ESC 2019: Ein Rom fährt nach Tel Aviv
März 1st, 2019 | Published in Musik
Mit Joci Pápai schickt Ungarn einen Roma-Sänger ins Eurovisions-Rennen – bereits zum zweiten Mal: 2017 landete Pápai auf dem respektablen achten Platz.
Ungarn wird heuer – zum zweiten Mal – einen Künstler aus der Roma-Minderheit des Landes zum Eurovision Song Contest (ESC) entsenden, und es wird abermals Joci (József) Pápai sein. Der 37-jährige Rom konnte mit der Ballade „Az én apám“ (Mein Vater) die nationale Vorentscheidung Ungarns für den Eurovision Song Contest, „A Dal 2019“, für sich entscheiden. Als Gewinner wird Pápai somit sein Land beim Eurovisions-Wettbewerb in Tel Aviv in Israel vertreten.
Acht Kandidaten gingen beim nationalen Finale in Budapest am letzten Samstag an den Start, qualifiziert hatten sie sich über drei Vorrunden und zwei Semifinali. Pápais Song ließ die Konkurrenz weit hinter sich und erhielt das Votum der Juroren und die Mehrheit des abschließenden Zuschauervotings. Der Sänger nahm die Siegestrophäe „den Tränen nahe“ entgegen, erfährt man auf dem offiziellen deutschen ESC-Portal. „Anders als noch vor zwei Jahren wirkt der 37-Jährige bei seinem barfüßigen Vortrag fast zerbrechlich. Ein berührender Titel, der den Erfolg von „Origo“ allerdings nur schwer übertreffen dürfte.“ Die derzeitigen Wettquoten, die Pápai nur am unteren Ende platzieren, scheinen dieser Befürchtung recht zu geben.