Februar 28th, 2017 |
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Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
Weiterdenken: Vortrag und Diskussion mit Roswitha Scholz
Neighbours in the Hood: Herbstschule Antiziganismus und Self-empowerment (Festspielhaus Hellerau, Dresden), 26.9.2015
Die Diskriminierung von Roma und Romnja beruht nicht nur auf dem falschen Denken Einzelner, sondern sie gründet im Wesen der bürgerlichen Gesellschaft selbst. Kritik an Rassismus reicht hier nicht: Die im Kapitalismus spezifisch gehasste ethnisierte „Asozialität“ wird im Vortrag gesellschaftskritisch untersucht.
Intro (8.45 min) | Diskussion (24.40 min)
(Weiterdenken | Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen)
Februar 27th, 2017 |
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Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV
Servus | Szia | Zdravo | Del tuha
ORF 2 Burgenland, 12. Feb. 2017
>>On Demand
Die aktuelle Ausgabe der Sendung steht im Zeichen des Gedenkens. Den Schwerpunkt bildet dabei der beeindruckende Film von Marika Schmiedt, der sich mit dem traumatischen Vermächtnis des Holocaust der österreichischen Roma und Sinti befasst.
Gedenktafel in Mörbisch — In Mörbisch am See gedenkt man Ende Jänner der Opfer des Nationalsozialismus. Öffentlich wurde dieses Gedenken in Form einer Gedenktafel sichtbar gemacht. Nach der Gedenktafelenthüllung wurde gemeinsam gebetet, im Anschluss daran wurden die Zuhörer durch Kurzvorträge an die tragische Geschichte der Roma im Burgenland erinnert.
Oberwart: Ort des Erinnerns — Vor 22 Jahren wurden am 5. Februar vier junge Roma durch ein rassistisch motiviertes Bombenattentat aus dem Leben gerissen. Am Ort des Geschehens in Oberwart folgten Gedenkende und Angehörige der Einladung der Roma-Pastoral der Diözese Eisenstadt, sich gemeinsam an die Opfer zu erinnern.
„Warum die Wunde offen bleibt“ — Die Künstlerin Marika Schmiedt, 1966 in Traun geboren, selbst eine Romni, kommt aus einer Familie, deren viele Angehörige von den Nazis ermordet wurden. Das Schweigen über die Geschehnisse in der NS-Zeit und die institutionalisierte Ignoranz zwingen sie zur Erforschung der eigenen Familiengeschichte. Stück für Stück rekonstruiert sie sie. Marika Schmiedt sucht nach einem Medium für das, was sie erzählen will. Und findet zum Film. Ihre neue Dokumentation „Warum die Wunde offen bleibt“ wurde vor kurzem erstaufgeführt. Die Filmemacherin untersucht darin das traumatische Vermächtnis des Holocaust der österreichischen Roma und Sinti. Read the rest of this entry »
Februar 26th, 2017 |
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Einrichtungen, Film & Theater, Jugend & Bildung
Berlin: Neues Theaterprojekt von Amaro Drom e.V. sucht Roma-Jugendliche. Anmeldung noch bis 1. März 2017!
Hiermit laden wir die Berliner Roma/Romnja-Communities ein, an diesem speziellen Theaterprojekt mitzuwirken. Jugendliche zwischen 14 und 27 Jahren haben die Gelegenheit, ihre Geschichten auf die Bühne zu bringen und mit professionellen Schauspieler/innen der Roma-und-Sinti-Community gemeinsam zu spielen. Die Regie übernimmt Sandra Selimović. Schauspielerinnen und Mit-Gestalterinnen sind Joschla Weiß und Slaviša Markovič. Die Theaterproduktion wird im Tak-Theater und voraussichtlich im Hebbel-Theater gezeigt und wir reisen damit in den Schulferien nach Freiburg, zeigen unser Stück auf der Bundesjugendkonferenz von Amaro Drom, wo es über 100 andere Roma-Jugendliche gibt, die unser Stück sehen wollen.
