Jugend & Bildung
April 27th, 2024 |
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Dokumente & Berichte, Jugend & Bildung, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Institutioneller Antiziganismus auf kommunaler Ebene – Einführung und Praxisperspektiven aus der Bildungsarbeit mit Behördenmitarbeitenden
Eine Handreichung des Bildungsforums gegen Antiziganismus für Multiplikator*innen aus Verwaltung, Sozialer Arbeit und Bildungsarbeit, Berlin/Heidelberg 2023 (36 S.)
→Hier bestellen (E-Mail) | →Download (pdf)
Antiziganismus äußert sich nicht nur durch individuelle Einstellungen, Haltungen und daraus resultierende Handlungen. Rassismus gegen Sinti* und Roma* vollzieht sich häufig auch auf der Ebene von gesellschaftlichen Institutionen und Organisationen, die mehr sind als die bloße Summe individueller Handlungen. Bei institutionellen Formen des Antiziganismus kommen unter anderem Handlungsroutinen, Verfahrensregelungen und Arbeitskulturen zum Tragen, die zu einer Praxis der systematischen Ungleichbehandlung von Sinti* und Roma* führen.
Die Existenz von institutionellem Antiziganismus bestätigte sich jüngst erneut durch den erstmals veröffentlichten Jahresbericht der bundesweiten Melde- und Informationsstelle Antiziganismus (MIA). Ein zentrales Ergebnis des Berichts ist, „dass bei etwa einem Drittel der Fälle die Verantwortlichen für den Antiziganismus nicht als Privatpersonen handelten, sondern sich in einer bestimmten Rolle oder Funktion befanden – z.B. Polizist*innen, Sachbearbeiter*innen von Jobcentern oder Jugendämtern, Personen in politischen Ämtern wie Bürgermeister*innen oder Mandatsträger*innen“.
Mit der vorliegenden Handreichung, die in Zusammenarbeit des Bildungsforums gegen Antiziganismus des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma mit dem Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt und dem Zentrum für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin entstanden ist, wird ein Schwerpunkt auf institutionellen Antiziganismus auf der kommunalen Ebene gelegt. Die Broschüre der Autor*innen Tobias Neuburger, Georgi Ivanov und Sara Pasquali richtet sich insbesondere an Multiplikator*innen aus der Verwaltung, der Sozialen Arbeit sowie dem Bereich Bildung. Read the rest of this entry »
April 7th, 2024 |
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Facts & Figures, Jugend & Bildung
In den aktuellen Grundschul-Lehrplänen in Serbien kommen Roma kein einziges Mal vor, in den Schulbüchern höchstens als numerische Angabe.
(Quelle)
März 23rd, 2024 |
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Einrichtungen, Jugend & Bildung, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 22.3.2024 | 7:20 min
Durchgängiges Lernen der Volksgruppensprachen – Flogoskere grupnengere tschibtscha mindig te siklol
O Forum schtar Burgenland uso talalinipe Sikadipe schtar Burgenland but tschibtschengero vakeripe Tikne Martonate akartscha. Ando fokos le talalinipestar terdschol ada bersch i tema le flogoskere tschibtschendar ando sikadipe ando Burgenland – usar i tschavengeri bar dschi usi matura. O talalinipe kesdinel jeke pilotprojektiha la badarkijatar Andrea Bicsar pedar „Natürlich mehrsprachig“ andi koja elementarpedagogik. Paloda o nevo sikadipeskero projekto „mi4mi“la Karin Gregorichatar, Susanne Huber taj Elena Steiger angletertschardo ulo. Jek interaktivi materijalengero workshop le kherodaschenge angle tertschardo ulo. O ar kertscha le adaberscheskere talalinipestar „Csörge“ le burgenlanditike ungrike kultarekere farajnistar, i flogoskeri khelipeskeri grupn taj i Tamburizza le duj tschibtschengere gimnasijumistar Erba, telal o schero le magisterkijendar Marianne Seper taj Stefanie Karall.
Das Forum4Burgenland ist ein Bildungsforum der Privaten Pädagogischen Hochschule Burgenland (PPH Burgenland), der Bildungsdirektion Burgenland und der burgenländischen Volksgruppen der Burgenlandkroaten, Roma und Ungarn. Es wurde 2019 mit dem Ziel gegründet, die Volksgruppensprachen in der öffentlichen Wahrnehmung sichtbarer zu machen, sie im Bildungsbereich zu stärken bzw. die bereits bestehende Zusammenarbeit zu vertiefen und zu institutionalisieren. Dabei werden Synergien u.a. für die Erstellung von Schulbüchern, Unterrichtsbehelfen und gemeinsamen Publikationen sowie deren Evaluierungen in Forschungsprojekten genutzt. Ebenso werden die Nutzung von Förderungen für gemeinsame Projekte sowie die Kooperation bei öffentlichen Veranstaltungen intensiviert. Bezugnehmend auf die vier Sprachen des Burgenlandes wurde der Name „Forum4Burgenland“ für das Forum gewählt. Die Jahrestagung 2024 fand am 21. März in Eisenstadt statt.
