„Liuben“ (Trailer)

August 26th, 2025  |  Published in Film & Theater, Rassismus & Menschenrechte

Liuben, Spielfilm von Venci Kostov, 109 min, BG/ESP 2023
Drehbuch und Regie: Venci Kostov. Mit Bojidar Iankov Asenov und Dimitar Nikolov; Kamera: Fran García Vera; Schnitt: Marta Velasco; Musik: Sergio de la Puente; Pro­du­zen­ten: Antonio Hens; Miguel Torrente

In einem konservativen bulgarischen Bergdorf, in dem viele Vor­urteile herr­schen, ent­steht eine inten­sive Sommer­romanze zwi­schen zwei jungen Männern aus ganz unter­schied­lichen Welten. Victor lebt eigent­lich ein glück­liches Leben in Madrid mit seinem Partner José. Zur Beerdi­gung seines Groß­vaters kehrt er aller­dings in sein bulga­risches Heima­tdorf zurück und be­schließt, den Sommer dort zu ver­bringen. Während er sich mit seinem Vater und der dörflichen Lebens­weise seiner Heimat nach und nach wieder an­freundet, findet er plötz­lich eine un­erwar­tete Liebe in Liuben, einem 18-jährigen Roma-Jungen. Trotz ihrer Unter­schiede und den vielen Kon­flikten um sie herum finden Victor und Liuben Zuflucht und Geborgen­heit mit­einan­der. Doch hat diese Liebe eine Zukunft? LIUBEN ist der erste offi­zielle LGBTQ+-Film aus Bulgarien.

(PR-Text: Pro-Fun Media)

Filmarchiv: „Zigeuner in Österreich“ (1954)

August 24th, 2025  |  Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken

Screenshot, Zwischentitel im Film, 1954 (Filmarchiv Austria)→zum Streaming (Filmarchiv Austria) 19:50 min

Diese 1954 von der Staatlichen Filmstelle produzierte Doku­men­tation mit wissen­schaft­lichem Anspruch zeigt das Leben der Roma und Sinti im Burgenland. Auch nach dem Krieg zählen sie zu den mar­gina­lisier­ten Volks­grup­pen. Por­trätiert wird eine Roma-Siedlung in Mörbisch sowie die fah­renden Sinti, die damals teilweise noch mit Pferde-Fuhr­werken von Ort zu Ort unter­wegs sind. Dass die beiden Volks­grup­pen von den Nazis verfolgt wurden, mit dem Ziel diese aus­zu­löschen, bleibt im Film un­erwähnt.

Aus der Sammlung „Historische Filmdokumente“ des Filmarchiv Austria: Jede Woche werden neu restau­rierte histo­rische Film­doku­mente aus über 120 Jahren Kultur- und Zeit­geschichte aus der Samm­lung des Filmarchiv Austria prä­sentiert.

Originaltitel: Zigeuner in Österreich (Österreich 1954)

Kamera: Dr. Walter Dostal, Ton­auf­nah­men: Herbert Melichar, Pro­duk­tions­firma: S.H.B.-Film (Bundes­staat­liche Haupt­stelle für Lichtbild und Bildungs­film, Wien), Quelle: 16-mm-Po­si­tiv, Samm­lung Film­archiv Austria, restau­rierte Fassung, © Film­archiv Austria, 2025

(Filmarchiv Austria)

Anmerkung der dROMa-Redaktion:

Joschi, der Bub im Film, verstarb Anfang Juni in Wien. Wir spre­chen seiner Fa­milie unser herz­li­ches Beileid aus!

Romani Ora (18., 19., 20. und 21.8.2025)

August 22nd, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 18.8.2025 (mp3)

Mit der meisten und vielfältigsten Roma Musik versüßt Ihnen Radio MORA im „Romani Ora“-Musik­montag den Start in die neue Woche. Die er­le­senste Roma-Musik im Mix mit den Volks­gruppen­nach­rich­ten erhalten Sie von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 19.8.2025 (mp3)

Sie hören die Dienstagsausgabe der „Romani Ora“ auf Radio MORA mit Tina Nardai. Im Tages­thema der Sen­dung berich­ten wir vom Sommer­kino in der Ar­beiter­kam­mer Ober­wart, ge­staltet wurde der Beitrag von Emilia Nemeth.


Anhören: →Sendung vom 20.8.2025 (mp3)

Der 2. August ist der internationale Gedenktag für die Opfer unter den Roma und Sinti im Natio­nal­sozialis­mus. In Lackenbach wurde anlässlich dieses Tages eine Gedenk­ver­anstal­tung vom Bundes­minis­te­rium für Inneres ver­an­staltet. Mehr darüber hören Sie im Tages­beitrag der „Romani Ora“ auf Radio MORA.


