Film & Theater

„Valentina“

März 28th, 2017  |  Published in Film & Theater, Jugend & Bildung

Die Protagonistin beim Betteln auf der Brücke - Filmstill aus dem Dokumentarfilm "Valentina"Dokumentarfilm von Maximilian Feldmann & Luise Schröder (D 2016, S/W, 51 min.)

Eine Armensiedlung im Roma-Viertel. Die 10-jäh­ri­ge Va­lentina lädt uns zu ihrer Familie ein. Skur­ri­le Anek­do­ten, Tag­träu­me und do­ku­men­ta­rische Be­obach­tun­gen. Ein Film, so lebens­prall wie seine streu­nen­de Heldin.

„Soll ich euch eine Geschichte erzählen?“, fragt Valentina – Armee­hose, Trai­nings­jacke, wilde Haare mit einer win­zi­gen Spange. Sie ver­traut uns an, warum sie nicht als Junge ge­bo­ren wur­de, so wie es hätte sein müssen. Über­haupt kennt Va­len­tina jedes Detail ihrer Fa­mi­lien­ge­schich­te: Wie ihr Vater mit Saft und einer Schach­tel Zi­garet­ten das Herz ihrer Mutter er­obert hat, warum ihre Schwes­ter von den Schwie­ger­eltern mit einer Pis­to­le be­droht wurde und wo ihre Ge­schwis­ter hin­gebracht wur­den, nach­dem man sie beim Betteln er­wischt hat. Valen­tina lebt mit ihrer 12-köpfi­gen Familie in einer bau­fäl­li­gen Ein­zimmer­hüt­te im Roma-Viertel Shutka, in Skopje, Mazedonien. All­tags­beob­ach­tun­gen mi­schen sich mit per­sön­li­cher Er­zäh­lung, Träume mit wah­ren Be­geben­heiten. Am Ende wird klar, dass alles Ge­schich­ten­erzählen nur eine Übung für Va­len­tinas großen Traum ist.

Regiekommentar:

„Armut ist ein großer Glanz aus Innen“. Diese Zeile aus einem Rilke-Gedicht be­schäf­tig­te mich seit Jah­ren. Wir – Regie, Kamera, Ton – such­ten nach einem Beleg dafür im Roma-Vier­tel Shutka. Well­blech­hütten zwi­schen Mehr­stock­häu­sern, Pferde­kut­schen ne­ben Merce­des-Li­mou­si­nen, Muezzin-Ge­sänge und Balkan­pop und an jeder Ecke ir­gend­je­mand, der Deutsch spricht. Aber wir finden keine Pro­ta­go­nis­ten, fünf Wo­chen lang. „Wem nützt denn euer Film?“, fra­gen die Be­woh­ner und ver­lan­gen hohe Gagen. – Wir ha­ben zu wenig Geld, um hier dre­hen zu kön­nen.

Dann erbettelt ein kleines Mädchen Hambur­ger von uns. Ihr Vater war Schau­spie­ler in ei­nem Emir-Kusturica-Film. Wir schlie­ßen einen Ver­trag, mit Auf­wands­ent­schädi­gung und Cate­ring für die Familie und be­ginnen unser ge­mein­sa­mes Film­pro­jekt: ein Familienporträt. Read the rest of this entry »

A Hole in the Head (Diera v hlave)

März 19th, 2017  |  Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken

Dokumentarfilm von Robert Kirchhoff
SK, CZ 2016, 92 Min. (Website)

Eine kleine Kunstgalerie irgendwo in Serbien, in der aus­schließ­lich Werke von Roma aus­ge­stellt wer­den. Ist Clinton nicht auch ein Rom? Da ist sich die Galeris­tin nicht so sicher. Aber Antonio Banderas sei Rom, auch Yul Brynner. Sie wag­ten es nur nicht, sich öffent­lich dazu zu be­kennen. Diese rühren­de Szene kultu­rel­ler Selbst­vergewisserung ist Teil einer Er­zäh­lung über den Holocaust an den Roma, der weit­ge­hend aus dem euro­päi­schen Gedächtnis g­etilgt ist und des­sen Spuren der Regis­seur akri­bisch nach­geht. Ein Film ge­gen das Vergessen.

