Januar 31st, 2017 |
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Medien & Presse
Vor einigen Tagen haben wir berichtet, dass in Österreich die mediale Präsenz Roma-bezogener Themen im letzten Jahr auf die Hälfte geschrumpft ist. Eine weitere Frage, die uns bei der Volltextsuche in den Online-Archiven interessierte, war, wie viel Platz die untersuchten österreichischen Tageszeitungen dem Roma-Thema in den letzten fünf Jahren einräumten. Das Resultat: Der Standard (derStandard.at) stellt mit seiner Vielzahl themenbezogener Artikel alle anderen heimischen Medien in den Schatten. Das Online-Angebot der Kleinen Zeitung und die Wiener Zeitung folgen auf Platz 2 und 3, und zwar mit erheblichem Abstand. Als Schlusslicht rangiert – nach Kurier, Oberösterreichische Nachrichten und Salzburger Nachrichten – die Tageszeitung Die Presse auf dem siebten Platz.
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Januar 30th, 2017 |
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Facts & Figures, Rassismus & Menschenrechte
Bis 2001 beinhalteten Polizeiformulare für Tatverdächtige in Bayern ein zusätzl. Feld mit der Sonderkategorie „Typ Roma/Sinti“.
(Quelle)
Januar 28th, 2017 |
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Literatur & Bücher, Veranstaltungen & Ausstellungen
Buchpräsentation mit Stefan Horvath
Sa., 4. Februar 2017, 19:00 Uhr, im Offenen Haus Oberwart (OHO), Lisztg. 12, Oberwart (Eintritt: freie Spende). Musikalische Untermalung: „David Samer Trio“
Stefan Horvath:
So gewaltig ist nichts wie die Angst
Texte aus zwei Jahrzehnten
ed. lex liszt 12: Oberwart 2017
„Solange die Toten mit mir reden, werde ich immer meine Stimme erheben.“
Stefan Horvath, 2016 ausgezeichnet mit dem Theodor-Kramer-Preis für Schreiben im Widerstand und Exil, legt mit „So gewaltig ist nichts wie die Angst“ ein sehr persönliches Buch vor, in dem er Texte aus zwei Jahrzehnten zusammenführt. Themen, die den Autor aus der Oberwarter Roma-Siedlung seit Beginn seines Schreibens unentwegt beschäftigen, finden in dieser Collage von Texten in erzählerischer und lyrischer Form Ausdruck: mit fiktiven Geschichten verleiht der Nachkomme zweier KZ-Überlebender den Opfern der Konzentrationslager eine Stimme, anschaulich beschreibt er seine Kindheit und sein Heranwachsen in der Roma-Siedlung und er stellt Fragen nach Entwicklungen und Veränderungen, die das schreckliche Attentat 1995 zur Folge hatte, wie auch nach der gegenwärtigen Situation der Volksgruppe. Es ist ein Schreiben gegen das Vergessen, aber auch ein Nicht-Vergessen-Können. Die Wunden sind vernarbt, doch nicht verheilt – aktuelle Ereignisse brechen sie auf und es entstehen Texte wie in diesem Buch: berührend und geprägt von stillem Schmerz.
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Januar 27th, 2017 |
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Medien & Presse
Das Medieninteresse an Roma-Themen bricht dramatisch ein: 2016 erschienen in Österreichs Tageszeitungen nur noch halb so viele Artikel wie im Jahr zuvor.
