Politik
April 2nd, 2009 |
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Politik
volksgruppen.orf.at: Die ungarische Partei „MCF Roma-Zusammenschluss“ (Magyarországi Cigányszervezetek Fóruma Roma Összefogás Párt) wird bei den EU-Parlamentswahlen am 7. Juni 2009 antreten. Das hat der Vorstand der Partei am Mittwoch entschieden. Über die Kandidaten der Wahlliste solle später entschieden werden, berichtete die ungarische Nachrichtenagentur MTI. Nach den aufgestellten Bedingungen soll es sich bei den Kandidaten um junge Roma mit Diplomabschluss und Fremdsprachenkenntnissen handeln. Laut Orban Kolompar, dem Vorsitzenden der Roma-Partei und der Landesselbstverwaltung der Roma (OCÖ), sind die Roma in der Lage, „für sich selbst einzutreten und sich wie ein Mann unter der Roma-Fahne zu vereinen“. Dabei könne der Sache der Roma nur mit „politischem Einfluss gedient werden“, was für die Notwendigkeit und Wichtigkeit der Roma-Partei spräche. Read the rest of this entry »
April 1st, 2009 |
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Medien & Presse, Politik, Rassismus & Menschenrechte
Die rumänische Website Divers.ro berichtet von einer Kampagne der Bukarester Zeitung Jurnalul Naţional, die unter dem Motto „Ţigan în loc de rom“ eine Gesetzesänderung zur Zwangsumbenennung der Roma durchpeitschen will. Aufgrund der Ähnlichkeit der Bezeichnungen „Roma“ und „Rumänen“, durch die das Image des Landes permanent besudelt werde, soll im öffentlichen Sprachgebrauch fortan nur noch die alte Fremdbezeichnung „Zigeuner“ („Ţigan“) zulässig sein. Auf die Bezeichnung Roma soll gänzlich verzichtet werden. Denn im Ausland kenne man Rumänien heute nicht mehr „als Land voller wunderbarer Schönheit und Traditionen, sondern als ein Land von Barbaren. Und all dies“, schrieb die Bukarester Zeitung, „geht auf diese Begriffsverwechslung zurück.“ In der taz vom 27. März 2009 berichtet jetzt auch William Totok von der Umbenennungskampagne:
Die Anregung löste erwartungsgemäß einen Beifallssturm aus. Der virtuelle Stammtisch schwärmte von diesem Vorstoß und lobte die Zeitungsmacher im Internet als ausgesprochen mutig, pro-rumänisch und patriotisch. (…) Diese Debatte ist nicht neu. Und auch der Widerstand rumänischer Nationalisten gegen die Bezeichnung Roma tobt seit fast zwanzig Jahren. Read the rest of this entry »
März 28th, 2009 |
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Politik, Rassismus & Menschenrechte
Die Situation in zwei Roma-Siedlungen im Nordkosovo (Nord-Mitrovica) ist vom Europarat als „äußerst ernste humanitäre Katastrophe“ (hier die offizielle Aussendung im Originalwortlaut) charakterisiert worden. Es sei skandalös, dass fünf Jahre nach der Warnung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor der Gefahr, der diese Menschen wegen des hohen Bleigehalts im Boden ausgesetzt seien, noch nichts unternommen worden sei, sagte Europarats-Menschenrechtsbeauftragter Thomas Hammarberg am Ende eines viertägigen Kosovo-Besuchs in Priština:
This is a humanitarian disaster of the most serious nature. It is no less than scandalous that no solution has been found to protect the inhabitants, including children, even five years after it was conclusively established that living in this area was hazardous. I appeal urgently to all those responsible to ensure that the affected families can move without delay to a secure environment and that proper medical care is provided to all those contaminated.
