Einrichtungen

Tilman Zülch gestorben

März 21st, 2023  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte

Tilman Zülch (Foto: GfbV.de)

„Am 17. März starb unser Gründer und Vereinsvater, Freund und lang­jäh­ri­ger Initia­tor unse­rer Men­schen­rechts­kam­pagnen, Tilman Zülch, im Alter von 83 Jahren in Göttingen. Wir sind tief be­trof­fen über diesen Verlust. Mit unse­ren Ge­danken sind wir bei seinen An­ge­höri­gen und Freun­den in al­ler Welt“, teilt Burkhard Gauly, Bun­des­vor­sitzen­der der Ge­sell­schaft für be­droh­te Völker mit.

Tilman Zülch war ein Visionär der Menschenrechtsarbeit. Sein Blick auf das Schick­sal von ver­folgten ethni­schen und religiö­sen Minder­heiten sowie indigenen Völkern, sein selbst­loses Engage­ment gegen Völke­rmord und Ver­treibung stehen heute beispiel­haft für inter­natio­nale Men­schen­rechts­arbeit. Denn die letzten Jahr­zehnte haben gezeigt, dass ge­rade Minder­heiten, Völker ohne Staat und indi­gene Völker oft­mals schutzlos der Ver­folgung und Be­drohung, gar der Ver­nichtung aus­ge­setzt sind. Dass sie eine inter­natio­nale Lobby brauchen, die vehe­ment für sie eintritt, war eine der Grund­über­zeu­gungen von Tilman Zülch. Für ihn, ge­boren in Deutsch-Liebau, mit seiner Familie ver­trieben und ge­prägt durch die Er­fahrun­gen des National­sozialis­mus und der Nach­kriegs­zeit, stand fest, dass das Wissen um die Shoa dazu ver­pflichtet, heute Ver­ant­wortung zur Ver­hinde­rung von Genozid und Gewalt zu über­nehmen. Diese Prin­zipien und Til­man Zülchs Haltung, den Men­schen in den Blick zu nehmen, Empathie zu em­pfinden und zu zeigen, auch selbstlos Men­schen in Not zu helfen, werden wir als Gesell­schaft für be­drohte Völker in unserem täg­li­chen Einsatz für Ver­folgte in aller Welt be­herzigen. Read the rest of this entry »

TV Erba: Kroatischer Kulturverein im Burgenland

März 11th, 2023  |  Published in Einrichtungen, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

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Tschibtscha | 10.3.2023 | 6:51 min

Kroatischer Kulturverein im Burgenland – Hrvatsko kulturno društvo u Gradišću

I horvacki otganisacija ando bersch 1929 kerdi uli. Les­keri buti hi o upre likeripe la kul­turatar. Kenvi taj isch­kolakero mate­rijal­tscha kerde on. Kultura­kere mula­tintschagi planim on taj ando gava taj pedar odola ari i kultura le burgen­landi­tike horvacken­dar te dikel taj te schunel hi. Ando Burgenland, Erbate jek flogos­kero kher, kaj o Horvacke, Ung­rike taj Roma ande ovna, kerdo ol.

HKD: Stärkung und Verbreitung des Volksbe­wusst­seins
Die kroatische Volksgruppe im Burgenland – kroatisch „Gradišćanski Hrvati“ – wurde im 16. Jahr­hundert im Grenz­gebiet der heutigen Staaten Österreich, Ungarn und der Slowakei sowie in Süd­mähren an­gesiedelt. Kern­gebiet des dama­ligen Siedlungs­gebietes war das heutige Burgen­land und der östliche Teil Nieder­österreichs. Heute leben in diesen Gebieten je nach Schätzung ca. 50.000 bis 60.000 Per­sonen mit kroatischen Sprach­kennt­nissen, die Mehrzahl von ihnen im heutigen Burgen­land und in Wien. Damit sind die Burgenland­kroaten die zahlen­mäßig größte an­erkannte Volksgruppe in Ös­terreich.

Volksgruppengesetz 1976 – kroatische Amtssprache
Der Artikel 7 des Staatsvertrages von Wien hatte der kroatischen Bevölkerung des Burgen­landes zu­mindest theo­retisch gut ab­gesicherte Rechts­positio­nen garantiert. Praktisch erlangten diese Minder­heiten­rechte lange Zeit kaum Be­deutung. Erst im Jahr 1976 wurde das Volks­gruppen­gesetz als Aus­führungs­gesetz zum Staats­vertrag er­lassen. Read the rest of this entry »

Recht auf Bildung: Fünf Jahre CHAVORE in Graz

März 10th, 2023  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung

Chavore: Roma-Bildungsprojekt für Kinder in Graz (Foto: Caritas Steiermark)Das Projekt CHAVORE der Caritas Stei­ermark, haupt­finan­ziert durch den Mal­te­­ser Hos­pital­diens­t und ko­finan­ziert durch das Integra­tions­re­fe­rat der Stadt Graz, fei­ert heu­­er sein fünf­jäh­ri­ges Ju­biläum.

Das Projekt unterstützt Grazer Roma-Kinder und deren Eltern bei den in­tegra­ti­ven Heraus­for­de­run­gen in Kinder­gär­ten und Schulen und ist Anlauf­stelle für Eltern, Schulen, Kinder­gärten und Netz­werk­part­ner*in­nen. Ziel von CHAVORE ist, das Recht auf Bildung für alle Grazer Roma-Kin­der kon­ti­nu­ier­lich und dauer­haft sicher­zu­stellen und best­möglich zu be­gleiten.

Die Unterstützungsangebote von CHAVORE gewähr­leis­ten eine nach­haltige Integra­tion und ver­suchen gleich­zeitig, den Selbst­ermäch­ti­gungs­pro­zess der Familien voran­zu­treiben, und die Eltern ins­beson­dere darin zu bestärken, ihre Bildungs­ver­ant­wortung gegen­über ihren Kindern in Zukunft selbst­ständig wahr­nehmen zu können.

