Jugend & Bildung

NS-Zeit: Wissenslücken bei Wiener Schülern

Mai 10th, 2020  |  Published in Geschichte & Gedenken, Jugend & Bildung, Wissenschaft

Schulexkursion nach Mauthausen (Foto: AHS Friesg., 2019)Wiener Studie zeigt: Schülerinnen und Schüler der 9. Schul­stu­fe ha­ben ek­la­tan­te Wis­sens­lü­cken zu NS-Zeit und Ho­lo­caust. Bil­dungs­mi­nis­te­ri­um stellt Ver­bes­serungen in Lehr­kräf­te­aus­bil­dung und -fort­bil­dung in Aus­sicht.

Eine repräsentative Befragung von Schülerinnen und Schülern, die das Zentrum für Politische Bildung im Auftrag der Arbeiterkammer an Wiener Schulen durchgeführt hat, förderte eklatante Wissenslücken zur Zeit der NS-Herrschaft zutage. Das berichtet das Magazin Profil, dem die noch nicht publizierten Studienergebnisse bereits im Detail vorliegen, in seiner aktuellen Ausgabe. Befragt wurden 1.185 Schülerinnen und Schülern der 9. Schulstufe an AHS, Berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS) und Polytechnischen Schulen (PTS). 81 Prozent von ihnen konnten mit dem Begriff „Antisemitismus“ nichts anfangen, und nur ein Drittel weiß, wie die Nazi-Partei hieß (wobei auch das Parteikürzel NSDAP als korrekt gewertet wurde). Auch in Gymnasien lag der Anteil der richtigen Antworten hier nur bei 48 Prozent (BHS: 37 Prozent, an den BMS: 20 und an den PTS: 12 Prozent).

Noch größere Wissenslücken zeigten die Jugendlichen bezüglich des Novemberpogroms 1938. Profil schreibt: „Von den AHS-Schülern konnten laut Studie nur 20,3 Prozent eine ausreichende Definition des Pogroms anführen; in 33 Prozent der Fälle war die Definition unzureichend, knapp die Hälfte hatte gar keine Antwort parat. Read the rest of this entry »

Amnesty: Tschechien diskriminiert Roma

April 16th, 2020  |  Published in Dokumente & Berichte, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

Amnesty International: Neuer Menschenrechtsbericht kritisiert Roma-Benachteiligung in TschechienAmnesty International kriti­siert Tsche­chi­en we­gen Dis­kri­mi­nie­rung von Roma

In Tschechien werden Roma weiterhin diskri­mi­niert, und das vor al­lem auf dem Wohnungs­markt und in der Bildung. Die­sen Schluss zieht Am­nesty Inter­national im neues­ten Bericht zum Stand der Menschen­rechte in Europa (→Download). Dem­nach kom­men in den Bil­dungs-Son­der­program­men (Anm.: den frü­he­ren Sonderschulen) fast 29 Pro­zent der Kinder aus der Roma-Min­derheit. In den regulä­ren Schulen läge ihr Anteil aber nur bei vier Pro­zent, hieß es. Amnesty Inter­national äu­ßert sich in dem neues­ten Bericht aber auch be­sorgt über die Pläne, den Zugang zu Miet­zuschüssen zu er­schwe­ren. Read the rest of this entry »

APuZ-Themenheft: Politische Bildung

März 31st, 2020  |  Published in Jugend & Bildung, Medien & Presse, Politik

Aus Politik und Zeitgeschichte: Politische Bildung (2020)Aus Politik und Zeitgeschichte (14–15/2020):

Politische Bildung

Die Konjunktur rechtspopulistischer Ideen und die zu­neh­mend offen vor­getra­genen men­schen­feind­li­chen und revi­sionis­tischen Ein­stellungen haben die politi­sche Bildung in den ver­gan­genen Jahren vor Heraus­for­derun­gen ge­stellt. Was be­deutet die Ver­schär­fung der Debatten für Lehrende in Schulen und außer­schu­li­schen Bildungs­ein­rich­tungen? Wie kön­nen und sollen sich Päda­go­ginnen und Päda­gogen zu gesell­schaft­lichen und politi­schen Konflikt­lagen po­sitio­nieren? Wann ist Zurück­haltung ge­bo­ten? Und wann gilt es, eine klare Haltung für oder ge­gen et­was zu zeigen? Um pädagogi­sches Handeln auch bei gesell­schafts­politi­scher Polarisierung zu er­mög­lichen, müs­sen Lehrende ge­gen etwaige Ein­schüch­terun­gen ge­wapp­net sein. Denn in Schulen und außer­schuli­schen Bildungs­institutionen wer­den nicht allein Fähig­keiten, Wissens­be­stände und Werte ver­mittelt, son­dern zu­gleich die Grund­lagen unse­res zu­künf­tigen Zusammen­lebens aus­gehandelt.

