Geschichte & Gedenken
Februar 12th, 2018 |
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Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft
15. Februar 2018, Berlin:
Ausstellung und Vortrag: NS-Genozid an den Roma in der Ukraine und Moldau
Zu Gast beim Janusz-Korczak-Haus Berlin sind Iryna Radchenko and Maryna Strilchuk, zwei Wissenschaftlerinnen aus dem Ukrainischen Institut für Holocaust-Studien „Tkuma“ (Dnipro, Ukraine), die an diesem Abend ihre Ausstellung „Die Tragödie der Roma: Vergangenheit und Gegenwart“ präsentieren. Die Ausstellung ist ein Ergebnis des wissenschaftlichen Projektes zur Erforschung des NS-Genozids an den Roma auf dem Territorium der Ukraine und der Republik Moldau. Das Projekt wurde von „Tkuma“ mit Unterstützung der „International Holocaust Remembrance Alliance“ durchgeführt.
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Februar 10th, 2018 |
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Geschichte & Gedenken, Politik
Okamura unter Druck wegen Äußerungen zu KZ Lety
Der Chef der Partei „Freiheit und direkte Demokratie“ hat die menschenverachtenden Zustände im Roma-Konzentrationslager Lety während des Kriegs heruntergespielt. Nun drängen Abgeordnete darauf, Tomio Okamura als stellvertretenden Parlamentsvorsitzenden abzuwählen.
➔Anhören (mp3)
Radio Praha, Till Janker: Äußerungen von Politikern der Partei „Freiheit und direkte Demokratie“ (SPD) haben zu einem Aufschrei geführt. Allen voran geht es um Aussagen des Vorsitzenden Tomio Okamura. Dieser behauptete, dass das Roma-KZ im südböhmischen Lety nicht mit Stacheldraht umgeben gewesen wäre und sich die Insassen dort frei hätten bewegen können. Doch damit widersprach er eindeutig den Fakten.
In Lety bestand ab 1939 zunächst ein sogenanntes Arbeitslager, das die Regierung im Protektorat vor allem für Roma eingerichtet hatte. Dann übernahmen die Deutschen die Aufsicht und sprachen von einem „Zigeunerlager“. Mehr als 300 Menschen starben dort an den Folgen von Unterernährung, körperlicher Schwerstarbeit und Seuchen. Die anderen wurden in die Vernichtungslager deportiert und dort umgebracht. Die tschechische Regierung möchte in Lety nun eine Gedenkstätte einrichten und hat deswegen eine Schweinefarm am Ort des Lagers aufgekauft.
Ähnliche Aussagen wie Okamura hatte im vergangenen Jahr schon sein Parteikollege Miloslav Rozner getroffen. Er nannte Lety ein „nicht existentes Pseudo-Konzentrationslager“. Die Roma-Organisation Konexe hält all diese Thesen für eine Leugnung des Völkermords. Read the rest of this entry »
Februar 7th, 2018 |
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Geschichte & Gedenken, Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft
Bremen: Ausstellung über die Verfolgung von Sinti und Roma im Nationalsozialismus am Beispiel fotografisch dokumentierter Familiengeschichten aus Mitteldeutschland
Zentralbibliothek Bremen, Wall-Saal
15.02.2018 – 14.03.2018 (Eintritt frei)
Im Archiv der Universität Liverpool fand die dort lehrende Historikerin Eve Rosenhaft ca. 200 Fotografien, die das Leben der Sinti und Roma in den 1930er Jahren in Dessau-Roßlau dokumentieren. Sie gehen auf den damals in Roßlau lebenden Fotojournalisten Hanns Weltzel zurück. Weltzel hatte ab 1931 intensive Kontakte zu den Familien, die auf ihren Handelswegen nach Dessau-Roßlau kamen. Die Fotos und erhalten gebliebenen Briefe zeugen von einer freundschaftlichen und von gegenseitigem Vertrauen und Respekt geprägten Atmosphäre. Darin liegt die Besonderheit dieses Fotobestandes, insbesondere wenn man sie mit Propagandafotos im Nationalsozialismus vergleicht.