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März 16th, 2009 |
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Politik, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
Roma sam
Radio Burgenland: 16.3.2009 21:40 orenge
Vascho maripe, savo mindig buteder ol, gejng i flogoskeri grupn le Romendar ando Ungriko, vrischtschande te akan i katolitiki khangeri use jek khetani akcijona upre. Jeka telalpisiniptschakera akcijonaha ando mindenfelitike raschajengere gemajntscha ando Burgenland, Betschiste taj Schwechat kamna on jek cajchn la solidaritetake te bescharel. O referat le etnische grupnenge andi diözese Tikni Martona kertscha aja akcijona, taj gondolinel, hot aja telalpisintschagoskeri akcijona valaso schaj kerel, phenel i Monika Scheweck andar i romengeri pastoral Burgenland. Dschi akan valami 350 telalpisiniptscha khetan kedim ule. O telalpisiniptscha akor la ungrika regirungake prik dim on.
Unterschriften gegen Gewalt an Roma
Aufgrund der zunehmenden Gewalt gegen die Volksgruppe der Roma in Ungarn riefen nun auch einige Pfarren der katholischen Kirche zu einer gemeinsamen Aktion auf. Mit einer Unterschriftenaktion in verschiedenen Pfarren im Burgenland, in Wien und Schwechat wollen sie ein Zeichen für Solidarität setzen. Read the rest of this entry »
März 13th, 2009 |
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Politik, Rassismus & Menschenrechte
volksgruppen.orf.at: Phare angle tschidiptscha gejng o ungrike birovtschage asdel o „Europitiko Romengero taj Roasinipengero Forum“ (ERTF) le beschipeha ando Straßburg. Le ungrikoske angle tschdim ol, hot odola, save le ungrike Romen le puschkenca aun astarde, „schtotlichi pomoschago“ uschtidine. Vaschoda mangel o Forum o upre terdschajipe „naphandle schpecijalakere dschenendar“, phukal i ungriki nevipengeri agentura MTI. Rudko Kawczynski, anglebeschto le 1.500 civilakere organisacijendar ERTF phentscha, hot leskere delegaciji ando arte divesa o cile thana upre rodine, kaj atentatscha gejng Roma sina, taj odoj schtotlichi taj civili scherenca vakerde. Pal adala kherodiptscha ari alo, hot o tetertscha schaj te schtotlichi pomoschago uschtiden. Read the rest of this entry »
März 13th, 2009 |
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Politik, Rassismus & Menschenrechte
volksgruppen.orf.at: Schwere Vorwürfe gegen die ungarischen Behörden erhebt das „European Roma and Travellers Forum“ (ERTF) mit Sitz in Straßburg. Dabei wird Ungarn vorgeworfen, dass diejenigen, die ungarische Roma mit Waffen angriffen, „staatliche Unterstützung“ erhielten. Aus dem Grund forderte das Forum die Aufstellung einer „unabhängigen Spezialeinheit“, berichtete die ungarische Nachrichtenagentur MTI. Read the rest of this entry »
März 8th, 2009 |
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Politik
Usi erschti nacijonalakeri konferenca le lokali Romengere fatreterendar Budapestate mangen o Roma o keripe jeke fondsistar dugereder butschake taj vasch butschakero sikadipe. O 1500 fatretertscha andar o 1127 thaneskere söbst-favoltungen khetan jek peticijona usi erscht Romengeri-nacijonalakeri konferenca Budapestate jeke hangoha tel pisinde. Andi peticijona, savi le parlamentoske prik dim te ol, nan tschak o keripe jeke fondsistar la dugereder butschake taj le butschakere sikadipeske le Romenge ande, te o tschatschipeskero fabot rasistischi arphenipendar taj o igen bibastale vakeriptscha gejng tschuliptscha. Use, on keripe le prefencijeli tschulipengere mandatendar ando gemajntscha jeke hangoha la Romengera konferencatar mangen. Read the rest of this entry »
März 8th, 2009 |
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Politik
volksgruppen.orf.at: Bei der ersten Nationalkonferenz der lokalen Romavertreter in Budapest verlangten die Roma die Einrichtung eines Fonds für die langfristige Beschäftigung und zur beruflichen Ausbildung. Die 1500 Vertreterinnen und Vertreter von 1127 Landesselbstverwaltungen beschlossen einstimmig eine Petition, die an das Parlament übergeben werden soll. Sie beinhaltet nicht nur die Einrichtung eines solchen Fonds, sondern auch das gesetzliche Verbot rassistischer Äußerungen und der Hassreden gegen Minderheiten. Dazu wurde von der Romakonferenz einstimmig die Einführung der präferenziellen Minderheit-Mandate in den Gemeinden gefordert. Die Konferenz möchte die Wege zur Verringerung der Spannungen in Ungarn und die Möglichkeiten der politischen und sozialen Integration der Roma ausarbeiten. Orbán Kolompár, Vorsitzender der Landesselbstverwaltungen der Roma (OCÖ), rief die Roma in seiner Eröffnungsrede dazu auf, den Weg des Friedens nicht zu verlassen. Kolompár hob auch die Wichtigkeit der kommenden Wahlen zum Europäischen Parlament hervor, auch die Kandidatur der Roma käme in Frage. Entschieden wird darüber nächste Woche, fügte Kolompár hinzu.
