Juli 8th, 2009 |
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Dokumente & Berichte, Rassismus & Menschenrechte
Im Laufe der letzten eineinhalb Jahre kam es in mehreren Ländern zu einer drastischen Zunahme von gewalttätigen Übergriffen gegen Roma, die bereits mehrere Menschenleben gefordert haben. Das European Roma Rights Center (ERRC) hat nun die mediale Berichterstattung über solche Vorfälle in Ungarn, Tschechien und der Slowakei ausgewertet und die so erarbeitete Aufstellung veröffentlicht. Die Liste der gegen Roma gerichteten Gewaltakte, die im Zeitraum von Jänner 2008 bis Juni 2009 verzeichnet wurden, umfasst u.a. Angriffe mit Handgranaten, Schuss- und Stichwaffen und eine Reihe von Brandanschlägen, wobei sich viele dieser Gewaltakte gegen Familien und Kinder richteten. Read the rest of this entry »
Juli 7th, 2009 |
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Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
O tschechitiko ministerijum le sikajipeske o lejcti kurko o resultatscha jeka neva schtudijatar usi etnitiki segregacija ando ischkolakero sistem sikatscha. Ada aun dikipe, savo le ministerijumistar andi buti dim ulo sikal, hot romengere fatschuvtscha deschutrijalvar buteder ande sonderschul klastscha ande tschitsche on sar fatschuvtscha andar gadschikane familiji. Andar o Gadsche tschak 2,17 procenti ande sonderschul klastscha dschan, andar o Roma 26,7 procenti – buteder sar sako schtarto fatschu. I buti le datengere materijalistar phutschajipeskere lilenca kerdi uli, savi o ministerijum ando cile ischkoli bitschade, kaj o fatschuvtscha 6 dschi 10 berscha phurane hi. Andar o 4200 ischkoli tschak 2713 o ischkolaschengero upre ulajipe le pradipeske sikade.
Juli 6th, 2009 |
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Einrichtungen, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV
Roma sam
Radijo Burgenland: 6.7.2009, 20:50 orenge/Uhr

Feder cukunft le Roma-Fondsiha: O Roma-Fonds 1995 ando dschivipe akardo ulo. O angle beschto le Roma-Fondsistar, Rudolf Sarközi loschanel pe pedar o loj, save dschidokle dosta hi taj vaschoda Romenge pomoschim schaj ol, arsiklipe te kerel vaj bajder te siklol. Sajt o keripe le erschti Roma farajnistar Erbate bescharel pe o profesori Rudolf Sarközi pra flogoskera grupnake ande. Jek barikano aun paschlaripe hi leske, hot o terne Roma buteder usi kultura taj i romani tschib te terdschon. Ando vakeripe la Susanne Horvathaha phukal o Rudolf Sarközi o barikanipe le Roma-Fondsistar. Duach mindenfelitike sikadipeskere schajiptscha o Roma-Fonds le flogoskere dschenenge feder cukunft del. (volksgruppen.orf.at)
Bessere Zukunft durch Roma-Fonds: Der Roma-Fonds wurde 1995 ins Leben gerufen. Der Vorsitzende des Roma-Fonds, Rudolf Sarközi, ist erfreut, dass die finanziellen Mittel derzeit ausreichend sind und somit Roma geholfen werden kann, sich fort- und weiterzubilden. Seit der Gründung des ersten Roma-Vereins in Oberwart engagiert sich Rudolf Sarközi für die Volksgruppe. Ein besonderes Anliegen ist ihm, dass die Jugendlichen sich mehr mit der eigenen Kultur und Sprache identifizieren. Im Gespräch mit Susanne Horvath erklärt er die Wichtigkeit des Roma-Fonds. Durch diverse Ausbildungen ermöglicht der Roma-Fonds Volksgruppenangehörigen eine bessere Zukunft. (volksgruppen.orf.at)
Juli 5th, 2009 |
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Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte
Das tschechische Unterrichtsministerium hat vergangene Woche die Ergebnisse einer neuen Studie zur ethnischen Segregation im Schulsystem präsentiert. Die im Auftrag des Ministeriums durchgeführte Erhebung ergab, dass Romakinder dreizehnmal so oft Sonderschulklassen zugeteilt werden wie Kinder aus Nichtromafamilien. Während nur 2,17% der Nichtroma Sonderklassen besuchen, sind es 26,7% der Romakinder − mehr als jedes vierte Kind. Die Erhebung des Datenmaterials war anhand von Fragebögen erfolgt, die das Ministerium an sämtliche Grundschulen verschickt hatte. Von den insgesamt rund 4200 Grundschulen waren nur 2713 der Aufforderung zur Bekanntgabe der Schülerverteilung nachgekommen.