2016 war kein gutes Jahr. Das Flüchtlingsthema, Terrorismus und der Aufstieg von Rechtsextremen und -populisten dominierten den medialen Diskurs und verdrängten andere Bereiche aus der Öffentlichkeit. Das betrifft insbesondere auch die Medienpräsenz von Roma- und Sinti-Themen. Wir haben uns anhand einer Volltextsuche in den Online-Archiven von sieben österreichischen Tageszeitungen (Ergebnisse hier) angesehen, wie viele Artikel in den letzten fünf Jahren erschienen sind, die das Thema Roma und Sinti behandelten. Und wir staunten, wie stark sich der Verdrängungsprozess 2016 ausgewirkt hat: Gegenüber 2015 ist die Anzahl der Artikel, die sich 2016 mit Roma und Sinti befassten, um fast die Hälfte (-47,1 Prozent) zurückgegangen. Die – oft mühsam erkämpfte – Aufmerksamkeit, die der Volksgruppe in den letzten Jahren zuteil wurde, scheint durch die Brisanz anderer Themen und Debatten plötzlich dahin.
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Januar 26th, 2017 |
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Film & Theater
O schauschpileri Nazif Mujić, savo usi Berlinale ando bersch i rupuni medva uschtidija, iste la vasch lojengeri briga bikentscha. O kartschengero khelaschi Senadin Ćosić 4.000 Euro le vasche dija. Mujič ando film „Aus dem Leben eines Schrottsammlers“ mit kheltscha.
Igen pharo leske pelo la otscha te del, phenel ov la AFP-ake. „Ham mre tschave imar trin di nischta te hal sina.“
Na dur ando udut ojs schauschpileri
Nazif Mujić, Rom andar i Bosnija, savo srastaschengero khedaschi hi, ando bersch 2013 jeka rolake ando film „Aus dem Leben eines Schrottsammlers“ i rupuni medva uschtidija. Ov ham na dur ando udut ojs schauschpileri terdschino. Mujić akan ojs srastaschi butschalinel taj ando di valami 3,50 euro ande lel, savenca pre tschavenge tschulo habe uschtidel. „Me mro phuro verda bikentschom, taj poar avre koji taj akor i rupuni medva“. Paloda mri briga so man hi, usi Berlinale phukatschom. Read the rest of this entry »
Januar 25th, 2017 |
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Ehrungen & Nachrufe

Am Sonntag ist Josef Horwath
aus Kleinbachselten im 73. Lebensjahr verstorben.
Am Freitag ab 18 Uhr treffen wir uns zum gemeinsamen Gebet in der Aufbahrungshalle Bachselten.
Die Begräbnisfeier beginnt am Samstag, den 28. Jänner, um 11 Uhr mit der Heiligen Messe in der Aufbahrungshalle. Abschließend begleiten wir unseren lieben Verstorbenen auf den Ortsfriedhof Kleinbachselten zur letzten Ruhestätte.
Vor einigen Jahren stellte sich Josef Horwath als Interviewpartner für unsere Roma-Zeitzeugen-Edition „Mri Historija“ zur Verfügung. Heft 11 der dROMa-Sonderreihe ist seiner Lebensgeschichte gewidmet. Besonders außergewöhnlich war Josef Horwaths frühes Eintreten für die Volksgruppe der Roma. In den späten 60er-Jahren, als die Anerkennung und Institutionalisierung der Volksgruppe noch nicht einmal angedacht waren, war Josef Horwath der Erste, der Roma-Bälle, damals noch „Zigeunerball“ genannt, organisierte. Und nach anfänglicher Skepsis beteiligte er sich auch tatkräftig als Kassier an der Vereinsarbeit des ersten Roma-Vereins („Verein Roma“): „Rom zu sein, bedeutet für mich, im Herzen Rom zu sein. Dazu zu stehen und es nicht zu verschweigen, das ist das Wichtigste.“
Unser aufrichtiges Mitgefühl und Beileid gilt seinen Angehörigen und Freunden!
Januar 22nd, 2017 |
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Facts & Figures, Politik
Zwischen 1989 und 2014 waren in Ungarn 36 Roma-Parteien registriert, 10 davon nahmen – erfolglos – an Wahlen teil.
(Quelle)
Januar 19th, 2017 |
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Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Deutsches Bundesverfassungsgericht argumentiert inkonsequent. Ablehnung des NPD-Verbots ist Herausforderung für streitbare Demokratie.
Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma ist über die Ablehnung des NPD-Verbots durch das Bundesverfassungsgericht enttäuscht. Diese Entscheidung stellt eine vertane Chance zur Unterbindung rechtsextremen Propaganda und Hetze, zugleich aber eine Herausforderung der streitbaren Demokratie dar. Begrüßenswert ist jedoch die Bestätigung der Wesensverwandtschaft der NPD mit dem Nationalsozialismus sowie deren antisemitischen Grundhaltung durch das Gericht.
Zu der Entscheidung erklärte der Zentralratsvorsitzende Romani Rose:
„Die NPD hat bei Landtagswahlen und bei der letzten Bundestagswahl massiv gegen Sinti und Roma gehetzt. Das Bundesverfassungsgericht argumentiert inkonsequent, wenn einerseits die NPD als verfassungsfeindliche und rassistische Partei benannt wird, dann aber wegen zu geringer Wirksamkeit nicht verboten werden müsse. Sinti und Roma gehören zum Feindbild der NPD. Zur Stärkung unseres demokratischen Rechtsstaates wäre eine Absage an die rechtsextreme Blut- und Bodenideologie durch ein Verbot sehr wichtig gewesen.“
Auch wenn das Gericht bei der NPD keine Aussicht sehe, künftig wieder politisch erfolgreicher und schlagkräftiger zu werden, stelle sich angesichts der bevorstehenden Bundestagswahlen die Frage, inwieweit die menschenverachtende Propaganda der NPD weiter aus Steuermitteln finanziert werde.
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Januar 16th, 2017 |
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Einrichtungen
Am 13.1.2017 fand die offizielle Eröffnungsfeier der Rom und Cinti Union e.V. statt. Zu den Gästen zählten Freunde der Rom und Cinti Union e.V., Mitarbeiter der Behörde für Arbeit und soziales Hamburg und die Senatorin für Soziales, Dr. Melanie Leonhard. Eröffnet wurde die Feier durch das traditionelle Zerschneiden des „roten Bands“ durch die Senatorin. Im Anschluss hielten Frau Sozialsenatorin Leonhard und RCU-Vorstandsvorsitzender Rudko Kawczyski eine Rede, bei der es um die Vergangenheit, die Zukunft und natürlich um die neuen Räumlichkeiten der Rom und Cinti Union e.V. ging. Danach wurde Roma-typische Musik gespielt und auf die neuen Räumlichkeiten angestoßen. Ab Montag nimmt die Rom und Cinti Union e. V. ihren normalen Betrieb wieder auf und ist weiterhin unter der neuen Adresse „Am Neumarkt 38a, 22041 Hamburg (Wandsbek)“ zu finden.
Das RCU-Beratungszentrum wurde 1987 gegründet und ist Begegnungsstelle für ansässige und migrierte Sinti und Roma zur kostenfreien und vertraulichen Kontakt- und Integrationsaufnahme in Hamburg. Die „Rom und Cinti Union e.V.“ besteht seit Mitte der 70er Jahre; ihre Satzung wurde 1982 in das Vereinsregister eingetragen. Die satzungsgemäße Aufgabe der Rom und Cinti Union e.V. ist es:
Bedingungen für die Erhaltung der kulturellen Identität der Roma und Sinti als Minderheit auf rechtlicher, sozialer und persönlicher Ebene zu schaffen, Maßnahmen zur sozialen Förderung, Selbsthilfe, Bildung und Betreuung von Kindern und Familien in Deutschland lebender Sinti und Roma anzuregen, zu unterstützen und gegebenenfalls zu übernehmen sowie Ursachen der Notlage zu erforschen und dazu Möglichkeiten und Methoden zu ihrer Behebung zu erarbeiten.
Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch: Read the rest of this entry »
Januar 13th, 2017 |
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Einrichtungen, Interview, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
LORA München 92,4 | Auf Kante genäht
Gestaltung: mike_gh| 28.11.2016 | 58:25 min
>>Streaming | >>Download (mp3, 53 MB)
Aus Anlass der Ausstellung „Die Verfolgung der Sinti und Roma in München“ , noch zu sehen bis 29.1.2017 (mehr hier), gestaltete das freie Radio „LORA 92,4“ eine einstündige Sendung seiner Programmreihe „Auf Kante genäht“ über Sinti und Roma in München, Bayern und Europa. Die Themen der Sendung:
- Interviews mit Kurli, einem jungen Sinto, über seine Erfahrungen im Umgang mit Kunden und in der Grundschule
- Überblick: Seit wann Sinti und Roma in Deutschland leben und wie sind behandelt wurden
- Gespräch mit H. Burger, Sozialarbeiter bei DROM, einer Beratungsstelle im Hasenbergl
- Was ist der Unterschied zwischen Integration und Teilhabe
- Ausschnitte aus dem Vortrag „Sicht auf Europa und Deutschland“ von Herbert Heuss
- Vertrauen – wen wundert es eigentlich, wenn sich Sinti und Roma auf die eigene Familie als Rückzugsort verlassen?
- Vorstellung zweier Studien zum Thema Antiziganismus
- Dazu ein Interview mit Aloe Yalpi – er hat als heilpädagogische Unterrichtshilfe Erfahrungen mit Sinti in München gesammelt
(Text: freie-radios.net)
Januar 11th, 2017 |
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Facts & Figures
Etwas weniger als die Hälfte (ca. 45%) der spanischen Roma (Gitanos) leben in Andalusien.
(Quelle (pdf))
Januar 9th, 2017 |
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Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft
Freirad – Freies Radio Innsbruck https://cba.fro.at/330265 | Erstausstrahlung: 10.12.2016 (Download, 143,07 MB) | Aufnahme: Bendedikt Sauer | Gestaltung: Mira Kugler
Wissenschaftliche Erkentnisse und sozialpolitische Handlungsansätze zur Armutsmigration nach Tirol
Erstmals liegt in Tirol eine wissenschaftliche Studie (finanziert vom Tiroler Wissenschaftsfonds) vor, die Aufschlüsse über die gegenwärtige Armutsmigration nach Innsbruck gibt. Dabei wurde die Situation von Menschen aus postkommunistischen Ländern untersucht, die temporär nach Tirol kommen und informellen Tätigkeiten wie Betteln oder dem Verkauf von Straßenzeitungen nachgehen. Der Fokus liegt dabei auf sozioökonomischen Herausforderungen in den Herkunftsländern und Beweggründen zur Migration wie auch auf den Rahmenbedingungen für ihren Aufenthalt in Tirol.
Unter der Moderation von Benedikt Sauer fand am 16. November 2016 im Haus der Begegnung die Präsentation der wissenschaftlichen Studie statt. Barbara Tiefenbacher und Elisabeth Hussl stellten ihre Erkenntnisse erstmals vor. Im Anschluss gab es eine Podiumsdiskussion mit Fragen aus dem Publikum zum Thema: Erfahrungen zur sozialen Integration von bettelnden Menschen in den Bundesländern. Am Podium saßen Barbara Tiefenbacher (Slawistin), Elisabeth Hussl (Politikwissenschafterin), Ferdinand Koller (Romano Centro, Wien) und Alina Kugler (Verein Phurdo Salzburg). Veranstaltet wurde der Abend vom Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck, dem Forschungszentrum Migration und Globalisierung, dem Forschungsschwerpunkt Kulturelle Begegnungen – Kulturelle Konflikte, der Initiative Minderheiten Tirol und dem Haus der Begegnung. Die einleitenden Worte sind von Lisa Gensluckner.
