Facts & Figures (416)

Februar 21st, 2022  |  Published in Facts & Figures

1990 wurde in Ohrid (Ma­ze­do­ni­en), ab­seits der ju­go­slaw. Ro­ma-Ver­bän­de, ein eige­ner Ver­band der Ägypter ge­grün­det (Udru­žen­je Egip­ćana u SFR Ju­go­sla­viji).

(Quelle)

Bettler in Graz mit Messer attackiert

Februar 20th, 2022  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Polizeieinsatz in Graz-Eggenberg (Symbolbild, Foto: Pixabay)In Graz-Eggenberg attackierte ein 25-Jäh­ri­ger am Sams­tag­nach­mit­tag zwei Bet­tler (50 und 54 Jah­re alt) vor einem Su­per­markt. Der Mann wur­de fest­ge­nommen.

Im Folgenden die Pressemitteilung der LPD Steiermark vom 19.2.2022:

25-Jähriger schlug zwei Männer und stach mit Messer zu


Gegen 13.30 Uhr verständigte eine Zeugin via Notruf die Polizei über einen Rauf­handel vor einem Super­markt in der Gaswerk­straße. Beim Ein­treffen der Poli­zisten be­richte­ten zwei Bettler, die vor dem Super­markt Musik ab­gespielt hatten, dass sie von einem vorerst un­bekann­ten Mann attackiert wor­den seien. Der Mann hatte sich bereits beim Be­treten des Super­marktes abfällig über die Musik ge­äußert und schließ­lich beim Heraus­kommen dem 54-Jäh­rigen aus dem Bezirk Weiz einen Faustschlag ver­setzt.

Anschließend versuchte der Mann, auf den am Boden sitzen­den 50-jäh­ri­gen ungarischen Freund einzutreten. Dieser wehrte sich und ver­setzte dem Angreifer einen Faust­schlag in die Bauch­gegend. Darauf­hin zog der Ver­dächtige ein Messer und stach damit in Rich­tung des 50-Jäh­rigen. Dieser wehrte sich aber­mals, worauf­hin der Ver­dächtige in eine Straßen­bahn flüchtete.

Polizisten stellten den 25-Jährigen aus Graz kurze Zeit später in der Straßen­bahn und nahmen ihn fest. Read the rest of this entry »

Gedenken: Zwei Jahre Hanau

Februar 19th, 2022  |  Published in Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte

Say their names: die Opfer von HanauGesellschaftliche Vorurteile haben tödli­che Aus­wir­kungen: Der Anschlag des 19. Februar 2020 in Hanau und seine gesell­schaft­li­chen Be­din­gun­gen

Pressemitteilung des Hessischen Landes­ver­ban­des Deut­scher Sinti und Roma:

Am 19. Februar 2020 erschoss ein Täter neun Menschen aus rassisti­schen Motiven und schließ­lich seine Mutter und sich selbst. An diesem Tag ver­loren Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov ihr Le­ben, weil sie nicht in sein Welt­bild pass­ten.

Das rassistische Weltbild des Täters ist nicht allein erklär­bar mit einer Radikali­sierung in ge­schlos­senen digitalen Grup­pen. Viel­mehr wurden in den letzten Jah­ren anti­ziganistische, rassistische und anti­semitische Po­sitio­nen immer salon­fähiger. Die Anschlags­orte sind hier­bei ein Bei­spiel. In den Mona­ten bevor der Täter eine Shisha-Bar und eine Sports­bar als Anschlags­orte aussuchte, wurde bundes­weit Stimmung gemacht gegen Shisha-Bars und migrantisch geprägte Orte als ver­meint­liche Orte von Krimina­lität. In der Arena-Bar war darüber hi­naus der Not­ausgang ab­geschlos­sen. Über­lebende be­richten, dass dies bereits seit circa einem Jahr der Fall und auch offi­ziell be­kannt ge­wesen sei. Der ver­schlos­sene Notausgang hätte in der Ver­gan­gen­heit polizei­liche Razzien er­leichtert.