Wir lernen Menschen aus Frankreich, Serbien, Deutschland, Tschechien und Polen kennen, die als Kinder in die Fän­ge der Mordmaschine der Nazis ge­rieten. Rita war keine drei Wo­chen alt, als SS-Ärzte in einem Würzburger Krankenhaus grau­en­hafte Experi­mente an ihr vor­nah­men. Ihre Zwillings­schwester starb, sie über­lebte mit einem „Loch im Kopf“. Raymond, ein 90-jäh­riger, extrem wacher Rom, er­innert daran, dass es die französische Gen­dar­merie war, die sie da­mals zu­sam­men­trieb, nicht die Deutschen. Heute dringt die glei­che Polizei ohne Durch­suchungs­be­schluss in seinen Wohn­wagen ein und ver­haftet drei seiner Söhne, weil sie ihm zu Hilfe ka­men (mehr hier). Was hat sich also geändert? Read the rest of this entry »

The Gipsy Marionettist

März 15th, 2017  |  Published in Film & Theater

„The Gipsy Marionettist“ Rasid Nicolic lebt als Straßen­künst­ler in Turin. Seine Her­kunft als bos­nisch-ser­bi­scher Rom, der mit seiner Fa­milie vor dem Bosnien­krieg flüch­ten muss­te, war Gegenstand einer preis­­gekrönt­en italie­ni­schen TV-Reise­reporta­ge. Dem­nächst ist Rasid als einer der Pro­tago­nis­ten eines über Crowd­funding fi­nan­zier­ten Roma-Do­ku­­men­­tar­­films („Opre Roma!“ von Paolo Bonfanti) zu se­hen.

(dROMa)

Link: www.thegipsymarionettist.com

„Nordstadtkinder: Stefan“

März 13th, 2017  |  Published in Film & Theater, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV

Nordstadtkinder - Stefan (Foto: WDR)WDR – Hier und Heute (2015): ein Beitrag von Bettina Braun; Redaktion: Maik Bialk, Dorothee Pilz

>>Beitrag ansehen (29 Min.)

Drogen, Armut und Prostitution sind in der Dort­mun­der Nord­stadt an der Ta­ges­ord­nung. Ein schwie­ri­ges Milieu für Kinder, die ei­gent­lich nur Kind sein wol­len. Wir stellen in un­se­rer Reihe „Nord­stadt­kin­der“ heute Stefan vor. Ste­fan ist zehn Jahre alt und lebt mit seiner Mutter und vier Ge­schwis­tern in einer Ein­zimmer-Woh­nung in der Dortmunder Nordstadt. Sie sind Roma aus Rumänien. Ste­fan muss sich täg­lich gro­ßen Heraus­for­de­run­gen stel­len: Die Enge der Woh­nung, der stän­di­ge Geld­man­gel, das Gefühl, als äl­tes­ter Sohn den Vater er­setzen zu müs­sen, der seit drei Jahren im Ge­fäng­nis sitzt.

Nominiert für den Grimmepreis 2016, Katego­rie In­for­ma­tion & Kul­tur. Aus­ge­zeich­net mit dem Me­dien­preis der Kin­der­not­hilfe 2016.

(Text: WDR)

Siehe auch:
Grimmepreis für „Nordstadtkinder: Lutwi“

Grimmepreis für „Nordstadtkinder: Lutwi“

März 11th, 2017  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Film & Theater, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV

Nordstadt-Reportage Lutwi (Foto: WDR)Grimmepreis 2017 für den Beitrag von Jürgen Brügger und Jörg Haaßengier (Re­dak­tion: Emanuela Penev) aus der WDR-Rei­he „Hier und Heute“

>>Beitrag ansehen (29 Min.)

„Ich bin immer auf der Straße. Egal, auch wenn es reg­net oder schneit.“ Für Lutwi ist es das Größte, wenn er mit seinen Freun­den zu­sam­men ist. Straßen­fußball, Was­ser­schlach­ten oder Hütten bauen: Seit vier Jahren nun ist die Dortmunder Nordstadt Lut­wis Zu­hause. Aber wie lange noch? Der Zwölf­jährige kommt bald auf die Gesamt­schule – und er will auch Abitur ma­chen. Seine Eltern, Roma aus dem Kosovo, sind rich­tig stolz auf ihn. Lutwi ist ein auf­ge­weck­ter Junge, den das Leben aber mit gro­ßer Wucht trifft: Ihm und seiner Familie droht die Abschiebung zu­rück in den Kosovo. Lut­wi ist es, der beim Rechts­anwalt über­setzen muss, er er­klärt seinen Eltern, was in den Brie­fen der Ausländer­behörde steht. Viel Ver­ant­wor­tung für einen Zwölf­jährigen. Der Film er­zählt kon­se­quent aus Lutwis Per­spek­tive. Was jedem Er­wach­se­nen den Boden unter den Füßen weg­ziehen würde, ver­sucht Lutwi auf seine Art und Weise zu meis­tern. Es ist die Ge­schichte eines Jungen, der hin- und her­geris­sen ist zwi­schen über­bor­den­dem Spiel und er­drücken­der Un­sicherheit.

Gewinner des Grimme-Preises 2017 in der Kategorie Kinder & Jugend. Die Ver­lei­hung des Prei­ses fin­det am 31. März 2017 in Essen statt und wird von 3sat ab 19:00 Uhr im Live­stream über­tra­gen sowie zeit­ver­setzt ab 22:35 Uhr auf 3sat aus­ge­strahlt.

