Geschichte & Gedenken

Edicijona „Mri Historija“

November 18th, 2009  |  Published in Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Roma-Zeitzeuge Anton Müller aus Zahling (Foto: Roma-Service)O maschkar 2006 taj 2008 le farajnistar „Roma-Service“ upre lime 15 dschivipeskere historiji, save akan o erschtivar ojs edicijona angle paschlon, pedar oda phukan, sar o ileto sina, jeka ar granicalima taj le murdajipeske otscha dime tschulipeske use te kerinel. On sikan, saj pharipe upro phiki la adiveskera generacijonatar paschlol, taj on sikan, hot i kultura le Romendar o tradipe taj ar granicalinipe schaj prik dschivtscha. Dschivipeskere historiji 15 murschendar taj dschuvlendar ando film, alav taj kipo: kaj burgenlanditike Roma, save maschkar 1923 dschi 1955 upro them ale, phukan pedar jek bojd pobisterdo falato austritika historijatar. O 15 kenvi mindig jeke dscheneske vidmim hi. Mer i harni bijografija jek dugeder vakeripe hi, jek le ORF-Burgenlandistar kerdi DVD, historischi taj aktujeli kipi.

„Mri Historija“ ando 26. novemberi 2009, 19.00 orenge, ando „ORF -Funkhaus“ Tikne Martonate, Buchgrabenweg 51, 7000 Tikni Martona, presentirim ol.

Radijo: Gondolipeskero mulatintschago

November 16th, 2009  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV

Radijo Roma samRoma sam
Radijo Burgenland
: 16.11.2009, 20:40 orenge/Uhr

Mahnmal in Lackenbach, 2009„Amen o gondolipe upre amare opfertscha mindig upre likeraha – hi lo ando Auschwitz, Mauthausen, Salzburg, Betsch vaj Lodz. So mange ham voja kerel hi, kaj ando Burgenland gemajndscha del, save gondolipeskere thana upro thaneskere temetischtscha kerde“. So man ham dschuminel hi, kaj andi Europa o falo maschkar o gadsche taj Roma schoha na pelo, phenel o profesori Rudolf Sarközi, anglebeschto le flogoskero grupnengere bejrotistar le Romendar, ande pro vakeripe anglo gondolipeskero than ando Lackenbach. Ando Lackenbach ando 14.11.2009 o sakoberscheskero mulatintschago anglo gondolipeskero than le Romenge taj Sintijenge sina. O gondolipeskero than mukel pal te gondolinel upro aguno logeri ande Lackenbach, kaj but Roma ando murdajipeskere logertscha le nacijendar bitschade ule.

Emmerich Gärtner-Horvath, ORF Volksgruppenredaktion
volksgruppen.orf.at

Infotext: Das Lager Lackenbach (1940-1945)

November 15th, 2009  |  Published in Geschichte & Gedenken

Häftlingsappell in Lackenbach (Fotoarchiv: ushmm.org)Gestern erinnerte die jährlich stattfindene Gedenkveranstaltung im Burgenland vor dem Mahnmal in Lackenbach an das Schicksal der Roma und Sinti, die in diesem „Zigeuneranhaltelager“ umkamen oder ermordet wurden bzw. von dort in die Vernichtungslager deportiert wurden. Aus diesem Anlass bringen wir im Folgenden einen kurzen Überblickstext über das Lager Lackenbach:


Infolge des „Festsetzungserlasses“ vom 17. Oktober 1939, der den Roma verbot, sich von ihrem Aufenthaltsort zu entfernen, kam es 1940 zur Errichtung von „Zigeuneranhaltelagern“. Diese Lager dienten nicht nur als Zwangsarbeits- und Anhaltelager, sondern stellten auch eine Zwischenstation für die späteren Deportationen dar. Das bedeutendste und berüchtigtste dieser Lager in Österreich war das Lager Lackenbach (Bezirk Oberpullendorf im Burgenland), das am 23. November 1940 als „Zigeuneranhaltelager“ errichtet wurde und der Kriminalpolizeileitstelle Wien unterstand. Die Roma wurden in Lackenbach auf dem Gelände eines ehemaligen Gutshofs („Schaflerhof“) bei schlechtester Ernährung und unter katastrophalen hygienischen Bedingungen interniert. Diese Lagerbedingungen führten 1942 zu einer Fleckfieberepidemie, der viele Roma zum Opfer fielen. Die Häftlinge mussten außerhalb des Lagers Zwangsarbeit verrichten und wurden im Straßenbau, in der Forst- und Landwirtschaft auf Guts- und Bauernhöfen oder bei sonstigen Betrieben (Ziegelei, Seidenraupenzucht) eingesetzt und die Löhne von der Lagerleitung einbehalten.  Read the rest of this entry »