Anhören: →Sendung vom 21.8.2025 (mp3)

Bereits zum fünften Mal wird in Oberwart eine Sommerschule ange­boten. Organi­siert wird das Erfolgs­modell vom Land Burgenland. Bil­dungs­minister Christoph Wiederkehr (NEOS) hat sich in Oberwart ein Bild davon ge­macht. Radio MORA war bei der Schul­besich­ti­gung dabei.

Zwischen Notwendigkeit und Widerstand (2024)

August 21st, 2025  |  Published in Hochschulschriften, Jugend & Bildung, Wissenschaft

Hochschulschriften (Bild: Pixabay)Thorben Struck (2024): Zwischen Not­wen­dig­keit und Wider­stand: Eine erziehungs­wissen­schaft­lich-ethno­graphi­sche Studie zum Leben und Helfen unter hetero­nomen Bedingungen

Dissertation, Universität Hamburg (Fakultät für Erziehungswissenschaft), S. 293.

→zur Downloadseite der SUB Hamburg

Abstract (Link):

Diese Dissertation untersucht die Lebensrealitäten und Bewältig­ungs­stra­te­gien junger männlicher Roma bulgarischer Herkunft und ihrer Familien im mar­gi­nali­sierten Stadtteil Gaarden-Ost in Kiel. Auf Basis einer ein­jährigen ethno­graphischen Forschung mit teil­nehmender Beobach­tung werden die struk­turellen Herr­schafts­verhältnisse analy­siert, die ihre Lebens­welten prägen, sowie ihre all­täglichen Widerstands­praktiken. Im Rahmen eines kate­go­rial-analy­tischen Aus­wertungs­ver­fahrens der empirischen Daten nimmt die Arbeit eine macht­theore­tische Deutung vor und zeigt unter Bezug auf Konzepte des all­täglichen Wider­stands deren empi­rische Relevanz auf.

Fünf zentrale Bewältigungskontexte werden identifiziert: „Orte, Räume und Zeiten“, „Anti­ziganismus“, „Repres­sions­apparate“, „Bürokratie und Institu­tionen“ sowie „Organi­sierte Kriminalität“. Die Ergebnisse ver­deutlichen ein Spannungs­feld der Bewältigungs­handlungen zwischen Anpassung und Widerstand. Die habituelle Ver­ankerung wider­ständigen Handelns wird hierbei theo­retisch fundiert und in seiner empi­rischen Relevanz als „Habitus zwischen Not­wendig­keit und Wider­stand“ beschrieben.

Die ethnographische Untersuchung beleuchtet zudem die Hilfestruk­turen, die die jungen Männer nutzen, und differen­ziert diese in formale, non-formale und infor­melle Felder der Hilfe. Read the rest of this entry »

Romani Ora (11., 12., 13. und 14.8.2025)

August 18th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 11.8.2025 (mp3)

In den nächsten 60 Minuten werden Sie auf Radio MORA mit „mehr“ an Roma-Musik verwöhnt. Der „Romani Ora“-Musik­montag versorgt Sie außerdem mit den Volks­gruppen­nachrich­ten. Durch die Sendung be­gleitet Sie Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 12.8.2025 (mp3)

Jesus Christ Superstar“ verzaubert aktuell die Besu­cherin­nen und Besucher auf der Burg Güssing. Adi Gussak erzählt uns mehr über das Kult-Musical im neuen Tages­beitrag.


Anhören: →Sendung vom 13.8.2025 (mp3)

Bereits zum 25. Mal fand heuer das „Picture On“-Festival in Bildein statt. Emilia Nemeth berichtet aus dem Dorf ohne Grenzen vom legen­dären Open-Air-Spek­takel. Die Volks­gruppen­news versorgen Sie mit Wissen über die aktuelle Situation der Roma und Sinti im In- und Ausland. Es mode­riert Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 14.8.2025 (mp3)

Im Tagesthema dieser Sendung nehmen wir Sie mit nach Mariazell. Dort fand heuer bereits die 29. Roma-Wallfahrt, orga­nisiert von der Roma Pastoral, statt. Und wie jeden Donners­tag hören Sie heute auch wieder ein Stück Geschichte in „Mri historija“.

Facts & Figures (564)

August 14th, 2025  |  Published in Facts & Figures, Rassismus & Menschenrechte

Die Zahl der gewaltorientier­ten Rechts­extre­mis­ten in Deutschland schätzt der Ver­fas­sungs­schutz auf 15.300 Per­so­nen.

