Jugend & Bildung

Berlin: „Wege der Diskriminierung“

Mai 5th, 2016  |  Published in Geschichte & Gedenken, Jugend & Bildung, Veranstaltungen & Ausstellungen

EVZ - Ausstellung in Berlin (Foto: Stiftung EVZ)Ausstellung in Berlin: Die Geschichte von Roma und Sinti in Tschechien und Deutschland

Bis 20. Juni 2016, Mo. bis Do., 10 bis 16 Uhr
Ort: Stiftung EVZ, Lindenstr. 20-25, 10969 Berlin

Am Beginn des Projekts stand die Erkennt­nis, dass es vie­le Vor­urteile gibt, die sich auf Un­wissen grün­den. Die Schü­lerin­nen und Schüler aus Ostrov und Schwabmünchen stell­ten da­her die Geschichte der Sinti und Roma in Tsche­chien und im be­nach­bar­ten Deutsch­land in den Mit­tel­punkt ihres Pro­jek­tes. Wäh­rend der ge­mein­sa­men Pro­jekt­wochen im No­vem­ber 2014 und April 2015 frag­ten sie sich: Warum wur­den und wer­den Sinti und Roma diskri­mi­niert – wäh­rend des Zweiten Welt­krieges und bis heute? In Vor­trä­gen, Work­shops, Gesprä­chen und durch eige­ne Re­cher­chen lern­ten sie die Geschichte ken­nen und Vor­ur­tei­le zu hin­ter­fra­gen. Das ge­mein­sam reflek­tier­te Wis­sen do­ku­men­tiert die hier prä­sen­tierte Wan­der­aus­stel­lung.

„Dieses Projekt hat mir geholfen, die Augen zu öff­nen und Vor­ur­tei­len – nicht nur gegen­über Roma und Sinti – Auf­merk­sam­keit zu schen­ken.“ František Hartl, Teil­neh­mer am Pro­jekt „Wege der Diskri­mi­nie­rung“.

Die Ausstellung ist ein Projekt von Antikomplex e.V. und der Ackermann-Gemeinde e.V. in Zu­sam­men­ar­beit mit dem Gym­na­sium Ostrov und dem Leon­hard-Wagner-Gym­na­sium Schwabmünchen.

(Text: Stiftung EVZ)

FIFA pomoschinel Romane tschavenge

April 30th, 2016  |  Published in Jugend & Bildung, Sport

Fifa2016 pomoschinel i FIFA 139 orga­ni­sa­ci­jenge ande 58 vilagi cilon USD 4,3 mi­li­jo­nenca. Ofto orga­ni­sa­ciji use pele, sa­ven­ge ada bersch po­mo­schim ol, telen­de te o pro­jek­to andar i Ru­me­ni­ja o „Policy Center for Roma and Minorities“. But ischo­lasch­tscha odoj i isch­kola tel pha­gen taj ande igen soralo tscho­ripe iste dschin. La FIFAkere po­mo­scha­goha oda akan pal dschu­mim te ol.

„O Football for Hope-Programo pomoschinel 52 Roma- taj avre tscha­ven­ge ande Ferentari, jek igen tscho­ro fo­ros­ke­ro fa­lato ande Bukarest“, phe­nel i Raluca Negulescu, ekse­ku­tiv­di­rek­tor­ki­ja le „Policy Center for Roma and Minorities“. „Lob­da te khe­lel le tscha­venge taj tscha­jenge, save usi risiko­ja­keri grupn le isch­ko­la­kere tel pha­gen­der genen, o vudar uso tra­di­ci­jo­neli sika­dipe prado ol. O progra­mo del le tscha­venge o scha­jipe, puma­ro sora­lipe te lakel taj pu­maro po­ten­ci­jal latsche ar te schejpfi­nel. Va­scho ‚Football for Hope‘ schaj imar o ersch­ti tscha­ja­keri lob­da­kero team kerdo ulo taj schaj afka o tel­di­pe pri­kal o po­ten­ci­jal taj o talen­to le Ro­men­dar- taj avre tscha­jen­dar andar tscho­re khe­ta­niptscha upre bau­nim ol.“

(de.fifa.com |Prik bescharipe: Josef Schmidt)

Crossing Europe: Cambridge

April 12th, 2016  |  Published in Film & Theater, Jugend & Bildung

CambridgeDokumentarfilm, BG 2015, 64 min.
Regie: Eldora Traykova, Buch: Assen Vladimirov

Zu sehen in Linz am 20.4. und 22.4.2016.