Die Rosenfels − Eine Familie aus Weng

November 8th, 2009  |  Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken

Rosenfels - ErstkommunionPremiere am 13. November 2009

Exo 200: „Die Rosenfels. Eine Familie aus Weng”
Dokumentarfilm, 2009, ca. 45 Min.
Fr., 13.11.2009, 20 Uhr, Gasthaus Zillner, Weng im Innkreis

Der Verein „Kulturkombinat Exo 200“ hat sich auf die Suche nach Spuren einer Sinti-Familie gemacht, die bis Anfang 1941 in der kleinen oberösterreichischen Gemeinde Weng (Bezirk Braunau) gelebt hat und quasi über Nacht spurlos verschwunden ist. Ein Dokumentarfilm (hier ein Bericht der OÖN) beleuchtet nun die Hintergründe. Die Recherchen für diesen Film führten das Team um Projektleiter Manfred Germann u.a. nach St. Pantaleon und Haigermoos, zum Gelände des ehemaligen NS-Zigeuneranhaltelagers Weyer. Als eine der ersten war die Familie Rosenfels dort eingeliefert worden:

„Auf einmal waren sie weg!“, berichten Zeitzeugen, „und wurden auch nicht wieder gesehen.“ Sie sprechen von der Familie Rosenfels. Bis Jänner 1941 lebten in Weng im Innkreis Clemens und Emma Rosenfels mit ihren zehn Kindern. Die Familie war akzeptiert, hatte das Heimatrecht, die Kinder wurden hier getauft und gingen in Weng zur Schule. Eine Wenger Familie wie viele andere auch. Doch nicht ganz − sie waren Sinti, in unserem Sprachraum auch Zigeuner genannt, und passten nicht ins System des damaligen nationalsozialistischen Regimes. „Was ist mit ihnen passiert?“ Dieser Frage ging das Kulturkombinat Exo 200 nach und sprach mit Zeitzeugen und Historikern.  (Exo 200)

Sinti, Roma & Bayern: Überblick über 600 Jahre

September 23rd, 2009  |  Published in Geschichte & Gedenken, Internet & Blogothek, Literatur & Bücher, Wissenschaft

Robert Schlickewitz: Sinti, Roma und Bayern
Kleine Chronik Bayerns und seiner „Zigeuner“


Robert Schlickewitz: Sinti, Roma und BayernDer bayerische Landesverband Deutscher Sinti und Roma macht auf seiner Homepage auf die nun im Internet kostenlos verfügbare Veröffentlichung der Chronik „Sinti, Roma und Bayern“ von Robert Schlickewitz aufmerksam. Seit die Zusammenstellung 2007 im Eigenverlag erstmals präsentiert wurde, ist sie − von Auflage zu Auflage − auf das Doppelte ihres anfänglichen Umfangs angewachsen. „Wegen ihres engagierten Tones, der Entscheidung des Autors, seine Chronik bis in die Gegenwart laufen zu lassen, auch wenn dadurch die Versuchung zur Polemik wächst, und die Wahl der Gattung“ ist das Buch für den Rezensenten Gerhard Jochem weniger ein wissenschaftliches Werk „als kenntnisreiche, verlässliche und zu eigenem Nachdenken anregende politisch-historische Informationsquelle (…), komponiert in einer bewusst aufklärerisch-didaktischen Absicht“. Im Vorwort schreibt der Autor selbst:

Die Chronik vermittelt einen Überblick über 600 Jahre bayerisch-,zigeunerischen‘ Mit- bzw. Gegeneinanders. Sie zählt die wichtigsten anti- und pro-„zigeunerischen“ Maßnahmen bayerischer und deutscher Herrscher und Regierungen bzw. deren Gesetze und Verfügungen auf, beleuchtet die Haltung der Kirchen, nennt die Namen derer, die im Guten oder im Bösen in der Geschichte der „Zigeuner“ eine Rolle spielten, und sie nennt bayerische und deutsche Autoren, die sich in Belletristik oder Sachbuch der „Zigeuner“-Thematik angenommen haben. (…) Read the rest of this entry »

Ewald Hanstein † (1924-2009)

September 11th, 2009  |  Published in Geschichte & Gedenken

Ewald Hanstein (Foto: Landratsamt Nordhausen)Ando Holocaust naschatscha o Sinto Ewald Hanstein, savo 1924 ando Breslau upro them alo, jek baro falato pra familijatar. Ov o logertscha Auschwitz taj Buchenwald prik dschivdscha. Andi terni bundakeri republika Germanija o Hanstein vascho polgariskere tschatschiptscha le Sintijenge taj Romenge ande pe bescharlahi. Ov sina o angle beschto le thaneskere birovtschagostar Bremen taj jek le scherendar le centrali rotistar le nimtschke Sintijendar taj Romendar ando Heidelberg. Akan o polgariskero tschatschipeskero aktivisto taj kenvakero pisimaschi (2005 leskeri autobijografija „Meine hundert Leben“) ando 85. bersch ando Bremen mulo.