März 7th, 2009 |
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Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Nach gewalttätigen Ausschreitungen in der vorwiegend von Roma bewohnten Siedlung Janov in Nordböhmen legte der tschechische Innenminister Ivan Langer Ende 2008 einen Antrag zur Auflösung der rechtsextremen „Arbeiterpartei“ (Dělnické strany, DS) vor, die sich, ähnlich wie die ungarische Extremistenpartei „Jobbik“ und ihr paramilitärischer Arm „Magyar Gárda“, in Tschechien besonders mit Anti-Roma-Parolen und -Aufmärschen zu profilieren versucht. Nach einstimmigem Beschluss reichte die Regierung daraufhin beim Obersten Verwaltungsgericht einen – wie sich nun zeigt: recht schlampig vorbereiteten - Verbotsantrag gegen die Partei ein.
Nun kam das niederschmetternde Urteil: „Das Gericht kann nicht über den Rahmen des Verbotsantrags hinaus Programm, Ziele, Ideologie und Meinungen dieser Partei untersuchen und ihre Parteisymbole beurteilen und damit die mangelnde Qualität des Regierungsantrags kompensieren oder ergänzen.“ Radio Praha berichtet dazu:
(…) Langes Urteil – kurzer Sinn: Der Verbotsantrag, den das Innenministerium ausgearbeitet hatte, war nicht ausreichend untermauert und begründet, mit einem Wort: mangelhaft ausgearbeitet. Das Urteil: abgelehnt! Der Jubel im Gerichtssaal war groß, die Anhänger der rechtsextremen Arbeiterpartei entrollten sofort die Parteifahne. 1:0 für die Radikalen, wie es aussieht. Read the rest of this entry »
März 6th, 2009 |
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Politik, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen
Idsch kirati kerde o austritike Romengere-organisaciji – o Roma-Service, o Romano Kham, o Bahtalo Rom, o Romano Centro taj o Roma-Pastoral la diözesejatar Tikni Martona vasch o terne bibastale prik astariptscha gejng o Roma ando Ungriko jek solidaritetakero gejipe.
Argejipeskero than sina o parlamento, kaj o Emmerich Gärtner-Horvath, schero la burgenlanditika organisacijatar Roma-Service, pedar jek megafon mangla: „Mre ranja taj raja, likeren o tradipe ando Ungriko upre!“ Te o cile manuscha, save odoj sina vrischtschande ada mangipe taj ando va marde. La demonstracijonakero argejipeskero than sina anglo parlamento, kaj te le austritike politikerendar manglo ulo, hot te on valaso te keren gejng ada tradipe. „Amen andi EU sam, barikano hi, hot te amare politikertscha use amende terdschon. „Taj barikano hi, pedar o granici te dikel“, phentscha o Gärtner-Horvath ando vakeripe le Standard.at-iha. „Manuschengere tschatschiptscha te na del tschak upro papruschi“, afka o Gärtner-Horvath. Adala akcijonaha kamaha solidariteta le Romenge ando Ungriko te sikal.
