Geschichte & Gedenken

Roma-Holocaust in Ukraine und Moldau

Februar 12th, 2018  |  Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Vortrag und Ausstellung über den NS-Genozid an den Roma in der Ukraine und Moldau15. Februar 2018, Berlin:

Ausstellung und Vortrag: NS-Genozid an den Roma in der Ukraine und Moldau

Zu Gast beim Janusz-Korczak-Haus Berlin sind Iryna Radchenko and Maryna Strilchuk, zwei Wissen­schaft­lerin­nen aus dem Ukraini­schen Institut für Holo­caust-Stu­dien „Tkuma“ (Dnipro, Ukraine), die an die­sem Abend ihre Aus­stel­lung „Die Tragödie der Roma: Ver­gan­gen­heit und Gegen­wart“ prä­sen­tie­ren. Die Aus­stel­lung ist ein Er­geb­nis des wis­sen­schaft­li­chen Pro­jek­tes zur Er­for­schung des NS-Ge­no­zids an den Roma auf dem Ter­ri­to­rium der Ukraine und der Re­publik Moldau. Das Pro­jekt wurde von „Tkuma“ mit Un­ter­stüt­zung der „Inter­na­tio­nal Holo­caust Re­membrance Alliance“ durch­ge­führt.

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Tschechien: Verharmlosung von Roma-Genozid

Februar 10th, 2018  |  Published in Geschichte & Gedenken, Politik

Tschechien: Parlamentsvizepräsident Tomio Okamura relativiert den Roma-Holocaust (Foto: Romez.cz)Okamura unter Druck wegen Äußerungen zu KZ Lety

Der Chef der Partei „Freiheit und direkte Demokratie“ hat die men­schen­ver­ach­ten­den Zu­stände im Roma-Kon­zentra­tions­lager Lety wäh­rend des Kriegs herun­ter­ge­spielt. Nun drän­gen Ab­ge­ord­nete da­rauf, Tomio Okamura als stell­ver­tre­ten­den Par­la­ments­vor­sitzen­den ab­zu­wählen.

➔Anhören (mp3)

Radio Praha, Till Janker: Äußerungen von Politikern der Partei „Freiheit und direk­te Demo­kra­tie“ (SPD) haben zu einem Auf­schrei ge­führt. Al­len voran geht es um Aus­sagen des Vor­sit­zen­den Tomio Okamura. Dieser be­haup­tete, dass das Roma-KZ im süd­böh­mi­schen Lety nicht mit Stachel­draht um­geben ge­wesen wäre und sich die In­sassen dort frei hät­ten be­we­gen können. Doch damit wider­sprach er ein­deutig den Fakten.

In Lety be­stand ab 1939 zu­nächst ein so­genann­tes Arbeitslager, das die Re­gierung im Pro­tek­torat vor allem für Roma ein­ge­rich­tet hatte. Dann über­nah­men die Deutschen die Aufsicht und spra­chen von einem „Zigeunerlager“. Mehr als 300 Men­schen star­ben dort an den Fol­gen von Unter­er­näh­rung, kör­per­li­cher Schwerst­arbeit und Seuchen. Die an­de­ren wur­den in die Ver­nichtungs­lager de­por­tiert und dort um­ge­bracht. Die tsche­chi­sche Re­gie­rung möch­te in Lety nun eine Gedenk­stätte ein­richten und hat des­wegen eine Schweine­farm am Ort des Lagers auf­ge­kauft.