Zur Idee:
Du wirst in Deutschland geboren und wächst hier auf, gehst zur Schule und möchtest eine Ausbildung machen. Plötzlich klingelt es an der Tür. Du öffnest und wirst von der Polizei mitgenommen. Es ist morgens 5:00 Uhr und du sitzt im Flieger in den Kosovo. Das Land deiner Großeltern und Eltern. Ein fremdes Land für dich. Was nun? Das Theaterstück setzt sich genau damit auseinander und erzählt mit der Magie des Theaters eine Geschichte.
Wir spielen Theater und es gibt Special Features: Tanz (Hip-Hop):
Du spielst mit Profischauspieler/innen, die selber Roma/Romnja und Sinti/Sintizze sind. Dadurch lernt ihr zu schauspielern, auf der Bühne zu stehen, Spaß zu haben in einem geschützten Raum. Wir haben zwei Workshop-Wochenenden, wo Spezialgäste eingeladen werden, die mit euch tanzen und Rap-Songs gestalten. Z.B. kommen voraussichtlich Safet Mistele und die Priszreni-Brüder.
Anmeldung:
Die Duldung ist nicht die Voraussetzung, um hier dabei sein zu können … Wenn du gern auf der Bühne stehst und Lust hast, deine Geschichte zu erzählen, mit uns reisen möchtest, dann bist du hier genau richtig. Bitte melde dich bis zum 1. März 2017 an bei Joschla: E-Mail
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Februar 25th, 2017 |
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Film & Theater
„GYPSIES – Roma in Europa“ ist eine Produktion von „werkgruppe2“. In Koproduktion mit dem Staatstheater Braunschweig, dem Nationaltheater Timisoara und dem Théâtre de la Manufacture Nancy
Regie: Julia Roesler | Mit Simon Bourgade, Gina Calinoiu, Ursula Hobmair, Flavius Retea und den Musikern Dejan Jovanovic (Violine) und Dejan Jovanovic (Akkordeon)
Premiere: 23.02.2017 | 25.2./28.2., 1.3./2.3., 4.4./5.4.2017: Braunschweig, Husarenstraße | 31.3./1.4.: Hannover, Pavillon | 2.4.: Göttingen, Junges Theater | 8.4.: Berlin, Heimathafen Neukölln | 11./12./13.6.: Nationaltheater Timisoara | November 2017: Théâtre de la manufacture Nancy
Wo immer Roma heute in Europa ansässig sind, sind sie mit Stereotypen, Diskriminierung und Ausgrenzung konfrontiert. Von den Nationalsozialisten wurden sie in Konzentrationslagern ermordet. Während des Jugoslawienkriegs hat man sie im Zuge ,ethnischer Säuberungen‘ verfolgt, getötet oder vertrieben. Oder Arbeitslosigkeit und Armut zwingen viele Roma in Länder zu emigrieren, in denen sie „als lästige Arme, als fremde Hilfsbedürftige, als aggressive Bettler, als ungefragte Anbieter unnützer Dienstleistungen, als Sozialschmarotzer, als Eindringlinge“ (Wolfgang Benz) gesehen werden. Und die Regierungen der westlichen EU-Länder weisen durch ihre Asyl- und Migrationspolitik die Verantwortung zurück in die Herkunftsländer.
Wie beschreiben sich die Angehörigen dieser transnationalen Bevölkerungsgruppe selbst? Welches Bild haben sie von den Mehrheitsgesellschaften der Länder, in denen sie leben? Was wäre in ihren Augen notwendig für ein gelingendes Zusammenleben? Welche Perspektiven sehen sie in einem Europa der Zukunft? Ein weiteres Mal richtet „werkgruppe2“ den Blick auf ein europäisches Thema. Auf der Grundlage von Interviews, die in Rumänien, Frankreich und Deutschland geführt wurden, zusammen mit Roma-Musikern und einem multinationalen Schauspiel-Ensemble entsteht ein Theaterprojekt, das nach seiner Uraufführung in Braunschweig auf Europa-Reise geht.
