Dokumentarfilm von Tamás Almási (mehr hier)
85 Min. / Ungarn 2015
Anti ist ein 18-jähriger Rom, der es liebt, die Gitarre zu spielen. Er steht vor der Chance, dem Leben in einem heruntergekommenen Roma-Slum in einem entlegenen Winkel Ungarns zu entkommen, und reist zu Snétbergers Musikschule in Felsőörs am Balaton (Snétberger Music Talent Center), wo er aufgrund seines Talents – gemeinsam mit sechzig anderen Roma-Jugendlichen – ausgewählt wurde: die Chance auf ein besseres Leben.
Empowerment für junge Romnja und Sintizze in Deutschland: Mädchen und Frauen engagieren sich selbstbewusst für ihre Interessen
Im März startete mit „Opre Romnja!“ ein neuer Schwerpunkt der Empowermentarbeit von Amaro Drom. Bisher sind junge Romnja und Sintizze in der Vereinsarbeit unterrepräsentiert. Mit „Opre Romnja!“ will Amaro Drom das ändern. Das Projekt wird durch das Deutsche Kinderhilfswerk finanziert und findet im Rahmen des Projektes „Dikhen amen! Seht uns!“ statt, das vom deutschen Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert wird.
Das Hauptziel von „Opre Romnja!“ ist das selbstbewusste Engagement junger Romnja und Sintizze – nicht nur im Projekt „Dikhen amen!“ und im Verein Amaro Drom. Sondern auch darüber hinaus. Durch ein gestärktes Selbstbewusstsein nehmen die Mädchen und Frauen ihre Wünsche ernst und setzen sich beherzt dafür ein. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht es zunächst einen Raum, in dem sich die jungen Romnja und Sintizze geschützt vor Rassismus und Sexismus austauschen können. Hierfür ist die Zusammenarbeit über einen längeren Zeitraum wichtig. Dies ermöglicht gegenseitiges Vertrauen und die erfolgreiche Umsetzung der Wünsche der Mädchen und jungen Frauen.
Gemeinsam mit erfahrenen Teamerinnen aus der Community unterstützt Éva Ádám, pädagogische Leitung im Projekt „Dikhen amen! Seht uns!“, die Mädchen in mehreren Treffen dabei, ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche zu erkennen, zu ergründen, wie sie diese in die Wirklichkeit umsetzen können, und dieses Wissen an andere junge Rom*nja und Sinti*zze weiterzugeben. Umgesetzt werden diese Ziele in mehrstufigen Projektveranstaltungen in mehreren Bundesländern. Dabei lernen die Mädchen und jungen Frauen andere Romnja und Sintizze kennen. Sie tauschen sich aus, formulieren eigene Wünsche und lernen ältere Romnja und Sintizze kennen, die bereits gesellschaftspolitisch aktiv sind. Read the rest of this entry »
Im ORF-RadioKulturhaus in Wien wurden die diesjährigen Gewinner der „SozialMarie“ bekannt gegeben. 15 sozial innovative Projekte wurden mit dem bereits zum 14. Mal vergebenen Preis ausgezeichnet. Organisiert wird der Preis von der Unruhe Privatstiftung.
Der mit 15.000 Euro dotierte erste Preis ging an ein Obdachlosen-Projekt in Tschechien: Housing First for Families in Brno: Fünfzig obdachlose Familien wird eine Stadtwohnung ermöglicht. Die Familien werden dabei begleitet und betreut, ein neues Leben zu beginnen. „Die Strategie scheint aufzugehen. Über 90 Prozent der Familien leben nach einem Jahr weiterhin gemeinsam in ihrer eigenen Wohnung, Kinder kehren aus der Fremdunterbringung in ihre Familie zurück, arbeitslose Familienmitglieder finden einen Job, die Kinder gehen regelmäßiger in die Schule, die finanzielle Lage und die gesamte familiäre Situation stabilisieren sich“, erklären die Organisatoren der SozialMarie.
