Die Vertreibung der Roma aus dem Kosovo

Januar 15th, 2021  |  Published in Internet & Blogothek, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

Sani RifatiOnline-Event mit Sani Rifati am 16.1.2021
→Stream ab 18 Uhr auf Facebook

Roma Antidiscrimination Network (RAN): Zu den bis heute gra­vie­rendsten Folgen des Kosovo­kriegs ge­hört die Ver­treibung fast sämt­li­cher Roma aus der Region. Nach mehr als 600 Jah­ren wur­den 150.000 Roma ver­trieben und ihres Besitzes be­raubt. Der Erste, der be­reits vor über zwan­zig Jah­ren die Vertreibung und Flucht der Roma publik ge­macht hat, war Sani Rifati. Rifati ist Vor­sitzen­der von Voice of Roma (USA) und lebte seit 1993 in den USA. Zu­nächst in Jugoslawien und schließ­lich in den USA hat er eine Kar­riere als Drum­mer, Sänger, Tänzer und Tanz­lehrer ge­macht und setzt sich für den Erhalt der tra­di­tio­nel­len Musik, Lieder und Tänze der Roma ein und hat an zahl­rei­chen Univer­sitäten unter­richtet. Read the rest of this entry »

Brand in rumänischem Roma-Viertel

Januar 15th, 2021  |  Published in Allgemeines

Brand in Roma-Viertel in Rumänien (Foto: Szekelyhon via RAN)20 Häuser von Roma in Miercurea Ciuc ab­gebrannt

RAN, 12.1.2021: Nach einem Brand im Roma-Viertel der trans­silva­ni­schen (sieben­bürgi­schen) Stadt Miercurea Ciuc (Szeklerburg; Csíkszereda) brann­ten am Abend des 7. Januar 2021 etwa zwan­zig Häuser teil­weise oder voll­ständig ab. Das Feuer brei­tete sich so schnell aus, da die Häuser aus Holz waren. Die Be­woh­ner/innen muss­ten eva­kuiert werden. Be­trof­fen sind etwa 260 Men­schen, davon mehr als die Hälfte Kinder und Jugend­liche. Ins­ge­samt ist min­des­tens die Hälfte der Roma des Viertels betrof­fen. Die obdachlos ge­worde­nen Men­schen wur­den vorüber­gehend in der örtli­chen Turnhalle unter­ge­bracht. Dutzen­de Feuer­wehr­leute waren im Einsatz. Er­schwert wurden die Lösch­arbei­ten dadurch, dass es in dem Gebiet keine Wasser­leitun­gen gibt. Nach­dem die Wasser­tanks der Lösch­fahr­zeuge leer waren, muss­ten sie mühsam aus einem nahe­gele­ge­nen Bach auf­gefüllt werden.

Anscheinend wurden alle Menschen zunächst in einer Turn­halle unter­ge­bracht und später auf Corona ge­testet. Derweil rief der Bürger­meister der Stadt zur Unter­stüt­zung auf. Er sagte: „Wir spre­chen hier von sehr armen Men­schen. Damit wir es schaffen, ein paar hundert Men­schen unter­zu­bringen, ist jede Hilfe, auch ein heißer Tee, will­kom­men. Ich weiß, dass auch einige Restau­rants mobili­siert haben.“ Men­schen aus dem Ort haben Essen, heißen Tee und Kleidung gebracht. Read the rest of this entry »

Neuer Podcast: Romatopia

Januar 14th, 2021  |  Published in Internet & Blogothek, Interview, Radio, Podcast & TV

RomatopiaRomatopia – Roma talk about their Utopia for Europe


Romatopia ist ein neuer Podcast, in dem Roma und Sinti aus zwölf Län­dern in zwölf Episo­den über ihr Le­ben und ihre Utopie für Euro­pa spr­echen. Künst­ler*in­nen, Ak­ti­vist*in­nen und Wis­sen­schaft­ler*in­nen im Ge­spräch mit den Gast­ge­ber*in­nen Wiliam Bila und Isabel Raabe.