Die Gegend ist idyllisch und länd­lich, das Bildungs­niveau der Be­völ­ke­rung, die zu 99 Pro­zent aus Roma be­steht, ver­gleichs­weise hoch: „Roma-Cambridge“ – so wird Dolni Tsibar in einer der ärmsten Ge­gen­den Bul­ga­riens auch ge­nannt. Die Schule dort ist in El­do­ra Tray­ko­vas Do­ku­men­tar­film Aus­gangs­punkt, um die Schüler, Lehrer, Eltern und Be­woh­nerin­nen und Be­wohner des Ortes ken­nen­zu­lernen. Sie er­zäh­len von ihrem Leben, ihren Zielen und ihren Sor­gen. Viele der El­tern ar­bei­ten im Aus­land, um für die Fa­mi­lie sor­gen zu kön­nen, wäh­rend die Kinder davon träu­men, eines Tages in Harvard zu stu­die­ren. Die enga­gier­ten Leh­rerin­nen und Lehrer sind be­müht, mit den vor­han­de­nen beschei­de­nen Mit­teln die best­mög­liche Aus­bildung zu bie­ten. Denn diese ist für Roma, die europa­weit immer noch unter Stig­ma­ti­sie­rung und Diskri­mi­nie­rung leiden, be­sonders wich­tig, um auf eine bes­sere Zu­kunft hof­fen zu kön­nen. (Katharina Riedler)

(Text: Crossing Europe)

FIFA: Football for Hope

April 7th, 2016  |  Published in Jugend & Bildung, Sport

FifaFIFA dehnt ihr globales sozia­les En­gage­ment aus – und för­­dert nun auch Ro­ma-Kin­­der in Bu­­ka­rest

2016 unterstützt die FIFA 139 Organisa­tio­nen in 58 Ländern mit ins­gesamt USD 4,3 Mil­lio­nen. Acht Orga­ni­sa­tio­nen wer­den in diesem Jahr neu unter­stützt, darun­ter das Policy Center for Roma and Minorities, das in Rumänien die Quote der Schul­ab­bre­cher un­ter Roma- und ande­ren Kindern, die in extre­mer Armut leben, sen­ken will.

„Das Football-for-Hope-Programm hilft 52 Roma- und ande­ren Kin­dern in Ferentari, einem der ärmsten und mar­gi­na­li­sier­tes­ten Tei­le Bukarests“, er­klärt Raluca Negulescu, Exe­ku­tiv­direk­to­rin des Policy Center for Roma and Mi­no­ri­ties. „Der Fußball ist für Jun­gen und Mädchen, die zur Ri­si­ko­gruppe der Schul­ab­bre­cher ge­hö­ren, das Tor zur tra­di­tio­nel­len Bildung. Das Programm bie­tet den Kindern die Mög­lich­keit, ihre Stär­ken zu ent­decken und ihr Poten­zial mög­lichst aus­zu­schöp­fen. Dank Football for Hope konn­ten wir hier das erste Mädchen­fußball­team grün­den und kön­nen so Vor­urteile gegen­über dem Po­ten­zial und dem Ta­lent von Roma- und an­de­ren Mädchen aus ar­men Ge­mein­schaf­ten ab­bauen.“

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Es ist verboten, Kinder einzusperren

März 29th, 2016  |  Published in Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

Romano Centro: Stellungnahme gegen Romafeindlichkeit in Vorarlberg (Bild: vol.at)Nicht aber für die BH Dornbirn!

„Ist es ein Zufall, dass beide Kinder, die ein­gesperrt wer­den sol­len, der Min­der­heit der Volks­grup­pe der Roma an­ge­hören?“

Presseaussendung RA Schäfer (OTS) – Kinder, die das 16. Lebensjahr noch nicht er­reicht ha­ben, dür­fen nicht für Ver­wal­tungs­strafen ein­gesperrt wer­den. Selbst über Kinder über 16 Jahre darf eine Frei­heits­strafe nur bis zu zwei Wochen ver­hängt wer­den, wenn dies aus ganz be­son­de­ren Grün­den er­for­der­lich ist. Die Bezirks­haupt­mann­schaft Dornbirn hat erst im Juni 2015 ver­sucht, ein 15-jähriges Mäd­chen ein­zu­sper­ren – ent­ge­gen dem ein­deu­ti­gen Gesetzes­wort­laut in § 58 Abs. 1 VStG: „Über Ju­gend­­li­che, die zur Tat­zeit das 16. Lebens­jahr noch nicht voll­en­det ha­ben, darf eine Frei­heits­strafe nicht ver­hängt wer­den.“

Es kam zu einer Entschuldigung der BH Dornbirn (Zitat ORF Vorarlberg vom 3.7.2015): „In der Bezirks­haupt­mann­schaft Dorn­birn spricht man von einem Fehler, der ein Einzel­fall sei“. Nun­mehr soll wie­der ein 15-jähri­ges Kind ein­ge­sperrt wer­den. Wieder auf An­ord­nung der BH Dornbirn (Auf­for­de­rung zum An­tritt einer Ersatz­frei­heits­strafe, X-9-2016/13447 vom 25. März 2016). Das Kind soll 66 Stun­den Ersatz­frei­heits­strafe ab­sitzen, weil es 55 Euro Geld­strafe nicht be­zahlt hat.

