Jugend & Bildung

Jelena: „An einem seidenen Faden“

November 11th, 2015  |  Published in Interview, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

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„Das haben wir nicht verdient“: Die Angst der Roma-Flüchtlingskinder vor Abschiebung (Teil III)

GfbV Berlin: Der Zustrom an Flüchtlingen nach Deutschland wird für dieses Jahr auf 800.000 ge­schätzt. Um Platz für sie zu schaf­fen, sollen vor allem Roma aus dem Kosovo ab­ge­scho­ben wer­den. Darun­ter Hun­derte Kinder, die in Deutsch­land ge­bo­ren und auf­ge­wach­sen sind. Doch was be­deu­tet das für die Flüchtlings­kinder? Wir las­sen fünf von ihnen zu Wort kom­men:

Jelena*: „Unsere Zukunft hängt an einem seidenen Faden“


Unsere Großfamilie, unsere Groß­eltern, Eltern und Geschwis­ter so­wie unsere zwei Onkel mit deren Ehe­frauen ka­men 1999 aus dem Koso­vo nach Deutschland. Wir leben nun schon seit 15 Jah­ren in Göttingen. Un­ser Groß­vater erzählte oft, dass wir in Lipljan ein schö­nes Haus hatten. Nie­mand hätte geahnt, dass es zum Krieg kom­men würde. Doch der Krieg brach aus und unsere Groß­fami­lie kam nach Deutsch­land. Inzwi­schen sind wir drei Ehe­paare und 19 Kin­der. Unsere Oma wohnt bei uns. Der Groß­vater ist letz­tes Jahr gestor­ben. Meine Schwes­ter war noch Baby, als unsere Familie flüch­tete. Wir ande­ren Kinder sind in Deutsch­land gebo­ren. Auf­ge­wach­sen sind wir alle hier. Deutsch ist unsere Mutter­sprache. Wir spre­chen zu Hau­se auch Romanes, aber unter­einan­der und mit un­se­ren Freun­den re­den wir auf Deutsch.

Wir sind dankbar, dass wir hier leben dürfen. Wir sind in Verei­nen und machen bei Theater­pro­jek­ten mit. Unsere Eltern haben es leider schwer, eine Arbeit zu fin­den. Ihnen fehlt die richtige Qua­li­fi­zie­rung. Nach vie­len Ableh­nun­gen sind sie depri­miert und unglück­lich. Unser seit Jah­ren ungelös­ter recht­licher Status macht un­se­re Eltern und uns auch kaputt. Read the rest of this entry »

Zeko: „Deutschland ist unsere Heimat“

November 9th, 2015  |  Published in Interview, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

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„Das haben wir nicht verdient“: Die Angst der Roma-Flüchtlingskinder vor Abschiebung (Teil II)

GfbV Berlin: Der Zustrom an Flüchtlingen nach Deutschland wird für dieses Jahr auf 800.000 ge­schätzt. Um Platz für sie zu schaf­fen, sollen vor allem Roma aus dem Kosovo ab­ge­scho­ben wer­den. Darun­ter Hun­derte Kinder, die in Deutsch­land ge­bo­ren und auf­­ge­wach­sen sind. Doch was be­deu­tet das für die Flüchtlings­kinder? Wir las­sen fünf von ihnen zu Wort kom­men. Auf Šaban folgt Zeko:

Zeko*: „Deutschland ist unsere Heimat“


Ich bin 8 Jahre alt und komme aus Göttingen. Hier bin ich auch geboren. Meine Eltern stam­men aus dem Kosovo, wo auch mein ältes­ter Bruder ge­bo­ren wurde. Sie leben nun schon seit 15 Jah­ren in Deutsch­land. Ich selbst war noch nie im Koso­vo und meine Eltern re­den auch nicht so viel darü­ber, wie es im Ko­sovo ist. Ich weiß nur, dass es schlimm für sie war, dass sie flie­hen muss­ten. Und ich weiß auch, dass man im Kosovo Alba­nisch und Ser­bisch redet. Aber das kann ich nicht spre­chen. Ich spreche zu Hause mit mei­nen Eltern Romanes und mit allen an­de­ren, also mit meinen Geschwis­tern und mit meinen Freun­den, Deutsch. In Deutschland habe ich al­le mei­ne Freun­de. Ein paar an der Schule und ganz viele auch in unserer Nach­bar­schaft. Mit den Nach­bars­kin­dern spie­le ich nach der Schule oft draußen oder wir gehen Fuß­ball spielen.