Ähnliche Aussagen wie Okamura hatte im vergangenen Jahr schon sein Partei­kol­lege Miloslav Rozner ge­trof­fen. Er nann­te Lety ein „nicht exis­ten­tes Pseudo-Kon­zentra­tions­lager“. Die Roma-Organisation Konexe hält all diese Thesen für eine Leug­nung des Völker­mords. Read the rest of this entry »

„Vergiss die Photos nicht, das ist sehr wichtig“

Februar 7th, 2018  |  Published in Geschichte & Gedenken, Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Unku (Erna Lauenburger) wurde in Auschwitz ermordet. Ein biografischer Kinderroman aus dem Jahr 1931, der in der DDR neu aufgelegt wurde, machte sie berühmt. Hanns Weltzel hat sie als Jugendliche porträtiert. (Bild: University of Liverpool Library)Bremen: Ausstellung über die Verfolgung von Sinti und Roma im Natio­nal­sozia­lis­mus am Bei­spiel foto­grafisch do­ku­men­tier­ter Fa­mi­lien­ge­schich­ten aus Mit­tel­deutschland

Zentralbibliothek Bremen, Wall-Saal
15.02.2018 – 14.03.2018 (Eintritt frei)

Im Archiv der Universität Liverpool fand die dort leh­ren­de His­to­ri­ke­rin Eve Rosenhaft ca. 200 Fotografien, die das Leben der Sinti und Roma in den 1930er Jah­ren in Dessau-Roßlau do­ku­men­tie­ren. Sie gehen auf den damals in Roßlau le­ben­den Foto­jour­nalis­ten Hanns Weltzel zu­rück. Weltzel hatte ab 1931 inten­sive Kon­takte zu den Fa­mi­lien, die auf ihren Handels­wegen nach Des­sau-Roß­lau ka­men. Die Fotos und er­hal­ten ge­blie­be­nen Briefe zeu­gen von einer freund­schaft­li­chen und von gegen­seiti­gem Ver­trauen und Respekt ge­präg­ten Atmos­phäre. Darin liegt die Be­sonder­heit dieses Foto­bestan­des, ins­beson­dere wenn man sie mit Pro­pa­ganda­fotos im National­sozialismus ver­gleicht.

Die Beschriftungen der Fotos geben nur bedingt Aus­künfte, um wen es sich auf den ein­zel­nen Fotos han­delt. Die nament­liche Iden­ti­fi­zie­rung ist je­doch die Grund­voraus­setzung, um die Ver­fol­gungs­wege der Men­schen und ihrer Fami­lien zu er­for­schen. Dieser Auf­gabe wid­met sich Profes­sor Eve Rosenhaft ge­mein­sam mit Jana Müller vom Alter­nativen Jugend­zentrum e.V. Dessau in en­ger Ko­opera­tion. Nach von­einander un­ab­hän­gi­gen Forschungen und Durch­führung von Jugend­pro­jekten führ­ten sie vor drei Jahren ihre Forschungs­ergeb­nisse zu­sam­men und be­gannen ziel­gerichtet für eine Aus­stel­lung zur Erin­ne­rung an die mittel­deutschen Sinti und Roma Fotografien in Au­gen­schein zu nehmen und in Archiven nach wei­ter­füh­ren­den Hin­weisen zu suchen. Read the rest of this entry »

Auf Spurensuche in Marzahn

Januar 30th, 2018  |  Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Jugend & Bildung

Die Theaterperformance »Rastplatz Marzahn«, eine auf Zeit­zeugen­erin­ne­run­gen basie­rende Re­konstruk­tion des Zwangslagers für Sinti und Roma in Mar­zahn-Hel­lers­dorf, feierte im Ok­tober Pre­miere. Am Mitt­woch wird das Stück im Rahmen des Jugend­forums „denk!mal“ im Berliner Ab­ge­ord­ne­ten­haus erst­mals einem breite­ren Publi­kum vor­ge­stellt.


„Es hat furchtbar gestunken. Normaler­weise hätten wir uns an einem sol­chen Ort nie auf­ge­halten, schon allein wegen un­se­rer Gesetze nicht, die das ver­bieten. Wir wur­den aber zwangs­weise dort ab­ge­stellt.“ (Otto Rosenberg)

Heute ein unscheinbarer Ort zwischen Hoch­häu­sern und S-Bahn­geleisen in Mar­zahn-Hel­lers­dorf. Von 1936 bis 1945 be­fand sich an dieser Stelle ein Sammel­lager für Sinti und Roma. Die Ver­schleppung und Fest­setzung der Volks­gruppe auf die­sem Platz war der erste Schritt zu ihrer syste­ma­ti­schen Ver­fol­gung und Ver­nichtung. Für die mediale Theater­performance hat sich das Ensemble aus jun­gen Men­schen und Schau­spie­ler*innen hier auf die Spuren­suche nach der Geschichte des „Rast­platz Marzahn“ be­ge­ben. Read the rest of this entry »

