Riem Spielhaus über Roma in Schulbüchern

März 24th, 2020  |  Published in Interview, Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

In alten Schulbüchern fallen rassistische und stereotype Darstellungen leichter auf - aber auch heutige Schulbücher reproduzieren sie. (Quelle: flickr.com/Nina Stössinger via rdl.de)Darstellung von Roma in Schulbüchern: Die größte euro­pä­i­sche Min­der­heit ist im Schul­un­ter­richt eine Un­be­kannte

Radio Dreyeckland, Morgenradio, 23.3.2020
→Anhören, 8.05 Min. (mp3)

Rassistisches Denken ist sehr oft mit Stereotypen ver­knüpft. Erste Stereo­type lernen wir be­reits in der Schule, in unse­ren Schul­büchern. Riem Spielhaus ist Pro­fes­so­rin für Islam­wissen­schaft an der Univer­si­tät Göttingen. Au­ßer­dem leitet sie die Abtei­lung „Wissen im Um­bruch“ des „Ge­org-Eckert-Insti­tuts für in­ter­na­tio­na­le Schul­buch­forschung“ (Link). Sie hat sich an­geschaut, wie Roma in euro­päi­schen Schulbüchern dar­ge­stellt werden. Sie sind die größ­te euro­päische Minder­heit; rund 10 bis 12 Millio­nen leben nach Schätzun­gen des Europa­rats in Europa. In Schul­büchern kom­men sie trotz­dem kaum vor. Die Geschichts-, Politik- und Sozial­kun­de­bücher in 21 euro­päi­schen Ländern er­wäh­nen Roma nur rund 800 Mal. Demo­graphi­sche Daten und ihre Ver­folgung zu Zeiten des National­sozia­lis­mus stünden dann im Vor­der­grund. Als Einzel­personen mit Namen und indivi­duel­lem Lebens­verlauf ler­nen Schü­ler/in­nen sie hin­gegen kaum ken­nen, sagte Riem Spielhaus im Inter­view mit Isabel.

(Sendung und Programminfo: rdl.de)

Zur Studie: →https://repository.gei.de/handle/11428/306

Siehe auch:
Studie über Roma in Schulbüchern, 15.2.2020

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