Ich denke, es wäre schlimm für mich und meine Fa­mi­lie, wenn wir in das Ko­so­vo gehen müss­ten. Wir ken­nen dort ja nie­man­den. Und wie soll ich dort reden und mich ver­stän­di­gen? Read the rest of this entry »

Šaban: „Menschen zweiter Klasse“

November 7th, 2015  |  Published in Interview, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

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„Das haben wir nicht verdient“: Die Angst der Roma-Flüchtlingskinder vor Abschiebung (Teil I)

GfbV Berlin: Der Zustrom an Flüchtlingen nach Deutschland wird für dieses Jahr auf 800.000 ge­schätzt. Um Platz für sie zu schaf­fen, sollen vor allem Roma aus dem Kosovo ab­ge­scho­ben wer­den. Darun­ter Hun­derte Kinder, die in Deutsch­land ge­bo­ren und auf­ge­wach­sen sind. Doch was be­deu­tet das für die Flüchtlings­kinder? Wir las­sen fünf von ihnen zu Wort kom­men:

Šaban*: „Die Duldung macht uns zu Menschen zweiter Klasse“


Ich bin 15 Jahre alt und habe drei ältere Geschwister, zwei Brüder und eine Schwes­ter. Mein ältes­ter Bruder war bei der Flucht mei­ner Eltern zwei Jahre alt. Wir ande­ren sind alle in Deutsch­land gebo­ren. Meine Eltern ent­schlos­sen sich 1988 für die Flucht aus dem Kosovo, als mei­nem Vater an­ge­droht wurde, dass er von der ser­bi­schen Armee zwangs­mobi­li­siert wer­den könn­te. Nur in der Flucht aus dem Ko­sovo sa­hen sie eine Ret­tung.

Seit 26 Jahren leben meine Eltern nun in Duldung. Ich bin so­zu­sa­gen in den Status hinein­ge­boren. Alle 2 bis 6 Monate wird er ver­län­gert. Die kurze Gül­tig­keit einer Duldung und die Auf­lagen, die damit ver­bun­den sind, haben das nor­ma­le Leben un­se­rer Familie un­mög­lich gemacht. Die seit Jahr­zehn­ten gel­tende Residenz­pflicht[1] machte es prak­tisch un­mög­lich, dass sich meine Eltern rich­tig be­tä­ti­gen. Read the rest of this entry »

Leonor verlässt die Schule

Oktober 25th, 2015  |  Published in Film & Theater, Internet & Blogothek, Jugend & Bildung

Die spanische Organisation Fundación Secretariado Gitano (FSG) hat den hohen Ausfallsquoten bei Schülern – und ins­be­son­dere Schü­lerin­nen – aus Gitano-Fa­mi­lien den Kampf an­ge­sagt. Sechs von zehn jun­gen Gitanos (spa­nische Roma) ver­lassen die Schule noch vor dem Ab­schluss der Pflicht­schule (Secun­daria Obliga­toria, ESO), fast drei­mal so viele wie im gesamt­spa­ni­schen Durch­schnitt (63,7% gegenüber 21,9%). Eine sehr ge­lungene Video­kampagne, hier zu sehen mit eng­li­schen Unter­titeln, will das jetzt ändern. Die Kam­pagne #LeonorDejaLaEscuela („Leonor ver­lässt die Schule“) soll die Öffent­lich­keit, die das Problem bis­lang zu­meist mit einem Achsel­zucken abtat, end­lich wach­rütteln. Und sie soll nicht zu­letzt auch den Gitano-Kin­dern Mut machen – denn sehr oft „glau­ben weder ihr Um­feld noch die Schule noch sie selbst an ihren Bildungs­erfolg“.

(RU/dROMa)

Vorarlberg droht Roma mit Kindesentzug

Oktober 21st, 2015  |  Published in Jugend & Bildung, Politik, Rassismus & Menschenrechte

Landeshauptmann Markus Wallner (Foto: lh.vorarlberg.at)Es gibt ein einziges, ausschlag­geben­des Krite­rium für Kindes­weg­nahmen durch den Staat: das Kindeswohl, sofern es durch keine ande­ren Maß­nahmen mehr ge­schützt werden kann. Was aber, wenn die nackte Not Eltern und Kinder zwingt, in der Obdach­losig­keit zu leben? Wel­che Ant­wort ver­langt das Kindes­wohl? Die Kinder gegen ihren Willen von ihren Eltern zu trennen, sie mit Zwang und Gewalt aus dem Familien­verband zu reißen und in ein frem­des Umfeld (mit frem­der Sprache) zu ver­frach­ten? Oder bedeutet Rück­sicht­nahme auf die Bedürf­nisse und Rechte von Minder­jähri­gen, dafür zu sorgen, dass Eltern und Kinder eine dem Kindes­wohl an­gemes­sene Übernach­tungs­mög­lich­keit bekom­men: mit Dach, Bett und sani­tären An­lagen?

Die richtige Antwort sollte eigentlich für jeden, der sich auf das Krite­rium des Kindes­wohls beruft, fest­stehen. Nicht so in Vorarlberg, wo Landes­haupt­mann Wallner obdach­losen Roma-Fa­mi­lien aus Ru­mä­nien, die er aus dem Land haben will, mit der Weg­nahme ihrer Kinder droht: „Wenn Kindes­wohl im Lande gefähr­det ist, dann ist ein­zu­grei­fen, unter Um­ständen sogar behörd­lich ein­zu­greifen. Möglicher­weise auch sagen (zu) müssen: Wenn das Kindes­wohl ge­fähr­det ist, (beim) Klein­kind, dann müs­sen wir das Kind auch ent­ziehen.“

Plätze in Not­schlaf­stellen gibt es für Frauen mit Kindern in Vorarl­berg übrigens keine.