Es ist auch hier, wie zuvor im Juni 2015, nicht den Sach­bear­bei­tern der BH Dorn­birn in Vorarlberg der Vor­wurf zu machen. Der „Fisch stinkt in Vor­arl­berg“ sehr viel wei­ter oben. Ist es ein Zufall, dass beide Kinder, die ein­ge­sperrt wer­den sol­len, der Minder­heit der Volks­grup­pe der Roma an­ge­hö­ren? Auch die BH Bludenz hat erst im Januar wie­der zwei An­dro­hun­gen von Ersatz­frei­heits­stra­fen an ein 14-jäh­ri­ges Mädchen aus­gestellt, die BH Dornbirn in­zwi­schen schon 21 – ob­wohl dies im Gesetz aus­drück­lich ver­bo­ten ist.

Rückfragen & Kontakt:
RA Dr. Anton Schäfer LL.M.
Forachstraße 74, 6850 Dornbirn
office@abgb.info

Diagonale: Der zornige Buddha

März 12th, 2016  |  Published in Film & Theater, Jugend & Bildung, Religion

Der zornige Buddha (Foto: Diagonale)Dokumentarfilm, AT/DE 2016, 98 min.
Buch & Regie: Stefan Ludwig

„Der zornige Buddha“ zeichnet liebevolle und un­ge­schmink­te Porträts der Roma-Ju­gend­li­chen, die in einer Welt vol­ler Elend und Vor­urteil mit Witz und Lebens­energie ihren Weg su­chen. Es sind keine auf­fri­sier­ten Erfolgs­storys. Son­dern Schick­sale, die deut­lich ma­chen, wie weit der Weg von der Roma-Sied­lung auf die Uni wirk­lich ist. (Produktionsnotiz)

„Eine Zweite-Chance-Schule für die, die nie eine erste Chan­ce hat­ten“ – Um mar­gina­li­sier­ten Roma-Jugend­li­chen eine Per­spek­tive für ihre Zu­kunft zu bie­ten, grün­dete János Orsós, selbst Rom, in einem ungari­schen Dorf das buddhis­ti­sche Ambedkar-Gymnasium. „Der zor­nige Buddha“ er­zählt von den kräfte­zeh­ren­den Bemühun­gen des Lehrers und seines Mit­strei­ters Tibor Derdák, den ver­arm­ten Jugend­li­chen durch Bildung und Spiri­tua­li­tät zu einem selbst­bestimm­ten Leben zu ver­hel­fen und sie im Kampf gegen gesell­schaft­li­che Aus­gren­zung zu stär­ken. Vor­bild der Men­to­ren ist der durch den Sozial­refor­mer Bhimrao Ramji Ambedkar in­spi­rier­te Auf­bruch der Dalits, der als „Un­berühr­bare“ ge­brand­mark­ten Bevöl­ke­rungs­gruppe in Indien, dem Ur­sprungs­land der Roma und des Buddhismus. In ih­rem Kampf stoßen Or­sós und Der­dák im­mer wie­der auf Wider­stände: Ab­leh­nung und An­fein­dun­gen sei­tens der unga­ri­schen Dorf­gemein­schaft, eine er­star­kende natio­na­lis­tisch-rassis­ti­sche Politik, Finanz­kür­zun­gen und Schließungen von Schu­len und nicht zu­letzt resig­nie­rende Roma-Eltern und -Schüler/innen. Über einen Zeit­raum von fast drei Jahren be­suchte Regisseur Stefan Ludwig regel­mäßig die Schule in Ungarn. Dabei er­weist er sich als sen­sib­ler, zurück­hal­ten­der und genauer Be­obach­ter, der insis­tie­rend frei­legt, wie sich Un­gleich­heit re­pro­du­zie­rende Struk­tu­ren auf die Jugend­li­chen aus­wir­ken. Read the rest of this entry »

Roma sam: Farajn „Vida Pavlović“

März 6th, 2016  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
29.2.2016 | (on demand)

Lernhilfe (Foto: Verein)„Vida Pavlović“ jek farajn la flogoskera grup­natar le Romendar hi, savo ando khetan butscha­li­nipe le ma­gistra­tiha 17, le Ro­men­gere-tscha­venge, po­mo­schi­nel. O farajn ando okto­beri 2006 kerdo ulo taj leskero be­schipe andi Abele­gaslina 12/12, ando 16to Betschi­tiko ge­majn­da­kero becirk hi. O anav usch­ti­dija o farjan le prin­dschar­da Ro­men­gera-dschi­lasch­ki­jatar Vida Pavlović (1945-2005).

Betschiste but Romengere-tschave del, save upro posch­tito taj khere tschak pu­mari dajen­geri tschib, Romani taj i serb­itiki tschib, vake­ren. I tschib jek igen bari­kano falato la cila kultu­ra­tar hi, ham oda te odoj otscha vodi­nel, kaj o isch­kola­kere butja le Romen­gere-tscha­vendar, but­var ando lek tele­der falato aun pasch­larde hi. O farajn „Vida Pavlović“ odole tscha­ven­dar, i dar angli ladsch te lel kamla, kaj o avre isch­ko­la­kere paj­tasch­tscha i nim­tschiki tschib igen latsche dscha­nen, mint lenca siklim ol taj on aguno tscha­ven­gero pomo­schago dsche­nen­dar, save ada sik­line, usch­tiden. Le pro­jekten­ca – vodi­nipe uso birov­tschage taj aguno tscha­ven­gero pomo­schago taj Lačo drom – kamla o farajn „Vida Pavlović“ jek basis te scho­finel, savi o drom la flo­gos­kera grupnake ande jek feder cukunft kerel. Bute­der pedar, schu­nen tumen andi sen­dung „Roma sam“ upro Radijo Bur­gen­land.