(Text: WDR)

Jugend-Theaterprojekt „Become Flüchtling“

Februar 26th, 2017  |  Published in Einrichtungen, Film & Theater, Jugend & Bildung

Deutschland: Amaro Drom startet neues Jugend-Theaterprojekt (Foto: Amaoro Drom)Berlin: Neues Theaterprojekt von Amaro Drom e.V. sucht Ro­ma-Ju­gend­li­che. Anmeldung noch bis 1. März 2017!

Hiermit laden wir die Berliner Roma/Rom­nja-Com­mu­ni­ties ein, an diesem spe­ziel­len Theater­projekt mit­zu­wir­ken. Jugend­liche zwi­schen 14 und 27 Jah­ren ha­ben die Ge­legen­heit, ihre Ge­schich­ten auf die Bühne zu brin­gen und mit pro­fes­sio­nel­len Schau­spie­ler/innen der Roma-und-Sinti-Com­mu­ni­ty ge­mein­sam zu spie­len. Die Regie über­nimmt Sandra Selimović. Schau­spie­lerin­nen und Mit-Ge­stal­terin­nen sind Joschla Weiß und Slaviša Markovič. Die Thea­ter­pro­duk­tion wird im Tak-Theater und vor­aus­sicht­lich im Hebbel-Theater ge­zeigt und wir rei­sen da­mit in den Schul­ferien nach Freiburg, zei­gen un­ser Stück auf der Bundes­jugend­kon­fe­renz von Amaro Drom, wo es über 100 an­de­re Ro­ma-Jugendliche gibt, die un­ser Stück se­hen wol­len.

Zur Idee:
Du wirst in Deutschland geboren und wächst hier auf, gehst zur Schule und möch­test eine Aus­bil­dung ma­chen. Plötz­lich klin­gelt es an der Tür. Du öff­nest und wirst von der Polizei mit­ge­nom­men. Es ist mor­gens 5:00 Uhr und du sitzt im Flie­ger in den Kosovo. Das Land deiner Groß­eltern und El­tern. Ein frem­des Land für dich. Was nun? Das Theater­stück setzt sich ge­nau da­mit aus­einan­der und er­zählt mit der Ma­gie des Theaters eine Ge­schich­te.

Wir spielen Theater und es gibt Special Features: Tanz (Hip-Hop):
Du spielst mit Pro­fischauspieler/innen, die sel­ber Ro­ma/Romnja und Sin­ti/Sin­tizze sind. Da­durch lernt ihr zu schau­spielern, auf der Bühne zu ste­hen, Spaß zu ha­ben in einem ge­schütz­ten Raum. Wir ha­ben zwei Workshop-Wo­chen­enden, wo Spezial­gäste ein­ge­laden wer­den, die mit euch tan­zen und Rap-Songs ge­stal­ten. Z.B. kom­men voraus­sicht­lich Safet Mistele und die Priszreni-Brü­der.

Anmeldung:
Die Duldung ist nicht die Voraussetzung, um hier dabei sein zu kön­nen … Wenn du gern auf der Bühne stehst und Lust hast, deine Ge­schich­te zu er­zäh­len, mit uns reisen möch­test, dann bist du hier ge­nau rich­tig. Bitte mel­de dich bis zum 1. März 2017 an bei Joschla: E-Mail

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„werkgruppe2“: Doku-Theater „GYPSIES“

Februar 25th, 2017  |  Published in Film & Theater

Werkgruppe 2: Gypsies - Roma in Europe„GYPSIES – Roma in Europa“ ist eine Pro­duk­tion von „werk­gruppe2“. In Ko­pro­duk­tion mit dem Staats­thea­ter Braun­schweig, dem Na­tio­nal­thea­ter Timisoara und dem Théâtre de la Manu­fac­ture Nancy

Regie: Julia Roesler | Mit Simon Bourgade, Gina Calinoiu, Ursula Hobmair, Flavius Retea und den Musi­kern Dejan Jovanovic (Vio­li­ne) und Dejan Jovanovic (Ak­kor­deon)

Premiere: 23.02.2017 | 25.2./28.2., 1.3./2.3., 4.4./5.4.2017: Braunschweig, Husa­ren­straße | 31.3./1.4.: Hannover, Pavil­lon | 2.4.: Göttingen, Jun­ges Thea­ter | 8.4.: Berlin, Hei­mat­hafen Neukölln | 11./12./13.6.: Na­tio­nal­theater Timisoara | No­vem­ber 2017: Théâtre de la manufacture Nancy