Ewald Hanstein † (1924-2009)

September 9th, 2009  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Geschichte & Gedenken, Medien & Presse

Ewald Hanstein (1924-2009), Foto: Ralf LorenzenIm Holocaust verlor der 1924 in Breslau geborene Sinto Ewald Hanstein einen Großteil seiner Familie, er selbst überlebte die Lager Auschwitz und Buchenwald nur knapp. In der jungen Bundesrepublik Deutschland kämpfte Hanstein für die Bürgerrechte der Sinti und Roma. Er war u. a. Vorsitzender des Landesverbands Bremen und Vorstandsmitglied des Zentralrats der deutschen Sinti und Roma in Heidelberg. Nun ist der Bürgerrechtsaktivist und Buchautor (2005 erschien seine Autobiografie „Meine hundert Leben“) im Alter von 85 Jahren in Bremen gestorben. Die taz vom 8.9.2009 bringt unter dem Titel „Einer der letzten Zeugen“ einen Nachruf aus der Feder seines publizistischen Partners Ralf Lorenzen:

Jahrzehntelang kämpfte er um eine kleine Entschädigung, musste sich dabei wie die anderen überlebenden Mitglieder seiner Volksgruppe von ehemaligen Nazis begutachten und verhören lassen. Ein Großteil der Sinti wurde bis in die 1970er Jahre unter entwürdigenden Lebensbedingungen zusammengepfercht, wie in Bremen im Riespott und auf dem Warturmer Platz. Gemeinsam mit Romani Rose aus Heidelberg, Otto Rosenberg aus Berlin und Ricky Adler aus Frankfurt baute Hanstein die Bürgerrechtsarbeit der Sinti in Deutschland auf. Er gründete die Sinti-Vereine in Bremen und Bremerhaven mit, deren Landesvorsitz er bis vor wenigen Jahren ausübte. In der Gedenkstätte Mittelbau-Dora war er bis zum Schluss Mitglied des europäischen Häftlings-Komitees. Read the rest of this entry »

Theresia Winterstein: Von Carmen zu Mengele

September 6th, 2009  |  Published in Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Medien & Presse

Theresia WintersteinVor einigen Tagen haben wir Sie auf Roland Flades Porträt der Würzburger Sintiza Theresia Winterstein („Dieselben Augen, dieselbe Seele“) aufmerksam gemacht. Dazu noch ein kurzer Auszug aus einer Artikelserie in der Mainpost:

„Carmen“ bedeutete vom Februar bis April 1940 den Höhepunkt der kurzen Karriere von Theresia Winterstein. Sie war wohl unter den Zigarettenarbeiterinnen, den „Zigeunerinnen“ und Verkäuferinnen, welche die Massenszenen bevölkern. Die NSDAP-eigene „Mainfränkische Zeitung“ lobte in ihrem Premierenbericht gerade auch die Tanz-Darbietungen. „Das Ballett erfüllte die ihm übertragenen Aufgaben mit Leidenschaft“, schrieb der Rezensent, wahrscheinlich ohne zu wissen, dass eine wirkliche Sintezza mittanzte. Vor allem lobte der Kritiker, wie die Carmen-Darstellerin deren „Leidenschaft des Stolzes, des Machtgefühls, der kühnen Selbstbestimmung“ porträtierte. Dies war an Zynismus kaum zu überbieten. Denn: Während in diesem Frühjahr 1940 das Würzburger Publikum noch einer stolzen „Zigeunerin“ auf der Bühne zujubelte, wurde in Berlin bereits die Deportation tausender Sinti und Roma ins besetzte Polen vorbereitet.  (aus: Mainpost, 1.4.2008)

Wenig später sollte der nationalsozialistische Rassenwahn ihrer Karriere und dem Leben abertausender Roma und Sinti ein Ende setzen: Theresia Winterstein musste sich einer Zwangssterilisation unterwerfen; ihre Zwillingstöchter gerieten in die Hände der berüchtigten NS-Ärzte Josef Mengele und Werner Heyde. Read the rest of this entry »

Radijo Kaktus: Sarközi Łódź kher rodija

September 4th, 2009  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV

Radijo KaktusRadijo Kaktus / WEBRADIO oe1campus
4.9.2009, 20:00 & 5.9.2009, 20:30 orenge

