Romani Ora (10., 11., 12., 13. & 16.6.2025)

Juni 18th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 10.6.2025 (mp3)

Das Roma-Projekt THARA feiert heuer sein 20-jähri­ges Bestehen. Aus diesem Anlass lud THARA unter dem Motto „Good Practices in der Arbeit gegen Dis­kriminie­rung und für einen ver­besser­ten Arbeits­markt­zugang von Rom*nja und Sinti*zze“ zu einem Ver­netzungs­treffen ein. Bei diesem konnten sich Ex­pertin­nen udn Experten über ihre Erfahrun­gen aus­tauschen und ihre „Learnings” teilen.


Anhören: →Sendung vom 11.6.2025 (mp3)

Der traditionelle „Roma-Butschu“ ist Mittel­punkt dieser „Romani Ora“. Das so­ge­nannte „Wiesen­fest“ findet bereits seit 1991 statt und wurde heuer im Kultur­haus Unterwart ab­ge­halten.


Anhören: →Sendung vom 12.6.2025 (mp3)

Neben den Volksgruppennachrichten hören Sie in dieser Aus­gabe ein Interview mit den beiden Bot­schaf­tern Aleksander Geržina (Slowenien) und Daniel Glunčić (Kroatien), die an­lässlich des Artikels 7 im Staats­vertag zu Besuch in Österreich waren. Sie haben sich auch ein Bild über die aktu­elle Situa­tion der Roma im Burgenland gemacht.


Anhören: →Sendung vom 13.6.2025 (mp3)

Die Freitagsausgabe der „Romani Ora“ hält wie immer den Veranstaltungskalender für Sie parat. Und über den E-Sports-Verein „Berzloy“, der von zwei Jugend­lichen aus Stegersbach be­trieben wird, berich­tet uns Adi Gussak in der Jugend­sendung.


Anhören: →Sendung vom 16.6.2025 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag für einen vielfältigen und ent­spann­ten Start in die neue Woche. Ab­wechs­lungs­reiche Roma-Musik und infor­mative Volks­gruppen­nach­richten in einer Stunde auf Radio MORA.

I Romani banda „Romano Rath“

Juni 16th, 2025  |  Published in Musik, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 16.6.2025 | 6:44 min

Die burgenländische Roma-Band „Romano Rath“ („Roma-Blut“)

Schov terne Roma andar i Tenuerba, Erba taj Tikni Boslinatar kerde angle poar berscha i banda „Romano Rath“ taj uso kultu­ra­kero ent­vikli­nipe le Romen­dar jek bari­kano falato use ledschine. O muschi­kasch­tscha ar pumenge kerde Romani muschika te kerel. O erschti cidipe la bandatar „Romano Rath“ sina uso Roma-Butschu 1994 andi Tikni Boslina.

Sechs junge Roma aus Unterwart, Oberwart und Klein­bach­selten grün­deten vor über 30 Jahren Jahren die Band „Romano Rath“ („Roma-Blut“) und trugen in der Folge wesent­lich zur Ent­wicklung einer eigenen Fest­kultur bei. Die Musiker ent­schieden sich, Roma-Musik zu machen. Der erste Auftritt der Band „Romano Rath“ fand beim Roma-Butschu 1994 in Kleinbachselten statt. Read the rest of this entry »

Zwangslager Ravensburg-Ummenwinkel

Juni 13th, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Interview, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft

Verfolgung und Vernichtung der Sinti und Roma:
Das Zwangslager Ravensburg-Ummenwinkel

Podcast „Geschichte nach der Schule“  (Nr. 26), 11.1.2024, 54:53 min.

Dieter Grupp wendet sich in dieser Folge einem über lange Zeit mar­gina­li­sierten Thema der NS-Geschichte zu: der Opfer­gruppe der Sinti und Roma. Weit über das Ende der NS-Dik­tatur hinaus wurden sie nicht als solche an­erkannt und mussten für diese An­er­kennung einen müh­samen und langen Weg gehen.

Um das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven anzugehen, sind heute zu Gast: Dr. Armin Koch, Fach­berater Geschichte am ZSL (Zentrum für Schulqualität und Lehrer­bildung) und Re­feren­dars­aus­bilder am Seminar Weingarten, und Philipp Reinhardt, sein ehe­maliger Schüler und als Sinto Ko-Autor eines Unterrichts­konzepts zum Zwangs­lager Ummenwinkel. Darin wird die Geschichte der Sinti im Ravensburg (Oberschwaben) der 1930er und 1940er Jahre in einen größeren Kontext ein­ge­ordnet.