Ö1: Der vergessene Genozid

Januar 28th, 2018  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV

Ö1Journal-Panorama vom 23.1.2018
Gestaltung: Maria Harmer

Online abrufbar bis Di, 30.1.2018

Der NS-Vernichtungsmaschinerie sind eine hal­be Mil­lion Roma zum Opfer ge­fallen. Doch der Genozid an ih­nen wur­de lange Zeit nicht wahr­ge­nom­men und wird auch heute noch oft ver­drängt. In Österreich le­ben die meis­ten der ver­blie­be­nen Roma heu­te im Burgenland. Nur ver­einzelt finden sich Gedenktafeln oder an­dere Mahn­male, die an die Er­mor­dung der hei­mi­schen „Zigeuner“, wie Roma, Sinti, Lovara und an­de­re frü­her ge­nannt wur­den, er­in­nern.

Eine Bestandsaufnahme anlässlich des Holocaust-Gedenk­tages am 27. Jän­ner.

(Text: Ö1 Programminfo)

Django – Ein Leben für die Musik (Trailer)

Januar 28th, 2018  |  Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Musik

Django – Ein Leben für die Musik
Spielfilm von Étienne Comar, Frankreich 2017, 115 Min.

Frankreich, 1943. Der begnadete Jazzgitarrist Django Reinhardt ist auf dem Gipfel sei­nes Er­fol­ges. Abend für Abend spielt er in aus­ver­kauf­ten Sälen und be­geis­tert das Publikum mit sei­nem Gypsy-Swing, einer Musik voller Lebens­lust und Witz, der sich auch die deutschen Besatzer nicht ent­ziehen kön­nen. Wäh­rend andere Sinti in ganz Europa ver­folgt werden, kann sich Django auf­grund seiner Popularität in Si­cher­heit wiegen – bis ihn die National­sozia­lis­ten auf Tournee nach Deutschland schicken wol­len. Django wei­gert sich. Seine Pariser Ge­liebte hilft ihm, mit seiner schwan­ge­ren Frau und seiner Mutter an der Schweizer Grenze unter­zu­tauchen. Read the rest of this entry »

NS-Verfolgung der Sinti & Roma in Berlin

Januar 27th, 2018  |  Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen

Luise Herzberg mit ihren Kindern um 1930. Nur Otto Rosenberg (vorn links) und seine Mutter überlebten die Konzentrationslager. (Foto: Landesverband Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg e.V.)Ausstellungseröffnung: „Die NS-Verfolgung der Sinti und Roma in Berlin“

Datum: 29.01.2018, 18:00 bis 20:00 Uhr
Ort: DokuZ Sinti und Roma Berlin
Prinzenstraße 84.2, 10969 Berlin

Im Anschluss an die Gedenkveranstaltung am Denkmal für die er­mor­deten Sinti und Roma Europas lädt das Doku­men­ta­tions- und Kul­tur­zentrums Deut­scher Sinti und Roma zur Eröffnung der Aus­stel­lung des Landes­ver­ban­des Deutscher Sin­ti und Roma Berlin-Brandenburg in seine Berli­ner Dependance. Die Ausstellung berichtet über die nationalsozialistische Ver­fol­gung der Sinti und Roma in Berlin. Die Men­schen selbst, An­gehö­rige der kultu­rel­len Minderheit der Sinti und Roma, stehen dabei im Mittel­punkt. Ihre Bio­graphien und Be­richte zeigen, wie ein Groß­teil ihrer Angehö­rigen durch den syste­ma­ti­schen Aus­schluss bis hin zur Ermordung ver­nichtet wurde und eine Gesell­schaft, in der sie seit Jahr­hun­der­ten lebte, sich um einer wei­te­ren Facet­te ihrer eige­nen Vielfalt be­raubte. Gleich­wohl soll die Aus­stellung nicht nur zeigen, was zer­stört wurde, son­dern auch davon zeugen, wie Sinti und Roma der Gewalt wider­standen und über­lebten.