(Text: werkgruppe2)
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Februar 24th, 2017 |
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Einrichtungen, Frauenrechte, Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen
Romnja mitten in Wien
Romnja ando maškar le Bečesko foro
Ein Projekt von Vivaro – Viva Romnja in Zusammenarbeit mit der Fotografin Jenny Olaya-Peickner
Vernissage mit kurzer Gesprächsrunde der Porträtierten am 4. März 2017, 18 Uhr, im Hotel Altstadt, Kircheng. 41, 1070 Wien. Die Ausstellung kann auch am 5.3.2017 von 11:00 bis 18:00 Uhr besucht werden (weitere Termine werden auf der Homepage des Vereins bekanntgegeben).
In der gesellschaftlichen und medialen Wahrnehmung herrschen oftmals Vorurteile, Stereotype und Klischeebilder über Roma-Frauen. Um dem entgegenzusteuern und Frauen in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen, präsentiert der neue Wiener Romnja-Verein „Vivaro – Viva Romnja“ auf seiner Website wöchentlich eine Romni. Das Ziel: Heterogenität unter Frauen, aber auch als Romnja, aufzuzeigen und das klischeehafte und romantisierte Bild „der Roma-Frau“ abzubauen, zu bekämpfen und realistische Bilder darzubieten. Frauen haben Stimmen, sind individuell, heterogen und vielfältig.
(www.vivaro.at)
Februar 23rd, 2017 |
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Literatur & Bücher, Radio, Podcast & TV
Ov jek na khino vakeraschi leskere flogoske – le Romenge – taj jek jagalo pomoschagoschi lengera kulturatar sina: o pisimaschi Matéo Maximoff. Ov dschantscha pe ojs erschti pisimaschi telal o Roma andi Francija andi europitiki literaturakeri scena duach te bescharel.
>>ARTE F/2016, 27 Min., Jacques Malaterre
Leskere verktscha ande valami deschuduj tschibtscha prik bescharde ule. I kenva „Die Ursitory“ leskeri erschti sina, savi 1946 ari ali taj te andi nimtschki tschib prik beschardi uli. Paloda o cilo Nevo Testamento ando Kalderasch prik beschartscha. 1917 o Matéo Maximoff andi Espanija le kiralistar Alfons XIII. upro them al, savo ojs haburiskero gegneri pro vilago ojs neutrali ari vrischtschantscha. Schtar berscha leskero kiraliskero rajipe use roasinipeskero than but dschenenge hi, save anglo kejmpfiniptscha andi Europa, naschi dschan. Telal o migrantscha ando bersch 1915 te duj terne Roma hi, save ando 17to jeneri 1917 ando afka akardo Romengero than ande Barcelona, pumare erschti tschau uschtiden: le Matéo Maximoff. O Roma pal o telschtaminipeskero vilago, use mindenfelitike grupn kerinen. Le Matéoskeri daj andar jek familija le francitike Manouchendar hi, leskero dad uso and roasime Kalderasch andar o Rusto kerinel, save butvar harkumaschta hi.
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Februar 21st, 2017 |
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Politik, Rassismus & Menschenrechte
Offener Brief: Die Bettellobby Tirol spricht sich für eine zukunftsorientierte, an den Grundrechten orientierte Praxis aus, welche sich gegen Verbote und soziale Ausgrenzung richtet.
In einem offenen Brief fordert die Bettellobby Tirol die Mitglieder des Landecker Gemeinderats auf, das geplante Bettelverbot, für das sich der Stadtrat mehrheitlich aussprach, zu überdenken und keine voreiligen kurzsichtigen Entscheidungen zu treffen. Die Bettellobby Tirol spricht diesbezüglich von einem unverhältnismäßigen Eingriff in die Menschenrechte. Sie warnt davor, einen Weg der Politik einzuschlagen, die auf dem Rücken von armutsbetroffenen Menschen ausgetragen wird: „Wir appellieren, sich von einer Politik zu distanzieren, die auf populistischen, kriminalisierenden und diffamierenden Zuschreibungen aufbaut und darauf abzielt, Menschen gegeneinander auszuspielen.“
In ihrer Arbeit ist die Bettellobby Tirol immer wieder auch mit Fragen verunsicherter BürgerInnen konfrontiert. Vielfach fehlt es den Menschen an Hintergrundinformationen zur Situation von bettelnden Menschen: „Unsere Erfahrungen zeigen, dass Gespräche, Austausch und Informationen Ängste abbauen, Unsicherheiten lindern und dadurch zu einem unaufgeregteren Umgang mit dem Thema in der Mehrheitsbevölkerung beitragen können.“
Die Bettellobby Tirol plädiert daher für bewusstseinsbildende Maßnahmen und Sensibilisierung statt Verbote. Denn Betteln ist für viele Menschen die einzige Möglichkeit zur Veränderung unzumutbarer Verhältnisse auf der oft vergeblichen Suche nach alternativen Verdienstmöglichkeiten. Zu betteln kostet den Menschen meist viel Überwindung. Read the rest of this entry »
Februar 20th, 2017 |
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Literatur & Bücher, Radio, Podcast & TV
Die Arte-Reihe „Vergissmeinnicht“ widmet sich Menschen, die – wenn auch manchmal nur für kurze Zeit – zu Mitgestaltern der europäischen Geschichte wurden, später aber in Vergessenheit gerieten. In dieser Folge: Matéo Maximoff.