Weitere Informationen gibt es →hier (Flyer/pdf) und →hier (Projekt-Sei­te der Caritas).

Verbundprojekt: „Mediale Antiziganismen“

Februar 23rd, 2023  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Prof. Dr. Michael Haus, Prof. Dr. Melanie Kuhn, Özge Uslu, Dr. Radmila Mladenova, Nadine Küßner, Prof. Dr. Bettina Degner. Es fehlen: Prof. Dr. Sarah Burnautzki und Nico Bobka. (PH Heidelberg/velo)Antiziganismus in den Medien – Dar­stel­lungs­wei­sen sowie Mög­lich­kei­ten einer kri­ti­schen Medien­kom­pe­tenz

Nur wenig gesellschaftliches Bewusstsein gibt es bislang für die spezifische Rassismus­form Anti­ziganis­mus. Ein Verbund­projekt der PH Heidelberg unter­sucht, welche Bedeutung öffent­liche Medien für die Re­produk­tion von Anti­ziganismus haben. Erforscht wird auch, wie Medien für eine Rassis­mus-kri­tische Leh­rer:innen­bildung ge­nutzt werden können. Auf dieser Basis sollen Online­tools ent­wickelt werden, um das Thema Anti­ziganismus sys­tema­tisch in die Leh­rer:in­nen­bildung zu im­plemen­tieren. Das Projekt wird in Ko­opera­tion mit der Uni­versität Heidelberg und exter­nen Partnern von Januar 2023 bis März 2026 durch­geführt.

Das Verbundprojekt „Mediale Antiziganismen – Von der interdisziplinären Analyse zur kritischen Medien­kompetenz“ (MeAviA) wird von Prof. Dr. Melanie Kuhn und Prof. Dr. Bettina Degner sowie ihren Mit­arbei­tenden von der Arbeits­stelle Anti­ziganis­mus­prä­vention der Päda­go­gischen Hoch­schule Heidelberg durch­geführt. Sie ko­operieren dabei mit Wis­sen­schaft­ler:in­nen der Univer­sität Heidelberg: Mit Prof. Dr. Michael Haus, der die Heidel­berg School of Education und das Institut für Politische Wissen­schaft als Verbund­leitung vertritt, mit Prof. Dr. Sarah Burnautzki vom Roma­ni­schen Seminar und Dr. Radmila Mladenova von der Forschungs­stelle Anti­ziganis­mus. Außer­dem arbeiten sie mit Ein­richtungen und Medien­zentren zu­sam­men, die mit der Thematik befasst sind, wie etwa dem Heidel­berger Doku­men­ta­tions- und Kultur­zentrum Deutscher Sinti und Roma.
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Haus der Volksgruppen: Baustart im Herbst

Februar 3rd, 2023  |  Published in Einrichtungen, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

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Tschibtscha | 2.2.2023 | 6:52 min

Uso projekto „Kher le flogoskere grupnendar Burgenland“ i thanes­keri inmo­bilija Burgenland jek pla­niskeri joma resla. O genera­liskero plan le neve bau­nini­pestar le agune foros­kere in­ter­natistar akan schaj kerdo ol. Ando terno dschend 2023 kesdim ovla, 2025 o kher kisno te ol taj o flogos­kere grupn schaj ande pumaro kher ande ciden. O tha­neskero schero Hans Peter Doskozil angle asdel o „bari­kano schel­ber­schen­ge­ro-pro­jekto“.

Beim Projekt „Haus der Volksgruppen Burgenland“ hat die Landes­immo­bili­en Burgenland GmbH einen we­sent­li­chen Fortschritt plan­gemäß erreicht. Der General­planer für den Umbau des ehe­maligen Städti­schen In­ternats steht fest. Im Herbst 2023 wird die Baustelle ein­gerichtet, 2025 soll das Haus von den Volks­gruppen bezogen werden können. Landes­haupt­mann Hans Peter Doskozil unter­streicht die Einzigartigkeit des „Jahrhundert-Projekts”. Damit soll der Beitrag der Volks­gruppen zur Identität, Geschichte und Gegenwart des Burgen­lands ge­würdigt und ein neues Kapitel in der Volks­gruppen­politik auf­geschlagen werden:

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„Es braucht ein Gesetz zum Schutz der Roma“

Januar 28th, 2023  |  Published in Einrichtungen, Interview, Politik, Rassismus & Menschenrechte

Emmerich Gärtner-Horvath, Vorsitzender des Volksgruppenbeirats der Roma (Foto: Roma-Service)BVZ: Emmerich Gärtner-Horvath im Gespräch

Heuer jährt sich die Anerkennung der Roma als Volks­gruppe zum 30. Mal. Emmer­ich Gärt­ner-Hor­vath, Vor­sitzen­der des Volks­gruppen­beirats der Roma und Ob­mann des Vereins Roma-Service über Vor­urteile, In­tegra­tion und die Iden­tität.

BVZ.at: Am 13. März 1987 überbrachten junge Oberwarter Roma dem dama­ligen Bundes­prä­si­dent Kurt Waldheim eine Petition, in der sie sich gegen das Lokal­verbot in Ober­warter Disko­theken wehrten. Un­glaub­lich, dass so etwas vor knapp 35 Jahren mög­lich war. Sechs Jahre später folgte am 16. Dezem­ber 1993 durch einen Beschluss im Haupt­aus­schuss des National­rates die An­erken­nung der Roma als sechs­te Volks­gruppe in Österreich.