Die Beschriftungen der Fotos geben nur bedingt Auskünfte, um wen es sich auf den einzelnen Fotos handelt. Die namentliche Identifizierung ist jedoch die Grundvoraussetzung, um die Verfolgungswege der Menschen und ihrer Familien zu erforschen. Dieser Aufgabe widmet sich Professor Eve Rosenhaft gemeinsam mit Jana Müller vom Alternativen Jugendzentrum e.V. Dessau in enger Kooperation. Nach voneinander unabhängigen Forschungen und Durchführung von Jugendprojekten führten sie vor drei Jahren ihre Forschungsergebnisse zusammen und begannen zielgerichtet für eine Ausstellung zur Erinnerung an die mitteldeutschen Sinti und Roma Fotografien in Augenschein zu nehmen und in Archiven nach weiterführenden Hinweisen zu suchen. Read the rest of this entry »
Januar 30th, 2018 |
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Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Jugend & Bildung
Die Theaterperformance »Rastplatz Marzahn«, eine auf Zeitzeugenerinnerungen basierende Rekonstruktion des Zwangslagers für Sinti und Roma in Marzahn-Hellersdorf, feierte im Oktober Premiere. Am Mittwoch wird das Stück im Rahmen des Jugendforums „denk!mal“ im Berliner Abgeordnetenhaus erstmals einem breiteren Publikum vorgestellt.
„Es hat furchtbar gestunken. Normalerweise hätten wir uns an einem solchen Ort nie aufgehalten, schon allein wegen unserer Gesetze nicht, die das verbieten. Wir wurden aber zwangsweise dort abgestellt.“ (Otto Rosenberg)
Heute ein unscheinbarer Ort zwischen Hochhäusern und S-Bahngeleisen in Marzahn-Hellersdorf. Von 1936 bis 1945 befand sich an dieser Stelle ein Sammellager für Sinti und Roma. Die Verschleppung und Festsetzung der Volksgruppe auf diesem Platz war der erste Schritt zu ihrer systematischen Verfolgung und Vernichtung. Für die mediale Theaterperformance hat sich das Ensemble aus jungen Menschen und Schauspieler*innen hier auf die Spurensuche nach der Geschichte des „Rastplatz Marzahn“ begeben. Read the rest of this entry »
Januar 28th, 2018 |
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Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV
Journal-Panorama vom 23.1.2018
Gestaltung: Maria Harmer
Online abrufbar bis Di, 30.1.2018
Der NS-Vernichtungsmaschinerie sind eine halbe Million Roma zum Opfer gefallen. Doch der Genozid an ihnen wurde lange Zeit nicht wahrgenommen und wird auch heute noch oft verdrängt. In Österreich leben die meisten der verbliebenen Roma heute im Burgenland. Nur vereinzelt finden sich Gedenktafeln oder andere Mahnmale, die an die Ermordung der heimischen „Zigeuner“, wie Roma, Sinti, Lovara und andere früher genannt wurden, erinnern.
Eine Bestandsaufnahme anlässlich des Holocaust-Gedenktages am 27. Jänner.
(Text: Ö1 Programminfo)
Januar 28th, 2018 |
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Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Musik
Django – Ein Leben für die Musik
Spielfilm von Étienne Comar, Frankreich 2017, 115 Min.
Frankreich, 1943. Der begnadete Jazzgitarrist Django Reinhardt ist auf dem Gipfel seines Erfolges. Abend für Abend spielt er in ausverkauften Sälen und begeistert das Publikum mit seinem Gypsy-Swing, einer Musik voller Lebenslust und Witz, der sich auch die deutschen Besatzer nicht entziehen können. Während andere Sinti in ganz Europa verfolgt werden, kann sich Django aufgrund seiner Popularität in Sicherheit wiegen – bis ihn die Nationalsozialisten auf Tournee nach Deutschland schicken wollen. Django weigert sich. Seine Pariser Geliebte hilft ihm, mit seiner schwangeren Frau und seiner Mutter an der Schweizer Grenze unterzutauchen. Read the rest of this entry »
Januar 27th, 2018 |
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Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen
Ausstellungseröffnung: „Die NS-Verfolgung der Sinti und Roma in Berlin“
Datum: 29.01.2018, 18:00 bis 20:00 Uhr
Ort: DokuZ Sinti und Roma Berlin
Prinzenstraße 84.2, 10969 Berlin
Im Anschluss an die Gedenkveranstaltung am Denkmal für die ermordeten Sinti und Roma Europas lädt das Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma zur Eröffnung der Ausstellung des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg in seine Berliner Dependance. Die Ausstellung berichtet über die nationalsozialistische Verfolgung der Sinti und Roma in Berlin. Die Menschen selbst, Angehörige der kulturellen Minderheit der Sinti und Roma, stehen dabei im Mittelpunkt. Ihre Biographien und Berichte zeigen, wie ein Großteil ihrer Angehörigen durch den systematischen Ausschluss bis hin zur Ermordung vernichtet wurde und eine Gesellschaft, in der sie seit Jahrhunderten lebte, sich um einer weiteren Facette ihrer eigenen Vielfalt beraubte. Gleichwohl soll die Ausstellung nicht nur zeigen, was zerstört wurde, sondern auch davon zeugen, wie Sinti und Roma der Gewalt widerstanden und überlebten.