(Text: Bettellobby | CBA)
Januar 7th, 2017 |
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Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Musik
Mit der Weltpremiere von Etienne Comars Regiedebüt „Django“ werden am 9. Februar 2017 die 67. Internationalen Filmfestspiele Berlin eröffnet. „Django“ wird am internationalen Wettbewerb teilnehmen. Der französische Film erzählt von Django Reinhardt, dem berühmten Gitarristen und Komponisten und seiner Flucht aus dem von Deutschland besetzten Paris 1943. Der großartige Gitarrist brauchte nur wenige Momente, um sich mit seiner Gitarre in die Herzen der Menschen zu spielen. Als Sinti wurde seine Familie von den Nazis verfolgt und schikaniert. „Django Reinhardt war einer der schillerndsten Vorreiter des europäischen Jazz und Begründer des Gypsy-Swing. „Django“ zeigt auf packende Weise ein Kapitel seines bewegten Lebens und ist eine ergreifende Überlebensgeschichte. Die ständige Bedrohung, seine Flucht und die fürchterlichen Gräueltaten an seiner Familie konnten ihn nicht daran hindern weiterzuspielen“, sagt Berlinale-Direktor Dieter Kosslick.
Regisseur Etienne Comar hat sich sowohl als Drehbuchautor und Produzent – „Von Menschen und Göttern“, „Haute Cuisine“, „My King“ – als auch als Co-Produzent – „The Women on the 6th Floor“, „Timbuktu“ – einen Namen gemacht. Für seine erste Regiearbeit „Django“ besetzte er die Titelrolle mit dem Schauspieler Reda Kateb („Den Menschen so fern“). Read the rest of this entry »
Januar 6th, 2017 |
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Radio, Podcast & TV, Religion
Roma sam
Radijo Burgenland: 19.12.2016 | (on demand)
O nevo seelsorgeri la flogoskera grupnatar le Romendar ando Burgenland butschol Matthias A. Platzer. O aguno Romengero seelsorgeri Fabian Mmagu Betschiste gelo, taj o raschaj andar Wolfau o Matthias Platzer leskeri buti akan prik lija.
O Matthias A. Platzer ando decemberi 2011 le burgenlanditike bare raschajistar Ägidius J. Zsifkovics ando Tikne Martonakero dom uso raschaj sentelim ulo. O Platzer andar Neunkirchen Telutna Austrijatar al. Ov jek meschteriskero schtudijum la theologijake taj historjake kertscha. Pal but berschengeri buti ojs religijonakero meschteri kesdintscha ov 2008 le arsiklipeha ando raschajengero seminar. O erschti „Ober-Roma-Seelsorgeri“ o Werner Klawatsch 1995 sina taj ando glajchi bersch o referat le ethnische grupnenge la diöcesejatar Tikni Martona kerdo ulo. 1992 andi bare raschajengeri konferenca jek fartreteri le upre dipeha Roma-Pastoral upre dim ulo. Le Romengeri seelsorgeriskeri buti hi, i identiteta le ethnischi tschulipestar te soralel taj te motivirinel, o alav te asdel, kaj on schaj peske pumenge söber te vakeren. O Matthias A. Platzer aguneder o Kaplan Simehate, Batschibate taj Neumarkt ande Tauchental sina, taj i seelsorgeriskeri kordinacija andi schpita Erbate kerel.
Adventiskero gondo Tenu Erbate
O tradicijoneli burgenlanditiko Romengero adventiskero mulatintschago ada bersch Tenu Erbate sina. Organisirim ulo o adventiskero mulatintschago la Roma-Pastoralatar taj le frajn Roma-Servicejistar, pomoschim ulo la gemajndi Tenu Erbatar. Ojs erschti dschilado ulo i Romengeri hymne „Gelem Gelem“ la Indira Gussakatar. Read the rest of this entry »
Januar 5th, 2017 |
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Radio, Podcast & TV, Religion
Roma sam
Radio Burgenland: 19.12.2016 | (on demand)
Der neue Seelsorger der Volksgruppe der Roma im Burgenland heißt Matthias A. Platzer. Nachdem Pfarrer Fabian Mmagu nach Wien wechselte, übernahm der Pfarrer in Wolfau, Matthias Platzer, dessen Aufgabe als Roma-Seelsorger.