Bereits am 16. März 2024 lud die Private Pädagogische Hochschule Burgenland alle Interessierten ein, sich über ihre Lehramtsstudien zu informieren. Die Besucher:innen hatten die Gelegenheit, sich aus erster Hand über Lehramtsstudien, Anmeldemodalitäten und Berufsmöglichkeiten zu erkundigen. Read the rest of this entry »
Februar 23rd, 2024 |
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Jugend & Bildung, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Romani
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 19.2.2024 | 4:54 min
Romani: Sikadipe ando kher le farajn Roma-Servicejistar
Kaj tena i Romani tschib armerel khetan butschalinuipe le farajniha Roma Erba taj le institutiha la tschibtschakera visenschoftiha upri universiteta Gereci 1993 jek projekto kodificirung taj didaktisirung la Romana tschibtschar kesdim ulo. Sajt septemberi 1999 o Romani-sikadipe UVÜ ando ischkoli tel likerdo ol. Le ischkolakere kesdipeha 2023/24 „UVÜ – Romani“ ando kher le farajn Roma-Servicejistar sikado ol. Uso sikadipe 16 tschave use hi.
Um den drohenden Sprachtod abzuwenden, wurde in Zusammenarbeit des „Vereins Roma Oberwart“ mit dem Institut für Sprachwissenschaft an der Universität Graz 1993 ein Projekt gestartet und mit der Kodifizierung (Beschreibung und Verschriftlichung) und der didaktischen Umsetzung (Vorbereitung von Unterrichtsmaterialien) des Romani begonnen. Seit September 1999 findet an der Volksschule Oberwart Roman-Sprachunterricht in Form von Unverbindlichen Übungen (UVÜ) statt. Mit dem Schuljahr 2023/24 findet die „Unverbindliche Übung Romani“ in den Räumlichkeiten des Vereins Roma-Service statt. 16 Kinder nehmen daran teil.
Roman ist als Sprache der burgenländischen Roma hauptsächlich im Burgenland verbreitet und ein wichtiger Bestandteil des Kultur- und Spracherbes der dortigen Roma. Read the rest of this entry »
Februar 16th, 2024 |
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Einrichtungen, Jugend & Bildung
SozialMarie ist ein Preis für soziale Innovation. Viele der ausgezeichneten Projekte befassen sich mit Roma. Wir stellen Ihnen einige dieser Initiativen vor:
2021 war das Projekt „EduBox“ aus der Slowakei für die SozialMarie nominiert. „EduBox“ unterhält ein Nachhilfezentrum und sorgt mithilfe Freiwilliger aus einem Gymnasium in Bratislava für Lernhilfe, Betreuung und Freizeitaktivitäten für Roma-Kinder. Das Projekt bringt dabei Gymnasialschüler aus der Stadt und Roma-Kinder aus der kleinen Gemeinde Lozorno zusammen.
Projektträger: The Path of the Youth (Cesta mladých)
Herausforderung: EduBox bekämpft die Ungleichheit in der Bildung durch gemeinschaftliche Interventionen zwischen Roma- und Nicht-Roma-Gemeinschaften in der Slowakei. Nur 51 % der Roma-Kinder setzen ihren Bildungsweg bis zur Sekundarschule fort. Dies hat negative Auswirkungen auf ihr Leben und ihre Zukunftschancen. EduBox geht auch gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit gegenüber der Roma-Minderheit vor.
Idee: EduBox gründete ein Nachhilfezentrum, um Roma-Jugendliche aus Lozorno und Gymnasiasten aus Bratislava zusammenzubringen. Wir bieten Nachhilfeunterricht und außerschulische Aktivitäten an und bereiten kleine Kinder auf den Kindergarten vor. Wir bauen Vertrauen auf, indem wir Beziehungen zu Roma-Gemeinschaften aufbauen.
Akteur*innen: Wir arbeiten mit Kindern aus der Roma-Gemeinschaft in Lozorno und Schülern des zweisprachigen „C.S. Lewis-Gymnasiums“ in Bratislava. Die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums unterrichten und betreuen Roma-Kinder und organisieren Aktivitäten. Zu den EduBox-Freiwilligen gehören auch Lehrer und Mitglieder der Roma-Gemeinschaft in Lozorno. Die Gemeinde Lozorno leistet auch finanzielle Unterstützung für den Unterhalt des kommunalen Lernzentrums.
