Facts & Figures (389)
August 31st, 2021 | Published in Facts & Figures, Rassismus & Menschenrechte
(Quelle)
August 31st, 2021 | Published in Facts & Figures, Rassismus & Menschenrechte
(Quelle)
August 30th, 2021 | Published in Dokumente & Berichte, Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte
Berlin: Amaro Foro veröffentlicht die Dokumentation antiziganistischer Vorfälle 2019 und 2020
2019 machte ein antiziganistischer Vorfall in Hameln bundesweit Schlagzeilen: Eine Frau, die sich bei einem Wohnungsunternehmen mehrmals um eine Wohnung beworben hatte, bekam ein Schreiben zugeschickt, in dem stand: »Leichter Zigeuner-Einschlag. Besser nichts anbieten.« Das Schreiben war offenbar für den internen Gebrauch bestimmt und nur versehentlich verschickt worden. Damit war der Betroffenen auch klar, warum ihre Bewerbungen seit Jahren erfolglos waren – eine eindeutige antiziganistische Diskriminierung. Nach den Erkenntnissen der Dokumentationsstelle Antiziganismus (DOSTA) ist dieser Vorfall durchaus repräsentativ für die Erfahrungen, die Menschen mit tatsächlichem oder zugeschriebenem Roma-Hintergrund auch heute noch in Deutschland machen. DOSTA erfasst seit 2014 systematisch antiziganistische und diskriminierende Vorfälle, die sich in Berlin ereignen. Über die Jahre wurden Hunderte Vorfälle dokumentiert, es ist aber von einer deutlich höheren Dunkelziffer auszugehen.
„Menschen mit selbst- oder fremdzugeschriebenem Roma-Hintergrund sind in Deutschland von vielfältigen Ausschlüssen und Stigmatisierungen betroffen, auf struktureller und individueller Ebene. Auf diese ohnehin äußerst prekäre Situation hat die Corona-Pandemie wie ein Brandbeschleuniger gewirkt und zu öffentlichen Diffamierungen ebenso wie existenzbedrohlichen Lebenslagen geführt“, erklärt Georgi Ivanov, Vorstandsmitglied von Amaro Foro.
In den Jahren 2019 und 2020 waren einige Themen besonders dominant: In deutschen Behörden, besonders in Jobcentern, sind Menschen mit selbst- oder fremdzugeschriebenem Roma-Hintergrund einer systematischen und strukturellen Kriminalisierung ausgesetzt, die häufig zur rechtswidrigen Verweigerung von Leistungen führt. Read the rest of this entry »
August 29th, 2021 | Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte
Zentralrat Deutscher Sinti und Roma: Unmenschlichkeit beenden – keine Abschiebung von geflüchteten Roma in ihre Herkunftsstaaten!
„Um Exempel zu statuieren, werden Menschenleben riskiert bzw. sogar der Verlust von Menschenleben in Kauf genommen.“
Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma forderte den Innenminister Niedersachsens, Boris Pistorius, in einem Brief dazu auf, ein in Celle geborenes, schwerbehindertes sechsjähriges Kind, das im Juli 2021 mit seiner alleinstehenden Mutter nach Serbien abgeschoben worden ist, nach Deutschland zurückzuholen. In Serbien wird das Kind kaum die benötigte Betreuung und Behandlung erhalten können. Generell fordert der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma einen Abschiebestopp für Roma aus den Westbalkanstaaten. Gleichzeitig muss es ein verstärktes Engagement Deutschlands bei der Bekämpfung des Antiziganismus in den Staaten des Westbalkans geben.