Wo immer Roma heute in Europa an­säs­sig sind, sind sie mit Stereo­typen, Dis­kri­mi­nie­rung und Aus­gren­zung kon­fron­tiert. Von den Natio­nal­sozia­lis­ten wur­den sie in Kon­zentra­tions­lagern er­mor­det. Wäh­rend des Jugo­sla­wien­kriegs hat man sie im Zuge ,eth­ni­scher Säu­be­run­gen‘ ver­folgt, ge­tötet oder ver­trie­ben. Oder Arbeits­losig­keit und Armut zwin­gen vie­le Roma in Län­der zu emigrie­ren, in de­nen sie „als läs­tige Arme, als frem­de Hilfs­bedürf­tige, als aggres­si­ve Bett­ler, als un­ge­frag­te An­bieter un­nützer Dienst­leis­tun­gen, als Sozial­schma­rotzer, als Ein­dring­linge“ (Wolfgang Benz) ge­sehen wer­den. Und die Regie­run­gen der west­li­chen EU-Län­der wei­sen durch ihre Asyl- und Migra­tions­poli­tik die Ver­ant­wor­tung zu­rück in die Her­kunfts­länder.

Wie beschreiben sich die Angehö­ri­gen dieser trans­natio­nalen Be­völ­ke­rungs­gruppe selbst? Wel­ches Bild haben sie von den Mehr­heits­gesell­schaf­ten der Län­der, in de­nen sie leben? Was wäre in ihren Augen not­wen­dig für ein ge­lin­gen­des Zu­sam­men­leben? Wel­che Per­spek­ti­ven sehen sie in einem Eu­ro­pa der Zu­kunft? Ein weiteres Mal richtet „werkgruppe2“ den Blick auf ein euro­päi­sches Thema. Auf der Grund­lage von Inter­views, die in Ru­mä­nien, Frank­reich und Deutschland ge­führt wur­den, zu­sam­men mit Roma-Mu­si­kern und einem multi­natio­na­len Schauspiel-En­semble ent­steht ein Theater­pro­jekt, das nach seiner Ur­aufführung in Braunschweig auf Euro­pa-Rei­se geht.

(Text: werkgruppe2)

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Berlinale 2017: Belinda

Februar 2nd, 2017  |  Published in Film & Theater

Filmstill aus Belinda von Marie Dumora (Foto Gloria/Berlinale.de)Dokumentarfilm (F 2017, 107 Min.)
Regie, Buch und Kamera: Marie Dumor

Termine: Weltpremiere am Fr. 10.02., 17:00, CineStar 7 | Sa. 11.02., 22:30, CineStar 7 | So. 12.02., 17:00, Cu­bix 7 | Di. 14.02., 14:30, Co­los­seum 1 | Sa. 18.02., 14:30, Inter­na­tional

Die beiden Schwestern Belinda und Sabrina gehö­ren zur eth­ni­schen Minder­heit der Jenischen. Als po­li­tisch Ver­folgte lernten sich ihre Groß­eltern noch in einem deut­schen Kon­zentra­tions­la­ger ken­nen. Da­ge­gen haben es die 15-jäh­ri­gen Teenager, die in einem Kinder­heim auf­wuch­sen, schon deut­lich bes­ser. Doch ob­wohl sich die Welt weiter­ge­dreht hat und die so­genann­ten Fah­ren­den heut­zu­tage nicht mehr um ihr Leben fürch­ten müs­sen, sto­ßen Belinda und Sabri­na im­mer wieder auf Aus­gren­zung. Selbst 75 Jah­re nach dem Holo­caust müs­sen sich die beiden jeni­schen Jugend­li­chen dis­kri­mi­nie­ren­den Re­geln unter­werfen. (Text: moviepilot.de)

Die Kamera ist immer dabei. Über Jahre hin­weg be­glei­tet sie Belin­da, die in extrem pre­kären Ver­hält­nis­sen auf­wächst. Man lernt das Mäd­chen im Alter von neun Jahren ken­nen: ein trotzi­ges Energie­bündel, das es sich und den an­de­ren nicht leicht macht. Mit ihrer Schwes­ter lebt sie im Kinder­heim, doch ihre gesetz­li­chen Vor­münder wol­len die beiden tren­nen. Die Mäd­chen hauen ab, ziehen durch die Wälder. Sie wol­len nicht ohne einan­der sein, er­klä­ren sie einem Betreu­er, der meis­tens nur tele­fo­nisch prä­sent ist. Als 15-Jäh­rige teilt Be­linda ihm mit, dass sie sich eine Zu­kunft als Ver­käu­fe­rin in einem Schuh­ge­schäft nicht vor­stel­len kann. Viel lieber möchte sie als Me­cha­ni­ke­rin ar­bei­ten. Ihre Schwes­ter hat in­zwi­schen ein Kind be­kom­men. Gestylt und auf High Heels geht Belinda als Patin zur Taufe. Ohne sich jemals einzumischen, macht der Film den Hin­ter­grund der Jenischen sicht­bar, die in kei­nem EU-Staat als natio­nale Min­der­heit oder Volks­gruppe an­er­kannt sind. Als Belinda 23 Jah­re alt ist, will sie heira­ten, doch ihr Freund sitzt im Ge­fäng­nis. Sie schickt ihm Liebes­briefe und wa­rtet auf seine Rück­kehr. Belinda wird zu einer an­rüh­ren­den Liebes­ge­schich­te, geschrie­ben vom wah­ren Leben. (Text: Berlinale 2017)

