewohnten Sendung einen Live-Mitschnitt vom Sommerkonzert des zweisprachigen Bundesgymnasiums Oberwart im Festsaal der reformierten Kirche.
Juni 29th, 2025 |
Published in
Politik
Erstmals in der Geschichte Rumäniens übernimmt ein Politiker aus der Roma-Minderheit ein Ministeramt: Petre-Florin Manole, 41, Menschenrechtsaktivist und Abgeordneter der Sozialdemokraten (PSD), wurde zum Minister für Arbeit und soziale Solidarität ernannt.
Damit übernimmt Manole, der zuletzt auch als PSD-Sprecher fungierte, eines der Schlüsselressorts im neuen Kabinett von Premierminister Ilie Bolojan. Sein politischer Werdegang ist eng mit seinem Engagement für die Roma-Minderheit verbunden. Manole war an diversen Gesetzesinitiativen beteiligt, die auf die Verbesserung der Lebensbedingungen und die Bekämpfung der Diskriminierung der Roma abzielten.
Historiker, Roma-Aktivist, Politiker
Petre-Florin Manole, 1983 geboren im südostrumänischen Slobozia, studierte Geschichte an der Universität Bukarest und absolvierte anschließend ein US-Programm zu Außenpolitik und Menschenrechten. 2012 trat er in die Politik ein – zunächst als Gemeinderat in Bukarest, später als Berater im Arbeitsministerium. 2016 wurde Manole schließlich Abgeordneter der Sozialdemokraten (PSD) im Parlament; inzwischen befindet er sich bereits in seiner dritten Legislaturperiode. Von 2022 bis 2023 war er zudem Staatssekretär im Büro des stellvertretenden Premierministers.
Schon vor seiner politischen Laufbahn engagierte sich Manole in der Zivilgesellschaft. Er arbeitete in Roma-Organisationen (Centrul Romilor pentru Politici Publice – Aven Amentza und Agenția Împreună), war im Vorstand des Nationalen Antidiskriminierungsrats (CNCD) und kurzzeitig Berater der Weltbank. Zudem war er für den Roma Education Fund România und als Referent am Elie-Wiesel-Institut für die Erforschung des Holocausts in Rumänien tätig.
„Historische Bedeutung“
Roma-Vertreter begrüßen die erstmalige Ernennung eines Roma-Politikers und sprechen von einer Schritt von historischer Tragweite. So etwa Mensur Haliti, Vizepräsident der Roma Foundation for Europe: Read the rest of this entry »
Juni 25th, 2025 |
Published in
Geschichte & Gedenken, Hochschulschriften, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
Christian Gerhard Kelch (2020): Dr. Hermann Arnold und seine »Zigeuner«. Zur Geschichte der „Grundlagenforschung“ gegen Sinti und Roma in Deutschland unter Berücksichtigung der Genese des Antiziganismusbegriffs
Dissertation, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg/FAU (Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie), 671 S.
→Download von OPEN.FAU (pdf)
Abstract (Auszug, S. 668 ff.):
Vorliegende Kritik der Tsiganologie setzt sich aus wissenschaftsgeschichtlicher Perspektive mit dem Phänomen Antiziganismus in der deutschsprachigen Wissenschaft auseinander. Im Zentrum steht der deutsche Mediziner Dr. Hermann Arnold (1912-2005), der nach dem Völkermord an den Sinti und Roma (Porajmos) durch die Nationalsozialisten als maßgebliche wissenschaftliche Instanz bezüglich der Deutung der Lebensweise und der Geschichte der als »Zigeuner« bezeichneten Sinti, Roma und auch Jenischen galt. Die Studie ist als Historische Diskursanalyse angelegt und fragt nach Kontinuitäten und Brüchen des „Wissensdiskurses“ über diejenigen Menschen, die als »Zigeuner« stigmatisiert wurden und werden. Gleichzeitig wird in Form einer begriffsgeschichtlichen Klammer der historischen Genese und gegenwärtigen Rezeption des Antiziganismusbegriffs, mit dem die spezifische Form des Ressentiments gegen Sinti und Roma und andere Gruppen in Deutschland seit den 1980er Jahren benannt wird und der nach wie vor umstritten ist, nachgegangen. Im Zentrum stehen dabei die Fragen: 1.) nach dem spezifischen Zigeunerbild Hermann Arnolds, 2.) Arnolds Wirken als „Zigeunerexperte“ in der bundesdeutschen Ministerialbürokratie, 3.) nach dem Wandel des Diskurses über vermeintliche »Zigeuner« im Verlauf der 1970er Jahre, 4.) nach Kontinuitäten zu Arnold in deutschen Tsiganologie der 1980er und 2000er Jahre und 5.) nach der Rezeption des Antiziganismusbegriffs in Deutschland. […] Read the rest of this entry »
Juni 24th, 2025 |
Published in
Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 17.6.2025 (mp3)
Im Tagesbeitrag hören Sie eine Diskussionsrunde vom „Treffen am runden Tisch / Talalinipe upro karikano stolo“, das vom Projekt „O drom andi cukunft“ organisiert wurde. Die Themen Bildung, Medien und Arbeitswelt standen dabei im Fokus.