Im Podcast wird an vielen komplizierten Bereichen der Geschichts­forschung und -di­dak­tik gerührt: Wie soll man solch ein monströ­ses Thema im Unterricht an­ge­messen be­handeln? Was muss un­bedingt beachtet werden, was sollte man vermeiden? Welche Per­spektiven und welche Sprach­regelungen sind zu beachten? Und natürlich – wie kann man heute anti­ziganis­tischen Haltungen be­gegnen? Read the rest of this entry »

Facts & Figures (559)

Juni 12th, 2025  |  Published in Facts & Figures, Rassismus & Menschenrechte

Im deutschen „Ver­fas­sungs­schutz­bericht 2024“ kommt der The­men­­bereich „Anti­zi­ga­nis­mus“ kein einziges Mal vor.

(Quelle/pdf)

Roma-Butschu im Kulturhaus Unterwart

Juni 11th, 2025  |  Published in Musik, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 10.5.2025 | 6:53 min

Roma-Butschu ando Kultura­kero kher Tenu­erbate

Suboton, 7. juni, 2025, o tradicijoneli Roma-Butschu tel likerdo ulo. Sar sako bersch i muschika i burgen­landitiki tradicija ando masch­karutno punkto terdschino. O Roma-Butschu hi jek mula­tin­tschago le kultu­rendar le flogos­kere grup­nendar, kaj o Romane bandi, „Romano Rath“ i „Leon Berger Band“, sar Csörge, i horvacki tam­burica „Vlahija“, „Post Meridiem Band“ taj i nevi khetan beschti banda „Romantic Death“ pumaro dscha­nipe sikade. I kultureli diver­sitata adaj upro programo terdschino, pe ar te parul taj khetan te mu­latinel.

Der Roma-Butschu (Roma-Kirtag) ist ein Fest der Kulturen und Volksgruppen im Burgenland. Seit dem Jahr 1991 trifft man sich und feiert ge­mein­sam – Roma und Nicht-Roma. Es geht um kultu­relle Diversität, um das Mit­einander der ver­schie­denen Volks­gruppen. Im Mittel­punkt steht dabei jedes Jahr die Musik. Neben den Oberwarter Roma-Bands „Romano Rath“ und „Leon Berger Band“ präsen­tierten heuer auch die neu ge­gründete Band „Romantic Death“ ihr Können. Read the rest of this entry »

Wer hört hin, wenn es wieder brennt?

Juni 10th, 2025  |  Published in Einrichtungen, Politik, Rassismus & Menschenrechte

Online-Petition in Deutschland (Bild: Gjulner Sejdi auf WeAct!, unter Verwendung eines Bildes von Violeta Balog/Amaro Foro)Die neue deutsche Bundesregierung will auf die Nachbesetzung der Stelle des Anti­ziganis­mus-Be­auf­tragten verzichten. Die Abschaffung dieses erst 2022 ge­schaf­fenen Amtes be­deutet einen „Schlag ins Gesicht für die Sinti und Roma“. Im Folgen­den geben wir, ins­beson­dere für unsere Leserin­nen und Leser in Deutschland, den Text einer On­line-Pe­tition wieder:

Petition: Antiziganismus bekämpfen – Beauftragtenstelle für Sinti und Roma wieder besetzen!

Gestartet von Gjulner Sejdi
→Zum Unterzeichnen

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Merz,
sehr geehrte Frau Ministerin Prien,

wir sind Sinti und Roma*) – Bürgerinnen und Bürger dieses Landes. Deutsch­land hat uns unter dem NS-Regime verfolgt, depor­tiert, ermor­det. Über 500.000 Menschen. Der Völkermord an unserer Minder­heit ist noch immer nicht vollständig auf­ge­arbeitet. Und auch heute erleben wir täglich Aus­gren­zung, Hass, Dis­kriminie­rung – Anti­ziganis­mus. Und der nimmt zu. Umso un­ver­ständli­cher ist es für uns, dass die Bundes­regierung die Stelle des Be­auf­tragten für die Belange von Sinti und Roma und gegen Anti­ziganis­mus ein­fach ge­stri­chen hat – still und leise, ohne Begrün­dung, ohne neue Per­spektive.