Sinti und Roma sind die größte Minderheit Euro­pas und bil­den, ver­teilt auf alle eu­ro­päi­schen Länder, eine transnationale Gemein­schaft, deren Kultur eng mit der euro­päi­schen Kultur­geschichte verwoben ist. Ihre kultu­rellen Errun­gen­schaften und ihre Resilienz sind in den Mehr­heits­gesell­schaf­ten Europas oft un­bekannt.

Die Idee für den Podcast „Romatopia – Roma talk about their Utopia for Europe“ ent­stand wäh­rend der Coro­na-Pan­de­mie, die der­zeit die euro­päische Einheit und Soli­darität heraus­fordert. In Krisen­zeiten sucht die Gesell­schaft schnell nach einem Schul­digen und oft sind dies die schwächs­ten Mit­glieder der Gesell­schaft. Und so trifft die Pan­demie, wieder einmal, Roma und Sinti hart. Dabei können die Mehr­heits­gesell­schaf­ten gerade in Sachen Solidarität und Werte­konsens bei gleich­zeit­iger Vielfalt und Diver­sität einiges lernen. Roma und Sinti können in dieser Hin­sicht als Avant­garde und Vor­bilder an­ge­sehen werden.

Romatopia präsentiert Roma und Sinti als Vorbilder für die „Idee Europa“, nicht als Problem. Die Hö­rer*in­nen er­fahren über Zusam­men­halt, über soziale Durch­lässig­keit, über kultu­rellen Reichtum und über trans­nationale Einheit trotz natio­naler Be­sonder­heiten. Sie hören inspi­rie­rende Ideen und Zukunfts­sze­narien für Europa. Es kommen starke Persön­lich­keiten zu Wort, deren Lebens- und Erfolgs­ge­schich­ten Gegen­erzäh­lungen zu den bestän­digen anti­ziganisti­schen Zu­schrei­bungen darstellen. Der Podcast ver­mittelt Wissen, Ge­schichten und Er­fahrungen von Roma-Ge­meinschaften aus ganz Europa. Ge­schichten über lokale Be­sonder­heiten, per­sönliche Erfah­rungen und tra­ditionelles Wissen formen eine trans­nationale Erzählung, die einen anderen Blick auf das Europa von morgen aus der Perspek­tive der größ­ten Minder­heit Europas zeigt.

Der in Paris lebende Aktivist William Bila, selbst Rom, und die Berliner Kurato­rin Isabel Raabe spre­chen in diesem Pod­cast mit Roma und Sinti aus zwölf Ländern. Vor deren beruf­lichen und natio­nalen Hinter­grund prä­sen­tieren die Gäste ihre Lebens­reali­täten und ihre Utopien. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (339)

Januar 13th, 2021  |  Published in Facts & Figures, Jugend & Bildung

Innerhalb von 10 Jahren schrumpft­e der An­alpha­be­tismus un­ter Roma in Litauen von 26 (2001) auf 10 Pro­zent (2011).

(Quelle)

„Faţadă“: Podcast zur Ausstellung

Januar 11th, 2021  |  Published in Internet & Blogothek, Radio, Podcast & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen

Die Nordstadt steht wie kein ande­rer Stadtteil Dortmunds für die kultu­rel­le Vielfalt in Dort­mund. Gleich­zeitig wird die Nord­stadt weit über die Grenzen Dort­munds proble­ma­tisiert und ihre Bewoh­ner/in­nen kri­minali­siert. In vier Folgen des Podcasts ‚Faţadă‘ – Wie sich Rom*nja Wohn­raum zurück­erobern beleuch­tet die Autorin Olga Felker den Ent­stehungs­hinter­grund des Pro­jekts Faţadă/Fas­sade (zur Ausstellung mehr hier), er­läutert die sozia­len und politi­schen Kontexte und disku­tiert die Bedeu­tung des Projekts für die Stadt Dortmund.

Folge 1: Wir holen uns die Stadt zurück – Über Repräsentanz, Ausstellungen und die Zukunft

Folge 2: Sei mein Gast – Über Gastfreundschaft, Vorurteile und ein Hotel

Folge 3: Mehr ist mehr – Über Architektur, Rassismus und Klassismus

Folge 4: Nenn mich nicht so – Über Namensgebungen, anhaltende Mythen und Sesshaftigkeit

Magazin:
Das Magazin zur Ausstellung als kostenfreier Download (PDF) erscheint demnächst. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (338)

Januar 10th, 2021  |  Published in Facts & Figures, Sport

1932 wurde in Niš in Süd­ser­bi­en der Fuß­ball­klub „Gajret“ ge­grün­det, der zur Gän­ze aus Roma be­stan­den ha­ben soll.

