Facts & Figures (344)
Januar 31st, 2021 | Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken
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Januar 31st, 2021 | Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken
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Januar 31st, 2021 | Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen
Virtuelle Gedenkveranstaltung am Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust
Anlässlich des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Holocaust und des 76. Jahrestages der Befreiung des NS-Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau am 27. Januar 1945 luden das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma und die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas ein, gemeinsam an die 500.000 ermordeten Sinti und Roma Europas und alle anderen Menschen, die der nationalsozialistischen Willkürherrschaft zum Opfer fielen, zu erinnern. Aufgrund der Covid-19-Pandemie fand die Gedenkveranstaltung ausschließlich virtuell statt. Die Veranstaltung kann auch auf der Gedenkseite zum Europäischen Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma angesehen werden. Dort finden sich auch weitergehende Informationen zum Holocaust an den Sinti und Roma.
Das Programm der virtuellen Gedenkveranstaltung:
Begrüßung: Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Ansprachen:
Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma
Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz in Berlin
Carmen Marschall für die Überlebenden
Ursula Krechel, Schriftstellerin
Berndt Fabritius, Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten
Zitate aus den Ansprachen: Read the rest of this entry »
Januar 29th, 2021 | Published in Einrichtungen, Facts & Figures, Geschichte & Gedenken, Religion
Januar 28th, 2021 | Published in Einrichtungen, Veranstaltungen & Ausstellungen
Schulterschluss in der Corona-Krise beim Online-Treffen von Sozialpartnern, Vereinen und Unternehmen in Oberwart: BFI Burgenland veranstaltete „Online Round Table“ im Rahmen von Rombiz
meinbezirk.at: Einen interessanten Austausch mit dem Grundthema „Kleine Unternehmen und die Covid-Krise“ bot das vom BFI Burgenland organisierte virtuelle Treffen von Vertretern der Sozialpartnerschaft, Unternehmern und Roma-Vereinen am 22. Jänner 2020. Zum „Online Round Table“ wurde im Rahmen von Rombiz von Christoph Greiner, Leiter des BFI Oberwart, geladen – das BFI ist Leadpartner in diesem Interreg-Projekt.
Arbeiterkammer- bis Roma-Vertreter
Mit dabei waren Arbeiterkammerpräsident Gerhard Michalitsch, Regionalstellenleiterin der WK Oberwart Verena Schermann, ÖGB-Regionalsekretär Edmund Artner, Unternehmerin und Expertin in Gründungsfragen Anja Haider-Wallner, Geschäftsführer der Roma-VHS und Kulturschaffender Horst Horvath, Vorsitzender des Roma-Volksgruppenbeirats Emmerich Gärtner-Horvath sowie für das BFI-Geschäftsführer Jürgen Grandits und Bildungsmanagerin Beate Venus. Die Teilnehmenden berichteten von den Auswirkungen der Covid-Krise in ihren jeweiligen Arbeitsfeldern und diskutierten mögliche Lösungsansätze für alle Betroffenen.
Rombiz als Unterstützung
Statements aus der Sicht der Roma kamen von zwei namhaften Vereinsvertretern der Volksgruppe, die das Projekt Rombiz, das vor allem kleine Unternehmen aus dieser Zielgruppe unterstützt, von Beginn an mittragen: Von einem großen Anstieg an sozialen Problemen erzählte Emmerich Gärtner-Horvath, die in seinem Verein Roma-Service stark merkbar seien. Es sei nun mehr Unterstützung in allen Bereichen gefragt, vor allem in der angebotenen Lernbetreuung. Auch er wünscht sich Möglichkeiten, das Selbstbewusstsein der Volksgruppe zu stärken und Personen, die sich als Vorbilder trauen, sich als Roma zu outen.