Der bisherige Beauftragte Mehmet Daimagüler hat Mut bewiesen, klar ge­sprochen und ge­handelt – im Namen der Bundes­regierung. Drei Bei­spiele zeigen, wie wichtig seine Rolle war: Read the rest of this entry »

Romani Ora (4.6., 5.6. und 6.6.2025)

Juni 8th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 4.6.2025 (mp3)

Fußball verbindet, das zeigt auch der in Wien akti­ve Ama­teur-Verein „SV Gipsy Kings“. Der von Roma ge­grün­dete Sport­verein steht dies­mal im Fokus unse­rer „Romani Ora“. Dazu prä­sen­tieren wir Ihnen die Volks­gruppen­nach­richten und die viel­fältigste Roma-Musik.


Anhören: →Sendung vom 5.6.2025 (mp3)

Beim Autobedarf Franz in Siget in der Wart ging Ende Mai das 3. Bene­fiz-Old­timer-Tref­fen für einen guten Zweck über die Bühne. Neben PS, Solida­rität und Kulinarik gab es auch Musik und jede Menge gute Stimmung.


Anhören: →Sendung vom 6.6.2025 (mp3)

Die Freitagsausgabe der „Romani Ora“ auf Radio MORA hat pünkt­lich zum Beginn des Wochen­endes die Ver­anstal­tungs­hin­weise/ Mula­tin­tschage mit dabei. Und in der Jugend­sendung nimmt Sie Adi Gussak mit zu einem Konzert des Deutsch­rappers „Gzuz“.

Mirga-Tas in Bregenz: „Tełe Ćerhenia Jekh Jag“

Juni 6th, 2025  |  Published in Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen

Małgorzata Mirga-Tas, Tełe Ćerhenia Jekh Jag, Detailansicht 1. Obergeschoss Kunsthaus Bregenz, 2025: ""Kana werdan jawela kierdo andro drom (When the wagon is ready to go), 2025 Foto: Markus Tretter © Małgorzata Mirga-Tas, Kunsthaus Bregenz, Courtesy of the artist, Foksal Gallery Foundation, Warschau, Frith Street Gallery, London, Karma International, ZürichAusstellung im Kunsthaus Bregenz
Zu sehen bis 28.9.2025
Eröffnung: Freitag, 6. Juni, 19 Uhr

Małgorzata Mirga-Tas’ Kunst widmet sich den Lebens­welten der Rom*nja, in detail­reichen, realis­tischen Dar­stellun­gen porträ­tiert sie all­tägliche Szenen — das Rauchen einer Zigarette, das Spielen von Karten oder das Auf­hängen von Wäsche. Im Kunst­haus Bregenz zeigt sie zudem Plastiken, die eigens für diese Räume ge­schaffen wurden. Sie greifen mythische Erzählun­gen auf und sind zu­gleich Sinn­bilder der gegen­wär­tigen Conditio humana.

Internationale Bekanntheit erlangte Mirga-Tas 2022 auf der Biennale in Venedig, wo sie den Polnischen Pavillon mit groß­flächigen Textil­arbeiten aus­kleidete. Drei Bild­register zitieren Monats­dar­stellungen, die von einem berühm­ten Fresko­zyklus der italieni­schen Renaissance inspiriert sind: dem Kalender im Palazzo Schifa­noia in Ferrara. Die Tierkreis­zeichen in der Mitte des Werks werden von fast lebens­großen Porträts flankiert. Der obere, farben­prächtige Fries berichtet von der Geschichte der Rom*nja und ihrem Auszug nach Europa. Es ist eine Erzählung über Migration und noma­disches Leben, die in der Dar­stellung histori­scher Kleidung, der Tiere und weit­läufigen Landschaften lebendig wird. Das untere Register zeigt Alltags­szenen der Gegen­wart — Gemein­schaft, Weiblich­keit, Freund­schaft und Familie.