(Quelle/pdf)

Romani Ora (5.8., 6.8., 7.8. und 8.8.2025)

August 13th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 5.8.2025 (mp3)

In der „Romani Ora“ vom 5. August, moderiert von Adi Gussak, gab es im Tages­thema etwas über die „BookTalks“ der Arbeiter­kam­mer-Bib­lio­thek in Oberwart zu hören. Und in der Rubrik „Minden­felitiko“ wartet es ein interes­santer Musiktipp auf Sie.


Anhören: →Sendung vom 6.8.2025 (mp3)

Im Tagesthema dieser Sendung stellen wir Ihnen den neuen Fotografen in Oberwart, Marvin Auerbäck, vor. Außer­dem stehen die inter­natio­nalen Volks­gruppen­news und die beste Roma- und Nicht-Roma-Musik auf dem Programm.


Anhören: →Sendung vom 7.8.2025 (mp3)

Im Tagesthema bringen wir einen Beitrag über das Sprach­ferien­lager des Burgen­län­disch-Un­gari­schen Kultur­vereins (BUKV). Und in der Rubrik „Mri Historija“ erzählt Alexander Gussak über die Roma­siedlung in Rust vor und nach dem Zweiten Weltkrieg.


Anhören: →Sendung vom 8.8.2025 (mp3)

In der Jugendsendung „Young, wild and free – le ternenge“ gibt es dies­mal etwas über den Hype um das Plüsch­monster „Labubus“ zu hören. Und im Ver­anstal­tungs­kalen­der haben wir die besten Ausgeh­tipps fürs Wochen­ende für Sie zu­sammen­gesucht.

Frischno dschumintschago: Tatort taj Talkshows

August 12th, 2025  |  Published in Film & Theater, Literatur & Bücher, Medien & Presse, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft, dROMa (Magazin)

Roma ando dikipe – Katharina Peters: Das deutsche Fernsehen und der Fall ,Rassismus‘. Mediale Inszenierungen von Sinti und Roma im Tatort und in politischen Talkshows (= Edition DISS, 46), falog Unrast: Münster 2021, 164 riktscha.Aktujeli kenvi pedar Romengere-kipi ando mediji


So o avre dschene patschan, pedar o Roma te dscha­­nel, tschak tschu­lo upre aj­ge­ni kon­tak­tos­ke­re ter­dschi­jip­tscha pal dschal, hatek tschak fa­mit­lim hi – ha­misch­no dscha­nipe andar o me­diji, pherde ne­ga­tivi kipen­ca, save ojs tscha­tschip­tscha ar dim on. O ande tele­visa taj ande komik­tscha use ledschi­me Romen­ge­re-si­kajip­tscha akan duj kenvi andar i Ger­­mani­ja aun pu­men­ge dikle.

Falato 1: Tatort taj Talkshows

Katharina Peters: Das deutsche Fernsehen und der Fall ,Rassismus‘. Mediale In­­sze­­nie­­run­­gen von Sinti und Roma im Tatort und in poli­ti­­schen Talk­­shows (= Edi­tion DISS, Bd. 46), falog Unrast: Münster 2021, 164 rik­tscha.

Sar adala medijali sikajiptscha le Romendar ande prin­dscharde for­matscha la nimtsch­ka televisatar naschen, jek sani kenva la „edicijo­natar DISS“ aun peske dikel. I Katharina Peters, adaj minden­feli­tike Polit-Talk­showen­ca taj ofto „Tatort“-se­rijen­ca donde pe bescharel: usar „Armer Nanosh“ (1989) taj „Kleine Diebe“ (2000) pedar o Betschi-krimi „Die schlafende Schöne“ (2005), „Brandmal“ (2008) „Mein Revier“ (2012) taj „Angezählt“ (2013) dschi otscha use „Mia san jetz da, woʼs weh tut“ (2016) taj „Klinge­lingeling“ (2016).