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Riem Spielhaus über Roma in Schulbüchern

März 24th, 2020  |  Published in Interview, Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

In alten Schulbüchern fallen rassistische und stereotype Darstellungen leichter auf - aber auch heutige Schulbücher reproduzieren sie. (Quelle: flickr.com/Nina Stössinger via rdl.de)Darstellung von Roma in Schulbüchern: Die größte euro­pä­i­sche Min­der­heit ist im Schul­un­ter­richt eine Un­be­kannte

Radio Dreyeckland, Morgenradio, 23.3.2020
→Anhören, 8.05 Min. (mp3)

Rassistisches Denken ist sehr oft mit Stereotypen ver­knüpft. Erste Stereo­type lernen wir be­reits in der Schule, in unse­ren Schul­büchern. Riem Spielhaus ist Pro­fes­so­rin für Islam­wissen­schaft an der Univer­si­tät Göttingen. Au­ßer­dem leitet sie die Abtei­lung „Wissen im Um­bruch“ des „Ge­org-Eckert-Insti­tuts für in­ter­na­tio­na­le Schul­buch­forschung“ (Link). Sie hat sich an­geschaut, wie Roma in euro­päi­schen Schulbüchern dar­ge­stellt werden. Sie sind die größ­te euro­päische Minder­heit; rund 10 bis 12 Millio­nen leben nach Schätzun­gen des Europa­rats in Europa. In Schul­büchern kom­men sie trotz­dem kaum vor. Die Geschichts-, Politik- und Sozial­kun­de­bücher in 21 euro­päi­schen Ländern er­wäh­nen Roma nur rund 800 Mal. Demo­graphi­sche Daten und ihre Ver­folgung zu Zeiten des National­sozia­lis­mus stünden dann im Vor­der­grund. Als Einzel­personen mit Namen und indivi­duel­lem Lebens­verlauf ler­nen Schü­ler/in­nen sie hin­gegen kaum ken­nen, sagte Riem Spielhaus im Inter­view mit Isabel.

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Broschüre „Bildungsaufbruch gestalten“

März 16th, 2020  |  Published in Dokumente & Berichte, Jugend & Bildung

UnterrichtsmaterialDeutschland: Unterrichtsmaterial über Sinti und Roma ver­öf­fent­licht

Die Broschüre „Bildungsaufbruch gestalten“ beinhaltet fächer­über­grei­fen­des Unterrichts­material zum Thema Sinti und Roma. Neben Hinter­grund­infor­ma­tio­nen zu Geschichte und der Sinti und Roma und einer „Begriffs­klärung“ wer­den Auf­gaben­blätter zu den The­men: Geschichte, Kunst, Kultur und Gesell­schafts­politik als Kopier­vorla­gen bereit­ge­stellt. Die Auf­ga­ben­blätter sind be­wusst so ge­stal­tet, dass diese sowohl fächer­über­greifend als auch in ver­schie­denen Alters­stufen und Schul­formen ein­gesetzt werden kön­nen. Zielgruppe sind Multi­plika­torInnen wie Lehrkräfte aller Schul­formen, Päda­gogInnen so­wie alle Per­sonen, die sich für Schule, Bildung und den Themen­bereich Sinti und Roma in­teres­sieren.

→Die Broschüre ist kostenfrei zu bestellen unter: Big@madhouse-munich.com
oder online abzurufen unter www.diakonie-hasenbergl.de (pdf).

Derzeit arbeitet das Team mit „BiG 2“ an der Konzeption von Fort­bildungs­ange­boten für Lehrkräfte und Päda­go­gInnen zu dem Thema. Neben einer Ein­führung in die prak­ti­schen Anwendung der Unterrichts­materialien soll es hierbei ins­besondere um die Geschichte und die ak­tuelle Situa­tion von Sinti und Roma in Deutschland und Europa so­wie um eine Sensibi­li­sierung be­züg­lich Antiziganismus in der Bildungsarbeit gehen.

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Roma-Urteil: Orbán ignoriert Rechtsstaat

Februar 19th, 2020  |  Published in Jugend & Bildung, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

Viktor Orbán 2018 beim Treffen der Europäischen Volkspartei (EPP) in Brüssel (Foto: EPP/CC BY 2.0)Zentralrat: Aussagen Orbáns zum Debre­ce­ner Segre­ga­tions­ur­teil ne­gie­ren den Rechts­staat und sind eine Be­dro­hung für die Demo­kra­tie in Ungarn

Anlässlich der alljährlichen Pressekonferenz von Minister­prä­si­dent Viktor Orbán am 9. Ja­nuar 2020 stellte Orbán offen ein Urteil des Debre­cener Beru­fungs­gerichts in Frage, welches den ungari­schen Staat bereits im Sep­tember 2019 zu Schaden­ersatz­zahlun­gen für die rechts­widrige segre­gierte Beschulung von Roma-Kin­dern im ost­ungari­schen Ort Gyöngyöspata ver­urteilt hatte. Gegen diese Ent­scheidung des Gerichts ist die Stadt Gyöngyös­pata vor das Oberste Bundes­gericht in Ungarn ge­zogen. Orbán will als Minis­ter­präsident jetzt direkt Einfluss auf die Ent­scheidung des Obersten Gerichts­hofes nehmen, indem er in der Frage eine „Natio­na­le Konsultation“ an­kündigte, da das Urteil „das Rechts­empfinden der Bürger“ ver­letzen würde. Dabei sug­ge­rierte er in zynischer Ver­kehrung der Tat­sachen, dass nicht die Roma-Kinder die Ge­schädigten seien, son­dern viel­mehr die Bürger von Gyönygös­pata, die nicht ver­stehen würden, „dass eine ethnische Minder­heit (…) eine statt­liche Summe be­kommt, ohne irgend­wie dafür ge­arbeitet zu haben“. Die „Nationa­len Konsultationen“ der Regierung be­stehen aus Frage­bögen, die an alle Haushalte in Ungarn ver­schickt werden und suggestiv for­mu­lierte Fragen ent­halten, die auf die Bestä­tigung der Regierungs­politik ab­zielen.