Den zweiten Preis in der Höhe von 10.000 Euro vergab die Jury an das slowakische Projekt Book Club PAĽIKERAV: Bei diesem „Buchklub“ erhalten junge Roma in Košice Bücher, die ihnen von den Autorinnen und Autoren übergeben werden. Die Roma erstellen Video-Buchrezensionen, die dann im Internet präsentiert werden. Inzwischen werden drei neue Videorezensionen pro Woche veröffentlicht. Darüber hinaus gibt es Diskussionsrunden und Buchpräsentationen. Read the rest of this entry »
In Spanien nennen sie sich „Gitanos“, „Zigeuner“, – und für sie ist das kein Schimpfwort. Sicher, auch hier haben Roma mit Vorurteilen zu kämpfen. Auch hier ist ihr allgemeiner Gesundheitszustand schlechter, ihr Bildungsstand niedriger, sind ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt geringer als im Landesdurchschnitt. Und doch schaffen es immer mehr Gitanos, sich ihren Platz in der Mitte der Gesellschaft zu erkämpfen. Besonders gut gelingt dabei den Frauen der Spagat zwischen Herkunft und Zukunft: Vor ein paar Jahren noch wäre eine Roma-Anwältin, -Ärztin oder -Ingenieurin ein exotisches Randphänomen gewesen. Heute sind die starken Gitanas selbstverständlicher Teil des spanischen Alltags.
Inhalt und Ziele: Oft werden Vorurteile und Klischees von der Mehrheitsgesellschaft kritiklos übernommen und an Minderheiten ausgelebt. Am Beispiel des Antiziganismus erfahren Sie, wie Stereotype wirken und in welcher Weise sie dekonstruiert werden können. Sie können nachvollziehen, dass die Diskriminierung einer Volksgruppe deren Lebensqualität erheblich beeinträchtigt und dass ein Umdenken der Zivilgesellschaft auch von den öffentlich Bediensteten mitzugestalten ist.
Relevante Begrifflichkeiten (z. B. Eigen- und Fremdbezeichnungen)
Geschichte und Verfolgung der Roma und Sinti
Fragen zur gegenwärtigen Diskriminierungssituation von Sinti und Roma unter Berücksichtigung des Antiziganismusberichtes – Stand der Forschung
Individuelle und kollektive Selbstbehauptungspraktiken
Österreichische Beispiele für Best Practice: Präsentation von Projekten aus dem öffentlichen Sektor, die zu einer besseren Inklusion von Roma und Sinti beitragen.
Lernmethode: Erfahrungsorientiertes und interaktives Lernen, Übungen, Theorie-Input, Diskussion, Bearbeitung konkreter Beispiele aus der Praxis
Symposium zum Internationalen Romatag in Oberwart: „Eine neue Generation von EuropäerInnen? Junge Roma und Romnija und deren Selbstverständnis“
Sa., 7. April 2018, 14:00 Uhr im OHO, Lisztg. 12 ab 19:30 Uhr – Diskussion, Ausstellung und Konzert (siehe unten), Eintritt frei
Eine Tagung der Volkshochschule der Burgenländischen Roma in Kooperation mit dem Offenen Haus Oberwart, unterstützt von der Stadtgemeinde Oberwart, gefördert von der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung
Oft passiert es, wenn sich junge Menschen engagieren, dass die älteren eher abwartend, skeptisch, manchmal mit Unverständnis und gar nicht selten mit offener Ablehnung diesen Aktivitäten gegenüberstehen. Seit einiger Zeit macht eine neue Generation Roma mit ihren Aktionen auf sich aufmerksam, die sich inhaltlich und vom Stil her von Bisherigem unterscheidet. Junge Roma werden aktiv und deuten an, dass sich die Schwerpunkte der Volksgruppenarbeit in Zukunft doch erheblich verschieben könnten. Nicht mehr ausschließlich die Frage nach Gleichberechtigung, nach gesellschaftlicher Anerkennung der Leiden im Porajmos (Völkermord an den europäischen Roma in der Zeit des Nationalsozialismus) oder nach besseren Lebensverhältnissen steht im Blickfeld, sondern verstärkt die Frage nach der Identität (oder den Identitäten) von (jungen) Romnija und Roma in einer pluralistischen und meist auch urbanen Gesellschaft.
