Schattenorte: Von der Filmkulisse ins KZ
Januar 31st, 2022 | Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Internet & Blogothek, Radio, Podcast & TV
Von der Filmkulisse ins KZ: Das Schicksal der Gefangenen im ‚Zigeunerlager’ Maxglan [→Schattenorte: Podcast der Salzburger Nachrichten]
Im Podcast „Schattenorte“ beleuchten die SN-Redakteurinnen Anna Boschner und Simona Pinwinkler die dunkle Geschichte in Stadt und Land Salzburg. Die aktuelle Folge behandelt das Salzburger NS-Zwangslager Maxglan: „Mehr als 200 Roma und Sinti waren während der NS-Zeit in Leopoldskron-Moos in einem Anhaltelager inhaftiert. Darunter Männer, Frauen und Kinder. Nur wenige überlebten“, heißt es in der Ankündigung zum Podcast vom 30. Jänner:
Aus der Sendungsankündigung:
„[...] Im als ‚Zigeunerlager Maxglan‘ bezeichneten Zwangslager waren bis zu 250 Frauen, Männer und Kinder inhaftiert. Es herrschte Arbeitszwang. Einige von ihnen wurden für den Film ‚Tiefland’ von Leni Riefenstahl als Komparsen eingesetzt. Bis zuletzt behauptete die deutsche Regisseurin, die Nazi-Propagandafilme drehte, nichts von dem Schicksal der Menschen gewusst zu haben. Der Historiker Roland Cerny-Werner„ hat sich mit der Aufarbeitung des Films beschäftigt und erklärt im Podcast, warum die Unwissenheit Riefenstahls unglaubwürdig erscheint. Wie hat die Salzburger Bevölkerung auf die Entrechtung der Roma und Sinti reagiert? Und was geschah mit den Insassen? Darüber sprechen Historikerin Erika Thurner und Historiker Gert Kerschbaumer in dieser Podcastfolge.“
(Text und Hörbeitrag: Simona Pinwinkler/ www.sn.at)
Siehe dazu auch Christina Dongowskis Beitrag über Riefenstahls „Filmsklaven“ in der aktuellen Ausgabe unseres Magazins dROMa (mehr hier).