Im Rückblick, was hat sich seitdem verändert?
Emmerich Gärtner-Horvath: Es war ein langer Weg, aber ein wichtiges politi­sches Signal, welches durch die An­erkennung ge­setzt wurde. Vorurteile und Dis­kriminie­run­gen gibt es nach wie vor und denen gilt es ent­gegen­zu­wirken. Es ist nicht alles eitel Wonne, aber es ist unser Ziel, dass Roma Bildung ohne Vor­urteile genießen und ohne Dis­kriminie­rung. Die Sprache können wir nur dann retten, wenn sie un­sere Kinder auch leben dürfen, ohne, dass sie dadurch in der Gesell­schaft Nachteile haben.

Genau die Sprache der Roma ist es, die von vielen in der Volks­gruppe aber nicht mehr ge­spro­chen wird. Aus Scham oder weil es zu wenig Mög­lich­keiten gibt?
Gärtner-Horvath
: Die Sprache ist ein unverzichtbarer Kulturträger und eine eigen­ständige Kultur wird am besten von der Gruppe be­wahrt und gepflegt, die auch ihre eigene Mutter­sprache be­wahrt und pflegt. Denkt man daran, dass erst mit der An­erken­nung die Spuren­suche nach unserer Iden­tität be­gonnen hat, dann ist die Ent­wicklung rasant. 1995 haben wir das erste Buch heraus­ge­bracht, 1996 wurde Romanes im Minder­heiten­schul­gesetz in Burgenland ver­ankert, 1999 haben wir erst­mals Romanes un­terrichtet. Read the rest of this entry »

Einstimmig: Roma-Gedenktag für Österreich

Januar 24th, 2023  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Politik

Parlament Wien (Foto: Manfred Werner/WikiCommons)Verfassungsausschuss: Ein­stim­mige Ent­schlie­ßung zur Ein­füh­rung eines natio­nalen Gedenk­tags für Roma und Sinti (2. Au­gust). Ab­ge­ord­nete auch für Eva­luie­rung des Voll­zugs der Min­der­hei­ten­schul­gesetze

Einstimmig hat sich der Verfassungsausschuss für einen Entschließungs­antrag der Koalitions­parteien aus­ge­sprochen, der darauf abzielt, einen nationa­len Gedenktag für Roma und Sinti ein­zu­führen. Konkret wird vor­ge­schlagen, jeweils am 2. August der unter dem NS-Regime ver­folgten und er­mordeten Roma und Romnja sowie Sinti und Sintizze zu gedenken. An diesem Tag werde bereits auf euro­päischer Ebene an die Holocaust-Opfer dieser ethni­schen Min­derheit gedacht.

Auch einen weiteren Entschließungsantrag der Koalitionsparteien, näm­lich eine Evaluierung des Vollzugs der Minder­heiten­schulgesetze und die Vorlage eines ent­sprechen­den Berichts an den Nationalrat, be­für­worteten die Ab­geord­neten einstimmig. Ebenso ein­hellig zur Kenntnis ge­nom­men wurden die Berichte über die Volks­gruppen­förderung des Bundes­kanzleramts für die Jahre 2018, 2019 und 2020. Ein Antrag der NEOS, die einen besseren Schutz der autochtho­nen Volks­gruppen fordern, wurde mit den Stim­men von ÖVP und Grünen vertagt.

Entschließung zur Einführung eines nationalen Gedenktags für Roma und Sinti

In der Begründung des Entschließungsantrags zur Einführung eines nationalen Gedenk­tags für Roma und Sinti (2723/A(E)) weisen ÖVP und Grüne darauf hin, dass die An­erken­nung und Ver­urteilung des Genozids für die Roma von großer symbo­lischer Bedeutung sei. Zudem sehen sie einen solchen Schritt als wichtigen Beitrag zur Bewusst­seins­bildung und zur Bekämpfung aller Formen von Dis­kriminie­rung, Roma-Feind­lichkeit und Anti­ziganismus. Read the rest of this entry »

Neues Projekt bei Trendwerk Burgenland

Januar 16th, 2023  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung

PRADO DROM: Mitarbeiter (Foto: Prado Drom)PRADO DROM – Mein Weg zum Erfolg! Trendwerk Burgenland startet mit Beginn des neuen Jahres das Projekt „Prado Drom“ („Offener Weg“)

Das Projekt bietet ein niederschwelliges Beratungs- und Qualifizierungs­angebot für arbeits­markt­ferne Roma und Romnja. Es sollen Be­schäf­ti­gungs­hemm­nisse ab­gebaut, das Selbst­wert­gefühl gestärkt, Lösungs­kom­petenz akti­viert, Basis­bildung ver­bessert und somit der Weg von der Arbeits­losig­keit auf den Arbeits­markt ge­ebnet werden.

Angehörige der Volksgruppe der Roma sind besonders von der Be­nach­teili­gung und der Arbeits­losig­keit be­troffen. Die schulische Aus­bildung hat sich in den letzten drei Jahr­zehnten wesent­lich ver­bessert, den­noch sind immer noch Bildungs­defizite vor­handen. Aber nicht allein Bildungs- und Aus­bildungs­defizite sind Hemm­nisse am Arbeits­markt. Hinzu kom­men fehlende Kinder­betreuung, feh­lende Mo­bilität, feh­lendes Selbst­bewusst­sein, Angst vor Dis­kriminierung, fehlende Ver­netzung in der Arbeits­welt, wenige bis keine Kenntnisse der Arbeitswelt, Schwierig­keiten im Umgang mit Behörden, fehlende An­erkennung in der „Mehr­heits­bevöl­kerung“ und Aus­grenzung.