(Quelle)

Ausstellung „Faţadă/Fassade“ in Dortmund

Januar 9th, 2021  |  Published in Veranstaltungen & Ausstellungen  |  1 Comment

Modell in der Ausstellung "Fassada" (FotoAusstellung, Werkstatt, Diskursort

Bis 11. April 2021, Dortmunder U, Ebene 3

Aufbauend auf dem gleichnamigen kollaborativen Kunstprojekt der Werkstatt Mal­linck­rodt­straße zur Roma-Bau­kultur und der im Sep­temb­er 2019 reali­sierten Neu­gestaltung einer Haus­fassade in der Dortmunder Nordstadt rich­tet die Aus­stel­lung Faţadă/Fas­sade den Fokus auf eine be­son­dere Form von Architektur, die in den letz­ten 30 Jahren u.a. in Rumänien ent­standen ist. Diese zeich­net sich durch expres­sive Fassaden aus, in denen sich viele ver­schiedene Gestal­tungs­formen wieder­finden. Außer­dem sind die (Traum-)Häuser oft mit Kuppeln, Burg­zinnen oder silbrig schim­mern­den Zwiebel­dächern ver­sehen. Neben zahl­reichen Haus­modellen, die im Rahmen des Projektes ent­standen sind und die in der Aus­stellung prä­sentiert werden, wird auch eine Neu­gestaltung des Ein­gangs­bereichs des HMKV von Mit­gliedern der Werkstatt Mallinck­rodt­straße re­alisiert. Ein Ver­anstal­tungs­programm er­mög­licht Vertiefung und Dis­kussion der vielen unter­schied­li­chen Aspekte des Projekts.

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Zeitzeugenvortrag (2000) von Herbert Ricky Adler

Januar 6th, 2021  |  Published in Geschichte & Gedenken, Interview, Radio, Podcast & TV

Dreyeckland„Innerlich verbrenne ich, weil die ganze Er­in­ne­rung zu­rück­kommt“

→Anhören (mp3)
Radio Dreyeckland, 1.1.2021 (31:36 min)
Sendereihe: Verfolgung und Widerstand im Natio­nal­sozialis­mus – His­to­ri­sche Stim­men von Zeit­zeug*innen

Der Sinto Herbert Ricky Adler wurde 1928 in Dortmund geboren. Die Familie lebte in Frankfurt am Main und wurde 1941 aus bürger­lichen Wohn­ver­hält­nissen in ein Wohn­wagen­lager ver­schleppt. 1943 depor­tieren die Nazis sie ins so genannte „Zigeuner­lager“ in Auschwitz-Bir­kenau, wo fast alle Ver­wandten Herbert Ricky Adlers er­mordet wurden. Nach der Befreiung kehrte er nach Hessen zurück, erhielt aber erst 1954 eine Zuzugs­geneh­mi­gung für Frankfurt. Er enga­gierte sich als Zeitzeuge für das Fritz-Bau­er-Insti­tut und den Zentra­lrat Deutscher Sinti und Roma. Herbert Ricky Adler starb 2004 (mehr hier).

Sein Vortrag fand 2000 auf Einladung von Radio Dreyeckland statt. Er ist 2002 in dem Buch „Wenn wir weg sind, ist alles nur noch Geschichte. Die Erin­nerung von Über­lebenden“ (mehr hier) in Auszügen nach­zu­lesen und auf der bei­liegen­den CD nach­zuhören. Erhält­lich ist der Band über RDL.

(Text und Sendung: rdl.de)

Facts & Figures (337)

Januar 3rd, 2021  |  Published in Facts & Figures

In den 1940ern waren 3.682 der be­rühm­ten Wohn­höh­len im „Gi­ta­no­vier­tel“ Sacro­mon­te in Gra­na­da be­wohnt. 1981 wa­ren es nur 159.

