Facts & Figures (326)
November 19th, 2020 | Published in Facts & Figures
(Quelle)
November 19th, 2020 | Published in Facts & Figures
(Quelle)
November 18th, 2020 | Published in Interview, Musik, Radio, Podcast & TV
Der Wiener Geiger Moša Šišic war in der aktuellen Ausgabe des ORF-Nighttalks „Stöckl“ zu Gast bei Barbara Stöckl. Weitere Gäste: die Juristin und Ex-Politikerin Heide Schmidt, Skispringerin Eva Pinkelnig und Kabarettist Gunkl
→Nur noch kurz online verfügbar in der ORF-TVthek.
Moša Šišic (Website) entstammt einer serbischen Roma-Geigerdynastie. Bereits mit fünf Jahren erlernte er von seinem Vater die ersten Takte auf der Geige, die bis heute seine große Liebe geblieben ist. Neben seinen internationalen Erfolgen und Auftritten mit heimischen Größen wie Harri Stojka arbeitet er auch in einem ganz bodenständigen Beruf: als Hausmeister betreut er ein Haus in Wien-Mariahilf.
(Text: ORF)
November 15th, 2020 | Published in Facts & Figures
(Quelle)
November 14th, 2020 | Published in Ehrungen & Nachrufe, Literatur & Bücher
O ratschaskero schitiknojipe le alavendar
Me uscharv upro uferi la bara lenatar
Upro schitiknojipe le alavendar
Ando vojaschno than le egojismusistar
Upre tauchinel andar o paj
I vurclina andar o gendo trin
Prik o udud le tschonestar
O lek schukareder matscho karika cidel
O drom uso meripe mirinel
Trin ududane doriktscha le tschonestar
Ande mri jak
Trin fodri upre mro tschekat
Schitikno ol o alav
O drom uso meripe te dikel hi
Ando Burgenland-Romani o Josef Schmidt (dROMa) o prik bescharipe kertscha.
Palo dugo pharo nasvalipe o Rajko Đurić ando 73ti bersch mulo. O Rajko Đurić ando 3ti oktoberi 1947 ande Malo Orašje, Serbija, upro them alo taj serbitiko Romengero aktivisto, pisinaschi taj politikeri sina.
November 13th, 2020 | Published in Facts & Figures, Jugend & Bildung
November 13th, 2020 | Published in Ehrungen & Nachrufe, Literatur & Bücher
Die Morgendämmerung der Worte
Ich warte am Ufer des Flusses
Auf die Dämmerung der Worte
In der heiteren Landschaft der Selbstsucht
Taucht aus dem Wasser auf
Die Wurzel aus der Zahl drei
Um den Schein des Mondes
Kreist der schönste Fisch
Misst den Weg zum Tode
Drei Strahlen des Mondes
In meinem Auge
Drei Falten auf meiner Stirn
Es dämmert das Wort
Man sieht den Weg zum Tode.
Rajko Đjurić, geboren 1947, war einer der einflussreichsten Roma-Intellektuellen. Đjurić war serbischer Rom und Lyriker, Publizist, Wissenschaftler und Roma-Aktivist, unter anderem als Präsident der International Romani Union (IRU). Von 1991 bis 2002 lebte er im Exil in Berlin. Rajko Đjurić verstarb am 2. November 2020 im Alter von 73 Jahren in Belgrad.
November 12th, 2020 | Published in Film & Theater, Rassismus & Menschenrechte
Dokumentarfilm von Ida Persson Lännerberg, SWE 2019
Eröffnungsfilm des Roma-Filmfestivals „Ake Dikhea?“
Am 19.11.2020, 18 Uhr, online zu sehen (→zum Stream)
Lindy Larsson wuchs in einer kleinen Papiermühlen-Stadt in Südschweden auf. Er wurde nie als der akzeptiert, der er ist. Er war immer anders. Als kleiner Junge war er dünn, mädchenhaft und ohne Freunde. Er floh in eine Fantasiewelt und wurde zu der von ihm geschaffenen Superheldenfigur – Little Light –, einem Jungen, der Licht ausstrahlen konnte. Lindy und seine Familie sind Roma-Travellers, eine Minderheit, die seit dem 16. Jahrhundert in Schweden lebt. Noch heute werden Roma-Travellers von der schwedischen Gesellschaft diskriminiert und erleben Missbrauch und strukturellen Rassismus.