(volksgruppen.orf.at)

Roma sam: Verein „Vida Pavlović“

März 5th, 2016  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
29.2.2016 | (on demand)

Der Verein bietet Lernhilfe für Roma-Schüler an (Foto: Verein Vida „Vida Pavlović“ ist ein Verein zur Förderung der Volksgruppe der Roma in Zusammenarbeit mit der Wiener MA 17 zur Förderung von Roma-Kindern. Der Verein wurde im Okto­ber 2006 ge­grün­det und hat seinen Sitz in der Abelegasse 12/12 im 16. Wiener Ge­mein­de­bezirk. Den Namen erhielt der Verein von der be­kann­ten Roma-Sängerin Vida Pavlović (1945-2005).

In Wien gibt es viele Roma-Kinder, die im privaten Bereich nur ihre Mutter­sprache, Romanes und Serbisch, spre­chen. Zwar ist die Sprache ein sehr wich­ti­ger Bestand­teil der gesam­ten Kultur, je­doch führt diese dazu, dass die schuli­schen Leis­tun­gen der Roma-Kinder oft eher im un­tersten Be­reich an­geord­net sind. Der Verein „Vida Pavlović“ möchte diesen Kindern die Angst vor dem Ver­sagen gegen­über ande­ren Mit­schülern neh­men, die die deutsche Sprache sehr gut be­herr­schen, indem mit ihnen gelernt wird und sie früh­kind­liche För­de­rung durch ge­schul­tes Per­sonal erhalten. Mit den Pro­jek­ten – Behör­den­beglei­tung, früh­kind­liche För­de­rung und Lačo drom (Guter Weg) – will der Verein „Vida Pavlović“ eine Basis schaffen, die den Weg für die Volks­gruppe in eine bes­sere Zukunft ebnet. Mehr darüber in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.

Link: Verein Vida Pavlović

(Text: volksgruppen.orf.at)

Schock­er­fah­rung Abschiebung: The Awakening

Februar 8th, 2016  |  Published in Film & Theater, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

The Awakening, DE/CRO/SRB 2015, 39 min., OmdtUT
Ein Film von Kenan Emini

The Awakening (das Erwachen) ist ein Zustand der Lebens­rea­lität von Roma, die ab­ge­scho­ben wur­den. Wel­chen psycho­lo­gi­schen Effekt hat die Ab­schie­bung auf die Men­schen? Wie ergeht es den Kindern und Jugend­li­chen, die in Deutsch­land auf­ge­wach­sen sind und nun in einem fremden Land auf­wachen, fern von ihren Freun­den und ihrem ge­wohn­ten Um­feld? Der Film ge­währt einen Ein­blick in die­sen Zustand des Er­wachens bzw. des Ent­setzens der Betrof­fe­nen, die Deutschland als ihre Heimat betrach­tet haben und sich nun in einem für sie frem­den Land völ­lig neu orien­tie­ren müs­sen, und ver­mittelt ein authen­ti­sches Bild über die Schock­er­fah­rung Abschiebung. Zu­gleich zeigt er Rassis­mus und Diskri­mi­nie­run­gen auf, mit de­nen Roma in ver­schie­de­nen Län­dern Euro­pas konfron­tiert wer­den.

(Text: www.awakeningmovie.de)

Kenan Emini gehört zu den Gründungs­mit­glie­dern des Vereins Roma Center Göttingen e.V. und ist im Vor­stand des Bundesromaverbandes in Deutsch­land. Er hat die Kam­pagne „alle bleiben!“ mit­ge­grün­det und ist an sei­nem Pro­jekt „Romadness“ tätig. Er ist selbst Rom aus dem ehe­ma­li­gen Jugo­sla­wien und lebt seit 2000 in Deutsch­land.

Trapped by Law (Teaser)

Januar 31st, 2016  |  Published in Film & Theater, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

Trapped by Law
Dokumentarfilm von Sami Mustafa

Kosovo, D 2015 / 90 Min. (romanes, alban., deutsch, engl., serb.)
Regie & Produktion: Sami Mustafa | Kamera: Sami Mustafa, Faton Mustafa, Janis Matzuch | Schnitt: Carina Mergens, Nicole Kartlüke

Mehr hier.
Die engl. Untertitel können in der unteren Bild­leiste des Video­fens­ters ak­ti­viert wer­den.

ZORROM – Projekt für Roma

Januar 30th, 2016  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
11.1.2016 | (on demand)

Michael "Zorro" Teichmann, Leiter des neuen Roma-Projektes in der Steiermark (Foto: Caritas)In Graz ist ein neues Roma-Projekt angelaufen: ZORROM-Leiter und dROMa-Redakteur Michael Teichmann im Gespräch mit Roma sam.