März 6th, 2009 |
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Medien & Presse, Politik, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen
Radio Kaktus / WEBRADIO oe1campus
6.3., 20:00 & 7.3.2009, 20:30

Gestern Abend veranstalteten die österreichischen Roma-Organisationen Roma-Service, Romano Kham, Bahtalo Rom und Romano Centro sowie die Roma-Pastoral der Diözese Eisenstadt aus Anlass der jüngsten Gewaltserie gegen Roma in Ungarn einen Solidaritätsmarsch.
Der Wiener Kundgebung ist der erste Teil der aktuellen Sendung von Radio Kaktus gewidmet (der zweite berichtet vom letzten Jour fixe des Romano Centro, der die Situation der Roma in Bosnien und Herzegowina zum Gegenstand hatte). Und auch die Online-Ausgabe der Tageszeitung „Der Standard“ (hier und hier noch weitere Artikel der Agentur Kathweb und des Magazins Biber) bringt heute eine Fotostrecke samt Bericht vom Wiener Protestmarsch:
(…) Ausgangspunkt war das Parlament, wo Emmerich Gärtner-Horvath, Obmann der burgenländischen Organisation Roma-Service, per Megaphon forderte: „Meine Damen und Herren, stoppt endlich die Gewalt in Ungarn!“ Die Menschen riefen im Chor mit und klatschten Beifall. Die Demonstration hatte ihren Startpunkt vor dem Parlament, weil man auch die österreichischen Politiker zum Handeln auffordern wollte. „Wir sind Mitglied der EU, es ist wichtig, dass unsere Politiker zu uns stehen. Und es ist wichtig, über die Grenzen zu schauen“, sagte Gärtner-Horvath im Gespräch mit derStandard.at. „Menschenrechte soll es nicht nur auf dem Papier geben“, so Gärtner-Horvath. Mit der Kundgebung wolle man Solidarität gegenüber den Roma in Ungarn zeigen. (…) Read the rest of this entry »
März 4th, 2009 |
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Politik, Rassismus & Menschenrechte

Chomutov: Pfändung der Sozialhilfe und Ausquartierung in Container
volksgruppen.orf.at: Die nordböhmische Stadt Chomutov (Komotau) will jene Bewohner von Gemeindewohnungen, die ihre Mieten schon seit langem nicht mehr zahlen und Nachbarn mit Lärm belästigen, in Container ausquartieren. Dies bestätigte Bürgermeisterin Ivana Řápková der tschechischen Tageszeitung „Lidové noviny“ (Dienstag-Ausgabe). In den meisten Fällen handelt es sich um Roma. „Was auf sie wartet, wird ihnen wirklich nicht gefallen“, drohte die Kommunalpolitikerin. „Dieses Wohnen würde ich niemandem wünschen. Deswegen appelliere ich an alle Schuldner und Nichtanpassungsfähigen, ihre Sachen in Ordnung zu bringen und aufzuhören, ihre Umgebung zu belästigen“, sagte Řápková.
Sozialhilfe gepfändet
Chomutov geriet bereits in vergangenen Tagen in Schlagzeilen, nachdem die dortige Sozialbehörde begonnen hatte, von den „Nicht-Zahlern“ der Wohnungsmieten einen Teil der Sozialleistungen einzubehalten. (Anm.: Die Gelder wurden nicht einfach einbehalten, sondern direkt bei der Auszahlung von einer privaten Inkassoagentur im Auftrag der Stadt und vor versammelter Presse beschlagnahmt.) Der Minister für Menschenrechte und Minderheiten, Michael Kocáb, kritisierte diese Maßnahme als gesetzwidrig und versprach, demonstrativ eine Woche in einem Haus mit den „Nicht-Zahlern” in Chomutov zu wohnen, um sich mit ihrer Situation vertraut zu machen. Er nahm damit eine Einladung von Řápková an, nannte aber bisher keinen konkreten Termin für seinen Einzug. Read the rest of this entry »
März 3rd, 2009 |
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Politik, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen
Die Roma-Vereine in Österreich rufen zu einer Demontration am 5. März auf, um die Politik angesichts der Gewaltwelle gegen Roma in Ungarn, die seit Juni 2008 sieben Todesopfer gefordert hat, zum Handeln aufzufordern. Die folgenden Vereine unterstützen den Protest: Romano Centro, Verein Roma-Service, Bahtalo Rom, Romano Kham sowie das Referat für ethnische Gruppen der Diözese Eisenstadt.