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Februar 12th, 2024 |
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Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte
SozialMarie ist ein Preis für soziale Innovation. Viele der ausgezeichneten Projekte befassen sich mit Roma. Wir stellen Ihnen einige dieser Initiativen vor:
Eines der für die SozialMarie 2021 nominierten Projekte ist „From Us to You Extra“ („Tőlünk Nektek Extra“) aus Ungarn, das auch in der Region Bratislava in der Slowakei implementiert wurde. Das Programm verfolgt einen Peer-to-Peer-Ansatz für Jugendliche, die selbst gestärkt werden, indem sie anderen benachteiligten Gemeinschaften helfen.
Projektträger: Élményakadémia Közhasznú Egyesület (Academy of Experience Public Benefit Association)
Herausforderung: Soziale Ausgrenzung, schlechte Lebensbedingungen und begrenzte Chancen machen benachteiligte Jugendliche anfällig für Bildungslücken. Die Ausgrenzung, Segregation, Marginalisierung und Diskriminierung, mit denen diese Jugendlichen konfrontiert sind, bringen sie in die Gefahr von Kriminalität und schweren Abhängigkeiten.
Idee: „From Us to You Extra“ („Tőlünk Nektek Extra“) ist ein erfahrungsbasierter und Peer-to-Peer-Lernprozess, der über mehrere Online-Module organisiert wird. Benachteiligte Jugendliche üben berufliche und lebenspraktische Fähigkeiten, indem sie anderen benachteiligten Gemeinschaften helfen. Das Programm bewahrt sie vor Schulabbrüchen und anderen lebensverändernden Entscheidungen.
Akteur*innen: Wir arbeiten mit benachteiligten Jugendlichen im Alter von 12 bis 30 Jahren aus Ungarn, der Slowakei, Rumänien und Schweden. Diese jungen Menschen leben in Heimen, in extremer Armut oder gehören zu Roma-Gemeinschaften. Benachteiligte, traumatisierte Jugendliche werden von Gleichaltrigen mit ähnlichem Hintergrund angesprochen und nicht von erwachsenen Experten.
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Februar 8th, 2024 |
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Einrichtungen, Jugend & Bildung
SozialMarie ist ein Preis für soziale Innovation. Viele der ausgezeichneten Projekte befassen sich mit Roma. Wir stellen Ihnen einige dieser Initiativen vor:
Das Siegerprojekt „Schritt für Schritt“ („O krok pokrok“) bot benachteiligten Roma-Schülerinnen und -Schülern in merheren Gemeinden in der Region Prešov/Slowakei während der Pandemie Nachhilfe und Mentoring an, um den Kontakt zur Schule und zum Unterricht aufrechtzuerhalten. Das Projekt wurde 2021 ausgezeichnet.
Projektträger: eduRoma – Roma Education Project
Projektpräsentation 2021:
Herausforderung: „Schritt für Schritt“ („O krok pokrok“) ist ein Kultur- und Bildungsprogramm, das von Roma und Pro-Roma-Aktivisten von eduRoma während der COVID-19-Pandemie gegründet wurde. Laut der eduRoma-Umfrage „How to stay close at distance“ nahmen bis zu 70 % der Roma-Schülerinnen und -Schüler nicht an Online-Fernkursen teil, und 60 % hatten während der Pandemie keinen Kontakt zu ihren Lehrpersonen.
Idee: „Schritt für Schritt“ bietet Nachhilfe und Mentoring für Roma-Kinder an, um ihren langfristigen Bildungserfolg während der Pandemie zu gewährleisten. „Schritt für Schritt“ bietet Schulungen für Lehrer und Sozialarbeiter an. Wir teilen unsere Erfahrungen mit staatlichen Institutionen, um gesetzliche und systematische Maßnahmen zu verbessern.
Akteur*innen: Wir unterstützen 80 Schüler*innen aus Roma-Gemeinschaften im Alter von 6 bis 16 Jahren. 12 Mentor*innen betreuen und fördern diese jungen Schüler*innen. Auch Lehrpersonen und die Eltern der Kinder werden in das Programm einbezogen. Außerdem informieren wir die Öffentlichkeit über die Ungleichheiten, von denen die Roma-Gemeinschaft betroffen ist, indem wir in den Medien über das Projekt berichten. Read the rest of this entry »
Januar 19th, 2024 |
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Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte
SozialMarie ist ein Preis für soziale Innovation. Viele der ausgezeichneten Projekte befassen sich mit Roma. Wir stellen Ihnen einige dieser Initiativen vor:
Eines der Siegerprojekte der SozialMarie 2022 ist das ungarische integrative Bildungsprogramm „Inclusive Kindergartens“ („Befogadó óvodák“), das Roma- und Migrantenkinder im 8. Bezirk in Budapest unterstützt und der Segregation in den Kindergärten des Bezirks entgegenwirkt.