November 9th, 2020 | Published in Literatur & Bücher, dROMa (Magazin) | 4 Comments
Sommer/Herbst | Linaj/Terno dschend 2020
Themenheft Literatur | Temakeri heftlina Literatura
Ausstellungen, Filme, Bücher – mit dem aktuellen künstlerischen und literarischen Schaffen von Roma und Romnja ist schon seit geraumer Zeit kaum noch Schritt zu halten. Für diese Ausgabe haben wir uns daher entschlossen, uns wieder einmal dem Bereich der Literatur zuzuwenden. Das so entstandene Themenheft vereint völlig unterschiedliche literarische Genres. Den Auftakt macht ein Stück zeitgenössischer Kurzprosa von Jovan Nikolić („Fuge für Notenblatt, Bier und Fahrrad“), das als melancholisches, bierseliges Zeitdokument die Corona-Ära überdauern wird, von der es berichtet. Roman Urbaner stellt Ihnen Katharina Graf-Janoskas familienbiografischen Erinnerungsband „KriegsROMAn“ vor. Ein wuchtiger Comicroman aus der Feder Davide Reviatis („Dreimal spucken“) erzählt vom Erwachsenwerden und der Romafeindlichkeit in der italienischen Provinz. Als Hommage an unseren lieben Freund Ludwig Horvath, der uns in unserer Arbeit über Jahre tatkräftig unterstützt hat und der am 18. Juni verstorben ist, haben wir ein von ihm erzähltes Roma-Märchen aus dem Burgenland hervorgekramt. Und auf der Heftrückseite präsentieren wir Ihnen noch ein Gedicht Rajko Đjurićs (1947–2020), das längst seinen Platz im Kanon der Roma-Literatur gefunden hat.
Artschijiptscha, filmtscha, kenvi – le aktujeli kinstlerischi taj literarischi keripeha Romendar taj Romnijendar, sajt dugeder cajt, buter joma te likerel nan. Vaschoda adale ardipeha, papal le literaturakere thaneske aun amen lijam. I afka ari ali temakeri heftlina mindenfelitike literarischi falati khetan phandel. O kesdipe kerel jek falato adivesakera harna prosatar le Jovan Nikolićistar („Pharajipe la notengera patrake, schejroske taj kerekoske“), savo ojs melancholischi, schejroskero cajtakero dokumento i coronakeri-cajt prik dschivla, savatar phukal. O Roman Urbaner la Katharina Graf-Janoskakeri familijakeri bijografischi palgondolinipeskeri kenva „KriegsROMAn“, angle terdscharel. Read the rest of this entry »
November 8th, 2020 | Published in Einrichtungen, Film & Theater, Internet & Blogothek, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen | 1 Comment
Das Berliner Roma-Filmfestival geht – online – in die vierte Runde: Das Festival zeigt 17 Filme, darunter Kurzfilme, Dokumentar- und Spielfilme.
Vom 19. bis zum 23. November 2020 laufen in der vierten Festival-Edition 17 Filme, darunter Kurzfilme, Dokumentar- und Spielfilme. AKE DIKHEA? findet dabei das erste Mal online statt. Wie wichtig die Anpassung an die aktuellen Bedingungen ist, betont auch der Schirmherr des Festivals, Dr. Klaus Lederer, Bürgermeister von Berlin und Senator für Kultur und Europa:
Gerade in Krisenzeiten braucht unsere Gesellschaft Zusammenhalt, das Aufeinanderzugehen, Sich-gegenseitig-Zuhören. Und es ist essentiell, dass gerade Erfahrungen von Roma, LGBTIQ-Menschen und anderen oft angefeindeten Menschen sichtbar werden. Das AKE DIKHEA?-Filmfestival bietet dazu seit vier Jahren eine großartige Plattform.
Dr. Klaus Lederer über AKE DIKHEA?