R. Sarközi (2. v. re.) bei Gedenkfeier in Salzburg, April 2009 (Foto: KV-Roma.at)Andar o valami 5.000 Betschitike Dschidovtscha, anda terno dschend 1942 buter tschak 615 dschivnahi. Kada o ghetto ando Łódź ando august 1944 upre putrim ulo taj o cile dschene Auschwitz pele, dschivnahi tschak valami 300 dschi 400 le Betschitike Dschidovtschendar. I selekcijona ando Auschwitz, i phari buti ando mindenfelitike logertscha meg but manuschen murdartscha. Tschak 34 le ando Łódź deportirti Betschitike Dschidovtschendar o logeriskero putripe ando August 1944 terdschivde. O Rudolf Sarközi uso gondolipeskero mulatintschago use sina taj la Gilda Horvathake ando vakeripe phukal, soske la forschinipeskera butake meg cajt pekal taj pedar oda akan te jek Romengero gondolipeskero bar ando Łódź te ol.

Thara – Kesdipe neve biroha   Read the rest of this entry »

Radio: Rudolf Sarközi über das Ghetto Łódź

September 4th, 2009  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV

Radio KaktusRadio Kaktus / WEBRADIO oe1campus
4.9.2009, 20:00 & 5.9.2009, 20:30 Uhr

Rudolf Sarközi bei Gedenkfeier in Salzburg, 2009Im November 1941 wurden rund 5.000 österreichische Roma und Sinti, größtenteils Burgenland-Roma, ins Ghetto Łódź/ Litzmannstadt verschleppt. Viele starben bereits in diesem vom Restghetto abgetrennten „Zigeunerlager“, die anderen wurden 1942 im Vernichtungslager Chełmno (Kulmhof) in Gaswägen erstickt. Kein Einziger der 5.007 deportierten Roma überlebte. Im Zuge dieser Massendeportationen trafen u.a. auch rund 5.000 jüdische Opfer aus Wien in Łódź ein. Als das Ghetto im August 1944 aufgelöst und alle Ghettoinsassen nach Auschwitz deportiert wurden, lebten noch ca. 300 bis 400 von ihnen. Die Selektion in Auschwitz, die Zwangsarbeit in den verschiedenen Konzentrationslagern forderten weitere Opfer. Nur 34 der nach Łódź deportierten Wiener Juden haben die Befreiung erlebt.

Rudolf Sarközi, der Vorsitzende des österreichischen Volksgruppenbeirates der Roma und Sinti, nahm an der Gedenkveranstaltung in Łódź teil und erzählte Gilda Horvath im Interview, warum die Forschungsarbeit ihre Zeit braucht und was es bedeutet, nun auch ein eigenes Roma-Denkmal in Łódź zu haben.

Weiters: Thara − Start mit neuem Büro   Read the rest of this entry »

Dieselben Augen, dieselbe Seele

August 27th, 2009  |  Published in Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Wissenschaft

Dieselben Augen, dieselbe Seele

Theresia Winterstein und die Verfolgung einer Würzburger Sinti-Familie im „Dritten Reich“

Roland Flade: Dieselben Augen, dieselbe SeeleVon Roland Flade, Würzburg 2008

Im Frühjahr 1940 tritt die 18-jährige Sintezza Theresia Winterstein im Würzburger Stadttheater in der Oper „Carmen“ als Tänzerin und Sängerin auf. Ihr Bruder Kurt beginnt 1942 eine Schulung als Reserveoffiziersanwärter der Wehrmacht. Der nationalsozialistische Rassenwahn beendet solche Karrieren und zerstört das Leben unzähliger „Zigeuner“. 1943 stirbt eine Tochter Theresia Wintersteins wahrscheinlich als Folge medizinischer Experimente in der Universitäts-Kinderklinik; sie selbst wird zwangssterilisiert, ebenso wie ihr Bruder, den die Wehrmacht ausstößt. Mehrere Mitglieder der Familie Winterstein, darunter sechs Säuglinge und Kleinkinder, werden in das „Zigeunerlager“ in Auschwitz verschleppt, wo die meisten elend zugrunde gehen. Während die Täter ihre Laufbahnen nach 1945 oft fortsetzen können, dauert es Jahrzehnte, bis den Sinti Gerechtigkeit wiederfährt. (Klappentext)

2008 wurde − begleitend zur Buchpublikation − in Würzburg auch eine Ausstellung zu Theresia Wintersteins Biografie gezeigt. Eine Besprechung des Buches von Hans-Jürgen Döscher finden Sie in der FAZ – und hier auch noch ein kurzes Autorenporträt (Mainpost).

