Jugend & Bildung
Mai 10th, 2020 |
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Geschichte & Gedenken, Jugend & Bildung, Wissenschaft
Wiener Studie zeigt: Schülerinnen und Schüler der 9. Schulstufe haben eklatante Wissenslücken zu NS-Zeit und Holocaust. Bildungsministerium stellt Verbesserungen in Lehrkräfteausbildung und -fortbildung in Aussicht.
Eine repräsentative Befragung von Schülerinnen und Schülern, die das Zentrum für Politische Bildung im Auftrag der Arbeiterkammer an Wiener Schulen durchgeführt hat, förderte eklatante Wissenslücken zur Zeit der NS-Herrschaft zutage. Das berichtet das Magazin Profil, dem die noch nicht publizierten Studienergebnisse bereits im Detail vorliegen, in seiner aktuellen Ausgabe. Befragt wurden 1.185 Schülerinnen und Schülern der 9. Schulstufe an AHS, Berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS) und Polytechnischen Schulen (PTS). 81 Prozent von ihnen konnten mit dem Begriff „Antisemitismus“ nichts anfangen, und nur ein Drittel weiß, wie die Nazi-Partei hieß (wobei auch das Parteikürzel NSDAP als korrekt gewertet wurde). Auch in Gymnasien lag der Anteil der richtigen Antworten hier nur bei 48 Prozent (BHS: 37 Prozent, an den BMS: 20 und an den PTS: 12 Prozent).
Noch größere Wissenslücken zeigten die Jugendlichen bezüglich des Novemberpogroms 1938. Profil schreibt: „Von den AHS-Schülern konnten laut Studie nur 20,3 Prozent eine ausreichende Definition des Pogroms anführen; in 33 Prozent der Fälle war die Definition unzureichend, knapp die Hälfte hatte gar keine Antwort parat. Read the rest of this entry »
April 16th, 2020 |
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Dokumente & Berichte, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte
Amnesty International kritisiert Tschechien wegen Diskriminierung von Roma
In Tschechien werden Roma weiterhin diskriminiert, und das vor allem auf dem Wohnungsmarkt und in der Bildung. Diesen Schluss zieht Amnesty International im neuesten Bericht zum Stand der Menschenrechte in Europa (→Download). Demnach kommen in den Bildungs-Sonderprogrammen (Anm.: den früheren Sonderschulen) fast 29 Prozent der Kinder aus der Roma-Minderheit. In den regulären Schulen läge ihr Anteil aber nur bei vier Prozent, hieß es. Amnesty International äußert sich in dem neuesten Bericht aber auch besorgt über die Pläne, den Zugang zu Mietzuschüssen zu erschweren. Read the rest of this entry »
März 31st, 2020 |
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Jugend & Bildung, Medien & Presse, Politik
Aus Politik und Zeitgeschichte (14–15/2020):
Politische Bildung
Die Konjunktur rechtspopulistischer Ideen und die zunehmend offen vorgetragenen menschenfeindlichen und revisionistischen Einstellungen haben die politische Bildung in den vergangenen Jahren vor Herausforderungen gestellt. Was bedeutet die Verschärfung der Debatten für Lehrende in Schulen und außerschulischen Bildungseinrichtungen? Wie können und sollen sich Pädagoginnen und Pädagogen zu gesellschaftlichen und politischen Konfliktlagen positionieren? Wann ist Zurückhaltung geboten? Und wann gilt es, eine klare Haltung für oder gegen etwas zu zeigen? Um pädagogisches Handeln auch bei gesellschaftspolitischer Polarisierung zu ermöglichen, müssen Lehrende gegen etwaige Einschüchterungen gewappnet sein. Denn in Schulen und außerschulischen Bildungsinstitutionen werden nicht allein Fähigkeiten, Wissensbestände und Werte vermittelt, sondern zugleich die Grundlagen unseres zukünftigen Zusammenlebens ausgehandelt.