Mehr dazu hier.

(RU/dROMa)

Workshop: Romafeindlichkeit entgegentreten!

September 18th, 2015  |  Published in Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

Workshop (Foto: Karika)Oberwart: Gejng i Roma – diskriminacija pe te terdscharel. Was ist Romafeindlichkeit und wie können wir sie bekämpfen?

Workshop im Offenen Haus Oberwart, Lisztgasse 12
Sa., 19.9.2015: 14:30 bis 18:30 Uhr

Der Workshop knüpft an den ersten Teil im Oktober 2014 an und vermittelt Wissen zur Geschichte der Roma und Sinti sowie zu deren Lebens­situa­tio­nen in Österreich. Vor diesem Hinter­grund wer­den roma­feindliche Stereo­type auf­gedeckt und gezeigt, wie sie wirken und wie sie de­konstruiert werden können. Roma­feind­lich­keit bezeich­net Rassismus gegen als „Zigeuner_in“ fremd­identi­fi­zierte Perso­nen, häufig Roma/Romnja und Sinti/Sintize. Roma­feind­liche Stereotype sind weit ver­breitet und teil­weise sehr alt. Heute durch­ziehen sie viele tages­politi­sche Debatten, rund um Stadt­politik, soziale Rechte und mehr. Antiziganismus wird häufig nicht als rassis­ti­sche Konstruk­tion er­kannt, viele Men­schen glauben, etwas über Roma und Sinti und deren Leben­sweisen zu wissen.

ReferentInnen:
Nadine Papai (Gesellschaft für bedrohte Völker Österreich)
Josef Schmidt (Verein Roma-Service).

Kostenbeitrag: 15 Euro, zahlbar vor Ort.
Anmeldung: bgld(at)gbw.at
Veranstaltet von der Grüne Bildungswerkstatt Burgenland in Kooperation mit Zukunftsfonds Österreich, GfbV und Verein KARIKA für Roma und Sinti, Oberwart.

Abendprogramm:
Im Anschluss an den Workshop laden VeranstalterInnen & OHO um 19:30 Uhr zum gemeinsamen ROMA-ABEND – „Amen phukavas“.

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„Gemeinsam für eine bessere Bildung“ (2015)

September 18th, 2015  |  Published in Dokumente & Berichte, Jugend & Bildung

EVZGemeinsam für eine bessere Bildung. Empfehlungen zur gleichberechtigten Bildungsteilhabe von Sinti und Roma in Deutschland.

Hrsg. von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ), Berlin 2015. (PDF)

Wie kann der Bildungszugang für Sinti und Roma verbes­sert wer­den? Wie ihre gleich­berech­tigte Teilhabe er­reicht wer­den? Welche Grund­sätze sind zu beachten, damit Bildungs­betei­li­gung und Bildungserfolg zu­nehmen? Und wie können dafür not­wen­dige Daten erho­ben und wis­sen­schaft­liche Studien durch­geführt werden?

Diese Fragen diskutierte der „Bundesweite Arbeitskreis zur Ver­bes­se­rung der Bildungs­betei­li­gung und des Bil­dungs­erfolgs von Sinti und Roma in Deutsch­land“, den die Stif­tung EVZ 2013 gegrün­det hat. An elf Sitzungs­tagen ent­wickel­ten Fach­leute aus Sinti- und Roma-Organi­sa­tio­nen mit Sach­ver­ständigen aus Ländern, Kommunen, Stiftungen und der Wissenschaft Wege zum gleich­berech­tig­ten Bildungs­zugang für Sinti und Roma. Vertre­terinnen und Vertre­ter des Bundes nahmen an den Sitzun­gen des Arbeits­kreises bera­tend und beglei­tend teil.

Nach zweijähriger Arbeit liegen die gemein­sam formu­lierten Empfehlungen vor. Themen aus dem Bildungs­bereich berüh­ren eine Viel­zahl von Zustän­dig­keiten. Die ent­spre­chen­den Akteure des Bundes, der Länder, der Kom­munen, der Verbände, der Wissen­schaft und der NGOs ein­schließ­lich der Roma und Sinti selbst und ihrer Organi­sa­tio­nen werden mit den nun­mehr vor­geleg­ten Empfeh­lungen an­geregt, in ihren Berei­chen und nach ihren Möglich­keiten diese Empfeh­lungen auf­zugreifen, gege­be­nen­falls an­zu­passen, weiter­zu­ent­wickeln und um­zusetzen.

(Text: Stiftung EVZ)

Hier finden Sie die PDF-Version (ISBN: 978-3-9813377-0-9) zum Herunterladen. Die gedruckte Aus­gabe (ISBN: 978-3-9813377-1-6), kann per E-Mail bestellt werden.