Horst Horvath berichtete von der Kultur- und Bildungsszene über eine Vielzahl an abgesagten Veranstaltungen. Dies sei nicht nur für alle Beteiligten problematisch, sondern im Besonderen für die Aufarbeitung der Geschichte der Volksgruppe, wo noch viel zu tun sei und die Voraussetzung dafür sei, dass sich Roma in Zukunft selbstbewusster präsentieren könnten. Dies sei auch wichtig, um die Bereitschaft der Roma zu erhöhen, in die Selbständigkeit zu gehen und sich dann als erfolgreiche Roma-Unternehmen zu deklarieren. Read the rest of this entry »
Januar 26th, 2021 | Published in Facts & Figures, Rassismus & Menschenrechte
Januar 25th, 2021 | Published in Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Urteil gegen die Schweiz: Haftstrafe wegen „stillen Bettelns“ war menschenrechtswidrig
In seinem Urteil vom 19. Jänner (Lăcătuş gegen Schweiz [Appl. no. 14065/15]; Pressemitteilung, Legal Summary) hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) der Beschwerde einer rumänischen Romni (28) Recht gegeben, die in der Schweiz wegen „stillen Bettelns“ bestraft wurde. Die Frau hatte seit 2011 im öffentlichen Raum in Genf trotz bestehenden Verbots gebettelt. Sie berief gegen die wiederholten Strafverfügungen der Polizei. Anfang 2014 wurde sie vom Genfer Polizeigericht daraufhin zu einer Geldstrafe von 500 Franken verurteilt; eine kleinere Summe, die ihr bei einer Polizeikontrolle abgenommen wurde, wurde einbehalten. Weil die mittellose Frau die Strafsumme nicht zahlen konnte, wurde sie im März 2015 fünf Tage lang ersatzweise in Haft genommen.
Die Straßburger Richter urteilten nun, dass diese Strafmaßnahmen nicht verhältnismäßig seien und somit die Grundrechte der bettelnden Frau verletzten: ”The Court observed that this was a severe sanction. A measure of this kind had to be justified by sound reasons in the public interest, which had not been present in this case.“ Die Schweiz ist nun verpflichtet, der jungen Frau umgerechnet rund 920 Euro an Schadenersatz zu zahlen.
Recht, ihrer Not öffentlich Ausdruck zu verleihen
Die Richter folgten somit nicht der Rechtsauffassung des Schweizer Bundesgerichts, dass weniger restriktive Maßnahmen nicht ausreichend effektiv seien. Angesichts ihrer prekären Lebenssituation, so der EGMR, habe die Frau aufgrund ihrer Menschenwürde das Recht, ihrer Not öffentlich Ausdruck zu verleihen und zu versuchen, ihre existenziellen Bedürfnisse durch Betteln zu decken:
Begging constituted a means of survival for her. The Court considered that, being in a clearly vulnerable situation, the applicant had had the right, inherent in human dignity, to be able to convey her plight and attempt to meet her basic needs by begging.
Insbesondere rügte das Urteil die pauschale Kriminalisierung des Bettelns: Read the rest of this entry »
Januar 20th, 2021 | Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken
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Januar 19th, 2021 | Published in Ehrungen & Nachrufe, Geschichte & Gedenken, Wissenschaft
Der deutsche Historiker Wolfgang Wippermann war eine der wichtigsten wissenschaftlichen Stimmen, die den Antiziganismus und den NS-Genozid an den Roma und Sinti – nach Jahrzehnten des Schweigens – ins Bewusstsein der deutschsprachigen Geschichtsforschung brachte. Er verstarb am 3. Jänner in Berlin. Lesen Sie im Folgenden den Nachruf des Friedrich-Meinecke-Instituts.
Am 3. Januar 2021 starb Wolfgang Wippermann, Professor für Neuere Geschichte am Friedrich-Meinecke-Institut, im Alter von 75 Jahren in Berlin. Wolfgang Wippermann prägte das akademische Leben am Friedrich-Meinecke-Institut über viele Jahrzehnte; er war ein leidenschaftlich Lehrender, ein profilierter Historiker und ein streitbarer Zeitgenosse. Einer breiten Öffentlichkeit wurde er durch eine Stellungnahme für Daniel Goldhagen in der Goldhagen-Kontroverse der 1990er Jahre und durch die kritische Auseinandersetzung mit Totalitarismus- und Extremismustheorien bekannt. Mit dem Tod von Wolfgang Wippermann verliert das Friedrich-Meinecke-Institut eine markante Forscherpersönlichkeit und einen engagierten Historiker.
