Facts & Figures (441)
September 3rd, 2022 | Published in Facts & Figures
(Quelle)
September 3rd, 2022 | Published in Facts & Figures
(Quelle)
September 2nd, 2022 | Published in Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 2.9.2022 (mp3)
Die heutige Sendung wird von Adolf Gussak moderiert. Er war auch in der BAfEP in Oberwart und erkundigte sich dort über die Lern- und Feriencamps des Burgenlandes. In unserem „Mri Historija“-Block erzählt Tina Nardai über eine alte Tradition der Burgenland-Roma. Weiters hat sie auch noch ein paar Veranstaltungstipps fürs Wochenende vorbereitet. Und Adi Gussak stellt in seiner Jugendsendung das Videospiel „FIFA 23“ vor.
September 1st, 2022 | Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 1.9.2022 | 7:53 min
Sommerschule des Vereins Roma-Service
Sajt kada i pademija o cilo them ande lija taj o sikadipe butvar kherester iste kerdo ol, o tschave sikadipeskere defecitscha upre sikan. Vaschoda o farajn Roma-Service duj kurke anglo kesdipe la ischkolatar la linajakera ischkolaha kesdintscha.
Seit mittlerweile fast drei Jahren schränkt die Corona-Pandemie das soziale Leben weltweit ein. Probleme für Kinder und Jugendliche haben sich im schulischen Bereich angehäuft. Deswegen bietet der Verein Roma-Service in Oberwart zwei Wochen vor Schulbeginn eine Sommerschule an, welche von den Kindern und Jugendlichen sehr gut angenommen wird.
(Text und Beitrag: TV Erba/Roma-Service)
August 31st, 2022 | Published in Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 31.8.2022 (mp3)
Die heutige Ausgabe der „Romani Ora“ wird moderiert von Tina Nardai. Adolf Gussak war in Unterwart bei einer Schatzsuche für Kinder mit dabei. Organisiert wurde dieses Ferienprogramm vom Burgenländisch-Ungarischen Kulturverein. Außerdem wartet in der Rubrik „Mindenfelitiko“ ein Kinotipp für Sie. In der Jugendsendung „Young, wild and free“ stellt Ihnen Adi Gussak das Album „Palmen aus Plastik 3“ vor. Und in der Rubrik “Mri historija” hören Sie ein Romalied aus dem Jahr 1952. Das alles im Mix mit erlesener Romamusik und den besten Hits von Heute.
August 30th, 2022 | Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken
(Quelle)
August 30th, 2022 | Published in Dokumente & Berichte, Rassismus & Menschenrechte
Die vor Kurzem in Deutschland eingerichtete Melde- und Informationsstelle Antiziganismus (MIA) macht auf einen neuen Bericht aufmerksam:
Die regionale Meldestelle in Sachsen bei Romano Sumnal e.V. hat in den letzten Monaten einige antiziganistische Vorfälle beobachtet, die sich gegen aus der Ukraine geflüchtete Roma in Sachsen richteten. In diesem ersten Bericht von MIA Sachsen zeigt die Meldestelle diese Vorfälle auf und richtet sich mit Forderungen und Empfehlungen an die Öffentlichkeit. (Text: MIA)
MIA Sachsen – Melde- und Informationsstelle Antiziganismus/Romano Sumnal e.V. – Verband der Roma und Sinti in Sachsen, Leipzig (Hg.): Bericht zur Diskriminierung von aus der Ukraine geflüchteten Rom*nja in Sachsen, August 2022. →Download (pdf)
August 29th, 2022 | Published in Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 29.8.2022 (mp3)
Wir legen nach: Romani Ora gibt es ab jetzt dreimal wöchentlich! Für die heutige Sendung, moderiert Adolf Gussak, war Tina Nardai in der Lernbetreuung des Vereins Roma-Service in Oberwart. Dort werden die Kinder auf den Schulstart vorbereitet. In unserem „Mri Historija“-Block hören wir heute wieder ein altes Romamärchen. Weiters berichtet Adolf Gussak von den sportlichen Ereignissen in unserer Region.
August 28th, 2022 | Published in Facts & Figures
(Quelle)
August 26th, 2022 | Published in Radijo Romani Ora

Anhören: →Romani Ora, Sendung vom 26. August 2022 (mp3)
In der heutigen Sendung von „Romani Ora“ hören Sie ein Porträt der Roma-Aktivistin Nadine Papai von Adolf Gussak. In „Mri historija“ nehmen wir Sie mit nach Heiligenkreuz. Für das anstehende Wochenende gibt‘s einen Veranstaltungskalender und in „Young, wild and free“ präsentiert Adi Gussak das „Jugendwort 2022“. Moderiert wird die Sendung von Tina Nardai.