Junge Roma haben auch historisch gesehen eine ganz zentrale Rolle für die Volksgruppe in Österreich gespielt. Und hätten sie damals auf die Alten gehört, wäre die Geschichte möglicherweise ganz anders verlaufen. Vor 35 Jahren wurde nämlich in Oberwart die Roma-Bürgerrechtsbewegung in Österreich von jugendlichen Roma beziehungsweise damals sehr jungen Personen ins Leben gerufen. Read the rest of this entry »
Neues Onlineportal informiert über den Holocaust an den Sinti und Roma
Das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma hat am Dienstag das Webportal „‘Rassendiagnose: Zigeuner‘. Der Völkermord an den Sinti und Roma und der lange Kampf um Anerkennung“ gelauncht (Projektleitung: Frank Reuter, Mitarbeit: Verena Meier). Unter www.sintiundroma.org wird anhand zahlreicher Videos, Interviews, Fotos und Dokumente der Holocaust an der Minderheit thematisiert. Außerdem dokumentiert die Internetseite die Geschichte der Überlebenden im Nachkriegsdeutschland, die Erfolge der Bürgerrechtsbewegung sowie die Menschenrechtssituation in Europa nach 1989.
Ab März 1943 wurden annähernd 23.000 Sinti und Roma aufgrund des Deportationsbefehls Heinrich Himmlers nach Auschwitz-Birkenau deportiert, der größte Teil stammte aus dem Reichsgebiet. Zahlreiche Gedenkveranstaltungen erinnern dieser Tage deutschlandweit an dieses unvorstellbare Verbrechen. Der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma ist in der jahrhundertelangen gemeinsamen Geschichte von Minderheit und Mehrheit ohne Beispiel. Dennoch war er nicht voraussetzungslos: Eine von Vorurteilen und Feindseligkeit geprägte Haltung gegenüber Sinti und Roma ist tief in der europäischen Geschichte verankert. Das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma möchte mit seinem neuen Webportal www.sintiundroma.org einerseits diese Vorurteile und Feindseligkeiten widerlegen, andererseits den Völkermord an den Sinti und Roma dokumentieren: von der Ausgrenzung und Entrechtung der Minderheit im Deutschen Reich bis zu ihrer systematischen Vernichtung im besetzten Europa.
Der menschenverachtenden Perspektive der Täter werden Zeugnisse der Opfer gegenübergestellt. Historische Familienfotos von Sinti und Roma geben Einblicke in die Lebenswirklichkeit der Menschen und lassen sie als Individuen hervortreten. Read the rest of this entry »
Radijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Ein Beitrag von Adolf Gussak (Redaktion). Kamera: Julius Horvath, Emmerich Gärtner-Horvath. Schnitt: Adolf Gussak
Zentralmusikschule Oberwart
I muschikakeri ischkola Erba ando bersch 1947 kerdi uli. Usar i furula dschi usi elektrischi gitara mindenfelitike muschikakere instrumentscha schaj siklim on. 2006 jek khetanipe la muschikakera ischkolaha Szombathely kerdi uli – taj o orchesteri, i „Sinfonijeta Erba – Szombathely“, kerdi sina. Sajt oja cajt te o nevo berschengero koncerto la ZMSatar Erba del, savo ada bersch ando 13ti jeneri andi maschkarutni ischkola sina.
Die Musikschule Oberwart wurde im Jahr 1947 gegründet. Man kann von der Blockflöte bis zur E-Gitarre verschiedenste Musikinstrumente erlernen. 2006 wurde auch ein Kooperationsvertrag mit der Musikschule Szombathely abgeschlossen – und das Orchester, die „Sinfonietta Oberwart – Szombathely“, war geboren. Read the rest of this entry »
Die Theaterperformance »Rastplatz Marzahn«, eine auf Zeitzeugenerinnerungen basierende Rekonstruktion des Zwangslagers für Sinti und Roma in Marzahn-Hellersdorf, feierte im Oktober Premiere. Am Mittwoch wird das Stück im Rahmen des Jugendforums „denk!mal“ im Berliner Abgeordnetenhaus erstmals einem breiteren Publikum vorgestellt.