Projektträger: Rosa Parks Alapítvány (Rosa Parks Foundation)
Herausforderung: Die Diskriminierung der Roma-Gemeinschaft hat in Ungarn seit dem Amtsantritt der derzeitigen Regierung im Jahr 2010 zugenommen. Die Reformen der öffentlichen Bildungsgesetzgebung dieser Regierung haben die Marginalisierung und Segregation von Roma-Kindern in öffentlichen Schulen weiter verstärkt. Wir arbeiten mit öffentlichen Kindergärten zusammen, um integrative Bildungsprogramme zu entwickeln und Roma- und Migrantenkinder sowie deren Eltern zu unterstützen.
Idee: In Zusammenarbeit mit NGOs und der Stadtverwaltung entwickelt „Inclusive Kindergartens“ („Befogadó óvodák“) nachhaltige Integrationsmodelle und ein integratives Kindergartensystem im achten Bezirk von Budapest. Das Projekt bietet nicht nur Unterstützung für marginalisierte Gemeinschaften an, sondern organisiert und implementiert auch institutionelle Diversitäts- und Gleichstellungspläne in allen öffentlichen Kindergärten im 8. Bezirk.
Akteur*innen: „Inclusive Kindergartens“ arbeitet mit Kindern, die öffentliche Kindergärten besuchen, ihren Lehrern und Familien zusammen. Wir veranstalten regelmäßig Foren für Eltern. Die Rosa-Parks-Stiftung koordiniert das Programm auch mit der Bezirksverwaltung. Eine Roma-Sozialarbeiterin unterstützt die Kinder und bezieht die Eltern in das Programm ein.
Wirkung: Die Neueinteilung des 8. Bezirks hat sichergestellt, dass benachteiligter Kinder und Familien, die in diesem Viertel leben und öffentliche Schulen besuchen, gleichmäßig vertreten sind. Ein segregierter Kindergarten wird nach dem nächsten Schuljahr geschlossen. In allen Kindergärten des 8. Bezirks wurden Teams für integrative Entwicklung eingerichtet. Read the rest of this entry »
Januar 13th, 2024 |
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Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Jugend & Bildung
SozialMarie ist ein Preis für soziale Innovation. Viele der ausgezeichneten Projekte befassen sich mit Roma. Wir stellen Ihnen einige dieser Initiativen vor:
Das Projekt „Detstvo deťom“ („Childhood to Children“) war 2023 für die SozialMarie nominiert. Das Projekt aus der Slowakei stellt die Frühbetreuung benachteiligter und von Armut betroffener Kinder in den Mittelpunkt. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die Betreuung in den Familien gelegt. Frauen aus der Roma-Gemeinden werden ausgebildet, sie übernehmen die Förderung und frühkindliche Betreuung im häuslichen Umfeld.
Projektträger: Občianske združenie Detstvo deťom (Civic Association Childhood to Children), Košice
Herausforderung: Das Projekt „Childhood to Children“ („Detstvo deťom“) untersucht alle möglichen Optionen für eine qualitativ hochwertige Frühbetreuung für so viele Kinder wie möglich. Es konzentriert sich auf die Kinder, die aufgrund ihres Lernumfelds und vererbter Armut am stärksten von Entwicklungsproblemen bedroht sind.
Idee: Mit dem Projekt soll eine Verlagerung der frühkindlichen Betreuungsaktivitäten in das häusliche Umfeld initiiert werden. Außerdem bezieht „Childhood to Children“ erfahrene Frauen aktiv in die Arbeit mit Familien in Armut ein. Diese Mütter werden direkt aus der Gemeinde rekrutiert, verfügen über Kompetenzen im Bereich der Frühförderung durch die Teilnahme an Fortbildungen, die im Rahmen des Projekts angeboten werden, und sind so in der Lage, die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten an junge Mütter weiterzugeben.
Akteur*innen: Die Zielgruppen sind: Kinder (bis zum Vorschulalter), die in Spielaktivitäten und Vorschulvorbereitung einbezogen werden; jüngere Schulkinder, die durch kreative Aktivitäten und Lesen auf die Schule vorbereitet werden; heranwachsende Mädchen und junge Mütter, die in verantwortungsvollem Umgang mit Mutterschaft geschult werden; erfahrene Mütter, die das Projekt vor Ort unterstützen; Familien in Generationenarmut, für die das Projekt sensibilisieren will.