Kriminalität wird hier zu einer Eigenschaft von Minder­heiten ge­macht. Kriminell, das sind in der Vor­stel­lung immer ‚die Ande­ren‘. Dabei ist egal, ob diese bereits seit Jahr­hun­derten in Deutschland le­ben oder nicht“, so Adam Strauß, Vor­sitzen­der des Hessischen Landes­verbandes Deutscher Sinti und Roma. „Clan-Kri­mi­nalität, Bettel-Mafia und jüdische Ver­schwörung sind krimina­lisie­rende Bilder von Minder­heiten, die auch heute noch in der breiten Be­völ­kerung ver­ankert sind und ver­heeren­de Aus­­wir­kun­­gen haben.“

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Manuela Horvath ando vakeripe

Februar 17th, 2022  |  Published in Interview, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 16.2.2022 | 13.28 min

Manuela Horvath im Gespräch

I Manuela Horvath 1985 Erbate ando suditiko Burgenland upro them ali. Oj Romni hi, taj o schero andar o referat la Roma­pas­to­ralatar andi diöcese Tikni Martona hi. Sajt 2017 oj andi Erba gemajn­dakeri rotkija hi. Oj ande but pro­jektscha sar „Sensiro“ la univer­si­tetar Betsch butscha­linel. I Manuela Horvath ande minden­felitike ischkoli, sikadi­pes­kere ischkoli taj avre kojenge workshops te­likerl. Oj pe igen sorale ande bescharel, kaj i his­torija le Ro­mendar upre butscha­lim te ol. Afka oj use holocaust iste­re mula­tintschagi ojs vakerasch­kija mangli li ol. Lakero papu o KZ prik dschiv­tscha o Michael Horvath, le Romane ane­vaha Mischka ande minden­felitike lo­gertscha sina.

Manuela Horvath wurde 1985 in Oberwart im Süd­burgenland ge­boren. Sie ist Volks­gruppen­ange­hörige der Bur­gen­land-Roma und leitet das Re­ferat der Romapastoral in der Diö­zese Eisenstadt. Seit 2017 ist sie Ge­meinde­rätin in ihrer Heimat­gemein­de Oberwart. Horvath ar­beitet gerade für das Projekt „Sensiro“ der Univer­sität Wien. Manuela Horvath leitet Workshops und Vor­träge an Er­wach­senen­bildungs­ein­rich­tungen und Schulen zum Thema Roma. Read the rest of this entry »

40 Jahre Zentralrat in Deutschland

Februar 15th, 2022  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Internet & Blogothek

Am 17. März 1982 empfing der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt eine Delegation des Zentralrats unter Leitung des Vorsitzenden Romani Rose und erkannte den Völkermord an den Sinti und Roma aus Gründen der sogenannten "Rasse" an (Foto: © Zentralrat Deutscher Sinti und Roma)Am 5. und 6. Februar 1982 schlossen sich in Darmstadt neun Ver­eini­gun­gen der deutschen Sinti und Roma zum Zentralrat Deutscher Sinti und Roma zu­sam­men. An der Gründungs­ver­samm­lung nahmen über 70 Dele­gierte aus dem gesam­ten Bundes­gebiet teil. Damit be­gann eine neue Phase der Bürgerrechts­arbeit, die mit der An­erken­nung des NS-Völkermords und der An­er­ken­nung als natio­nale Minder­heit die bis heute ent­scheiden­den Grund­lagen für die gleich­berech­tigte Teilhabe bildet. Von Beginn an stand die Aus­einan­der­setzung mit Anti­ziganismus im Zentrum der Bür­­ger­rechts­arbeit.

In diesem Jahr begeht der Zentralrat das 40. Jubiläum seiner Gründung auf ganz unter­schied­lichen Kanälen. Neben einer eigens kre­ierten Jubiläums­brief­marke wird es eine Social-Me­dia-Kam­pagne geben, mit der der Zentralrat vom 6.2. bis zum Roma Day am 8.4. auf Twitter , Instagram und Facebook auf die Erfolge der ver­gange­nen 40 Jahre und auf die Heraus­forderun­gen von Gegen­wart und Zukunft der Bürgerrechts­arbeit blicken wird. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (415)

Februar 14th, 2022  |  Published in Facts & Figures, Jugend & Bildung

In 14 von 22 unter­such­ten europ. Län­dern wer­den Ro­ma in den Lehr­plä­nen für Ge­schich­te, So­zial­kun­de und Geo­gra­fie nicht ein­mal er­wähnt.