1945 in Wesermünde geboren, studierte Wolfgang Wippermann in Göttingen und Marburg Geschichte, Germanistik und Politikwissenschaft und kam 1973 an die Freie Universität Berlin. Zwei Jahre später wurde er bei Ernst Nolte mit einer Studie zur Ideologisierung des Deutschen Ordens in Geschichtsschreibung und Publizistik promoviert. 1978 folgte die Habilitation, wiederum bei Ernst Nolte, die sich mit der Bonapartismustheorie von Marx und Engels beschäftigte und 1982 in der renommierten Reihe Geschichte und Theorie der Politik im Klett-Cotta Verlag erschien. 1983 wurde Wolfgang Wippermann zunächst außerplanmäßiger Professor am FMI, um ein Jahr später zum C2-Professor auf Zeit ernannt zu werden. Der Ruf auf eine Professur mit dem Schwerpunkt Faschismusforschung wurde 1988 vom zuständigen Berliner Senator nicht erteilt; dieser folgte nicht der Empfehlung des Präsidiums und der Berufungskommission, die Wippermann in ihrer Bestenauslese auf Platz 1 der Liste gesetzt hatten. Auch wenn Wolfgang Wippermann damit eine Strukturprofessur auf Lebenszeit am Friedrich-Meinecke verwehrt blieb, zählte er zu den Professor*innen des Instituts, die eigene Forschungsthemen signifikant weiterentwickelten, den akademischen und politischen Diskurs mitprägten und eine breite Öffentlichkeitswirkung hatten. International wurde ihm die Professorenwürde vielfach angetragen: Von 1987 bis 1992 nahm er mehrere Gastprofessuren in den USA und in China wahr, u.a. an der Duke University, der Indiana University Bloomington, der University of Minnesota sowie der Capital Normal University in Peking.
Wolfgang Wippermann war ein vielseitiger und produktiver Historiker. Bis zu seinem Tode publizierte er annähernd 40 Monographien, einige davon als Co-Autor, fünf Sammelbände und rund 200 Aufsätze, Handbuch- und Lexikonartikel. Neben Veröffentlichungen wie zur Geschichte der Corps und Burschenschaften oder zur Geschichte der Hunde waren und blieben seine lebenslangen wissenschaftlichen Schwerpunktthemen die Auseinandersetzung mit Faschismus, Nationalsozialismus, Totalitarismus, Antisemitismus und Antiziganismus. Read the rest of this entry »
Januar 18th, 2021 | Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken
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Januar 15th, 2021 | Published in Internet & Blogothek, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen
Online-Event mit Sani Rifati am 16.1.2021
→Stream ab 18 Uhr auf Facebook
Roma Antidiscrimination Network (RAN): Zu den bis heute gravierendsten Folgen des Kosovokriegs gehört die Vertreibung fast sämtlicher Roma aus der Region. Nach mehr als 600 Jahren wurden 150.000 Roma vertrieben und ihres Besitzes beraubt. Der Erste, der bereits vor über zwanzig Jahren die Vertreibung und Flucht der Roma publik gemacht hat, war Sani Rifati. Rifati ist Vorsitzender von Voice of Roma (USA) und lebte seit 1993 in den USA. Zunächst in Jugoslawien und schließlich in den USA hat er eine Karriere als Drummer, Sänger, Tänzer und Tanzlehrer gemacht und setzt sich für den Erhalt der traditionellen Musik, Lieder und Tänze der Roma ein und hat an zahlreichen Universitäten unterrichtet. Read the rest of this entry »
Januar 15th, 2021 | Published in Allgemeines
20 Häuser von Roma in Miercurea Ciuc abgebrannt
RAN, 12.1.2021: Nach einem Brand im Roma-Viertel der transsilvanischen (siebenbürgischen) Stadt Miercurea Ciuc (Szeklerburg; Csíkszereda) brannten am Abend des 7. Januar 2021 etwa zwanzig Häuser teilweise oder vollständig ab. Das Feuer breitete sich so schnell aus, da die Häuser aus Holz waren. Die Bewohner/innen mussten evakuiert werden. Betroffen sind etwa 260 Menschen, davon mehr als die Hälfte Kinder und Jugendliche. Insgesamt ist mindestens die Hälfte der Roma des Viertels betroffen. Die obdachlos gewordenen Menschen wurden vorübergehend in der örtlichen Turnhalle untergebracht. Dutzende Feuerwehrleute waren im Einsatz. Erschwert wurden die Löscharbeiten dadurch, dass es in dem Gebiet keine Wasserleitungen gibt. Nachdem die Wassertanks der Löschfahrzeuge leer waren, mussten sie mühsam aus einem nahegelegenen Bach aufgefüllt werden.