Roland Flade: Dieselben Augen, dieselbe Seele. Theresia Winterstein und die Verfolgung einer Würzburger Sinti-Familie im „Dritten Reich“ (= Veröffentlichungen des Stadtarchivs Würzburg, Bd. 14), Ferdinand Schöningh Verlag: Würzburg 2008, kartoniert, 226 Seiten.
ISBN-10 3877177964, ISBN-13 9783877177969

Radijo: Roma-Holocaust-Gondolipeskero di

August 8th, 2009  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen

Radijo KaktusRadijo Kaktus / WEBRADIO oe1campus
7.8.2009, 20:00 & 8.8.2009, 20:30 orenge

Birkenau (Foto: Auschwitz Memorial and Museum)Uso gondolipeskero mulatintschago ande Auschwitz-Birkenau sako bersch o Rudolf Sarközi (Website) use hi. Sarközi papal ada bersch pre tschauiha taj pre enkeliha andi Polnija upro drom pe kertscha, kaj odoj schaj le opferenge gondolinel. „O terne iste buteder ande phandle on“, phenel o Sarközi andi sendung „Radio Kaktus“. O flogoskero grupnengero anglebeschto kivaninel peske buteder terne manuschen uso gondolipeskere mulatintschagi, phentscha ov la Gilda Horvathake ando vakeripe uso 65. berscheskero di la likvidacijonatar le „Zigeunerlager“ istar ando Auschwitz-Birkenau.

Andi rat ando 2. upro 3. august 1944 o „Zigeunerlager“ phuterdo ulo, taj valami 2.900 dschene ando gaskamertscha murdarde ule. Sako bersch jek gondolipeskero mulatintschago le opferenge le Romendar taj Sintijendar anglo gondolipeskero than ande Auschwitz-Birkenau hi. Ando keripe le gondolipiskere mulatintschagostar likerde i Romani Rose, anglebeschto le „Zentralrats Deutscher Roma taj Sinti“, i cajtakeri ceugin Luise Bäcker, Manfred Lautenschläger, dijaschi le europitike polgariskere tschatschipeskere dipestar o schtotiskero sekretari andi Germanija, vodschikane vakeriptscha, save o bibastalo keripe andar mindenfelitike perspektivtscha upre sikade.

Emmerich Gärtner-Horvath, ORF Volksgruppenredaktion
volksgruppen.orf.at

Radio Kaktus: Roma-Gedenkfeier in Auschwitz

August 7th, 2009  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen

Radio KaktusRadio Kaktus / WEBRADIO oe1campus
7.8.2009, 20:00 & 8.8.2009, 20:30 Uhr

Gedenkfeier in Auschwitz (re.: R. Sarközi) An der Roma-Gedenkkundgebung in Auschwitz-Birkenau (dROMa-Blog: hier und hier) nimmt alljährlich auch Rudolf Sarközi vom Kulturverein österreichischer Roma (Website) teil. Der Volksgruppenvorsitzende der österreichischen Roma und Sinti reiste in diesem Jahr wieder mit seinem Sohn und seinem Enkel nach Polen, um der Opfer zu gedenken. „Die Jugend muss endlich mehr eingebunden werden“, sagt Sarközi in der Sendung „Radio Kaktus“.  Er wünsche sich mehr junge Menschen bei Gedenkveranstaltungen, erklärte er Gilda Horvath im Interview zum 65. Jahrestag der Liquidation des „Zigeunerlagers“ in Auschwitz-Birkenau.

In der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 wurde das so genannte „Zigeunerlager“ aufgelöst, rund 2.900 Personen wurden in den Gaskammern ermordet. Jedes Jahr findet in Erinnerung eine Gedenkkundgebung mit Kranzniederlegung für die Opfer der Roma und Sinti vor dem Mahnmal in Auschwitz-Birkenau statt. Im Rahmen der Gedenkveranstaltung hielten Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Roma und Sinti, die Zeitzeugin Luise Bäcker, Manfred Lautenschläger, Stifter des europäischen Bürgerrechtspreises der Sinti und Roma, sowie Christoph Bergner, parlamentarischer Staatssekretär in Deutschland, bewegende Reden, die das Grauen aus verschiedenen Perspektiven beleuchteten.