Taj oj mindig uso glajchi koja perel: O butvar sterejoti­pischi sikajipe rasis­tischi aun fitime kipi anel, save jek kon­trasto le „ajgeni kojastar“ taj le „durutne kojastar“ soral­jaren. Adaj te o tschule latsche proba­lin­tschage, ando krimis­kero phukajipe te rasismus te tema­tisirinel, hatek nischta naschtig keren. Read the rest of this entry »

Druckfrisch (1): Tatort und Talkshows

August 11th, 2025  |  Published in Film & Theater, Literatur & Bücher, Medien & Presse, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft, dROMa (Magazin)

Roma im Visier - Buchcover von: Katharina Peters: Das deutsche Fernsehen und der Fall ,Rassismus‘. Mediale Inszenierungen von Sinti und Roma im Tatort und in politischen Talkshows (= Edition DISS, Band 46), Unrast Verlag: Münster 2021, 164 Seiten.Aktuelle Bücher über Roma-Bilder in den Medien


Was die Mehrheitsgesellschaft über Roma zu wissen glaubt, basiert nur selten auf eigenen Kontakt­er­fah­run­gen, son­dern ist in der Regel ver­mit­telt – ver­meint­li­ches Wissen aus den Medien, voller ne­ga­ti­ver Bilder, die als Wahr­heiten aus­ge­ge­ben wer­den. Die in TV und Comics kol­por­tier­ten Roma-Dar­stel­lun­gen be­han­deln nun zwei Pub­li­ka­tio­nen aus Deut­schland.

Teil 1: Tatort und Talkshows

Katharina Peters: Das deutsche Fernsehen und der Fall ,Rassismus‘. Mediale In­sze­nie­run­gen von Sinti und Roma im Tatort und in poli­ti­schen Talk­shows (= Edi­tion DISS, Bd. 46), Unrast Verlag: Münster 2021, 164 Seiten.

Wie diese medialen Inszenierungen von Roma in populären Formaten des deut­schen Fern­sehens funktio­nieren, unter­sucht ein schmaler Band der „Edition DISS“. Katharina Peters knüpft sich darin diverse Polit-Talk­shows und acht „Tatort“-Fol­gen vor: von „Armer Nanosh“ (1989) und „Kleine Diebe“ (2000) über den Wien-Krimi „Die schlafende Schöne“ (2005), „Brandmal“ (2008) „Mein Revier“ (2012) und „Angezählt“ (2013) bis zu „Mia san jetz da, woʼs weh tut“ (2016) und „Klinge­linge­ling“ (2016).

Und sie gelangt zum immer gleichen Fazit: Die vorwiegend stereotype Inszenie­rung trans­portiert rassistisch auf­gela­dene Bilder, die einen Gegen­satz von „Eigenem“ und „Frem­dem“ etablie­ren. Dagegen bleiben auch die wenigen vor­sichtigen Versuche, in­ner­halb der Krimi­erzählung auch Rassismus zu thema­ti­sieren, letzten Endes machtlos.

Fiktionale und nicht-fiktionale Formate, „Tatort“ und Talkshows, spielen einander wechsel­seitig in die Hände, um ihre Roma-Bilder zu konstru­ieren. „Die fiktional pro­duzier­ten Ressen­timents [werden] im realen politischen Diskurs auf­ge­griffen und vice versa.“ (S. 12) Mit Bezug auf reale Ereig­nisse und tages­politische Debatten skiz­ziert Peters, wie sich so auch der Fokus der Roma-Dar­stellun­gen verschiebt: Read the rest of this entry »

2. August: Roma-Fahne am Grazer Rathaus

August 8th, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken

Rathaus mit Roma-Fahne in Graz (Bild: Tristan Ammerer)„Der 2. August ist interna­tio­na­ler Roma-Ge­no­zid-Ge­denk­tag. Eine halbe Mil­lion Roma und Sinti wurden von den Natio­nal­sozia­lis­ten er­mordet. Als (mei­nes Wissens) ein­zige Stadt Öster­reichs ge­denkt die Stadt Graz mit einer Be­flag­gung am Rathaus. In Wien immer­hin ein paar Be­zirks­ver­tre­tun­gen“, schreibt der Grazer Stadt­poli­ti­ker Tristan Ammerer, unter anderem Sprecher für Er­inne­rungs­politik und Men­schen­rechte der Grünen im Ge­meinde­rat, auf BlueSky.

Dazu postet er die­ses Foto (hier größer), das wir Ihnen nicht vor­ent­hal­ten möch­ten.

Romani Ora (31.7., 1.8. und 4.8.2025)

August 6th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 31.7.2025 (mp3)

In der „Romani Ora“ vom 31. Juli, moderiert von Adi Gussak, berichten wir im Tages­thema über die Buch­prä­senta­tion der Grafen­familie Erdődy im Ungari­schen Medien- und Infor­mations­zentrum (UMIZ). In der Rubrik „Mri Historija“ erzählt Alexander Gussak über die Roma-Siedlung in Liebing (Ge­meinde Mannersdorf im Bezirk Oberpullendorf) vor und nach dem Zweiten Weltkrieg.


