Podcast: Aus dem Netz ins Klassenzimmer – Wie umgehen mit Cyber Mobbing und Hate Speech? (27.10.2021)
In dieser Podcast Folge von „Richtig & Falsch“ ist neben Cybermobbing auch Hatespeech – online wie offline – ein Thema. Also Hassrede, die sich gegen Personen oder Gruppen richtet und sie bedroht oder abwertet. Hetze und Hatespeech kommen nicht nur im Klassenzimmer vor. Ganz viel davon passiert online. Jede*r zweite Internetnutzer*in ist schon einmal mit Hass im Netz in Kontakt gekommen.
Was tun, wenn ein Schüler oder eine Schülerin Hass im Klassenzimmer verbreitet? Wo sind die Grenzen der Meinungsfreiheit? Read the rest of this entry »
Podcast „Richtig und Falsch“: Mehr Sprachen, mehr Potential – Und welche Rolle die Schule dabei spielen kann, 21.3.2022
In dieser Podcast-Folge geht es um Mehrsprachigkeit. Österreich ist ein vielsprachiges Land. Das wird auch in der Schule deutlich. Mehr als ein Viertel der Schüler*innen in Österreich, in Wien sogar mehr als die Hälfte, sprechen im Alltag nicht Deutsch. Damit muss in der Schule umgegangen werden. Oft funktioniert das gut und mehr Sprachen werden als Gewinn und nicht als Last gesehen. Aber: es hängt eben noch immer oft auch davon ab, WELCHE Sprachen die Zweit- oder Drittsprachen sind.
Was bedeutet es, Jugendliche in ihrer sprachlichen Realität abzuholen? Wie gehen Lehrkräfte mit Mehrsprachigkeit in der Klasse um? Wie gelingt ein ressourcenorientierter Zugang, der die Kompetenzen der Schüler*innen schätzt und nutzbar macht? Read the rest of this entry »
Von der Stiftung EVZ gefördertes Projekt in der Tschechischen Republik geht gegen Antiziganismus im Netz vor
Proaktiv gegen Hassrede im Netz: Zwanzig junge Rom:nja in der Tschechischen Republik gehen das mit Unterstützung der Stiftung EVZ an. Die Gruppe aus Studierenden und Freiwilligen meldet und überwacht diskriminierende Äußerungen im Internet, entwickelt Inhalte, liefert Gegenargumente und schafft eine Beweisgrundlage für rechtliche Schritte. Die Gruppe ist Teil eines gemeinsamen Projekts des European Roma Rights Centre (ERRC), des Forums für Menschenrechte und der tschechischen NGO ROMEA. Es zielt darauf ab, Hassreden im Internet zu bekämpfen und rechtliche Klagen gegen Inhaltsanbieter einzureichen. Das Projekt wird von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) unterstützt.
„Es besteht oft ein direkter Zusammenhang zwischen Hassreden im Internet und realen Hassverbrechen gegen Rom:nja“, sagte ERRC-Präsident Đorđe Jovanović. „Hasskommentare im Internet sind nicht nur ein Abbild des Antiziganismus im Netz, in vielen Fällen stiften sie sogar zu weiteren Verbrechen gegen Rom:nja an – vor allem, wenn sie von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens stammen, die den Anti-Roma-Hass für politische Zwecke nutzen. Unsere Roma-Aktivist:innen sind die Antwort darauf: Sie werden aktiv gegen diejenigen, die den Hass fördern, und gegen diejenigen, deren Aufgabe es sein sollte, ihn zu beseitigen.“
Raum4Sprache&Kultur: Einblick in die Gedankenwelt der Jugendlichen
Ande dikipe ando gondoskero them le ternendar: O Forum4Burgenland hi jek khetano sikadipeskero forum la Privati Pedagogischi Utschi Ischkolatar Burgenland, la sikadipeskera direkcijonatar Burgenlandiske sar le burgenlanditike flogoskere grupnendar. Jefkar ando bersch jek mulatintschago jeke temakere pharipeskere punktiha tel likero ol. Use adaberschengero mulatintschago diskutirinen o flogoskere grupnengere bajrotscha ande duj tschibtschengere interview ande lengeri rola taj upre dipe ando ischkolakere koji sar schajiptscha taj feder keriptscha le duj tschibtschengere sikadipeskere aunbitinipestar dim schaj ol. Ischkolakere projektscha uso „100 berscha Burgenland“ sar arajiptscha la ternengera schtudijatar andar o bersch dujeseri bisch le fokusiha upro burgenlanditike flogoskere grupn presentirim on. O ar le mulatintschagostar kertscha o roasinipeskero artschijipe „100 berscha Burgenland taj leskere flogoskere grupn“.