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Januar 20th, 2018 |
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Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Wissenschaft
Udo Engbring-Romang:
»Mit einer Rückkehr ist nicht mehr zu rechnen …«
Die Verfolgung der Sinti und Roma in Mannheim
Quellen und Darstellungen zur Mannheimer Stadtgeschichte, Bd. 11
Jan Thorbecke Verlag: Ostfildern 2017
Hardcover, 160 S., ISBN: 978-3-7995-0960-2
Wie überall in Deutschland wurden im März 1943 Sinti und Roma aus Mannheim von den nationalsozialistischen Machthabern in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Ziel war wie bei den Juden die Beseitigung der als »außereuropäische Fremdrasse« bezeichneten Menschen. Die Diskriminierung und Verfolgung begann aber nicht erst in der Zeit des Nationalsozialismus; schon früher wurden sie ausgegrenzt und waren bereits in der Weimarer Zeit staatlichen Repressionen ausgesetzt. Read the rest of this entry »
Januar 17th, 2018 |
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Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Musik
O nacis ando Pariser koncertakero kher loschane use pumen micinen, na dur niko buter upro padi beschel. Le svingistar la gitaratar niko naschtig pe tschil. Mirno o Reinhardt le dschenen use peste cidel taj jeke tikne asajipeha ov pal pe cidel upral i bühne. Paraschtun o „Django – Ein Leben für die Musik“ ando kino te dikel hi.
Ada leskero drama hi, le barikane gitarististar taj bandleaderistar, savo ojs pijonir le europitike jazzistar prindschardo hi. O film le francitike Etienne Comaristar phral i 67. Berlinale ando feberi. O „Django“ khelel pe andi ande limi Francija 1943 taj phutschel pe palo falikeripe le Sinti muschikastostar Reinhardt uso naci, save leske ando Paris nischta na kerde. Le avre Sinti taj Romen ham tradnahi taj murdarnahi. Avre alavenca: Schaj jek kinstleri kompromistscha le bengeha ande dschal, te leskeri kunst vaschoda schaj atschel? O Reinhardt (Reda Kateb) phenel upro phutschajipe ande jek leskere vakeripendar pra piranjaha Louise (Cécile de France): „Me muschikaschi som. Me muschika kerav, ada lek feder dschanav. Ko mre use schunaschtscha hi, nan mro problemo.“
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Januar 13th, 2018 |
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Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)
Radijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Redaktion: Eva Horvath und Adolf Gussak. Kamera: Josef Horvath. Schnitt: Emmerich Gärtner-Horvath
Gondolipeskeri tablina le Romenge Bujschochate
Seit dem 17. Jahrhundert sind Angehörige der Volksgruppe der Roma auf dem Gebiet des heutigen Österreich beheimatet. Bevor die Nationalsozialisten die Herrschaft an sich rissen, lebten ca. 300 Roma in Buchschachen (Bezirk Oberwart). Mit der ersten großen Deportation im Sommer 1939 begann ihre Vernichtung. Anlässlich der Dorfplatzerneuerung in Buchschachen, wurde am 1.11.2016 eine Gedenktafel für alle Gefallenen und insbesondere für die Angehörigen der Volksgruppe der Roma enthüllt.