(Quelle)

Televisakero magacin „Romano Dikipe“

Februar 13th, 2022  |  Published in Einrichtungen, Interview, Radio, Podcast & TV

Romano Dikipe: Emmerich Gärtner-Horvath taj Katharina Graf-Janoska (kipo: ORF)O flogoskero grupnakero bajrot ada bersch nevo völim ol, o angle­be­schaschi le baj­rotistar Emmerich Gärtner-Horvath ando schtu­dijos­kero vakeripe, o use pheni­pes­kero lil uso flogos­kero grupna­kero kher telal pisim ulo, o Christian Klippl ando sika­vipe, o gondo­lipe upro schtar opfertscha le aten­ta­tostar Erbatar taj i pre­mijera la tikna operatar „Rromano Kidipe“ taj „Papuszas Tränen“ hi o te­matscha.

13ti feberi 2022, 13:05 orenge
ORF 2 Burgenland | Live ORF TVthek

I Katharina Graf-Janoska andar o farajn Roma-Service Erbate, duach i sendung vodinel.

O flogoskero grupnakero bajrot le Romen­dar nevo vö­lim ol Kerdo ulo o farajn Roma-Service 2003 le Em­me­rich Gärtner-Hor­vathistar, ov te o angle­bescha­schi le flogos­kere grup­nakere bajro­tistar le Romen­dar hi. Sajt 1995 del ada bajrot, savo o interesi la flogos­kera grupnatar ando pra­dipe fatre­tinel. Sake 4 berscha o bajrot nevo völim ol, ada bersch hi oda papal – taj vaschoda amen upri histo­rija le baj­rotistar pal dikas.

Schtudijoskero vakeripe le Emme­rich Gärt­ner-Hor­vathiha O Emmerich Gärt­ner-Hor­vath, angle­bescha­schi le flogos­kere grupnakere bajro­tistar le Romendar, ando schtu­dijos­kero vakeripe pedar o lek barika­neder jeri­niptscha, o funkci­jontscha taj o cukunf­takere plantscha le bajro­tistar phukal.

Flogoskero grupnakero kher Erbate Ando maschkaripe le jeneristar o use phenipes­kero lil uso flogos­kero grupna­kero kher le thanes­kere scherostar Hans Peter Doskozil taj le fatrete­rendar le organi­sa­cijen­dar le bur­gen­landi­tike-hor­vacken­dar, le burgen­landiti­ke-Romen­dar taj le burgen­landiti­ke-ungri­kendar, telal pisim ulo.

Christian Klippl ando sikavipe 2016, palo mulipe le Rudolf Sarközistar, o Christian Klippl i funkci­jona le sche­rostar le kultura­kere faraj­nistar le austriti­ke Romendar ande lija. Read the rest of this entry »

EGMR-Urteile: Neues Infoblatt zur Umsetzung

Februar 12th, 2022  |  Published in Dokumente & Berichte, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

ECHR - EGMRUmsetzung von EGMR-Urteilen: Neues Informationsblatt zu Roma und Fahrenden

Die Abteilung für die Umsetzung der Urteile des Euro­päi­schen Gerichtshofs für Menschen­rechte des Europa­rates hat ein neues thema­tisches Infor­ma­tions­blatt zu Fällen im Zu­sammen­hang mit Roma und Fahren­den ver­öffentlicht. In dem Infor­mations­blatt werden Maß­nahmen zum Schutz und zur weite­ren Stär­kung der Rechte von Men­schen aus den Be­völke­rungs­gruppen der Roma und Fah­renden zu­sammen­gefasst, die von neun Mit­glieds­staaten als Reaktion auf 17 ver­schie­dene Urteile des EGMR ge­meldet wurden.