Gilda Horvath, ORF Volksgruppenredaktion
volksgruppen.orf.at

Roma-Holocaust-Gedenktag am 2. August

August 2nd, 2009  |  Published in Geschichte & Gedenken

Die Liquidation des „Zigeunerfamilienlagers“ in Auschwitz-Birkenau verlief besonders grausam: Allein in der Nacht vom 2. zum 3. August 1944 wurden rund 3000 Roma und Sinti, Männer, Frauen und Kinder, als „Zigeuner“ in den Gaskammern ermordet. Heute jährt sich die Vernichtungsaktion anlässlich der Lagerauflösung zum 65. Mal. Viele Romaorganisationen (siehe hier, hier, hier oder hier) begehen diesen Tag als Gedenktag - nicht zuletzt, um auch auf die aktuellen Opfer rassistischer Gewalt aufmerksam zu machen. Auch Rudko Kawczynski, Präsident des ERTF beim Europarat, veröffentlichte einen Videoaufruf zum „International Remembrance Day of Roma Victims of the Pharraimos (Holocaust)“.  

Das „Zigeunerfamilienlager“ Auschwitz

Am 16. Dezember 1942 ordnete Himmler die Deportation von „Zigeunermischlingen“, „Rom-Zigeunern“ und „balkanischen Zigeunern“ in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau an. In welcher Weise und wann die Deportationen zu erfolgen hatten, wurde am 29.1.1943 durch den sogenannten „Auschwitz-Erlass“ festgelegt. Bestimmungsort der Deportationen war das so genannte „Zigeunerfamilienlager“ (BIIe) in Birkenau, das als Teillager des Auschwitzkomplexes im Februar 1943 errichtet wurde. Zwischen dem 1. März 1943 und dem 20. Juli 1944 wurden nahezu 23.000 Roma nach Auschwitz-Birkenau deportiert; rund 90 % von ihnen erlebten die Auflösung des Lagers nicht mehr. Ca. 20.300 wurden entweder in den Gaskammern erstickt, starben an Hunger, Epidemien und Krankheiten oder erlagen den medizinischen Experimenten der SS-Ärzte. Von den ca. 2.900 österreichischen Roma, die im „Zigeunerfamilienlager“ interniert waren (zwei Drittel davon aus dem Südburgenland), überlebten ebenfalls lediglich rund 10 %.

Auschwitz: Kein Geld für Roma-Gedenken

Juli 31st, 2009  |  Published in Geschichte & Gedenken, Medien & Presse, Politik

tazIn der „taz“ berichtet Gabriele Lesser über Turbulenzen im Vorfeld der Roma-Holocaust-Gedenkfeier in Auschwitz. Nachdem die polnische Regierung die Mittel für den Auschwitz-Gedenktag der Roma am 2. August gestrichen hat, ist nun die Jüdische Gemeinde eingesprungen und rettet die Feier zum 65. Jahrestag der Liquidierung des „Zigeunerlagers“:

Polens Roma fühlen sich diskriminiert. „Wenn es um die Erinnerung an Polen geht, an polnische Opfer und Helden, ist der Regierung nichts zu teuer“, empört sich Roman Kwiatkowski, der Vorsitzende der Roma-Vereinigung in Polen. „Aber wenn es um unser Gedenken an die Vergasung der letzten Roma im ,Zigeunerlager‘ in Auschwitz geht, fällt den Politikern plötzlich ein, dass kein Geld mehr in der Kasse ist!“ Tatsächlich wird Polen den Jahrestag des Warschauer Aufstands 1944 wieder ganz groß begehen. Am 1. August werden um 17 Uhr die Sirenen im ganzen Land heulen. Staatspräsident Kaczynski und Premier Tusk werden über polnische Opfer und Helden sprechen. Doch zur Gedenkveranstaltung der Roma in Auschwitz einen Tag später wird kein einziger ranghoher Politiker Polens erscheinen. Nicht einmal einen finanziellen Zuschuss zum Jahrestag der Liquidierung des „Zigeunerlagers“ vor 65 Jahren wird es geben.

„Als ich hörte, dass die Roma das organisierte Gedenkkonzert in der Krakauer Philharmonie absagen und sogar Überlebende des Lagers und deren Angehörige wieder ausladen müssen, habe ich sofort zum Hörer gegriffen“, sagt Piotr Kadlcik, der Vorsitzende des Jüdischen Gemeindeverbands in Polen. Innerhalb kürzester Zeit organisierte er eine Solidaritätsaktion. (…) Read the rest of this entry »

Prageriskeri Holocaust-konferenca ar hi

Juli 3rd, 2009  |  Published in Geschichte & Gedenken, Politik, Veranstaltungen & Ausstellungen

Holocaust-Konferenz 2009 (Foto: eu2009.cz)Ando 30. juni i internacijonali Holocaust Era Assets Conference (Website) la presentacijonaha le dokumentistar, le „phenipestar andar Terezín (Theresienstadt)“ (PDF), ar sina. Kaj i opferengeri grupn le Romendar use aja pantsch divesengeri Prager konferenca use sina, le insistirinipeske le Romengere-fatreterendar schaj palikerdo ol. Jek akaripe le Romendar na sina le keraschendar planim. Papal jefkar. Mint imar angle poar masektscha uso Holocaust-gondolipeskero mulatintschago le Khetane Nacijonendar o opfertscha le Romengere-genocidistar, kekaj but protestscha dija, prik gele ule. I kerdi konferenca la Tschechijatar, sava akan i EU-presidentschoft hi, i lejcti chance sina, sar andar i rik la US-delegacijonatar butschol, „le prik dschivdenge tschatschipe use te anel te mukel“.