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„Berlinale-star“ i rupuni medva biknel

Januar 26th, 2017  |  Published in Film & Theater

Presiträger der Berlinale 2013 (Foto: Berlinale)O schauschpileri Nazif Mujić, savo usi Berlinale ando bersch i ru­puni medva usch­ti­dija, iste la vasch lojen­geri briga bi­ken­tscha. O kar­tschen­ge­ro khe­la­schi Senadin Ćosić 4.000 Euro le va­sche dija. Mujič an­do film „Aus dem Leben eines Schrott­samm­lers“ mit khel­tscha.

Igen pha­ro leske pelo la otscha te del, phe­nel ov la AFP-ake. „Ham mre tscha­ve imar trin di nisch­ta te hal sina.“

Na dur ando udut ojs schauschpileri

Nazif Mujić, Rom andar i Bosnija, savo sras­ta­schen­gero khe­daschi hi, ando bersch 2013 jeka rola­ke ando film „Aus dem Leben eines Schrott­samm­lers“ i ru­puni medva usch­tidija. Ov ham na dur ando udut ojs schau­schpi­le­ri terdschi­no. Mujić akan ojs srasta­schi butscha­li­nel taj ando di vala­mi 3,50 euro ande lel, sa­venca pre tscha­venge tschulo habe usch­tidel. „Me mro phuro verda biken­tschom, taj poar avre koji taj akor i rupu­ni medva“. Palo­da mri briga so man hi, usi Berlinale phu­ka­tschom. Read the rest of this entry »

Weltpremiere von „Django“ eröffnet Berlinale

Januar 7th, 2017  |  Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Musik

Französisches Django-Reinhardt-Porträt eröffnet Filmfestival (Foto: Arpajou, Roger via Berlinale.deMit der Weltpremiere von Etienne Comars Regiedebüt „Django“ wer­den am 9. Febru­ar 2017 die 67. In­ter­na­tio­na­len Film­fest­spiele Berlin er­öff­net. „Django“ wird am inter­na­tio­na­len Wettbewerb teil­nehmen. Der fran­zö­si­sche Film er­zählt von Django Reinhardt, dem be­rühm­ten Gitar­ris­ten und Kom­po­nis­ten und seiner Flucht aus dem von Deutsch­land be­setz­ten Paris 1943. Der groß­arti­ge Gitarrist brauch­te nur weni­ge Mo­men­te, um sich mit sei­ner Gitar­re in die Her­zen der Men­schen zu spie­len. Als Sinti wurde seine Fa­mi­lie von den Nazis ver­folgt und schi­ka­niert. „Django Rein­hardt war einer der schil­lerndsten Vor­rei­ter des euro­päi­schen Jazz und Be­grün­der des Gypsy-Swing. „Django“ zeigt auf packen­de Weise ein Ka­pi­tel seines be­weg­ten Lebens und ist eine er­grei­fende Über­lebens­ge­schichte. Die stän­di­ge Be­dro­hung, seine Flucht und die fürch­ter­li­chen Gräuel­taten an seiner Fami­lie konn­ten ihn nicht daran hindern weiter­zu­spielen“, sagt Ber­lina­le-Direk­tor Dieter Kosslick.

Regisseur Etienne Comar hat sich so­wohl als Dreh­buch­autor und Pro­du­zent – „Von Men­schen und Göt­tern“, „Haute Cuisine“, „My King“ – als auch als Co-Pro­du­zent – „The Women on the 6th Floor“, „Tim­buktu“ – einen Na­men ge­macht. Für seine ers­te Regie­arbeit „Django“ be­setzte er die Titel­rolle mit dem Schau­spie­ler Reda Kateb („Den Men­schen so fern“). Read the rest of this entry »

♫♫ And-Ek Ghes … ♫♫

November 29th, 2016  |  Published in Film & Theater, Musik

„And-Ek Ghes …“ – ein Film von Philip Scheffner & Colorado Velcu

Das also passiert, wenn man den Roma-Protagonisten dieses Doku­men­tar­films Kame­ras und Ton­studio zur Ver­fü­gung stellt: eine krea­tive Ketten­reak­tion, die wie neben­bei dieses Lied samt Bollywood-Film­idee ab­warf. Zu sehen im Doku­men­tar­por­trät der rumä­ni­schen Fa­mi­­lie Velcu, die ver­sucht, in Deutsch­land ein neues Le­ben zu be­gin­nen. Nur noch HEUTE (29.11.) in der rbb-Mediathek.