Wirkung: Die Hauptwirkung des Projekts besteht darin, die positiven Veränderungen der frühkindlichen Betreuung in den Familien zu verstärken. Darüber hinaus soll es die Entwicklungsfortschritte der Kinder, die schulischen Leistungen, das Selbstwertgefühl der Frauen, die elterliche Kompetenz, die Zeit, die den Kindern gewidmet wird, sowie das Selbstvertrauen und den Stolz auf die Leistungen der Kinder verbessern. Read the rest of this entry »
Januar 4th, 2024 |
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Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte
SozialMarie ist ein Preis für soziale Innovation. Viele der ausgezeichneten Projekte befassen sich mit Roma. Wir stellen Ihnen einige dieser Initiativen vor:
Für die SozialMarie 2023 nominiert war auch das Projekt Invisible Study Hall (Láthatatlan Tanoda) aus Budapest, das außerschulische Bildungsangebote für marginalisierten Roma-Kinder im Alter von 5 bis 18 Jahren zur Verfügung stellt.
Projektträger: Rosa Parks Alapítvány (Rosa Parks Foundation)
Herausforderung: In Ungarn wächst die Bildungskluft zwischen Regelschulkindern und marginalisierten Kindern (vor allem Roma), die das derzeitige Schulsystem und die sozialen Unterstützungssysteme nicht auffangen können. Roma-Kinder sind nicht nur mit den Nachteilen der Armut konfrontiert, sondern auch mit rassistischen Vorurteilen, die zu schulischer Segregation führen.
Idee: Das Projekt „Invisible Study Hall“ bietet marginalisierten Roma-Kindern im Alter von 5 bis 18 Jahren außerschulische Bildungsangebote. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung individueller Fähigkeiten, Mentoring, Gruppenaktivitäten zur Entwicklung sozialer Fähigkeiten und Freizeitaktivitäten. Es wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der zahlreiche Freiwillige einbezieht, Partnerschaften mit Eltern entwickelt und Familien in Krisensituationen hilft.
Akteur*innen: Zwei Vollzeit- und zwei Teilzeit-Sozialarbeiter*innen koordinieren die Projektaktivitäten, halten den Kontakt zu den Eltern und unterstützen das Wohlergehen der Familien. Diese Mitarbeiter*innen leiten auch 41 Freiwillige (aus allen Lebensbereichen). Das Projekt umfasst derzeit 78 Kinder sowie Mitarbeiter, Freiwillige und Eltern, die alle eine Gemeinschaft bilden und partnerschaftlich zusammenarbeiten.
Wirkung: Die Kinder, die vor neun Jahren im Kindergarten in das Programm aufgenommen wurden, haben ihre Ausbildung bis zur weiterführenden Schule fortgesetzt. Das Projekt hat in ähnlicher Weise bei Wohnungs- und Einkommenskrisen geholfen und unterstützt jedes Jahr die Einschulung von 5 bis 8 Kindern in nicht segregierten Schulen. Read the rest of this entry »
Dezember 8th, 2023 |
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Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Jugend & Bildung
SozialMarie ist ein Preis für soziale Innovation. Viele der ausgezeichneten Projekte befassen sich mit Roma. Wir stellen Ihnen einige dieser Initiativen vor:
Eines der Siegerprojekte der SozialMarie 2023 ist das ungarische Bildungs- und Integrationsprojekt „Career Path as Opposed to an Inescapable Life Path“ („Karriereweg im Gegensatz zu unausweichlichem Lebensweg“), das Roma-Kindern aus ausgegrenzten Gemeinschaften zu einem Schulabschluss und einem Beruf verhilft.
Projektträger: Van Helyed Alapítvány (You Belong Foundation)
Herausforderung: Die wachsende Zahl nicht ausgebildeter Menschen ist ein globales Problem, das den Klimaschutz, das Wirtschaftswachstum und Aspekte eines menschenwürdigen Lebens gefährdet. In Ungarn gibt es 1200 Slums, in denen vor allem Roma-Kinder in Segregation leben und eine minderwertige Bildung erhalten. Bis 2050 wird die Zahl der abhängigen Angehörigen pro 100 Personen im erwerbsfähigen Alter auf 60 ansteigen.
Idee: Das Projekt „Karriereweg im Gegensatz zu unausweichlichem Lebensweg“ hat ein prototypisches System geschaffen, das einen Ausweg aus dem Elend garantiert. Es ermöglicht einen gleichberechtigten Zugang zu Bildung, Wissen und Wohlstand während des gesamten Lebensweges. Die Stiftung „You Belong“ bietet einen Weg zu einem Beruf und einem Abschluss.
Akteur*innen: Die Hauptakteure sind benachteiligte Roma-Kinder, die mit ihren Familien und Gemeinschaften in einem geschlossenen System aufwachsen. Das Projekt umfasst außerdem 120 Personen, die in den „You Belong“-Einrichtungen von Ózd/Budapest intensiv betreut werden, sowie 1.000 Teilnehmer und ihre Familien aus segregierten Gemeinschaften.