Sajt o 17to schelberschengero, dschene la flogoskera grupnatar le Romendar upo than la adiveseskera Austrijatar, kher hi. Angloda o nacijonalsocijalistscha o rajipe ande line, valami 300 Roma Bujschochate dschivnahi. Le erschti ledschipeha ando linaj 1939 lengero murdaripe kesdintscha. Read the rest of this entry »
Dezember 29th, 2017 |
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Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV
Verdrängte Perspektiven – ein Sinto auf Spurensuche
Ein Audiofeature in zwei Teilen von Isabel Andiel & Lisa Beulshausen
Begleitbroschüre zur Sendung (pdf)
Bis heute führen gesellschaftliche Ressentiments gegenüber Roma und Sinti zu Ausgrenzung und Diskriminierung. Eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit Antiromaismus und der Aufarbeitung des Völkermords an ihnen ist bisher nicht erfolgt. Mit unterschiedlichen Perspektiven und Erzählsträngen involviert das Audiofeature, klärt auf und regt an, neue Wege der Auseinandersetzung einzuschlagen.
Der Aspekt der Spurensuche nach der eigenen Vergangenheit im Nationalsozialismus wird unter anderem durch den Protagonisten Robert Richter beleuchtet. Er steht als Verbindungsglied zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Seine Großmutter Barbara Richterrova war u.a. im Konzentrationslager Lety inhaftiert und überlebte das KZ Auschwitz-Birkenau. Als Enkel hat sich Robert Richter stark mit seiner Familiengeschichte auseinandergesetzt und nachgeforscht. Eine erweiterte Perspektive auf die Verfolgung und Vernichtung von Roma und Sinti im Nationalsozialismus wird durch Erfahrungsberichte von weiteren Zeitzeugen/innen gegeben. Read the rest of this entry »
Dezember 20th, 2017 |
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Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)
Radijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Beitrag von Kerstin Horvath, Jennifer Papai, Josef Horvath u. Julius Horvath
Tel utscharipe la gondolipeskera tablinatar ande Batschiba
Vor der röm.-katholischen Kirche in Jabing fand unter dem Motto „Einladung zur heilsamen Erinnerung“ am 17. November 2017 eine Gedenktafelenthüllung für Roma statt. Im Nationalsozialismus waren mindestens 93 Jabinger Roma deportiert oder ermordet worden. Dieser Menschen wurde im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes gedacht. Das soll eine heilsame Erinnerung für die Gemeinde sein.
Angli römischi katolischi khangeri Batschibate telal o anav „akaripe uso sastjardo palgondolipe“ ando 17to novemberi 2017, jek tel utscharipe jeka gondolipeskera tablinatar, sina. Ando nacijonalsocijalismus valami 93 batschibakere Roma ledschim taj murdarde ule. Upre adala manuscha ande jek ökumenischi mischa, gondolim ulo. Ada jek sastjardo palgondolipe la gemajndake te ol.
(Jek keripe la Kerstin Horvathatar, la Jennifer Papaijatar, le Josef Horvathistar taj le Julius Horvathistar)
Dezember 17th, 2017 |
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Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)
Radijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Ein Beitrag von Kerstin Horvath und Eva Horvath; Cutter: Marcel Horvath
Gondolipeskero mulatintschago le Romenge, Lackenbach 2017
Seit über dreißig Jahren findet in Lackenbach die Gedenkfeier für die von nationalsozialistischen Regime ermordeten Roma und Sinti statt. Auch dieses Jahr wurde vor dem Mahnmal der Opfer gedacht. | Buteder sar tranda berscha ande Lackenbach jek gondolipeskero mulatintschago le murdarde Romenge taj Sintijenge, telal o nacijonalsocijalistischi reschim, kerdo ol. Te ada bersch, upro opfertscha anglo gondolipeskero than, gondolim ulo.
(Jek keripe la Kerstin Horvathatar taj la Eva Horvathatar. Tschinaschi: Marcel Horvath.)
Siehe auch:
Radijo: Gedenkfeier in Lackenbach 2017 (1)
Dezember 15th, 2017 |
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Facts & Figures, Geschichte & Gedenken
Heute vor 75 Jahren, am 16.12.1942, ordnete der sog. Auschwitzerlass Heinrich Himmlers die Massendeportation der Roma und Sinti nach Auschwitz-Birkenau an.