Das Forum4Burgenland ist ein gemeinsames Bildungsforum der Privaten Pädagogischen Hochschule Burgenland, der Bildungsdirektion für Burgenland sowie der burgenländischen Volksgruppen. Unter anderem veranstaltet es einmal jährlich eine Tagung mit einem Themenschwerpunkt. Bei der diesjährigen Tagung diskutieren die Volksgruppenbeiräte in zweisprachigen Interviews ihre Rolle und Aufgaben im Schulwesen sowie Möglichkeiten einer Verbesserung der zweisprachigen Bildungsangebote. Read the rest of this entry »
Ande Malmö jek nevi Romengeri-biblijoteka kerdi ol. Ando foro akor mindschart duj Romengere-biblijotektscha pasche terdschona. Taj te jek Romengeri-tschavengeri biblijoteka, savi sajt pantsch berscha ande Bukarest del, pro kesdipe andi Schvedija lija.
Schvedija jek pradimi Romengeri-biblijoteka uschtidel. I nevi biblijoteka ojs integrali falato la foroskera biblijotekatar andar Malmö, o triti bareder foro le thanestar, kerdi ol. Imar ando arto terno dschend i biblijoteka pradi te ol. „Ada jek vusko cajtakero plan hi“, phenel o foroskero biblijotekari Torbjörn Nilsson, mind pharo ovla, Romengeri-literatura te lakel. Kaj ada schofim te ol, iste amen dur pedar i thaneskeri granica ari dschas taj avre biblijotekenca taj Romenca ande but gava khetan iste butschalinas.“
Andi biblijoteka publikaciji ande mindenfelitike Romengere-dijalekti, pisimi literatura Romendar taj kenvi pedar i Romengeri-kultura dela. I literatura ando telvakeripe fatreterenca le Romengere-khetanipestar khetan terdschardi ol. Adaj o organisatortscha butvar le gaveskere Romengere-birovtschagoha (Romskt informations- och kunskapscenter, RIKC) khetan butschalinen, savo – sar i foroskeri biblijoteka – uso foroskero kulturakero favojtinipe use tschito hi.
Favurclim taj fanecim
Barikano vert upre fochiskere butschaschtscha paschlardo ol: „Barikano hi, i tschib taj o mindenfelitike dijalekti te prindscharel. O butschaschtscha iste dschene on, save i Romengeri-kultura prindscharen vaj save ande late favurclim hi. On iste le Romenca fanecim on“, phenel o Torbjörn Nilsson.
„Me patijardo som, hot amen o pradipe la erschti Romengera-biblijotekatar le thanestar planinas“, phenel i kulturakeri foroskeri rotkija andar Malmö, Frida Trollmyr. „Ada jek jekoschno koja hi, le tschatschiptschenge le Romendar te pomoschinel taj use jek feder dschanipe pedar i kultura taj i historija le Romendar use te ledschel.“
Hot vasch i erschti Romengeri-biblijoteka andi Schvedija pe handlinel, tschak eknaj tschatscho hi. Ande buteder fori imar schpecijeli biblijotekakere falati Romengera-literaturake del. Taj ande Malmö jeke Romengere-khetanipe, o Romska Kulturcentret (RKC), jek ajgeni, eknaj phuri falatoskeri biblijoteka hi. Read the rest of this entry »
In Malmö entsteht eine neue Roma-Bibliothek. In der Stadt werden dann gleich zwei Roma-Büchereien nebeneinander bestehen. Und auch eine Roma-Kinderbibliothek, die seit fünf Jahren in Bukarest existiert, nahm ihren Anfang in Schweden.