Indem die Rom*nja-Gemeinschaft ihre eigenen Erzählungen zurück­erobert, bricht sie mit den von Teilen der Gesell­schaft auf sie proji­zierten jahr­hunderte­alten Fremd­bildern. Die Technik der Stoff­collage knüpft an die Rom*nja-Hand­werks­kunst an. Doch Mirga-Tas’ textile Kunst ist weit mehr als eine Hommage an traditio­nelle Frauen­arbeit. Sie erhebt das Nähen in den Rang einer politi­schen Praxis. In einem Bild findet sich ein Selbst­porträt, das sie im Freien gemein­sam mit anderen Frauen beim Nähen zeigt. Diese Frauen­figuren sind nicht passive Ak­teur*in­nen, sondern Prota­go­nist*in­nen ihres eigenen Lebens. Arbeit erscheint in ihrer Kunst nicht als Last, sondern als Quelle von Identität und Gemein­schaft. Read the rest of this entry »

Romani Ora (28.5., 30.5., 2.6. und 3.6.2025)

Juni 5th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 28.5.2025 (mp3)

In der Mittwochsausgabe der „Romani Ora“ berichtet uns Adi Gussak vom Final­spiel der Oberwart Gunners, die sich zum vierten Mal den Meister­titel in der öster­reichi­schen Basket­ball-Liga sicher­ten. Mehr dazu hören Sie im Tages­thema.


Anhören: →Sendung vom 30.5.2025 (mp3)

Die Freitagsausgabe der „Romani Ora“ auf Radio MORA mit dem Ver­anstal­tungs­kalender und der Jugend­sendung „Young, wild and free – le ternenge“. Darin hören erfahren Sie diesmal mehr über die „GROW-Job­börse“, die im Ein­kaufs­zentrum „EO“ in Oberwart ab­ge­halten wurde.


Anhören: →Sendung vom 2.6.2025 (mp3)

Das ist der „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA, präsentiert von Tina Nardai. Neben den Volks­gruppen­nach­rich­ten hören Sie die ultima­tive Dosis an Roma-Musik.


Anhören: →Sendung vom 3.6.2025 (mp3)

Die „Omas gegen Rechts Südburgenland“ machten mit ihrem Demokratie­quiz im Oberwarter Stadt­garten auf sich auf­merksam. Die genau­eren Infos dazu gibt es im aktuellen Tages­beitrag der „Romani Ora“.

Urgent Action: Zwangsräumungen in Sofia

Juni 4th, 2025  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

Amnesty InternationalRund 200 Roma und Romnja in Sofia sind nach der Zer­stö­rung ihrer Häuser durch die loka­len Be­hör­den ob­dach­los ge­worden. Die Polizei führte die Zwangs­räumun­gen ohne ord­nungs­ge­mäßes Ve­rfahren, ohne an­ge­messene Vor­an­kündi­gung und ohne Prüfung alter­na­tiver Lösun­gen durch. Das Vor­gehen der Be­hörden ist eine direkte Ver­letzung eines Urteils des Euro­päi­schen Ge­richts­hofs für Men­schen­rechte (EGMR) vom 11. April. Dieser hatte die Re­gie­rung an­ge­wiesen, bis zur Klärung eines Rechts­streits den Abriss der Häuser ein­zu­stellen. Die be­trof­fe­nen Familien, darun­ter Kinder, ältere Men­schen, Schwan­gere und Men­schen mit Be­hin­derun­gen, sind nun ohne Unter­kunft, Wasser und Strom.

→URGENT ACTION: Setz dich ein! (Bis 9. Nov. 2025)

Die Lage der geräumten Rom*nja-Familien des Stadtteils Zaharna Fabrika in Sofia ist nach wie vor katastro­phal. Seit dem 15. April hat die Bezirks­ver­waltung von Ilinden in Sofia Dutzende von Häusern in Zaharna Fabrika ab­reißen lassen, wodurch fast 200 Rom*nja – darun­ter Kinder, ältere Menschen und Schwangere – obdachlos wurden. Die meisten Familien sind ohne Unter­kunft und haben keinen Zugang zu grund­legen­den Dienst­leistun­gen wie Wasser, Strom, Ge­sundheits­ver­sorgung und Bildung. Seit dem Abriss haben die Behörden nur wenigen Familien eine alternative Unter­kunft zur Ver­fügung gestellt. Die meisten von ihnen leben unter äußerst pre­kären Be­dingun­gen, schlafen in Zelten oder sind auf Behelfs­unter­künfte an­gewiesen.