„Mit diesen Aussagen schürt Viktor Orbán nicht nur in un­verant­wort­li­cher Weise Ressen­timents gegen die Minder­heit. Der Regie­rungs­chef recht­fertigt gleich­zeitig das staatliche Ver­sagen bei der Durch­setzung einer gleich­berech­tigten Bildungs­teilhabe für Roma in Ungarn“, so der Zentral­rats­vor­sit­zen­de Romani Rose heu­te. Trotz ihres gesetz­lichen Verbots im Jahre 2003 ist die schulische Segre­gation von Roma-Kindern in Ungarn nach wie vor weit ver­breitet. Wenn­gleich diese Praxis von ungari­schen Gerichten mehr­fach als ver­fassungs­widrig verurteilt und auch von der Europäi­schen Kom­mis­sion gerügt wurde, scheitert die gemein­same Beschulung häufig am Wider­stand der lokalen und nationalen staat­lichen Behörden sowie der Lehrer und Eltern aus der Mehr­heits­gesell­schaft. „Indem Orbán sich jetzt offen gegen das Urteil des Debrece­ner Berufungs­gerichts stellt, legiti­miert er diese rechts­widrige Praxis“, so Rose weiter. „Wenn ein Regie­rungs­ober­haupt Anwei­sung gibt, rechts­kräftige Gerichts­entschei­dungen nicht zu voll­strecken und gleich­zeitig an­kündigt, das Urteil der Obersten Gerichts­hofes durch eine Volks­befra­gung er­setzen zu wollen, dann setzt er damit den Rechts­staat außer Kraft. In einem Rechts­staat fällen Gerichte ihre Urteile auf der Basis von Gesetzen und nicht auf der Grund­lage eines von Rassisten auf­ge­putsch­ten Volks­empfindens“, so der Zentral­rats­vor­sitzende. Read the rest of this entry »

Studie über Roma in Schulbüchern

Februar 15th, 2020  |  Published in Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Roma in Lehrplänen und Schulbüchern (BIld: bvsg-nu.info)Neue Studie zur Darstel­lung von Roma in euro­pä­i­schen Lehr­plä­nen und Schul­bü­chern

In einer ersten Sichtung von Lehrplänen und Schul­bü­chern für die Fächer Geschichte, Poli­tik- und Sozial­kunde sowie Geo­graphie in 21 euro­päi­schen Ländern und Kosovo legen der Europa­rat, der Roma-Edu­cation Fonds und das Ge­org-Eckert-Ins­ti­tut/Leib­niz-Ins­ti­tut für inter­natio­nale Schul­buch­for­schung die Ergeb­nisse einer gemein­sa­men Studie vor. Dabei wurden 850 Bücher darauf­hin unter­sucht, wie häu­fig Roma in ihnen er­wähnt werden, in wel­chen thema­ti­schen Zu­sammen­hängen sie vor­kom­men und welche Bilder dabei ver­mit­telt werden.

Stereotype Darstellungen von Musikern, Tänzerinnen und ungewasche­nen Kindern als Roma, bilden die Nor­malität. Auch wenn Schulbücher in den meis­ten euro­päi­schen Ländern Roma wenig und in stereo­typi­sie­ren­der Form thema­ti­sie­ren, gibt es eine Reihe von An­sätzen, die sich da­von ab­hebt. „Wenn Schulbücher ein­mal mehr als ein Wort oder einen Satz über Roma be­inhal­ten, dann häufig in Passiv­kon­struk­tio­nen. Das es auch anders geht, zeigt ein ungari­sches Ge­schichts­schulbuch, das nicht nur die Ver­nich­tung von Roma im Zwei­ten Weltkrieg erwähnt, sondern dabei auch den Namen nennt, den der Völker­mord in der Zeit des Natio­nal­sozia­lis­mus in der Sprache der Roma, dem Roma­nes, hat: Porajmos“, er­klärt die Bil­dungs­for­scherin Prof. Dr. Riem Spielhaus vom Ge­org-Eckert-Ins­titut.