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September 24th, 2023 |
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Einrichtungen, Interview, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV
Roma sam
Radijo Burgenland: 4.9.2023 | (on demand)
Sar o bundakero ministerijum la butjake taj la virtschoftake ando lejcti bersch o phendo ar dija, o Roma taj o Sinti meg bajder upro butjakero foro, pomoschago te uschtiden. Ando keripe jeke ardipestar uso pomoschago odola ciliskera grupnatar, andi cili Austrija buteder projekti kervde ule. Afka te ando Schtacko.
„EMRO – Empowerment für Roma und Romnia“ (→folder) butschol o butjakero foroskero projekto la Caritasatar Schtacko. Pharipeskere punktscha hi o entviklinipe taj prikbescharipe le kojendar uso kvalificirinipe Romendar taj Sintijendar. O schero le projektostar o Michael Teichmann hi.
Le Teichmanniske, savo imar te uso erschti butjakero foroskero projekto la Caritastar Schtacko use sina, i khetanipeskeri buti o mogo le jerinipestar hi. O klutscho paschlol, afka o projektoskero schero, andi barikani khetani buti le kolegkijenca taj kolegenca andar i Romengeri-grupn. Afka o klijentkiji taj klijentscha le Romnjendar Tina Friedreich taj Csilla Höfler, pomoschago uschtiden. Ham te phendo ol, hot i kontinujiteta barikani hi. Ada duach o ardipe „Romengeri sor le butjakere foroske 2022–2030“ dim hi.
O dikipe use EMRO upro entviklinipe taj prikbescharipe le kojendar uso kvalificirinipe paschlol. Afka pasche o butjakero- taj sikadipeskero berotinipe te kurstscha la nimtschka tschibtschake, alfabetisirinipeskere kurtschta taj avre kvalificirinipeskere kurstscha del. Read the rest of this entry »
September 23rd, 2023 |
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Einrichtungen, Jugend & Bildung
Förderung von Femmes d’Europe für die Außerschulische Lernbetreuung von Roma-Service in Oberwart
BKFTV: Der Verein Roma-Service hat eine Förderung in Höhe von 4.000 Euro von der Vereinigung Femmes d’Europe erhalten, die ihren Sitz in Belgien und Luxemburg hat. Diese finanzielle Unterstützung wird dem Projekt „Außerschulische Lernbetreuung“ zugutekommen, das vom Verein Roma-Service in Oberwart angeboten wird. Überreicht wurde die Förderung von Landtagspräsidentin Verena Dunst, Brigitte Haus (Vertreterin der Femmes d’Europe) und Rainer Winter (Leiter des Burgenländischen Verbindungsbüros in Brüssel) an Emmerich Gärtner-Horvath (Geschäftsführer des Vereins Roma-Service).
Der Verein Association Femmes d’Europe – FdE – ist eine gemeinnützige Organisation, die weltweit Projekte fördert, insbesondere solche, die Frauen und Kindern zugutekommen. Die finanziellen Mittel werden durch verschiedene Veranstaltungen von ehrenamtlichen Vereinsmitgliedern gesammelt. Der Vorschlag zur Förderung der Roma-Lernbetreuung mit einer zeitgemäßen IT-Ausstattung wurde vom Verbindungsbüro und dem Verein Roma-Service gemeinsam eingereicht.
Lernbetreuung vor Ort
Die Außerschulische Lernbetreuung des Vereins Roma-Service in Oberwart bietet Kindern nach Schulende Unterstützung in schulischen Angelegenheiten. Die Lernbetreuerinnen fungieren als Brücken zwischen Eltern, Pädagogen und Kindern. Der Verein stellt Mahlzeiten für die Kinder bereit und fördert sie in verschiedenen schulischen Aspekten, darunter Unterstützung bei Hausaufgaben, Förderung bestimmter Fächer und Hilfe bei Lernschwierigkeiten. Dies beinhaltet auch Probe-Tests, Übungsschularbeiten, Lernzielkontrollen und Freizeitpädagogik. Emmerich Gärtner-Horvath:
Das Projekt bietet Unterstützung für Schülerinnen und Schüler der Primarstufe sowie der Sekundarstufen 1 und 2. Die Schülerinnen und Schüler kommen entweder selbstständig nach Schulende oder werden von weiter entfernten Schulen mit einem Projektbus abgeholt. Während der Lernbetreuung erhalten die Kinder Mahlzeiten und werden anschließend individuell bei ihren Aufgaben unterstützt. Es werden spezielle Übungen durchgeführt, um auf Prüfungen vorzubereiten und das Selbstbewusstsein der Kinder durch positive Lernerfolge zu stärken. Die Betreuerinnen halten engen Kontakt zu den Lehrerinnen und Lehrern sowie den Eltern, um individuelle Fördermaßnahmen zu entwickeln. In der Lernbetreuung sind eine Vollzeitkraft und eine Halbzeitkraft fest angestellt, zusätzlich gibt es zwei ehrenamtliche Mitarbeiterinnen. Derzeit werden 23 Kinder betreut. Aufgrund der Digitalisierung im Unterricht werden immer mehr computerunterstützte Lerneinheiten durchgeführt. Read the rest of this entry »
September 20th, 2023 |
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Einrichtungen, Interview, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV
Roma sam
Radio Burgenland: 4.9.2023 | (on demand)
Wie das Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft im Vorjahr beschloss, sollen Roma und Romnja, Sinti und Sintize auch zukünftig arbeitsmarktpolitisch gefördert werden. Im Zuge einer Sonderrichtlinie zur Förderung dieser Zielgruppe wurden österreichweit mehrere Projekte ins Leben gerufen. So auch in der Steiermark.