(Quelle/pdf)

Die Kinder wollen das schaffen

Dezember 30th, 2020  |  Published in Einrichtungen, Interview, Jugend & Bildung, Romani, dROMa (Magazin)

FARAJNISKERO DSCHENO: O Josef Schmidt la tschavengera heftlinaha „MiniMulti“ taj la „dROMaha“Im Gespräch:

Josef Schmidt über die Bildungsarbeit von Roma-Service

In den Vereinsräumen in der Evan­ge­li­schen Kirchen­gasse in Oberwart herrscht rege Betrieb­samkeit. Hier findet von Mon­tag bis Freitag die Lern­betreuung für Roma-Kin­der statt. Seit vier Jahren schon stemmt der „Verein Roma-Ser­vice“, neben einem Bün­del ande­rer Akti­vi­täten, nun auch diese Auf­gabe. Bildungs­arbeit wird zu­nehmend zum Herz­stück des Vereins. Was das konkret be­deutet und warum das Burgenland hier die Nase vorn hat, er­zählt Josef Schmidt.

dROMa: Bildungsarbeit spielt bei „Roma-Service“ ein gro­ße Rolle. Mit wel­chen ak­tuel­len Pro­jekten seid ihr be­fasst?
J. Sch.: Was immer läuft, ist die Lernbetreuung. D.h. die Kinder werden jeden Tag von Montag bis Freitag nach der Schule abgeholt, kommen zu uns ins Vereinslokal. Und dann werden mit den beiden Lernbetreuerinnen die Aufgaben gemacht, die Vorbereitung für Schularbeiten und Tests. Dazu kommt Freizeitpädagogik, es wird gebastelt, es wird gesungen, es wird gespielt. Oder Plakate gestaltet zu Themen, die gerade anfallen. Und Feiern gibt es auch ab und zu. Wenn es die Zeit zulässt, machen wir auch ein bisschen Roman (Anm.: Burgenland-Romani), so nebenbei. Wir reden es zumindest, dass sie es hören und auch verstehen. Oder wir singen auf Roman, aus unserem Liederbuch. Jetzt mit Corona ist natürlich vieles anders.

Wie war das in den letzten Wochen?
Mit dem Lockdown waren die Schule ja wieder zu. Die Kinder haben online von der Schule ihre Aufgaben bekommen, einen Wochenplan mit Aufgaben in den verschiedenen Fächern. Und das mussten sie ausdrucken und bearbeiten. Und dafür sind sie vormittags zu uns gekommen, und dann waren sie da, so lange sie brauchen.

D. h. wenn die Schulen zu sind, bietet ihr Ersatz?
Genau, die Stunden, die sie normal in der Schule wären, sind sie dann bei uns, und wir machen mit ihnen die Aufgaben. Das wird alles hier erledigt. Normalerweise machen das die zwei Kolleginnen. Und wenn wirklich Not am Mann ist, bin ich auch da. Ich mache zusätzlich noch die „Intensivlernbetreuung“ – wenn die Kinder einmal mehr Unterstützung brauchen. Da kommen sie entweder auch her, oder manchmal, das sind eher die Älteren, schicken sie ihre Übungen auch online oder rufen uns an und sagen, ich kenne mich da nicht aus. Es haben ja fast alle einen PC daheim. Und wir erklären es ihnen oder geben ein Feedback. Und natürlich gibt es auch den Kontakt der Lernbetreuerinnen mit den Lehrkräften.

Die Verbindung mit der Schule bleibt immer aufrecht?
Ja, immer! Das ist schon gut, diese Brückenfunktion und dass wir eine Vermittlerrolle einnehmen. Weil in manchen Haushalten sind drei oder vier Kinder. Das ist dann schon anstrengend. Und man hat dann sicher nicht vier Computer daheim. Da ist es gut, wenn der Großteil zu uns kommt. Und sie kommen ja auch gern und pünktlich.

Burgenland ist ein Modell

Wie hat das begonnen?
Als der „Verein Roma“ aufgehört hat, haben wir die Lernbetreuung übernommen, da sind wir damals nach Oberwart in die Büroräumlichkeiten in der Evangelischen Kirchengasse gezogen. Das war 2017 im Jänner. Und gleich nach den Semesterferien sind schon die Kinder gekommen. So haben wir angefangen. Wir sind eingesprungen, weil es ist schon sehr wichtig, das Projekt. Damit die Kinder die Möglichkeiten haben wie alle anderen auch: dass sie auch höhere Schulen besuchen oder einen Beruf erlernen.