„Es hat furchtbar gestunken. Normalerweise hätten wir uns an einem solchen Ort nie aufgehalten, schon allein wegen unserer Gesetze nicht, die das verbieten. Wir wurden aber zwangsweise dort abgestellt.“ (Otto Rosenberg)
Heute ein unscheinbarer Ort zwischen Hochhäusern und S-Bahngeleisen in Marzahn-Hellersdorf. Von 1936 bis 1945 befand sich an dieser Stelle ein Sammellager für Sinti und Roma. Die Verschleppung und Festsetzung der Volksgruppe auf diesem Platz war der erste Schritt zu ihrer systematischen Verfolgung und Vernichtung. Für die mediale Theaterperformance hat sich das Ensemble aus jungen Menschen und Schauspieler*innen hier auf die Spurensuche nach der Geschichte des „Rastplatz Marzahn“ begeben. Read the rest of this entry »
Radijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Ein Beitrag von Jennifer Papai, Schnitt: Josef Horvath
O schajipe upre jek sikadipe
Seit 1990 besteht in Oberwart das Lernbetreuungsprojekt und wurde vom Verein Roma durchgeführt. 2017 übernahm der Verein Roma-Service durch das Ausscheiden des Vereins Roma das Lernbetreuungsprojekt. Durchschnittlich nehmen 30 Kinder an der Außerschulischen Lernbetreuung teil. Die Schüler erhalten täglich Förderunterricht und Unterstützung bei den Hausaufgaben. Lerndefizite werden gezielt aufgeholt, und vor Schularbeiten und Tests wird gesondert in der Gruppen- und Einzelbetreuung gefördert. Die Lernbetreuung gibt vielen Roma-Kindern die Chance auf eine gute Bildung, um im späteren Leben in der Arbeitswelt Fuß fassen zu können.
Sajt 1990 Erbate o siklipeskero projekto del taj le farajnistar Roma kerdo ulo. 2017 o farajn Roma-Service ada siklipeskero projekto prik lija, mint o farajn Roma use tschapintscha. Valami 30 tschave uso siklipe an. O ischkolaschtscha sako di pomoschago use pumare butj uschtiden. Siklipeskere deficitscha upre butschalim on, angle ischkolakere butja ande grupn vaj sakone tschave korkore, siklim ol. Read the rest of this entry »
Radijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
2017/2018
TSCHIBTSCHA: Präsentation der Teilnehmer/innen
TSCHIBTSCHA, zu Deutsch „Sprachen“, ist der Titel des Medienprojekts des Vereins Karika in Kooperation mit dem Verein Roma-Service und der ORF-Volksgruppenredaktion. Im Lehrgang „Teil 1: Roma-Empowerment“ werden acht Volksgruppenangehörige der Roma im Bereich Medien als Multiplikatoren ausgebildet.
TSCHIBTSCHA, nimtschkon „Sprachen“, o anav le medijakere projektostar le farajnistar KARIKA andi khetani buti le farajniha Roma-Service taj la ORF-flogoskere grupnakera redakcijonaha hi. Ando siklipeskero „falati 1: Roma-Empowerment“ ofto dschene la flogoskera grupnatar le Romendar, ando than mediji ojs multiplikatortscha ar siklim on.
Ein Film von Didi, Jashko, Rikardo, Ferida, Elita, Melissa, Julia, Stefan, Nicola
Regie/Kamera/Schnitt: Leonore Kasper
Deutsch/Romanes/Serbisch, 11:14 Min.
ROMANO SUMNAL ist ein Portrait Leipziger Jugendlicher aus der Roma-Community. Sie sprechen über ihr Leben und ihre Zukunft. Aber auch über das „Wie Weiter?“ und die eigene Sicherheit in Zeiten von Abschiebungen. Alle sind sie bei Romano Sumnal – Verein für Roma in Sachsen aktiv.
Der Film ist Teil von RomaRespekt unter dem Dach von Weiterdenken und wird gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Leonore Kasper studierte bis 2013 Medienkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig und lebt in Leipzig. Sie ist als Mentorin und künstlerische Leitung für soziokulturelle Filmprojekte tätig und entwickelt eigene Filmarbeiten.