Das 2015 in Celle geborene Mädchen leidet unter einer schweren Hörminderung mit verbundener Spracherwerbsstörung, einer Mikrozephalie und einer Hüftdysplasie. Das Landessozialamt hatte deswegen bei ihm einen Grad der Behinderung von 90 Prozent festgestellt. Darüber hinaus war das Celler Jugendamt für das Mädchen seit mehreren Jahren zur Unterstützung der Mutter als Ergänzungspflegerin für den Bereich der Gesundheitsfürsorge eingesetzt. Die Mutter war in psychiatrischer Behandlung und ist Analphabetin und war daher auf Unterstützung angewiesen. Nach ihrer Abschiebung nach Serbien ist es mehr als unwahrscheinlich, dass das Kind in Serbien die benötigte Betreuung und Behandlung erhalten wird, die es in Deutschland bekommen hat.
August 25th, 2021 | Published in Facts & Figures, Frauenrechte, Rassismus & Menschenrechte
(Quelle)
August 24th, 2021 | Published in Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte
Immer wieder kommt es vor, dass Berichte über Roma antiziganistische Vorurteile bedienen. Wie lässt sich das vermeiden? Der Mediendienst Integration in Deutschland hat dazu Fachleute befragt.
Anfang des Jahres sorgte die WDR-Sendung „Die letzte Instanz“ für einen Aufschrei: Darin regten sich mehrere Prominente darüber auf, dass man das „Z-Wort“ nicht mehr sagen dürfe. Betroffene waren nicht eingeladen. Die Sendung ist nicht der einzige antiziganistische Vorfall in den Medien. Vor Kurzem stellte ein Bericht der Unabhängigen Kommission Antiziganismus (UKA) fest, dass Medien immer wieder uralte antiziganistische Stereotype reproduzieren. [Quelle]
Der MEDIENDIENST hat mit Fachleuten darüber gesprochen, worauf Journalist*innen achten können, wenn sie Antiziganismus vermeiden wollen.
1. Nennung der Gruppenzugehörigkeit hinterfragen
Andrea Wierich von der Rom*nja-Selbstorganisation Amaro Foro e.V. leitet ein Modellprojekt, das Medienschaffende zu Antiziganismus sensibilisieren will. Sie beobachtet, dass bei Berichten über Rom*nja die Gruppenzugehörigkeit oft genannt wird. In einem Artikel über den Görlitzer Park in Berlin hieß es beispielsweise, dort würden „Obdachlose und Rom*nja campieren“. Wierich sagt: „Diese Erwähnung macht nur vor dem Hintergrund des Klischees Sinn, dass Rom*nja ein Wandervolk seien. Die Idee ist weiterhin in den Köpfen vieler Menschen verankert. Dabei haben über 90 Prozent der Rom*nja in Europa einen festen Wohnsitz.“ Um das Klischee nicht weiter zu reproduzieren, rät Wierich dazu, sich zu fragen: Macht der Satz auch Sinn, wenn man das Wort „Rom*nja“ mit einer anderen Gruppe ersetzt, beispielsweise „Handwerker*innen“ oder „Engländer*innen“? Generell sollte man mit der Nennung der Gruppenzugehörigkeit zurückhaltender umgehen.
Hinzu kommt laut Wierich, dass „Rom*nja“ und „Sinti*zze“ Selbstbezeichnungen sind: „Eigentlich müssten Journalist*innen Betroffene fragen, ob sie sich überhaupt als Rom*nja identifizieren. Read the rest of this entry »
August 23rd, 2021 | Published in Facts & Figures, Frauenrechte, Jugend & Bildung
August 22nd, 2021 | Published in Einrichtungen, Interview, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
Roma sam
Radio Burgenland: 16.8.2021 | (on demand)

In der Sendung ist der Ethnologe Michael Teichmann von der Caritas Graz zu Gast. Als Leiter des Projektes „KAMBUKE | kamaha buti te kerel“, zu Deutsch „Wir wollen arbeiten“, erzählt er über die verschiedenen Arbeitsbereiche für und mit Roma.