In persönlichen Beratungsgesprächen werden alle Vermittlungs­hemm­nisse eruiert und gemein­sam nach individuell pas­senden Lösungen gesucht. Mit der Beratung soll Raum für beruf­liche, soziale, oder auch ganz private An­gelegen­heiten geschaffen werden. Je nach Anliegen und Mög­lich­keiten der Personen, die die Beratung in An­spruch nehmen, können hier auch ganz konkrete Unter­stützungs­angebote er­arbeitet werden. Read the rest of this entry »

Roma-Wissen: Filmfestival „Ake Dikhea?“

Dezember 17th, 2022  |  Published in Einrichtungen, Film & Theater, Veranstaltungen & Ausstellungen

Das internationale Roma-Filmfestival "Ake Dikhea?" in Berlin existiert seit 2017 (Foto: Ake Dikhea?)Ake Dikhea? jek internacijonali festi­valo filmenca Romendar taj Sinti­jendar taj Romenca taj Sinti­jenca hi. O festivalo sajt 2017, sako bersch ande Berlin tel liker­do ol. Ov sikal o them andar o dikipe le Romen­dar taj o phutscha­jipe terdscha­rel, sar on pumen diken taj sar on dikle te ol kamna. O aktujeli falinipe la re­presen­taci­jatar le Romen­dar ando filmis­kero dschivipe ham te butschol, hot ando europitiko kino tschak tschule hangi del, save i dschivdi reja­liteta taj o sako diveses­kere terdschi­jip­tscha le Romen­dar, latsche sikan. Ake Dikhea? Festival of Romani Film le diki­peske adale per­spek­ti­vendar pomo­schinel taj gejng o dime rasis­tischi medi­jengere kurstscha pe ber­scharel. Kerdo ol o festi­valo telal o kinstle­rischi schero Hamze Bytyçi andar i Romen­ge­ri-or­ga­nisa­cija RomaTrial e. V. andar Berlin. O lek terne­der ardipe usar o 24to dschi uso 30kero oktoberi ande Berlin sina. Andi ada ber­schen­geri jury te i betschi­tiki Romni, Simonida Selimović, sina. Upro progra­mo le festi­valostar, 25 filmis­kere pro­dukci­jontscha terdscho­nahi, le Romen­dar, Romenca taj pedar Roma, tel lendar te „Leaving Beginnings Behind“ (dROMa 68). Pasche o filmis­kere sikajip­tscha, o festivalo te use disvkusijo­na­kere mula­tin­tschage taj use jek nec­verkis­kero tala­linipe Romen­ge­re-filmis­kere kera­schen­dar, akar­tscha.

Ake Dikhea? (Romanes für: „Na, siehst du?“) ist ein inter­natio­na­les Festival mit Filmen von und mit Roma und Sinti. Das Fes­tival findet seit 2017 all­jährlich in Berlin statt. Es zeigt die Welt aus dem Blick­winkel von Roma und stellt die Frage, wie sie sich selbst sehen und wie sie ge­sehen werden wollen. Der akute Mangel an Re­prä­senta­tion von Roma in der Film­branche be­deutet auch, dass es im euro­päi­schen Kino nur weni­ge Stimmen gibt, die die geleb­te Realität und die Alltags­erfah­run­gen von Roma an­ge­messen zeigen. Read the rest of this entry »

Romani Rose in Auschwitz-Rat berufen

November 26th, 2022  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Geschichte & Gedenken

Romani Rose wird in den Internationalen Auschwitz-Rat berufen (Foto: Zentralrat)Polen beruft Zentralrats­vor­sitzen­den Ro­ma­ni Rose in den In­ter­na­tio­na­len Auschwitz-Rat

Der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, wurde vom polni­schen Premier­minis­ter Mateusz Morawiecki in den Inter­natio­na­len Auschwitz-Rat berufen, der am 23. und 24. No­vem­ber 2022 ers­tmalig in der neuen Amts­zeit in der Gedenk­stätte im ehe­maligen deutschen Ver­nich­tungs­lager Auschwitz-Bir­kenau zu­sam­men­trat.

Der Zentralratsvorsitzende Romani Rose unterstreicht die Bedeu­tung, die dem Inter­natio­na­len Auschwitz-Rat in der ak­tuel­len Zeit zu­kommt:

„Wir erleben heute wieder wie Nationalisten und Rechts­extremis­ten in vielen Ländern Europas ver­suchen die Ver­brechen des Holo­caust an 6 Millio­nen Juden und 500.000 Sinti und Roma zu leugnen und zu rela­ti­vieren. Der Inter­na­tio­na­le Auschwitz-Rat sieht es als seine Aufgabe jeder Form der Holo­caust-Leug­nung und Ge­schichts­ver­fälschung entgegen­zu­treten.“

Dem Internationalen Auschwitz-Rat gehören unter ande­rem Ronald Lauder (Jüdi­scher Welt­kongress, New York), Dani Dayan (Yad Vashem, Jerusa­lem) und Sara Bloomfield (Holo­caust-Ge­denk­museum der Ver­einig­ten Staaten, Washing­ton D.C.) an. Der Rat berät die pol­nische Re­gie­rung in histo­ri­schen Fragen, auch hin­sicht­lich der Aus­rich­tung der Er­inne­rungs­arbeit und der po­liti­schen Bildung.

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Premiere: „Ein Herz für Arme in Salzburg“

Oktober 20th, 2022  |  Published in Einrichtungen, Film & Theater, Rassismus & Menschenrechte, Religion, Veranstaltungen & Ausstellungen

Filmstill (Foto: Kurt Bauer)Filmemacher Kurt Bauer feiert Film­premiere im Fran­zis­ka­ner­kloster Salzburg

Wie geht es den Armen, Notreisenden, Roma und Ob­dach­losen in Salzburg in unse­rer heraus­fordern­den Zeit? Wie war es früher? Damit be­schäf­tigt sich der Film „Ein Herz für Arme in Salz­burg“. Premiere wird am 21. Ok­t. 2022 um 19 Uhr im Salz­bur­ger Fran­zis­kaner­kloster (Fran­zis­ka­ner­gasse 5) ge­feiert.