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»Mit einer Rückkehr ist nicht mehr zu rechnen …«

Januar 20th, 2018  |  Published in Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Wissenschaft

Historische Neuerscheinung: Die Verfolgung der Sinti und Roma in MannheimUdo Engbring-Romang:
»Mit einer Rückkehr ist nicht mehr zu rechnen …«
Die Verfolgung der Sinti und Roma in Mannheim

Quellen und Darstellungen zur Mannheimer Stadt­geschichte, Bd. 11
Jan Thorbecke Verlag: Ostfildern 2017
Hardcover, 160 S., ISBN: 978-3-7995-0960-2

Wie überall in Deutschland wurden im März 1943 Sinti und Roma aus Mannheim von den national­sozialis­ti­schen Macht­habern in das Ver­nich­tungs­lager Auschwitz de­portiert. Ziel war wie bei den Juden die Be­sei­ti­gung der als »außer­euro­päi­sche Fremd­rasse« be­zeich­ne­ten Men­schen. Die Dis­krimi­nie­rung und Verfolgung be­gann aber nicht erst in der Zeit des Nationalsozialismus; schon frü­her wur­den sie aus­gegrenzt und wa­ren bereits in der Weimarer Zeit staat­li­chen Repressionen aus­gesetzt. Read the rest of this entry »

„Django – Jek dschivipe la muschikake“

Januar 17th, 2018  |  Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Musik

Django FilmplakatO nacis ando Pariser koncertakero kher lo­schane use pu­men mici­nen, na dur niko buter upro padi be­schel. Le svingis­tar la gita­ra­tar niko nasch­tig pe tschil. Mirno o Reinhardt le dsche­nen use peste cidel taj jeke tikne asaji­peha ov pal pe cidel upral i bühne. Parasch­tun o „Django – Ein Leben für die Musik“ an­do kino te dikel hi.

Ada leskero drama hi, le barikane gitarististar taj band­lea­deris­tar, savo ojs pijonir le euro­pi­tike jazzis­tar prin­dschardo hi. O film le fran­ci­ti­ke Etienne Comaristar phral i 67. Berlinale an­do feberi. O „Django“ khelel pe andi ande limi Francija 1943 taj phu­tschel pe palo fali­ke­ripe le Sinti muschi­kas­tostar Reinhardt uso naci, save leske ando Paris nisch­ta na kerde. Le avre Sinti taj Romen ham trad­nahi taj mur­dar­nahi. Avre ala­venca: Schaj jek kinst­leri kompro­mis­tscha le ben­geha ande dschal, te les­keri kunst va­schoda schaj atschel? O Reinhardt (Reda Kateb) phe­nel upro phutscha­jipe ande jek les­kere vake­ri­pen­dar pra piran­jaha Louise (Cécile de France): „Me muschi­ka­schi som. Me muschi­ka kerav, ada lek feder dscha­nav. Ko mre use schu­nasch­tscha hi, nan mro proble­mo.“

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Gedenktafel für Roma in Buchschachen

Januar 13th, 2018  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Redaktion: Eva Horvath und Adolf Gussak. Kamera: Josef Horvath. Schnitt: Emmerich Gärtner-Horvath

Gondolipeskeri tablina le Romenge Buj­scho­chate

Seit dem 17. Jahrhundert sind Angehörige der Volksgruppe der Roma auf dem Ge­biet des heu­ti­gen Österreich be­hei­ma­tet. Be­vor die Natio­nal­sozia­lis­ten die Herr­schaft an sich rissen, leb­ten ca. 300 Roma in Buchschachen (Be­zirk Oberwart). Mit der ers­ten gro­ßen De­porta­tion im Som­mer 1939 be­gann ihre Ver­nich­tung. An­läss­lich der Dorfplatz­erneuerung in Buch­scha­chen, wurde am 1.11.2016 eine Gedenktafel für alle Ge­falle­nen und ins­be­son­dere für die An­gehö­ri­gen der Volks­gruppe der Roma enthüllt.