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März 24th, 2020 |
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Interview, Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
Darstellung von Roma in Schulbüchern: Die größte europäische Minderheit ist im Schulunterricht eine Unbekannte
Radio Dreyeckland, Morgenradio, 23.3.2020
→Anhören, 8.05 Min. (mp3)
Rassistisches Denken ist sehr oft mit Stereotypen verknüpft. Erste Stereotype lernen wir bereits in der Schule, in unseren Schulbüchern. Riem Spielhaus ist Professorin für Islamwissenschaft an der Universität Göttingen. Außerdem leitet sie die Abteilung „Wissen im Umbruch“ des „Georg-Eckert-Instituts für internationale Schulbuchforschung“ (Link). Sie hat sich angeschaut, wie Roma in europäischen Schulbüchern dargestellt werden. Sie sind die größte europäische Minderheit; rund 10 bis 12 Millionen leben nach Schätzungen des Europarats in Europa. In Schulbüchern kommen sie trotzdem kaum vor. Die Geschichts-, Politik- und Sozialkundebücher in 21 europäischen Ländern erwähnen Roma nur rund 800 Mal. Demographische Daten und ihre Verfolgung zu Zeiten des Nationalsozialismus stünden dann im Vordergrund. Als Einzelpersonen mit Namen und individuellem Lebensverlauf lernen Schüler/innen sie hingegen kaum kennen, sagte Riem Spielhaus im Interview mit Isabel.
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März 16th, 2020 |
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Dokumente & Berichte, Jugend & Bildung
Deutschland: Unterrichtsmaterial über Sinti und Roma veröffentlicht
Die Broschüre „Bildungsaufbruch gestalten“ beinhaltet fächerübergreifendes Unterrichtsmaterial zum Thema Sinti und Roma. Neben Hintergrundinformationen zu Geschichte und der Sinti und Roma und einer „Begriffsklärung“ werden Aufgabenblätter zu den Themen: Geschichte, Kunst, Kultur und Gesellschaftspolitik als Kopiervorlagen bereitgestellt. Die Aufgabenblätter sind bewusst so gestaltet, dass diese sowohl fächerübergreifend als auch in verschiedenen Altersstufen und Schulformen eingesetzt werden können. Zielgruppe sind MultiplikatorInnen wie Lehrkräfte aller Schulformen, PädagogInnen sowie alle Personen, die sich für Schule, Bildung und den Themenbereich Sinti und Roma interessieren.
→Die Broschüre ist kostenfrei zu bestellen unter: Big@madhouse-munich.com
oder online abzurufen unter www.diakonie-hasenbergl.de (pdf).
Derzeit arbeitet das Team mit „BiG 2“ an der Konzeption von Fortbildungsangeboten für Lehrkräfte und PädagogInnen zu dem Thema. Neben einer Einführung in die praktischen Anwendung der Unterrichtsmaterialien soll es hierbei insbesondere um die Geschichte und die aktuelle Situation von Sinti und Roma in Deutschland und Europa sowie um eine Sensibilisierung bezüglich Antiziganismus in der Bildungsarbeit gehen.
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Februar 19th, 2020 |
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Jugend & Bildung, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Zentralrat: Aussagen Orbáns zum Debrecener Segregationsurteil negieren den Rechtsstaat und sind eine Bedrohung für die Demokratie in Ungarn
Anlässlich der alljährlichen Pressekonferenz von Ministerpräsident Viktor Orbán am 9. Januar 2020 stellte Orbán offen ein Urteil des Debrecener Berufungsgerichts in Frage, welches den ungarischen Staat bereits im September 2019 zu Schadenersatzzahlungen für die rechtswidrige segregierte Beschulung von Roma-Kindern im ostungarischen Ort Gyöngyöspata verurteilt hatte. Gegen diese Entscheidung des Gerichts ist die Stadt Gyöngyöspata vor das Oberste Bundesgericht in Ungarn gezogen. Orbán will als Ministerpräsident jetzt direkt Einfluss auf die Entscheidung des Obersten Gerichtshofes nehmen, indem er in der Frage eine „Nationale Konsultation“ ankündigte, da das Urteil „das Rechtsempfinden der Bürger“ verletzen würde. Dabei suggerierte er in zynischer Verkehrung der Tatsachen, dass nicht die Roma-Kinder die Geschädigten seien, sondern vielmehr die Bürger von Gyönygöspata, die nicht verstehen würden, „dass eine ethnische Minderheit (…) eine stattliche Summe bekommt, ohne irgendwie dafür gearbeitet zu haben“. Die „Nationalen Konsultationen“ der Regierung bestehen aus Fragebögen, die an alle Haushalte in Ungarn verschickt werden und suggestiv formulierte Fragen enthalten, die auf die Bestätigung der Regierungspolitik abzielen.