Zu den behandelten Themen zählen die Zwangs­sterilisation von Roma-Frauen, der Schutz vor Hass­verbrechen, Wohnrechte und das Recht auf Bildung von Roma und Fah­renden. Dies ist das zwölfte in einer Reihe themati­scher Infor­ma­tions­blätter zu Ver­änderun­gen des Rechts, der Politik und Praxis auf nationa­ler Ebene in ganz Europa in Ver­bin­dung mit der Um­setzung von EGMR-Ur­teilen.

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ORF-TV-Magazin „Romano Dikipe“

Februar 11th, 2022  |  Published in Radio, Podcast & TV

Zu Besuch bei Roma-Service: Katharina Graf-Janoska moderiert die Sendung Romano Dikipe (Foto: ORF)„Romano Dikipe“: Neuer Sendungstitel des ORF-TV-Magazins für die Volksgruppe der Roma

Sendungstermin: So., 13.2.2022, 13.05 Uhr, ORF2/B

Eisenstadt (OTS) – Die TV-Magazinsendung für die Volks­gruppe der Roma wird am Sonntag, dem 13. Febru­ar 2022, um 13.05 Uhr, in ORF2/Burgenland zum ersten Mal unter dem neuen Titel „Roma­no Dikipe“ aus­ge­strahlt. Der Sendungs­titel, der sich mit „Sicht­weise der Roma“ oder „Blick­winkel der Roma“ über­setzen lässt, ist Programm: „Ro­mano Dikipe“ bietet der Volks­gruppe der Roma die Möglichkeit sich mit Themen in ihrer Mutter­sprache auseinan­der­zu­setzen. Die Vielfalt der Themen reicht von Porträts von An­gehöri­gen der Volksgruppe über kultu­relle Events bis hin zur Arbeit der Vereine. Junge und ältere Vertreter der Volks­gruppe kom­men zu Wort, aktuel­le Er­eig­nisse werden ge­nauso thema­tisiert wie die Aus­einan­der­set­zung mit der Geschichte.

Durch die zweisprachige Sendung führt Moderatorin Katharina Graf-Janoska. Die Mode­ratio­nen sind durch­wegs in Deutsch ge­halten, die Beiträge wer­den in Burgenland-Romani ge­staltet, wobei deut­sche Unter­titel allen Zu­schau­erin­nen und Zu­schauern die Mög­lich­keit geben, den Sen­dungs­inhalten zu folgen.

ORF-Landesdirektor Werner Herics: „Mit der Sendung ‚Romano Dikipe‘ will der ORF zwei Ziel­gruppen an­sprechen: In erster Linie natür­lich die Vertreter der Volks­gruppe der Roma, die sich und ihre Themen in der Sendung wieder­finden sollen, auf der an­deren Seite aber auch alle Öster­rei­cherin­nen und Österreicher, die so die Volks­gruppe der Roma näher ken­nen­ler­nen können.“

Entsprechend wurden die Themen für die erste Ausgabe von „Romano Dikipe“ ausgewählt, sagt Dorottya Kelemen, die Leiterin der ORF-Volks­grup­pen­redaktion im Landes­studio Burgenland. Es geht u.a. um den Volks­gruppen­beirat der Roma, dazu gibt es ein Studio­ge­spräch mit dem Vor­sitzen­den des Volks­gruppen­beirates der Roma, Emmerich Gärtner-Horvath. Read the rest of this entry »

Amen gondolinas / Wir gedenken

Februar 8th, 2022  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 7.2.2022 | 8.27 min | Redaktion: Adolf Gussak | Kamera/Schnitt: Elias Gärtner-Horvath

Ando scharto feberi deschenja enjavar desch taj pantschto bersch o lek bi­basta­leder aten­tato andi dujti re­publik kerdo ulo. Schtar dschene la flogos­kera grupnatar le Ro­mendar o Peter Sarközi, Josef Simon, Karl taj Erwin Horvath jeka bom­batar mur­darde ule. Upri bomba jek tab­lina upre sina, le pisi­ni­peha „Roma zurück nach Indien“. Uso proba­linipe aja tablina bejg te lel, i bomba eksplo­di­rin­tscha, savi jek falato jek rasis­tischi moti­virti seri­jatar le aten­tete­ristar Franz Fuchs sina. I Roma­pastoral uso gondoli­peskero mulatin­tschago Erbate uso gondo­li­pes­kero than akartscha le schtar Romen­ge, Josef, Peter, Karl taj Erwin, save odoj pumaro ileto iste mukle te gon­dolinel, kaj o general­vikar Michael Wüger i mischa tel likertscha. Terne Roma la flo­goskera grup­natar lina­jate pumenge use jek kinstle­rischi pro­jekto pedar o aten­tato gondi kerde.