Sajt o 17to schelberschengero, dschene la flogos­kera grup­natar le Romen­dar upo than la adi­veses­kera Austri­jatar, kher hi. Ang­loda o nacijo­nal­socija­list­scha o rajipe ande line, valami 300 Roma Bujschochate dschiv­nahi. Le erschti ledschi­peha ando linaj 1939 len­gero murda­ripe kes­dintscha. Read the rest of this entry »

Verdrängte Perspektiven (Radiofeature)

Dezember 29th, 2017  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV

Verdrängte Perspektiven – ein Sinto auf Spurensuche
Ein Audiofeature in zwei Teilen von Isabel Andiel & Lisa Beulshausen
Begleitbroschüre zur Sendung (pdf)


Bis heute führen gesellschaftliche Ressentiments gegen­über Roma und Sinti zu Aus­gren­zung und Dis­krimi­nie­rung. Eine tief­grei­fende Aus­einan­der­setzung mit Antiromaismus und der Auf­arbei­tung des Völkermords an ihnen ist bis­her nicht erfolgt. Mit unter­schied­li­chen Per­spek­ti­ven und Erzähl­strängen in­vol­viert das Audiofeature, klärt auf und regt an, neue Wege der Aus­einan­der­setzung ein­zu­schlagen.

Der Aspekt der Spurensuche nach der eigenen Vergangen­heit im National­sozia­lis­mus wird unter ande­rem durch den Prota­go­nis­ten Robert Richter be­leuch­tet. Er steht als Ver­bindungs­glied zwi­schen Ver­gangen­heit und Ge­gen­wart. Seine Großmutter Barbara Richterrova war u.a. im Kon­zentra­tions­lager Lety inhaf­tiert und über­lebte das KZ Auschwitz-Bir­kenau. Als Enkel hat sich Robert Richter stark mit seiner Familien­geschichte aus­einander­gesetzt und nach­geforscht. Eine er­wei­ter­te Perspek­tive auf die Ver­folgung und Ver­nichtung von Roma und Sinti im Natio­nal­sozialis­mus wird durch Erfahrungs­berichte von weite­ren Zeitzeugen/in­nen ge­geben. Read the rest of this entry »

Radijo: Gedenktafelenthüllung in Jabing

Dezember 20th, 2017  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Beitrag von Kerstin Horvath, Jennifer Papai, Josef Horvath u. Julius Horvath

Tel utscharipe la gondolipeskera tablinatar ande Batschiba

Vor der röm.-katholischen Kirche in Jabing fand unter dem Motto „Ein­la­dung zur heil­samen Erin­ne­rung“ am 17. No­vem­ber 2017 eine Gedenk­tafel­ent­hül­lung für Roma statt. Im National­sozia­lis­mus waren min­des­tens 93 Jabinger Roma depor­tiert oder er­mor­det wor­den. Dieser Men­schen wurde im Rah­men eines öku­me­ni­schen Gottes­diens­tes ge­dacht. Das soll eine heil­sa­me Erinne­rung für die Ge­meinde sein.

Angli römischi katolischi khangeri Batschibate telal o anav „aka­ripe uso sast­jardo palgondolipe“ ando 17to no­vem­beri 2017, jek tel utscha­ripe jeka gon­do­li­pes­kera tabli­natar, sina. Ando nacijo­nalso­cija­lis­mus vala­mi 93 batschi­ba­kere Roma ledschim taj mur­dar­de ule. Upre adala manu­scha ande jek öku­me­ni­schi mischa, gon­dolim ulo. Ada jek sast­jardo pal­gon­do­lipe la ge­majn­dake te ol.