Ham te o Roma, save akan a.s. andi Tschechitiki republika papal vasch pumaro dschivipe iste daran, ando planinipe la Prageriskera konferencatar tschak afka pobisterde ule, sar Čeněk Růžička phare vodschiha phukal. On iste kemfinde, kaj use oda mulatintschago schaj le use sina. Uso mulatintschago ham bojd na gelo papal akor vasch lende, phenel te i Jana Horváthová, vodaschkija le museumistar la Romengera-kulturatar ando Brno/Brünn. Adaj akor avre gondi tuke ando schero an. O voschtengere vakeriptscha le diplomatendar (…) naschtig hajode on, te on le cile opferenge le nacijonalsocijalismusistar pomoschago use phenen, ham andi konkreti situacijona pal likeripeha andi akcijona tretinen. (Katja Schickel, haGalil)

Prager Holocaust-Konferenz beendet

Juli 2nd, 2009  |  Published in Geschichte & Gedenken, Politik, Veranstaltungen & Ausstellungen

Holocaustkonferenz Prag 2009 (Foto: eu2009.cz)Am 30. Juni ging die internationale Holocaust Era Assets Conference mit der Präsentation des Schlussdokuments, der „Erklärung von Terezín (Theresienstadt)“ (PDF), zu Ende. Dass die Opfergruppe der Roma bei der fünftägigen Prager Konferenz überhaupt vertreten war, war allerdings nur dem Insistieren von Roma-Vertretern zu verdanken. Eine Berücksichtigung der Roma war von den Organisatoren nämlich ursprünglich gar nicht vorgesehen. Wieder einmal. Denn schon vor einigen Monaten hatte man bei der Holocaust-Gedenkfeier der Vereinten Nationen die Opfer des Roma-Genozids, ungeachtet aller Proteste, übergangen.

Die unter der EU-Präsidentschaft Tschechiens ausgerichtete Konferenz stellte, wie es seitens der US-Delegation hieß, die letzte Gelegenheit dar, „den Überlebenden Gerechtigkeit widerfahren zu lassen“; sie sei Ausdruck des Willens, „schnell und gezielt auf die Bedürfnisse zu reagieren, d.h. Besitz zurückzugeben, für finanzielle Sicherheit der – teilweise in äußerst prekären Verhältnissen lebenden – Menschen zu sorgen und soziale Rahmenbedingungen zu schaffen, die ein würdiges Leben ermöglichen helfen“.

Wenn allerdings Roma, die zurzeit z.B. in der Tschechischen Republik wieder um ihr Leben fürchten müssen, in der Planung der Prager Konferenz schlicht vergessen werden, wie Čeněk Růžička sichtlich enttäuscht erzählte, für ihre Teilnahme und eine Schwerpunkt-Veranstaltung zum Genozid an ihrem Volk kämpfen müssen, in der es dann bald wieder nicht mehr um sie geht, wie auch Jana Horváthová, Leiterin des Museums der Roma-Kultur in Brno/Brünn beklagte, kommen Zweifel. Die Lippenbekenntnisse der Diplomaten (…) werden mehr als fragwürdig, wenn sie zwar vollmundig Unterstützung aller Opfer des Nationalsozialismus zusagen, in der konkreten Situation aber mit Abwehr reagieren. Solidarität, Respekt und Toleranz zu fordern ist eine Sache, sie zu praktizieren eine ganz andere. Read the rest of this entry »

Der Genozid an den Roma Osteuropas

Juni 15th, 2009  |  Published in Geschichte & Gedenken, Kunst & Fotografie, Literatur & Bücher, Wissenschaft

Der nationalsozialistische Genozid an den Roma Osteuropas
Geschichte und künstlerische Verarbeitung

Genozid an den Roma Osteuropas

Hrsg. von Felicitas Fischer von Weikersthal, Christoph Garstka, Urs Heftrich und Heinz-Dietrich Löwe