Filmemacher Kurt Bauer war dafür beim Projekt „VinziTisch“, das Lebens­mittel an Bedürf­tige ver­teilt, bei den Roma unter der Salzach­brücke, bei den Schlaf­plätzen des Pro­jektes „Biwak“ und der rol­lenden Arzt­praxis „Virgilbus“, bei der Ob­dach­losen­ver­sorgung der Caritas sowie bei der Aktion „Roma Los“ der evan­ge­li­schen Kirche.

„Mein Film ist eine Wertschätzung an die vielen Hände und Herzen, die ich seit acht Jahren mit meinen Filmen zum Thema Armut von unter­schied­li­chen Blick­punkten aus ab­gebildet habe. In dem jetzi­gen Film habe ich beson­de­res Augen­merk auf die helfen­den Händen im Hinter­grund ge­richtet, ohne die viele Men­schen weiterhin nichts zu Essen hätten. Dieser Film ist daher auch ein Dank an alle Men­schen, die die vielen Pro­jekte unter­stützen“, so Bauer.

Zum Film sprechen Kurt Bauer, P. Thomas und Bruder Beda (Fran­zis­ka­ner) sowie Thorsten Binder (Caritas).

Eintritt: Frei – Spenden erbeten!

(Text: Erzdiözese Salzburg)

Deutschland: Förderung für Lernort RomnoKher

Oktober 1st, 2022  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Jugend & Bildung

Kellergewölbe im RomnoKher, Mannheikm (Foto: VDSR-BW)Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bun­des­­ta­ges hat einen Zu­schlag von 200.000 Euro für die För­de­rung für den Um­bau des Lern- und Be­geg­nungs­orts RomnoKher in Mannheim be­wil­ligt. Der Ver­band Deut­scher Sinti und Roma, Landes­ver­band Ba­den-Württem­berg (VDSR-BW) hatte dem Bun­des­tag ein um­fang­rei­ches Lern- und Raum­kon­zept vor­ge­legt.

Mitten in der Pandemie ist im Mannheimer Sitz des VDSR-BW ein bundes­weit einzig­artiges Lern­zentrum zur Ge­schichte und Gegen­wart der Sinti und Roma ent­standen – der außer­schulische Lern­ort RomnoKher. Dieser lässt die kreative Aus­einan­der­setzung mit neuen Sicht­weisen auf Geschichte und Gegen­wart von Sinti und Roma zum außer­schulischen Bildungs­erlebnis wer­den. Dabei wer­den junge Sinti und Roma so­wohl als Teilneh­mende wie auch als An­leitende maß­geblich ein­be­zogen. Die enge Ver­bindung von En­gagierten aus der Minder­heit und etab­lierten Institu­tio­nen ist ein ent­scheiden­des Merkmal dieses Lernorts.

Die innovativen pädagogischen Ansätze des VDSR-BW zum Lernen über Sinti und Roma wurden im Rahmen des Bundes­programms „Jugend er­innert“ seit 2020 ent­wickelt und in der Praxis er­probt. Um an­gesichts der großen Nachfrage von Schulen und ande­ren Bildungs­ein­richtungen nach diesen Bil­dungs­ange­boten gegen Antiziganismus dem wach­senden Raum­bedarf ge­recht zu werten, hat der VDSR-BW gemein­sam mit Profes­sor Jens Betha von der Hoch­schule für Technik in Stuttgart und seinen Stu­die­ren­den ein Konzept für eine kreative Lern­umgebung er­arbeitet. Die Um­setzung kann nun in Angriff ge­nommen werden.

Am 29. September wurden im Haushaltsausschuss des Bundes­tages die not­wen­digen Mittel entsperrt, um das 40 Millio­nen Euro schwere Förder­programm Kultur­Invest­Bau auf­zu­setzen. Im Rahmen dessen werden dem VDSR-BW 200.000 Euro für die Neugestaltung des rund 500 Quadrat­meter großen Keller­geschos­ses im Kultur­haus Romno­Kher zur Ver­fügung gestellt. Schülerin­nen und Schüler, Jugend­gruppen und Erwach­sene können dort lernen, Begeg­nungen erleben und kreativ mit­wirken. Auch eine neue Dauer­aus­stellung zur Geschichte der Sinti und Roma in Deutschland wird mit inter­aktiven Ansätzen ent­stehen. Read the rest of this entry »

Linajakeri ischkola farajn Roma-Service

September 1st, 2022  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 1.9.2022 | 7:53 min

Sommerschule des Vereins Roma-Service

Sajt kada i pademija o cilo them ande lija taj o sikadipe butvar khe­rester iste kerdo ol, o tschave sikadi­pes­kere defe­citscha upre sikan. Va­schoda o farajn Roma-Service duj kurke ang­lo kes­dipe la isch­kolatar la linaja­kera isch­kolaha kes­dintscha.

Seit mittlerweile fast drei Jahren schränkt die Corona-Pan­de­mie das soziale Leben welt­weit ein. Proble­me für Kinder und Jugend­liche haben sich im schuli­schen Bereich an­ge­häuft. Des­we­gen bietet der Verein Roma-Service in Oberwart zwei Wochen vor Schul­beginn eine Sommer­schule an, welche von den Kindern und Jugend­li­chen sehr gut an­ge­nom­men wird.

