Servus Del tuha (Februar 2017)
Februar 27th, 2017 | Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV
Servus | Szia | Zdravo | Del tuha
ORF 2 Burgenland, 12. Feb. 2017
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Die aktuelle Ausgabe der Sendung steht im Zeichen des Gedenkens. Den Schwerpunkt bildet dabei der beeindruckende Film von Marika Schmiedt, der sich mit dem traumatischen Vermächtnis des Holocaust der österreichischen Roma und Sinti befasst.
Gedenktafel in Mörbisch — In Mörbisch am See gedenkt man Ende Jänner der Opfer des Nationalsozialismus. Öffentlich wurde dieses Gedenken in Form einer Gedenktafel sichtbar gemacht. Nach der Gedenktafelenthüllung wurde gemeinsam gebetet, im Anschluss daran wurden die Zuhörer durch Kurzvorträge an die tragische Geschichte der Roma im Burgenland erinnert.
Oberwart: Ort des Erinnerns — Vor 22 Jahren wurden am 5. Februar vier junge Roma durch ein rassistisch motiviertes Bombenattentat aus dem Leben gerissen. Am Ort des Geschehens in Oberwart folgten Gedenkende und Angehörige der Einladung der Roma-Pastoral der Diözese Eisenstadt, sich gemeinsam an die Opfer zu erinnern.
„Warum die Wunde offen bleibt“ — Die Künstlerin Marika Schmiedt, 1966 in Traun geboren, selbst eine Romni, kommt aus einer Familie, deren viele Angehörige von den Nazis ermordet wurden. Das Schweigen über die Geschehnisse in der NS-Zeit und die institutionalisierte Ignoranz zwingen sie zur Erforschung der eigenen Familiengeschichte. Stück für Stück rekonstruiert sie sie. Marika Schmiedt sucht nach einem Medium für das, was sie erzählen will. Und findet zum Film. Ihre neue Dokumentation „Warum die Wunde offen bleibt“ wurde vor kurzem erstaufgeführt. Die Filmemacherin untersucht darin das traumatische Vermächtnis des Holocaust der österreichischen Roma und Sinti.
Zipflo Weinrich im Stephansdom — Wenn Zipflo Weinrich zu seiner Geige greift und dazu auch noch seine nahen Freunde zum Musizieren einlädt, ist ein Ohrenschmaus garantiert. Sein Weihnachts- und Gedenkkonzert „Swinging Christmas“ brachte Besucher am wohl besinnlichsten aller Orte, im Wiener Stephansdom, auch zum Nachdenken.
Ballkönigin 2017 Indira Gussak — Der Roma-Ball, heuer veranstaltet vom Verein Karika, fand wie in den vergangenen Jahren auch im Ungarischen Hof in Unterwart statt. Der Ball ist eine der wenigen Veranstaltungen, bei der sich Roma und Gadsche in einer ausgelassenen Atmosphäre viel austauschen. Natürlich fehlte auch heuer nicht die Wahl der Roma-Königin um Mitternacht. Unter den elf Kandidatinnen machte Indira Rani Gussak das Rennen.
(Text: volksgruppen.orf.at)