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Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Redaktion: Adolf Gussak; Kamera: Josef Horvath; Cutter: Emmerich Gärtner-Horvath
Romengeri-dialogoskeri seletoskeri forma: „Buti le ternenca pal i ischkola“
Am Freitag, den 24. 11. 2017 fand die 20. Roma-Dialogplattform des Bundeskanzleramtes im Hause der Volksanwaltschaft Wien statt. Zur 20. Dialogplattform lud Frau Dr. Susanne Pfanner, Leiterin der Roma-Kontaktstelle, zum Thema „Außerschulische Jugendarbeit“ ein. Durch die EU-weite Roma-Strategie 2020 sind die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union aufgefordert, die aktive Einbindung der gesamten Roma-Zivilgesellschaft in die Umsetzung der nationalen Roma-Strategien zu fördern. Die österreichische nationale Roma-Kontaktstelle im Bundeskanzleramt hat zu diesem Zweck im Juni 2012 eine Roma-Dialogplattform geschaffen. Diese bringt regelmäßig Behördenvertreter/innen von Bund, Ländern, Städten und Gemeinden mit diversen Roma-Organisationen und Vertretern der Roma-Zivilgesellschaft sowie Experten und Expertinnen verschiedener Lebensbereiche zusammen. Ziel ist es, Raum für einen offenen Dialog zu schaffen, in dessen Mittelpunkt die Perspektive der Roma steht.
Paraschtuja, ando 24.11.2017 i 20ti Romengeri-dialogoskeri seletoskeri forma le bundeskancleriskere birovtschagostar ando kher le flogoskere fischgaroschengere birovtschagostar Betschi, tel likerdi uli. Usi 20to dialogoskeri seletoskeri forma i Susanne Pfanner, schero le Romengere-kontaktoskere thanistar, usi tema „buti le ternenca pal i ischkola“ akartscha. Read the rest of this entry »
Ukrainische Roma werden von Behörden und Medien diskriminiert – als Folge schotten sich Gemeinschaften immer stärker ab. Frank Brendel (jW) sprach mit Tatjana Logwinjuk, der Leiterin der Organisation »Terne Roma« (Junge Roma) in Lutsk, Ukraine.
Auch in der Ukraine gibt es eine Schulpflicht, die für alle gilt. Trotzdem gibt es unter Roma in dem Land etliche Analphabeten. Wie kann es dazu kommen?
Als die Ukraine unabhängig wurde, stieg der Anteil der Analphabeten rapide. Bei den 30-jährigen Roma liegt er bei rund 60 Prozent. Die Kinder gehen zur Schule, sitzen aber auf den hintersten Bänken und lernen kaum etwas. Die Lehrer machen meistens die Eltern dafür verantwortlich. Aber wie sollen die ihren Kindern helfen, die Schule zu bewältigen, wenn sie selbst nicht lesen und schreiben können?
Als meine Tochter eingeschult werden sollte, wollte keine Lehrerin sie in der Klasse haben, bis meine ukrainischen Bekannten dafür bürgten, dass man dieses Kind nehmen könne. Aber was soll einer machen, der keine solchen Bekannten hat? Und wenn ein Kind aus ärmlichen Verhältnissen stammt und nicht so sauber ist wie andere, dann heißt es häufig, es soll lieber zu Hause bleiben.
Wie steuern Sie dagegen?
Vor ein paar Jahren gründeten wir eine Versuchsklasse speziell für Roma-Kinder. Das ging nach hinten los: Andere Kinder sprachen von der »Affenklasse«. Das Minderwertigkeitsgefühl der Roma-Kinder wurde noch verstärkt. Dann haben wir Klassen als Vorbereitung für den Schuleintritt gegründet. Aber auf der allgemeinbildenden Schule kapseln sich die Kinder weiterhin ein. Uns fehlt ein Programm zur Ausbildung von demokratisch gesinnten Lehrkräften, die sich von Stereotypen über Roma frei machen.
Werden Roma auch in anderen Bereichen schlechter behandelt?