Die Tschechische Republik ist diesbezüglich kein Einzelfall: So werden Romaschüler etwa auch in der Slowakei nach wie vor sehr häufig in Sonderschulen abgeschoben, die eigentlich für Kinder mit schweren Lernschwächen oder geistigen Beeinträchtigungen vorgesehen sind. Unabhängigen Studien zufolge kommen rund 80% der Schüler in slowakischen Sonderschulen aus Romafamilien.
Die einzelnen Länderberichte des EUMAP − EU Monitoring and Advocacy Program des Open Society Institutes (OSI) und detailliertes Zahlenmaterial (Stand 2007) finden Sie hier.
Juli 4th, 2009 |
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Film & Theater, Radio, Podcast & TV
Radijo Kaktus / WEBRADIO oe1campus
3.7.2009, 20:00 & 4.7.2009, 20:30 orenge
I Sandra Selimović (dROMa-Blog) kerinel usi terni power generacija la Romengera flogoskera grupnatar taj use terdschol: „Ando sako diveskero di butvar esbe lav, hot avre vurclini man hi.“ I 27 berschengeri schauschpilerkija, khelaschkija taj korejografkija eks jugoslavitike vurclinenca butschalintscha imar le Harri Stojkaha, Ruzsa Nikolić-Lakatosiha taj la Tina Leischaha savaha oj khetan o teateriskero falato „Gangster Girls“ ari antscha. O dokumentarfilm usi teateriskeri produktcija niponca andar o astaripe direkto andar i „Häfn“ igen latscho usi Viennale 2008 naschla. „Nana mindig loke mro ajgeni drom te dschal, sa ando dschivipe pro potschintschago hi“, i Sandra söbst igen barikani upre pro keripe hi, ham oj upri phuv terdi atschol. Lakere ciltscha igen utsche hi. „Me andi cukunft söbst filmtscha te producirinel kama taj le avrenge te sikal so i terni generacija le Romendar dschanel.“
Emmerich Gärtner-Horvath, ORF Volksgruppenredaktion
volksgruppen.orf.at
Juli 4th, 2009 |
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Film & Theater, Radio, Podcast & TV
Radio Kaktus / WEBRADIO oe1campus
3.7.2009, 20:00 und 4.7.2009, 20:30 Uhr
Sandra Selimović (dROMa-Blog) gehört zur jungen Power-Generation der Roma-Volksgruppe und steht dazu: „Im Alltag merke ich oft, dass ich andere Wurzeln habe.“ Die 27-jährige Schauspielerin, Tänzerin und Choreographin mit ex-jugoslawischen Wurzeln arbeitete bereits mit Harri Stojka, Ruzsa Nikolić-Lakatos und Tina Leisch, mit der sie gemeinsam eines der geachtetsten Theater- bzw. Filmprojekte des Jahres herausbrachte: „Gangster Girls“. Der Dokumentarfilm zur Theater-Produktion mit Gefängnisinsassen direkt aus dem „Häfn“ lief u. a. hochgelobt bei der Viennale 2008. „Es war nicht immer leicht meinen eigenen Weg zu gehen, alles im Leben hat seinen Preis“, ist Sandra selbst stolz auf ihren Erfolg, bleibt aber am Boden. Ihre Ziele sind jedenfalls hoch gesteckt. „Ich will in Zukunft selbst Filme produzieren und zeigen wozu die junge Generation der Roma fähig ist.“
Gilda Horvath, ORF Volksgruppenredaktion
volksgruppen.orf.at
Juli 3rd, 2009 |
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Geschichte & Gedenken, Politik, Veranstaltungen & Ausstellungen
Ando 30. juni i internacijonali Holocaust Era Assets Conference (Website) la presentacijonaha le dokumentistar, le „phenipestar andar Terezín (Theresienstadt)“ (PDF), ar sina. Kaj i opferengeri grupn le Romendar use aja pantsch divesengeri Prager konferenca use sina, le insistirinipeske le Romengere-fatreterendar schaj palikerdo ol. Jek akaripe le Romendar na sina le keraschendar planim. Papal jefkar. Mint imar angle poar masektscha uso Holocaust-gondolipeskero mulatintschago le Khetane Nacijonendar o opfertscha le Romengere-genocidistar, kekaj but protestscha dija, prik gele ule. I kerdi konferenca la Tschechijatar, sava akan i EU-presidentschoft hi, i lejcti chance sina, sar andar i rik la US-delegacijonatar butschol, „le prik dschivdenge tschatschipe use te anel te mukel“.
