Romani Ora (17.2.2023)

Februar 17th, 2023  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 17.2.2023 (mp3)

Die „Romani Ora“-Freitagsausgabe mit den Veranstaltungs­hin­wei­sen/Mu­la­tintscha­ge sowie den Nach­richten in Bur­gen­­land-Romani. Und im Jugend­beitrag stellt Adi Gussak seinen Schul­kol­leg:in­nen die Frage, ob eine Woche Energie­ferien aus­reichend ist und wie das Semester­zeugnis aus­ge­fallen ist. Durch die Sendung führt Tina Nardai.

Kardinal fordert Schuldbekenntnis der Kirche

Februar 17th, 2023  |  Published in Geschichte & Gedenken, Religion

Kardinal Reinhard Marx (Foto: Dermot Roantree/Wikimedia CC)Deutschland: Romani Rose und Kardinal Reinhard Marx trafen sich in Hei­del­berg im Doku­men­ta­tions- und Kul­tur­zentrum Deut­scher Sinti und Roma: Die his­to­ri­sche Ver­ant­wor­tung der katho­li­schen Kirche in Be­zug auf Sinti und Roma soll auf­ge­ar­bei­tet werden. Be­reits im Jän­ner hat­te der Rat der Evan­ge­li­schen Kirche in Deutsch­land eine Er­klä­rung ver­öf­fent­licht (mehr hier und hier).

Kardinal Marx besuchte auf Einladung von Romani Rose, Vorsitzen­der des Zentral­rats Deutscher Sinti und Roma, am 7. Februar 2023 das Doku­menta­tions-und Kultur­zentrum Deut­scher Sinti und Roma in Heidelberg. Nach einem Gang durch die stän­dige Aus­stellung des Zentrums über den Holocaust an 500.000 ermor­de­ten Sinti und Roma im NS-be­setzten Europa waren sich Kardinal Marx und Roma­ni Rose über die Dring­lich­keit der Auf­arbei­tung der Rolle der Kirche während der Zeit des Natio­nal­sozialis­mus einig.

Anlass des Besuchs von Kardinal Marx war die Frage einer Würdigung der Intervention von Oskar Wilhelm Rose am 5. April 1943, der unter Lebens­gefahr und fal­schem Namen bei Kardinal Faulhaber in des­sen Münchner Residenz vor­sprechen und die katholi­sche Kirche um Hilfe bitten wollte.

Am 16. Dezember 1942 hatte der Reichsführer SS Heinrich Himmler mit dem Auschwitz-Er­lass an­ge­ordnet, alle noch im Deutschen Reich leben­den Sinti und Roma in das Kon­zentrations-und Ver­nichtungs­lager Auschwitz zu depor­tieren. Kardinal Faul­haber war nicht bereit, Oskar Rose zu empfan­gen, hielt jedoch dessen Besuch im Erz­bischöf­lichen Palais in seinem jetzt zu­gäng­lichen Tagebuch fest: „Bei Sekretär ein Zigeuner, namens Adler, katholisch – Die 14.000 Zigeuner im Reichs­gebiet sollen in ein Lager ge­sammelt und sterilisiert werden, die Kirche soll ein­schreiten. Will durchaus zu mir. – Nein, kann keine Hilfe in Aus­sicht stellen.

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Romani Ora (15.2. und 16.2.2023)

Februar 16th, 2023  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 15.2.2023 (mp3)

Die „Romani Ora“ steht diesmal ganz im Zeichen des drei­ßigs­ten tra­ditionel­len Roma-Balls, der am Wochen­ende in Mischendorf (Be­zirk Oberwart) über die Bühne ge­gan­gen ist. Im Tages­thema hören Sie einen Mit­schnitt der Ver­anstal­tung sowie Stimmen der Ball­besu­cher:in­nen. Und im Jugend­beitrag „Young, wild and free – le ter­nenge“ er­fahren Sie alles über die neu ge­krönte Ball-Königin und den König.