Wir werden ständig damit konfrontiert. Da gibt es zum Beispiel in den Krankenhäusern separate Krankenzimmer. Nur wenige wehren sich dagegen, aus Angst, nicht aufgenommen zu werden. Read the rest of this entry »
Radio RomaRespekt #20:Bildung von Romakindern und Ausbildung von Lehrer/innen für Romanes
Sendung vom 5.8.2017: Hristo Kyuchukov ist Wissenschaftler – Psycholinguist, Sprachwissenschaftler für Romanes und außerdem Erziehungswissenschaftler mit Spezialisierung auf die Erziehung von Romakindern. Kyuchukov hat in diesen Feldern mehrfach promoviert und er hat sich habilitiert. Er hat als Gastprofessor an verschiedenen Universitäten gewirkt. Anfang der 1990er Jahre hat er in Bulgarien Konzepte entwickelt für die universitäre Ausbildung von Lehrer/innen im Fach Romanes. Später hat er diese Forschung an der Universität von Veliko Tarnovo in entsprechende Ausbildungsprogramme umgesetzt. Es hat also Lehrer/innen ausgebildet, die Romanes und Geschichte der Roma unterrichten. Hristo Kyuchukov ist Kosmopolit und kennt die Situation von Roma und Romakindern in ganz Europa – einmal, weil er sie beforscht hat, und außerdem, weil er selbst aus Bulgarien stammt und zur dortigen Minderheit der türkisch sprechenden Roma gehört.
Die Musik für diese Sendung wurde von Martin Lubenov produziert. Er stammt wie Hristo Kyuchukov aus Bulgarien und ist Kosmopolit. Martin Lubenov lebt in Wien und ist als Musiker international tätig.
Zentralrat Deutscher Sinti und Roma erneuert Vorwurf des Antiziganismus gegen den Film „Nellys Abenteuer“. SWR zeigt sich uneinsichtig gegen berechtigte Kritik
Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma erneuert seine Kritik gegen den Kinderfilm „Nellys Abenteuer“ (wir berichteten), den der SWR jetzt vorgezogen ausstrahlen will. Der Zentralrat hatte am 14. September 2017 ein Fachgespräch in Berlin veranstaltet, an dem Vertreter der Filmindustrie, der Filmförderung sowie Wissenschaftler und Journalisten teilgenommen hatten. Vertreter des SWR sowie die Autoren und Beteiligten der Filmproduktion waren der Einladung nicht gefolgt. Auf der Grundlage des vom Zentralrat in Auftrag gegebenen Gutachtens von Pavel Brunßen, Technische Universität Berlin, teilten die Teilnehmer der Gesprächsrunde im Wesentlichen die Vorwürfe des Zentralrates. Der Film gebe Anlass, sowohl in den Gremien der staatlichen Filmförderung als auch beiden Filmschaffenden selbst über die Ethik des Filmemachens über Sinti und Roma nachzudenken. Dass die Reproduktion von antiziganistischen Stereotypen, wie sie in Nellys Abenteuer erfolgt, auch noch mit nahezu einer Million Euro Steuergelder finanziert wurde und jetzt auch noch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, wiederum finanziert aus öffentlichen Geldern, gesendet werden soll, sei kaum nachvollziehbar, resümierte Romani Rose für den Zentralrat.
Während dieses Fachgesprächs wurde von den Teilnehmern bis in die Details der Kameraführung hinein aufgezeigt, wie die antiziganistischen Bilder umgesetzt wurden: z.B. dokumentarische Kamera / Handkamera, wenn Roma gezeigt werden, versus Spielfilmkamera / Stativkamera, wenn Nelly oder ihre Familie auftreten. Gerade die Behauptung der Filmemacher, es sei doch ein Spielfilm, der künstlerische Freiheit reklamieren könne, wird durch den gleichzeitigen Anspruch auf dokumentarische Authentizität konterkariert. Während die Figur der Nelly durchaus eine Entwicklung durchläuft, bleiben die Roma-Figuren statisch, auch am Ende des Films bleiben sie als Kriminelle stehen.