Projekt „ROMEXA“
Knapp 500 Roma aus Osteuropa, meist aus der Slowakei, Rumänien, Bulgarien oder Ungarn, werden derzeit von der Caritas Graz in mehreren Projekten betreut. Eines davon ist das Projekt „ROMEXA“, das hauptsächlich zur Basisversorgung von Roma und Romnja dient, die von prekären ökonomischen und sozialen Situationen aus ihren Heimatländern nach Österreich migrieren.
Projekt „Chavore“ | Kinder“
Die Kinder der migrierten Familien haben die Möglichkeit am Projekt „Chavore“, zu Deutsch „Kinder“, teilzunehmen und sich dadurch schneller einzuleben. Aktuell werden 40 Kinder in diesem Projekt in Graz betreut, Teichmann unterstreicht die Bedeutsamkeit dieser Maßnahme für die Inklusion der Familien.
Kindheit ohne „Stereotype“
Michael Teichmann, geboren 1973, wuchs in Oberdrauburg, einer kleinen Gemeinde in Oberkärnten, auf. Dort besuchte er die Pflichtschule und anschließend das Gymnasium Lienz. Der heutige Ethnologe erzählt, dass es in seinem Elternhaus keinerlei Stereotype oder typische Vorurteile gegenüber anderen Völkern gab. 1992 begann Michael Teichmann an der Uni Graz zu studieren. Dort lernte er den Sprachwissenschaftler Dieter Halwachs kennen, der für die Kodifizierung und Didaktisierung des Burgenland-Romani verantwortlich zeichnet. Read the rest of this entry »
August 21st, 2021 | Published in Einrichtungen, Interview, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
Roma sam
Radijo Burgenland: 16.8.2021 | (on demand)
Andi adiveseskeri sendung o etnologo taj visenschoftleri upro than la flogoskera kundejatar Michael Teichmann la Caritasatar Gereci te schunel hi. Ojs schero le projektostar KAMBUKE | KAmaha BUti te KErel“ andi nimtschki tschib – „Wir wollen arbeiten“, phukal ov peder o mindenfelitike butjakere thana le Romenge taj le Romenca.
Projekto „ROMEXA“
Bojd 500 Roma andar i ostitiki Europa, butvar andar i Slovakija, i Rumenija, i Bulgarija vaj andar o Ungriko akan la Caritasatar Gereci ande buteder projekti vodim on. Jek le projektendar hi o projekto „ROMEXA“, savo le basisakere fasorginipeske le Romendar taj Romnijendar dijaninel, save le bibastale virtschoftlichi taj socijali situacijendar andar pumare hajmatakere vilagendar andi Austrija migririnen.
Projekto „Chavore | Kinder“
Le tschaven le migririme familijendar o schajipe hi uso projekto „Chavore“ andi nimtschki tschib „Kinder“ use te ol taj afka sikeder pe te integririnel. Ando momento 40 tschave ande ada projekto Gereciste vodim on, o Teichmann o barikanipe adale keripestar la integracijake le familijendar angle asdel.
Tschavengeri cajt oni sterejotiptscha
O Michael Teichmann ando bersch 1973 upro them alo. Upre bartschino ov ande Oberdrauburg, jek tikni gemajnde ande Oberkärnten. Odoj andi flogoskeri ischkola gelo taj paloda ando gimnasijum Lienz. Read the rest of this entry »
August 18th, 2021 | Published in Facts & Figures, Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte
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August 16th, 2021 | Published in Ehrungen & Nachrufe, Sport
Die deutsche Fußball-Legende Gerd Müller ist tot. Der 1945 geborene FC-Bayern-Star verstarb am Sonntag m Alter von 75 Jahren in München.
Mit dem deutschen Nationalteam wurde Müller 1972 Europameister, 1974 machte sein entscheidender Treffer im Finale Deutschland zum Weltmeister. In 62 Länderspielen erzielte er 68 Tore, bis heute ist er der dritterfolgreichste WM-Torschütze aller Zeiten. Mit seinem Stammklub FC Bayern München war Gerd Müller vierfacher Meister, vierfacher Cupsieger, vierfacher Europacup-Sieger. Siebenmal war er Torschützenkönig der Bundesliga. Seine Torbilanz von 365 Treffern in 427 Bundesligaspielen ist unübertroffen. Anfang der 1980er Jahre beendete er schließlich seine Profilaufbahn.