Anlässlich der 27. Wiederkehr des Rohr­bomben­atten­tats vom 4. Febru­ar 1995, bei dem vier Volks­gruppen­ange­hörige der Roma er­mordet wurden, lud die Roma­pastoral am Sonn­tag, 6. Februar 2022, um 14.30 Uhr in Ober­wart bei der Ge­denk­stätte „Am Anger“ zum jähr­lichen Geden­ken ein. Am 4. Febr­uar 1995 wurde eines der schlimms­ten rassis­tischen Ver­brechen in der Zwei­ten Republik be­gangen.

Vier Angehörige der Roma, Peter Sarközi, Josef Simon, Karl und Erwin Horvath, wurden in Oberwart durch eine Rohr­bombe getötet. Auf der Bombe war ein Schild mit der Auf­schrift „Roma zurück nach Indien“ an­ge­bracht. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (414)

Februar 6th, 2022  |  Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

1901 verabschiedete das bul­ga­ri­sche Par­la­ment mit nur 6 Ge­gen­stim­men ein Zu­satz­ge­setz, das dem Groß­teil der Ro­ma das Wahl­recht ab­er­kann­te.

(Quelle)

Deutschland: „Newess 2021“ erschienen

Februar 3rd, 2022  |  Published in Einrichtungen, Medien & Presse

Newess 2021Das vom Dokumentations- und Kulturzentrum ge­mein­sam mit dem Zentral­rat heraus­ge­ge­be­ne Ma­gazin „Newess“ er­scheint im jähr­lichen Rhyth­mus. Der Newess 2021 (was auf Romanes „Neuig­keiten“ be­deutet) infor­miert in der Form eines Jahres­rück­blicks über die Arbeits­schwer­punkte bei­der Insti­tu­tio­nen.

Der Schwerpunkt des Newess 2021 liegt auf dem Thema „Polizei und Anti­ziganismus“ . Wir haben den tra­gischen Tod von Stanislav Tomáš im tsche­chi­schen Teplice im Som­mer 2021 zum Anlass ge­nommen, um in unserem Themen­schwer­punkt einen genau­er­en Blick auf Gewalt durch die Polizei zu wer­fen, der An­ge­hörige der Minder­heit immer wieder aus­ge­setzt sind.

→Download des Newess 2021 (PDF)

(Text: Dokumentationszentrum)

Gegen das Vergessen: Attentat von Oberwart

Februar 1st, 2022  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Attentat in Oberwart (Videostill: ORF)Heimat Fremde Heimat: Beitrag in der Sendung vom So., 30.1.2022 (8.53 min)

→Zum ORF-Beitrag (TVthek)

In der Nacht vom 4. auf den 5. Februar 1995 wurden vier Volks­grup­pen­ange­hö­rige der Roma durch eine Rohr­bombe getötet. Heute ver­suchen Romnja und Roma wie Manuela Horvath, Lei­terin des Roma-Pastoral der Diö­zese Eisenstadt, ge­gen das Ver­gessen dieses Attentats an­zu­kämpfen. Mit Kindern und Jugend­li­chen setzt sie sich the­ma­tisch damit auseinan­der und geht der Frage nach, welchen Ein­fluss der Anschlag noch heute auf das Leben der jün­geren Gene­ration der Volks­gruppe hat.