(Text und Beitrag: TV Erba/Roma-Service)

Berlakovich: Volksgruppenbeiräte neu konstituiert

August 13th, 2022  |  Published in Einrichtungen, Politik

Nikolaus Berlakovich im Nationalrat, 2022 (© Parlamentsdirektion, Johannes Zinner)ÖVP-Volksgruppensprecher Berlakovich: Volks­grup­pen­beiräte wer­den im Bun­des­kanz­ler­amt neu kon­stitu­iert. Ber­la­ko­vich be­tont brei­te Ein­bin­dung der öster­rei­chi­schen Volks­grup­pen in den Dialog

Wien (OTS/ÖVP-PK) – Nach Beschluss im Ministerrat werden jetzt die Volks­gruppen­beiräte im Bundes­kanzler­amt neu konsti­tuiert. Die neuen Volks­grup­pen­beiräte der Slowaken, Tschechen und Roma sind bereits zu­sammen­ge­treten, der für die Burgen­land-Kro­aten folgt demnächst. „Die sechs in Österreich an­erkann­ten Volkgruppen leis­ten einen wich­tigen Beitrag zur Viel­fältig­keit un­serer Heimat. In zahl­reichen Vereinen und Verbänden orga­ni­sieren sie Ver­anstaltun­gen, bieten Weiter­bildun­gen an und geben Kultur und Sprache weiter. Beson­ders wichtig ist die Mit­bestimmung der Volks­gruppen. Nun wurden die dafür ein­gerich­teten Volks­gruppen­beiräte neu bestellt und die Vor­sitzenden und deren Stell­vertreter gewählt. Die Volksgruppen­beiräte leisten einen wesent­lichen Beitrag im aktiven Dialog zur Ver­besserung der Lage der österrei­chi­schen Volksgruppen“, so ÖVP-Volks­grup­pen­spre­cher Abg. Nikolaus Berlakovich.

Zur Beratung des Bundeskanzlers und der Bundesregierung in Volks­gruppen­ange­le­gen­hei­ten sind beim Bundes­kanzler­amt Volksgruppen­beiräte ein­gerichtet. Sie leisten einen wesent­lichen Beitrag, das kulturelle, soziale und wirt­schaft­liche Gesamt­interesse der Volksgruppen zu wahren und zu ver­treten. Sie werden ins­besondere vor Erlassung von Rechts­vorschriften und zu all­gemei­nen Planungen auf dem Gebiet des För­de­rungswesens zu Beratungen beigezogen. Die Volks­gruppen­beiräte bringen auch Vorschläge zur Ver­bes­serung der Lage der Volksgruppen und ihrer An­gehör­igen ein. Die Mitglieder der Volksgruppen­beiräte werden von der Bundesregierung für die Dauer von vier Jahren bestellt, wobei darauf Bedacht ge­nommen wird, dass die in der betref­fenden Volks­gruppe wesent­lichen politischen und welt­anschau­li­chen Meinungen ent­sprechend vert­reten sind.

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„Netzwerk Roma-Rechte“ gegründet

Juli 25th, 2022  |  Published in Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte

European Roma Rights NetworkIm April, am internationalen Roma-Tag, wurde das „Netz­werk Ro­ma-Rech­te“ des Euro­pean Roma Rights Centre (ERRC) ins Leben ge­rufen, nachdem ein ers­tes Hybrid-Tref­fen von Budapest aus ab­ge­halten worden war. Das Netzwerk be­steht aus 18 Men­schen­rechts­organi­sa­tio­nen aus 15 ver­schie­de­nen Ländern und will Akti­visten, Roma und Nicht-Roma, die sich für die Men­schen­rechte in ganz Europa ein­setzen, ver­einen.

Das Netzwerk für die Rechte der Roma hat zur Aufgabe, das Engage­ment der Roma in Sachen Menschen­rechte zu för­dern. Es be­steht so­wohl aus Roma-Or­ga­ni­satio­nen als auch aus Men­schen­rechts­gruppen, die sich zum Ziel ge­setzt haben, die fun­damen­talen Rechte für Roma-Com­mu­nities zu ver­bessern. Das Netzwerk strebt an, verstärkt Men­schen­rechts­prozesse zu führen, die die Menschen­rechts­agenda für die Roma im euro­päi­schen Raum zu be­ein­flus­sen und die Debatte um die Be­lange der Roma-Rechte zu fördern.

Ermöglicht wird dieses Netzwerk durch das Roma Rights Centre (ERRC); es agiert als gleich­berech­tig­ter Partner mit an­deren Mit­gliedern. Geplant ist, dass weite­re Mit­glieder hinzu­kom­men kön­nen und die Mitglieder offen sind für neue Part­ner­schaften mit anderen gemein­nützigen Men­schen­rechts-Or­gani­sa­tio­nen, die sich mit der Ver­folgung von Men­schen­rechts­ver­letzungen gegen­über Roma-Com­mu­ni­ties be­schäftigen.

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Vivaro Viva Romnja: Farajn le dschuvlenge

Juli 12th, 2022  |  Published in Einrichtungen, Frauenrechte, Interview, Radio, Podcast & TV

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
27.6.2022 |
(on demand)

Zaklina Radosavljević (Foto: Yvonne Erdost/ORF)Sajt but berscha i Zaklina Radosavljević patrijarchali struk­tur­tscha taj seksis­mus ando kheta­nipe aun pes­ke dikel. Ada sa tra­dija la, 2015 o farajn „Vivaro Viva Romnja“ te kerel – jek farajn, savo le dschuv­len­ge adaj hi. O farajn o ersch­ti fa­rajn tschak Rom­njen­ge hi, hat dschuv­lenge, andi Austrija. Ando vake­ripe phukal i Zaklina Ra­do­savlje­vić pedar o ak­tu­jeli tema­tscha le fa­raj­nistar.

But Romnjenge o drom ande jek naphandlo, ajgeni dschivipe meg mindig jek barano hi. Bari­kano hi odolen te sikal, save meg mindig ando garu­jipe dschin. Usar o kes­dipe aun lakero cil sina, odole dschuvlen andar o garu­jipe te hulinel taj te sikal, phenel i Rado­savljević.