Anhören: →Sendung vom 1.8.2025 (mp3)

In dieser „Romani Ora“ steht für Sie die beste Roma-Musik, inter­natio­nale Volks­gruppen­nachrich­ten und den Ver­anstal­tungs­kalender auf dem Programm. Außer­dem gibt es natürlich eine Folge „Young, wild and free – le ter­nenge“ zu hören, in der sich unsere Prak­tikantin Emilia Nemeth um­gehört hat, was die Jugend bis jetzt in den Ferien gemacht hat und was sie noch machen wird.


Anhören: →Sendung vom 4.8.2025 (mp3)

In der Sendung vom 4. August gibt es eine weitere Ausgabe unseres Musik­montags zu hören, die Adi Gussak moderiert. In der Rubrik „Kultura het­vinate“ erzählen wir vom legen­dären Manoush-Musiker Django Reinhardt.

Facts & Figures (563)

August 4th, 2025  |  Published in Facts & Figures, Literatur & Bücher

„Zigeuner“ finden sich in Goethes lite­ra­risch-po­e­ti­schem Werk 12-mal: in 6 Schau­spie­len, 4 Ge­dich­ten und 2 Ro­ma­nen.

(Quelle)

„Antiziganismus ist zutiefst unchristlich“

August 3rd, 2025  |  Published in Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte, Religion

Katholische Aktion Österreich warnt vor At­tacken auf die Men­schen­würde: Aufruf zur christ­lichen Soli­da­rität zum Roma- und Sinti-Ge­denk­tag am 2. August

Die Katholische Aktion Österreich (KAÖ) warnt vor subtilen und offenen Attacken auf die Men­schen­würde auf­grund von ethnischer Zu­ge­hörig­keit und ruft zu christ­licher Solidarität auf. Die Volks­gruppen der Roma und Sinti wurden erst im Jahr 1988 offiziell als Opfer­gruppe der natio­nal­sozialis­ti­schen Herrschaft an­er­kannt. Seit 2015 wird auf euro­päi­scher Ebene am 2. August an die Holocaust-Opfer dieser eth­nischen Minder­heiten gedacht. Im Jänner 2023 be­schloss der österrei­chische National­rat, auch in Österreich jeweils am 2. August offiziell der unter dem NS-Regime ver­folgten und er­mor­deten Roma und Romnja sowie Sinti und Sintizze zu gedenken.

„Die systematische Vernichtung von ethnischen Minderhei­ten kam nicht plötz­lich über Nacht. Jahr­zehnte­lange syste­matische Dis­kriminie­rung und Herab­würdigung, die Betrof­fene in ihrem un­mittel­baren Lebens­umfeld spürten, waren Vorläufer des grau­samen Ver­nich­tungs­pro­gramms der Nazis“, erinnert Katharina Renner, Vize­prä­siden­tin der Katholi­schen Aktion Österreich und mahnt: „Der­artige Attacken auf die Men­schen­würde, egal in welcher Form und seien sie noch so subtil, dürfen nie wieder statt­finden.“

Dass es in unserer Gesellschaft noch immer Attacken auf Minder­heiten und Volks­gruppen gibt, zeigen auch die Grab­schändun­gen der letzten Ruhestätte von Roma und Sinti, Romnja und Sintizze des letzten Sommers und heurigen Frühjahrs auf meh­reren Wiener Friedhöfen. Und es gibt spürbare Dis­krimi­nierung von An­ge­hörigen dieser Volks­gruppen am Arbeits­platz, in der Schule und durch Medien­berichte, wie der Verein Romano Centro in seinen Berichten aufzeigt. Oft trauen Betroffene sich nicht, Vorfälle und Über­griffe zu melden, aus Angst, ihre Lage würde sich dadurch noch weiter ver­schlech­tern. Read the rest of this entry »

Österreichs Parlament gedenkt der Roma-Opfer

August 2nd, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Politik

Von links: stellvertretende Vorsitzende des Volksgruppenbeirats Andreas Sarközi, Vorsitzende des Volksgruppenbeirats Emmerich Gärtner-Horvath, Bundesratspräsident Peter Samt (FPÖ), Zweiter Nationalratspräsident Peter Haubner (ÖVP) , Bild: Parlamentsdirektion/ Johannes Zinner, 1.8.2025Der 2. August erinnert an die ermordeten Ro­ma und Sinti im Natio­nal­sozia­lismus. Bun­des­rats­prä­sident Peter Samt und Zwei­ter Na­ti­o­nal­rats­prä­sident Peter Haubner legten im Ge­­denken Kränze nieder.