(Jek keripe la Kerstin Horvathatar, la Jennifer Papaijatar, le Josef Horvathistar taj le Julius Horvathistar)

Radijo: Gedenkfeier in Lackenbach (2)

Dezember 17th, 2017  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Ein Beitrag von Kerstin Horvath und Eva Horvath; Cutter: Marcel Horvath

Gondolipeskero mulatintschago le Romenge, Lackenbach 2017

Seit über dreißig Jahren findet in Lackenbach die Gedenk­feier für die von natio­nal­­sozia­­lis­­ti­­schen Re­gime er­mor­de­ten Roma und Sinti statt. Auch dieses Jahr wurde vor dem Mahnmal der Opfer ge­dacht. | Buteder sar tranda berscha ande Lackenbach jek gon­do­li­pes­kero mula­tin­tscha­go le mur­darde Romen­ge taj Sinti­jenge, telal o nacijo­nal­socija­lis­ti­schi re­schim, kerdo ol. Te ada bersch, upro opfer­tscha anglo gon­doli­pes­kero than, gon­dolim ulo.

(Jek keripe la Kerstin Horvathatar taj la Eva Horvathatar. Tschi­na­schi: Marcel Horvath.)

Siehe auch:
Radijo: Gedenkfeier in Lackenbach 2017 (1)

Facts & Figures (179)

Dezember 15th, 2017  |  Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken

Heute vor 75 Jah­ren, am 16.12.1942, ord­nete der sog. Ausch­witz­er­lass Hein­rich Himm­lers die Mas­sen­de­por­ta­tion der Ro­ma und Sin­ti nach Ausch­witz-Bir­ke­nau an.

(Quelle/pdf)

Radijo: Gedenkfeier in Lackenbach 2017

Dezember 8th, 2017  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Ein Beitrag von Eva Horvath, Josef Horvath, Kerstin Horvath und Marcel Horvath

Gondolipeskero mulatintschago le Romenge taj Sintijenge ande Lackenbach 2017

Am 18.11.2017 fand in Lackenbach die alljährliche Ge­denk­feier vor dem Mahnmal für Roma und Sinti statt. Die Schüler aus dem Gym­na­sium Ober­pullen­dorf, Klas­se 7a, darun­ter Cara Thaler und Jakob Grössing, prä­sen­tier­ten anhand von Bildern die Ge­schichte der Roma im „Zigeuner­anhal­te­lager“. Sarah Gärtner-Horvath, Elias Gärtner-Horvath, Adolf Gussak und Michael Sztubics von der Lern­betreu­ung des Vereines Roma-Service lasen aus den Zeit­zeugen­be­rich­ten „Mri Historija“ vor. Hannah Lessing vom National­fonds der Republik Österreich für Opfer des Natio­nal­so­zia­lis­mus, Bürger­meis­ter Christian Weninger, Ing. Rudolf Stroma, 2. Land­tags­prä­si­dent, Christian Illedits, 1. Land­tags­prä­si­dent, Christian Klippl, Obmann des Kultur­verei­nes öster­rei­chi­scher Roma, und Landes­haupt­mann Hans Niessl spra­chen für die ver­stor­be­nen Roma und Sinti ein paar Worte. Nach der Kranz­nieder­legung gab es ein klei­nes Buffet im Ge­meinds­saal.

Ando 18to novemberi 2017 ande Lackenbach o sako ber­schen­gero gon­doli­pes­kero mulatintschago anglo gondolipeskero than le Romenge taj Sintijenge sina. O ischkolaschtscha le gim­na­si­jumistar Uprutni Pulja, klas 7a, telal len­dar i Cara Thaler taj o Jakob Grössinger, ki­pen­ca i historija le Romen­dar ando „Zigeu­neren­gero logeri“ pre­sen­tirin­de. I Sarah Gärtner-Horvath, o Elias Gärtner-Horvath, o Adolf Gussak taj o Michael Sztubics an­dar o sik­li­pes­kero pro­jekto le faraj­nistar Roma-Service, andar o prik dschiv­den­gere phu­kajip­tscha „Mri Historija“ ang­le gen­de. Read the rest of this entry »

Naschigejipe ando naphandlo them (1)

Dezember 5th, 2017  |  Published in Geschichte & Gedenken, Interview, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Ein Beitrag von Adolf Gussak und Marcel Horvath