O cil mukipe hi
Te pedar Romnja andi Austrija vakertscham, iste diklo ol, obste odola adaj upro them ale vaj na, afka i Zaklina Rado­savlje­vić. Mint Romnja migra­cijo­nakera scenaha, butvar min­den­felitike problemca iste dschin, afka sar jek pharo usedscha­jipe uso sikadipe taj uso butjakero foro. Ham o anti­ciganismus meg mindig soralo hi, taj odolestar o cile Romnja reste hi, phenel i Radosavljević. Oj odolen­ge and pe bescharel, saven meg mindig nisaj hango hi taj butvar na dikle on. O Romnja Betschiste butvar minden­felitika dis­krimi­nacijake ar bescharde hi.

O cil mukipe hi: Ada probalinel o farajn duach minden­feli­tike workshops te schofinel. But dschuvla meg mindig ande patri­jarchali struk­turtscha dschin, vaschoda barikano hi thana te schofinel, kaj le dschuv­lenge latsche dschal taj kaj tschak vasch lengere man­giptscha dschal. Adaleha kamla o farajn „Vivaro Viva Romnja“ jek gondo te schofinel taj le dschuv­len le work­shopendar afka use multi­plika­torkiji te kerel.

Latsche thana le dschuvlenge
O dschijakana tel likerde workshops adale tematschenca donde pumen bescharde: Inter­nacijo­nali Romen­gero-Di, mujsi­nipes­kero soharipe, partneris­kero maripe taj atschi­peskero tscha­tschipe. Read the rest of this entry »

Radio: Vivaro Viva Romnja

Juli 9th, 2022  |  Published in Einrichtungen, Frauenrechte, Interview, Radio, Podcast & TV

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
27.6.2022 |
(on demand)

Zaklina Radosavljević (Foto: Yvonne Erdost/ORF)Seit Jahren beobachtet Zaklina Radosavljević patriarcha­le Struk­tu­ren und Sexismus in der Gesell­schaft. All das ver­anlasste sie 2015 dazu, den Verein „Vivaro Viva Romnja“ zu grün­den – einen Verein, der sich den Fra­uen wid­met. Der Verein ist der ers­te Verein in Ös­ter­reich nur für Romnja, also Ro­ma-Fra­uen, Im In­ter­view erzählt Zak­lina Rado­savlje­vić von den aktu­el­len The­men des Vereins.

Das Ziel ist Empowerment
Wenn man von Romnja in Öster­reich spricht, gilt es zu unter­scheiden, ob diese hier geboren wur­den oder nicht, so Zaklina Rado­savljević. Denn Romnja mit Migra­tions­hinter­grund sind häufig von unter­schied­lichen Proble­men betrof­fen, wie etwa einem er­schwer­ten Zugang zu Bildung und Arbeits­markt. Trotz­dem sei der Anti­ziganismus noch immer stark, und davon sind alle Romnja be­troffen, erklärt Rado­savljević. Sie setzt sich für jene ein, die immer noch keine Stimme haben und oft über­sehen werden. Romnja in Wien sind oft einer mehr­fachen Dis­krimi­nierung ausgesetzt.

Das Ziel ist Empowerment: Dieses versucht der Verein durch verschie­dene Workshops zu schaf­fen. Viele Frauen leben immer noch in patriarchalen Struk­turen, daher ist es wich­tig, Räume zu schaffen, in denen sich die Frauen sicher fühlen und in denen es nur um sie und ihre Be­dürfnisse geht. Damit will der Verein „Vivaro Viva Romnja“ ein Bewusst­sein schaffen und die Teil­nehmerin­nen der Workshops so zu Multipli­ka­torin­nen machen.

Sichere Räume für Frauen
Die bisherigen Workshops beschäftigten sich mit den Themen: Internationaler Romatag, Zwangs­heirat, Partner­gewalt und Mietrecht. Read the rest of this entry »

Meldestelle Antiziganismus in Berlin eröffnet

Juli 6th, 2022  |  Published in Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte

MIA LogoDeutschland: Die bundesweite Melde- und In­for­ma­tions­stelle Anti­ziga­nis­mus (MIA) startet in Berlin. Die Auf­takt­ver­anstal­tung fand am 5. Juli im Bil­dungs­forum gegen Anti­zi­ga­nis­mus statt. Schon am 14. Juni 2022 er­öff­ne­te der Sinti-und-Ro­ma-Lan­des­ver­band Rhein­land-Pfalz die regio­na­le Mo­ni­to­ring­stelle für Anti­ziga­nis­mus in Landau. Auch in Sachsen wur­de be­reits bei Romano Sumnal eine re­gio­nale Mel­de­stel­le in­stal­liert.

Auf der Webseite können antiziganistische Vorfälle sicher und vertraulich gemeldet werden! MIA registriert u.a. kör­per­liche Angriffe, Bedro­hungen, Sach­beschädigungen, Schmierereien, Beleidigun­gen, Hass­kommentare sowie Propaganda­material wie Hetz­schriften, Plakate oder Aufkleber.

Zu den Aufgaben und Zielen von MIA sagt der Anti­ziganis­mus­be­auf­tragte der Bundes­regie­rung, Mehmet Daimagüler: „Eine sys­tema­tische Er­fassung anti­ziga­nisti­scher Vorfälle fehlt bislang und das Dunkel­feld ist hier be­sonders groß. Mit der neuen bunde­sweiten Melde­stelle ist eine Struktur ge­schaffen, die uns wich­tige Er­kennt­nisse über die Aus­prägung von Anti­ziganis­mus liefert. Damit kön­nen Bedarfe an recht­liche Be­gleitung, Beratung und Un­ter­stüt­zung auf­ge­zeigt werden. Aber auch die Prä­ven­tions­arbeit kann ge­zielter an­setzen etwa bei Dis­kriminie­rung durch Ver­waltung und Be­hörden.“

Und der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose: „Im Kampf gegen diesen immer wieder­keh­renden Anti­ziganismus, gegen Rechts­extre­mis­mus und gegen natio­nalis­ti­sche Spaltungs­ten­denzen, sind es gera­de solche Strukturen wie die Melde­stelle und Infor­ma­tions­stelle Anti­ziganismus, die einen wich­ti­gen Beitrag dazu leisten, unsere Demokratie und unse­ren Rechtstaat zu ver­teidigen.“