Die Zerstörung der Häuser erfolgte ohne ein angemessenes Verfahren, ohne Vor­an­kündigung und ohne echte Kon­sultation zur Auslotung von Alternativ­lösungen. Damit wurde ein Urteil des Euro­päi­schen Gerichts­hofs für Men­schen­rechte (EGMR) vom 11. April miss­achtet, das die bulgarischen Behörden an­ge­wiesen hatte, die Räumungen so lange aus­zu­setzen, bis alter­native Unterkunfts­mög­lich­keiten vorliegen. Mit der Miss­achtung dieses Urteils haben die bulgarischen Behörden gegen ihre inter­nationalen und regionalen Menschen­rechts­ver­pflich­tun­gen verstoßen, ein­schließ­lich der Gewährleistung des Rechts auf angemessenen Wohnraum. Danach sind Zwangsräumungen nur als letztes Mittel zulässig, und zwar nach einer echten Kon­sultation, bei der alle Alter­nativen zu einer Räumung ge­prüft werden, nach der Bereit­stellung einer an­ge­messe­nen Alter­nativ­unterkunft und nach der Um­setzung von Schutz­maß­nahmen zum Schutz der Würde und der Rechte der Betrof­fenen. Amnesty Inter­national ist der Ansicht, dass die Räumungen an­gesichts des Fehlens von Ver­fahrens­garantien und der daraus resul­tierenden Obdach­losigkeit der meisten Betroffenen Zwangs­räumungen gleich­kommen – einer Praxis, die nach den inter­nationalen und regionalen Menschen­rechts­ver­pflichtun­gen Bulgariens verboten ist. Read the rest of this entry »

Romani Ora (22., 23., 26. und 27.5.2025)

Juni 2nd, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 22.5.2025 (mp3)

„Fair vorgesorgt? Frauen, Pensionen & Ge­rech­tig­keit“ – ein auf­schluss­reicher Vortrag von Dr.in Ingrid Mairhuber im Offenen Haus Oberwart ist Tages­thema dieser „Romani Ora“. Prä­sen­tiert von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 23.5.2025 (mp3)

Neben den Veranstaltungs­hin­wei­sen/ Mu­la­tin­tschage berei­chert Adi Gussak unsere „Romani Ora“ mit seiner Jugend­sendung „Young, wild and free – le ter­nenge“. In dieser Aus­gabe nimmt er die schrift­liche Matura ein wenig genauer unter die Lupe.


Anhören: →Sendung vom 26.5.2025 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag beschert Ihnen einen mu­sika­lischen, schwung­vollen Start in die neue Woche. Mit den aktuellen News unserer Volks­gruppen­nach­richten wird unsere vielfältige Musik­sendung infor­mativ ab­ge­rundet.


Anhören: →Sendung vom 27.5.2025 (mp3)

In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ nehmen wir Sie mit auf einem Fahrrad­flohmarkt, der im Ober­warter Stadt­garten ab­ge­halten wurde. Hier hatten Be­su­cher:in­nen und Ver­käu­fer:in­nen die Möglich­keit, ein ge­brauch­tes Rad günstig zu erwerben oder ein aus­ge­dien­tes Rad zu ver­kaufen.

7. Juni: Roma-Butschu 2025 in Unterwart

Mai 31st, 2025  |  Published in Einrichtungen, Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen

Butschu 2025Sa./Sub., 7. Juni 2025
Beginn/kesdipe: 19:00 Uhr/orenge

Kulturhaus, Marienplatz 5 in Unterwart/Kulturakero kher, Mariakero than 5, Tenu Erba

Der Roma-Butschu (Roma-Kirtag) ist ein Fest der Kulturen und Volks­gruppen im Burgenland. Seit 1991 feiern Roma und Nicht-Roma ge­mein­sam ein Fest der Vielfalt und Diver­sitäten. Im Mittel­punkt steht dabei jedes Jahr die Musik. Neben den Ober­warter Roma-Bands „Romano Rath“ und „Leon Berger Band“ prä­sentie­ren heuer auch die „Post Meridiem Band“ und „Romantic Death“ ihr Kön­nen. Wei­ters stehen musi­kali­sche Dar­bietun­gen der ungari­schen „Volks­musik­gruppe Csörge“ und der „Tam­burica Vlahija“ auf dem Pro­gramm. Der Eintritt ist frei!

O Roma-Butschu jek mulatin­tschago le kultu­rendar taj flogos­kere grupnen­dar ando Burgen­land hi. Sajt o bersch 1991, o Roma taj o gadsche, khetan jek mula­tin­tschago le minden­feliti­kostar mula­tinen. Ando masch­karutno punkto sako bersch i muschika terdschol. Pasche o erbakere Ro­mengere-bandi „Romano Rath“ taj „Leon Berger banda“ sikan ada bersch te i „Post Meridiem banda“ taj „Romantic Death“ lengero dscha­nipe. Taj akor meg te muschi­kakere khelip­tscha la ungrika­kera flogos­kera mu­schi­kakera grupnatar „Csörge“ taj la tam­buri­catar „Vlahija“ upro programo terdschon. O ande­dscha­jipe na­phandlo hi!