Was in den zahllosen Nachrufen in den Zeitungen heute nicht zu lesen sein wird: Mit den Sinti und Roma war die Sportlegende zeitlebens eng verbunden – so eng, dass er vielen Sinti beinahe als einer von ihnen galt. „Wir trauern um unseren Bomber Gerd Müller. Eine Legende mit einem Herzen eines Sinto“, so etwa Marcella Reinhardt vom Regionalverband Deutscher Sinti und Roma in Schwaben. Unsere Kolleg/innen vom Roma-Verein „Romanity“ in München sind den von Gerd Müller selbst gern geschürten Gerüchten über seine Herkunft vor einigen Monaten einmal nachgegangen:
Ist er’s? Ist er’s nicht? – Der „Bomber der Nation“ ein Sinto?
Eigentlich sollte es nur die Biografie eines seiner Fußballidole werden. Sein Buch über Gerd Müller entwickelte sich aber zu einem spannenden Krimi über Fußball, Geld, Politik und die Geschichte des Rekordmeisters Bayern München. Hans Woller, Historiker, widmet in seinem penibel und für Ballspiel-Verhältnisse sehr wissenschaftlich recherchierten Werk einige Seiten der Herkunft des wohl besten Torschützen der deutschen Fußballgeschichte.
Gerd Müller erblickte in Nördlingen kurz nach Kriegsende das Licht der Welt und stammt aus einer einfachen Arbeiterfamilie. Er wächst in ärmlichsten Verhältnissen auf und ist kein großer Fan der Schule, stattdessen kickt er lieber mit Freunden auf den heimischen Bolzplätzen. Darunter Freunde, die der Minderheit der Sinti und Roma angehören und nach dem Krieg in seiner Heimatstadt angesiedelt wurden. „Dazu zählte die weit verzweigte Familie Reinhardt, die ganz in der Nähe des Mietshauses der Müllers ein Anwesen erworben hatte. […] Es dauerte nicht lange, bis Müller im Hause der Reinhardts ein und aus ging. Er kannte keine Berührungsängste, wurde wie ein Familienmitglied behandelt.“ Read the rest of this entry »
August 15th, 2021 | Published in Medien & Presse, Politik, Rassismus & Menschenrechte
„Diskriminierendes Handeln der Verwaltung wird den Leidtragenden angelastet“
Am 4.8.2021 wurde in der RBB-Abendschau ein Beitrag ausgestrahlt, der die gesamte Bandbreite antiziganistischer Stereotype reproduziert und als gezielte Diffamierung schutzsuchender Menschen mit dem Ziel der Abschreckung zu werten ist.
Stellungnahme von Amaro Foro, Berlin:
Es geht in diesem Beitrag um Asylsuchende aus der Republik Moldau, die angeblich in großer Zahl nach Berlin einreisen, um hier jeweils Tausende von Euro zu bekommen; es wird deutlich suggeriert, dass dieses Geld dann für Drogen und Partys ausgegeben würde, die Menschen also nicht wirklich schutzbedürftig seien. Dahinter würden angeblich „kriminelle organisierte Schleuser“ stecken.
Dazu nehmen wir wie folgt Stellung:
August 11th, 2021 | Published in Facts & Figures
(Quelle)
August 10th, 2021 | Published in Musik, Radio, Podcast & TV
Seit Jahrzehnten kämpfen Roma-Musiker in Ungarn um ihre Existenz. Die Corona-Pandemie hat ihre Situation nochmals dramatisch verschlechtert. Ein ungarisches Kulturgut droht zu verschwinden. Ein Videobeitrag von Agnes Szabo und Felix Schlagwein auf dw.com.