Unsere Zeitgeschichte-Projektwoche

September 17th, 2015  |  Published in Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV

Wiener Radiobande, 1.5.2015, zu hören auf Orange 94.0

SchülerInnen der KMS Mira-Lobe-Weg in Wien berich­ten von Ver­anstal­tun­gen im Ra­hmen ihres Schul­pro­jekts: Unter dem Titel „Was hat das mit mir zu tun?“ geben Schü­lerIn­nen der Klas­sen 4a und 4b einen Kurz­über­blick über ihre Projekt­aktivi­tä­ten vom 24. bis 27. März 2015: Sie be­rich­ten über den Besuch der Aus­stel­lung „Romane Thana – Orte der Roma und Sinti“ im Wien Museum, von einem Kon­zert mit Moša Šišic, bei wel­chem auch eine Schülerin mit­ge­spielt hat, sowie von Gesprä­chen mit Stefan Horvath und Erich Richard Finsches. Die Schü­lerIn­nen er­zäh­len weiters über einen Vor­trag zu Rechts­radika­lis­mus und dis­ku­tie­ren ab­schlie­ßend un­terei­nan­der über Un­recht, Vor­urteile und Dis­kri­mi­nie­run­gen.

(Text: http://cba.fro.at/286218)

„Erzählungen vom Unrecht“

August 22nd, 2015  |  Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Interview, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

Zeitzeuge Cvetko Mirković, Überlebender des KZ Sajmiste (Filmstill aus Video 1)Max Mannheimer Studienzentrum Dachau: Kurzfilme der Jugendbegegnung „Erzählungen vom Unrecht/Stories of Injustice“ online

→Video 1 | →Video 2 | →Video 3 | →Video 4

Unter dem Projekttitel „Erzählungen vom Unrecht / Stories of Injustice“ haben sich 20 Jugend­li­che aus dem Raum Dachau / München und aus Serbien 2012/2013 über neun Mona­te hin­weg inten­siv mit der Ge­schichte und Gegen­wart von Sinti und Roma in Deutschland und Serbien auseinan­der­ge­setzt. Es wur­de dabei die national­sozia­lis­ti­sche Ver­fol­gung von Sinti und Roma ebenso thema­ti­siert wie die bis heute anhal­ten­de Diskri­mi­nie­rung. Die Gruppe beschäf­tigte sich bei­spiels­weise mit dem Kampf der Sinti und Roma um Anerkennung als Opfer des Natio­nal­sozia­lis­mus und mit der Bürger­rechts­bewe­gung ab den 1980er Jahren. Auch die aktuel­le Situa­tion in Deutsch­land und in Ser­bien war Thema.

Im Rahmen des Projektes wurden von den Jugendlichen neun Inter­views mit Über­lebenden der natio­nal­sozia­lis­ti­schen Ver­fol­gung und de­ren Angehö­ri­gen geführt. Diese Inter­views bilde­ten die Grund­lage für vier jetzt auch online ver­füg­bare kurze Filme, in denen die Erfah­run­gen aus beiden Län­dern zu­sam­men­geführt wurden und in denen Sinti und Roma aus Deutsch­land und Ser­bien ein­drucks­voll Zeugnis von der Geschichte seit 1933 ab­legen.

(Text: mmsz-dachau.de)

Roma-Mädchen klüger als Hawking

August 8th, 2015  |  Published in Jugend & Bildung

NicoleEin zwölfjähriges Mädchen aus Harlow in der südenglischen Grafschaft Essex hat bei einem IQ-Test 162 Punkte erreicht. Damit erzielte Nicole Barr sogar mehr Punkte als Star-Astro­phy­si­ker Stephen Hawking. Sogar Albert Einsteins IQ kön­ne da nicht mehr mit­hal­ten, liest man in den Medien­be­rich­ten. Das Mäd­chen, das der eng­li­schen Roma-Minderheit angehört („Daily Mirror“ spricht allgemeiner von „Travellers“), reagiert erstaunt: „Als ich erfuhr, dass ich solch einen hohen Wert erreichte, war es so un­er­war­tet. Ich war geschockt“, er­zählt Nicole der Boule­vard-Zei­tung „Daily Mirror“.

Ihr außerordentliches Ergebnis sorgt der­zeit nicht nur für Schlagzeilen in der inter­na­tio­na­len Presse: „Die Geschichte macht ge­ra­de auch die Runde in der Gypsy-Commu­nity, beson­ders auch auf Facebook. Es ist schön, dass wir ein­mal wegen etwas Gutem in den Nach­rich­ten vor­kom­men“, er­klärt Nicoles Vater James.