August 26th, 2022 | Published in Geschichte & Gedenken, Politik, Rassismus & Menschenrechte
Gedenken 30 Jahre Rostock-Lichtenhagen
Rede des deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, Rostock, 25. August 2022
Ganz besonders dankbar bin ich, dass heute Menschen wie Sie, Herr Thinh, und Sie, Herr Richter, hier mit uns zu diesem Gedenken zusammengekommen sind – Menschen, die in jener Nacht vom 24. auf den 25. August 1992 im Sonnenblumenhaus eingeschlossen waren. Wir alle erinnern uns an die Bilder der Flammen, die aus den Fenstern des Hauses schlugen, auf grausame Art bejubelt von tausenden johlenden Menschen davor. Aber Ihre Todesangst, Ihr Gefühl des Verlassenseins in jenen Stunden können wir nur erahnen.
Hinter Ihnen lagen zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Nächte der Furcht. Nächte, in denen Steine in die Wohnungen geflogen waren. Geworfen von jungen Männern aus der hasserfüllten Menge vor dem Haus. Polizisten, viel zu wenige, viel zu schlecht ausgerüstet, hatten die Menschen im Haus, hatten Sie nicht beschützen können. Dutzende Beamte wurden im Einsatz selbst verletzt.
Ich versuche mir vorzustellen, wie es gewesen sein muss. Jahrelang hatten die ehemaligen vietnamesischen Vertragsarbeiter hier in Lichtenhagen friedlich mit ihren Nachbarn gewohnt. Und wie alle Lichtenhäger konnten auch Sie seit Monaten die Menschen sehen, die auf der Suche nach Asyl zur völlig überfüllten Zentralen Aufnahmestelle nebenan kamen. Im selben Haus, einen Aufgang weiter. Sie sahen die Menschen vor dem Haus campieren, viele von ihnen Sinti und Roma. Menschen, die nichts hatten und hier auf alles hofften. Die Lage war desolat. Viel zu wenig geschah, um sie zu verbessern. Und wie jeder in Lichtenhagen, so spürten auch Sie die Spannung, die dann in jenen Nächten in rohe Gewalt und Hass mündete. Am 24. August brachten Busse die Asylbewerber aus dem Wohngebiet.
Dann, am Nachmittag, sammelten sich die Menschen vor dem Sonnenblumenhaus – junge Leute, Schüler, Nachbarn, dazu Rechtsextremisten, die die Situation für sich nutzten. Fernsehteams waren da. Wie auf einem Sportfest habe es ausgesehen, so beschrieben Sie es, Herr Thinh, als die Scheinwerfer sich auf das Haus richteten. Die Ausschreitungen gingen weiter. „Und wir waren drinnen in der Falle“ – so haben Sie es später erzählt.
August 25th, 2022 | Published in Radio, Podcast & TV
Romano Dikipe
Televisakero magacin le Romenge taj Sintijenge
ORF 2 Burgenland, 14.8.2022 | →on Demand
O pharipeskero gendo le augustiskere ardipestar „Romano Dikipe“ upro gondolipeskere thana le Romenge taj Sintijenge andi Austrija paschlol: Amen phukavas pedar gondolipeskere thana ando Burgenland, pedar o planimo centrali gondolipeskero than Betschiste, pedar o 2to august, o internacijonali holocaustiskero gondolipeskero di le Romenge taj Sintijenge, pedar o Baranka parkiskero gondolipeskero mulatintschago taj pedar o tradicijoneli Roma-Butschu.
Amari moderatorkija Katharina Graf-Janoska ando aktujeli ardipe la sendungatar „Romano Dikipe“ andar Lackenbach tumen akarel, kaj jek le lek barikaneder gondolipeskere thanestar, le ando nacijonalsocijalismus murdarde Romenge taj Sintijenge, hi. Upre ada than dschi 1945 o lek bareder logeri le Romenge taj Sintijenge andi Austrija terdscholahi, o afka akardo „Zigeunerlager Lackenbach“. But eseri adaj ando nacijonalsocijalismus murdarde ule.