Insgesamt lässt sich feststellen, dass Roma vor allem in Über­blicks­kapiteln über die Bevöl­ke­rungs­zusam­men­setzung oder den Massen­mord im Zwei­ten Weltkrieg er­wähnt werden und dabei häufig namen­los bleiben. Nur sehr weni­ge Schulbücher gehen auf die aktuelle Lebens­situa­tion von Roma ein. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (268)

Januar 30th, 2020  |  Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken, Jugend & Bildung

1930 bis 1938 bestand im süd­bur­gen­län­di­schen Stegers­bach eine ein­klas­si­ge Apart­heids­schu­le nur für Ro­ma­kin­der („Zi­geu­ner­schu­le“).

(Quelle)

„Elses Geschichte“ als interaktive Lernseite

Januar 17th, 2020  |  Published in Geschichte & Gedenken, Internet & Blogothek, Jugend & Bildung, Literatur & Bücher

Elses GeschichteSeit dem Erscheinen des Kinder- und Jugendbuchs „Elses Ge­schichte“ von Michail Krausnick im Jahr 2007 hat die Ge­schichte der klei­nen Else Schmidt die Herzen vieler Men­schen berührt. Eine Geschichte, die die Schrecken der Nazi-Zeit mit einem gren­zen­losen und men­schen­ver­ach­ten­den Hass, der selbst vor Kindern keinen Halt machte, ge­nauso ein­dring­lich schil­dert wie das mutige Ver­hal­ten Einzelner, das Leben rettete. Else Schmidt hat dank ihres Pflege­vaters Emil Matulat über­lebt. Ihre Ent­lassung aus dem Kon­zentra­tions­lager gleicht einem Wunder. Doch das Erlebte hat tiefe Spuren und ein zer­stör­tes Men­schen­leben hinter­lassen.

Sie erinnert uns an die schwächsten der Opfer von Rassismus, Gewalt und Krieg: die Kinder. Sie ver­pflich­tet uns, heute nicht weg­zu­schauen, wenn Kinder zu Opfern wer­den und unse­re Hilfe brau­chen, und Kinder mit dem Ver­trauen in das Gute auf­wach­sen zu lassen.

Auf der Website www.elses-geschichte.de zusam­men­ge­stell­te In­for­ma­tio­nen möch­ten Leserin­nen und Leser bei der Be­geg­nung mit »Elses Geschichte« un­ter­stützen. Die »Hinter­grund­informa­tio­nen« bieten eine Ein­ordnung der Erzählung in den his­tori­schen Kon­text mit weiter­füh­ren­den Links und Lite­ra­tur­anga­ben. Die »Pädago­gi­schen Materialien« lie­fern An­regun­gen und Arbeits­mate­ria­lien für eine ver­tie­fende Aus­einander­setzung bei der Lektüre des Buches mit Kindern und Jugend­lichen. Read the rest of this entry »

„Hier sind wir alle gleich“

Oktober 30th, 2019  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Sport

uefaUEFA: Der Fußball bietet den beiden jung­en Roma Nicușor „Beto“ Vasile und Raluca Petre, die in einem be­nach­tei­lig­ten Vier­tel in der ru­mä­ni­schen Haupt­stadt Bu­ka­rest leben, eine neue Zu­kunfts­per­spek­tive.

UEFA, 22.10.2019: Jeden Monat berichtet die UEFA im Rah­men ihrer Kam­­pag­ne #Equal­Game über eine Per­­son aus einem ihrer 55 Mit­glieds­ver­bände. Sie alle sind Bei­spiele da­für, wie der Fuß­ball In­klu­sion, Zu­gang zum Sport und Viel­falt för­dert und dass Be­hin­de­rung, Reli­gion, sexuel­le Orien­tie­rung, ethni­sche Zu­gehörig­keit und soziale Her­kunft kein Hin­dernis sind, Fuß­ball zu spie­len und Spaß daran zu haben.

Zwei junge Roma aus der rumänischen Hauptstadt Bu­ka­rest schau­en zu­ver­sicht­lich nach vorne und nutzen dabei Fuß­ball als Instru­ment für ihre per­sön­liche Ent­wick­lung. Nicușor „Beto“ Vasile (13) und Raluca Petre (14) le­ben in Ferentari, einem be­nach­teilig­ten Viertel in Bukarest. Beto wohnt zu­sam­men mit seiner Mut­ter und drei Brü­dern in einem ein­zi­gen Zimmer, wäh­rend Raluca mit ihren Eltern, drei Brü­dern und zwei Schwes­tern lebt. Ihr Leben hat sich deut­lich ver­bessert, seit­dem sie den loka­len „Alter­na­tive Education Club“ (AEC) be­su­chen – dieses Pro­jekt wird vom Zentrum für Roma und Min­der­heiten durch­geführt. Im Rah­men ver­schie­de­ner Ak­tivitä­ten wie Fußball wird den jun­gen Men­schen ver­mittelt, wieder Hoff­nung und den Glau­ben an einer bes­sere Zu­kunft zu be­kommen.