Nellys Abenteuer stigmatisiert Roma als Kriminelle und Diebe. Im „Pädagogischen Begleitmaterial“ für Schulen werden die beiden wichtigsten Roma-Figuren, Roxana und Tibi, jeweils als kriminell vorgestellt : „Roxana ist 15 Jahre alt … Sie verdient ihr Geld mit ihrem Bruder durch Taschendiebstahl. … In einem Jahr soll sie verheiratet werden – mit dem Sohn von Hokus.“ Read the rest of this entry »
Radio RomaRespekt #15:De La Negra – Romano-Hip-Hop in Tschechien
Sendung vom 4.3.2017: Die tschechische Romano-Hip-Hop-Band De La Negra war im April 2016 zu Gast im Festspielhaus Hellerau in Dresden. Neben einem Konzert war die Band zu einem Interview durch Dresdner Jugendliche eingeladen. Sie stellten ihnen Fragen, hinterfragten ihr Bild von den Roma, beschäftigten sich intensiv mit Antiromaismus. Dazu gibt es Hintergrundinformationen zur Band. Außerdem hört Ihr einige Tracks von dem Konzert, das De la Negra dort gegeben haben. (Bandfoto: ecoleusti.wordpress.com)
„Heimat ist nicht gestern – Heimat ist morgen – Heimat ist, was wir draus machen!“ Das ist das Motto der Bundesjungendkonferenz, die Amaro Drom und das Roma-Büro vom 30. September bis 3. Oktober in Freiburg veranstalten. Amaro Drom ist eine bundesweite interkulturelle Organisation von jungen Roma und Nicht-Roma. Gegründet wurde sie 2005 in Freiburg. Die Konferenz umfasst auch öffentliche Veranstaltungen, von einer historischen Radrundfahrt über einen Film, Vorträge und Diskussionen bis hin zu einem Stadtfest am Seepark. Über das Motto „Heimat“, die aktuellen Herausforderungen für die Arbeit von Amaro Drom und über die Veranstaltungen der Konferenz – insbesondere den Programmpunkt „Zukunftsperspektiven von Romnja und Sintizze“ haben wir mit Silas Kropf, dem stellvertretenden Vorsitzenden von Amaro Drom (4:26), Dijana Celic und Tomas Wald vom Roma-Büro (4:08) und mit der Amaro-Drom-Mitarbeiterin Éva Ádám (3:55) gesprochen.
Roma sam
Radijo Burgenland: 11.9.2017 | (on demand)
Andi aktujeli sendung Roma sam vakerel o Emmerich Gärtner-Horvath andar o farajn Roma-Service pedar o medijakero projekto „Tschibtscha“. Ada peske o cil dija, multiplikatortscha ando medijakero koja te sikavel. Jek but tschibtschengero, pradimo radijo- taj TV-weblog o produkto adale projektistar hi, rejalisirim duach o farajn Karika ando khetan butschalinipe le farajn Roma-Servicejiha.
Andar o septemberi dschi decemberi 2017 ando kurs „Tschibtscha“ 8 dschene sikade on, kaj i flogoskeri grupnengeri tschib Roman (Romanes) medijal buteder nucim te ol. O Emmerich Gärtner-Horvath phukal ando vakeripe la Susanne Horvathaha pedar o tschinipeskero than taj o upre lipeskero schtudijo, ando kher le farajn Roma-Service taj Karika Erbate, sar te pedar o planime duj tschibtschengero radijo taj TV-blogs.
„Tschibtscha“ pomoschinel, kaj i presenc la Romani tschibtschatar buteder ando mediji te dikel taj te schunel te ol, phenel o schero le farajn Roma-Servicejistar Gärtner-Horvath. O programo na tschak usi flogoskeri grupn te dschal, ov te le avre dschenen aun te vakerel. Afka o projekto o pekamipe la dajakera tschibtschatar ando pradipe upre te sikal. Cil adale siklipestasr hi, jek fundirti cajtakero dschanipe te sikal taj kompentenctscha te trenirinel. O projektiskere dschene palo kisetinipe adale kursistar „multiplikatortscha ando medijakero koja“ schajipe upro butjakero foro te uschtiden taj pumaro dschanipe so siklile la flogoskera grupnake hasna te anel. Read the rest of this entry »