(mehr hier)

rbb-Mediathek: Eines Tages … | And-Ek Ghes …

November 23rd, 2016  |  Published in Film & Theater

"And Ek-Ghes ..." Filmplakat (Foto: http://andekghes.pong-berlin.de)Online verfügbar bis 29.11.16: rbb-Mediathek

Ein Film von Philip Scheffner & Colorado Velcu
Deutschland 2016, 93 min (Website)
Romani/Rumänisch mit deutschem Voice-over

Als Familie Velcu von Rumänien nach Deutschland über­sie­del­te, be­gan­nen sie, ihr Leben mit Kameras fest­zu­hal­ten. Es ent­stand eine multi­per­spek­ti­vi­sche Familien­saga – mal melan­cho­lisch, dann wieder witzig und char­mant – über das Leben einer Roma-Fa­mi­lie in Berlin.

(mehr hier)

Desert Inspiration

November 3rd, 2016  |  Published in Film & Theater, Musik

Dokumentarfilm von Robert Krieg & Monika Nolte
57 Min., D 2015 (DVD erschienen bei W-Film)

Pressetext: Der deut­sche Sinti-Gitar­rist Lulo Reinhardt, einer der wich­tigsten Er­neue­rer der Gypsy-Musik, reist in den Sü­den Marokkos. Er taucht ein in die Welt der Berber, die in ihrer Musik, ihrer Poesie und ihren Tänzen die Ein­heit von Mensch und Natur be­schwö­ren. Am Ufer der Draa trifft Lulo Rein­hardt seinen Freund und Kol­le­gen Cherif El Hamri. Über die Musik fin­den sie schnell eine ge­mein­sa­me Sprache. Ele­men­te des Sinti-Swing ver­bin­den sich mit den hypno­ti­schen und repe­ti­ti­ven Klän­gen des Ahwash, einem Ritual der Rei­ni­gung und Er­neue­rung – Orient trifft Ok­zi­dent in ein­zig­arti­ger Wei­se.

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Berlin: The Journey / Drom

Oktober 16th, 2016  |  Published in Film & Theater, Rassismus & Menschenrechte

Welturaufführung in Berlin: "The Journey-Drom" (Foto: The Journey)Premiere (in englischer Sprache):
Do., 27. Oktober 2016 | 20:00 Uhr,
ehem. Stummfilmkino Delphi

Weitere Vorstellungen:
Fr., 28.10. | 20:30 Uhr, Gorki Theater Studio Я
Sa., 29.10. | 20:00 Uhr, ehem. Stummfilmkino Delphi
Anschließend Gastspiele in Budapest und Novi Sad

THE JOURNEY / DROM ist ein kollaboratives The­a­ter­projekt von Roma- und Nicht-Roma-Künstlern und -Orga­ni­sa­tio­nen, wel­ches eine künstle­rische Platt­form bietet, um die Ge­schich­ten von Roma, wel­che aus dem Norden Serbiens über Ungarn nach Deutschland ge­kom­men sind, zu er­zäh­len. Vor wel­chen Um­ständen sind sie ge­flohen? Mit wel­chen Schwie­rig­keiten hat­ten sie auf ihrer Reise zu kämpfen? Was waren ihre Träume – und was ist daraus ge­wor­den? Für Roma aus dem Westbalkan ist die Strecke zwi­schen Novi Sad, Budapest und Berlin oft der ein­zige Weg, um nach Deutschland zu ge­langen und Asyl zu be­antra­gen. Hof­fend auf ein bes­seres Leben, neh­men viele die über 1.050 km in über­füll­ten und un­siche­ren Fahr­zeugen – oder sogar zu Fuß – auf sich, um einen Neu­an­fang im Un­be­kann­ten zu wagen, wäh­rend sie ihre Heimat und fa­miliä­ren Wur­zeln hin­ter sich lassen.

Der Prozess
Durch Aufenthalte der Künstler in den drei Städten werden wahre Ge­schich­ten von Roma ge­sam­melt, welche diese Reise unter­nom­men ha­ben. Sie dienen als Grund­lage für die Ent­wick­lung einer Bühnen­pro­duk­tion sowie der Publi­ka­tion einer Fotonovelle. Das multi­kul­tu­rel­le Ensemble von Künst­lern aus Deutsch­land, Serbien und Ungarn wid­met sich der Poetik und Politik des „Unter­wegs­seins“ („ando drom“). Es be­leuch­tet, was Roma-Identität und -Kultur heute aus­macht Read the rest of this entry »