Anhören: →Sendung vom 16.2.2023 (mp3)

In der heutigen Ausgabe der „Romani Ora“ gibt es einen Bericht über den in Amsterdam schaf­fen­den und le­ben­den Roma-Ak­ti­visten und -Jour­na­listen Orhan Galjus. Er be­treibt auch das Roma-Radio „Romani Patrin“. In „Mri his­to­rija“ nimmt sie Alex Gussak heute mit nach Mörbisch am See. Mo­de­riert von Tina Narda.

Facts & Figures (461)

Februar 15th, 2023  |  Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken, Musik

1896 publizierte Miklós Mar­kó in Bu­da­pest ein „Al­bum der Zi­geu­ner­mu­si­ker“ („Ci­gá­ny­ze­né­szek al­bu­ma“), ein Nach­schla­ge­werk mit über 100 Mu­si­ker­bio­gra­fien.

(Quelle)

Romani Ora (13.2. und 14.2.2023)

Februar 14th, 2023  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 13.2.2023 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag mit den Nachrich­ten in Burgen­land-Ro­mani und der Rubrik „Kultur am Mon­tag/Kul­tu­ra het­vinate“. Darin be­schäf­tigen wir uns etwas aus­führ­licher mit der Roma-Hymne „Gelem Gelem“. Durch die Sen­dung führt Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 14.2.2023 (mp3)

Die „Romani Ora“ mit dem Tagesthema: Valentinstag. Und in der Rubrik „Mri his­to­rija“ be­rich­ten wir über das NS-Mahn­mal der Roma und Sinti in Salzburg. Dieses wurde vor kurzem bereits zum zwei­ten Mal be­schädigt (wir be­richteten).

TV Erba: 30. Roma-Ball 2023

Februar 14th, 2023  |  Published in Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 13.2.2023 | 6:53 min

Ada bersch o Roma-Ball Mischkate tel likerdo ulo. O keraschi farajn Hango Roma andar o suditiko Burgenland o pativja­kero upre dipe hi, o tra­dicijo­neli Roma-Ball tel te likerel taj afka i kultura le Romen­dar le pra­dipeske te pre­sentirinel. Roma taj gadsche afk schaj pumen te prindscha­rel siklon taj pumen schaj arparun. O tra­dicijo­neli Roma-Ball imar 30. berscha tel likerdo ol. Ov ardschu­mipe jeka kulturela iden­titetatar la flogos­kera grupnatar le Romen­darhi. I muschika use adsa Roma Ball 2023 sina le grupnendar Romano Rath sar Leon Berger Band taj le prindschar­de dsche­nostar andar o ungriko Chubby Presley. Jek tra­dicija­kero bari­kanipe sina o völinipe la Romana kiral­kijatar taj kiralistar 2023.

Dieses Jahr fand der Roma-Ball im Mischendorf statt. Der Ver­anstal­ter Verein Hango Roma aus dem süd­lichen Burgen­land hatte die ehren­volle Aufgabe, den tra­ditio­nellen Roma-Ball ab­zu­halten und so die Kultur der Roma der Öffent­lich­keit zu prä­sentie­ren und sichtbar zu machen. Roma und Nicht-Roma hatten somit die Gelegen­heit, die Kultur der Roma kennen­zu­lernen und sich aus­zu­tauschen. Der tra­ditio­nelle Roma-Ball ist ein jähr­licher kultu­reller Fix­punkt und dies schon seit nun 30 Jah­ren. Read the rest of this entry »

NS-Mahnmal in Salzburg geschändet

Februar 11th, 2023  |  Published in Geschichte & Gedenken

Umgestürztes Mahnmal in Salz­burg (Foto: ORF.at/R. Grah­ber)Wie ORF.at berichtet, wurde das Holocaust-Mahnmal in Salz­burg-Leo­polds­kron von Un­bekannten ge­schän­det. Die Skulptur wurde vom steiner­nen Sockel ge­stoßen und stark be­schädigt. Die polizei­lichen Er­mitt­lungen laufen. Es ist dies nicht die erste Schän­dung des Mahn­mals: Bereits im Februar 2020 war die Skulptur Ziel eines An­griffs.

Das Denkmal erinnert an die im Stadtteil Leopolds­kron-Moos im „Zigeuner­lager Maxglan vom NS-Regime inter­nierten Roma und Sinti. Das Sammel­lager diente als Aus­gangs­punkt für die Depor­tationen in die Vernichtungslager.