„EMRO – Empowerment für Roma und Romnia“ (→Projekt-Folder) heißt das Arbeitsmarktprojekt der Caritas Steiermark. Schwerpunkte sind die Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen zur Qualifizierung von Roma und Romnja, Sinti und Sintize. Geleitet wird das Projekt von Michael Teichmann (u.a. Mitarbeiter von Roma-Service und dROMa, Anm. d. Red.)
Für Teichmann, der auch schon am ersten Arbeitsmarktprojekt der Caritas Steiermark beteiligt war, ist die Beziehungsarbeit der Kern des Erfolgs. Der Schlüssel läge, so der Projektleiter, in der erfolgreichen Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen aus der Roma-Community selbst. So werden Klientinnen und Klienten von den Romnja Tina Friedreich und Csilla Höfler betreut. Read the rest of this entry »
September 7th, 2023 |
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Interview, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
Rassismus entlernen – Wie man Kinder zu Vielfalt erzielt
Podcast: radioReportage/BR2, Sept. 2022 (25:07 Min.)
Unsere Gesellschaft ist rassistisch geprägt – unsere Kinder damit auch. Schon im Kindergarten machen schwarze Kinder Rassismuserfahrungen, im zarten Puppenalter haben Kinder of Color das Gefühl weniger wert zu sein als weiße Gleichaltrige. Was können wir – als Eltern, Erzieher und Grundschullehrkraft – dagegen tun? Fragt unsere Autorin Isabelle Hartmann. Sehr viel, und es fängt bei uns als Erwachsenen an.
(Text und Sendung: radioReportage/BR2)
September 3rd, 2023 |
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Interview, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
Auswirkungen von Rassismus auf die Gesundheit von Kindern
POWER ME Podcast #5 mit Stephanie Cuff-Schöttle, Okt. 2022
Stephanie Cuff-Schöttle ist Diplompsychologin bietet seit vielen Jahren Paartherapie und Beratung für rassismuserfahrene Menschen an. Bei POWER ME ist sie Referentin für die Fortbildungen für psychologische Fachkräfte. Momentan arbeitet sie auch bei der Berliner psychologischen Beratungsstelle OPRA und konzipiert ein Gruppentherapieangebot. Zudem ist sie Mitgründerin der Online-Plattform myUrbanology, welche ins Leben gerufen wurde, um Schwarzes Leben in Deutschland sichtbarer zu machen. Im Rahmen dessen sitzt sie mit an der Entwicklung der neuen Weiterbildungs- und Vernetzungsplattform DE_CONSTRUCT, welche zukünftig der Rassismus-Sensibilisierung im psychosozialen Bereich in Deutschland dienen soll.
In dieser Folge spricht Stephanie mit Nuran über ihren beruflichen Werdegang, was sie dabei antrieb und wie ihre Arbeit heute aussieht. Zudem geht es konkret um die Rassismuserfahrungen von Kindern und wie sich diese auf die körperliche und psychische Gesundheit auswirken. Stephanie erläutert im Zuge dessen unter anderem, wie Selbsterhaltungsstrategien von Kindern aussehen und wie diese vom Umfeld unterstützt werden können.