Arte F/2016, 27 Min., Regie: Jacques Malaterre – Abrufbar nur bis 24.2.2017
Er war ein unermüdlicher Fürsprecher für sein Volk – die Roma – und ein glühender Förderer ihrer Kultur: der Schriftsteller Matéo Maximoff. Er konnte sich als erster Schriftsteller unter den Roma in Frankreich in der europäischen Literaturszene durchsetzen. Seine Werke wurden in rund ein Dutzend Sprachen übersetzt. Der Roman „Die Ursitory“ war sein erster Roman, der 1946 erschien und auch ins Deutsche übersetzt worden ist. Später übersetzte er das gesamte Neue Testament ins Kalderasch-Romani. Read the rest of this entry »
Februar 19th, 2017 |
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Musik, Radio, Podcast & TV
Endlich, jetzt hat auch Ungarn seinen Tony Wegas: Joci Pápai vertritt sein Land beim Eurovision Song Contest in Kiew.
Ungarn wird erstmals einen Künstler aus der Volksgruppe der Roma zum Eurovision Song Contest (ESC) entsenden. Der 35-jährige Rom Joci Pápai konnte Samstag abend die nationale Vorauswahl für sich entscheiden und wird somit sein Land im Mai bei der großen Eurovisions-Show in Kiew vertreten. Am Wettsingen der ungarischen Vorentscheidung, „A Dal 2017“, nahmen insgesamt 30 Sänger bzw. Gruppen teil, acht davon schafften es in die Finalshow. Dort setzte sich Pápai mit dem Song „Origo“ souverän gegen die Konkurrenz durch – bei der Juryauswahl ebenso wie bei der abschließenden Publikumswertung. Dass Ungarn beim ESC von einem Rom repräsentiert wird, ist eine höchst erfreuliche Premiere. Auch wenn Pápai bei der Bühnenshow (mit barfüßig herumwirbelnder „Zigeuner“-Tänzerin) ein wenig zu tief in die Klischeekiste griff. (Einen Artikel über Roma-Sänger/innen beim Eurovision Song Contest finden Sie übrigens in der letzten Sommerausgabe unseres Magazins dROMa: mehr hier.)
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Februar 18th, 2017 |
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Facts & Figures
Wegen des Schweizer Einreiseverbots für Roma konnten die Gäste des internat. „Zigeunermissions“-Treffens in Sevelen 1957 nur mit Sonderbewilligungen teilnehmen.
(Quelle)
Februar 14th, 2017 |
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Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen
Roasinipeskero artschijipe pedar o Roma-Holocaust ham na la Austrijaha
I internacijonali roasinipeskero artschijipe „Miranda“ savi pe le holocaustiha le Romendar ando nacijonalsocijalistischi rajipe andi Europa donde bescharel, ando 15. feberi ando finischi Espoo kesdinel. Buteder schtacijontscha le artschijpestar ando duj berscha 20 vilagenca imar arkedo ulo. Vakeriptscha la Austrijaha dija, phenel i vakeraschkija le finischi kulturakere farajnistar Drom taj i socijaldemokratischi politikerkija Nina Castén. I „Nationalbibliothek“ adale alavenca tel phentscha, o artschijipe na use lengere utschipeskere punktscha genel. Te i Synagoge Gereciste, savo baro intersi sikatscha tel phentscha, len nan loj taj te than na, kaj o artschijipe schaj otscha terdscharen. Castén brigaschno hi, kai i Austrija na use hi – telende te i Germanija, Schwedija, Denemark, Australija sar but ostitike EU-akere vilagi hi – ham kekaj meg akan na, probalim ovla, o artschijipe andi te andi Austrija te anel.