Das Projekt, das die Caritas der Diözese Graz Seckau schon im Novem­ber 2015 gestartet hat, trägt den Titel „ZORROM“. „ZORROM“ be­glei­tet Roma und Romnja in Arbeits- und Bildungs­fragen und will durch Qua­li­fi­zie­rung Chancen für die Integra­tion in den Arbeitsmarkt er­hö­hen. In­vol­viert in das Projekt ist auch die Vinzenz­gemeinschaft aus Graz Eggenberg. Von der Vin­zenz­ge­mein­schaft wer­den am Projekt „ZORROM“ 50 bis 60 Roma aus den neuen EU-Staa­ten Ru­mänien, Bul­garien und der Slowakei teil­nehmen. Die Tätig­keiten des Projektes gehen auch über die Stadt­grenze hinaus. So werden auch für die in der Obersteiermark le­ben­den Roma vor Ort Bera­tung und Kurse an­ge­bo­ten. Mehr über das Projekt „ZORROM“ in der Sen­dung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.

(volksgruppen.orf.at)

ZORROM – Projekto le Romenge

Januar 30th, 2016  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
11.1.2016 | (on demand)

Zorrom: neues Roma-Projekt in GrazO Michael Teichmann ando vakeripe

O projekto, savo i Caritas la diö­cesja­tar Gereci Seckau imar ando novem­beri dujeseri taj deschu­pantsch kes­dintscha, o anav „ZORROM“ ledschel. „ZORROM“ le Romen taj Rom­njen ando but­ja­kere- taj sika­di­peskere phutscha­jip­tscha vo­di­nel taj le kva­li­fi­ci­ri­ni­pes­kere scha­ji­penca i in­tegra­cija ando but­ja­kero foro utsche­der te ke­rel kamla. Ande phand­lo ando pro­jek­to te i Vinzenz­gemein­schaft andar Gereci Eggenberg hi. Andar i Vin­zenz­ge­mein­schaft uso pro­jekto „ZORROM“ epa­schel dschi scho­var­desch Roma andar o neve EU-ja­kere vilagi Rume­nija, Bulga­rija taj Slo­va­kija use ovna. O butja le pro­jek­tos­tar te pe­dar i foros­keri grani­ca ari dschan. Afka te andi regi­jona le uprutne Schtackos­tar, le odoj dschiv­de Ro­men­ge, bero­ti­nipe taj kurstscha dela. Bute­der pedar o pro­jek­to „ZOR­ROM“, schu­­nen andi sen­dung „Roma sam“ upro Radijo Burgenland.

(volksgruppen.orf.at)

„Roma Invasion“ & die Hassposter

Januar 19th, 2016  |  Published in Einrichtungen, Film & Theater, Internet & Blogothek, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

Im Spätsommer 2012 fuhren rund 30 Roma-Jugendliche aus den Frei­bur­ger Flüchtlings­wohn­heimen für eine Woche auf die Nord­see­insel Wangerooge (Deutschland), or­ga­ni­siert wurde das Sommer­camp vom „Roma Büro Freiburg“. Dabei ent­stand der Kurzfilm „Roma Invasion“, eine fil­mi­sche Zu­sam­men­fas­sung der Aktivi­tä­ten, in der viele der Jugend­li­chen selbst zu Wort kommen. Der Film wurde 53.000 mal ange­klickt und mit eini­gen hundert Postings ver­sehen. Die meis­ten Kom­men­tare kann man leider unter „Hate Speech“ sub­sumie­ren: von „Vergasen“ bis „in die Autopresse“ war die Rede. Die Fülle und Aggres­sivi­tät dieser rassis­ti­schen Kom­men­tare könnte einem wahrlich die Sprache ver­schlagen, doch das „Roma Büro Freiburg“ rea­gier­te offen­siv auf das Phäno­men und orga­ni­sierte gemein­sam mit dem Stadt­jugend­ring einen Themen­abend zur Frage „Was tun gegen Hate Speech?“. Bei der Ver­anstal­tung im Frei­burger Haus der Jugend wurde der Kurz­film gezeigt und aus­ge­wählte Kommentare in einer szenischen Lesung von Roma-Ju­gend­li­chen vor­getra­gen. Das freie Radio Dreyeckland sprach mit Tomas Wald vom „Roma Büro“ über die Ver­anstal­tung und Gewalt gegen Roma (einen weite­ren Radio­beitrag fin­den Sie hier).

(dROMa)

„Zigeuner“-Bilder in Kinder- und Jugendmedien

Januar 14th, 2016  |  Published in Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Buchcover von "Mond Mond Mond"„Denn sie rauben sehr geschwind jedes böse Gassenkind …“

Tagung der Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien (GEW) und der Universität Bielefeld in Kooperation mit dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma sowie der Gesellschaft für Anti­zi­ganis­mus­forschung.