„Mit diesen Aussagen schürt Viktor Orbán nicht nur in unverantwortlicher Weise Ressentiments gegen die Minderheit. Der Regierungschef rechtfertigt gleichzeitig das staatliche Versagen bei der Durchsetzung einer gleichberechtigten Bildungsteilhabe für Roma in Ungarn“, so der Zentralratsvorsitzende Romani Rose heute. Trotz ihres gesetzlichen Verbots im Jahre 2003 ist die schulische Segregation von Roma-Kindern in Ungarn nach wie vor weit verbreitet. Wenngleich diese Praxis von ungarischen Gerichten mehrfach als verfassungswidrig verurteilt und auch von der Europäischen Kommission gerügt wurde, scheitert die gemeinsame Beschulung häufig am Widerstand der lokalen und nationalen staatlichen Behörden sowie der Lehrer und Eltern aus der Mehrheitsgesellschaft. „Indem Orbán sich jetzt offen gegen das Urteil des Debrecener Berufungsgerichts stellt, legitimiert er diese rechtswidrige Praxis“, so Rose weiter. „Wenn ein Regierungsoberhaupt Anweisung gibt, rechtskräftige Gerichtsentscheidungen nicht zu vollstrecken und gleichzeitig ankündigt, das Urteil der Obersten Gerichtshofes durch eine Volksbefragung ersetzen zu wollen, dann setzt er damit den Rechtsstaat außer Kraft. In einem Rechtsstaat fällen Gerichte ihre Urteile auf der Basis von Gesetzen und nicht auf der Grundlage eines von Rassisten aufgeputschten Volksempfindens“, so der Zentralratsvorsitzende. Read the rest of this entry »
Februar 15th, 2020 |
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Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
Neue Studie zur Darstellung von Roma in europäischen Lehrplänen und Schulbüchern
In einer ersten Sichtung von Lehrplänen und Schulbüchern für die Fächer Geschichte, Politik- und Sozialkunde sowie Geographie in 21 europäischen Ländern und Kosovo legen der Europarat, der Roma-Education Fonds und das Georg-Eckert-Institut/Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung die Ergebnisse einer gemeinsamen Studie vor. Dabei wurden 850 Bücher daraufhin untersucht, wie häufig Roma in ihnen erwähnt werden, in welchen thematischen Zusammenhängen sie vorkommen und welche Bilder dabei vermittelt werden.
Stereotype Darstellungen von Musikern, Tänzerinnen und ungewaschenen Kindern als Roma, bilden die Normalität. Auch wenn Schulbücher in den meisten europäischen Ländern Roma wenig und in stereotypisierender Form thematisieren, gibt es eine Reihe von Ansätzen, die sich davon abhebt. „Wenn Schulbücher einmal mehr als ein Wort oder einen Satz über Roma beinhalten, dann häufig in Passivkonstruktionen. Das es auch anders geht, zeigt ein ungarisches Geschichtsschulbuch, das nicht nur die Vernichtung von Roma im Zweiten Weltkrieg erwähnt, sondern dabei auch den Namen nennt, den der Völkermord in der Zeit des Nationalsozialismus in der Sprache der Roma, dem Romanes, hat: Porajmos“, erklärt die Bildungsforscherin Prof. Dr. Riem Spielhaus vom Georg-Eckert-Institut.
Insgesamt lässt sich feststellen, dass Roma vor allem in Überblickskapiteln über die Bevölkerungszusammensetzung oder den Massenmord im Zweiten Weltkrieg erwähnt werden und dabei häufig namenlos bleiben. Nur sehr wenige Schulbücher gehen auf die aktuelle Lebenssituation von Roma ein. Read the rest of this entry »
Januar 30th, 2020 |
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Facts & Figures, Geschichte & Gedenken, Jugend & Bildung
1930 bis 1938 bestand im südburgenländischen Stegersbach eine einklassige Apartheidsschule nur für Romakinder („Zigeunerschule“).