Facts & Figures (558)

Mai 31st, 2025  |  Published in Facts & Figures

Im österreichischen „Ver­fas­sungs­schutz­bericht 2024“ wird der The­men­­kom­plex „Anti­zi­ga­nis­mus“ kein ein­zi­ges Mal er­wähnt.

(Quelle/pdf)

„Schlag ins Gesicht für die Sinti und Roma“

Mai 30th, 2025  |  Published in Einrichtungen, Politik, Rassismus & Menschenrechte

Deutschland: Erster und möglicherweise letzter Antiziganismus-Bundesbeauftragter Mehmet Daimagüler (Bild: Harald Bischoff/Wikimedia, CC BY-SA 3.0)Neue deutsche Bundesregierung verzich­tet auf Anti­ziganis­mus-Be­auf­tragten

Vor drei Jahren schuf die deutsche Bundesregierung das Amt des „Beauf­tragten der Bundes­regierung gegen Anti­ziganis­mus und für das Leben der Sinti und Roma in Deutschland“. Die im Mai 2022 neu ge­schaffene Stelle wurde mit dem Rechts­anwalt und Publi­zisten Mehmet Daimagüler be­traut. Zu­geordnet war die Stelle dem Familien­ministerium. Die Bundes­regierung konnte somit auf die Expertise eines Anti­semitismus-, eines Anti­rassismus- und eines Anti­ziganismus­be­auftrag­ten zurück­greifen.

Nun soll die Stelle jedoch wieder abgeschafft werden. Daimagüler hatte erst kürzlich seinen Rücktritt aus persön­lichen Gründen bekannt gegeben. Wie am Mitt­woch publik wurde, will die Bundes­regierung die vakante Stelle nicht mehr nach­besetzen. „Eine Ab­schaffung des Amts wäre ein Schlag ins Gesicht für die Sinti und Roma in Deut­schland“, zitiert die „taz“ den bis­herigen Amts­inhaber.

Auch der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma reagiert brüskiert auf Presse­berichte zur Ab­schaf­fung des Beauf­tragten: „Ich kann mir nicht vor­stellen, dass die Bundes­regierung einen solchen Schritt gehen würde, ohne dies mit dem Zentralrat ab­zu­sprechen. Und das ist nicht ge­sche­hen“, zitiert die Agentur KNA den Vor­sitzenden des Zentralrats Romani Rose. Er habe die Bundes­regierung in einem Schreiben aufgefordert, die Stelle des Beauftragten beizubehalten und für Klarheit zu sorgen. „Und nach den nun auf­ge­tauchten Berichten über eine ver­meint­liche Streichung werde ich mich noch­mals an die Bundes­regierung wenden.“

„Unsichtbarmachung“

Kelly Laubinger, Leiterin der Sinti-Union Schleswig-Holstein, spricht von „Unsichtbar­machung“ und „politi­schem Skandal“: „Gemein­sam mit der Nicht-Er­wähnung der histo­rischen Ver­ant­wortung der Sinti und Roma und der Unsichtbar­machung der struk­turellen Gewalt an Sinti und Roma im aktuellen Koalitions­vertrag reiht sich dieser politi­sche Skandal in den politischen Offen­barungs­eid der aktu­ellen Bundes­regierung ein: Sinti und Roma werden be­wusst poli­tisch margi­nalisiert. Read the rest of this entry »

Schulsegregation: „Nur langsame Fortschritte“

Mai 29th, 2025  |  Published in Dokumente & Berichte, Jugend & Bildung, Politik, Rassismus & Menschenrechte

Annual Report 2024 (Titelblatt)Kommission zur Bekämpfung von Rassismus und In­tole­ranz (ECRI): Segre­ga­tion von Roma-Schülern gehört zu den wich­tigs­ten Heraus­for­de­run­gen

In ihrem Jahresbericht 2024 nennt das Europarats­organ für die Be­kämpfung von Rassismus, die Euro­päi­sche Kom­mission gegen Ras­sismus und Intole­ranz (ECRI), vier zentrale politische Heraus­for­derun­gen für die euro­päischen Staaten: die Be­kämpfung des Einsatzes von rassistischer Profil­erstellung durch die Straf­verfolgungs­behörden, die Be­kämpfung der Segre­gation von Roma-Kin­dern in der Schule, die Gewähr­leistung gleicher Rechte und Würde für Trans­gender-Per­so­nen und Inter­sexuelle und die Stär­kung der nationa­len Gleich­behand­lungs­stellen. Positive poli­tische Ent­wicklun­gen werden in dem Bericht eben­falls her­vor­gehoben. [...]