(Quelle/pdf)
Dezember 8th, 2017 |
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Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)
Radijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Ein Beitrag von Eva Horvath, Josef Horvath, Kerstin Horvath und Marcel Horvath
Gondolipeskero mulatintschago le Romenge taj Sintijenge ande Lackenbach 2017
Am 18.11.2017 fand in Lackenbach die alljährliche Gedenkfeier vor dem Mahnmal für Roma und Sinti statt. Die Schüler aus dem Gymnasium Oberpullendorf, Klasse 7a, darunter Cara Thaler und Jakob Grössing, präsentierten anhand von Bildern die Geschichte der Roma im „Zigeuneranhaltelager“. Sarah Gärtner-Horvath, Elias Gärtner-Horvath, Adolf Gussak und Michael Sztubics von der Lernbetreuung des Vereines Roma-Service lasen aus den Zeitzeugenberichten „Mri Historija“ vor. Hannah Lessing vom Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus, Bürgermeister Christian Weninger, Ing. Rudolf Stroma, 2. Landtagspräsident, Christian Illedits, 1. Landtagspräsident, Christian Klippl, Obmann des Kulturvereines österreichischer Roma, und Landeshauptmann Hans Niessl sprachen für die verstorbenen Roma und Sinti ein paar Worte. Nach der Kranzniederlegung gab es ein kleines Buffet im Gemeindssaal.
Ando 18to novemberi 2017 ande Lackenbach o sako berschengero gondolipeskero mulatintschago anglo gondolipeskero than le Romenge taj Sintijenge sina. O ischkolaschtscha le gimnasijumistar Uprutni Pulja, klas 7a, telal lendar i Cara Thaler taj o Jakob Grössinger, kipenca i historija le Romendar ando „Zigeunerengero logeri“ presentirinde. I Sarah Gärtner-Horvath, o Elias Gärtner-Horvath, o Adolf Gussak taj o Michael Sztubics andar o siklipeskero projekto le farajnistar Roma-Service, andar o prik dschivdengere phukajiptscha „Mri Historija“ angle gende. Read the rest of this entry »
Dezember 5th, 2017 |
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Geschichte & Gedenken, Interview, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)
Radijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Ein Beitrag von Adolf Gussak und Marcel Horvath
Flucht in die Freiheit (Teil 1)
Vasch i aktujeli Sirija krisa, but manuscha pumaro vilago, pal pumende iste mukle. Tschule lendar, andi Austrija harna cajtake jek atschipe lakle. Poar lendar te andi Europa tel pumen mukna taj jek dschivipe ando mirnipe dschivna. Te ada, o raj Holdosi taj i dschuvli Meszeros, save pumaro naschigejipe ando bersch 1956 kerde, mint ando Ungriko jek revolucijona sina, kamnahi. Adala duj phukan pedar o mindenfelitike terdschijiptscha use lengero naschigejipe ando naphandlo them. Valami 200.000 manuscha, ande oja cajt pumaro vilago, pal pumende iste mukle.
Durch die aktuelle Syrienkrise mussten sehr viele Menschen ihr Land verlassen. Einige davvon fanden in Österreich eine vorübergehende Bleibe. Manche können vielleicht auch in Europa Fuß fassen und ein dauerhaftes Leben in Frieden führen. Das Gleiche wollvten auch Herr Holdosi und Frau Meszeros, die ihre Flucht im Jahr 1956 antraten, da in Ungarn eine Revolution stattfand. Die beiden berichten über unterschiedliche Erlebnisse bei ihrer Flucht in die Freiheit. Read the rest of this entry »
Dezember 1st, 2017 |
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Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)
Radijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Ein Beitrag von Jennifer Papai und Josef Horvath, Fotos: Julius Horvath
Reise in die Vergangenheit
Suboton, ando 14to oktoberi 2017, Roma Erbatar, ande Mauthausen upro drom pumen kerde. Odoj phukavlahi o Daniel Tsoll pedar o dschivipe ando logeri Mauthausen. Maschkar 1938 taj 1945 valami 190.000 manuscha andar buteder sar schtarvardesch nacijontscha ando logertscha Mauthausen taj Gusen vaj ande jek avral paschluno logeri, and tschapim sina. Odolendar valami 90.000 manuscha murdarde ule, telal lende, te burgenlanditike Roma. O logeriskero gondolipeskero than Mauthausen, adi jek internacijonali than le palgondolipestar taj le historischi-politische sikadipestar hi.