(dROMa)

„Es geht um Self-Empowerment“

August 4th, 2015  |  Published in Interview, Jugend & Bildung

Silas Kropf (Foto: inforadio.de)Am Wochenende wurde – zum Jahrestag der Auf­lösung des „Zigeunerlagers“ in Auschwitz-Birkenau – euro­pa­weit des Völ­ker­mords an Sinti und Roma ge­dacht. Am 2. August 1944 wur­den die letzten In­sassen des „Zigeuner­lagers“, fast 3.000 Per­sonen, ermor­det. Silas Kropf, 20, ist deut­scher Sinto, lebt im Saar­land und absol­viert ein duales Stu­dium, Fach­richtung Wirt­schafts­infor­matik. Seit einem Jahr ist er im Vor­stand der deutschen Jugend­orga­ni­sa­tion Amaro Drom. Für die taz führte Hilke Rusch mit ihm ein Ge­spräch über Stereo­type, Auf­ar­bei­tung und Präsenz:

Herr Kropf, was wissen Sie über den Porrajmos, den NS-Völ­ker­mord an Sinti und Roma?
Eine Menge, in meiner Familie war der Holocaust all­ge­gen­wär­tig. Teile meiner Fa­milie wurden in Konzentra­tions­lager depor­tiert, andere lebten ver­gleichs­weise ge­schützt in einem Dorf. Dort ließ der Orts­vor­ste­her Steri­li­sa­tions­befehle ver­schwin­den, weil meine Ur­groß­mutter eine an­ge­se­he­ne Frau war. In der Fami­lie ha­ben wir viel darüber gespro­chen, und bis heute gibt es Angst vor Ver­fol­gung. Darum bin ich mit einem Tabu auf­ge­wach­sen: Ich durfte nicht zei­gen, wer ich bin.

Sie mussten verstecken, dass Sie Sinto sind?
Ja, es musste geheim bleiben. Durch meinen Groß­vater ist die Fa­milie nach außen sehr auf Ab­stand zu unserer Kultur ge­gan­gen. Das geht so weit, dass in mei­nem Teil der Fami­lie zum Schutz leider kein Romanes mehr gespro­chen wird.

Lesen Sie bitten weiter auf taz.de.

Projekto kesdintscha: Dikhen amen!

Juli 9th, 2015  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

Projektteam Dikhen AmenLe lek bare­der tschu­lipe andi Europa tschak tschule vake­rasch­tscha hi. O farajn „Amaro Drom“ ande pe leske bescha­rel. Ande Kreuzberg nevo than pratascha taj le tel­di­ki­pes­kere kojenca upre te schu­scha­rel kamla.

Terne Sinti taj Roma te sorisarinel

„Barikano hi, hot o perspektivtscha le terne Sintijendar taj Romen­dar akan pradipe uschti­den taj na tschak mindig peder lende vaker­do ol“, phenel o projektos­kero schero Anna Friedrich. Le faraj­niske „Amaro Drom“ igen bari­kano hi, le terne Sinten taj Romen te sori­sa­rinel. „Tumen nisaj kultura hi, tumen tschak dromes­ke san, tumen na keri­nen ande amaro kheta­nipe. Oda hi, so o terne Roma mindig te schunel uschti­den“, phenel o angle beschto Merfin Demir. Kaj ada cil kise­tim te ol, jek projek­to kesdim ulo. „Dikhen amen“! „Seht uns“! – ando prik bescha­ripe bu­tschol. Read the rest of this entry »

Fernsehpreis für „Dui Rroma“

Juni 30th, 2015  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV

Adrian Gaspar, Hugo Höllenreiner und Iovanca Gaspar (Foto: volksgruppen.orf.at)Dokumentarfilm „Dui Rroma“ ausgezeichnet

Am 17. Juni wurden im Wappensaal des Wiener Rathauseszum 47. Mal die Fernsehpreise der Erwachsenenbildung übergeben. In der Sparte Dokumentation wurde der auf Okto TV gesendete Dokumentarfilm „Dui Rroma“ ausgezeichnet. Den Preis erhielt die aus Rumänien stammende Iovanca Gaspar. Gaspar arbeitet seit 2005 in der Magistratsabteilung für Integration und Diversität im Schwerpunkt „Roma und Sinti“. Der Preis wurde von Alice Fleischer vom WIFI Österreich überreicht.

„Dui Rroma“ berichtet über die Begegnung zwischen dem Münchner Sinto und Holocaust-Überlebenden Hugo Höllenreiner und dem jungen Wiener Komponisten und Rom Adrian Gaspar. Hugo Höllenreiner verstarb am 10. Juni 2015 in Ingolstadt.

>>„Dui Rroma“ | Okto | 23.05.2015

Neues Projekt „Dikhen amen – Seht uns!“

Juni 29th, 2015  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

Projektteam Dikhen AmenDeutschland: Dikhen Amen – Seht uns, ein Pro­jekt von Amaro Drom e.V.