Schweden bekommt eine öffentliche Roma-Bibliothek. Die neue Einrichtung entsteht als integraler Bestandteil der Stadtbibliothek von Malmö, der drittgrößten Stadt des Landes. Schon im kommenden Herbst soll die Bibliothek eröffnet werden. „Das ist ein enger Zeitplan“, sagt Stadtbibliothekar Torbjörn Nilsson, „denn es wird schwierig sein, Roma-Literatur zu finden. Um dies zu erreichen, müssen wir weit über die Landesgrenzen hinausgehen und mit anderen Bibliotheken und der Roma-Bevölkerung an vielen Orten zusammenarbeiten.“
Die Bücherei wird Publikationen in verschiedenen Roma-Dialekten, von Roma verfasste Literatur und Bücher über Roma-Kultur enthalten. Die Literatur wird in Absprache mit Vertretern der Roma-Gemeinschaft zusammengestellt. Dabei arbeiten die Organisatoren insbesondere mit dem örtlichen Roma-Büro (Romskt informations- och kunskapscenter, RIKC) zusammen, das – wie die Stadtbibliothek – der städtischen Kulturverwaltung angegliedert ist.
Verwurzelt und vernetzt
Besonderen Wert lege man auf fachkundige Mitarbeiter: „Es ist wichtig, die Sprache und die verschiedenen Dialekte zu kennen. Das Personal muss auch aus Personen bestehen, die die Roma-Kultur kennen oder in ihr verwurzelt sind. Sie müssen mit der Roma-Bevölkerung vernetzt sein“, erklärt Torbjörn Nilsson.
„Ich bin stolz darauf, dass wir die Eröffnung der ersten Roma-Bibliothek des Landes planen“, sagt Malmös Kulturstadträtin Frida Trollmyr. „Das ist eine einzigartige Gelegenheit, die Rechte der Roma zu fördern und zu einem besseren Wissen über Kultur und Geschichte der Roma beizutragen.“
Dass es sich um „Schwedens erste Roma-Bibliothek“ handle, stimmt allerdings nur bedingt. In mehreren Städten existieren bereits spezielle Bibliotheksabteilungen für Roma-Literatur. Und in Malmö selbst unterhält ein Roma-Verband, das Romska Kulturcentret (RKC), eine eigene, etwas veraltete Bestandsbibliothek. Read the rest of this entry »
Roma sam
Radio Burgenland: 20.12.2021 | (on demand)
Die vierte Kerze des Adventkranzes brennt bereits und es sind nur noch einige Tage bis Heiligabend. Viele Menschen in Österreich bereiten sich auf das Weihvnachtsfest vor. In den meisten Haushalten wird gebacken und die letzten Besorgungen für das bevorstehende Weihnachtsfest werden getroffen. In unserer heutigen Sendung haben wir den 50-jährigen Josef Schmidt bei uns zu Gast.
Als Roma-Aktivist der ersten Stunde ist er heute die rechte Hand des Vorsitzenden des Volksgruppenbeirats der Roma, Emmerich Gärtner Horvath. Er erzählt wie er die Adventszeit in Erinnerung hat und welch traditionelle Köstlichkeiten seine Großmutter damals gebacken hat.
Josef Schmidt erblickte am 3. August 1971 im alten Oberwarter Krankenhaus das Licht der Welt. Bis er acht Jahre alt war, lebte er in der Roma-Siedlung in Kleinbachselten in einem Drei-Generationen-Haushalt, wie es bei den Roma-Familien im Burgenland damals üblich war. Danach lebte er mit seinen zwei Brüdern, seiner Schwester und den Eltern in der Roma-Siedlung in Unterwart. Nach der Pflichtschule schloss Josef die Handelsschule in Oberwart ab. Im Laufe seiner Kindheit musste sich Josef sehr oft mit Diskriminierung und Roma-Feindlichkeit auseinandersetzen.