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O tschave ada te schofinel kamna

Dezember 29th, 2020  |  Published in Einrichtungen, Interview, Jugend & Bildung, Romani, dROMa (Magazin)

FARAJNISKERO DSCHENO: O Josef Schmidt la tschavengera heftlinaha „MiniMulti“ taj la „dROMaha“Ando vakeripe:

Josef Schmidt pedar i si­ka­di­pes­ke­ri buti le fa­raj­nistar Ro­ma-Ser­vice

Ando farajniskere khera andi masuni khan­gera­keri gaslina Erbate but kerdo ol. Adaj hetvi­natar dschi para­schtu­jate, o sikaji­pes­kero pomo­schago le Romen­ge­re-tscha­venge del. Sajt schtar berscha imar o „farajn Roma-Ser­vice“, pa­sche o avre akti­vi­tetscha, akan te aja buti kerel. I sika­dipes­keri buti mindig bute­der uso vodschis­kero falato le faraj­nistar ol. So ada butschol taj soske o Burgenland adaj angle hi, phu­kal o Josef Schmidt.

dROMa: Sikadipeskeri buti uso „Roma-Service“ jek bari­ka­no than and lel. Saj ak­tu­jeli pro­jekti del?
So mindig naschel, hi o sikajipeskero pomoschago. Ada butschol, o tscha­ve sako di, hevti­natar dschi pa­raschtu­jate pal i ischkola tel hulim on, use amenda ando faraj­niskero kher an. Taj akor le duj sika­ji­pes­kere meschterkijenca o butja kerde on taj te le tel­schu­ni­pes­kere but­jenge siklim ol. Use al i naphand­li­pes­keri peda­gogik, kaj mindenfelitike koji kerde on, kaj dschi­lado ol, kaj kheldo ol. Vaj pla­katscha use temtscha kerde on, save pe­kamle hi. Taj te mula­tin­tschage del, te le aun pele. Taj te le i cajt use mukla, te eknaj Roman keras, pasche o avre butja. Amen vakeras, kaj on le te schunen taj kaj le te hajon. Vaj amen andi Romani tschib dschi­lavas, andar amari dschi­lakeri kenva. Akan la Coro­na-pan­de­mijaha, sa eknaj avrijal hi.

dROMa: Sar ada ando lejcti ku­re sina?
Le lockdowniha o ischkoli papal use tschapim sina. O tschave online la isch­ko­latar pumare butja usch­tidine, jek kur­kos­kero plan le butjenca ando min­den­fe­litike falati. Taj oda iste on ar dumin­de taj iste le kise­tinde. Taj vascho­da angloplane use amen­de ale, taj akor adaj le sina, dschimeg sa kise­tinde.

dROMa: Ada butschol te o ischkoli use ule, akor use tu­men­de schaj an?
He, o ori, save on ando ischkoli iste ovnahi, akor use amen­de hi le, taj amen lenca len­gere butja keras. Ada sa adaj kerdo ol. Ada mindig mre duj ko­legkiji ke­ren. Ham te tscha­tschi­kan pomo­schago pe­kamlo hi, akor te me le tscha­venca buti kerav. Me pasche mri buti te o „inten­sivi sikaji­pes­kero pomo­schago“ kerav – hat te le tscha­venge jefkar bute­der jek pomo­schago pe­kamlo hi. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (336)

Dezember 28th, 2020  |  Published in Facts & Figures

Laut Zensus von 2011 le­ben in Aus­tra­li­en 776 Ro­ma. Ro­ma-Ver­tre­ter schät­zen die tat­säch­li­che Zahl auf 20-25.000.