In mehreren Mitgliedstaaten des Europarats wurde weiter­hin ein hohes Maß an schulischer Segre­gation von Roma-Kindern be­obach­tet, was zu einer gerin­geren Qualität der Bildung führt. ECRI stellt fest, dass die hohe Kon­zentra­tion von Roma-Kin­dern in bestimm­ten Schulen offen­bar das Ergebnis der Wohn­segregation ist, aber auch der an­halten­den Praxis der Schul­behörden, Roma-Kinder in ge­trenn­ten Klassen oder Gebäuden zu unter­richten. Trotz der von vielen Mit­glied­staaten ergrif­fenen Maß­nahmen – ein­schließ­lich der An­erken­nung der schuli­schen Segregation als ernst­hafte Form der Dis­kriminie­rung, ihres aus­drückli­chen Verbots und der Unter­stützung von Roma-Kin­dern durch spe­zielle Schul­assistenten – wurden nur lang­same Fort­schritte bei der Auf­he­bung der faktischen Segre­gation erzielt. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (557)

Mai 27th, 2025  |  Published in Facts & Figures

Die früheste Verwendung des Be­griffs Anti­zi­ga­nis­mus (antițigănism) in Ru­mä­nien fin­det sich in einem Do­ku­ment der Ru­mä­ni­schen Kom­mu­nis­ti­schen Partei von 1949.

(Quelle)

Politische Theorie des Antiziganismus

Mai 26th, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Tittel CoverLaura Soréna Tittel: Politische Theorie des Anti­ziganismus. Genese und Kritik eines modernen Herr­schafts­ver­hält­nisses (=Beiträge zur kritischen Anti­ziganis­mus­forschung, Bd. 2), transcript Verlag: Bielefeld 2025 [Erschei­nungs­datum: 20.12.2024], 258 Seiten.

→Open Access: Download (pdf)

Antiziganismus ist bis heute weit verbreitet und betrifft Sinti*ze und Rom*nja als An­ge­hörige der größten Minder­heit Europas in beson­derem Maße. Dennoch wird das Thema in Wissen­schaft und Gesell­schaft gleicher­maßen verdrängt. Im Anschluss an die kritische Gesellschafts­theorie ver­bindet Laura Soréna Tittel Über­legungen zur Funktion der »Zigeuner«-Figur in der politi­schen Theorie von Kant, Marx und Adorno mit um­fang­reichem Quellen­material, das von früh­neu­zeitlichen Gesetzes­texten bis zu polizeilich ein­ge­setzten Bildern reicht. Sie zeigt die Genese des modernen Anti­ziganis­mus in der Aufklärung, im Kapitalismus und in der Staatenbildung auf und ermög­licht so kritische Perspek­tiven auf ein gesell­schaft­liches Herrschaftsverhältnis.

(Text: transcript Verlag)

Rumänien-Wahl: Roma waren mit entscheidend

Mai 25th, 2025  |  Published in Politik

Der künftige rumänische Staatspräsident Nicușor Dan (Foto: Screenshot aus einem Wahlkampfspot in den Sozialen Medien, Nicușor Dan)Roma-Wählerinnen und -Wähler waren mit ­ent­schei­dend bei der rumä­ni­schen Prä­sident­schafts­wahl 2025. Ein be­fürch­te­ter Sieg des rechts­extre­men Kan­di­daten George Simion wurde ab­ge­wendet – nicht zu­letzt auch dank einer bei­spiel­lo­sen Mobi­li­sie­rung in den Roma-Ge­mein­den.