Anhören: →Sendung vom 18.6.2025 (mp3)
Der Verein „Frauen für Frauen Burgenland“ hat im Oberwarter Stadtgarten sein erstes Sommerfest gefeiert. Neben Infostationen, Live Musik und einer großen Tombola stand das breitgefächerte Angebot des Vereins im Mittelpunkt. Durch die Sendung führt Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 20.6.2025 (mp3)
In der Freitagsausgabe der „Romani Ora“ hören Sie neben den Veranstaltungshinweisen/ Mulatintschage natürlich auch wieder die Jugendsendung „Young, wild and free – le ternenge“. Darin nimmt Sie Adi Gussak mit auf die Oberwarter „Youth rocks party“, die von der offenen Jugendarbeit abgehalten wurde.
Anhören: →Sendung vom 23.6.2025 (mp3)
Der musikalische Start in die neue Woche erfolgt in der „Romani Ora“ mit dem Musikmontag. Neben den Volksgruppennachrichten in Deutsch und Burgenland-Romani erhalten Sie die abwechslungsreichste und vielfältigste Roma-Musik.
Juni 23rd, 2025 |
Published in
Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen
Nein zu den Maschinen – Roma-Perspektiven auf eine apokalyptische Landwirtschaft
Bis 30. Oktober 2025 im Aufbau-Haus am Moritzplatz (Stiftung Kai Dikhas und Kunstraum Dikhas Dur, Prinzenstr. 84, 10969 Berlin). Öffnungszeiten: Do. bis Sa. 16–19 Uhr
Das „No a las máquinas“ im Titel der Ausstellung ist einem Graffiti in der Heimatstadt des Kurators Miguel Angel Vargas Rubio entnommen. Lebrija, unweit von Sevilla in der von industrieller Landwirtschaft geprägten Landschaft Andalusiens gelegen, ist ein Zentrum der spanischen Gitanos, die dort seit vielen hundert Jahren leben. Ihr Leben wird vor allem auch von dem Wandel der Landwirtschaft bestimmt, von den Besitzverhältnissen, der Industrialisierung bis hin zu den massiven ökologischen Schwierigkeiten der Region Andalusien und der Klimakrise unserer Zeit.
Ausgehend von dem Text von Miguel Angel Vargas Rubio (siehe unten) vereint „NEIN ZU MASCHINEN – Roma-Perspektiven auf eine apokalyptische Landwirtschaft“ künstlerische Perspektiven auf diese Situation: Kann die Tradition der Sinti und Roma, die von einem nachhaltigen Umgang mit der Umwelt erzählt, nicht nur die Missstände sondern auch Wege aus der Krise aufzeigen?
Die Ausstellung zeigt Arbeiten von David Weiss, der nicht nur Künstler, sondern auch Agrar-Ökologe ist, des britischen Künstlers Dan Turner, und der wie Miguel Angel Vargas Rubio ebenfalls aus Andalusien stammenden Künstler Helios Gómez (1905–1956) und Manolo Gómez sowie von der Französin Marina Rosselle. Die Ausstellung, kuratiert von Miguel Ángel Vargas Rubio und Moritz Pankok, wurde mit der großzügigen Unterstützung der Botschaft von Spanien ermöglicht. Read the rest of this entry »
Juni 21st, 2025 |
Published in
Einrichtungen, Politik, Rassismus & Menschenrechte
Nach Protesten: Das Amt des deutschen Antiziganismus-Beauftragten wird nun doch neu besetzt. Michael Brand (CDU) folgt dem bisherigen Beauftragten Mehmet Daimagüler nach.
Die erst kürzlich bekannt gewordene Entscheidung, diese erst im Mai 2022 neu geschaffene Stelle nach dem Rücktritt von Mehmet Daimagüler nicht fortzuführen, hatte energische Reaktionen aus den Organisationen und Verbänden der Sinti und Roma zur Folge. Kelly Laubinger von der Sinti-Union Schleswig-Holstein etwa sprach von „Unsichtbarmachung“ und „politischem Skandal“, Petra Rosenberg vom Landesverband Berlin-Brandenburg von einem „fatalen Signal“. Und Romani Rose vom Zentralverband Deutscher Sinti und Roma zeigte sich von den Plänen der Bundesregierung irritiert und versprach, bei der Bundesregierung zu intervenieren.
Auch in einer spontan gestarteten Petition an Kanzler Merz und Familienministerin Prien (wir berichteten) forderten Roma-Aktivisten die Beibehaltung der Stelle: „Besetzen Sie die Stelle des Beauftragten neu! Es war ein wichtiges Zeichen, dass sie geschaffen wurde. Es ist ein verheerendes Zeichen, dass sie nun einfach entfällt – obwohl Antiziganismus weiterhin Alltag ist. Obwohl wir endlich mehr Sichtbarkeit brauchen. Obwohl wir ein Teil dieser Gesellschaft sind. Diese Entscheidung muss rückgängig gemacht werden. Ein Beauftragter für die Belange von Sinti und Roma ist kein verzichtbarer Luxus – sondern eine Notwendigkeit.”
Nun hat das Bundeskabinett Michael Brand (MdB, CDU) zum Beauftragten der Bundesregierung gegen Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Roma in Deutschland berufen. Die Ernennung erfolgte am 18. Juni auf Vorschlag von Bundesministerin Karin Prien für die Dauer der 21. Wahlperiode. Michael Brand ist derzeit Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ).
Zur Person des neuen Antiziganismusbeauftragten informiert die Website des Ministeriums: „Michael Brand ist studierter Politikwissenschaftler und seit vielen Jahren im Bereich Menschenrechte aktiv, unter anderem als Vorsitzender des Menschenrechtsausschusses im Deutschen Bundestag sowie als Sprecher für Menschenrechte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Read the rest of this entry »