„Eine wahnsinnig komplexe Angelegenheit“

Oktober 15th, 2016  |  Published in Film & Theater, Interview, Jugend & Bildung

Regisseur Stefan Ludwig (Foto: budapester.hu)Interview der Budapester Zeitung mit Stefan Ludwig, Regisseur des Dokumentarfilms „Der zornige Buddha“ (mehr hier und hier)

Herr Ludwig, wie kommt ein Dokumentarfilm­macher aus Deutsch­land, der in Öster­reich lebt, dazu, einen Film über eine buddhis­tische Schule für Roma in Ost­ungarn zu dre­hen? Wie sind Sie zu dem exo­ti­schen Thema ge­kommen?
St. L.: Ich finde es gar nicht exotisch. Ich denke, es ist ein uni­ver­sel­les Thema und die Situa­tion in Sajókaza steht bei­spiel­haft für jede Situa­tion, in der Men­schen von Bildung aus­ge­schlos­sen sind. Al­ler­dings hat­te ich mich zuvor nur wenig mit Ungarn be­schäf­tigt. 2011 wurde ich durch die Er­eig­nis­se in Gyöngyöspata auf die Si­tua­tion der un­ga­ri­schen Roma auf­merk­sam. Dort mar­schier­ten para­militä­rische Trup­pen in Roma­siedlun­gen auf und sorg­ten tage­lang für Angst. Ich habe mich damals ge­fragt: ‚Was ist da eigent­lich los?‘ und habe be­gon­nen, mich mit dem Thema aus­einan­der­zu­setzen. Ich bin dann auf einen Arti­kel von János Orsós ge­stoßen. Er be­schreibt darin, wie er als Rom seinen Weg zu Bildung ge­fun­den hat und dass er selbst nach dem Diplom noch das Gefühl hatte, sich be­wei­sen zu müs­sen. Er ist sein Leben lang auf der Suche und findet erst in Indien das Positiv­bei­spiel, das ihm die Hoff­nung gibt, dass auch seine eige­nen Leute ihre Lage ver­bes­sern können. Das fand ich eine große, span­nen­de Ge­schich­te. Ich habe mit ihm Kontakt auf­ge­nom­men und bin dann bald das erste Mal hin­ge­fah­ren, um zu re­cher­chieren.

Wie ging es dann weiter?
Ich durfte wochenlang bei ihnen Gast sein und hatte meine eige­ne Matratze im buddhisti­schen Gemeinde­zentrum, wo sie auch schla­fen. Man gab mir über­ra­schend viel Zu­gang zur Schule, ich konnte so­gar im Unterricht ein- und aus­gehen. Die Schüler sind nicht schüch­tern, wenn es darum geht, ins Gespräch zu kom­men – im Gegen­teil, sie fan­gen sogar schnell an, einen aufs Korn zu nehmen, sagen einem zum Bei­spiel un­anstän­dige Wörter und freuen sich, wenn man sie nach­spricht. Doch sie sind auch un­glaub­lich kamera­scheu und gerade, wenn es darum geht, ernst­haft zu werden und darüber zu reden, wer sie sind, was für Träu­me sie haben und was sie sich vom Leben er­war­ten, sind sie sehr zurück­hal­tend. Read the rest of this entry »

Warum die Wunde offen bleibt

Oktober 10th, 2016  |  Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Interview

Marika Schmiedt: Warum die Wunde offen bleibtDokumentarfilm von Marika Schmiedt, AT 2016, 80 min.

Premiere in Anwesenheit der Regisseurin
Sa., 22. Oktober 2016, 17.30 Uhr
Top Kino, Rahlgasse 1, 1060 Wien

Marika Schmiedt untersucht und benennt die Wunde, ver­sucht sie zu begrei­fen, greift hinein, zerrt und wei­tet sie. Das ist ein inten­si­ver und schmerz­haf­ter Pro­zess und der dabei ent­stan­dene Doku­men­tar­film ist kein ein­fach zu kon­sumie­ren­der. Im Film wird viel gespro­chen, nach 78 Minu­ten wird klar, dass auch über das „Un­aus­sprech­li­che“ gespro­chen werden kann und muss. Über Struk­tu­ren der Diskri­mi­nie­rung, der Gewalt und über Kon­ti­nui­tä­ten. Marika Schmiedt und ihr Film spre­chen sich al­ler­dings gegen eine ver­harm­lo­sen­de, ober­fläch­li­che Heilung aus, viel­mehr wer­den Wege der Ver­tie­fung und des Wider­stands ge­zeigt.