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Februar 12th, 2017 |
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Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht, Wissenschaft
Prof. Dr. Andreas Mosbacher/Romani Rose:
„…und gehört zur Volksgruppe der Roma…“
Artikel in der Deutschen Richterzeitung
DRiZ, Heft 2/2017 (Inhaltsverzeichnis)
In der neuesten Auflage der Deutschen Richterzeitung (DRIZ 2/2017) wurde ein gemeinschaftlicher Artikel von Richter am Bundesgerichtshof Prof. Dr. Andreas Mosbacher und dem Vorsitzenden des Zentralrats Romani Rose veröffentlicht. Obwohl in den persönlichen Verhältnissen im Urteil lediglich Kriterien wie, wann und wo der Angeklagte geboren, in welchen Verhältnissen er aufgewachsen ist, seine schulische und berufliche Bildung, sein Beruf und die familiären und wirtschaftlichen Verhältnisse zu nennen sind, verweisen einige Urteile auf die Zugehörigkeit zu einer Volksgruppe. Die Nennung der ethnischen Zugehörigkeit ist, wie bestimmte andere Informationen über den Angeklagten, ein typisches Einfallstor für die Diskriminierung von Minderheiten und die Bestätigung latenter Vorurteile. Unter dem Titel „…und gehört zur Volksgruppe der Roma“ werben die Autoren für mehr Sensibilität der Strafjustiz beim Umgang mit Minderheiten.
(Text: Zentralrat)
Februar 11th, 2017 |
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Facts & Figures, Frauenrechte, Jugend & Bildung
Der Anteil der Romamädchen in Ungarn, die mit 16 Jahren keine Schule mehr besuchen, halbierte sich innerh. einer Generation auf 33% (2011).
(Quelle)
Februar 8th, 2017 |
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Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
Radio Dreyeckland
Amnesty Aktuell, 6. Februar 2017
Sendung der Amnesty-Hochschulgruppe Freiburg
>>Zur Sendung (mp3) – nur noch 6 Tage abrufbar
In der Februar-Sendung von „Amnesty Aktuell“ möchten wir im Rahmen der aktuellen Amnesty-Kampagne #NoRacism Rassismus und seine menschenrechtsverletzenden Konsequenzen mit verschiedenen Länderschwerpunkten behandeln. Für diese Sendung wollen wir uns auf Ungarn, Polen und Deutschland konzentrieren. Der Beitrag zu Ungarn wird sich vor allem um die momentane politische Lage in dem Land und die damit verbundene rassistische Diskriminierung der ungarischen Roma-Bevölkerung drehen.
Interviewpartner: Für Informationen zum Land Polen haben wir Adam Bodnar gewinnen können. Er ist Verfassungsrechtler und Menschenrechtsaktivist, der seit September 2015 sein Amt als Beauftragter für Bürgerrechte ausübt. Außerdem wird es ein Telefoninterview mit einem Amnesty-internen Experten aus der Themenkoordinationsgruppe Polizei geben, bei dem es um Polizeigewalt in Deutschland gehen soll. Hier wird es auch Antworten zum Thema Rassismus innerhalb der Polizei, zur Ausländerkriminalität und zum Umgang der Polizei mit Situationen wie in der Kölner Silvesternacht der vergangenen zwei Jahre geben. Ansonsten erwarten Euch wie immer auch aktuelle Amnesty-Nachrichten aus aller Welt.
(Text: Programminfo Radio Dreyeckland)
Februar 7th, 2017 |
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Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen
Manolo Gómez Romero – [kaʧeˈβaʧe] | Ceija Stojka und die Sammlung Kai Dikhas – Heute ist gestern
Bis 1. April 2017 in der Galerie Kai Dikhas in Berlin
Kuratiert von von Moritz Pankok
Eintritt frei! Mi. bis Sa., 12-18 Uhr u.n.V.
