Der Genozid an den Roma Osteuropas

Juni 15th, 2009  |  Published in Geschichte & Gedenken, Kunst & Fotografie, Literatur & Bücher, Wissenschaft  |  1 Comment

Der nationalsozialistische Genozid an den Roma Osteuropas
Geschichte und künstlerische Verarbeitung

Genozid an den Roma Osteuropas

Hrsg. von Felicitas Fischer von Weikersthal, Christoph Garstka, Urs Heftrich und Heinz-Dietrich Löwe

„Die osteuropäischen Roma fielen als ,rassisch minderwertig‘, als angebliche Partisanen oder Spione dem Nationalsozialismus zu Hunderttausenden zum Opfer. Ihrer konnte nach 1945 kaum gedacht werden. Die kommunistische Ideologie und eine anhaltende Diskriminierung unterbanden fast jedes öffentliche Erinnern an den ,Roma-Holocaust‘. Erst die politische Wende hat die Selbstwahrnehmung der Roma und damit ihr Auftreten in der Gedenkkultur Osteuropas gestärkt. Der Band bietet zunächst einen geschichtlichen Überblick der NS-Verfolgung der ,Zigeuner‘ in einzelnen Ländern und befasst sich sodann mit individuellen Erinnerungsstrategien in Literatur, bildender Kunst und Kino bis zur Gegenwart. Übergreifend werden so die Möglichkeiten und Grenzen eines öffentlichen und individuellen Gedenkens unter verschiedenen politischen Vorzeichen reflektiert. Felicitas Fischer von Weikersthal, Christoph Garstka und Urs Heftrich lehren am Slavischen Institut der Universität Heidelberg, Heinz-Dietrich Löwe leitet das dortige Seminar für Osteuropäische Geschichte.“ (Verlagsankündigung)

Nach Online-Rezensionen sucht man derzeit noch vergeblich; deshalb müssen wir Sie auf die kommende Ausgabe von dROMa vertrösten, in der sich Michael Wogg eingehend mit dem Sammelband befassen wird.

Der nationalsozialistische Genozid an den Roma Osteuropas. Geschichte und künstlerische Verarbeitung, herausgegeben von: Felicitas Fischer von Weikersthal, Christoph Garstka, Urs Heftrich und Heinz-Dietrich Löwe, Böhlau 2008, XII, 343 S., 23 x 15,5 cm, geb.; ISBN 978-3-412-20181-4

Responses

  1. Joachim Fulda says:

    Juni 20th, 2009 at 11:25 (#)

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    da ich mich auf dem Blog der Gesellschaft für bedrohte Völker schon mehrfach mit Roma-Themen auseinandersetzte und darüber ein Interview mit Milan Horacek postete, würde ich gerne Ihr Buch besprechen – könnten Sie mir netterweise ein Belegexemplar zukommenlassen (siehe e-mail-Addresse zum Austausch der genauen Kontaktdaten)?

    Mit freundlichen Grüßen,

    Joachim Fulda