(Quelle)
Januar 17th, 2020 |
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Geschichte & Gedenken, Internet & Blogothek, Jugend & Bildung, Literatur & Bücher
Seit dem Erscheinen des Kinder- und Jugendbuchs „Elses Geschichte“ von Michail Krausnick im Jahr 2007 hat die Geschichte der kleinen Else Schmidt die Herzen vieler Menschen berührt. Eine Geschichte, die die Schrecken der Nazi-Zeit mit einem grenzenlosen und menschenverachtenden Hass, der selbst vor Kindern keinen Halt machte, genauso eindringlich schildert wie das mutige Verhalten Einzelner, das Leben rettete. Else Schmidt hat dank ihres Pflegevaters Emil Matulat überlebt. Ihre Entlassung aus dem Konzentrationslager gleicht einem Wunder. Doch das Erlebte hat tiefe Spuren und ein zerstörtes Menschenleben hinterlassen.
Sie erinnert uns an die schwächsten der Opfer von Rassismus, Gewalt und Krieg: die Kinder. Sie verpflichtet uns, heute nicht wegzuschauen, wenn Kinder zu Opfern werden und unsere Hilfe brauchen, und Kinder mit dem Vertrauen in das Gute aufwachsen zu lassen.
Auf der Website www.elses-geschichte.de zusammengestellte Informationen möchten Leserinnen und Leser bei der Begegnung mit »Elses Geschichte« unterstützen. Die »Hintergrundinformationen« bieten eine Einordnung der Erzählung in den historischen Kontext mit weiterführenden Links und Literaturangaben. Die »Pädagogischen Materialien« liefern Anregungen und Arbeitsmaterialien für eine vertiefende Auseinandersetzung bei der Lektüre des Buches mit Kindern und Jugendlichen. Read the rest of this entry »
Oktober 30th, 2019 |
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Einrichtungen, Jugend & Bildung, Sport
UEFA: Der Fußball bietet den beiden jungen Roma Nicușor „Beto“ Vasile und Raluca Petre, die in einem benachteiligten Viertel in der rumänischen Hauptstadt Bukarest leben, eine neue Zukunftsperspektive.
UEFA, 22.10.2019: Jeden Monat berichtet die UEFA im Rahmen ihrer Kampagne #EqualGame über eine Person aus einem ihrer 55 Mitgliedsverbände. Sie alle sind Beispiele dafür, wie der Fußball Inklusion, Zugang zum Sport und Vielfalt fördert und dass Behinderung, Religion, sexuelle Orientierung, ethnische Zugehörigkeit und soziale Herkunft kein Hindernis sind, Fußball zu spielen und Spaß daran zu haben.
Zwei junge Roma aus der rumänischen Hauptstadt Bukarest schauen zuversichtlich nach vorne und nutzen dabei Fußball als Instrument für ihre persönliche Entwicklung. Nicușor „Beto“ Vasile (13) und Raluca Petre (14) leben in Ferentari, einem benachteiligten Viertel in Bukarest. Beto wohnt zusammen mit seiner Mutter und drei Brüdern in einem einzigen Zimmer, während Raluca mit ihren Eltern, drei Brüdern und zwei Schwestern lebt. Ihr Leben hat sich deutlich verbessert, seitdem sie den lokalen „Alternative Education Club“ (AEC) besuchen – dieses Projekt wird vom Zentrum für Roma und Minderheiten durchgeführt. Im Rahmen verschiedener Aktivitäten wie Fußball wird den jungen Menschen vermittelt, wieder Hoffnung und den Glauben an einer bessere Zukunft zu bekommen.