Beto und seine Familie leben in einem Raum ohne Strom­ver­sor­gung. „Das Leben ist nicht wirk­lich leicht in meinem Viertel. Es ist eigent­lich sogar ziem­lich schwer“, er­klärt Beto, der mit acht Jahren be­gon­nen hat, Fußball zu spie­len. Read the rest of this entry »

25 Jahre Bgld. Minderheitenschulgesetz

Oktober 23rd, 2019  |  Published in Jugend & Bildung, Romani

Festakt und Podiumsdiskussion an der Pädagogischen Hochschule in Eisenstadt (Foto: ORF:at)Das Burgenland feiert dieser Tage 25 Jah­re Min­der­hei­ten­schul­ge­setz. Das Ge­setz von 1994 gilt als Mei­len­stein in der Ge­schich­te des mehr­spra­chi­gen Schul­we­sens. Seit­her kön­nen alle bur­gen­län­di­schen Schü­ler, wenn sie wol­len, die Volks­grup­pen­spra­chen er­ler­nen.

Der Staatsvertrag aus dem Jahr 1955 sichert den Volksgruppen in Österreich das Recht auf sprach­li­che Bildung zu. Die Um­set­zung die­ses Rechts war aber immer we­ni­ger zeit­gemäß, denn im Burgenland gab es bis Anfang der 1990er Jahre fest­ge­legte Schul­stand­orte in den Ge­mein­den der Volks­gruppen, an de­nen zwei­sprachig unter­rich­tet wurde. Ein Problem war, dass durch Zuzug, Misch­ehen und An­pas­sung in vie­len Familien zu­neh­mend Deutsch ge­spro­chen wurde. Der ver­pflich­tende zwei­sprachi­ge Unterricht wur­de dort schwie­riger, andern­orts gab es hin­gegen für Kroatisch, Ungarisch und Romanes gar kein An­gebot.

Gesetz gilt als Meilenstein im Minderheitenschulwesen

Das Minderheitenschulgesetz von 1994 sei ein Meilenstein, sagte Karin Vukman-Artner, die Lei­terin der Ab­teilung Min­der­heiten­schulwesen in der Bildungsdirektion Burgenland. Man sei damit mehr oder weniger aus der Beliebigkeit herausgekommen und habe eine gesetzliche Grundlage geschaffen, die zur damaligen Zeit wirklich modern gewesen sei und den Bedürfnissen der Volksgruppen sehr entgegengekommen sei, so Vukman-Artner.

Eltern können seither selber entscheiden, ob sie ihre Kinder vom zwei­spra­chi­gen Unterricht in den Volks­grup­pen­gemeinden ab­melden. Anderer­seits können bei Bedarf auch an allen an­de­ren bur­gen­län­di­schen Schul­stand­orten Volks­gruppen­sprach­klassen eröffnet werden. Heute sei es mög­lich, dass jede Schü­lerin und je­der Schü­ler im Burgenland eine Volks­gruppen­sprache er­lernt – sei es Ungarisch, Kroatisch oder Romanes, so Vuk­man-Art­ner.

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Wieder Romani-Schulunterricht im Burgenland

Oktober 19th, 2019  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Romani

roman-kurs1In eigener Sache: Roma-Service bietet an zwei Schulen in Oberwart wieder Romani-Un­ter­richt als Un­ver­bind­li­che Übung (UVÜ) an. Ro­ma-Kin­der aus dem Raum Ober­wart un­ter­stützt der Verein zu­dem im Rah­men sei­ner täg­li­chen Außer­schu­li­schen Lern­be­treu­ung.

Roman-Unterricht | Romano-sikajipe

Mit Beginn des Schuljahres 2019/20 hat Roma-Service wieder den Unterricht an zwei Schulen auf­genom­men: An der Volks­schule Oberwart und der EMS Oberwart wird seit Sep­tem­ber Roman (Bur­gen­land-Romani) als Un­ver­bind­li­che Übung (UVÜ) durch­geführt. In der Übung wer­den den Kindern die Sprache Roman sowie die Ge­schich­te der Roma näher­ge­bracht. Der­zeit nehmen 13 Schü­lerin­nen und Schüler an der Übung teil. Dank dem Bur­gen­län­di­schen Min­der­heiten­schul­gesetz kann seit den 1990er Jah­ren Roman als Un­ter­richts­fach an­ge­boten wer­den (bisher in der Volks­schule Ober­wart, Volks­schule Unterwart, der Euro­päi­schen Mittel­schule Oberwart und im zwei­spra­chi­gen Bundes­gymna­sium in Ober­wart). Auch im Rah­men der Außer­schu­li­schen Lern­betreuung un­seres Vereins wird ein­mal wö­chent­lich Roman unter­richtet.
Le kesdipeha le ischkolakere berscheha 2019/20 o farajn Roma-Service papal o sika­jipe ande duj isch­koli upre lija. Andi flogos­keri ischkola Erba taj andi EMS Erba sajt sep­tem­beri Roman (Bur­gen­land-Ro­mani) ojs naphand­lo si­ka­jipe (UVÜ) kerdo ol. Ando sikajipe le tscha­venge i Romani tschib taj i histo­rija le Ro­mendar sik­lim ol. 13 isch­ko­lasch­tscha taj isch­kolaschkiji use ada sika­jipe use hi. Vasch o bur­genlan­di­tiko tschu­lipen­gero isch­kola­kero tscha­tschipe sajt o 1990te berscha Roman ojs sika­jipe kerdo schaj ol (dschi­jakana sina oda ando flo­goskere ischkoli Erba taj Tenu Erba, andi EMS Erba taj ando duj tschib­tschen­gero bun­dakero gim­nasi­jum Erba). Taj te ando sik­lipe pal i ischkola ama­re faraj­nistar jef­kar ando kurko Roman si­kado ol.