2020 nahm der Kabinettsausschuss zur Bekämpfung von Rechts­extremis­mus und Rassismus die Forderung des Zentral­rates Deutscher Sinti und Roma nach der Ein­richtung einer solchen Struktur in seinen Maß­nahmen­katalog auf. Unter Bundes­minister Horst Seehofer wurde die Ent­scheidung zur Ein­richtung von MIA getroffen und seit 2021 vom Innen­minis­terium als un­abhän­giges zivil­gesell­schaftli­ches Projekt gefördert. Damit folgte die Bundes­regierung einer der zentralen Empfeh­lungen der Un­abhän­gigen Kommission Anti­ziganis­mus, deren Ab­schluss­bericht im Juli 2020 vor­gestellt wurde. MIA wird anti­ziganis­tische Vorfälle bundes­weit ein­heitlich erfassen, doku­men­tieren und aus­werten.

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Internationale Roma-Konferenz in Slowenien

Juni 14th, 2022  |  Published in Einrichtungen, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 13.6.2022 | 8:25 min

Konferenz der European Roma Union in Murska Sobota

Adi TV-Erba andi Murska Sobota, Slovenija hi pedar i konfe­renca la Euro­pitika Romani Uni­jonatar te phukal. Tema hi o mediji andi Europa, sar on pedar i flogos­keri grupn le Romen­dar phukan. Taj saj kipo on le khe­tani­peske le Romen­dar prik den. O haburi andi Ukrajine jek donde be­scharipe le cile euro­pitike Romane orga­ni­saci­jendar kertscha. Afka te use aja kon­ferenca tema sina o tel dschumipe taj i dis­krimi­nacija le Romendar andar i Ukrajine. Minden­felitike dschene andar minden­felitike vilagi use aja kon­ferenca ande Murska Sobota, Slovenija ale pumaro alav te asdel. I situacija le Romen­dar ande poar schtotscha la Europatar eklik pe irintscha ham o angle vakerasch­tscha phenen hot meg but iste kerdo ol. Mediji schaj but use ledschen, kaj o dis­krimi­na­cija­kero kipo le Romendar savo ande o gadschen­gere schere meg mindig hi, pe te irinel.

Am 10. Juni fand in Murska Sobota eine internatio­na­le Roma-Kon­ferenz statt, um die Situa­tion der Roma in Europa zu er­örtern, ein­schließ­lich der Schwie­rig­kei­ten, mit denen die Roma-Ge­mein­schaft in der Ukraine kon­fron­tiert ist.

Besondere Aufmerksamkeit widmete die Ver­anstal­tung dem An­stieg der Roma-Armut, dem Antiromaismus, den Hassreden, die auch in Slowenien wahr­genom­men werden. Die Situation der Roma in Europa ver­schlech­tert sich, da sich in einigen Ländern Hass­reden und Anti-Ro­ma-Ak­tivitä­ten aus­breiten. Aus diesem Grund wird die Kon­ferenz eine Botschaft an die euro­päi­schen Institu­tionen senden, was die Roma wollen oder vor­schlagen, um die Situa­tion zu ver­bessern. Der Präsi­dent der Roma-Union Slo­we­niens und der Europäi­schen Roma-Union, Jožek Horvat Muc, be­tonte, dass die EU über viele Er­klärun­gen und Hebel verfügt, um gefähr­deten Gruppen zu helfen, aber in der Praxis muss noch viel mehr getan werden. Read the rest of this entry »

Tschechien: Roma-Netzwerk gegen Hass im Netz

Mai 28th, 2022  |  Published in Einrichtungen, Internet & Blogothek, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

Gemeinsam gegen Hass im Netz  (CC-BY-SA-2.0: SPÖ Presse u. Kommunikation, 2015)Von der Stiftung EVZ geförder­tes Projekt in der Tsche­chi­schen Republik geht ge­gen Anti­ziga­nis­mus im Netz vor

Proaktiv gegen Hassrede im Netz: Zwanzig junge Rom:nja in der Tschechi­schen Republik gehen das mit Unter­stützung der Stiftung EVZ an. Die Gruppe aus Stu­dieren­den und Frei­willigen meldet und überwacht dis­kriminie­rende Äuße­rungen im Internet, ent­wickelt Inhalte, liefert Gegen­argu­mente und schafft eine Beweis­grundlage für rechtliche Schritte. Die Gruppe ist Teil eines gemein­samen Projekts des European Roma Rights Centre (ERRC), des Forums für Menschenrechte und der tschechischen NGO ROMEA. Es zielt darauf ab, Hassreden im Internet zu be­kämpfen und rechtliche Klagen gegen Inhalts­anbieter ein­zu­reichen. Das Projekt wird von der Stiftung Erin­nerung, Ver­ant­wortung und Zukunft (EVZ) un­terstützt.

„Es besteht oft ein direkter Zusammenhang zwischen Hassreden im Internet und realen Hass­verbrechen gegen Rom:nja“, sagte ERRC-Prä­si­dent Đorđe Jovanović. „Hass­kommen­tare im Internet sind nicht nur ein Abbild des Anti­ziganismus im Netz, in vielen Fällen stiften sie sogar zu weiteren Verbrechen gegen Rom:nja an – vor allem, wenn sie von Per­sönlich­keiten des öffent­lichen Lebens stammen, die den Anti-Ro­ma-Hass für poli­tische Zwecke nutzen. Unsere Roma-Ak­ti­vist:in­nen sind die Antwort darauf: Sie werden aktiv gegen die­jenigen, die den Hass fördern, und gegen die­jenigen, deren Aufgabe es sein sollte, ihn zu be­seitigen.“

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