Archive for Juli 16th, 2015

Straßenzeitung „Romani“ in Duisburg

Juli 16th, 2015  |  Published in Medien & Presse

Zeitung-RomaniVerein „Bürger für Bürger Duisburg“ gibt eine neue Roma-Straßenzeitung heraus

Die erste Ausgabe gibt es kostenlos hier (pdf)

Editorial

Mit dieser Ausgabe von ROMANI freue ich mich, das Erschei­nen einer monatlich erscheinen­den Roma­zeitung in unse­rem Verein ankün­digen zu können. Eine Romazeitung hat es bereits in einem ande­ren Verein gege­ben (Anm. d.  dROMa-Red.: „Bachtalo“ des Vereins Mensch ist Mensch), nur haben sich dort die Wege des Vereins und des Ver­fassers nach nur einer Aus­gabe getrennt. Damit dieses loh­nende Sozial­projekt nun­mehr eine solide Basis be­kommt, habe ich gerne der Bitte des Ver­fassers ent­sprochen, die Zeitung bei uns erschei­nen zu lassen.

Die Grundidee ist es, eine langfris­tige Integration der Roma zu er­mög­li­chen. Sprich, die Roma können einer­seits etwas dazu­ver­dienen, und die Deutschen er­fah­ren auf der ande­ren Seite etwas über die Kultur, das Leben und die Geschich­te der Roma. Da Roma aus den ver­schiedens­ten Län­dern – aus Bulgarien und Rumänien, aus Serbien und Mazedonien – in großer Zahl zu uns kom­men, erhal­ten wir den Stoff, aus dem diese Zeitung ge­macht ist, frei Haus gelie­fert. Wir wollen mit unse­ren Möglich­keiten den Vor­behal­ten auf Seiten der deut­schen Bevöl­ke­rung etwas entgegen­setzen. Unsere Über­setze­rin aus dem Romanes – der Sprache der Roma – wird uns hel­fen, die Roma als Individuen und als Gruppe zu ver­stehen.

Rolf Karling, Bürger für Bürger Duisburg e.V.

Gewalt gegen Roma vor Wahlen in Bulgarien

Juli 16th, 2015  |  Published in Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

Radio DreyeckslandVertreibungen von Roma unter Druck der Anti-Roma-Pro­teste. Menschen­rechts­gerichts­hof erlässt Eil­verfügung.

>>Anhören/Download (mp3)

Focus Europa/Morgenradio, 13. Juli 2015, 12,58 min

In Bulgarien kam es in den letzten Wochen zu schweren Aus­schrei­tun­gen und Protesten gegen die Roma-Bevöl­ke­rung (wir berichteten hier und hier). Vor allem in der Haupt­stadt Sofia und dem Dorf Garmen im Süden des Landes gab es zwei sehr ähn­liche Fälle, bei denen erst Massen­schlä­gereien und dann, direkt am nächs­ten Tag, große, organi­sierte Proteste gegen angeb­liche Dieb­stähle durch Roma und illegal errich­tete Häuser auf­traten. Die Roma-Feind­lich­keit in der Bevöl­kerung sei nur ein Teil des Problems, er­klärt Violeta Naydenova von der Open Society Foundation. Auch die in sechs Mona­ten anste­hen­den Wahlen und der Kampf um Wäh­lerInnen-Stim­men seien für die Gewalt­aus­brüche ver­ant­wort­lich zu machen.

UPDATE: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat eine Eilverfügung gegen den Mon­tag (13. Juli) ge­plan­ten Abriss weite­rer Häuser in Garmen er­lassen. Es soll dem­nach keine weite­ren Räumungen und Abrisse geben, bis alter­native Unter­künfte für die betrof­fe­nen Klä­gerInnen ge­sichert seien. Inwie­fern die bulga­rische Regie­rung sich an diese Ver­fügung hält, ist bis jetzt unklar.

(Text & Interview: www.rdl.de)