Flucht in die Freiheit (Teil 1)

Vasch i aktujeli Sirija krisa, but manuscha pumaro vilago, pal pumende iste mukle. Tschule lendar, andi Austrija harna cajtake jek atschipe lakle. Poar lendar te andi Europa tel pumen mukna taj jek dschi­vipe ando mirnipe dschiv­na. Te ada, o raj Holdosi taj i dschuvli Meszeros, save pu­maro na­schi­gejipe ando bersch 1956 kerde, mint ando Ungriko jek re­volu­cijona sina, kam­nahi. Adala duj phu­kan pe­dar o minden­feli­tike terdschi­jiptscha use len­gero naschi­gejipe an­do naphandlo them. Valami 200.000 manu­scha, ande oja cajt pumaro vilago, pal pu­mende iste mukle.

Durch die aktuelle Syrienkrise muss­ten sehr viele Men­schen ihr Land ver­lassen. Einige davvon fan­den in Österreich eine vorüber­ge­hen­de Bleibe. Manche kön­nen viel­leicht auch in Europa Fuß fas­sen und ein dauer­haf­tes Leben in Frieden füh­ren. Das Gleiche wollvten auch Herr Holdosi und Frau Meszeros, die ihre Flucht im Jahr 1956 an­traten, da in Ungarn eine Re­volu­tion statt­fand. Die beiden berich­ten über unter­schied­li­che Erleb­nisse bei ihrer Flucht in die Freiheit. Read the rest of this entry »

Radijo Erba: Roas andi phuri cajt

Dezember 1st, 2017  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Ein Beitrag von Jennifer Papai und Josef Horvath, Fotos: Julius Horvath

Reise in die Vergangenheit

Suboton, ando 14to oktoberi 2017, Roma Erbatar, ande Mauthausen up­ro drom pu­men kerde. Odoj phu­kav­lahi o Daniel Tsoll pedar o dschi­vipe ando logeri Maut­hau­sen. Masch­kar 1938 taj 1945 va­lami 190.000 manu­scha andar bute­der sar schtar­var­desch nacijon­tscha ando loger­tscha Maut­hausen taj Gusen vaj ande jek avral pasch­luno logeri, and tscha­pim sina. Odo­len­dar valami 90.000 manu­scha mur­darde ule, telal lende, te bur­genlan­di­tike Roma. O logeris­kero gondo­li­pes­kero than Maut­hausen, adi jek inter­na­ci­jo­nali than le pal­gon­do­li­pes­tar taj le his­to­ri­schi-po­li­tische sika­di­pestar hi.

Am Samstag, den 14. Oktober 2017 machten sich Roma aus Oberwart auf den Weg nach Maut­hau­sen. Dort erzählte Daniel Tsoll über das Gesche­hene im KZ Maut­hausen. Zwi­schen 1938 und 1945 waren etwa 190.000 Men­schen aus mehr als vier­zig Natio­nen in den Kon­zentra­tions­la­gern Mauthausen und Gusen oder in einem der Außen­lager in­haf­tiert. Min­des­tens 90.000 Per­so­nen wurden ge­tötet, darunter auch bur­gen­län­di­sche Roma. Die KZ-Gedenk­stätte Mauthausen ist heute ein in­ter­na­tio­naler Ort der Erin­ne­rung und der his­to­risch-po­li­ti­schen Bildung.

(Jek keripe la Jennifer Papijatar taj le Josef Horvathistar, kipi: Julius Horvath)

RomaRespekt #22: Marika Schmiedt

November 30th, 2017  |  Published in Geschichte & Gedenken, Interview, Kunst & Fotografie, Radio, Podcast & TV

Radio RomarespektRadio RomaRespekt #22: Die Künstlerin Marika Schmiedt

Wenn ich eine andere Herkunft gehabt hätte, wür­de ich viel­leicht auch Blumen malen.“ (Marika Schmiedt)