„Warum die Wunde offen bleibt“ beschäftigt sich mit der Auf­arbei­tung des Holocausts an Roma und Sinti durch die so­ge­nannte „2.“ und „3. Gene­ra­tion“. Die histo­ri­schen Ver­trei­bun­gen, Ver­fol­gun­gen und Mas­sen­morde werden the­ma­ti­siert, auch per­sön­lich durch das bio­gra­fi­sche Erzählen der Pro­ta­gonistin­nen. Dabei ver­deut­licht gerade die Rela­tion zu aktu­el­len Dis­kri­mi­nie­run­gen und Ver­bre­chen gegen Roma und Sinti die Not­wen­dig­keit um­fas­sen­der Aus­einan­der­setzun­gen: ge­schicht­licher, fa­miliä­rer, psycho­ana­ly­ti­scher und nicht zu­letzt die Dring­lich­keit der poli­tischen.

Im Mittelpunkt des Films stehen lange Interviews bzw. Gesprä­che mit drei be­ein­drucken­den Frauen: Read the rest of this entry »

Die Geschichte der Roma in drei Minuten

Oktober 2nd, 2016  |  Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken

„Gypsies, Roma, Travellers: An Animated History“: ein rasanter Galopp durch die tausend­jäh­rige Geschichte der Roma.

Ein Video der Open Society Foundation von 2013. Lei­der nur auf Englisch (engl. Unter­titel kön­nen rechts unten akti­viert wer­den) – dafür aber mit einem Hin­weis auf die Burgenland-Roma.

Nebel im August (Trailer)

September 25th, 2016  |  Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Jugend & Bildung

Spielfilm von Kai Wessel (A/D 2016) nach dem gleich­nami­gen Roman von Robert Domes (mehr hier). Website zum Film: www.nebelimaugust.de

Filmstart: 29.9.2016 (Deutschland), 7.10.2016 (Österreich)

Angry Buddha (Trailer)

September 22nd, 2016  |  Published in Film & Theater, Jugend & Bildung, Religion

Angry Buddha | Der zornige Buddha
Ab 23. September 2016 in den österr. Kinos

Sajókaza, ein Dorf in Ostungarn. János Orsós hat hier ein buddhistisches Gymnasium für Roma-Ju­gend­li­che ge­grün­det. In einer ras­sis­tisch auf­ge­heiz­ten Um­ge­bung will er den Teen­agern den Weg in ein bes­se­res Leben zei­gen. Im Mikro­kos­mos eines ungari­schen Dor­fes zeigt sich, dass Europa mit seiner Roma-Min­der­heit vor einer bri­san­ten Ent­schei­dung steht: Integra­tion oder Aus­gren­zung?

Ein be­obach­ten­der Do­kumen­tar­film von Stefan Ludwig.

(www.derzornigebuddha.at)

Mehr hier: dROMaBlog, 12.3.2016

Sido, du hast es versemmelt

August 22nd, 2016  |  Published in Film & Theater, Musik, Rassismus & Menschenrechte

Sido singt erstmals über seine Sinti-Herkunft. – Schade, eine vertane Chance.

„Ich bin ein Sinti (sic) von Kopf bis Fuß/ Immer wenn ich diese Trom­meln höre, kocht mein Blut/ Ich bin ein Zi­geu­ner, Zi-Zi-Zigeuner“, singt Sido in seinem brandneuen Song. „Geuner“ lautet der Titel der neuen Single aus dem für Herbst an­ge­kün­dig­ten Al­bum. Das zu­ge­hö­rige Video ver­öf­fent­lich­te der 35-Jäh­rige am Don­ners­tag auf Youtube. Und es sorgt gleich für Auf­sehen: Bin­nen eines Tages wurde es mehr als 200.000 mal auf­ge­rufen, in­zwi­­schen sind es schon weit über 500.000 Klicks.

Bis­lang hat sich der Berliner nur sehr sel­ten über seinen Hin­ter­grund – seine Mut­ter ist Sintiza – geäußert (etwa hier­ oder hier). Dass er das Thema jetzt der­art pro­mi­nent auf­greift, ist bemerkens­wert und ver­dient Respekt. Dieses „Coming out“ eines der wichtigsten deut­schen Rapper hät­te auch durchaus das Zeug zu einem be­deu­ten­den Mo­ment ge­habt. Sido hät­te Sinti und Roma ein­mal ins rechte Licht rücken kön­nen – anders als dies ein res­sen­ti­ment­ge­la­de­ner BILD-Re­­dak­­teur auch machen würde. Und er hätte den Rassis­ten und ihren Kli­schees bei dieser Ge­le­gen­heit einmal in Rapper­-Manier so rich­tig in den Arsch tre­ten können. – Hat er aber nicht. Denn Sido war es anscheinend lieber, sich deren Vor­urteile zu­ eigen zu ma­chen, um seine ein­ge­ros­tete „Street Credibility“ mit Geuner-Gangsta-Ghetto-At­ti­tüde auf­zu­fri­schen. Und in Song­text und Video wim­melt es denn auch gerade­zu von alt­be­kann­ten „Zigeu­ner“-Kli­schees: Read the rest of this entry »