Am Samstag, den 14. Oktober 2017 machten sich Roma aus Oberwart auf den Weg nach Mauthausen. Dort erzählte Daniel Tsoll über das Geschehene im KZ Mauthausen. Zwischen 1938 und 1945 waren etwa 190.000 Menschen aus mehr als vierzig Nationen in den Konzentrationslagern Mauthausen und Gusen oder in einem der Außenlager inhaftiert. Mindestens 90.000 Personen wurden getötet, darunter auch burgenländische Roma. Die KZ-Gedenkstätte Mauthausen ist heute ein internationaler Ort der Erinnerung und der historisch-politischen Bildung.
(Jek keripe la Jennifer Papijatar taj le Josef Horvathistar, kipi: Julius Horvath)
November 30th, 2017 |
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Geschichte & Gedenken, Interview, Kunst & Fotografie, Radio, Podcast & TV
Radio RomaRespekt #22: Die Künstlerin Marika Schmiedt
„Wenn ich eine andere Herkunft gehabt hätte, würde ich vielleicht auch Blumen malen.“ (Marika Schmiedt)
Sendung vom 7.10.2017: Seit 1999 arbeitet Marika Schmiedt (Website, Youtube-Kanal, Soundcloud) künstlerisch zu Romafeindlichkeit. Sie arbeitet konzeptuell mit Film, Plakaten, historischen Recherchen – auch im öffentlichen Raum. Das tut sie mit Bezug auf John Heartfield, den Erfinder der politischen Fotomontage. Marika Schmiedts persönliches Erleben, das Erleben ihrer Mutter und die Suche nach der Geschichte ihrer Familie haben sie zu ihrer Arbeit motiviert. Sie öffnet sich, gibt viel von sich preis, zeigt Wunden. Mit diesen sehr persönlichen Erfahrungen beschreibt sie die kontinuierliche Gewalt einer Gesellschaft gegen ihre Minderheiten. Sie beschreibt das Trauma der Vernichtung im Nationalsozialismus als eine gesamtgesellschaftliche Wunde, in die sie mit ihren Arbeiten den Finger legt. Dafür erhält sie nicht nur AnerKennung, sondern meist starken Gegenwind. Die Musik dieser Sendung ist von Kritzkom „Swell Pattern“.
(Sendung & Text: Weiterdenken: RadioRespekt, CC BY-NC-ND 3.0)
Siehe auch:
„Es ist immer der gleiche Mist“ 11.7.2017
Ausstellung: Sprache kommt vor der Tat, 29.4.2017
Warum die Wunde offen bleibt, 10.10.2016
dROMa 45 (2015): „Roma-Aktivismus“, 30.12.2015
Ausstellung „Was bleibt“ in Wien, 28.11.2015
Kirchstetten vereitelt Roma-Gedenkprojekt, 9.8.2015
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November 26th, 2017 |
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Geschichte & Gedenken, Politik

Staat hat den Vertrag zum Ankauf der Schweinemast in Lety nun unterzeichnet. Jetzt liegt es an den Aktionären.
Der tschechische Staat hat den geplanten Vertrag zum Kauf der Schweinefarm am Ort des ehemaligen Roma-Konzentrationslagers Lety abgeschlossen. Für die öffentliche Hand unterzeichnete die Leiterin des Museums der Kultur der Roma, Jana Horváthová, das Dokument. Aufseiten des Betreibers der Schweinemast müssen am 4. Dezember noch die Aktionäre dem Verkauf zustimmen. In Lety soll eine Gedenkstätte für den Völkermord an den Roma entstehen. Zum Kaufpreis von 450 Millionen Kronen (17,7 Millionen Euro) wird der Staat noch weitere Mittel investieren müssen. Read the rest of this entry »
Oktober 30th, 2017 |
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Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Sport
Radio RomaRespekt #17: Die Geschichte von Rukeli Trollmann und was danach geschah, Kontinuitäten
Sendung vom 20.5.2017: Der Boxer und Sinto Rukeli Trollmann boxt sich in den 20er Jahren nach oben. Die Nazis zerstören seine Karriere und ermorden ihn im KZ Neuengamme. Seine Nachfahren halten das Gedenken an ihn wach und engagieren sich gegen Rassismus. Wolfgang Trollmann und Alfonso Ramo-Farina Dieckmann erzählen von damals und heute.
Playlist #17:
Duo Z: Hätt ich doch Flügel / Kind im Ghetto / Lustig wär’ das Zigeunerleben
(Sendung & Text: Weiterdenken: RadioRespekt, CC BY-NC-ND 3.0)
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