3. und 4. März 2016 im Dokuz Sinti und Roma (Berlin)
Aufbau Haus, Prinzenstr. 84 (Aufgang 2, 3. OG), 10969 Berlin

Von Arpad bis Zigeunerfrieda: „Zigeuner“-Figuren und „Zigeuner“-Bilder bevölkern die Kinder- und Jugendliteratur seit ihren Anfängen und sind in all ihren Gattungen vertreten. Zum festen Personal gehören sie in Märchen, ebenso sind sie in kinderliterarischen Klassikern beheimatet: Man denke an Ottilie Wildermuths Das braune Lenchen (1872), Alex Weddings Ede und Unku (1931) oder Kurt Helds Die rote Zora (1941). Auch nach 1945 existieren „Zigeuner“-Kinder in vielen Werken. Sei es in Ursula Wölfels Mond, Mond, Mond (1962) oder in unterhaltungsliterarischen Romanen wie Enid Blytons Fünf Freunde-Reihe. „Zigeuner“-Bilder findet man auch in illustrierten Büchern und Comics, in aktuellen kinder- und jugendliterarischen Romanen, wie denen von Kevin Brooks, oder in autobiographischen Texten von Zeitzeugen, die Anja Tuckermann aufgezeichnet hat. – Die Tagung „Denn sie rau­ben sehr geschwind jedes böses Gassen­kind“ greift mit ihrem Titel ein Zitat aus „Die Zigeuner­frieda“ von Georg Dennler (1910) aus die­sem Text­fun­dus auf.

Im Bereich der Literatur- und Gesellschafts­wissen­schaften er­schien in den ver­gan­ge­nen Jahren eine Reihe wichtiger Ver­öf­fent­li­chun­gen, die der Ge­schichte dieser Konstruk­tio­nen und Stereo­typen­bil­dung, den Aus­wüch­sen der Vor­urteile und anti­zi­ga­nis­ti­schen Ten­den­zen nach­gingen. Read the rest of this entry »

Tschavengere kenvi ande 4 tschibtscha

Januar 10th, 2016  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Radio, Podcast & TV, Romani

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
21.12.2015 | (on demand)

BAKIPKeden, ando 15to decemberi 2015, andi sikli­pes­keri tscha­ven­geri bar la BAKIP-atar Erba, o duj schtar tschib­tschen­gere kenvi „Ko pomo­schi­nel le mankuschiske?“ taj „Dsch­nes tu, kaj mro khe­ripe hi?“ angle terdschar­de ule. O duj kenvi ando arto isch­ko­la­kero bersch le dajen­gere taj daden­gere faraj­nistar ari dim ule taj akan andi BAKIP te usch­tidel hi le. Khetan ter­dscharde ule o duj kenvi le isch­kol­schki­jen­dar taj isch­ko­laschen­dar ando sik­lipe „Seminar Bild­ne­rische Er­zie­hung, Werk­er­zie­hung taj Texti­les Gestal­ten“ telal i mesch­terkija, Gisela Kramer. Ando hor­vacko taj ungriko siklipe o prik bescha­ripe le nimtschke tekstis­tar la Iris Zsótéraha upre butscha­lim ulo. O but­schasch­tscha andar o Roma-Service, o Emmerich Gärtner-Horvath taj o Josef Schmidt, o kenvi ando Burgenland-Roman prik bescharde. O duj kenvi, ischkolaschkijendar andar o 5te klastscha taj jeke butscha­schis­tar andar o Roma-Service, andi sikli­pes­keri tscha­ven­geri bar la BAKIP-atar, pre­sen­tirim ule. I kenva „Ko pomo­schinel le man­ku­schiske?“ andi nimtschki taj ungriki taj andi nimtschki taj bur­gen­lan­di­tiki-ro­mani tschib, le tscha­venge angle gendi uli. Read the rest of this entry »

Kinderbücher in vier Sprachen

Januar 9th, 2016  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Radio, Podcast & TV, Romani

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
21.12.2015 | (on demand)

Emmerich Gärtner-Horvath liest vor: Buchpräsentation auf Romani und Deutsch (Foto: BAKIP)An der BAKIP Oberwart wurden zwei neue Kinderbücher prä­sen­tiert. Für den Romani-Teil ver­ant­wort­lich war un­ser Verein Roma-Service.

Im Dezember wurden im Übungskindergarten der BAKIP Oberwart die bei­den vier­spra­chi­gen Kinder­bücher „Wer hilft dem Eichhörnchen?“ und „Weißt du, wo ich zuhause bin?“ vor­ge­stellt. Diese beiden Bücher wurden im letz­ten Schul­jahr durch den Elternverein heraus­ge­ge­ben und sind nun in der BAKIP er­hält­lich. Zusam­men­gestellt wur­den sie von Schülerin­nen und Schü­lern im Unter­richts­gegenstand Seminar Bild­ne­rische Erziehung, Werk­erzie­hung und Textiles Gestalten unter der Lei­tung von Gisela Kramer. In den Unter­richts­gegen­ständen Kroatisch und Ungarisch wurde die Über­setzung des deut­schen Textes mit Iris Zsótér erarbeitet. Die Mit­arbeiter des Roma-Service, Emmerich Gärtner-Horvath und Josef Schmidt, über­setz­ten die Bücher ins Roman (Bur­gen­land-Romani). Bei den Buch­vorstel­lungen wurden die beiden Werke von Schü­lerinnen der 5. Klassen und einem Mit­arbeiter des Roma-Service im Übungs­kinder­garten der Bil­dungs­anstalt für Kinder­garten­päda­gogik präsentiert. Das Buch „Wer hilft dem Eich­hörn­chen?“ wurde den Kin­dern in Deutsch und Ungarisch und in Deutsch und Burgen­land-Romani dar­ge­bo­ten. Read the rest of this entry »