Das Denkmal wurde 2009 von der „Radiofabrik – das Freie Radio in Salzburg“ im Rahmen eines EU-Projekts zur Aufarbeitung des NS-Anhaltelagers für Roma und Sinti auf einem Grundstück der Stadt Salzburg in der Nähe der Kendlersiedlung errichtet. Das Mahnmal wurde als „Hörmahnmal“ konzipiert, die Metallskulptur wurde vom Salzburger Künstler Zoltan Pap gestaltet. In Kooperation mit erinnern.at haben auch mehrere Schulen und der Verein Ketani an der Erinnerungsarbeit mitgewirkt.

(Text: dROMa)

ORF: Verschwundene Roma-Siedlungen

Februar 11th, 2023  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV

ORF Romano DikipeORF Burgenland: Neue Serie über ver­schwun­de­ne Roma-Sied­lun­gen im TV-Volks­grup­pen­ma­ga­zin „Ro­ma­no Di­ki­pe“ – „Auf den Spu­ren ver­schwun­de­ner Ro­ma-Sied­lun­gen“ ab 12. Febru­ar 2023 in ORF 2/B

Der ORF Burgenland startet am Sonntag, dem 12. Februar 2023, eine neue Serie im Rahmen der TV-Volks­grup­pen­sen­dung „Romano Dikipe“. „Auf den Spuren ver­schwun­dener Roma-Sied­lun­gen“ lautet der Titel der Reihe, in der der Frage nach­ge­gangen wird, wie die Situa­tion der Roma heute im Burgenland aus­sieht. In jeder Sen­dung wird eine ander­e Ortschaft be­sucht, um mit burgen­ländi­schen Roma und Romnja über ihr Leben, aber auch über die Ver­gangen­heit zu sprechen. Die Repor­tagen sind in Burgen­land­romani, der Sprache der Roma im Burgen­land, ge­staltet und durch­gehend mit deutschen Unter­titeln ver­sehen. Grund­lage der neuen Serie ist die um­fassende histori­sche Arbeit der beiden burgen­ländi­schen Historiker Herbert Brettl und Gerhard Baumgartner. Letz­terer ist auch Studio­gast in „Burgen­land heute“ am Sams­tag, dem 11. Februar 2023, 19.00 Uhr ORF 2/B.

ORF-Landesdirektor Werner Herics: „Vor 1938 gab es im Burgenland etwa 120 Roma-Siedlungen mit ins­gesamt 8.000 bis 9.000 Ein­woh­nerInnen. Der Großteil von ihnen wurde während des National­sozialis­mus depor­tiert und ermordet. Mit den Men­schen ver­schwan­den auch die Roma-Sied­lungen. Mit der Spuren­suche nach diesen ver­schwun­denen Roma-Sied­lungen im Burgen­land leistet die Roma-Re­dak­tion des ORF Burgen­land einen wich­tigen Beitrag zur Auf­arbei­tung der Ver­gangenheit.“

Dorottya Kelemen, Leiterin der Volksgruppenredaktion: „Eine große Roma-Siedlung gab es in Stegersbach im süd­lichen Burgen­land. In der ersten Folge der neuen Serie nimmt ORF-Re­dakteur Adi Gussak die Zu­schau­erin­nen und Zu­schauer auf einen Rundgang durch Schtega mit, wie Stegers­bach auf Bur­gen­land­romani heißt.“

Die Sendung „Romano Dikipe“ wird sechsmal im Jahr jeweils am zweiten Sonntag in den Mona­ten Februar, April, Juni, August, Okto­ber und De­zember um 13.05 in ORF 2/B aus­gestrahlt. Read the rest of this entry »

Romani Ora (9.2. und 10.2.2023)

Februar 10th, 2023  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 9.2.2023 (mp3)

Im Tagesthema gibt es in dieser Sendung ein Gespräch mit dem Vor­sitzen­den des Volks­grup­pen­bei­rates der Roma, Emme­rich Gärt­ner-Hor­vath. Er for­dert ein Gesetz zum Schutz der Roma und Romnja. Und in der Rubrik „Mri his­to­rija“ stellen wir Ihnen Josef Horwath (1944–2017) vor.