Gondolipeskere thana ando Burgenland — Ande buteder sar 120 gemajntscha ando Burgenland, anglo nacijonalsocijalismus, valami 9.000 Roma taj Sinti dschivnahi. Tschak jek deschto falato lendar o Porajmos prik dschivtscha. 1984 o erschti gondolipeskero than adale opferenge, adaj ande Lackenbach, kerdo ulo. Akan ando Burgenland ande 24 gemajntscha, gondolipeskere thana le opferenge le NS-reschimistar del. Ada bersch o gava Langental taj Kemeta use ale.
Plantscha jeke centrali gondolipeskere thaneske Betschiste — Sajt poar berscha jek mangipe pal jek centrali gondolipeskero than le ando nacijonalsocijalismus murdarde Romenge taj Sintijenge, Betschiste del. Ande ada bersch jek nevi inicijativa kerdi uli, jek posicijonakero papruschi pisim taj le politikerenge prik dim ulo. Read the rest of this entry »
August 24th, 2022 | Published in Radijo Romani Ora

Anhören: →Romani Ora, Sendung vom 24. August 2022 (mp3)
Die heutige Sendung moderiert Adolf Gussak. Tina Nardai war in Ollersdorf und hat dort den Nostalgiekasperl Robert Schweitzer getroffen, der in der Pizzeria Desperado sein traditionelles Puppentheater vorführte. Tina Nardai unterhielt sich auch mit ein paar Frauen aus der Volksgruppe der Roma, die ihr Rezept für den besten Bohnensterz preisgeben. In unserem „Mri Historija“-Block gibt es ein Interview mit dem Burgenland-Rom Adolf Sarközi. Und unser junger Kollege Adolf Gussak informiert Sie, wie sie sich am besten gegen Hass im Netz schützen.
August 24th, 2022 | Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte
Zwischen dem 22. Und dem 26. August attackierte ein deutscher Mob ein mehrheitlich von Vietnamesen bewohntes Haus in Rostock-Lichtenhagen. Dieses tagelange Pogrom [das sich zunächst an der rassistischen Hetze gegen Roma-Flüchtlinge aus Rumänien entzündete (mehr hier), Anm. dROMa] wurde von einer applaudierenden Menge begleitet, die sich in einer volksfestähnlichen Stimmung befand. Dies waren die heftigsten rassistischen Ausschreitungen in der deutschen Nachkriegsgeschichte und zugleich ein Ausdruck der Stimmung in Deutschland nach der Wiedervereinigung.
Die Videoproduktion „The Truth lies in Rostock” entstand 1993 unter maßgeblicher Beteiligung von Menschen, die sich zum Zeitpunkt der Geschehnisse im attackierten Wohnheim befanden. Read the rest of this entry »
August 22nd, 2022 | Published in Geschichte & Gedenken
Tschechischer Premier Fiala erinnert an Schicksal der Roma aus Böhmen und Mähren
Das traurige Schicksal der aus Böhmen und Mähren stammenden Roma bleibt nicht nur ein tragisches, sondern auch ein weniger bekanntes Kapitel unserer Geschichte. Das sagte der tschechische Premier Petr Fiala (Bürgerdemokraten) am Donnerstag in der Gedenkstätte für die Roma und Sinti in Hodonín bei Kunštát in Mähren (Informationen finden Sie hier). Am Ort wurde des 79. Jahrestags des Transports von 749 Roma ins KZ Auschwitz gedacht. Auf dem Gebiet der heutigen Tschechischen Republik gab es zwei Konzentrationslager für die Roma – in Hodonín bei Kunštát und in Lety bei Písek (mehr hier). Fiala betonte: „Wenn wir aus der Geschichte eine Lehre ziehen wollen, ist es notwendig, tragische Ereignisse nicht nur als Sätze in den Lehrbüchern zu kennen, sondern sie auch mit konkreten Orten und dem Schicksal von Menschen verbinden zu können.“
Die Leiterin des Museums, Jana Horváthová, erinnerte daran, dass auch Mitglieder ihrer Familie damals nach Auschwitz verschleppt worden sind. Keiner von ihnen sei zurückgekehrt, merkte sie an. Sie erinnerte daran, dass ihr Großvater, der Jurist Tomáš Holomek, schon in den 1970er Jahren eine Kommission gründete, die sich für eine Entschädigung für die Opfer des Roma-Holocausts einsetzte.
(Text: Radio Prague Int.)