Im April diesen Jahres startete das Projekt „Dikhen amen! Seht uns! – Empowerment und Sensibilisierung für Antiziganismus aus Sicht junger Roma und Sinti“. Das Haupt­ziel des Projek­tes ist Empower­ment junger Roma und Sinti. Darun­ter ver­stehen wir, Raum zu schaf­fen für Selbst­bewusst­sein, Selbst­behaup­tung und den Kampf um Anerken­nung als gleich­berech­tig­ter Teil der Gesell­schaft. Ein weite­rer zentraler Bestand­teil des Projektes ist die Sensi­bi­li­sie­rung junger Nicht-Roma bzw. Nicht-Sinti für den spezi­fi­schen Rassismus und seine Fol­gen. 
Im Mittel­punkt des Projektes stehen die Erfahrungen und Lebens­realitäten junger Roma und Sinti. Basie­rend auf dem Erfahrungs­wissen der Jugend­lichen werden Metho­den für Jugend­bildungs­arbeit ent­wickelt. 
Im Laufe des Pro­jek­tes wer­den jugend­liche Sinti und Roma zu Multipli­kator_innen aus­ge­bil­det, um selbst Empower­ment- und Sensi­bi­li­sie­rungs-Work­shops durch­führen zu kön­nen. Die Workshops rich­ten sich an junge Men­schen in Jugend­clubs, Jugend­selbst­organi­sa­tio­nen und Ver­bänden sowie Bildungs­ein­rich­tun­gen.

Die Ideale von Empowerment, Mobilisierung, Selbst­organi­sa­tion und Parti­zi­pa­tion der jungen Menschen wird durch „Dikhen Amen! Seht uns!“ mit einer noch größe­ren Breiten­wirkung von Amaro Drom gestärkt. Neben der Stär­kung junger Roma und Sinti im Um­gang mit Rassismus in Deutsch­land und der Sichtbar­machung ihrer unter­schied­li­chen Lebens­reali­tä­ten und Identitäts­ent­würfe zielt das Projekt auch auf eine kriti­sche Auseinan­der­setzung mit Rassis­mus gegen Roma und Sinti in der breiten Öffent­lich­keit ab.

Einer der Höhepunkte des Projektes in diesem Jahr wird die Bundesjugendkonferenz vom 19. bis 24. Novem­ber in Hannover sein, an der über 100 Jugend­liche aus dem gesam­ten Bundes­gebiet und darüber hi­naus teil­neh­men werden. Read the rest of this entry »

DVD: „Die Österreichischen Roma“

Juni 5th, 2015  |  Published in Film & Theater, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV

Unsere Publikationen dROMa und Mri Historija in der Kurzdoku "Die Österreichischen Roma" (Screenshot)„Die Österreichischen Roma“
Dokumentarfilm, Ö 2014, 25 min

>> abrufbar in der ORF-TVthek

Apropos Roma – prik o Roma
DVD-Präsentation und Diskussion mit dem Pro­du­zenten Helmut Potutschnig
Regie: Kerstin Paulik, Kamera: Christoph Hensel; Filmmusik: Gernot Reininger und Georg Zumann

Offenes Haus Oberwart, Lisztgasse 12, Oberwart, Freitag, 12. Juni 2015, 19:00 Uhr, Eintritt frei!

Der dritte Teil der Dokumentarfilm­reihe über die an­erkann­ten Volks­gruppen in Österreich wid­met sich jener Volksgruppe, die als letzte an­er­kannt wurde – den öster­rei­chi­schen Roma. Die Doku­men­tation behan­delt sowohl die ge­schicht­lichen Wurzeln der Volks­gruppe als auch das gegen­wärtige Volks­gruppen­leben. Im geschicht­lichen Teil wird die Situa­tion der Roma, Sinti und Lovara in der Öster­rei­chisch-Unga­ri­schen Mona­rchie und der ersten Republik dar­gestellt. Ein Schwerpunkt liegt danach auf der Ver­folgung in der NS-Zeit und dem Umgang mit den Ver­folgten nach 1945. Aus­führlich wird der Weg zur Anerken­nung der Volks­gruppe der Roma (als Über­begriff für Burgenland-Roma, Siniti, Lovara, Kalderaš und Arlije) nach­ge­zeichnet. Der Haupt­teil der Dokumen­tation ist der heutigen Situa­tion der öster­rei­chi­schen Roma gewidmet. Das aktuelle Volks­gruppen­leben wird in den Bereichen Kultur, Sprache, Bildung und Verein­leben dar­gestellt. Im Kultur­bereich steht die leben­dige Musik­szene im Mittel­punkt. Bezüg­lich der Sprache der Roma, Sinti und Lovara wird das „Romani-Projekt“ an der Uni­ver­sität Graz prä­sen­tiert, wo Lexika und Gram­matiken zu den in Öster­reich am häufigs­ten gespro­chenen Romani-Varian­ten ent­wickelt werden. Read the rest of this entry »

Integrative Schulen in Ex-Jugoslawien

Mai 29th, 2015  |  Published in Jugend & Bildung

Integrationsprojekt (Foto: Amnesty International)Euronews: Zwanzig Jahre nach dem Krieg im früheren Jugoslawien sind die Spuren des Konflikts noch immer sichtbar. […] Die Span­nungen zwischen den Bevöl­kerungs­gruppen dauern an und manche Eltern schicken ihre Kinder in ethnisch geteilte Schulen. Die Euro­päische Union und der Europarat för­dern aus diesem Grund mit einem drei Jahre langen Projekt Integra­tion an den Schulen. […] Von den 740 Schülern sind 27 Sinti und Roma, 25 kom­men aus dem Waisen­haus und manche gehören ethni­schen Minder­heiten an. 
Mustafa Dzafic (Anm.: Direktor einer teilnehmenden Schule in Mostar), erklärt das Konzept: „Eine integrative Schule ist eine Schule, die alle Schüler aufnimmt, die begab­ten und jene, die Schwie­rig­keiten haben. Integration bedeutet, dass der Unter­richt den Fähig­keiten der ver­schiedenen Schüler ange­passt wird.“