Aufbau-Haus am Moritzplatz, Prinzenstr. 84
Während die Galerie Kai Dikhas in Madrid mit „Akathe Te Beshen. Sastipen thaj Mestipen“ („Hier um zu bleiben. Gesundheit und Freiheit“) im Regierungsgebäude Madrid, dem Centro.Centro, ihre in Spanien vielbeachtete und bislang größte Ausstellung präsentiert, zeigt sie in Berlin neue Werke des Spaniers Manolo Gómez Romero. „Cachebache“ – sprich: [kaʧeˈβaʧe] – bedeutet „Dies und Das“ auf Caló, dem spanischen Romanes. Gómez’ dritte Ausstellung in der Galerie Kai Dikhas zeigt die Sensibilität eines Künstlers, der mit der Keramik entliehenen Oberflächenstrukturen mal zarte, mal kraftvolle abstrakte Kunst schafft: seinen einzigartigen Flamenco in Malerei. Im Zentrum dieser Ausstellung stehen neben neuen malerischen Werken neue Keramiken des Künstlers, womit sich der Kreis seiner Arbeit in der Galerie erstmalig schließt. So umfasst das „Dies und Das“ unterschiedliche Medien wie auch eine faszinierende Vielfalt von Themen und Inspirationen, die in Manolo Gómez Romeros Formensprache zusammenkommen.
In seiner Kindheit beobachtete Gómez fasziniert die Muster, die der auf den Boden fallende Kalk bildete, mit dem seine Mutter die Wände ihres Hauses jedes Jahr aufs Neue kälkte. Er verlor sich in der Betrachtung der unzähligen Formen der Kleckse und Spritzer. Und es sind immer noch diese Formen, die den Maler heute in seiner Arbeit beschäftigen. Read the rest of this entry »
Februar 4th, 2017 |
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Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Keine Abschiebung in vermeintlich „sicheren Herkunftsstaat“ Mazedonien. Bescheid des deutschen Bundesamts für Migration und Flüchtlinge: Roma werden in den Balkanstaaten diskriminiert und unmenschlich behandelt.
Flüchtlingsrat Niedersachsen, 3.2.2017: Das deutsche Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat mit Bescheid vom 20.12.2016 – Az 6943812 – 144 einem im Jahr 2016 geborenen Roma-Mädchen Abschiebungsschutz nach §60 Abs. 5 AufenthG zugebilligt. Bemerkenswert ist an diesem Bescheid vor allem die verallgemeinernde Beschreibung der Diskriminierung und Ausgrenzung, der Roma nach Auffassung des BAMF in Mazedonien wie in den Balkanstaaten insgesamt unterliegen. Wörtlich heißt es in dem Bescheid:
Nach Informationen des Bundesamts ist die Volksgruppe der Roma, als ärmste ethnische Gruppe in der ohnehin ärmlichen Gesamtbevölkerung Mazedoniens in ihrem Alltag Vorurteilen bzw. Diskriminierungen ausgesetzt. Sie erfahren häufig Benachteiligungen im Bildungswesen, beim Zugang zu Sozialleistungen und bei Einstellungen öffentlicher und privater Arbeitgeber. Zudem kommt es vor, dass Angehörige von Minderheiten öfter als andere von schikanösem Verhalten von Polizisten und anderen Vertretern der Verwaltung betroffen sind.
Somit besteht eine beachtliche Gefahr für die Antragstellerin, dass sie aufgrund ihrer Volkszugehörigkeit zu den Roma erheblichen Diskriminierungen ausgesetzt sein könnte, wenn sie in ihr Heimatland zurückkehren würde, was wiederum einer unmenschlichen Behandlung gleich käme.
Durch die noch immer vorherrschende Diskriminierung von Roma in den Balkanstaaten und die damit einhergehende Ausgrenzung an den sozialen Errungenschaften des Landes wie Kindergarten, Schule, Beruf oder Studium ist bei einer Abschiebung der Antragstellerin mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass ihre Freiheit, mithin auch die Freiheit der Würde oder der freien Entfaltung der Persönlichkeit nicht gewährleistet werden kann.