Anscheinend wurden alle Menschen zunächst in einer Turnhalle untergebracht und später auf Corona getestet. Derweil rief der Bürgermeister der Stadt zur Unterstützung auf. Er sagte: „Wir sprechen hier von sehr armen Menschen. Damit wir es schaffen, ein paar hundert Menschen unterzubringen, ist jede Hilfe, auch ein heißer Tee, willkommen. Ich weiß, dass auch einige Restaurants mobilisiert haben.“ Menschen aus dem Ort haben Essen, heißen Tee und Kleidung gebracht. Read the rest of this entry »
Januar 14th, 2021 | Published in Internet & Blogothek, Interview, Radio, Podcast & TV
Romatopia – Roma talk about their Utopia for Europe
Romatopia ist ein neuer Podcast, in dem Roma und Sinti aus zwölf Ländern in zwölf Episoden über ihr Leben und ihre Utopie für Europa sprechen. Künstler*innen, Aktivist*innen und Wissenschaftler*innen im Gespräch mit den Gastgeber*innen Wiliam Bila und Isabel Raabe.
Sinti und Roma sind die größte Minderheit Europas und bilden, verteilt auf alle europäischen Länder, eine transnationale Gemeinschaft, deren Kultur eng mit der europäischen Kulturgeschichte verwoben ist. Ihre kulturellen Errungenschaften und ihre Resilienz sind in den Mehrheitsgesellschaften Europas oft unbekannt.
Die Idee für den Podcast „Romatopia – Roma talk about their Utopia for Europe“ entstand während der Corona-Pandemie, die derzeit die europäische Einheit und Solidarität herausfordert. In Krisenzeiten sucht die Gesellschaft schnell nach einem Schuldigen und oft sind dies die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft. Und so trifft die Pandemie, wieder einmal, Roma und Sinti hart. Dabei können die Mehrheitsgesellschaften gerade in Sachen Solidarität und Wertekonsens bei gleichzeitiger Vielfalt und Diversität einiges lernen. Roma und Sinti können in dieser Hinsicht als Avantgarde und Vorbilder angesehen werden.
Romatopia präsentiert Roma und Sinti als Vorbilder für die „Idee Europa“, nicht als Problem. Die Hörer*innen erfahren über Zusammenhalt, über soziale Durchlässigkeit, über kulturellen Reichtum und über transnationale Einheit trotz nationaler Besonderheiten. Sie hören inspirierende Ideen und Zukunftsszenarien für Europa. Es kommen starke Persönlichkeiten zu Wort, deren Lebens- und Erfolgsgeschichten Gegenerzählungen zu den beständigen antiziganistischen Zuschreibungen darstellen. Der Podcast vermittelt Wissen, Geschichten und Erfahrungen von Roma-Gemeinschaften aus ganz Europa. Geschichten über lokale Besonderheiten, persönliche Erfahrungen und traditionelles Wissen formen eine transnationale Erzählung, die einen anderen Blick auf das Europa von morgen aus der Perspektive der größten Minderheit Europas zeigt.
Der in Paris lebende Aktivist William Bila, selbst Rom, und die Berliner Kuratorin Isabel Raabe sprechen in diesem Podcast mit Roma und Sinti aus zwölf Ländern. Vor deren beruflichen und nationalen Hintergrund präsentieren die Gäste ihre Lebensrealitäten und ihre Utopien. Read the rest of this entry »
Januar 13th, 2021 | Published in Facts & Figures, Jugend & Bildung
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Januar 11th, 2021 | Published in Internet & Blogothek, Radio, Podcast & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen
Die Nordstadt steht wie kein anderer Stadtteil Dortmunds für die kulturelle Vielfalt in Dortmund. Gleichzeitig wird die Nordstadt weit über die Grenzen Dortmunds problematisiert und ihre Bewohner/innen kriminalisiert. In vier Folgen des Podcasts ‚Faţadă‘ – Wie sich Rom*nja Wohnraum zurückerobern beleuchtet die Autorin Olga Felker den Entstehungshintergrund des Projekts Faţadă/Fassade (zur Ausstellung mehr hier), erläutert die sozialen und politischen Kontexte und diskutiert die Bedeutung des Projekts für die Stadt Dortmund.