August 19th, 2022 | Published in Radijo Romani Ora

Anhören: →Romani Ora, Sendung vom 19. August 2022 (mp3)
Diese Sendung von Romani Ora, moderiert von Tina Nardai, bietet Ihnen heute als Tagesthema einen Beitrag von Adolf Gussak zum Thema „Volksgruppen fordern Ausbau des Minderheitenschulgesetzes“ sowie Veranstaltungshinweise. In der Jugendsendung „Young, wild and free“ beschäftigt sich Adi Gussak mit dem Begriff „LGBTQ“. Und in der Rubrik „Mri historija“ erzählt uns Dieter Halwachs von der Universität Graz von den Anfängen der Verschriftlichung des Burgenland-Romani.
August 18th, 2022 | Published in Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen
Das Pogrom von Rostock-Lichtenhagen im August 1992 entzündete sich zunächst an der rassistischen Hetze gegen Roma-Flüchtlinge aus Rumänien. Aus Anlass des 30. Jahrestags veranstaltet das Bündnis „Gedenken an das Pogrom. Lichtenhagen 1992“ am 27. August, 14 Uhr, unter dem Motto „Damals wie heute: Erinnern heißt verändern!“ eine Kundgebung. Im Vorfeld der Demo finden zahlreiche Veranstaltungen rund um das Thema statt. Im Folgenden der Aufruf des Bündnisses:
30 Jahre nach dem rassistischen Pogrom werden wir am 27. August 2022 gemeinsam in Rostock-Lichtenhagen auf die Straße gehen. Denn rassistische Gewalt und institutioneller Rassismus gehen bis heute Hand in Hand. Dem Erinnern muss ein Handeln folgen.
Wir fordern: Den Angriff in Lichtenhagen 1992 als rassistisches Pogrom benennen!
Rostock im August 1992. Im Stadtteil Lichtenhagen werden über drei Tage hinweg Geflüchtete und ehemalige Vertragsarbeiter:innen aus Vietnam angegriffen. Die Polizei schreitet gegen den zeitweise aus mehreren tausend Menschen bestehenden Mob kaum ein und zieht sich schließlich ganz zurück. Die Angreifer:innen werfen daraufhin Brandsätze in das Haus. Mehr als 120 Menschen retten sich über das Dach des Gesbäudes. Bis heute scheut sich die Hansestadt Rostock dieses Pogrom klar als solches zu benennen.
Wir fordern: Rassistische Gewalt benennen und bekämpfen!
Das brennende Sonnenblumenhaus ist bis heute ein Symbol rechter Gewalt. Aber nicht nur hier und nicht nur 1992 werden unzählige Menschen durch rechte und rassistische Gewalt verletzt, getötet und traumatisiert – Lichtenhagen war und ist kein Einzelfall.
Wir fordern: Abschiebestopp und Bleiberecht für Rom:nja und alle Betroffenen rassistischer Gewalt!
Dem Pogrom in Lichtenhagen vorausgegangen ist eine jahrelange Kampagne zur Verschärfung des Asylrechts durch konservative Parteien. Im Nachgang des Ereignisses gab es für Asylsuchende keinen besseren Schutz, sondern Abschiebungen und Lagerunterbringung. Die Asylgesetzverschärfungen trafen wie die rassistische Debatte im Vorfeld besonders Rom:nja. Read the rest of this entry »
August 17th, 2022 | Published in Radijo Romani Ora

Anhören: →Romani Ora, Sendung vom 17. August 2022 (mp3)
Romani Ora bietet Ihnen heute: einen Beitrag von der 26. Roma-Wallfahrt nach Mariazell (siehe auch hier); Adi Gussak mit einem Jugendbeitrag über das „Picture on Festival“ in Bildein und die Rubrik „Mri historija“ von Alex Gussak über Güssing. Und in „Mindenfelitiko“ berichtet Adolf Gussak über Sport. Das alles mit viel schöner Roma-Musik und den Hits von heute, moderiert von Tina Nardai.
