Radio: Rudolf Sarközi über das Ghetto Łódź

September 4th, 2009  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV

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4.9.2009, 20:00 & 5.9.2009, 20:30 Uhr

Rudolf Sarközi bei Gedenkfeier in Salzburg, 2009Im November 1941 wurden rund 5.000 österreichische Roma und Sinti, größtenteils Burgenland-Roma, ins Ghetto Łódź/ Litzmannstadt verschleppt. Viele starben bereits in diesem vom Restghetto abgetrennten „Zigeunerlager“, die anderen wurden 1942 im Vernichtungslager Chełmno (Kulmhof) in Gaswägen erstickt. Kein Einziger der 5.007 deportierten Roma überlebte. Im Zuge dieser Massendeportationen trafen u.a. auch rund 5.000 jüdische Opfer aus Wien in Łódź ein. Als das Ghetto im August 1944 aufgelöst und alle Ghettoinsassen nach Auschwitz deportiert wurden, lebten noch ca. 300 bis 400 von ihnen. Die Selektion in Auschwitz, die Zwangsarbeit in den verschiedenen Konzentrationslagern forderten weitere Opfer. Nur 34 der nach Łódź deportierten Wiener Juden haben die Befreiung erlebt.

Rudolf Sarközi, der Vorsitzende des österreichischen Volksgruppenbeirates der Roma und Sinti, nahm an der Gedenkveranstaltung in Łódź teil und erzählte Gilda Horvath im Interview, warum die Forschungsarbeit ihre Zeit braucht und was es bedeutet, nun auch ein eigenes Roma-Denkmal in Łódź zu haben.

Weiters: Thara − Start mit neuem Büro  

Das arbeitsmarktpolitische Projekt „Thara − Romnija/Roma in Transition“ wurde zwar mit Ende August beendet, allerdings nur um mit einem neuen Namen weiterzumachen: „Thara: Beratung und Dialog“, das neben den bereits bekannten Angeboten nun auch einen Schwerpunkt in der internationalen Zusammenarbeit und Vernetzung setzt, startet mit 1. September 2009 wieder durch. „Wir haben zwar ein neues Büro, arbeiten aber nach unseren bewährten Prinzipien, so Lydia Anstiss.

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