Demonstration
STOPPT DIE GEWALT IN UNGARN!
Wien, Donnerstag, 5. März 2009
Treffpunkt 17:00 Uhr vor dem Parlament
Start vor dem Parlament – OSCE – Ungarische Botschaft
Schwarze Kleidung und Kerzen erwünscht
März 2nd, 2009 |
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Politik, Rassismus & Menschenrechte
volksgruppen.orf.at: Das Referat der Diözese Eisenstadt für ethnische Gruppen (Roma-Pastoral im Burgenland) hat eine Unterschriftenaktion wegen der gewaltätigen Übergriffe gegen Roma in Ungarn gestartet. Das Referat appelliert an den Botschafter Ungarns in Österreich und den österreichischen Botschafter in Ungarn, sich verstärkt und mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln dafür einzusetzen, dass die soziale Situation der Volksgruppe der Roma im Sinne der Menschenrechtskonvention verbessert werde. Read the rest of this entry »
Februar 28th, 2009 |
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Medien & Presse, Politik, Rassismus & Menschenrechte
Der Rom-Korrespondent Gerhard Mumelter berichtet in der Tageszeitung Der Standard vom 25.2.2009 über die „antirumänische ‚Apartheid‘ in Italien“, die freilich größtenteils Roma betrifft: „Roma werden aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit gebracht und in Lager gezwungen.“ Im Folgenden ein Auszug, den vollständigen Artikel finden Sie hier.
In Italien wächst die Stimmung gegen rumänische Einwanderer: Fackelzüge, Bürgerwehren, Aufrufe zur Selbstjustiz, Lynchversuche, rassistische Slogans – eine Pogromstimmung, die von Medien und Parteien wie der Lega Nord systematisch angeheizt wird. Nach einer Vergewaltigung wurden in Roms Außenbezirken rumänische Geschäfte angezündet. Viele, aber nicht alle Rumänen sind Roma. Und die sollen aus dem Stadtbild verschwinden. Zwischen Roma und Rumänen wird da nicht immer differenziert. Vor allem Roms Bürgermeister Gianni Alemanno zieht die Schraube gegen die Zigeuner an. Auch gut integrierte Roma-Sippen wie jene im Stadtteil Testaccio, die in Wohnwagen am Tiberufer lebten, wurden „umgesiedelt“: Die Polizei eskortierte sie an den Stadtrand, wo sie ihre Wohnwagen an einer Umfahrungsstraße abstellen konnten – ohne Wasser und Stromanschluss. (…) Weil Alemanno sein Wahlversprechen nicht halten konnte, „mindestens 5000 Roma nach Rumänien abzuschieben“, verfolgt er nun ein Ziel: Roma sollen den Blicken der Bürger entzogen und an den Stadtrand gedrängt werden. (…) Die katholische Comunità di Sant’ Egidio wirft der Regierung deshalb mittlerweile „Apartheid“ vor: „Die Vorstellung, Menschen auf Lebenszeit in Lager zu verbannen, ist absurd“, erregt sich deren Sprecher Paolo Ciani. (…)
Februar 24th, 2009 |
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Politik, Rassismus & Menschenrechte
volksgruppen.orf.at: 1127 fartretertscha le thaneskere söbst favojtungendar le ungrike Romendar talalinen pumen ando merc use jek nacijonakeri konferenca. O Roma usi konferenca pedar o temtscha buti, sikadipe taj sicherhajt vakerna, phenel o Orbán Kolompár, anglebeschto le thaneskere söbst favojtungendar le Romendar (OCÖ). Idsch likertscha o Orbán Kolompár vakeriptscha vascho feder keripe la situacijatar, taj le Romane organisacijendar mangla, hot on pumaro falato use te keren. Ando arti divesa o tradipe gejng o Roma ando Ungriko mindig bibastaleder ulo. O nacijonalistscha astaren pumenge ando na sorale socijali falati völinipeskere hangi, angle asdija o Romengero anglebeschto. O Orbán Kolompár mukel pal te gondolinel upro alava le FIDEZ anglebeschaschistar Viktor Orbán, savo phentscha: „Na del nisaj Romengero and phageripe ham kriminijeli Roma del.“ Asaj vakeripeha o Viktor Orban o tradipe gejng o Roma soraleder kerel, phentscha o Kolompár. „Sako, savo asaj alava ando muj lel khelel pe la jagaha“, phentscha o Kolompár use.