August 17th, 2022 | Published in Facts & Figures, Rassismus & Menschenrechte
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August 15th, 2022 | Published in Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Religion, Veranstaltungen & Ausstellungen
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 15.8.2022 | 7:59 min
26. Wallfahrt der Roma nach Mariazell
O ladipe le Romendar (lek buteder andar o Burgenland) ando schtacko Cejiste sikal imar schelberschengeri tradicija upre, savi ham maschkar i nacijengeri reschimakeri cajt na buter use muklo ulo. Ando august 1996 o ladipe usi kedveschni Maria Cejiste le austritike Roma organisacijendar papal upre lim ulo. Pilgerenca andar but vilagi mulatinel o betschitiko raschaj Helmut Schüller i dschelno mischa Kurke, ando 14. August, o 26. var o tradicijoneli ladipe le Romendar Cejiste tel likerdo ulo. Desch orenge o betschitiko raschaj Helmut Schüller i dschelni mischa le Romenca tel likertscha. Paloplane o molinipe usi marijakeri schtatuja upri norditiki rik la Basilikatar o ladipe le Romendar Cejiste o ar sina. Roma, Sinti, Lovara andar i Austrija, Nimtschko, Ugriko taj abre europitike vilagi uso Romengero ladipe Cejiste use sina.
Die Wallfahrt der Roma (vor allem aus dem Burgenland) in das steirische Marienheiligtum weist eine jahrhundertelange Tradition auf, die während des NS-Regimes unterbunden wurde. Im August 1996 wurde der Bittgang zur Magna Mater Austriae von den österreichischen Roma-Vereinen wieder ins Leben gerufen. Am Sonntag, 14. August, fand zum 26. Mal die traditionelle Wallfahrt der Roma nach Mariazell statt. Um 10 Uhr feierte der Wiener Pfarrer Helmut Schüller die heilige Messe mit den wallfahrenden Roma (musikalische Gestaltung: Romano Rath). Read the rest of this entry »
August 15th, 2022 | Published in Ehrungen & Nachrufe, Musik
Jazzgitarrist Karl Ratzer wurde mit dem Goldenen Verdienstzeichen geehrt. Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler nahm die Ehrung im Rahmen eines Konzerts des „Karl Ratzer Quartet“ vor
Der österreichische Jazzgitarrist Karl Ratzer erhielt Anfang Juli im Wiener Jazzclub Porgy & Bess das „Goldene Verdienstzeichen des Landes Wien“. Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler nahm die Verleihung im Rahmen des Konzerts des „Karl Ratzer Quartet“ auf der Bühne vor. Die Ehrung war bereits im Mai 2020 beschlossen worden, konnte aber aufgrund der Coronapandemie erst jetzt verliehen werden.
Zahlreiche Freunde und Fans der Jazzgitarrenlegende Ratzer waren gekommen, um live dabei zu sein, als der Musiker, der diese Woche seinen 72. Geburtstag feierte, geehrt wurde. Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler betonte auf der Bühne des Jazzclubs die Bedeutung des Wirkens von Karl Ratzer: „Uns hat die Musik gerettet in allen Lebensphasen. In diesem musikalischen Kosmos haben Sie sich bereits als Fixstern eingeschrieben und leuchten noch lange – das ist ein Auftrag!“ Und abschließend hielt sie fest: „Ich frage mich, wer hier wen ehrt – die Stadt ehrt Sie, aber Sie ehren die Stadt mit ihrem Tun.“
Die Laudatio auf Karl Ratzer hielt Christoph Huber, künstlerischer Leiter des Porgy & Bess: „Ein authentischer Mensch, der das, was er ist, nicht spielt, egal ob auf oder abseits der Bühne. Ein Mensch, dessen Sprache die Musik ist, für den Musik ein Lebensmittel ist oder wie die Luft zum Atmen, der ohne Musik nicht lebensfähig wäre. (…) Die Kulturnation Österreich und die Stadt Wien können sich glücklich schätzen, so ein musikalisches Genie zu beheimaten.“
Biografie Karl Ratzer
Am 4. Juli 1950 in prekären Verhältnissen als Kind zweier KZ-Überlebender in Wien geboren, erlernte der junge Rom autodidaktisch das Gitarrespiel. Ab seinem 13. Lebensjahr stand er auf der Bühne – wichtige Lehrjahre, in denen Ratzer zu einem der bekanntesten Rockgitarristen im deutschsprachigen Raum aufstieg.
1972 bis 1980 lebte Ratzer in den USA, wo er mit etlichen bedeutenden Jazzmusikern wie Johnny Griffin, Jeremy Steig, Bob Mintzer, Joe Chambers, Dan Wall, Eddie Gomez oder Gary Anderson und Sal Nistico zusammenarbeitete. Die wichtigsten Stationen waren New York, Chicago und Atlanta. Read the rest of this entry »