(Quelle)

dROMa 60: „Bildung | Sikadipe“

Dezember 26th, 2020  |  Published in Jugend & Bildung, dROMa (Magazin)  |  2 Comments

Themenheft BILDUNG | Temakeri heftlina SIKADIPE: dROMa 60 (4/2020)Winter | Dschend 2020
Themenheft Bildung | Temakeri heftlina Sikadipe

Download (PDF) | Inhalt

Die Fortschritte waren enorm, nicht zuletzt dank der kon­ti­nu­ier­li­chen Arbeit der Roma-Or­ga­ni­sa­tio­nen: Im dROMa-Ge­spräch, das diese Themen­aus­gabe er­öffnet, zieht Josef Schmidt eine erfreu­liche Bilanz über die Bildungs­situation der Roma im Burgenland. Eine Schlüssel­rolle spielt hier auch der „Verein Roma-Ser­vice“. Andern­orts hin­gegen wirft man Roma-Kin­dern noch immer Knüppel zwi­schen die Beine. Zum Bei­spiel in der Slowakei: Miros­lava German Širotníková schil­dert die Schul­situation in unserem Nachbar­land, wo Segregation, mehr noch als anderswo, an der Tages­ordnung ist. Den Artikel be­gleiten einige Kinder­porträts aus slowa­ki­schen Roma-Sied­lungen, die uns die Fotogra­fin Paula Kentošová zur Ver­fügung ge­stellt hat. Welche rich­tungs­wei­senden Urteile der Euro­päi­sche Men­schen­rechts­gerichts­hof (EGMR) zum Thema ge­fällt hat, hat Roman Urbaner für Sie recher­chiert. Und an­schlie­ßend blicken wir noch ein­mal zurück auf die Ge­scheh­nisse in der ungari­schen Ge­mein­de Gyöngyös­pata: Im Früh­jahr ging ein Gerichts­marathon über die ethnisch ge­trenn­ten Klassen der Dorf­schule spekta­kulär zu Ende.

O resultatscha latsche sina, taj ada, vasch i but ber­schen­geri latschi buti le Romen­gere-or­ga­nisa­cijendar: Ando dROMa-va­keripe, savo adala te­maha pradim ol, o Josef Schmidt jek loschan­di bilanca pedar i sika­dipes­keri situa­cija le Romen­dar ando Burgenland cidel. Jek barikano falato khelel adaj te o „Farajn Roma-Service“. Ande avre vilagi le Ro­menge­re-tscha­venge meg mindig doron­gi masch­kar o pre tschidim on. Afka sar andi Slo­vaki­ja: I Miroslava German Širotníková phu­kal pedar i isch­kolakeri situa­cija ande amaro noch­beriskero vilago, kaj segre­gacija, buteder sar ande avre vilagi, upro diveseskero plan terdschol. Le pisinipe poar tschavengere kipi andar slo­vakiti­ke Romen­ge­re-sid­lung­tscha vodinen, save amenge i kipen­geri ke­rasch­kija Paula Kentošová prik dija. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (335)

Dezember 22nd, 2020  |  Published in Facts & Figures

Bei der Volkszählung 2018 de­kla­rier­ten sich 132 Per­so­nen in Neuseeland als Roma („Ethnic group: Gypsy“).

(Quelle [.zip-File])

ECRI pisinipe usi Slovakija

Dezember 21st, 2020  |  Published in Dokumente & Berichte, Jugend & Bildung, Politik, Rassismus & Menschenrechte

ECRI Report SlovakiaNeuer ECRI-Bericht kritisiert Slowakei

European Commission against Racism and Intolerance / Council of Europe  (ed.): ECRI Report on the Slovak Republic. Sixth mo­ni­to­ring cycle (adop­ted on 1 Octo­ber 2020), Strassbourg, 8 De­cem­ber 2020 →Download (pdf)