Jede Woche gibt es eine Unterrichtsstunde, in der die guten Schüler jenen hel­fen, die Proble­me haben. […] Mehrere Schüler folgen einem speziell auf sie zugeschnit­tenen Programm. Die neun­jährige Adisa ist Rom[ni]. Sie geht zur Nachhilfe und bekommt zu­sätz­lich noch Einzel­unterricht, denn ihre Eltern können ihr bei den Haus­auf­gaben nicht helfen. Adisa ist fleißig: „Ich werde einen Abschluss machen, um einen Job zu finden. Wenn ich mit der Schule fertig bin, will ich an die Universität und dann, wenn ich dort auch einen Abschluss habe, will ich Arzt werden.“

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Roma sam: Sikadipeskeri schtudija

März 18th, 2015  |  Published in Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
16.3.2015 (on demand)

Präsentation der Rombas-Bildungsstudie in Wien (Foto: Gilda Horvath)Roma taj Sinti sikadipeskeri schtudija ar­but­scha­linde

Andar o anglutno kerdo projekto „Roma upri uni­ver­siteta“, savo masch­kar 2010 taj 2012 le orga­nisa­cijen­dar – Initia­tive Minder­hei­ten, Romano Centro taj Farajan Roma-Service – kerdo ulo, Roma & Sinti jerim ule, save uso ar­butscha­li­nipe la ROMBAS-sika­di­peskera schtu­di­ja­tar, use sina.

Ando keripe le ESF-projektostar ROMBAS (Roma-sika­dipes­keri- taj arsi­kli­pes­keri-schtu­dija) i Initiative Min­der­heiten ando kheta­nipe le Romano Centroha, le Austri­tike Kheta­nipeha le poli­tischi sika­dipes­ke, le Faraj­ni­ha Roma-Service taj le Betschi­tike Flogos­kere Utsche Ischko­lenca jek buti ar dija, sava o cil sina, i adive­sa­keri sikadi­pes­keri situa­cija le Romen­dar taj Sintijen­dar andi Austrija pasche­der te forschi­nel. Na dscha­nipe pedar o grupna­kero baripe, o pharo uso gejipe uso grupna­kere dschene, o schta­tisti­schi etni­schi telschta­mini­pes­kere datscha, save but­var na del taj o koja – Roma taj Sinti hete­ro­geni etni­schi grupn hi – asaj empi­ri­schi butja, pha­reder keren.

Vaschoda o ROMBAS-projekto jek partici­pa­tivi for­schi­nipes­kero keripe, kaj o Roma & Sinti ojs for­scher­tscha jek centra­li than khe­len, kertscha. Afka dsche­ne andar o anglut­no pro­jekto jerim schaj ule, save uso ar­butscha­li­nipe le ROMBAS-schtu­di­jatar use sina. Odola sina dsche­ne sar i Gilda-Nancy Horvath, i Žaklina Radosavljević taj o Manuel Weinrich, save pu­mare esbe liptscha, save on uso ar­butscha­lini­pe la sika­dipes­kera schtu­di­jatar khetan kedine, phukan. Bute­der pedar schu­nen tu­men andi sendung „Roma sam“ upro Radijo Burgenland.

(volksgruppen.orf.at)

Roma & Sinti erarbeiteten Bildungsstudie

März 16th, 2015  |  Published in Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
16.3.2015 | Live: 20:50 Uhr (on demand)

Präsentation der Rombas-Bildungsstudie in Wien (Foto: Gilda Horvath)Im Rahmen des ESF-Projekts ROMBAS initiierte die Initiative Minder­hei­ten in Zusam­men­arbeit mit dem Romano Centro, der Öster­rei­chi­schen Gesell­schaft für poli­ti­sche Bildung (ÖGPB), dem Verein Roma-Service und den Wiener Volks­hoch­schulen eine Unter­suchung, die das Ziel ver­folgte, die gegen­wärtige Bildungs­situa­tion von Roma und Sinti in Österreich näher zu er­for­schen. Feh­len­des Wissen über die Gruppen­größe, er­schwer­te Erreich­bar­keit der Gruppen­an­ge­hö­ri­gen und man­geln­de Ver­füg­bar­keit sta­tis­ti­scher Daten nach eth­ni­scher Her­kunft sowie der Um­stand, dass es sich bei Roma und Sinti um äußerst hetero­gene eth­ni­sche Grup­pen handelt, erschweren der­artige empi­ri­sche Unter­suchun­gen. Das ROMBAS-Projekt ver­folgte daher einen partizi­pa­tiven Forschungs­ansatz, bei dem Roma und Sinti als For­scher/innen eine zentra­le Rolle spielen. So konn­ten Roma- und Sinti-An­ge­hö­rige aus dem Vor­gänger­projekt „Roma an die Universität“, das zwischen 2010 und 2012 von der Initia­tive Minder­heiten gemein­sam mit dem Romano Centro und dem Verein Roma-Service durch­geführt wurde, ge­won­nen werden. Gilda-Nancy Horvath, Žaklina Radosavljević und Manuel Weinrich schil­dern ihre Erfah­run­gen, die sie beim Erar­bei­ten der Bildungs­studie gesam­melt haben. Mehr darü­ber hö­ren Sie in der Sen­dung „Roma sam“ auf Radio Bur­gen­land.