Außerschulische Lernbetreuung | Siklipe pal i ischkola

Vor drei Jahren übernahm Roma-Service die Lernbetreuung des Vereins Roma in Ober­wart und si­cherte so deren Fort­füh­rung. Das För­de­rungs- und Be­treu­ungs­ange­bot rich­tet sich in ers­ter Linie an Roma-Kin­der im Alter von 6 bis 15 Jah­ren in Oberwart und Um­ge­bung (Kleinbachselten, Großpetersdorf, Stegersbach, Unterwart). Die Kin­der wer­den täg­lich mit dem Vereins­bus ab­geholt und er­hal­ten Förder­unter­richt und Unter­stützung bei ihren Auf­gaben. Read the rest of this entry »

Neuer Studiengang Romanes in Prešov

Oktober 12th, 2019  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Romani, Wissenschaft

Neuer Romani-Studienlehrgang in der Slowakei: Universität Prešov (Foto: UNIPO)Roma-Sprache und Roma-Literatur: Diesen Studien­gang hat die Universität im ost­slowa­ki­schen Prešov in diesem akade­mi­schen Jahr er­öffnet. Laut der Uni­ver­sitäts­spre­che­rin Anna Polačková sei es das Ziel, hoch­qua­lifi­zierte Lehrer vor­zu­bereiten und die Be­dürf­nisse des Bildungs­pro­zes­ses der natio­na­len Min­derheit zu decken. Vorerst mach­ten sich neun Stu­denten auf diesen Weg. Alexander Mušinka, Anthro­po­loge am Ins­titut für Roma-Stu­dien der Uni­­ver­si­tät, er­klärte, dass Romanes (auch Romani ge­nannt) als Sprache wie auch die Roma-Literatur als pä­da­go­gi­scher Lehrgang bis dahin nirgend­wo unter­richtet wurde. Am nächs­ten war die Mög­lich­keit, es als sprach­wissen­schaft­li­ches Fach an der Prager Karls-Uni­versität zu stu­dieren. Des­halb sei auch die Zahl der Experten auf diesem Gebiet be­grenzt. Ein Teil der Päda­gogen des neuen Lehr­gangs in Prešov sei be­reits hoch­qualifi­ziert. Das Team werde nach und nach ge­bildet, sagt Alexander Mušinka: „Einer un­serer weite­ren Pläne ist es, die Kom­bina­tion Sprache und Literatur auf die Pri­mar­stufen­päda­gogik aus­zu­dehnen. Darüber hinaus soll ein Er­weiterungs­studium für die Ab­sol­ven­ten-Pä­da­gogen ein­ge­richtet werden, die schon lehren. Sie könn­ten sich in der Roma-Sprache und der Roma-Literatur wei­ter­qua­li­fi­zie­ren.”

Die Absolventen des neuen Studienprogramms werden sowohl Romanes als auch Roma-Li­tera­tur lehren kön­nen. Der Rektor der Uni­ver­sität Prešov, Peter Kónya, be­merkte, dass die Sprache der Roma in der Slowakei noch keine Pflicht­sprache ist, je­doch an einigen Grund­schulen unter­richtet wer­den kann. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (243)

Oktober 3rd, 2019  |  Published in Facts & Figures, Jugend & Bildung

Der Kindergarten des nord­slo­we­ni­schen Ro­ma­dorfs Pušča wur­de 1962 als ers­ter Ro­ma-Kin­der­gar­ten Ju­go­sla­wi­ens er­öff­net und gilt heu­te als bei­spiel­ge­bend.

(Quelle)

Facts & Figures (239)

August 31st, 2019  |  Published in Facts & Figures, Jugend & Bildung

Aufgrund fehlender Pa­pie­re als „staa­ten­los“ klas­si­fi­zier­te Ro­ma-Kin­der dür­fen in Ser­bi­en zwar zur Schu­le ge­hen, aber kei­nen Schul­ab­schluss er­lan­gen.

(Quelle)

Facts & Figures (228)

Juni 29th, 2019  |  Published in Facts & Figures, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

Italienische Hilfsorganisationen berichten, dass Neofaschisten der „Casa Pound“ Roma-Kindern in Rom im Nov. 2014 den Zutritt zur Schule versperrten.