Rund 500.000 Roma und Sinti wurden Opfer der nationalsozialistischen Gewalt­herrschaft. In der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 wurden im Kon­zentra­tions­lager Auschwitz-Bir­kenau über 4.000 Ange­hörige der Volks­gruppe ermordet. Seit 2015 gilt der 2. August in Europa als Gedenktag für Roma und Sinti – in Österreich seit ver­gan­genem Jahr.

Kranzniederlegung im Gedenken an hun­dert­tau­sende Opfer

Bundesratspräsident Peter Samt und Zweiter Nationalratspräsident Peter Haubner legten im Namen der Parla­ments­spitze Kränze nieder. Gemein­sam mit dem Vor­sitzenden des Volks­gruppen­beirats der Roma, Emmerich Gärtner-Horvath und dessen Stell­vertreter Andreas Sarközi, gedach­ten sie der Opfer.

Es sei ihm wichtig, dass Volksgruppen in Österreich nicht gegeneinander, nicht neben­einander, sondern mit­einander leben und dass die kultu­rellen Wurzeln, die Ver­schie­den­artig­keit und das Gemein­same geschätzt werden, erklärt der Vor­sitzende der Länder­kammer Peter Samt. „Was einst mit Vorurteilen begann, endete in Lagern und Gräbern“, betont Zweiter National­rats­prä­sident Peter Haubner. „Wer heute noch schweigt, wenn Roma und Sinti oder andere Minder­heiten an­ge­feindet werden, hat aus der Geschichte nichts gelernt. Am Gedenk­tag hören wir hin, erin­nern uns und geloben, nie­mals zu schweigen.“

Im Rahmen der Veranstaltung wurde von dem Schauspieler Serge Falck ein Text aus dem Inter­view­projekt „Mri Historija“ des Vereins Roma-Service vor­ge­tragen. Geschil­dert wird dabei die Lebens­geschichte von Anton Müller, einem Über­lebenden der Kon­zentra­tions­lager Auschwitz und Mauthausen. Read the rest of this entry »

Vienna REC: Stefan Horvath im Gespräch

August 1st, 2025  |  Published in Interview, Radio, Podcast & TV

Antiziganismus in Österreich – Zeitzeugengespräch mit Stefan Horvath
Vienna REC/Orange 94.0, 15.7.2025 (1:26:50)

30 Jahre nach dem Rohrbombenattentat von Oberwart spricht Stefan Horvath über die Erinne­rung an den Porajmos (natio­nal­sozia­lis­ti­scher Völkermord an euro­päi­schen Sinti*zze und Rom*nja) und die an­haltende Dis­kriminie­rung von Rom*nja in Österreich. Stefan Horvath ist Zeitzeuge in mehr als nur einer Dimen­sion: Seine Eltern überlebten Auschwitz, sein Sohn Peter Sárközi wurde Opfer des neo­nazisti­schen Attentats von Oberwart. Er teilt seine Erfah­rungen in Büchern (u.a. Ich war nicht in Auschwitz und Katzenstreu) und durch seine Er­inne­rungs­arbeit.

Stefan Horvath, Schriftsteller, Oberwart
Moderation: Lea Riener, Initiative Edut, Wien
Bearbeitet von: Katharina Reisner

Die Veranstaltung fand am 8. Mai 2025 im Depot statt. In Kooperation mit Edut – Initiative für Erzählen, Dis­kutie­ren und trans­gene­ratio­nel­les Erin­nern und HÖR – Hoch­schüler*in­nen­schaft Öster­reichi­scher Roma und Romnja.

(Text & Sendung: Vienna REC via CBS)

dROMa 78: Serien & Comics/Seriji & komiktscha

Juli 31st, 2025  |  Published in Literatur & Bücher, Radio, Podcast & TV, dROMa (Magazin)

dROMa 78Serien und Comics | Seriji taj komiktscha

Download (PDF)

Wie Roma gesehen werden, hängt vor allem davon ab, welche Bilder medial ver­mittelt werden, gerade auch in der Populär­kultur. Etwa in Serien und Comics, denen wir uns diesmal zu­wenden. Den Anfang macht die pol­nische Netflix-Serie „Infamia“, die von einer jungen Romni erzählt, die aus den rigiden Traditionen ihrer Com­munity aus­brechen will. Justyna Matkowska hat auf­ge­schrie­ben, was sie als Kultur­wissen­schaf­tlerin und polnische Romni von der Serie hält. In letzter Zeit haben gleich mehrere Mafia­serien der Kultur der Roma einen pro­minen­ten Platz ein­ge­räumt. Dass dies, wieder einmal, im Kontext von Gewalt und Ver­brechen ge­schieht, ist ärger­lich. Doch nicht alles ist schlecht. Roman Urbaner erklärt, warum. An­schlie­ßend stellen wir Ihnen zwei Bücher vor: einen Sammel­band über „Selbst- und Fremdbilder von Roma in Comic und Graphic Novel“ und eine Analyse deutscher Fernseh­kultur von Katharina Peters. Sie nimmt Roma-Dar­stel­lun­gen in „Tatort“-Krimis und Talkshows unter die Lupe. Kenan Emini wie­derum hat sich im Superhelden-Uni­ver­sum nach Roma um­gesehen – und Er­staun­liches in Erfahrung ge­bracht. Aber auch, dass die Roma-Be­züge zu­nehmend aus den Comics und Filmen getilgt werden. Zwei der Roma-Helden – Robin/Night­wing und Scarlet Witch – stellen wir Ihnen ge­nauer vor.