Matthias A. Platzer wurde im Dezember 2011 vom burgenländischen Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics im Eisenstädter Martinsdom zum Priester geweiht. Platzer stammt aus Neunkirchen in Niederösterreich. Er hat ein Lehramtsstudium für Theologie und Geschichte absolviert. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Religionslehrer begann er 2008 mit der Ausbildung im Priesterseminar. Erstmals wurde Werner Klawatsch 1995 zum „Ober-Roma-Seelsorger“ ernannt und errichtete im selben Jahr das Referat für ethnische Gruppen in der Diözese Eisenstadt. 1992 wurde in der Bischofskonferenz ein Vertreter mit der Aufgabe der Roma-Pastoral beauftragt. Die Roma-Seelsorge zielt darauf ab, das Selbstbewusstsein der ethnischen Minderheit zu stärken und sie dazu zu motivieren, die Stimme zu erheben, um für sich zu sprechen. Matthias A. Platzer ist ferner Kaplan in Großpetersdorf, Jabing und Neumarkt im Tauchental und koordiniert die Seelsorge am Landeskrankenhaus Oberwart.
Roma-Adventfeier in Unterwart
Die traditionelle burgenländische Roma-Adventfeier fand heuer in Unterwart statt. Organisiert wurde die Adventfeier von Roma-Pastoral und Verein Roma-Service, unterstützt von der Gemeinde. Read the rest of this entry »
Januar 4th, 2017 |
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Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
Ando: dROMa 35 (2012), rik 12
Te ando televisakere krimiskere kheliptscha iste o Roma taj o Sinti le „eksotischi“ koloritiske otscha likeren. „Armer Nanosh“ (1989, le Manfred Krugiha) taj „Brandmal“ (2008) butschon o duj nimtschke „Tatort“-filmtscha, save imar angle lengero erschti sikajipe but rasismusiskere angle tschidiptschenge sorginde. O erschti (khetan pisim le Asta Scheibiha) andar o piso le pisimaschistar Martin Walser hi. O centrali khetanipe le nimtschke Sintijendar taj Romendar gejng o but anticiganistischi koji angle gele, save akor sikade, hot odola nana tschatsche. Mint o murdaripe o tschau jeke phure nacijonalsocijalististar ojs kamipeskero keripe jeke Sintostar inscenirintscha, kaj o opfertscha le genocidistar uso murdaripeskere keraschta tel dschumim te on. Ande „Brandmal“ phendo ol, hot jek Romani tschaj andar jek asilhajm, jag tschitscha, kaj valako mulo. Adala negativi koji papal jek eklat putrinde. O centrali rot dikla, hot i flogoskeri grupn ande jek bibastalo koja ande cidim ol taj vaschoda o tel bescharipe mangla. O WDR ada „Tatort“ ham sikatscha taj adaj upro alava pe angle beschte le austritike flogoskere grupnakere bajrotistar Rudolf Sarközi pal astarde, saveske i Romengeri serija tecintscha; ojs beroterkija te i Sintijengeri fatreterkija Petra Rosenberg ande phandli sina.
(RU, dROMa 35/2012)
Januar 2nd, 2017 |
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Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
Antiziganismus-Vorwürfe gegen die Krimiserie „Tatort“ (mehr hier) sind nicht neu: Schon 1989 und 2008 führten zwei „Tatort“-Folgen zum Eklat.