Beto und seine Familie leben in einem Raum ohne Stromversorgung. „Das Leben ist nicht wirklich leicht in meinem Viertel. Es ist eigentlich sogar ziemlich schwer“, erklärt Beto, der mit acht Jahren begonnen hat, Fußball zu spielen. Read the rest of this entry »
Oktober 23rd, 2019 |
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Jugend & Bildung, Romani
Das Burgenland feiert dieser Tage 25 Jahre Minderheitenschulgesetz. Das Gesetz von 1994 gilt als Meilenstein in der Geschichte des mehrsprachigen Schulwesens. Seither können alle burgenländischen Schüler, wenn sie wollen, die Volksgruppensprachen erlernen.
Der Staatsvertrag aus dem Jahr 1955 sichert den Volksgruppen in Österreich das Recht auf sprachliche Bildung zu. Die Umsetzung dieses Rechts war aber immer weniger zeitgemäß, denn im Burgenland gab es bis Anfang der 1990er Jahre festgelegte Schulstandorte in den Gemeinden der Volksgruppen, an denen zweisprachig unterrichtet wurde. Ein Problem war, dass durch Zuzug, Mischehen und Anpassung in vielen Familien zunehmend Deutsch gesprochen wurde. Der verpflichtende zweisprachige Unterricht wurde dort schwieriger, andernorts gab es hingegen für Kroatisch, Ungarisch und Romanes gar kein Angebot.
Gesetz gilt als Meilenstein im Minderheitenschulwesen
Das Minderheitenschulgesetz von 1994 sei ein Meilenstein, sagte Karin Vukman-Artner, die Leiterin der Abteilung Minderheitenschulwesen in der Bildungsdirektion Burgenland. Man sei damit mehr oder weniger aus der Beliebigkeit herausgekommen und habe eine gesetzliche Grundlage geschaffen, die zur damaligen Zeit wirklich modern gewesen sei und den Bedürfnissen der Volksgruppen sehr entgegengekommen sei, so Vukman-Artner.
Eltern können seither selber entscheiden, ob sie ihre Kinder vom zweisprachigen Unterricht in den Volksgruppengemeinden abmelden. Andererseits können bei Bedarf auch an allen anderen burgenländischen Schulstandorten Volksgruppensprachklassen eröffnet werden. Heute sei es möglich, dass jede Schülerin und jeder Schüler im Burgenland eine Volksgruppensprache erlernt – sei es Ungarisch, Kroatisch oder Romanes, so Vukman-Artner.
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Oktober 19th, 2019 |
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Einrichtungen, Jugend & Bildung, Romani
In eigener Sache: Roma-Service bietet an zwei Schulen in Oberwart wieder Romani-Unterricht als Unverbindliche Übung (UVÜ) an. Roma-Kinder aus dem Raum Oberwart unterstützt der Verein zudem im Rahmen seiner täglichen Außerschulischen Lernbetreuung.
Roman-Unterricht | Romano-sikajipe
Mit Beginn des Schuljahres 2019/20 hat Roma-Service wieder den Unterricht an zwei Schulen aufgenommen: An der Volksschule Oberwart und der EMS Oberwart wird seit September Roman (Burgenland-Romani) als Unverbindliche Übung (UVÜ) durchgeführt. In der Übung werden den Kindern die Sprache Roman sowie die Geschichte der Roma nähergebracht. Derzeit nehmen 13 Schülerinnen und Schüler an der Übung teil. Dank dem Burgenländischen Minderheitenschulgesetz kann seit den 1990er Jahren Roman als Unterrichtsfach angeboten werden (bisher in der Volksschule Oberwart, Volksschule Unterwart, der Europäischen Mittelschule Oberwart und im zweisprachigen Bundesgymnasium in Oberwart). Auch im Rahmen der Außerschulischen Lernbetreuung unseres Vereins wird einmal wöchentlich Roman unterrichtet.
Le kesdipeha le ischkolakere berscheha 2019/20 o farajn Roma-Service papal o sikajipe ande duj ischkoli upre lija. Andi flogoskeri ischkola Erba taj andi EMS Erba sajt septemberi Roman (Burgenland-Romani) ojs naphandlo sikajipe (UVÜ) kerdo ol. Ando sikajipe le tschavenge i Romani tschib taj i historija le Romendar siklim ol. 13 ischkolaschtscha taj ischkolaschkiji use ada sikajipe use hi. Vasch o burgenlanditiko tschulipengero ischkolakero tschatschipe sajt o 1990te berscha Roman ojs sikajipe kerdo schaj ol (dschijakana sina oda ando flogoskere ischkoli Erba taj Tenu Erba, andi EMS Erba taj ando duj tschibtschengero bundakero gimnasijum Erba). Taj te ando siklipe pal i ischkola amare farajnistar jefkar ando kurko Roman sikado ol.