Folge 1: Wir holen uns die Stadt zurück – Über Repräsentanz, Ausstellungen und die Zukunft
Folge 2: Sei mein Gast – Über Gastfreundschaft, Vorurteile und ein Hotel
Folge 3: Mehr ist mehr – Über Architektur, Rassismus und Klassismus
Folge 4: Nenn mich nicht so – Über Namensgebungen, anhaltende Mythen und Sesshaftigkeit
Magazin:
Das Magazin zur Ausstellung als kostenfreier Download (PDF) erscheint demnächst. Read the rest of this entry »
Januar 10th, 2021 | Published in Facts & Figures, Sport
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Januar 9th, 2021 | Published in Veranstaltungen & Ausstellungen
Ausstellung, Werkstatt, Diskursort
Bis 11. April 2021, Dortmunder U, Ebene 3
Aufbauend auf dem gleichnamigen kollaborativen Kunstprojekt der Werkstatt Mallinckrodtstraße zur Roma-Baukultur und der im September 2019 realisierten Neugestaltung einer Hausfassade in der Dortmunder Nordstadt richtet die Ausstellung Faţadă/Fassade den Fokus auf eine besondere Form von Architektur, die in den letzten 30 Jahren u.a. in Rumänien entstanden ist. Diese zeichnet sich durch expressive Fassaden aus, in denen sich viele verschiedene Gestaltungsformen wiederfinden. Außerdem sind die (Traum-)Häuser oft mit Kuppeln, Burgzinnen oder silbrig schimmernden Zwiebeldächern versehen. Neben zahlreichen Hausmodellen, die im Rahmen des Projektes entstanden sind und die in der Ausstellung präsentiert werden, wird auch eine Neugestaltung des Eingangsbereichs des HMKV von Mitgliedern der Werkstatt Mallinckrodtstraße realisiert. Ein Veranstaltungsprogramm ermöglicht Vertiefung und Diskussion der vielen unterschiedlichen Aspekte des Projekts.
Januar 6th, 2021 | Published in Geschichte & Gedenken, Interview, Radio, Podcast & TV
„Innerlich verbrenne ich, weil die ganze Erinnerung zurückkommt“
→Anhören (mp3)
Radio Dreyeckland, 1.1.2021 (31:36 min)
Sendereihe: Verfolgung und Widerstand im Nationalsozialismus – Historische Stimmen von Zeitzeug*innen
Der Sinto Herbert Ricky Adler wurde 1928 in Dortmund geboren. Die Familie lebte in Frankfurt am Main und wurde 1941 aus bürgerlichen Wohnverhältnissen in ein Wohnwagenlager verschleppt. 1943 deportieren die Nazis sie ins so genannte „Zigeunerlager“ in Auschwitz-Birkenau, wo fast alle Verwandten Herbert Ricky Adlers ermordet wurden. Nach der Befreiung kehrte er nach Hessen zurück, erhielt aber erst 1954 eine Zuzugsgenehmigung für Frankfurt. Er engagierte sich als Zeitzeuge für das Fritz-Bauer-Institut und den Zentralrat Deutscher Sinti und Roma. Herbert Ricky Adler starb 2004 (mehr hier).
Sein Vortrag fand 2000 auf Einladung von Radio Dreyeckland statt. Er ist 2002 in dem Buch „Wenn wir weg sind, ist alles nur noch Geschichte. Die Erinnerung von Überlebenden“ (mehr hier) in Auszügen nachzulesen und auf der beiliegenden CD nachzuhören. Erhältlich ist der Band über RDL.
(Text und Sendung: rdl.de)
Januar 3rd, 2021 | Published in Facts & Figures