August 7th, 2021 | Published in Facts & Figures, Medien & Presse
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August 5th, 2021 | Published in Einrichtungen
Sinti und Roma in Deutschland vereinigen ihre Kompetenzen in neuer Bundes-Organisation
Am 2. August 2021 haben sich etablierte Vereine und Organisationen der Sinti und Roma aus ganz Deutschland zusammengeschlossen, um den zukünftigen Aufgaben als Bundesvereinigung der Sinti und Roma e.V. i. G. (BVSR) strukturiert und transparent zu begegnen.
Die Gründungsversammlung fand im Paul-Löbe-Haus in Berlin statt. Sitz der BVSR ist Berlin. Auch die Geschäftsstelle wird in Kürze in der Hauptstadt, in der Nähe der Bundesallee eröffnet. Weitere Selbstorganisationen haben bereits ihre Aufnahme beantragt und sind willkommen. In der BVSR vereinen erstmals etablierte Vereine ihre Kompetenzen in den Bereichen Empowerment, Wirtschaft, Recht, Medien, Familie, Bildung, Geschichte, Forschung, Gedenken und Minderheiteninteressen zu einer neuen Bundesvertretung.
Der 15-köpfige Vorstand besteht gleichberechtigt aus Frauen und Männern. Als Vorsitzende wurde Esther Reinhardt-Bendel (RomnoKher gGmbH/Initiative Sinti-Roma-Pride) gewählt. Stellvertretende Vorsitzende ist Kelly Laubinger (Cinti Union Schleswig-Holstein e. V.). Als Generalsekretär wurde Romeo Franz (MdEP) beauftragt.
Zu den wichtigen Zielen der Bundesvereinigung gehören: Read the rest of this entry »
August 3rd, 2021 | Published in Film & Theater, Kunst & Fotografie, dROMa (Magazin)
Themenheft „Bilder“ | Temakeri heftlina „Kipi“
Fremdbilder, Selbstbilder, Gegenbilder – die Macht der Bilder konfiguriert unser Denken. Die Beiträge dieses Heftes setzen sich diesmal daher mit unterschiedlichen Kategorien von Bildern auseinander. Den Anfang macht das Kino: Roman Urbaner stellt den Dokumentarfilm „Wie ich Partisanin wurde“ der in Wien lebenden slowakischen Romni Vera Lacková vor, der soeben beim goEast-Festival seine Weltpremiere feierte – eine familienbiografische Recherche, die versucht, Geschichtsbilder zurechtzurücken. Aus Budapest berichtet János Róbert Orsós von der Odyssee der Kunstsammlung des Roma-Parlaments, die nach Jahren in Kellerdepots nun wieder zugänglich ist. Das Digitalisierungsprojekt DigiRom und die heißen Eisen im Umgang mit rassistischen Bildbeständen behandeln zwei Artikel von Vera Tönsfeldt vom Rom e. V. in Köln. Valentine Auer skizziert die Ausstellung „Manuš heißt Mensch“, die derzeit in der Kunsthalle Wien zu sehen ist und die sich mit der tschechischen Siedlung Chanov und dem Ringen um neue Roma-Bilder befasst. Und zum Abschluss haben wir für Sie ein Prosagedicht des spanischen Autors Helios F. Garcés übersetzt.