Heute lebt Josef mit seiner Lebenspartnerin in Oberwart. Er ist stolzer Vater eines Sohnes, einer Tochter und einer Stieftochter. Für den Roma-Aktivisten war es schon immer wichtig die Jugend zu fördern. So zögerte er auch nicht lange, als er im Jahre 1990 das Angebot bekam, in der außerschulischen muttersprachlichen Lernbetreuung des damaligen Vereins Roma tätig zu sein. Im heurigen Schuljahr unterrichtet Josef die unverbindliche Übung „Burgenland-Romani“ in der Volksschule in Oberwart. Read the rest of this entry »
Roma sam
Radijo Burgenland: 20.12.2021 | | (on demand)
Duach i sendung vodinel Susanne Horvath
I schtarti momeli upri adventiskeri keresuja imar thabol taj tschak poar divesa dschi usi Kedveschni Rat hi. But manuscha andi Austrija kisetinen pumen upri boschitscha. Ando lek buteder khera peklo ol taj o lejcti koji la boschitschake kerde on. Ande amari adiveseskeri sendung o 50-berschengero Josef Schmidt amaro kherodaschi hi.
Ojs Romengero-aktivisto la erschti oratar hi ov adi o tschatscho va la anglebeschaschistar le flogoskere grupnakere bajrotistar le Romendar, Emmerich Gärtner-Horvath. Ov phukal sar agun i adventiskeri cajt sina taj saj tradicijoneli latsche koji leskeri baba agun peklahi.
O Josef Schmidt ando 3ti august 1971 andi phuri schpita Erbate upro them alo. Dschimeg ov ofto berscha phurano sina, dschivlahi ov andi Romengeri-sidlung andi Tikni Boslina ande jek trin generacijakero kher, sar oda uso Romengere-familiji ando Burgenland agun sina. Paloda dschivlahi ov pre duj phralenca, pra phenjaha taj pra dajaha taj pre dadeha andi Romengeri-sidlung Tenu Erbate. Pal i flogoskeri ischkola taj i hauptschul, o Josef i bundakeri handlinipeskeri ischkola Erbate kisetintscha. Ando naschipe leskera tschavengera cajtatar, o Josef butvar diskriminacijaha taj bibastel kojenca gejng o Roma, donde iste pe bescharlahi.
Adi o Josef pra pajtaschkijaha Erbate dschil. Ov patijardo dad jeke tschauistar, jeka tschajatar taj jeka moschtovna tschajatar hi. Le Romengere-aktivistiske imar mindig barikano sina, le ternenge te pomoschinel. Afka ov dur pal na gondolintscha, kada lo ando bersch 1990 phutschlo ulo, ando aguno farajn Roma ojs dajakero tschibtschakero meschteri le tschavenca pal i ischkola, te butschalinel. Read the rest of this entry »
Tschibtscha | 18.11.2021 | 10.28 min | Redaktion: Adolf Gussak | Kamera/Schnitt: Elias Gärtner-Horvath
Siklipeskero pomoschago farajn Roma-Service
Die seit 1990 angebotene Lernbetreuung in Oberwart versucht durch täglichen Förderunterricht, Intensivbetreuung sowie durch Hilfestellung bei Hausaufgaben junge SchülerInnen und Jugendliche zu fördern. Der Verein Roma-Service ermöglicht vielen Roma-SchülerInnen und Jugendlichen eine Chance auf eine gute Ausbildung. Das Lernprogramm unterteilt sich in verschiedene Kategorien: Lernen mit allen Sinnen, Lernen mit neuen digitalen Medien, Außerschulischer Roman-Unterricht und Jugend-Projekte, wie die musikalische Früherziehung.