Ham te o Roma, save akan a.s. andi Tschechitiki republika papal vasch pumaro dschivipe iste daran, ando planinipe la Prageriskera konferencatar tschak afka pobisterde ule, sar Čeněk Růžička phare vodschiha phukal. On iste kemfinde, kaj use oda mulatintschago schaj le use sina. Uso mulatintschago ham bojd na gelo papal akor vasch lende, phenel te i Jana Horváthová, vodaschkija le museumistar la Romengera-kulturatar ando Brno/Brünn. Adaj akor avre gondi tuke ando schero an. O voschtengere vakeriptscha le diplomatendar (…) naschtig hajode on, te on le cile opferenge le nacijonalsocijalismusistar pomoschago use phenen, ham andi konkreti situacijona pal likeripeha andi akcijona tretinen. (Katja Schickel, haGalil)
Juli 2nd, 2009 |
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Geschichte & Gedenken, Politik, Veranstaltungen & Ausstellungen
Am 30. Juni ging die internationale Holocaust Era Assets Conference mit der Präsentation des Schlussdokuments, der „Erklärung von Terezín (Theresienstadt)“ (PDF), zu Ende. Dass die Opfergruppe der Roma bei der fünftägigen Prager Konferenz überhaupt vertreten war, war allerdings nur dem Insistieren von Roma-Vertretern zu verdanken. Eine Berücksichtigung der Roma war von den Organisatoren nämlich ursprünglich gar nicht vorgesehen. Wieder einmal. Denn schon vor einigen Monaten hatte man bei der Holocaust-Gedenkfeier der Vereinten Nationen die Opfer des Roma-Genozids, ungeachtet aller Proteste, übergangen.
Die unter der EU-Präsidentschaft Tschechiens ausgerichtete Konferenz stellte, wie es seitens der US-Delegation hieß, die letzte Gelegenheit dar, „den Überlebenden Gerechtigkeit widerfahren zu lassen“; sie sei Ausdruck des Willens, „schnell und gezielt auf die Bedürfnisse zu reagieren, d.h. Besitz zurückzugeben, für finanzielle Sicherheit der – teilweise in äußerst prekären Verhältnissen lebenden – Menschen zu sorgen und soziale Rahmenbedingungen zu schaffen, die ein würdiges Leben ermöglichen helfen“.
Wenn allerdings Roma, die zurzeit z.B. in der Tschechischen Republik wieder um ihr Leben fürchten müssen, in der Planung der Prager Konferenz schlicht vergessen werden, wie Čeněk Růžička sichtlich enttäuscht erzählte, für ihre Teilnahme und eine Schwerpunkt-Veranstaltung zum Genozid an ihrem Volk kämpfen müssen, in der es dann bald wieder nicht mehr um sie geht, wie auch Jana Horváthová, Leiterin des Museums der Roma-Kultur in Brno/Brünn beklagte, kommen Zweifel. Die Lippenbekenntnisse der Diplomaten (…) werden mehr als fragwürdig, wenn sie zwar vollmundig Unterstützung aller Opfer des Nationalsozialismus zusagen, in der konkreten Situation aber mit Abwehr reagieren. Solidarität, Respekt und Toleranz zu fordern ist eine Sache, sie zu praktizieren eine ganz andere. Read the rest of this entry »