Anhören: →Sendung vom 10.2.2023 (mp3)

Mit dem „Romani Ora“-Veranstaltungskalender für Ihr Wochenende und den Nach­rich­ten in Burgen­land-Romani. In der Jugend­sendung „Young, wild and free – le ter­nenge“ berich­tet Adi Gussak über den Film „And-ek ghes“, einen Film von Philip Scheffner und Colorado Velcu von 2016 über eine rumäni­sche Roma-Fa­milie, die nach Berlin über­siedelt (mehr hier und hier).

„Facetten des Vagabundierens in Wien“

Februar 9th, 2023  |  Published in Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Buch "Vagabondage" (Verlag Sonderzahl)Andreas Pavlic und Eva Schörkhuber (Hg.): Vagabondage. Histori­sche und zeit­genös­sische Fa­cet­ten des Va­ga­bun­die­rens in Wien, Sonder­zahl: Wien 2022.

[In­halts­ver­zeich­nis (PDF)]

Va · ga · bon · da · ge: Der – laut Duden – spezifisch österreichi­sche Ausdruck benennt die Lebens­form einer Gruppe sozial be­stimm­ter Figuren, oder kurz: Land­streicherei, Herum­treiberei. Im vor­liegen­den Band fokus­siert der Begriff vor allem die künst­lerischen und politischen Aspekte jener Bewe­gungen, die sich in den 1920er Jahren mit großem Selbst­bewusst­sein for­mierten und sogar »Vagabunden­kongresse« ab­hielten. Ein solcher war, nach einer ersten Ver­anstal­tung in Stuttgart 1929, für das Jahr 1930 auch in Wien ge­plant, wurde allerdings nicht reali­siert. Wien, als eines der Gra­vitations­zentren der Land­strei­chen­den, bildet den Aus­gangs­punkt und den Schauplatz einer ein­gehen­den Unter­suchung von Vaga­bund*in­nen­bewe­gungen. Dabei werden historische und kultur­wissen­schaft­liche Per­spektiven mit zeit­genössi­schen Analysen, Stellung­nahmen und Berichten ver­schränkt: Auf diese Weise werden Brüche und Kon­tinuitäten hin­sichtlich sozialer Mechanis­men, künst­lerischer Aus­drucks­formen und politi­scher Orga­ni­sations­formen ausgelotet und zur Sprache gebracht. Der Band stellt dabei sowohl einen Grund­lagen­beitrag als auch eine zur weite­ren Forschung an­regende Anthologie dar.

Wie facettenreich und vielschichtig jene Bevölkerungs­gruppen sind, die als Vaga­bund*in­nen, als ›Nicht-Sesshafte‹ und/oder Wandernde titu­liert werden bzw. sich selbst als solche be­zeichnen, zeigt sich in den historischen und kultur­wissen­schaft­lichen Aus­einander­setzungen ebenso wie in dem Kaleidoskop zeit­genös­sischer Initia­tiven, Be­wegungen, Forschungs- und Kunst­projekten, die sich mit Systemen sozialer Be­ziehun­gen be­fassen, die außer­halb einer etablierten gesell­schaft­lichen Ordnung an­ge­siedelt werden.

Mit Beiträgen von: Averklub Collective, Lisa Bolyos, Ljubomir Bratić, Natalie Deewan, Enesi M., Georg Fingerlos, Peter Haumer, Anna Leder, Alexander Machatschke, Elena Messner, Andreas Pavlic, Maren Rahmann, Georg Rosenitsch, Eva Schörkhuber und Christa Stippinger.

