Archive for Januar 15th, 2021

Die Vertreibung der Roma aus dem Kosovo

Januar 15th, 2021  |  Published in Internet & Blogothek, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

Sani RifatiOnline-Event mit Sani Rifati am 16.1.2021
→Stream ab 18 Uhr auf Facebook

Roma Antidiscrimination Network (RAN): Zu den bis heute gra­vie­rendsten Folgen des Kosovo­kriegs ge­hört die Ver­treibung fast sämt­li­cher Roma aus der Region. Nach mehr als 600 Jah­ren wur­den 150.000 Roma ver­trieben und ihres Besitzes be­raubt. Der Erste, der be­reits vor über zwan­zig Jah­ren die Vertreibung und Flucht der Roma publik ge­macht hat, war Sani Rifati. Rifati ist Vor­sitzen­der von Voice of Roma (USA) und lebte seit 1993 in den USA. Zu­nächst in Jugoslawien und schließ­lich in den USA hat er eine Kar­riere als Drum­mer, Sänger, Tänzer und Tanz­lehrer ge­macht und setzt sich für den Erhalt der tra­di­tio­nel­len Musik, Lieder und Tänze der Roma ein und hat an zahl­rei­chen Univer­sitäten unter­richtet. Read the rest of this entry »

Brand in rumänischem Roma-Viertel

Januar 15th, 2021  |  Published in Allgemeines

Brand in Roma-Viertel in Rumänien (Foto: Szekelyhon via RAN)20 Häuser von Roma in Miercurea Ciuc ab­gebrannt

RAN, 12.1.2021: Nach einem Brand im Roma-Viertel der trans­silva­ni­schen (sieben­bürgi­schen) Stadt Miercurea Ciuc (Szeklerburg; Csíkszereda) brann­ten am Abend des 7. Januar 2021 etwa zwan­zig Häuser teil­weise oder voll­ständig ab. Das Feuer brei­tete sich so schnell aus, da die Häuser aus Holz waren. Die Be­woh­ner/innen muss­ten eva­kuiert werden. Be­trof­fen sind etwa 260 Men­schen, davon mehr als die Hälfte Kinder und Jugend­liche. Ins­ge­samt ist min­des­tens die Hälfte der Roma des Viertels betrof­fen. Die obdachlos ge­worde­nen Men­schen wur­den vorüber­gehend in der örtli­chen Turnhalle unter­ge­bracht. Dutzen­de Feuer­wehr­leute waren im Einsatz. Er­schwert wurden die Lösch­arbei­ten dadurch, dass es in dem Gebiet keine Wasser­leitun­gen gibt. Nach­dem die Wasser­tanks der Lösch­fahr­zeuge leer waren, muss­ten sie mühsam aus einem nahe­gele­ge­nen Bach auf­gefüllt werden.

Anscheinend wurden alle Menschen zunächst in einer Turn­halle unter­ge­bracht und später auf Corona ge­testet. Derweil rief der Bürger­meister der Stadt zur Unter­stüt­zung auf. Er sagte: „Wir spre­chen hier von sehr armen Men­schen. Damit wir es schaffen, ein paar hundert Men­schen unter­zu­bringen, ist jede Hilfe, auch ein heißer Tee, will­kom­men. Ich weiß, dass auch einige Restau­rants mobili­siert haben.“ Men­schen aus dem Ort haben Essen, heißen Tee und Kleidung gebracht. Read the rest of this entry »