Februar 22nd, 2009 |
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Politik
1127 Vertreter der Landesselbstverwaltungen der ungarischen Roma treffen sich Anfang März bei einer Nationalkonferenz. Die Roma werden sich bei der Konferenz vorranging mit den Themen Beschätigung, Ausbildung und Sicherheit befassen, erkärte Orbán Kolompár, Vorsitzender der Landesselbstverwaltungen der Roma (OCÖ). Gestern leitete Orbán Kolompár Gespräche zur Entspannung der Lage ein, und forderte die Roma-Communities auf, ihren Beitrag dazu zu leisten. In den letzten Tagen wurde die Stimmung gegen die Roma in Ungarn deutlich aggressiver. Die Nationalisten fischen in den sozialschwachen Schichten Wählerstimmen, unterstrich der Roma-Vorsitzende. Orbán Kolompár erinnerte an die Worte des FIDEZ-Vorsitzenden Viktor Orbán, der sagte: „Es gibt kein Zigeunerverbrechen, aber es gibt kriminelle Zigeuner.“ Viktor Orban fördere mit solchen Aussagen die Kampagne gegen die Roma, betonte Kolompar. „Jeder, der solche Rhetorik verwendet, spielt mit dem Feuer“, fügte Kolompár abschließend hinzu.
Serdar Erdost, ORF Volksgruppenredaktion
volksgruppen.orf.at, 21.2.2009
Februar 17th, 2009 |
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Politik, Rassismus & Menschenrechte
volksgruppen.orf.at: Nach der Vergewaltigung eines 14-jährigen Mädchens durch zwei Männer, bei denen es sich angeblich um Rumänen handelte, will der römische Bürgermeister Gianni Alemanno die Kontrollen in der Stadt verschärfen. Er versprach einen noch stärkeren Einsatz zum Abbau aller illegalen Behelfsunterkünften, in denen viele Roma leben. Einige Ansiedlungen in den Wäldern von Castel Fusano vor den Toren Roms wurden abgerissen. Read the rest of this entry »
Februar 8th, 2009 |
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Politik, Rassismus & Menschenrechte
Heute Sonntag stimmt die Schweiz – wieder einmal – über die Personenfreizügigkeit mit der EU ab. Die politische Debatte, die mit seltener Heftigkeit geführt wurde, dreht sich um die angebliche Bedrohung durch Rumänen, Bulgaren – und insbesondere Roma. Die Abstimmungsgegner schüren nach Kräften Überfremdungsängste und malen das Schreckgespenst krimineller Roma an die Wand, die demnächst zu Hunderttausenden vom Balkan über die geöffneten Grenzen in die Schweiz strömen würden. Auf den Plakaten, mit denen die Schweizerische Volkspartei (SVP) das Land vollgepflastert hat, fallen bösartige schwarze Raben mit ihren scharfen Schnäbeln über eine wehrlose Schweiz her: das Bild eines räuberischen Überfalls. „Freipass für alle?“, fragt dazu die SVP. Read the rest of this entry »