Sajt deschuenja taj enjavar deschto bersch o paloplaneskero siklipeskero pomoschago ando foro Erba del. Ande dujeseri taj deschuenjato bersch o farajn Roma-Service Erbate o paloplaneskero siklipeskero pomoschago le Romane tschavenge prik lija. Jek le meschterkijendar i Susanna Gärtner-Horvath mindig ando kontakto le pedagogkijenca taj pedagogenca, dajenca taj dadenca terdschol, kaj pedar o siklipeskere plantscha taj o pomoschagoskere koji le jekoschne tschavendar schaj vakerdo ol. O tschave ande duj klastscha upre ulade hi, kaj i dujti meschterkija Jasmin Koger o pomoschagoskero siklipe tel likerel. Siklipe le compjuteriha sar skuli, taj aver koji upro paleplaneskero programo terdschol. Read the rest of this entry »
Sinti und Roma werden seit Jahrhunderten diskriminiert, benachteiligt und als Minderheit verfolgt. Wie akut dieses Problem auch in Deutschland ist, unterstrich im Juli 2021 der Abschlussbericht der Unabhängigen Kommission Antiziganismus. Der Bericht zeigte: Die Diskriminierung von Sinti und Roma geht auch von staatlichen Institutionen aus, wie etwa Schulen. Es mangelt vor allem an Aufklärung und Sensibilisierung. Nadine Küßner hat im Rahmen von TRANSFER TOGETHER ein Weiterbildungsangebot entworfen, das genau das leisten soll. Im Projekt-Podcast spricht sie mit Max Wetterauer über das Format und über ihre Arbeit in der antiziganismuskritischen Bildungsarbeit.
Ein neuer österreichischer Verein setzt sich für die Interessen der Roma und Sinti an Hochschulen ein. Stereotype und Bildungsungerechtigkeiten sollen so überwunden werden
Tobias Mayr/UniStandard:Sladi Mirković freut sich: „Wir haben im letzten halben Jahr den Diskurs über Roma an Hochschulen sehr stark mitbestimmt.“ Die 33-jährige Romni ist Präsidentin der im April gegründeten HochschülerInnenschaft österreichischer Roma und Romnja (HÖR). Gemeinsam mit fünf Kollegen möchte Mirković die Bildungsinteressen junger Roma in Österreich vertreten und dabei die Sichtbarkeit von studierenden Roma an der Uni erhöhen.
Denn diese sind nicht nur in der österreichischen Bevölkerung eine Minderheit, sondern auch an den Hochschulen. Zahlen, wie viele Roma studieren, gibt es keine. Für die HÖR steht aber außer Zweifel, dass es „verhältnismäßig wenige“ sind. Doch auch genaue Zahlen, wie viele Roma in Österreich leben, gibt es nicht. Die ethnische Zugehörigkeit zu Volksgruppen wird wegen rassistischer Erfahrungen mit Volkszählungen im Nationalsozialismus nicht erhoben. Das Kanzleramt geht von zehntausenden Angehörigen aus, die meisten von ihnen leben in den östlichen Bundesländern, vor allem im Ballungsraum Wien. Der Überbegriff Roma wird dabei stellvertretend für alle Menschen verwendet, die sich als Roma, Sinti oder Lovara identifizieren.
Kein Verstecken mehr
Jene, die heute studieren, versteckten meist ihre Identität, sagt Mirković: „Ab einer gewissen Bildungsstufe sehen viele davon ab, sich zu outen – aus Angst, sich damit Steine in den Weg zu legen.“ In der Schule und zu Beginn ihres Studiums der Transkulturellen Kommunikation sei es ihr ähnlich gegangen: Read the rest of this entry »
Antiziganismus erkennen – benennen – entgegenwirken! Anticiganismus esbe te lel – te akarel – gejng pe te terdscharel! Dream Road – Fortbildung zu pädagogischen Methoden gegen Antiziganismus
Die Roma-Volkshochschule Burgenland bietet Ihnen eine Workshopreihe bzw. Ausbildung für Trainer/innen an, in der Sie bestens darauf vorbereitet werden, in Schulen und Erwachsenenbildung zum Thema „Theorie und Praxis gegen Diskriminierung und Antiziganismus“ zu arbeiten.
