Gondolipeskero bar le Romenge Grujatar
Juli 8th, 2025 | Published in Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 7.7.2025 | 6:47 min
Enthüllung des Roma-Gedenksteines in Grodnau
Ando 31. merc 2006 jek lil use o cile gemajndscha ando Burgenland le mangipestar: „Kaj, mre momeltscha otscha te tschav?“ – Afka te jek Grujate jek than, jek gondolipeskero bar kerdo ulo, kaj le ledschime taj murdarde Romenge gondolim taj jek momeli otscha tschiti schaj ol. Anglo dujto themesshy;kero haburi valami 200 schel Roma Grujate dschivnahi. But lendar andi NS-cajt ledschim taj murdarde ule. Sar ande avre burgenlandititike gemajndscha te Grujate jek gondolipeskero cajchn le manuschenge kerdo te ol. „On te na pobisterde te on – schukar ovlahi, te jek tablina delahi, kaj upre terdschol, kitschi Roma agun adaj dschivnahi, taj so lenca kerdo ulo“, phenel i Gerlinde Körper Grujatar.
Am 31. März 2006 erging ein Brief an alle Gemeinden im Burgenland mit dem Betreff: „Wohin mit unseren Kerzen?“ – Somit wurde jetzt auch hier in Grodnau ein Platz, ein Gedenkstein geschaffen, wo man der verschleppten und ermordeten Roma gedenken und eine Kerze hinstellen kann. Vor dem Zweiten Weltkrieg lebten knapp 200 Romnja und Roma in Grodnau. Die meisten wurden in der NS-Zeit deportiert und ermordet. Wie in anderen burgenländischen Gemeinden soll auch hier in Grodnau ein Erinnerungszeichen dieser Menschen gedenken. „Sie sollen nicht verschwunden sein – es wäre schön, wenn es eine Tafel gäbe, die darauf hinweist, wie viele Roma hier früher gelebt haben und was mit ihnen passiert ist“, so zuvor die Grodnauerin Gerlinde Körper.
(Beitrag: TV Erba)