Außerschulische Lernbetreuung | Siklipe pal i ischkola
Vor drei Jahren übernahm Roma-Service die Lernbetreuung des Vereins Roma in Oberwart und sicherte so deren Fortführung. Das Förderungs- und Betreuungsangebot richtet sich in erster Linie an Roma-Kinder im Alter von 6 bis 15 Jahren in Oberwart und Umgebung (Kleinbachselten, Großpetersdorf, Stegersbach, Unterwart). Die Kinder werden täglich mit dem Vereinsbus abgeholt und erhalten Förderunterricht und Unterstützung bei ihren Aufgaben. Read the rest of this entry »
Oktober 12th, 2019 |
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Einrichtungen, Jugend & Bildung, Romani, Wissenschaft
Roma-Sprache und Roma-Literatur: Diesen Studiengang hat die Universität im ostslowakischen Prešov in diesem akademischen Jahr eröffnet. Laut der Universitätssprecherin Anna Polačková sei es das Ziel, hochqualifizierte Lehrer vorzubereiten und die Bedürfnisse des Bildungsprozesses der nationalen Minderheit zu decken. Vorerst machten sich neun Studenten auf diesen Weg. Alexander Mušinka, Anthropologe am Institut für Roma-Studien der Universität, erklärte, dass Romanes (auch Romani genannt) als Sprache wie auch die Roma-Literatur als pädagogischer Lehrgang bis dahin nirgendwo unterrichtet wurde. Am nächsten war die Möglichkeit, es als sprachwissenschaftliches Fach an der Prager Karls-Universität zu studieren. Deshalb sei auch die Zahl der Experten auf diesem Gebiet begrenzt. Ein Teil der Pädagogen des neuen Lehrgangs in Prešov sei bereits hochqualifiziert. Das Team werde nach und nach gebildet, sagt Alexander Mušinka: „Einer unserer weiteren Pläne ist es, die Kombination Sprache und Literatur auf die Primarstufenpädagogik auszudehnen. Darüber hinaus soll ein Erweiterungsstudium für die Absolventen-Pädagogen eingerichtet werden, die schon lehren. Sie könnten sich in der Roma-Sprache und der Roma-Literatur weiterqualifizieren.”
Die Absolventen des neuen Studienprogramms werden sowohl Romanes als auch Roma-Literatur lehren können. Der Rektor der Universität Prešov, Peter Kónya, bemerkte, dass die Sprache der Roma in der Slowakei noch keine Pflichtsprache ist, jedoch an einigen Grundschulen unterrichtet werden kann. Read the rest of this entry »
Oktober 3rd, 2019 |
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Facts & Figures, Jugend & Bildung
Der Kindergarten des nordslowenischen Romadorfs Pušča wurde 1962 als erster Roma-Kindergarten Jugoslawiens eröffnet und gilt heute als beispielgebend.
(Quelle)
August 31st, 2019 |
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Facts & Figures, Jugend & Bildung
Aufgrund fehlender Papiere als „staatenlos“ klassifizierte Roma-Kinder dürfen in Serbien zwar zur Schule gehen, aber keinen Schulabschluss erlangen.
(Quelle)
Juni 29th, 2019 |
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Facts & Figures, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte
Italienische Hilfsorganisationen berichten, dass Neofaschisten der „Casa Pound“ Roma-Kindern in Rom im Nov. 2014 den Zutritt zur Schule versperrten.
(Quelle)
Mai 17th, 2019 |
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Einrichtungen, Jugend & Bildung
Pilotprojekt Mobiler One-Stop-Shop (MOSS) Südburgenland
Was ist der Mobile One-Stop-Shop?