Aus: dROMa 35 (2012), S. 12
Auch in TV-Krimis müssen Roma und Sinti gelegentlich für „exotisches“ Kolorit herhalten. „Armer Nanosh“ (1989, mit Manfred Krug) und „Brandmal“ (2008) lauten die Titel zweier deutscher „Tatort“-Folgen, die bereits vor ihrer Erstausstrahlung für heftige Rassismusvorwürfe sorgten. Ersterer stammt (gemeinsam verfasst mit Asta Scheib) aus der Feder des Schriftstellers Martin Walser. Vergeblich lief der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma Sturm gegen die Anhäufung antiziganistischer Klischees, deren scheinbar politisch korrekte Pointe darin besteht, dass sich diese Fährten am Ende als falsch erweisen. Den Mord hat nämlich der Sohn eines NS-Verbrechers als Eifersuchtstat eines Sinto inszeniert, um die Opfer des Genozids zu Mördern zu stempeln. In „Brandmal“ wird ein Roma-Mädchen aus einem Asylheim verdächtigt, ein tödliches Feuer gelegt zu haben. Die Gratwanderung, negative Klischees aufzugreifen, um sie thematisieren zu können, löste einen neuerlichen Eklat aus. Der Zentralrat sah die Volksgruppe verunglimpft und verlangte die Absetzung.
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Januar 2nd, 2017 |
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Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
Nach „Armer Nanosh“ (1989) und „Brandmal“ (2008) (mehr hier) hat die „Tatort“-Serie nun einen neuen Antiziganismusskandal. Offener Brief der österreichischen Bettellobbies an die Redaktion des BR zum Tatort „Klingelingeling“ vom 26. 12. 2016 (ARD):
Wir verurteilen die Diffamierung von bettelnden Menschen!
Sehr geehrte Frau Heckner, sehr geehrte Frau Golch, sehr geehrter Herr Mühlfellner,
AktivistInnen der Bettellobbies Österreich haben am 26.12.2016 wie fast sieben Millionen weitere Zuschauer den Tatort „Klingelingeling“ gesehen. Wir beschäftigen uns seit vielen Jahren mit dem Thema Betteln in Österreich und stehen in direktem Kontakt zu vielen BettlerInnen. Wir unterstützen bettelnde Menschen in rechtlichen Belangen, konkret beeinspruchen wir diverse Strafverfügungen (Allgemeinverfügungen) mit sehr guten Erfolgen, schreiben zum Teil die sogenannten Bettelschilder, begleiten die Menschen als Vertrauenspersonen zur Polizei oder zum Gericht und decken Behördenwillkür auf. Außerdem sammeln wir Informationen über die Situation der BettlerInnen, bereiten diese auf und geben sie in Workshops und Vorträgen wieter. UND wir kämpfen gegen Vorurteile, falsche Medienberichte und rassistische Hetze. Letzteres veranlasst uns dazu, uns in einem offenen Brief an Sie zu wenden.
Im Tatort vom 26.12.2016 wird geschätzt 20 mal das Wort „Bettelmafia“ verwendet. Auch die gesamte Darstellung lässt keinen Zweifel daran, dass eine solche existiert bzw. legt nahe, dass zumindest ein Großteil der Personen, die dem Betteln nachgehen, dies nicht aus freien Stücken tun und über Erbetteltes auch nicht persönlich verfügen dürfen.
Diese Darstellung entspricht jedoch nicht der Realität. Es existiert kein einziger Fall mit gerichtlichem Urteil, in dem mafiöse Strukturen durch sogenannte Hintermänner nachgewiesen wurden. Dem entgegen gibt es bereits in drei österreichischen Bundesländern wissenschaftliche Publikationen (mehr hier, hier, hier und hier), in denen die Situation dieser Menschen beschrieben und dargestellt wird. Die Bettellobbies haben in den letzten Jahren zahlreiche BettlerInnen in ihren Unterkünften besucht und festgestellt, dass die Wohnsituation durchaus prekär ist, jedoch keinerlei Ähnlichkeit zu den ,Käfigen‘ im Film besteht. Read the rest of this entry »