(Quelle)

MOSS: Jugendcoaching im Südburgenland

Mai 17th, 2019  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung

MOSSPilotprojekt Mobiler One-Stop-Shop (MOSS) Südburgenland

Was ist der Mobile One-Stop-Shop?
Der „Mobile One-Stop-Shop“ (MOSS) ist ein individuelles und bedürfnis­orien­tier­tes Bera­tungs- und Unter­stüt­zungs­an­gebot für Jugend­liche im Alter von 15 bis 24 Jahren in der Region Süd­urgen­land. Das An­gebot rich­tet sich an Jugend­liche, die sich we­der in Aus­bildung, Be­schäf­ti­gung oder Schu­lung be­fin­den, sowie an de­ren Eltern, Bezugs­per­so­nen und Multi­pli­ka­tor/in­nen im regio­nalen Lebens­umfeld. In Ko­opera­tion mit Ge­mein­den, Vereinen und regio­nalen Ver­tre­terin­nen und Ver­tre­tern sol­len Jugend­liche da­zu er­mu­tigt wer­den, das Bera­tungs­ange­bot des „Mobi­len One-Stop-Shops“ in ih­rem ge­wohn­ten Lebens­umfeld in An­spruch zu neh­men. Vor­rangi­ges Ziel ist eine nach­haltige und erfolg­reiche An­bindung und (Re-)In­tegra­tion süd­burgen­län­di­scher Jugend­licher in ein weiter­führendes Aus­bil­dungs- bzw. Be­schäf­ti­gungs­ver­hältnis.

Was wird angeboten?
Die Berater/innen sind vor Ort und somit auch in Ihrer Ge­mein­de tä­tig. MOSS bietet Ihnen:

  • kostenlose Jugend- bzw. Elternberatung zu  den Schwerpunkten Aus- und Weiter­bil­dung, Sucht­prä­ven­tion, Gesund­heit und Er­näh­rung, Um­gang mit Gewalt, Social Media
  • Organisation und Durchführung von Informationsveranstaltun­gen, Work­shops und Ak­tions­tagen zum Thema Jugend, Aus­bildung und Be­schäf­ti­gung
  • Schnittstellen- und Vermittlungsfunktion zu Gemeinden, Vereinen, Schulen und Insti­tu­tio­nen

Selbstverständlich ist auch eine Übernahme des/der Jugendlichen in das Pro­jekt Jugend­coaching von „RETTET DAS KIND – Bur­gen­land“ mög­lich.

Kontakt: Read the rest of this entry »

SozialMarie an The Omama Project

Mai 7th, 2019  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Jugend & Bildung

Slowakische Romnija geben frühkindliche Förderung in ihren Siedlungen: The Omama Project (Foto: cestavon)Die SozialMarie wurde am 1. Mai zum 15. Mal an 15 heraus­ra­gen­de soziale In­no­va­tio­nen im ORF Radio­Kultur­haus ver­geben. Die 15 ex­zel­len­ten sozialen In­nova­tio­nen, die mit neuen Heran­gehens­weisen und Lö­sun­gen auf gesell­schaft­li­che Probleme re­agie­ren, fin­den Sie hier.

Vererbte Armut ist nach wie vor Grund für lebenslange Be­nach­tei­li­gung. Der mit 15.000 € dotierte erste Preis ging an The Omama Project (Website) Frauen, die in slowa­kischen Roma-Sied­lungen leben, werden in Metho­den der kind­lichen Früh­för­derung ge­schult. Als Omamas unter­stützen sie in den Sied­lungen Mütter die motori­schen und kogni­tiven Fähig­keiten ihrer Kleinen zu ent­wickeln.

Worum geht es?

Omama is an early child development home-vi­si­ting pro­gram which sup­ports a healthy cog­nitive, social, and physical de­velop­ment of Roma children li­ving in poverty du­ring the most cri­tical period of every child’s life (0-3 years). Home visits are de­livered by trained Roma wo­men from the local com­muni­ties. They are em­powered to be a part of the solution in en­ding the cycle of gene­ra­tio­nal poverty.

Würdigung der Jury

Early and regular steps. Gentle, innovative, persis­tent. Every small step of progress is celebra­ted: The child suc­ceeds in an exer­cise. The Omama is em­ployed for the first time in her life. The children will not auto­mati­cally be en­rolled in a special school later. A de­tailed manual, an obser­va­tion sheet com­pleted after each visit, and the scien­tific support serve to im­prove and expand: More Omamas in more settle­ments. The pro­mo­tion of children after the third year of life as well. Politi­cians take more respon­si­bility for the situa­tion of the Roma mino­rity by strong­ly sup­por­ting their im­prove­ment.

Über den zweiten Preis (10.000 €) freut sich die Genossen­schaft für Gemein­wohl. Sie steht für eine alter­native Öko­nomie und bietet gemein­wohl­orien­tierte Finanz- und Bil­dungs­an­gebote. Mit dem drit­ten Preis (5.000 €) wurde die Social Rental Agency – On the Way out of the Hou­sing Crisis in Ungarn aus­ge­zeich­net. Die Agen­tur ver­mittelt zwi­schen Woh­nungs­losen und privaten sowie kom­mu­nalen Wohn­part­nerIn­nen und schafft leist­bare Miet­ver­hältnisse.