Intersektionalität, Feminismus und Rechte von LGBTIQ+
Der thematische Fokus der diesjährigen Festivalausgabe liegt auf Intersektionalität. Menschen werden oft nicht nur wegen einer, sondern mehrerer Identitätsmerkmale benachteiligt und damit auch mehrfach diskriminiert. Dementsprechend ist es ein Anliegen von AKE DIKHEA?, Solidarität zu zeigen und zu üben – quer durch marginalisierte Gruppen.
Eröffnet wird das Festival mit dem Kurzfilm TRAVELLER PRIDE von Lisa Smith und der internationalen Premiere des Dokumentarfilms LINDY. THE RETURN OF LITTLE LIGHT (Do, 19.11., 18.00 Uhr). Regisseurin Ida Persson Lännerberg begleitet darin den Sänger und Schauspieler Lindy Larsson bei der Suche nach seiner eigenen Identität als einem in Südschweden aufgewachsenen Roma-Traveller. Dabei wird auch auf seine Arbeit als queerer Performancekünstler eingegangen sowie die damit verbundene Auseinandersetzung mit dem Zusammenhang von Authentizität, Wahrheit und Zeugenschaft. Read the rest of this entry »
November 4th, 2020 | Published in Facts & Figures
Oktober 31st, 2020 | Published in Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Wissenschaft
In seinem Buch „NICHT SYSTEMKONFORM. Menschen und Schicksale 1938–1945“ (mehr hier) arbeitet der Hobbyhistoriker und Golser Fritz Radlspäck die Geschichte seiner burgenländischen Heimatgemeinde Gols während des Nationalsozialismus auf und erinnert an die Opfergruppen.
Schon früh wurde das Interesse von Fritz Radlspäck am Nationalsozialismus geweckt: Die Spurensuche begann mit der Auseinandersetzung mit der eigenen Familien- und Ortsgeschichte. Gerade in seiner Heimatgemeinde gab es viele Opfer: Juden, Roma, Euthanasie-Opfer, Widerstandskämpfer, politisch Verfolgte und Deserteure. Die jahrelangen Recherchen und das Sammeln von Quellen mündeten letztlich in einem Buch.
Elf Romafamilien wurden deportiert
Vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten lebten elf Roma-Familien in Gols. Sie alle wurden deportiert und in verschiedene Konzentrationslager verschleppt – keine von ihnen kehrte nach dem Krieg nach Gols zurück.
Ein Schicksal ist dem Autor besonders in Erinnerung geblieben: Die Geschichte des Golser Roms Michael Stojka, die stellvertretend für so viele in jener Zeit steht. „Kurz nachdem ein Konzentrationslager geräumt werden musste, weil die Alliierten bereits im Anrücken waren, sind sie noch einmal mit einem Zug deportiert worden. Es hat den Anschein, dass dieser Herr Stojka dann auch ein Opfer wurde, vom sogenannten Massaker von Gardelegen (Anm.: in Sachsen-Anhalt, mehr hier). Da wurden (u.a.) Roma in eine Scheune gesperrt und bei lebendigem Leib von der SA, der Hitlerjugend und der Schutzstaffel verbrannt. Also das ist etwas, das mich ganz extrem mitgenommen hat“, so Radlspäck.
Oktober 26th, 2020 | Published in Facts & Figures
Oktober 24th, 2020 | Published in Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft
„Einfach weg!“: Verschwundene Roma-Siedlungen im Burgenland. Eine Veranstaltung des Vereins GEDENKDIENST im Rahmen der Reihe „Geh Denken!“ im Republikanischen Club in Wien. Buchpräsentation und Vortrag von Gerhard Baumgartner, Historiker und wissenschaftlicher Leiter des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstands (DÖW); Moderation: Sarah Knoll (Verein GEDENKDIENST).
Bis zu ihrer Zerstörung durch das NS-Regime bestanden auf dem Gebiet des Burgenlandes etwa 120 Siedlungen von Roma und Romnja. Ihre historischen Wurzeln reichten in zahlreichen Fällen bis ins 18. Jahrhundert zurück. Nur einige wenige dieser Siedlungen sind heute noch existent. Im 2020 bei New Academic Press erschienenen Buch von Gerhard Baumgartner und Herbert Brettl wurden zahlreiche historische Bilddokumente und archivarische Quellen zusammengetragen, um die Gründung und Existenz dieser Siedlungen, das Schicksal ihrer BewohnerInnen, die Verfolgung und Zerstörung zwischen 1938 und 1945 sowie die Situation in der Nachkriegszeit zu dokumentieren. Read the rest of this entry »
Oktober 23rd, 2020 | Published in Facts & Figures
(Quelle)
Oktober 21st, 2020 | Published in Film & Theater
Kurzfilm, Frankreich 2019, 25 Min.