„Die osteuropäischen Roma fielen als ,rassisch minderwertig‘, als angebliche Partisanen oder Spione dem Nationalsozialismus zu Hunderttausenden zum Opfer. Ihrer konnte nach 1945 kaum gedacht werden. Die kommunistische Ideologie und eine anhaltende Diskriminierung unterbanden fast jedes öffentliche Erinnern an den ,Roma-Holocaust‘. Erst die politische Wende hat die Selbstwahrnehmung der Roma und damit ihr Auftreten in der Gedenkkultur Osteuropas gestärkt. Der Band bietet zunächst einen geschichtlichen Überblick der NS-Verfolgung der ,Zigeuner‘ in einzelnen Ländern und befasst sich sodann mit individuellen Erinnerungsstrategien in Literatur, bildender Kunst und Kino bis zur Gegenwart. Übergreifend werden so die Möglichkeiten und Grenzen eines öffentlichen und individuellen Gedenkens unter verschiedenen politischen Vorzeichen reflektiert. Felicitas Fischer von Weikersthal, Christoph Garstka und Urs Heftrich lehren am Slavischen Institut der Universität Heidelberg, Heinz-Dietrich Löwe leitet das dortige Seminar für Osteuropäische Geschichte.“ (Verlagsankündigung)

Nach Online-Rezensionen sucht man derzeit noch vergeblich; deshalb müssen wir Sie auf die kommende Ausgabe von dROMa vertrösten, in der sich Michael Wogg eingehend mit dem Sammelband befassen wird.

Der nationalsozialistische Genozid an den Roma Osteuropas. Geschichte und künstlerische Verarbeitung, herausgegeben von: Felicitas Fischer von Weikersthal, Christoph Garstka, Urs Heftrich und Heinz-Dietrich Löwe, Böhlau 2008, XII, 343 S., 23 x 15,5 cm, geb.; ISBN 978-3-412-20181-4

Me na dschanav te pobisterel …

Mai 25th, 2009  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
25.5.2009, 20:40 orenge

Ceija Stojka„Ich kann nicht vergessen …“: Ceija Stojka ist Schriftstellerin und Künstlerin. Sie gehört den Lovara-Roma an, die besonders in Mittel- und Osteuropa beheimatet sind. In ihren Büchern und Bildern macht sie auf das Schicksal ihres Volkes in den Konzentrationslagern aufmerksam. Im Gespräch mit Susanne Horvath erzählt Ceija, dass sie bis heute nicht vergessen kann, was ihr und anderen Menschen dort angetan wurde.

Ojs tschaj ande jek familija upre batrtschini, savi grasten biknahi taj andi Austrija dromeske sina. Lakero dad ando logeri Dachau murdardo ulo. O avre la familjiatar ando logeri Auschwitz-Birkenau ledschim ule. 1944 oj pra dajaha taj pra phenjaha ando logeri Ravensbrück bitschadi uli, kaj oj ojs sabovkija buti iste kerlahi. Anglo ar le haburistar so trin ando logeri Bergen-Belsen pele, kaj on le alijirtendar retim ule. Ceija Stojka autorkija taj kinstlerkija hi. Oj Lovarica hi, save ando centrali taj osteuropitiko dschin. Ande lakere kenvi taj kipi sikal oj, so lakere flogoha ando logertscha kerdo ulo. Ando vakeripe la Susanne Horvathiha phukal i Ceija, hot oj dschi adi na dschanel te pobisterel, so lake taj avre manuschenge odoj kerdo ulo. (volksgruppen.orf.at)

Radijo: Jek tschatscho Betschitiko Rom

Mai 24th, 2009  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen

Radijo KaktusRadijo Kaktus / WEBRADIO oe1campus
23.5.2009, 20:30 orenge

Mongo StojkaO 80-berschengero familijakero schero la familijatar Stojka naschtig uso mulatintschago alo, savo leske uso pativ ando Barankapark kerdo ulo, kaj leskero sastipe nan igen latscho. O keraschi le mulatintschagostar hi o tschau Harri Stojka. Le Mongo Stojka te patijarel resle pumen i familija, pajtaschtscha taj avre dschene, pedar leste te vakerel, andar leskere litararitike verktscha te genel taj muschika leske te kerel.

Harri Stojka, Melinda Stoika, Mosa Šišic, Ruzsa Nikolić-Lakatos taj Tibor Barkoczy upre cidine. Nuna Stojka taj Marion Dvorak gende leskere tekstscha andi romani taj andi nimtschki tschib. „Die Hellerwiese-Barankapark“ hi jek falato la pobisterda historijatar Betschistar. O than sina deschberschengero o nugodinipeskero- taj terdschojipeskero than le Betschitike Romendar. Read the rest of this entry »