(Text: ORF-Programmankündigung)

Schattenorte: Von der Film­kulisse ins KZ

Januar 31st, 2022  |  Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Internet & Blogothek, Radio, Podcast & TV

Von der Film­kulisse ins KZ: Das Schicksal der Ge­fange­nen im ‚Zigeuner­lager’ Maxglan [→Schattenorte: Podcast der Salz­bur­ger Nach­richten]

Im Podcast „Schattenorte“ beleuchten die SN-Redak­teurin­nen Anna Boschner und Simona Pinwinkler die dunkle Ge­schich­te in Stadt und Land Salzburg. Die aktu­el­le Folge be­handelt das Salz­burger NS-Zwangs­lager Maxglan: „Mehr als 200 Roma und Sinti waren wäh­rend der NS-Zeit in Leopolds­kron-Moos in einem Anhalte­lager in­haft­iert. Darunter Männer, Frauen und Kinder. Nur wenige über­lebten“, heißt es in der An­kündi­gung zum Podcast vom 30. Jänner:

Aus der Sendungsankündigung:

„[...] Im als ‚Zigeunerlager Maxglan‘ bezeichneten Zwangs­lager waren bis zu 250 Frauen, Män­ner und Kinder inhaf­tiert. Es herrsch­te Arbeits­zwang. Einige von ihnen wur­den für den Film ‚Tiefland’ von Leni Riefen­stahl als Kom­parsen ein­gesetzt. Bis zuletzt be­hauptete die deutsche Regis­seurin, die Nazi-Pro­paganda­filme drehte, nichts von dem Schick­sal der Men­schen ge­wusst zu haben. Der Histo­ri­ker Roland Cerny-Werner„ hat sich mit der Auf­arbei­tung des Films be­schäftigt und er­klärt im Podcast, warum die Un­wissen­heit Riefen­stahls unglaub­würdig er­scheint. Wie hat die Salz­burger Bevöl­kerung auf die Ent­rechtung der Roma und Sinti re­agiert? Und was geschah mit den In­sassen? Darüber sprechen His­tori­ke­rin Erika Thurner und Histor­iker Gert Kerschbaumer in die­ser Podcast­folge.“

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Online-Vortragsreihe: Freizügigkeit für alle?

Januar 30th, 2022  |  Published in Internet & Blogothek, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Freizügigkeit für alle?Im Februar und März 2022 veranstaltet das Insti­tut für Di­dak­tik der Demo­kra­tie der Leibniz-Uni­ver­sität in Ko­ope­ra­tion mit dem Bil­dungs­forum gegen Anti­ziganis­mus, der Hoch­schule Hannover und der Kom­mu­na­len Hoch­schule für Ver­wal­tung in Nieder­sachsen die On­line-Vor­trags­reihe „Frei­zügig­keit für alle? Inst­itu­tio­nel­ler Ras­sis­mus und EU-Migra­tion“.

Freizügigkeit für alle? Diese Frage bewegt seit der sogenannten EU-Ost­erwei­terung nicht nur die mediale Öffent­lich­keit, son­dern sie be­unruhigt darüber hinaus auch Politik und Be­hörden. Als Gegen­bewegung zum Abbau der Grenzen inner­halb der EU hat sich europa­weit ein neuer Rassismus heraus­ge­bildet, der sich in Deutschland in ers­ter Linie gegen eine als „Armuts­zu­wan­derung“ stig­mati­sierte EU-Migra­tion aus Rumänien und Bulgarien rich­tet. Rassis­mus besteht nicht nur darin, un­erwünsch­te An­dere als minder­wertig zu stig­mati­sieren. Er be­gründet weiter­gehend auch institu­tio­nelle Strate­gien ihres gesell­schaft­li­chen Ein- und Aus­schlusses und dient in letzter Kon­sequenz somit dazu, sie als recht­los zu de­finieren.

In der Vortragsreihe „Freizügigkeit für alle?“ beleuchten wir im Aus­tausch von Wissen­schaft und Praxis die Mechanis­men und Wir­kungs­weisen des Rassismus im EU-Bin­nen­grenz­regime: Warum werden die Kom­munen zu ent­scheiden­den migrations­politi­schen Akteuren in der er­weiter­ten Union? Weshalb ent­wickelt sich in diesem Kon­text das Sozialr­echt zu einem Instru­ment des Aus­schlusses und der Migrations­kontrolle? Und inwie­fern struktu­rieren rassisti­sche Deutungs­muster institutio­nelle Prak­tiken des Ein- und Aus­schlusses von Unions­bür­ger*innen?