Buch & Regie: Noémie Merlant
Mit Gimi-Nicolae Covaci, Catalina Danca
→Zum Streaming auf ARTE
„Shakira ist eine junge Roma-Frau. Sie will unbedingt einer Gang beitreten und Geld verdienen, damit ihre Familie sich die Miete leisten kann und nicht wieder zurück auf die Straße muss.“
(Programminfo ARTE)
Ein empfehlenswerter, schöner, respektvoller kleiner Film aus Frankreich. Schade nur, dass auch diese Geschichte sich dem Thema Roma und Migration im Kontext von Kriminalität nähert – und das sogar unter einem gänzlich anderen deutschen Titel, der den Fokus von der Protagonistin Shakira (Catalina Danca) wegbewegt, um stattdessen lieber das stereotype Bild der „Zigeunerkriminalität“ aufzurufen.
→Interview mit Noémie Merlant, Regisseurin von „Shakira“ (5 min)
(dROMa)
Oktober 20th, 2020 | Published in Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft | 1 Comment
„Geh Denken!“ in Wien: Roma/Romnja und Sinti/Sintize – Geschichte und Gegenwart
Die Nationale Roma-Kontaktstelle macht in einer Aussendung auf eine Veranstaltungsreihe des Vereins Gedenkdienst aufmerksam. Im aktuellen Semester 2020/21 beschäftigt sich die Reihe Geh Denken! – in Kooperation mit dem Mauthausen-Komitee Österreich – mit historischen und gegenwärtigen Formen von Ausgrenzung und Verfolgung von Sinti/Sintize und Roma/Romnja. In der Programmankündigung heißt es:
Roma/Romnja und Sinti/Sintize leben seit Jahrhunderten in Europa, doch mindestens genauso lange sind sie Diskriminierung und Verfolgung ausgesetzt. Auch in Österreich sind Ressentiments gegen diese Bevölkerungsgruppe in Teilen der Gesellschaft weit verbreitet. Eine kritische Auseinandersetzung mit den vorhandenen Vorurteilen und dessen Folgen kommt häufig zu kurz. In diesem Semester beschäftigt sich die Veranstaltungsreihe Geh Denken! deshalb mit historischen und aktuellen Formen von Ausgrenzung und Verfolgung von Sinti/Sintize und Roma/Romnja. Read the rest of this entry »
Oktober 19th, 2020 | Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte
Stigmatisierung von Roma: Ein offener Brief hinterfragt ESF-Projekt zur Fortbildung für Polizei in Bulgarien
Die „Citizens for Democracy and Rule of Law Coalition“ haben einen offenen Brief an die Kommission der Europäischen Union geschrieben. Bulgarien hat Geld aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) für ein vierjähriges Projekt erhalten, durch das 480 Polizeibeamt/innen geschult wurden. Das Schulungsprogramm nennt sich: „Früherkennung von Anzeichen einer Radikalisierung mit Schwerpunkt Roma-Community (Psychologische und ethno-konfessionelle Aspekte der Radikalisierungsprozesse unter den Roma-Communities)“. Die Fortbildung wurde beim Institut für Psychologie des Innenministerium mit einem Budget von umgerechnet etwas 1,7 Millionen Euro durchgeführt.
Der ESF soll „zur Bekämpfung von Diskriminierung aus Gründen des Geschlechts, der Rasse, der ethnischen Herkunft, der Religion oder der Weltanschauung beitragen … Der ESF sollte keine Maßnahmen unterstützen, die zur Segregation oder zur sozialen Ausgrenzung beitragen“. Der offene Brief fordert die EU-Kommission auf, zu untersuchen, ob die bulgarischen Behörden gegen diese Grundsätze verstoßen haben, als sie Gelder des ESF für Aktivitäten verwendet haben, die auf die Identifizierung und Verhinderung einer angeblichen „Radikalisierung“ einer ganzen ethnischen Community, der Roma, abzielen.