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August 29th, 2023 |
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Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Rassismus & Menschenrechte
Jenische, Sinti, Roma. Zu wenig bekannte Minderheiten in der Schweiz. Ein rassismuskritisches Lehrmittel
Hrsg. von der Arbeitsgruppe Jenische – Sinti – Roma, Pädagogische Hochschule Zürich/Stiftung für Erziehung zur Toleranz (SET), 2023
Download: →Gesamtes Lehrmittel (ZIP, 65 MB)
Lehrmittel für die Primarschule / Zyklus 2
Das Lehrmittel orientiert sich an der Mehrperspektivität und fördert bei den Schülerinnen und Schülern die Fähigkeit und den Willen zum Perspektivenwechsel. Es stellt sich in die Tradition des gesellschaftlichen Lernens auf der Primarstufe, bei dem die Befähigung zu respektvollem Umgang und die Sensibilisierung für die kulturelle und gesellschaftliche Vielfalt in der Schweiz im Zentrum stehen. Die von der Pädagogischen Hochschule Zürich entwickelten und in der Primarschule getesteten Lernaufgaben fördern die schrittweise Erarbeitung der NMG- und BNE-Kompetenzen. Das Gewicht liegt auf den Lebenserfahrungen von Angehörigen der drei Minderheiten. Fokussiert wird die gelebte Gegenwart, zu der allerdings auch die Gewalterfahrung der Vergangenheit gehört. Somit kommt auch die historische Dimension des Umgangs mit den Minderheiten auf dem Gebiet der heutigen Schweiz zur Sprache. Read the rest of this entry »
August 10th, 2023 |
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Interview, Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
„Wir brauchen mehr rassismuskritische Kinderbücher“
POWER ME Podcast #4 mit Tayo Awosusi-Onutor, Sept. 2022
Tayo Awosusi-Onutors berufliche Expertise zieht sich durch eine Vielzahl von Bereichen. Sie arbeitet als außerschulische politische Bildnerin für junge Menschen, ist Sängerin, Regisseurin und Autorin. Als Letztere schrieb sie das Kinderbuch „Jekh, Dui, Drin. 3 Freundinnen in Berlin“, das „erste deutschsprachige Kinderbuch, in dem Rom*nja und Sinti*zze die Heldinnen der Geschichte sind“ (mehr hier). Zudem ist Tayo aktiv bei der Initiative IniRromnja und Vorstandsmitglied von deren feministischem Tochterverein RomaniPhen e.V. in Berlin.
Im Gespräch mit Nuran gibt uns Tayo einen Blick hinter die Kulissen der deutschen Kindermedienlandschaft. Es geht vertieft um die Wichtigkeit von diversen Kinderbuchcharakteren in vielfältigen und positiven Rollen und welche wertvollen Chancen kreative Medien dieser Art auch für politische Organisierung bieten. Im weiteren Verlauf des Interviews erzählt Tayo mehr von den verschiedenen Facetten ihres politischen Aktivismus, ihrer vielfältigen Projektarbeit mit Kindern und wie ihre eigene Positionierung als deutsche Afro-Sintizza ihre Arbeit prägt.
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August 1st, 2023 |
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Interview, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
Mit Kindern über Rassismus ins Gespräch kommen
POWER ME Podcast #3 mit Josephine Apraku, Sept. 2022
Josephine Apraku ist seit vielen Jahren in rassismus- und diskriminierungskritischer Bildungsarbeit mit intersektionalem Ansatz tätig, unter anderem als Referent*in an der Berliner Alice-Salomon-Hochschule und der Humboldt-Universität. Außerdem ist Josephine Autor*in, über eine der Veröffentlichungen — das Buch „Wie erkläre ich Kindern Rassismus? Rassismussensible Begleitung und Empowerment von klein auf“ (mehr hier) geht es vertieft im Interview mit Nuran.
Dabei klärt sich zunächst, warum pädagogische Gespräche über Rassismus mit Kindern so dringend nötig sind. Weiterführend unterhalten sich Nuran und Josephine über die verschiedenen individuellen Faktoren, die es beim Angehen dieser Gespräche zu betrachten gilt. Es geht aber auch darum, welche Rolle dabei eine ganzheitliche, gesellschaftliche Perspektive spielt und warum diese beiden unterschiedlichen Blickwinkel so wichtig für eine gesunde Herangehensweise an einen solchen Austausch sind.
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Juli 16th, 2023 |
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Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte
Ministeriumsbericht: Keine Pflegefamilien für Roma-Kinder, Hälfte der Kinder in tschechischen Säuglingsheimen gehört der Roma-Minderheit an
Fast die Hälfte von Kindern in sogenannten Säuglingsheimen in Tschechien sind Roma. Darüber informierte das tschechische Arbeitsministerium in seinem Jahresbericht über Heime für Kinder bis drei Jahre. In den entsprechenden Einrichtungen lebten im Frühling dieses Jahres insgesamt 410 Kinder, 189 davon hätten der Roma-Minderheit angehört, hieß es. In die Heime seien die Kinder zumeist aus sozialen Gründen abgegeben wurden, steht weiter in dem Bericht.
Die Säuglingsheime in Tschechien funktionieren wie Gesundheitseinrichtungen. Für den Betrieb dieser Institutionen ist Tschechien in der Vergangenheit vonseiten der EU und der UNO immer wieder kritisiert worden. Ende kommenden Jahres werden die letzten Heime schließen. Um verwaiste und verlassene Kinder sollen sich dann Pflegefamilien kümmern.
(Text: Radio Prag)
Siehe zur Problematik der Roma-Heimkinder in Tschechien auch unseren Artikel „Draußen vor der Tür“ in dROMa 68 (2022).