Sa., 23.10.2021, 09:30 – 15:30 Uhr
Ort: VHS Erlaa, Putzendoplerg. 4, 1230 Wien
Kursleitung: Melinda Tamás MA
Teilnehmer/innen: 6 bis 15 (kostenlos) →Zur Anmeldung (Kurs-Nr.: 21DROM02)
Zielgruppe: Workshop für Trainierende, Pädagoginnen und Pädagogen, Jugendleiterinnen und Jugendleiter, Multiplikator/innen und andere Interessierte
Methodik: Wissensvermittlung, Theorie Input, Kleingruppen- und Großgruppenübungen, soziometrische (Aufstellungs-)Übungen, im Falle von Präsenzunterricht: Rollenspiele
Das Training zielt auf die Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Ausprägungen des Antiziganismus ab und stellt Methoden für die schulische und außerschulische Sensibilisierungs- und Bildungsarbeit vor. Neben Informationen zum historischen und aktuellen Antiziganismus in Europa, insbesondere in Österreich, sowie zur Struktur und Funktionsweise antiziganistischer Vorurteilsstrukturen, werden pädagogische Konzepte und Methoden vorgestellt und erprobt. Schwerpunkt des Trainings ist das praktische Erproben und Erfahren der Übungen. Read the rest of this entry »
Imke Rath und Riem Spielhaus:
Schulbücher und Antiziganismus
Zur Darstellung von Sinti und Roma in aktuellen deutschen Lehrplänen und Schulbüchern (=Eckert. Dossiers, vol. 3/2021), hrsg. vom Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung, [Braunschweig] 2021. [CC BY 3.0]
Das Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung hat im Auftrag der Unabhängigen Kommission Antiziganismus eine Expertise über die Darstellung von Sinti und Roma in deutschen Schulbüchern erstellt. Diese ist ab sofort online verfügbar.
Imke Rath und Riem Spielhaus analysieren in der Expertise Schulbücher aus den Fächern Geschichte, Politische Bildung und Erdkunde, die 2019 in weiterführendeb Schulen der 16 deutschen Bundesländer Teil der Lehrpläne waren. Die Wissenschaftlerinnen untersuchten die in den Lehrplänen vorgeschlagenen Themen sowie den Kontext, in dem Schulbücher Sinti*zze und Rom*nja erwähnen. Ein besonderes Augenmerk der qualitativen Schulbuchanalyse liegt auf dem Verhältnis zwischen passiven und aktiven Darstellungen von Sinti und Roma. Aber auch auf dominanten Mustern ihrer Darstellung, wie der Repräsentation als Gruppe von Außenseitern oder als passive Opfer ohne die Fähigkeit zu handeln oder sich gegen Verfolgung zu wehren. Untersucht wurde auch der Umgang mit abwertenden Begriffen in Schulbüchern, einschließlich solcher, die abwertende Bezeichnungen explizit thematisieren und als Ausdruck von Herrschafts- und Ausgrenzungspraktiken einordnen.
Die Expertise dokumentiert markante Darstellungen von Sinti und Roma in den Schulbüchern, um auf Potenziale zur diskriminierungssensiblen bzw. rassismuskritischen Repräsentation zu verweisen. Die Bestandsaufnahme diente der Unabhängigen Kommission Antiziganismus als Grundlage für Empfehlungen für die weitere Entwicklung von Lehrplänen und Schulbüchern, die im Juni 2021 dem Deutschen Bundestag in einem Bericht vorgelegt wurden. Read the rest of this entry »
Sandra liebt Fußball und und verehrt Ronaldinho, Marian spielt Filmszenen von Jean-Claude Van Damme nach und will Zugbegleiter werden. Alena und René hoffen, dass ihr Baby gesund geboren wird und die Geschwister Roman, Kristián und Karmen träumen von einer richtigen Toilette mit Spülung. Die jungen Protagonist*innen des Films leben mit ihren Träumen und Hoffnungen in Roma-Siedlungen am Rande der Gesellschaft, und sie haben eine weitere Gemeinsamkeit: Sie sind gehörlos. Der warmherzige Film kombiniert dokumentarische und inszenierte Szenen aus ihrem Alltag, in denen unschuldige Kinderspiele einen scharfen Kontrast zu einer trostlosen Umgebung bilden.
(Neiße Filmfestival)
»Pavol Pekarčík has made what is so far the warmest Slovak docu-fiction drama about the Roma population, one of the staples of the country’s modern cinema.«
(Vladan Petković in Cineuropa)
Pavol Pekarčík in einem Interview mit Cineuropa, 2019:
Cineuropa: Your protagonists come from a marginalised group of an already marginalised group. Why did you decide to portray them, specifically? Read the rest of this entry »