(Text: SozialMarie)

PH Burgenland le historischi kesdipeha

Mai 5th, 2019  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Romani

Emmerich Gärtner-Horvath von Roma-Service präsentiert ein Kinderbuch auf Roman in der PH Burgenland (Foto: Roma-Service)Erschtivar andi historija la Austrijatar bojd jek sikavipe dsche­nenge, sa­ve mesch­ter­tscha/ mesch­ter­ki­ji te ol kam­na, le tschib­tscha­kere pha­ri­pes­kere gen­doha Bur­genland-Ro­­man (Bur­gen­land-Ro­­ma­ni), de­la. Use aja joma sikal pe akan i Peda­go­gi­schi Utschi Isch­kola Burgen­land andi Tikni Martona.

I Sabine Weisz, direktorkija la Pedagogischi Utschi Isch­ko­latar Bur­gen­land, lo­scha­nel pe, hot lakeri isch­kola aja joma uso upre like­ripe jeke bari­kane fak­to­ristar la bur­genlan­di­tika kultu­ratar akan schaj kerel. Te dosta aun­mej­dinip­tscha dija (pantsch dsche­ne iste le on) akor le dsche­ven­des­kere semes­te­riha 2019/2020 ada but­jakero vodi­ni­pes­kero sika­vipe, ande blokime sika­vipes­kere ori (10 kurke ando semes­teri: pa­rasch­tun 13:45 – 20:30 oren­ge, suboton 8:00 – 18:45 oren­ge) schaj kes­dinel.

Ando 3ti semesteri akor o tschibtschakero pha­ripes­kero gendo „Roman“ del. Akan o Burgen­land-Ro­man, kekaj te aja tschib ando tschu­lipen­gero isch­kola­kero tscha­tschi­pe ando Burgen­land tel pisim hi, ando bur­genlan­ditike isch­koli na sikado ol, so te upro fali­nipe le mesch­te­rendar adala tschib­tschake pasch­lol, phe­nel i ischko­lakeri insch­pektor­kija le tschu­lipen­gere isch­kola­kere ko­jastar le thanes­kere isch­kolakere ro­tistar Burgen­land, Karin Vukman-Artner.

Online aunmejdinipe dschi uso 15to maj

O online aunmejdinipe vasch o uprelipe meg dschi uso 15to maj na­schel (pascho kori­dor: 1ti juli – 14to au­gust 2019), pa­loda avre upre­li­pes­kere- taj ajg­nungake­re koji del. Read the rest of this entry »

Romani wird Teil der Lehrerausbildung

Mai 3rd, 2019  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Romani

Direktorin Sabine Weisz, FH Burgenland (Foto: ORF.at)Muttersprache: PH Burgenland mit historischem Durchbruch

Erstmals in der Geschichte Österreichs könnte es bald einen Lehrgang für wer­dende Pflicht­schul­lehrer/in­nen mit dem Sprach­schwe­rpunkt Burgen­land-Ro­man (Bur­gen­land-Ro­mani) ge­ben. Zu die­sem Schritt zeigt sich die Päda­gogi­sche Hoch­schule Bur­gen­land in Eisenstadt nun be­reit.

Sabine Weisz, Di­rek­to­rin der Päda­go­gi­schen Hoch­schule Burgen­land, freut sich, dass ihre Schu­le diesen Schritt zum Erhalt eines we­sent­lichen Faktors des bur­genl­ändi­schen Kultur­guts nun setzten kann. Bei ge­nügend An­mel­dungen (min­des­tens fünf Per­sonen) würde mit dem Winter­semes­ter 2019/2020 dieser berufs­beglei­tende Lehr­gang, des­sen Unter­richt in ge­blockten Lehr­ver­anstal­tun­gen (10 Wochen­enden pro Se­mester: freitags 13:45 bis 20:30 Uhr, samstags 8:00 bis 18:45 Uhr) statt­findet, starten.

Ab dem 3. Semes­ter würde der sprach­liche Schwer­punkt „Roman“ ge­setzt wer­den. Momen­tan wird Burgen­­land-Ro­man (Burgen­land-Ro­mani) trotz des auch für diese Sprache gel­tenden Min­der­heiten­schul­geset­zes im Burgen­land an den Schulen nicht unter­richtet, was natür­lich auch am Lehr­kräfte­mangel für diese Sprache liege, be­dauert die Pflicht­schul­inspek­torin des Minder­heiten­schul­wesens des Landes­schul­rats Burgen­land, Karin Vukman-Artner.

Online-Anmeldung bis 15. Mai

Die Online-Anmeldung zum Aufnahmeverfahren läuft noch bis 15. Mai (Neben­korri­dor: 1. Juli bis 14. August 2019), da­nach fin­den wei­tere Auf­nahme- und Eig­nungs­ver­fah­ren statt.

Der Start eines Ausbildungslehrgangs für künftige Lehrer/in­nen mit Burgen­land-Ro­man-Kom­pe­ten­zen wäre ein Meilen­stein für die Volks­gruppe. Nun liegt es an den In­teres­sen­ten/in­nen selbst, diesen per­sönli­chen und his­tori­schen Schritt zu wagen, damit sich dieser wich­tige Schwer­punkt an der Päda­gogi­schen Hoch­schule mani­fes­tie­ren kann.

Näheres zum Studium: Lehramt Primarstufe, ab Oktober 2019 berufs­be­glei­tend; Dauer: acht Se­mester

(Text: volksgruppen.orf.at)