Sar Roma dikle on, butvar odolestar tel hejn­ginel, saj kipi medi­jali famitlim on, hatek afka te andi flogos­keri kultura. Afka sar ande seriji taj komik­tscha, savenge amen akan use irinas. O kesdipe kerel i pol­nitiki Netflix-serija „Infamia“, savi jeka terna Romnjatar phukal, savi andar o sorale tradiciji lakera grupnatar ar te phagel kamla. I Justyna Matkowska upre pisin­tscha, so oj ojs kultu­rakeri visen­schoft­ler­kija taj ojs polnitiki Romni la serijatar likerel. Andi lejcti cajt imar buteder mafija­kere seriji la kulturake le Romen­dar jek barikano than dine. Kaj ada, hatek papal, ando khetan hejn­ginipe le mari­peha taj le fapha­geripeha pasirinel, te hojanel hi. Ham sa, nan bibastalo. O Roman Urbaner phukal tumenge, soske. Paloda duj kenvi tumenge angle terdscha­ras: jek ken­vakero khetan kedipe pedar „ajgeni- taj durutne kipi Romendar andi komik taj Graphic Novel“ taj jek analisa nimtschka tele­visakera kulturatar la Katharina Petersatar. Oj Romen­gere-sika­jip­tscha ando „Tatort“-Krimis taj ande Talkshows aun peske dikel. O Kenan Emini hatek ando barikano dsche­nen­gero-uni­ver­sum pal Roma dikla – taj bari­kane koji lakla. Read the rest of this entry »

Romani Ora (28.7., 29.7. und 30.7.2025)

Juli 30th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 28.7.2025 (mp3)

In der „Romani Ora“ am Montag, moderiert von Adi Gussak, gibt es neben der besten Roma- und Nicht-Roma-Musik in der Rubrik „Kultura Hetvi­nate“ etwas über die rumä­nische Roma-Sängerin Gabi Luncă zu erfahren.


Anhören: →Sendung vom 29.7.2025 (mp3)

In dieser Sendung der „Romani Ora“ berichten wir Tagesthema etwas über die Tattoo­ausstellung im Offenen Haus Oberwart. Und in der Rubrik „Minden­felitiko“ wartet ein interes­santer Filmtipp auf Sie.


Anhören: →Sendung vom 30.7.2025 (mp3)

In diese Ausgabe der „Romani Ora“ gibt es im Tagesthema etwas über die große „Schnäppchen­jagd“ im Einkaufs­zentrum EO in Oberwart zu hören. Außer­dem stehen die inter­natio­nalen Volks­gruppen­nach­richten und erlesene Musik auf dem Programm.

Versicherheitlichung der osmanischen Roma

Juli 29th, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Hochschulschriften, Wissenschaft

Yücel Meheroğlu (2024): Der historische Versicher­heit­li­chungs­prozess der Osma­ni­schen-Tür­ki­schen Roma (1908-1951)

Phil. Diss., Technische Uni­ver­­si­tät Berlin (Fakultät I – Geistes- und Bildungswissenschaften), 642 S.

→zum Download der TU Berlin

Abstract (Link):