Die Vortragsreihe im Überblick:

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Facts & Figures (413)

Januar 29th, 2022  |  Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken, Politik

Bei einer Großaktion zur zwangs­weisen Sess­haft­ma­chung der Ro­ma wurden 1964 in Polen 1.146 fah­ren­de Fa­mi­li­en be­hörd­lich re­gist­riert.

(Quelle)

#WeRemember: Gemeinsame Erklärung

Januar 28th, 2022  |  Published in Geschichte & Gedenken, Politik

#WeRemember (Foto: Ouriel Morgensztern/IKG)Gemeinsame Erklärung von Staats- und Re­gie­rungs­spitze, Op­po­si­ti­on, IKG und Ver­tre­tern der Roma und Sinti

Am Gedenktag anlässlich des Jahrestags der Befreiung des Ver­nich­tungs­lagers Auschwitz lud die Israeli­ti­sche Kultus­gemeinde Wien (IKG) Ver­treter der Re­publik, die Staats- und Regie­rungs­spitze, Par­la­ments­partei­en und Volks­gruppen­verteter der Sinti und Roma am 27.1.2022 zu einer Gedenk­zere­monie in der Shoah-Na­mens­mauern-Ge­denk­stätte im Wiener Ostar­ri­chi­park. Die Teil­neh­merin­nen und Teil­nehmer ver­ab­schie­deten unten­ste­hende Erklärung uni­sono. Als Ehren­gast war der israe­lische Außen­mi­nis­ter Yair Lapid als Zei­chen der Ver­bunden­heit zwi­schen Österreich und Israel an­wesend.

Gemeinsame Erklärung, am 27. Jänner 2022

„Heute vor 77 Jahren befreiten Soldaten der sowjetischen Armee das Kon­zentra­tions- und Ver­nich­tungs­lager Auschwitz-Bir­kenau. Mehr als eine Mil­lion Men­schen hatten die National­sozia­lis­ten dort er­mordet. Doch der Holocaust, die Shoah, der Porajmos, waren da­mit noch nicht be­endet. Das Morden ging wei­ter. Auch auf öster­rei­chi­schem Boden, etwa im Kon­zentra­tions­lager Mauthausen.

Im Rahmen der Initiative #WeRemember gedenken wir aller Opfer, die aus anti­semitischen, rassis­tischen, homo­phoben, poli­ti­schen und ande­ren Gründen ver­folgt, gequält und er­mordet wur­den. Aus der Er­in­nerung er­wächst die Ver­antwor­tung, uns im­mer­wäh­rend und aktiv gegen Anti­semitismus, Roma­feind­lich­keit, Fremden­feind­lich­keit und jeg­liche Form der Dis­krimi­nie­rung zu stellen. Dies ist ein Auf­trag an die ge­samte Re­publik Österreich; an alle Men­schen, die hier leben.

Wir alle sind gefordert, Zivilcourage zu zeigen, zu widerspre­chen, wenn antisemi­tische, roma­feindliche oder fremden­feind­liche Worte fallen. So nehmen wir die Ver­ant­wor­tung, die sich aus dem Gedenken ab­leitet, tat­säch­lich wahr; im Interes­se einer lebendigen und viel­fälti­gen Demo­kratie und aller nach­kom­men­den Gene­rationen.“

Unterzeichnet von:
Bundespräsident Alexander Van der Bellen
Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka
Bundeskanzler Karl Nehammer
Vizekanzler Werner Kogler
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Virtuelle Gedenkveranstaltungen

Januar 27th, 2022  |  Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen

Sinti-und-Roma-Denkmal in Berlin (Foto: Marko Priske)Gedenken für die im Nationalsozialismus er­mor­de­ten Sinti und Roma Euro­pas am Denk­mal in Berlin – Romani Rose erin­nert bei vir­tu­el­ler Ge­denk­ver­anstal­tung des Euro­pa­rats mit Blick auf den Holo­caust daran, dass die Ge­fahr des Anti­ziga­nis­mus auch heu­te eine Ge­fahr für die An­ge­hö­ri­gen der Min­der­heit ist.