Der „Mobile One-Stop-Shop“ (MOSS) ist ein individuelles und bedürfnisorientiertes Beratungs- und Unterstützungsangebot für Jugendliche im Alter von 15 bis 24 Jahren in der Region Südurgenland. Das Angebot richtet sich an Jugendliche, die sich weder in Ausbildung, Beschäftigung oder Schulung befinden, sowie an deren Eltern, Bezugspersonen und Multiplikator/innen im regionalen Lebensumfeld. In Kooperation mit Gemeinden, Vereinen und regionalen Vertreterinnen und Vertretern sollen Jugendliche dazu ermutigt werden, das Beratungsangebot des „Mobilen One-Stop-Shops“ in ihrem gewohnten Lebensumfeld in Anspruch zu nehmen. Vorrangiges Ziel ist eine nachhaltige und erfolgreiche Anbindung und (Re-)Integration südburgenländischer Jugendlicher in ein weiterführendes Ausbildungs- bzw. Beschäftigungsverhältnis.
Was wird angeboten?
Die Berater/innen sind vor Ort und somit auch in Ihrer Gemeinde tätig. MOSS bietet Ihnen:
- kostenlose Jugend- bzw. Elternberatung zu den Schwerpunkten Aus- und Weiterbildung, Suchtprävention, Gesundheit und Ernährung, Umgang mit Gewalt, Social Media
- Organisation und Durchführung von Informationsveranstaltungen, Workshops und Aktionstagen zum Thema Jugend, Ausbildung und Beschäftigung
- Schnittstellen- und Vermittlungsfunktion zu Gemeinden, Vereinen, Schulen und Institutionen
Selbstverständlich ist auch eine Übernahme des/der Jugendlichen in das Projekt Jugendcoaching von „RETTET DAS KIND – Burgenland“ möglich.
Mai 7th, 2019 |
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Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Jugend & Bildung
Die SozialMarie wurde am 1. Mai zum 15. Mal an 15 herausragende soziale Innovationen im ORF RadioKulturhaus vergeben. Die 15 exzellenten sozialen Innovationen, die mit neuen Herangehensweisen und Lösungen auf gesellschaftliche Probleme reagieren, finden Sie hier.
Vererbte Armut ist nach wie vor Grund für lebenslange Benachteiligung. Der mit 15.000 € dotierte erste Preis ging an The Omama Project (Website) Frauen, die in slowakischen Roma-Siedlungen leben, werden in Methoden der kindlichen Frühförderung geschult. Als Omamas unterstützen sie in den Siedlungen Mütter die motorischen und kognitiven Fähigkeiten ihrer Kleinen zu entwickeln.
Worum geht es?
Omama is an early child development home-visiting program which supports a healthy cognitive, social, and physical development of Roma children living in poverty during the most critical period of every child’s life (0-3 years). Home visits are delivered by trained Roma women from the local communities. They are empowered to be a part of the solution in ending the cycle of generational poverty.
Würdigung der Jury
Early and regular steps. Gentle, innovative, persistent. Every small step of progress is celebrated: The child succeeds in an exercise. The Omama is employed for the first time in her life. The children will not automatically be enrolled in a special school later. A detailed manual, an observation sheet completed after each visit, and the scientific support serve to improve and expand: More Omamas in more settlements. The promotion of children after the third year of life as well. Politicians take more responsibility for the situation of the Roma minority by strongly supporting their improvement.
Über den zweiten Preis (10.000 €) freut sich die Genossenschaft für Gemeinwohl. Sie steht für eine alternative Ökonomie und bietet gemeinwohlorientierte Finanz- und Bildungsangebote. Mit dem dritten Preis (5.000 €) wurde die Social Rental Agency – On the Way out of the Housing Crisis in Ungarn ausgezeichnet. Die Agentur vermittelt zwischen Wohnungslosen und privaten sowie kommunalen WohnpartnerInnen und schafft leistbare Mietverhältnisse.
(Text: SozialMarie)
Mai 5th, 2019 |
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Einrichtungen, Jugend & Bildung, Romani
Erschtivar andi historija la Austrijatar bojd jek sikavipe dschenenge, save meschtertscha/ meschterkiji te ol kamna, le tschibtschakere pharipeskere gendoha Burgenland-Roman (Burgenland-Romani), dela. Use aja joma sikal pe akan i Pedagogischi Utschi Ischkola Burgenland andi Tikni Martona.