(Text: Verlagsinfo Sonderzahl)

Romani Ora (7.2. und 8.2.2023)

Februar 8th, 2023  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 7.2.2023 (mp3)

In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ nehmen wir Sie mit an den Schau­platz, an dem vor 28 Jahren vier Roma-An­ge­hö­rige ihr Leben las­sen musste. Bei der Gedenk­stätte „Am Anger“ wurde die all­jähr­liche Gedenk­feier zur Erin­nerung an die Bomben­opfer des Jahres 1995 ab­ge­halten. Und in „Mri his­to­rija“ be­suchen wir eine Ort­schaft im nörd­lichen Burgen­land: In Jois gab es vor dem Zwei­ten Welt­krieg eine Ro­ma-Sied­lung. Durch die Sen­dung führt Sie Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 8.2.2023 (mp3)

In der heutigen „Romani Ora“ lernen Sie die konkre­ten Entwürfe für das Volks­gruppen­haus in Oberwart kennen. In einer Presse­kon­ferenz nannten der Landes­haupt­mann und der zu­stän­dige Architekt ge­nau­ere Details. Außer­dem mit dabei: die Nach­richten in Roman (Burgenland-Romani) und die Jugend­rubrik „Young, wild and free“, die heute den skan­da­lö­sen „Waldhäusl-Sa­ger“ the­ma­tisiert.

28to berscheskero di le Romengere-atentatistar

Februar 6th, 2023  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 6.2.2023 | 7:59 min

Wir gedenken | Amen gondolinas: 28. Jahrestag des Roma-Attentats

Vasch o 28to berscheskero di le bombakere atentatistar ando 4to feberi 1995, kaj schtar flogos­kere grupnen­gere dschene le Romen­dar mur­darde ule, i Romen­geri pastoral, kurke, ando 5to feberi 2023, 14.30 orenge, Erbate uso gon­do­lipes­kero than „Am Anger“, uso sako ber­schen­gero gon­dolipe akartscha. Ando 4to feberi 1995, jek le lek bibasta­leder rasistischi fapha­geri­pestar andi dujti republika kerdo ulo: Schtar dschene le Romen­dar, o Peter Sarközi, o Josef Simon, o Karl taj o Erwin Horvath, Erbate duach jek bibastali bomba mur­darde ule. I bomba sina jek tablina le upre pisini­peha „Roma zurück nach Indien“. Uso pro­ba­lintscha­go oja tablina bejg te lel, i bomba eksplo­di­rintscha. Ada atentato jek falato la rasistischi taj gejng o flogo moti­virimi fapha­ge­ri­peskera serijatar le aten­teteristar Franz Fuchs sina. Le cile dsche­nendar, save uso gondo­lipeskero mula­tintschago ale, molim ulo, jek gro­boskeri momeli peha te lel. O momeltscha akor palo kise­tinipe le gondo­lipeskere mula­tin­tscha­gostar, khetan uso gon­do­lipes­kero than, tel terdscharde ule.

Anlässlich des 28. Jahrestages des Rohrbombenattentats am 4. Februar 1995, bei dem vier Volks­gruppen­an­ge­hörige der Roma er­mordet wurden, ludt die Roma­pastoral am Sonn­tag, 5. Februar 2023 um 14.30 Uhr in Oberwart bei der Gedenk­stätte „Am Anger“ zum jähr­lichen Gedenken. Am 4. Februar 1995 wurde eines der schlimms­ten rassisti­schen Verbrechen in der Zwei­ten Republik be­gangen: Vier An­gehörige der Roma, Peter Sarközi, Josef Simon, Karl und Erwin Horvath, wurden in Oberwart durch eine Rohrbombe ge­tötet. Die Bombe war als Schild mit der Auf­schrift „Roma zurück nach Indien“ getarnt. Bei dem Versuch dieses Schild zu ent­fernen, ex­plodierte die Spreng­falle. Read the rest of this entry »

Romani Ora (6.2.2023)

Februar 6th, 2023  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 6.2.2023 (mp3)

In der heutigen „Romani Ora“ hören Sie in „Kultur am Mon­tag/Kul­tura het­vinate“ den Buchtipp „7 Tage im Februar“ von Robert Klement. Das Buch, wel­ches bereits im Jahr 1998 er­schienen ist, the­matisiert die Tage zwi­schen dem Bomben­attentat gegen vier Roma in Oberwart und deren Bei­setzung im Februar 1995. Außer­dem hören Sie die Nach­richten in Bur­gen­land-Ro­mani sowie die meis­te Roma-Musik.