Avre kipi, ajgeni kipi, gejng kipi – i sor le kipendar amaro gondolipe khetan phandel. O pisiniptscha adala heftlinatar akan vaschoda le mindenfelitike kategorijenca le kipendar donde pe bescharel. O kesdipe kerel o kino: O Roman Urbaner o dokumentacijakero film „Sar me partisankija ujom“ la slovakitika Romnjatar Vera Lacková, savi Betschiste dschil, angle terdscharel taj savo akan uso goEast-festivalo pri themeskeri premijera mulatinel – jek famijakeri bijografischi rescherscha, savi probalinel, historijakere kipi ando tschatscho udud te terdscharel. Andar Budapest phukal o János Róbert Orsós la odisejatar le kunstakere khetan kedipestar le Romengere-parlamentostar, savo pal berscha ande komorakere depotscha akan papal aun dikle schaj on. Read the rest of this entry »
August 2nd, 2021 | Published in Geschichte & Gedenken, Internet & Blogothek, Veranstaltungen & Ausstellungen
Virtuelles Gedenken zum Europäischen Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma am 2. August: 2.8.2021, 12:00 – 13:30 Uhr
Am 2. August erinnern wir an die letzten 4.300 Sinti und Roma, die im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau vor 77 Jahren – trotz ihres erbitterten Widerstands – von der SS ermordet wurden. Erst vor sechs Jahren wurde der 2. August vom Europäischen Parlament als Europäischer Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma anerkannt.
Auch in diesem Jahr ist eine virtuelle Gedenkveranstaltung für die 500.000 ermordeten Sinti und Roma im NS-besetzten Europa Mittelpunkt des Gedenkveranstaltung am 2. August 2021. Die zweisprachige (DE/EN) Veranstaltung wird über die Website https://www.roma-sinti-holocaust-memorial-day.eu/ zusammen mit einem breiten Informationsangebot (DE/EN/PL/Romanes) zum Thema verfügbar sein. Durch das virtuelle Gedenken wird darüber hinaus eine hohe Sichtbarkeit der lokalen Gedenkveranstaltungen in ganz Europa ermöglicht. Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, hebt die Bedeutung des Gedenkens hervor:
Auschwitz ist das Gewissen, das an uns alle appelliert, unsere Stimme gegen den heute wieder um sich greifenden, mörderischen Rassismus mit seinen zahlreichen Toten zu erheben. Es muss uns mit großer Sorge erfüllen, wenn wir auf den derzeitigen Zustand der Europäischen Union blicken. Read the rest of this entry »
August 1st, 2021 | Published in Geschichte & Gedenken, Politik
Internationaler Tag des Gedenkens an den Genozid an den Roma und Sinti am 2. August: Voglauer und Blimlinger (Grüne) fordern zentrales Mahnmal für die ermordeten Roma und Sinti in Wien
Während des Holocaust wurden rund 500.000 Roma und Sinti [...] ermordet, darunter rund 10.000 aus Österreich. Roma und Sinti wurden in der Zeit des Nationalsozialismus als „Zigeuner“ bzw. als „Asoziale“ verfolgt und systematisch ermordet. Vor 1938 lebten rund 11.000 bis 12.000 Roma und Sinti in Österreich, die meisten davon im Burgenland. „Bis heute gibt es in Österreich kein zentrales Mahnmal für Roma und Sinti, wie es das für andere Opfergruppen bereits gibt. Es ist dringend notwendig, hier endlich tätig zu werden und in Wien ein Mahnmal zu errichten, um ein gesamtösterreichisches Gedenken zu ermöglichen. Gemeinsam mit Vertreter*innen der Volksgruppe werden wir hier in den nächsten Monaten auf die Suche nach einem geeigneten und vor allem auch würdigen Platz gehen“, sagt die Volksgruppensprecherin der Grünen, Olga Voglauer.
Roma und Sinti, aber auch Jenische, waren in Österreich bereits vor 1938 massiver Diskriminierung ausgesetzt. Die österreichischen Behörden erfassten auf rassistischer Basis Roma und Sinti in einer Kartei, der so genannten „Zigeunerkartei“, die dann die Grundlage der Verfolgung und der Vernichtung der Roma und Sinti war. Um den „Porajmos“, was „Verschlingung“ oder „Zerstörung“ auf Romani bedeutet, stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken, sind Aufklärung, aber auch Zeichen im öffentlichen Raum notwendig. Read the rest of this entry »