Roma sam: VHS der Burgenland-Roma

Dezember 27th, 2015  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
14.12.2015 | (on demand)

VHS Roma: Mitarbeiter Peter Liszt (Foto: )volksgruppen.orf.at: Die Volkshochschule der Burgen­land-Ro­ma wur­de im Jahr 1999 als Teil­orga­ni­sa­tion der bur­gen­län­di­schen Volks­hoch­schulen ge­grün­det. Die Ziel­setzung des Vereins ist ein Bil­dungs­an­ge­bot für Roma und Nicht-Roma zu schaf­fen, die an der Sprache und Kultur der Roma interes­siert sind, und Begeg­nun­gen und Aus­tausch zwi­schen Roma und Nicht-Roma zu för­dern. Die VHS der burgenländischen Roma ver­sucht durch die Ent­wicklung und Rea­li­sie­rung von diver­sen Projek­ten ein brei­tes Publi­kum für die Ge­schich­te und Gegen­wart der Roma zu be­geis­tern. Peter Liszt, Mit­arbeiter der VHS der burg­en­län­di­schen Roma, gibt Ein­blick in die diver­sen Ver­anstal­tun­gen zur Kultur und Geschichte der Roma, Aus­stel­lun­gen, Lesun­gen, Sprach­kurse etc., welche rea­li­siert und einem brei­ten Publi­kum prä­sen­tiert wur­den. Jede Ver­anstal­tung hat auf ihre Art neue Wege in der Ver­mitt­lung von Kultur, Geschichte und sozia­ler Situa­tion der Roma be­schrit­ten. Mehr darüber erfah­ren Sie in der Sen­dung „Roma sam“ auf Radio Bur­gen­land.

Link: www.vhs-roma.eu

Gipsyeye – Don’t worry, be Roma!

November 30th, 2015  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung

Ionut Stan in seinem Büro (Foto: hpd/Sandra Mossner)Ionut Stan, Leiter der GIPSYEYE NGO in Rumänien, ist eine unver­zicht­bare Stimme im PEARLS-Projekt, das von der EU ge­spon­sert wird. Es geht um den Schutz jener Roma­kinder und -ju­gend­lichen, die be­son­ders be­trof­fen von Schul­ab­bruch und un­glei­chen Bildungs­chan­cen sind.

hpd/Susan Navissi, 26.11.2015: Gipsyeye arbeitet sowohl an der Aufklärung über Roma als auch im Bereich Anti­rassismus und Men­schen­rechte. Jedes Jahr er­mög­licht sie vielen jungen Men­schen, als Frei­willige diese Orga­ni­sa­tion zu unter­stützen und wert­volle Erfah­run­gen zu ma­chen. Roma, die seit Jahr­hun­der­ten Diskri­mi­nie­rung und tief ver­wurzel­ten Rassis­mus in ganz Europa erlebt ha­ben, die die Grauen der Nazizeit in gan­zer Härte er­litten, müssen immer noch um die Anerken­nung ihrer Würde kämpfen. Der hpd sprach mit Ionut Stan.

hpd: Was brauchen die SchülerInnen mit Roma-Hinter­grund be­son­ders?

Ionut Stan: Zunächst einmal müssen sie verinnerli­chen, dass sie genau so wie alle anderen rumä­ni­schen Kinder rumäni­sche Staats­bür­gerInnen sind mit genau den­selben Rechten. Bedauer­licher­weise wer­den sie an manchen Schulen nach wie vor diskri­mi­niert und die Kinder be­kom­men den Ein­druck, es sei schlecht, Roma zu sein. Aber das Gegen­teil ist der Fall. Es ist eine wunder­bare Er­gän­zung, mehrere kultu­relle Ein­flüsse zur Ver­fügung zu haben. Wichtig ist, dass Eltern und Kinder ermutigt werden, ihre Bedürf­nis­se im Bereich Bildung zu er­kennen und zu arti­ku­lie­ren. Es darf keine Segre­ga­tion geben, Roma und Nicht Roma müssen zusam­men lernen und sie müssen wissen, dass wir, NGOs, Schul­insti­tu­tio­nen da sind, um sie zu unter­stützen. Wenn wir einen Weg finden, auch unseren Roma Kindern das Gefühl zu geben, dass sie will­kom­men sind, ge­schätzt und geliebt werden und ihr Erfolg ge­wünscht ist, dann sollte einer posi­ti­ven Ent­wick­lung nichts im Wege stehen.

Spielt es für Sie eine Rolle, dass an der Cosmesti-Schule zwei Leh­rerIn­nen mit Roma­wurzeln nach dem Uni­ver­si­täts­ab­schluss Leh­rerIn­nen wur­den?