Was mit „Radikalisierung“ genau gemeint ist, bleibt unklar. Die Verfasser/innen des offenen Briefes fordern die EU-Kommission daher auf, das herauszufinden. Auch nennt die Projektbeschreibung keine Gründe für die Annahme, dass die Roma-Community in Bulgarien für eine Radikalisierung anfällig sei. Read the rest of this entry »
Oktober 15th, 2020 | Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken
(Quelle)
Oktober 14th, 2020 | Published in Einrichtungen, Politik, Rassismus & Menschenrechte
Unter dem Vorsitz Deutschlands verabschiedete die Internationale Allianz zur Holocaust-Erinnerung (IHRA) am 8. Oktober 2020 eine Arbeitsdefinition für Antiziganismus als spezifische Form des Rassismus, die sich seit Jahrhunderten gegen Sinti und Roma richtet. Die Arbeitsdefinition benennt zahlreiche konkrete Beispiele, wie Antiziganismus in der Gesellschaft auftritt und wie dieser identifiziert werden kann. Die vollständige Arbeitsdefinition ist auf Deutsch und Englisch online verfügbar und wird aktuell in weitere Sprachen übersetzt.
→IHRA Arbeitsdefinition Antiziganismus (deutsche Version, PDF)
→IHRA Working Definition on Antigypsyism (English version, PDF)
Romani Rose, der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, hebt die Bedeutung dieser Arbeitsdefinition hervor: „Die Internationale Allianz zur Holocaust-Erinnerung erzielt einen wichtigen Meilenstein für die Ächtung von Antiziganismus in Europa. Jetzt sind die nationalen Regierungen aufgefordert, diese Arbeitsdefinition des Antiziganismus offiziell anzuerkennen. Die Arbeitsdefinition soll öffentliche Institutionen, insbesondere die Justiz, Polizei und das Bildungswesen, wie auch die Medien sensibilisieren und zur Identifikation von Hassrede und Hassverbrechen dienen.“
Oktober 13th, 2020 | Published in Einrichtungen
In Prag entsteht ein Zentrum für Roma und Sinti. Es soll als Museum, aber auch als Kultur- und Begegnungsstätte dienen.
Das neue Zentrum soll seinen Besuchern die Roma-Geschichte erzählen. Gleichzeitig will es aber auch die gegenwärtige Stellung der Minderheit und ihr Zusammenleben mit der Mehrheitsgesellschaft thematisieren. Es ist eine Zweigstelle des Museums für Roma-Kultur, das seinen Sitz in Brno/Brünn hat. Jana Horváthová leitet das Haus: „Die Errichtung des Zentrums geht auf den Wunsch der Holocaust-Überlebenden und ihrer Nachkommen zurück. Sie hätten gern, dass eine Begegnungs- und Bildungsstätte in Prag entsteht. Also an einem Ort, an dem die Einheimischen zusammentreffen und auch viele Touristen aus dem In- und Ausland ankommen.“
Die Idee stammt von Čeněk Růžička. Er ist der Vorsitzende des Ausschusses für die Entschädigung der Opfer des Roma-Holocausts: „Wir brauchen solche Institutionen, die unsere schöne Tradition und die Roma-Kultur präsentieren. Sie hat uns Jahrhunderte lang geholfen, in den Gesellschaften zu leben, die uns nicht positiv geneigt waren.“
Es wird sich um das erste Roma-Zentrum dieser Art in der Hauptstadt handeln. In einer Villa im Prager Stadtteil Dejvice entstehen ein Saal für 50 Besucher, ein Café und eine Galerie. Es solle eine Plattform für die zeitgenössische Kunst, Musik, Literatur, Theater und Filmvorstellungen sein und Programme für Schulen anbieten, sagt die Leiterin des Zentrums, Olga Vlčková.
Die Baukosten belaufen sich auf 45 Millionen Kronen (1,7 Millionen Euro). Das Projekt wird aus den norwegischen Fonds gefördert. Read the rest of this entry »