I Sabine Weisz, direktorkija la Pedagogischi Utschi Ischkolatar Burgenland, loschanel pe, hot lakeri ischkola aja joma uso upre likeripe jeke barikane faktoristar la burgenlanditika kulturatar akan schaj kerel. Te dosta aunmejdiniptscha dija (pantsch dschene iste le on) akor le dschevendeskere semesteriha 2019/2020 ada butjakero vodinipeskero sikavipe, ande blokime sikavipeskere ori (10 kurke ando semesteri: paraschtun 13:45 – 20:30 orenge, suboton 8:00 – 18:45 orenge) schaj kesdinel.
Ando 3ti semesteri akor o tschibtschakero pharipeskero gendo „Roman“ del. Akan o Burgenland-Roman, kekaj te aja tschib ando tschulipengero ischkolakero tschatschipe ando Burgenland tel pisim hi, ando burgenlanditike ischkoli na sikado ol, so te upro falinipe le meschterendar adala tschibtschake paschlol, phenel i ischkolakeri inschpektorkija le tschulipengere ischkolakere kojastar le thaneskere ischkolakere rotistar Burgenland, Karin Vukman-Artner.
Online aunmejdinipe dschi uso 15to maj
O online aunmejdinipe vasch o uprelipe meg dschi uso 15to maj naschel (pascho koridor: 1ti juli – 14to august 2019), paloda avre uprelipeskere- taj ajgnungakere koji del. Read the rest of this entry »
Mai 3rd, 2019 |
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Einrichtungen, Jugend & Bildung, Romani
Muttersprache: PH Burgenland mit historischem Durchbruch
Erstmals in der Geschichte Österreichs könnte es bald einen Lehrgang für werdende Pflichtschullehrer/innen mit dem Sprachschwerpunkt Burgenland-Roman (Burgenland-Romani) geben. Zu diesem Schritt zeigt sich die Pädagogische Hochschule Burgenland in Eisenstadt nun bereit.
Sabine Weisz, Direktorin der Pädagogischen Hochschule Burgenland, freut sich, dass ihre Schule diesen Schritt zum Erhalt eines wesentlichen Faktors des burgenländischen Kulturguts nun setzten kann. Bei genügend Anmeldungen (mindestens fünf Personen) würde mit dem Wintersemester 2019/2020 dieser berufsbegleitende Lehrgang, dessen Unterricht in geblockten Lehrveranstaltungen (10 Wochenenden pro Semester: freitags 13:45 bis 20:30 Uhr, samstags 8:00 bis 18:45 Uhr) stattfindet, starten.
Ab dem 3. Semester würde der sprachliche Schwerpunkt „Roman“ gesetzt werden. Momentan wird Burgenland-Roman (Burgenland-Romani) trotz des auch für diese Sprache geltenden Minderheitenschulgesetzes im Burgenland an den Schulen nicht unterrichtet, was natürlich auch am Lehrkräftemangel für diese Sprache liege, bedauert die Pflichtschulinspektorin des Minderheitenschulwesens des Landesschulrats Burgenland, Karin Vukman-Artner.
Online-Anmeldung bis 15. Mai
Die Online-Anmeldung zum Aufnahmeverfahren läuft noch bis 15. Mai (Nebenkorridor: 1. Juli bis 14. August 2019), danach finden weitere Aufnahme- und Eignungsverfahren statt.
Der Start eines Ausbildungslehrgangs für künftige Lehrer/innen mit Burgenland-Roman-Kompetenzen wäre ein Meilenstein für die Volksgruppe. Nun liegt es an den Interessenten/innen selbst, diesen persönlichen und historischen Schritt zu wagen, damit sich dieser wichtige Schwerpunkt an der Pädagogischen Hochschule manifestieren kann.
Näheres zum Studium: Lehramt Primarstufe, ab Oktober 2019 berufsbegleitend; Dauer: acht Semester
(Text: volksgruppen.orf.at)