Amnesty: Tschechien diskriminiert Roma

April 16th, 2020  |  Published in Dokumente & Berichte, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

Amnesty International: Neuer Menschenrechtsbericht kritisiert Roma-Benachteiligung in TschechienAmnesty International kriti­siert Tsche­chi­en we­gen Dis­kri­mi­nie­rung von Roma

In Tschechien werden Roma weiterhin diskri­mi­niert, und das vor al­lem auf dem Wohnungs­markt und in der Bildung. Die­sen Schluss zieht Am­nesty Inter­national im neues­ten Bericht zum Stand der Menschen­rechte in Europa (→Download). Dem­nach kom­men in den Bil­dungs-Son­der­program­men (Anm.: den frü­he­ren Sonderschulen) fast 29 Pro­zent der Kinder aus der Roma-Min­derheit. In den regulä­ren Schulen läge ihr Anteil aber nur bei vier Pro­zent, hieß es. Amnesty Inter­national äu­ßert sich in dem neues­ten Bericht aber auch be­sorgt über die Pläne, den Zugang zu Miet­zuschüssen zu er­schwe­ren. Zu­dem kriti­siert die Men­schen­rechs­organi­sa­tion, dass hier­zu­lande immer noch kein System an Sozial­wohnungen auf­ge­baut wurde. Eine Pas­sa­ge des Be­richts be­schäf­tigt sich auch mit Flüchtlingen. So wür­den Asyl­bewerber, darun­ter auch Fami­lien mit Kindern, wei­ter­hin in Abschiebe­lagern fest­ge­halten.

(Till Janzer, Radio Praha, 16.4.2020)

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