Bei der Präsidentschaftwahl in Rumänien am 18. Mai 2025 konnte sich, nach einer turbu­lenten Vor­geschichte, der pro-euro­päi­sche liberale Kandidat Nicușor Dan (parteilos), bisher Bürger­meister von Bukarest, durch­setzen. Der von vielen befürch­tete Wahlsieg seines rechts­extremen, pro-rus­si­schen Konkur­renten George Simion (AUR) blieb aus. Dieser hatte die erste Runde am 4. Mai – bei niedri­ger Wahl­beteili­gung – fulmi­nant für sich ent­schieden; damit schien eine „Macht­ergreifung von Rechts­extremisten in greif­bare Nähe“ (Deutsche Welle) ge­rückt. Für Rumänien und Europa wäre ein Wahlsieg Simi­ons in der Stichwahl „ein tiefer Ein­schnitt und eine politische Katastro­phe“ ge­wesen – „im wichtig­sten EU- und NATO-Land Südost­europas“. Noch nie sei eine Wahl „so ent­scheidend gewesen, mit so offen­sicht­lichen geo­politischen Aus­wirkun­gen“, betonte etwa der rumä­nische Politologe Sergiu Miscoiu.

Dem parteilosen Kandidaten Dan gelang es, seinen Rückstand von 20 Prozent­punkten auf den Nationalis­ten Simion in nur zwei Wochen wett­zu­machen: Er siegte mit 54,6 Prozent, sein Kon­kurrent kam auf 46,4 Prozent. (Im ersten Wahlgang lag Simion noch mit 41 zu 21 Prozent voran.)

Historische Wahlbeteiligung

Zu verdanken ist dies insbesondere auch den Stimmen aus der Roma-Min­der­heit. Diese spielte, dank einer stark gestie­genen Wahl­beteiligung von Roma-Wäh­lerin­nen und -Wäh­lern, eine ent­scheidende Rolle bei der Stichwahl. Dies ergab eine Analyse der Stiftung Roma for Democracy (RFD). Read the rest of this entry »

Facts & Figures (556)

Mai 24th, 2025  |  Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken

In Ru­mä­ni­en er­in­nert ein einziges öffent­li­ches Ge­­denk­­zei­chen – eine Ge­denk­tafel im Kloster Tismana – an die jahr­hun­der­te­lan­ge Ver­skla­vung der Roma.

(Quelle)

Romani Ora (15., 16., 19., 20. und 21.5.2025)

Mai 23rd, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 15.5.2025 (mp3)

In dieser „Romani Ora“ aus Oberwart hören Sie den Ab­schluss der Reihe unserer Beiträge an­lässlich der 80. Jahres­tags der Befreiung der Kon­zentra­tions­lager Maut­hausen und Gusen. Die Gedenk- und Befreiungs­feier in Mauthausen, an der rund 20.000 Menschen teil­nahmen, ist diesmal unser Tages­thema.


Anhören: →Sendung vom 16.5.2025 (mp3)

Brainrot“ – ein aktuelles Phänomen aus dem Internet, das über­wiegend junge Menschen interes­siert – wird von Adi Gussak in der Jugendrubrik „Young, wild and free – le ternenge” behandelt. Neben den Ver­anstal­tungs­hin­wei­sen/ Mu­la­tini­tschage hören Sie die un­ver­kenn­bare „Romani Ora“-Playlist.


Anhören: →Sendung vom 19.5.2025 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA: Gönnen Sie sich eine Pause vom Alltag, lassen Sie Ihre Gehör­nerven ver­wöhnen und tauchen Sie ein in die Klang­welt von „Romani Ora“, Ohrwürmer garan­tiert – Mitsch­wingen aus­drück­lich erlaubt!


Anhören: →Sendung vom 20.5.2025 (mp3)

Im Tagesbeitrag hören Sie ein Gespräch mit Angelika Bayer-Miertl. Sie hat ein Buch über ihren Groß­vater, Stefan Miertl, ge­schrieben. Eine persön­liche Spuren­suche in Zeiten des Krieges, der Flucht und der Heimkehr. „Liebster Herrgott, lass mein Fleh’n nicht vergeblich sein“ ist der 15. Band der „Burgen­ländi­schen Lebens­geschichten“.


Anhören: →Sendung vom 21.5.2025 (mp3)

Das Arbeitsmarkt- und Qualifizierungsprojekt „O drom andi cukunft – der Weg in die Zukunft“ nahm an einem Workshop der Schulden­beratung des Land Burgenlands teil. Mehr dazu hören Sie im heutigen Tages­beitrag. Außer­dem er­halten Sie in dieser Ausgabe auch wieder die zwei­sprachigen Volks­gruppen­nach­richten.