Anlässlich des Internationalen Tages des Gedenkens der Opfer des Holocaust und des 77. Jahres­tages der Befreiung des NS-Ver­nich­tungs­lagers Auschwitz-Bir­kenau am 27. Januar 1945 gedenken der Zentralrat und das Doku­menta­tions- und Kultur­zentrum Deutscher Sinti und Roma bei zwei Ver­anstal­tungen an die 500.000 ermor­deten Sinti und Roma Europas und an alle Men­schen, die der national­sozialis­ti­schen Willkür­herrschaft zum Opfer fielen. In Berlin wird gemein­sam mit der Stiftung Denkmal für die ermor­deten Juden Europas ein virtuelles Gedenken am Denkmal für die ermor­deten Sinti und Roma Europas or­ganisiert. Der Vor­sitzende des Zentralrats Romani Rose nimmt auf Ein­ladung von General­sekretärin Marija Pejčinović Burić mit einer Video­botschaft an der virtuel­len Gedenk­ver­anstal­tung des Europa­rats teil.

Die virtuelle Gedenkveranstaltung des Europarats in Brüssel ist am 27.1. ab 14.00 Uhr auf der Home­page des Europa­rats ab­ruf­bar: www.coe.int

Die Veranstaltung in Berlin wird am 27.1. um 16.00 Uhr auf den Facebook-Seiten des Zentralrats übertragen:
https://www.facebook.com/sintiundroma/

https://www.facebook.com/zentralratdeutschersintiundroma

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Getrennte Erfahrung, geteilte Erinnerung

Januar 26th, 2022  |  Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Ari Joskowicz (Foto: Vanderbilt University)Eine Beziehungsgeschichte von Jüdin­nen/Juden und Rom­ni­ja/Roma von der NS-Zeit bis heute. Vortrag von Ari JOSKOWICZ, Histori­ker an der Van­der­bilt Uni­ver­sity und Senior Fel­low am Wie­ner Wie­sen­thal-Ins­ti­tut für Holo­caust-Stu­dien (VWI)

Datum: 27.1.2022, 15:00 bis 17:00 Uhr
Ort: Haus der Geschichte Österreich, Neue Burg
Heldenplatz, 1010 Wien

Vor den 1930er Jahren hatten Jüdinnen/Juden und Rom­ni­ja/Ro­ma fast über­all in Europa wenig enge Kon­takte. Dennoch fanden sie sich als Opfer von NS-Ver­nich­tungs­politi­ken neben­einander, wur­den Zeug/in­nen der Ver­fol­gung und Er­mordung der jeweils an­deren Gruppe und hat­ten nach 1945 ähn­liche geschichts­politi­sche For­derun­gen. Das Resultat ist eine Geschichte der dis­tan­zierten Ver­wick­lungen, die dieser Vortrag nach­zeichnet. Er analy­siert die Ent­wicklung der ge­trennten, aber ähn­lichen Erfahrung, die ihren Anfang nimmt in Ghettos wie Lodz und Warschau oder in Lagern wie Auschwitz-Bir­kenau. Nach dem Krieg fanden sich Über­lebende beider Grup­pen zu­nehmend über die Archiv­politik ver­bunden. So waren jüdische Institu­tio­nen, Histo­ri­ker/in­nen, Anwälte früher als andere an der Wissens­produk­tion und am Publik­machen des Roma-Holo­caust be­teiligt. Dennoch blieb es lange Zeit eine un­gleiche Be­ziehung: fast über­all wo Roma/Rom­nija sich für Gedenk­tafeln, Denkmäler, Forschungs­stätten und Archive zu ihrer Ver­gangen­heit ein­g­setzt hatten, gab es schon ein jüdisches Pen­dant. Letzt­lich wurden jüdische Archive auch zu den zentra­len Auf­bewah­rungs­orten von Romani-Zeit­zeug/in­nen­berich­ten.

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Facts & Figures (412)

Januar 24th, 2022  |  Published in Facts & Figures

Bei einem Pogrom nach er­fun­de­nen Ver­ge­wal­ti­gungs­vor­wür­fen wur­de das Ro­ma­camp in Con­ti­nas­sa (Turin) am 17.12.2011 nie­der­ge­brannt.

(Quelle)