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Februar 3rd, 2017 |
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Einrichtungen, Jugend & Bildung
Caritas entwickelt internationales Bildungsprogramm für Roma
Caritas Oberösterreich, 26.1.2017: Aufgrund fehlender Bildung gibt es (Anm.: osteuropäische) Roma, die ihren Lebensunterhalt mit Betteln bestreiten müssen. Ohne Lese-, Schreib- oder Rechenkenntnisse ist es ihnen unmöglich, am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Die Caritas OÖ will diesen Roma künftig eine Basisbildung bieten. Wie diese aussehen soll, wird derzeit in Zusammenarbeit mit Caritas-Organisationen aus fünf weiteren EU-Ländern im Projekt BERA (Basic Education of Roma Adults) entwickelt. Dieses wird vom EU-Förderprogramm Erasmus+ finanziert. „Viele Roma haben nie eine Schule von innen gesehen, können weder Lesen, Schreiben noch Rechnen. Damit haben sie so gut wie keine Chance am Arbeitsmarkt. Betteln ist manchmal die einzige Möglichkeit, Geld zum Leben zu verdienen“, erklärt Mag.a (FH) Michaela Haunold, Leiterin des Bereichs Armutsmigration in der Caritas OÖ. Die Projektleiterin entwickelt deshalb gemeinsam mit Vertreter/innen von Caritas-Organisationen aus Bosnien-Herzegowina, Italien, Portugal, Rumänien und Serbien ein Basisbildungskonzept für erwachsene Roma.
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Februar 2nd, 2017 |
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Film & Theater
Dokumentarfilm (F 2017, 107 Min.)
Regie, Buch und Kamera: Marie Dumor
Termine: Weltpremiere am Fr. 10.02., 17:00, CineStar 7 | Sa. 11.02., 22:30, CineStar 7 | So. 12.02., 17:00, Cubix 7 | Di. 14.02., 14:30, Colosseum 1 | Sa. 18.02., 14:30, International
Die beiden Schwestern Belinda und Sabrina gehören zur ethnischen Minderheit der Jenischen. Als politisch Verfolgte lernten sich ihre Großeltern noch in einem deutschen Konzentrationslager kennen. Dagegen haben es die 15-jährigen Teenager, die in einem Kinderheim aufwuchsen, schon deutlich besser. Doch obwohl sich die Welt weitergedreht hat und die sogenannten Fahrenden heutzutage nicht mehr um ihr Leben fürchten müssen, stoßen Belinda und Sabrina immer wieder auf Ausgrenzung. Selbst 75 Jahre nach dem Holocaust müssen sich die beiden jenischen Jugendlichen diskriminierenden Regeln unterwerfen. (Text: moviepilot.de)
Die Kamera ist immer dabei. Über Jahre hinweg begleitet sie Belinda, die in extrem prekären Verhältnissen aufwächst. Man lernt das Mädchen im Alter von neun Jahren kennen: ein trotziges Energiebündel, das es sich und den anderen nicht leicht macht. Mit ihrer Schwester lebt sie im Kinderheim, doch ihre gesetzlichen Vormünder wollen die beiden trennen. Die Mädchen hauen ab, ziehen durch die Wälder. Sie wollen nicht ohne einander sein, erklären sie einem Betreuer, der meistens nur telefonisch präsent ist. Als 15-Jährige teilt Belinda ihm mit, dass sie sich eine Zukunft als Verkäuferin in einem Schuhgeschäft nicht vorstellen kann. Viel lieber möchte sie als Mechanikerin arbeiten. Ihre Schwester hat inzwischen ein Kind bekommen. Gestylt und auf High Heels geht Belinda als Patin zur Taufe. Ohne sich jemals einzumischen, macht der Film den Hintergrund der Jenischen sichtbar, die in keinem EU-Staat als nationale Minderheit oder Volksgruppe anerkannt sind. Als Belinda 23 Jahre alt ist, will sie heiraten, doch ihr Freund sitzt im Gefängnis. Sie schickt ihm Liebesbriefe und wartet auf seine Rückkehr. Belinda wird zu einer anrührenden Liebesgeschichte, geschrieben vom wahren Leben. (Text: Berlinale 2017)
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