I antirasismus komisijona le europitike rotistar (European Com­mis­sion against Racism and Into­lerance/ECRI) ando 8to decem­beri – pal schov berscha – pro nevo thaneskero pisi­nipe pedar i Slo­vakija angle basch­lartscha. Jek centrali kriti­kakero punkto ande hi o mindig aun likerdo teldschu­mi­nipe le Romen­dar ando sika­di­peskero koja. Jefkar buter o pisi­nipe o man­gipe sikal, hot o argra­nicalipe le Ro­men­gere-tscha­vendar ande bibasta­leder Romen­gere-isch­koli, kise­tim te ol. Aja et­nischi segre­gacija ando putrimo ulaji­pe le isch­kolakere schpren­ge­lendar duach o lokali biro­votscha­ge dim hi. Te ada na kisetim ulo, akor iste i re­girung lendar aja kom­petenca bejg lel. Butvar kriti­sirim ol i praksis, kaj saste Romen­ge­re-tschave mindschart andi son­derschul, savi le goda­kere nasvale tscha­venge hi, and dim on. Roma andi Slovakija pantsch­var bute­der ande asaj ischkoli peren, sar avre tschave. Peder ari mangel i ECRI, hot o Romengere-tschave feder sikade te on, anglo­da on andi ischkola phiren. Tschave, save Romani vakeren, imar ande anglutne ischkoli, i slova­kitiki tschib te siklon. Vaschoda le mesch­terkijen taj mesch­tertschen schpe­cijeli arsik­lipe hi, taj te ajgeni sika­jipeskere materi­jal­tscha iste kerde ovnahi. Ojs positivi o pisinipe o aunter­dscharipe le Romen­ge­re-isch­kolakere asis­ten­tendar taj o sikaj­peskero pomo­schago ande grup­nake­re-centren, angle asdija. O finan­ci­rinipe upre jek dugi cajt iste delahi.

Die Antirassismuskommission des Europarats (Euro­pean Com­mis­sion against Racism and In­to­le­rance/ECRI) hat am 8. De­zem­ber – nach sechs Jahren – ihren neuen Länder­bericht über die Slowakei vor­ge­legt. Ein zentraler Kritik­punkt darin ist die fort­dauernde Benach­teili­gung von Roma im Bildungs­wesen. Einmal mehr wieder­holt der Bericht die Forderung, die schuli­sche Aus­gliederung von Roma-Kin­dern in schlechter aus­ge­stat­tete Roma-Schulen zu be­enden. Read the rest of this entry »

Digitales Gedenken: 78 Jahre „Auschwitz-Erlass“

Dezember 19th, 2020  |  Published in Geschichte & Gedenken

Gedenkveranstaltung für die Opfer des NS-Völ­ker­mordes an den Sinti und Roma in der Ge­denk­stätte Sach­sen­hausen

Am 16. Dezember 1942 ordnete Heinrich Himmler die Deportation von Sinti und Roma aus ganz Euro­pa nach Auschwitz-Bir­kenau an. An­läss­lich des 78. Jah­res­tages von Himm­lers „Auschwitz-Er­lass“ er­innert der Zentral­rat Deutscher Sinti und Roma ge­meinsam mit der Gedenk­stätte Sachsen­hausen an die Opfer des na­tio­nal­sozialis­ti­schen Völker­mordes an den Sinti und Roma. Da das Gedenken auf­grund der Maß­nahmen zur Corona-Prä­vention nicht vor Ort statt­finden kann, wurden eine Kranz­nieder­legung in der Gedenk­stätte Sachsenhausen so­wie An­spra­chen von Romani Rose (Vor­sitzen­der des Zentral­rates Deut­scher Sinti und Roma), Dietmar Woidke (Minister­prä­sident des Landes Brandenburg) und Axel Drecoll (Di­rek­tor der Stiftung Branden­burgische Gedenk­stätten) im Vor­feld digital auf­ge­zeichnet. Am Mitt­woch, 16. Dezem­ber 2020, um 12.00 Uhr wurden die Beiträge auf der Internet­präsenz des Zentral­rats und der Gedenk­stätte Sachsen­hausen und auf den So­cial-Me­dia- und YouTube-Ka­nälen bei­der Ins­ti­tu­tionen ver­öffentlicht.

(Text: Zentralrat)

Facts & Figures (334)

Dezember 18th, 2020  |  Published in Facts & Figures

Eine Er­he­bung des staat­li­chen brasil. Sta­tis­tik­ins­ti­tuts IBGE ver­zeich­nete Ro­ma-Sied­lun­gen in 291 Städ­ten Bra­si­li­ens.