Ich denke, die Funktion der positiven Rollenvorbilder kann nicht genug be­tont werden. Es ist heut­zu­tage mög­lich, in Rumänien die eige­ne Karriere zu ver­folgen und dabei unter­stützt zu wer­den. Read the rest of this entry »

Nedjo: „Schule ist ein Stück Normalität“

November 18th, 2015  |  Published in Interview, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

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„Das haben wir nicht verdient“: Die Angst der Roma-Flüchtlingskinder vor Abschiebung (Teil V)

GfbV Berlin: Der Zustrom an Flüchtlingen nach Deutschland wird für dieses Jahr auf 800.000 ge­schätzt. Um Platz für sie zu schaf­fen, sollen vor allem Roma aus dem Kosovo ab­ge­scho­ben wer­den. Darun­ter Hun­derte Kinder, die in Deutsch­land ge­bo­ren und auf­ge­wach­sen sind. Doch was be­deu­tet das für die Flüchtlings­kinder? Wir las­sen fünf von ihnen zu Wort kom­men:

Nedjo*: „Schule ist ein Stück Normalität“


Ich bin vor 16 Jahren im Kosovo geboren. Zu­sam­men mit mei­nen Eltern bin ich 1999 von dort aus nach Göttingen ge­flo­hen. Daran kann ich mich aber nicht mehr erin­nern, ich war ja noch ein Baby. Manch­mal er­zäh­len mir meine Eltern von die­ser Flucht, aber nie sehr viel. Es war sehr schreck­lich und trau­ma­tisch für sie.

Ich gehe in die 10. Klasse einer Sonder­schule und wer­de in einem Jahr mei­ne Schule be­en­den. Ich habe ein we­nig Prob­le­me mit dem Deut­schen, weil meine Eltern mir nicht so gut beim Lernen hel­fen können. Aber eigent­lich schickt man jedes Kind, des­sen Eltern nicht Deutsche sind, auf diese Sonder­schule. Ich meine, ich bin doch genau so klug wie ein Kind deut­scher Eltern! Am besten bin ich in Mathe. Vor allem Geo­metrie mag ich richtig gern. Nach meiner Schule möchte ich gern eine Aus­bil­dung zum KFZ-Mecha­ni­ker machen. Ich stelle es mir schön vor, diesen Beruf aus­zu­üben, mein eigenes Geld zu ver­die­nen und eine Be­schäf­ti­gung zu haben, die mir Spaß ma­chen wird.

Manchmal fragen mich die Men­schen, ob ich mich gut in Deutschland ein­ge­lebt habe. Das finde ich merk­wür­dig. Schließ­lich bin ich ja hier auf­ge­wach­sen. In was sollte ich mich da ein­leben?

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Rahim: „Kosovo fühlt sich nicht wie Heimat an“

November 14th, 2015  |  Published in Allgemeines, Interview, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

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„Das haben wir nicht verdient“: Die Angst der Roma-Flüchtlingskinder vor Abschiebung (Teil IV)

GfbV Berlin: Der Zustrom an Flüchtlingen nach Deutschland wird für dieses Jahr auf 800.000 ge­schätzt. Um Platz für sie zu schaf­fen, sollen vor allem Roma aus dem Kosovo ab­ge­scho­ben wer­den. Darun­ter Hun­derte Kinder, die in Deutsch­land ge­bo­ren und auf­ge­wach­sen sind. Doch was be­deu­tet das für die Flüchtlings­kinder? Wir las­sen fünf von ihnen zu Wort kom­men. Rahim, heute 22, erinnert sich:

Rahim*: „Kosovo fühlt sich nicht wie Heimat an“


Ich bin vor 22 Jahren im Kosovo geboren. Zusam­men mit meinen Eltern bin ich von dort aus nach Deutschland geflo­hen. Damals war ich noch ein Klein­kind, wes­halb ich mich nicht an die Flucht erin­nere. Aber meine Eltern haben mir er­zählt, dass wir mit dem Auto zuerst über die deut­sche Gren­ze bis nach Olden­burg ge­kom­men sind. Dort wurden wir zu unserer Flucht und un­se­ren Grün­den, warum wir nun in Deutschland sind, be­fragt. Danach ging es für uns nach Nord­horn in Nieder­sachsen. Hier lebe ich nun schon sehr lange mit meiner Fa­milie. Mein Vater ist mittler­weile lei­der gestor­ben, wes­halb meine Mutter für uns Kin­der allein auf­kom­men muss. Ich wür­de mir wün­schen, dass ich end­lich einen Job fin­de, um meine Mutter fi­nan­ziell zu unter­stützen. Die Arbeits­suche wäre leich­ter mit einem Auf­ent­halts­titel. Denn seit unse­rer An­kunft in Deutsch­land haben wir alle nur eine Dul­dung.

Ich habe mir seit unserer Flucht natür­lich ein Leben in Deutsch­land auf­ge­baut. Das Koso­vo fühlt sich nicht wie meine Hei­mat an, nur weil ich dort ge­boren wurde. Ich bin in Deutsch­land zu Hau­se. Read the rest of this entry »