Sendung vom 7.10.2017: Seit 1999 arbeitet Marika Schmiedt (WebsiteYoutube-KanalSoundcloud) künst­le­risch zu Roma­feind­lich­keit. Sie arbei­tet kon­zep­tuell mit Film, Plakaten, histo­ri­schen Recher­chen – auch im öffent­li­chen Raum. Das tut sie mit Bezug auf John Heartfield, den Erfin­der der politi­schen Foto­mon­tage. Marika Schmiedts per­sön­li­ches Erleben, das Erle­ben ihrer Mutter und die Suche nach der Geschichte ihrer Familie ha­ben sie zu ihrer Arbeit mo­ti­viert. Sie öff­net sich, gibt viel von sich preis, zeigt Wunden. Mit diesen sehr per­sön­li­chen Er­fah­run­gen be­schreibt sie die kon­ti­nuier­li­che Gewalt einer Gesell­schaft gegen ihre Minder­heiten. Sie be­schreibt das Trauma der Ver­nich­tung im Natio­nal­sozia­lis­mus als eine gesamt­gesell­schaft­liche Wunde, in die sie mit ihren Arbei­ten den Finger legt. Dafür er­hält sie nicht nur An­er­Ken­nung, sondern meist star­ken Gegen­wind. Die Musik dieser Sen­dung ist von Kritzkom „Swell Pattern“.

(Sendung & Text: Weiterdenken: RadioRespekt, CC BY-NC-ND 3.0)

Siehe auch:
„Es ist immer der gleiche Mist“ 11.7.2017
Ausstellung: Sprache kommt vor der Tat, 29.4.2017
Warum die Wunde offen bleibt, 10.10.2016
dROMa 45 (2015): „Roma-Aktivismus“, 30.12.2015
Ausstellung „Was bleibt“ in Wien, 28.11.2015
Kirchstetten vereitelt Roma-Gedenkprojekt, 9.8.2015
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Lety: Tschechien unterschreibt Vertrag

November 26th, 2017  |  Published in Geschichte & Gedenken, Politik

Schweinefarm auf dem KZ-Gelände von Lety(Foto: Romeo.cz)

Staat hat den Vertrag zum Ankauf der Schweine­­mast in Lety nun un­ter­zeich­net. Jetzt liegt es an den Aktionären.

Der tschechische Staat hat den geplanten Vertrag zum Kauf der Schweinefarm am Ort des ehe­ma­li­gen Roma-Kon­zentra­tions­lagers Lety abge­­schlos­sen. Für die öf­fent­li­che Hand unter­zeich­nete die Leiterin des Museums der Kultur der Roma, Jana Horváthová, das Do­ku­ment. Auf­seiten des Be­trei­bers der Schweinemast müs­sen am 4. De­zem­ber noch die Aktio­näre dem Verkauf zu­stim­men. In Lety soll eine Gedenk­stätte für den Völkermord an den Roma ent­stehen. Zum Kaufpreis von 450 Millionen Kronen (17,7 Millionen Euro) wird der Staat noch wei­tere Mittel in­ves­tie­ren müs­sen. Read the rest of this entry »

RomaRespekt #17: Rukeli Trollmann

Oktober 30th, 2017  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Sport

Radio RomarespektRadio RomaRespekt #17: Die Geschichte von Rukeli Trollmann und was danach geschah, Kontinuitäten

Sendung vom 20.5.2017: Der Boxer und Sinto Rukeli Trollmann boxt sich in den 20er Jah­ren nach oben. Die Nazis zer­stö­ren seine Kar­rie­re und er­mor­den ihn im KZ Neuen­gamme. Sei­ne Nach­fah­ren hal­ten das Gedenken an ihn wach und en­ga­gie­ren sich ge­gen Rassismus. Wolfgang Trollmann und Alfonso Ramo-Farina Dieckmann er­zäh­len von da­mals und heute.

Playlist #17:
Duo Z: Hätt ich doch Flügel / Kind im Ghetto / Lustig wär’ das Zigeunerleben

(Sendung & Text: Weiterdenken: RadioRespekt, CC BY-NC-ND 3.0)

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