Im Mittelpunkt der Dissertation steht die politische Konstruk­tion der osmani­schen-tür­kischen Roma als ein Sicher­heits­problem im Zuge des 20. Jahr­hunderts (1908–1951). Die Arbeit baut auf der Hypothese auf, dass eine von Sicher­heits­akteuren ver­folgte Ver­sicher­heitli­chungs­politik inner­halb des osma­nisch-tür­kischen Staats­apparates Roma als eine fragile Gemein­schaft in der heutigen Türkei hervor­gebracht hat, die weitest­gehend in ihren Staats­bürger­rechten be­schnitten ist. Dieser Politik ist die Zu­schrei­bung als „Zigeuner“ in­härent und die sie damit als eine rassiali­sierte Gemein­schaft konsti­tuierte. Anhand des Themen­komple­xes Mobilität, Migration und Staats­bürger­schaft werden die Kon­tinui­täten und Zäsuren dieser Politik zwi­schen dem Osma­nischen Reich und der Türkei unter Heran­ziehung einer Fülle von Quellen­materia­lien analy­siert. Die sich hieraus er­geben­den zentra­len Fragen sind die fol­genden: Wann, wie und von wem wurde der Sicher­heits­diskurs um die Roma generiert? In welchen Dis­kursen und Praktiken schlug sich dieser nieder? Diese histori­sier­baren Pro­zesse und Dynami­ken versucht die Autorin anhand der metho­dolo­gischen Kom­bina­tion von Ver­sicher­heitli­chung (securitization) und Ge­schichts­wissen­schaft zu erfassen. Gleichzeitig ist es ein An­liegen der Dissertation, die Geschichts­losig­keit zu be­enden und Roma als histori­sche Akteure und damit als orga­nischer Teil der modernen os­mani­schen-tür­kischen Geschichte sichtbar zu machen.

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„30 Jahre anerkannt, na und?“

Juli 26th, 2025  |  Published in Einrichtungen, Radio, Podcast & TV

Stand by plus Reset/Radio Agora, 3.7.2025
Sendungsgestaltung: Wolfgang Mayr (27:24 min)

„30 Jahre anerkannt, na und?“ – Seit mehr als drei Jahrzehnten ist die über­schau­bare Roma-Be­völke­rung im Burgenland eine amtlich an­er­kannte Volksgruppe. Damit änderte sich auch die Stimmung zwischen Mehrheit und Minder­heit. Gleich­zeitig ent­stand in manchen Städten durch die ost­europäi­sche Migration eine zahlen­mäßig starke migran­tische Roma-Be­völ­kerung. Sie ist nicht anerkannt, die Zu­sam­men­arbeit zwischen den Roma-Gruppen scheint schwierig zu sein. Eine nicht un­bedeu­tende Rolle in der Roma-Politik spielt die Roma-Volks­hoch­schule (Website).

Stand by plus Reset ist eine Podcast-Reihe von Wolfgang Mayr über Min­derhei­ten, Nationa­litäten, indigene Völker und Volks­gruppen weltweit. Zu Wort kommen fall­weise Be­troffene und/oder Men­schen­rechts­akti­vist:innen.

(Sendung & Text: Stand by plus Reset/Radio Agora via CBA)


Romani Ora (21., 22., 23., 24. & 25.7.2025)

Juli 26th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 21.7.2025 (mp3)

Mit dem „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA starten Sie ab­wechs­lungs­reich in die neue Woche. Roma-Songs aus allen Ecken der Welt werden Ihnen von Tina Nardai prä­sen­tiert.


Anhören: →Sendung vom 22.7.2025 (mp3)

Im Ort Grodnau (Gemeinde Matiasdorf) wurde die 27. Erinnerungsstätte an die im National­sozialismus ermor­deten Roma und Romnja und Sinti und Sintizze im Burgenland errich­tet. Radio MORA hat Ein­drücke des öku­meni­schen Gottes­dienstes und der Ent­hüllung des Gedenk­steines für Sie im Tages­thema fest­ge­halten.


Anhören: →Sendung vom 23.7.2025 (mp3)

Emilia Nemeth, Ferialpraktikantin bei Radio MORA in Oberwart, hat sich dort um­gehört, wo es laut „Fallstaff“ das belieb­teste Eis im gesam­ten Burgenland gibt, näm­lich in der Eisdiele „Tropicale“. Und den Blick über die Grenzen machen wir in den zweis­pra­chi­gen Volks­gruppen­nach­richten.


Anhören: →Sendung vom 24.7.2025 (mp3)

Der neue eröffnete „McDonald’s“ in Oberwart ist ein wicht­iger Wirt­schafts­faktor für die Region und Arbeit­geber für rund 90 Mit­arbei­terin­nen und Mit­arbeiter. Im Tages­thema berich­tet Adi Gussak darüber. Die Sen­dung wird mode­riert von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 25.7.2025 (mp3)

Emilia Nemeth wird die „Romani Ora“ auf Radio MORA als Ferial­prakti­kan­tin berei­chern. In dieser Ausgabe ver­sorgt sie uns mit den Ver­anstal­tungs­hin­weisen/ Mula­tin­tschage und der Jugend­sendung. Darin be­handelt sie die Fernseh­serie „Der Sommer, als ich schön wurde“.