(volksgruppen.orf.at)

ROMBAS – Studie zur Bildungssituation

März 11th, 2015  |  Published in Dokumente & Berichte, Jugend & Bildung, Wissenschaft

ROMBASROMBAS – Studienbericht zur Bildungssituation von Roma und Sinti in Österreich

Hrsg. von Mikael Luciak für die Initiative Minderheiten

>>Download: Studienbericht (PDF)

Die Studie gewährt neue Einblicke in die gegen­wär­tige Bildungs- und Aus­bil­dungs­situa­tion von in Österreich leben­den Roma und Sinti. Die mittels eines inklu­si­ven For­schungs­ansatzes durch­geführ­ten 125 qua­li­ta­tiven Inter­views wei­sen auf maß­geb­liche Ver­ände­run­gen betref­fend den Bildungs­zugang und die Bildungs­beteiligung von autochtho­nen und allochtho­nen Roma im Ver­lauf der Gene­ra­tio­nen hin. Trotz einer ver­bes­ser­ten Bil­dungs­lage ist das for­male Bildungs­niveau von Roma und Sinti im Ver­gleich zur Gesamt­bevöl­ke­rung nach wie vor niedri­ger. Der Studien­bericht gibt Auf­schlüs­se darü­ber, welche Bedeu­tung dabei der Schule, dem Eltern­haus, den sich wan­deln­den gesell­schaft­li­chen Ver­hält­nis­sen und der ethni­schen Zu­gehö­rig­keit der Befrag­ten zu­kommt, und bein­hal­tet ent­spre­chende bil­dungs­po­li­ti­sche Empfeh­lungen.

Die Studie ist gegen einen Unkostenbeitrag (Versand) von 6.- bei der Ini­tia­tive Min­der­heiten er­hält­lich: office(AT)initiative.minderheiten.at

(Text: Initiative Minderheiten)


ROMBAS: Sikadipeskeri schtudija

März 9th, 2015  |  Published in Dokumente & Berichte, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
9.3.2015 | Live: 20:50 orenge (on demand)

Rombas-Team (Foto: Rombas/Sabine Schwaighofer)ROMBAS: Sikadipeskeri schtudija le Romen­dar taj Sinti­jen­dar andi Austrija

Historischi diklo, o Roma taj o Sinti uso lek sora­leder grupn andi Aus­trija ge­nen, save ando sika­dipe tel dschum hi taj saven­geri sika­di­pes­keri situa­cija dugi cajt la poli­ti­katar taj le forschi­nipes­tar tschak tschulo esbe lim ulo. Ando EU-akero keripe nacijo­nali stra­te­gijen­ge usi integra­cija le Romen­dar, dschi ando bersch 2020 koji ker­de te on.

I angli paschlardi ROMBAS-schtu­dija and diki­pe ando igen hete­ro­geni sika­di­pes­kere esbe liptscha le andi Austrija dschivde Romen­dar taj Sinti­jen­dar del. Andar bute­der sar 60 ori hangos­kere upre liptscha taj bute­der sar 1.500 riktscha transkricijon­tscha pro­ba­lim ulo, barikane koji ari te bu­scha­linel, save sorale o sika­dipes­kere droma le dschenen­dar, saven­ca vaker­do ulo, vodinde.

Sar ando metodischi falato sikado, na handli­nel pe adaj vasch jek repre­sen­ta­tivi schtu­dija savi sikal, sar i adi­vesa­keri sikadi­pes­keri situa­cija le Romen­dar taj Sinti­jen­dar andi Austrija ar­ditschol. Ande aja sika­dipes­keri schtu­dija o atscha upro sika­jipe le di­kipes­tar le phutschle dschen­dar hi, save pedar phukan, saj koji lenge upre lengero sika­dipes­kero drom pomo­schinde vaj na. Uso 13to Romen­gero-dia­logis­kero seleto le nacijo­nali Romen­gere-kon­taktos­kere thanis­tar ando bun­dakero kancle­ris­kero birov­tschago, i ROMBAS schtu­dija usi sika­dipes­keri situa­cija le Romen­dar taj Sintijen­dar andi Austrija pre­sen­tirim uli. Buteder pedar, schu­nen tumen andi sen­dung „Roma sam“ upro Radijo Bur­genland.

(volksgruppen.orf.at)