(Quelle)

„Wir sind doch keine Hunde“

Dezember 17th, 2020  |  Published in Interview, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

DreyecklandInterviews: Roma auf den Straßen Freiburgs

Radio Dreyeckland, 15.12.2020 (8:39 min)
→Anhören (mp3)

Im Winter ist das Leben auf der Straße hart und jeder Tag ist eine Heraus­for­de­rung. Neben mar­gi­nali­sie­renden Vor­urteilen kommt es oft auch zu un­beque­men Begeg­nungen mit den örtli­chen Auto­ritä­ten. Das freie Radio Dreyeck­land hat in Deutschland mit drei Männern aus Rumänien ge­spro­chen. Sie sind Roma und leben in der Freiburger Innen­stadt. Über sie wurde in Freiburg in dies­em Jahr immer wieder diskutiert. Hier kom­men die, die an­sonsten keine Stimme be­kommen, selber zu Wort. Im Gespräch er­zähl­ten sie uns unter ande­rem von ihrem Leben auf der Straße im Corona­winter 2020.

(Text und Sendung: rdl.de)

Rezension: Dreimal spucken

Dezember 14th, 2020  |  Published in Literatur & Bücher, Rassismus & Menschenrechte, dROMa (Magazin)

Das Roma-Mädchen Loretta: „Und ihr Blick erst. Sie starrt dich an, aber ohne Neugierde. Als würde sie nichts mehr erwarten. Weder von dir noch von sonst jemandem. Nur die triefende Nase und wie sie manchmal ihre Hände bewegte, verrieten ihr wahres Alter. Ein greises Kind, so wirkte sie.“ Seitenansicht aus dem italienischen Comicroman „Dreimal spucken“ von Davide Reviati (erschienen im Avant-Verlag, 2020)Ein Bilderroman aus Italien

Beinahe wäre Davide Reviati mit diesem Comicband ein meis­ter­haft ge­zeich­ne­tes und er­zähl­tes Glanz­stück die­ses Genres ge­lun­gen. Doch er ver­knüpft die Er­in­ne­run­gen an eine ita­lie­ni­sche Jugend mit der Ge­schich­te der Roma. Einem Thema, dem die Er­zählung dann doch nicht ganz ge­wach­sen ist.

Es ist ein Buch voller Schatten, flirrender Traumgebilde, un­sicherer Böden. In der Graphic Novel des italie­nischen Zeichners Davide Reviati, die nun auch in deutscher Über­setzung vorliegt, flie­ßen Realismus und alb­traum­hafte Sequenzen un­entwegt ineinan­der. Und nicht im­mer ist klar, wo das eine endet und das an­dere beginnt.

In dem fast 600 Seiten starken Buch erzählt Reviati eigent­lich gleich zwei Ge­schichten: Da ist zum einen die auto­biogra­fisch inspi­rierte Schil­derung eines Heran­wachsens in der nord­italieni­schen Provinz, irgend­wann in den 1960er oder 1970er Jahren, in einer kleinen Ortschaft, wo die Kinder auf den Feldern herum­tollen und die Jugend­lichen die Zeit mit Gin und Joints tot­schlagen. Im Mittelpunkt der Handlung stehen die Berufs­schüler Guido, Grisù und Katango, die mit ihrem Leben nichts recht an­zu­fangen wissen. Im Unter­richt lassen sie sich nur selten blicken, statt­dessen kiffen sie unten am Fluss, zie­hen durch die Dorf­diskos oder spie­len Billard in der Bar.

Ist doch scheißegal
Und da ist zum anderen die Geschichte der spannungs­geladenen Begeg­nun­gen mit einer Roma-Fa­mi­lie aus Slowenien, die sich am Orts­rand in einem ver­fallenen Bauern­haus nieder­gelassen hat. Im Dorf selbst will man von den „Zigeunern“ nichts wissen. Man kennt einander, aber man hält sie auf Distanz, ver­weist sie unwirsch auf ihren Platz, draußen vor dem Dorf. „Mehr weiß ich nicht, und das ist noch zu viel“, konsta­tiert der Erzähler ein­mal: „Ist doch scheiß­egal. Zigeuner eben, was braucht man da zu wissen?“

Viel erfährt man auch vom Roma-Mädchen Loretta nicht. Sie be­gegnet den Lesern immer nur aus der Perspek­tive der Jugend­lichen, die ihr mal ver­ächtliche, mal be­gehrliche Blicke hinter­her­werfen. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (333)

Dezember 13th, 2020  |  Published in Facts & Figures

96 % der griechischen Roma sind ar­muts­ge­fähr­det (un­ter 60 % des Me­di­an­ein­kom­mens).

(Quelle)