EKD: „Gemeinsam Antiziganismus bekämpfen“

Februar 4th, 2023  |  Published in Dokumente & Berichte, Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte, Religion

Evangelische Kirche in Deutschland (EKD)Erklärung des Rates der Evangelischen Kirche in Deutsch­land (EKD) zur Zu­sam­men­ar­beit mit Sinti und Roma:

Anlässlich des 40. Jahrestages der Gründung des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma wollen wir als Evan­ge­lische Kirche in Deutschland die Arbeits­definition von Anti­ziganis­mus der Inter­natio­nal Holo­caust Re­mem­brance Alli­ance (IHRA) an­nehmen, um auch auf diese Weise unserer Zu­sam­men­gehörig­keit Aus­druck zu ver­leihen.

In der zentralen Passage der Definition heißt es: „Antiziganis­mus mani­festiert sich in indivi­duellen Äußerun­gen und Hand­lungen sowie institu­tio­nellen Politiken und Praktiken der Mar­ginali­sie­rung, Aus­gren­zung, physischen Gewalt, Herab­wür­digung von Kulturen und Lebens­weisen von Sinti und Roma sowie Hassreden, die gegen Sinti und Roma sowie andere Einzel­per­sonen oder Gruppen ge­richtet sind, die zur Zeit des National­sozialis­mus und noch heute als ‚Zigeuner‘ wahr­ge­nommen, stig­matisiert oder verfolgt wurden bzw. werden. Dies führt dazu, dass Sinti und Roma als eine Gruppe ver­meint­lich Fremder be­handelt werden und ihnen eine Reihe negati­ver Stereotypen und ver­zerrter Dar­stellun­gen zu­ge­ordnet wird, die eine be­stimmte Form des Rassismus dar­stellen.“

Gemeinsam mit Angehörigen der Minderheit von Sinti und Roma wollen wir der Dis­krimi­nie­rung im Alltag von Kirche und Gesell­schaft und gruppen­bezo­gener Men­schen­feind­lichkeit ins­gesamt ent­gegen­wirken. Dazu bedarf es der Aus­einan­der­setzung mit der bis in die Gegen­wart reichen­den Schuld­geschichte der Kirchen und der un­beding­ten kriti­schen Über­prüfung von theo­logischen und kirchlichen Denk­mustern und Prägungen. Read the rest of this entry »

Romani Ora (3.2.2023)

Februar 3rd, 2023  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 3.2.2023 (mp3)

Die heutige Sendung mit unseren Ver­­an­stal­­tungs­­hinweisen, den Mulatintschage, und mit den aktuellen Volks­gruppen­nach­richten in Romanes. Die Jugend­sendung „Young, wild and free“ be­schäf­tigt sich diesmal mit dem Chatbot ChatGPT, der gerade für Auf­sehen sorgt. Mo­de­riert wird die Sen­dung von Tina Nardai.

Haus der Volksgruppen: Baustart im Herbst

Februar 3rd, 2023  |  Published in Einrichtungen, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 2.2.2023 | 6:52 min

Uso projekto „Kher le flogoskere grupnendar Burgenland“ i thanes­keri inmo­bilija Burgenland jek pla­niskeri joma resla. O genera­liskero plan le neve bau­nini­pestar le agune foros­kere in­ter­natistar akan schaj kerdo ol. Ando terno dschend 2023 kesdim ovla, 2025 o kher kisno te ol taj o flogos­kere grupn schaj ande pumaro kher ande ciden. O tha­neskero schero Hans Peter Doskozil angle asdel o „bari­kano schel­ber­schen­ge­ro-pro­jekto“.

Beim Projekt „Haus der Volksgruppen Burgenland“ hat die Landes­immo­bili­en Burgenland GmbH einen we­sent­li­chen Fortschritt plan­gemäß erreicht. Der General­planer für den Umbau des ehe­maligen Städti­schen In­ternats steht fest. Im Herbst 2023 wird die Baustelle ein­gerichtet, 2025 soll das Haus von den Volks­gruppen bezogen werden können. Landes­haupt­mann Hans Peter Doskozil unter­streicht die Einzigartigkeit des „Jahrhundert-Projekts”. Damit soll der Beitrag der Volks­gruppen zur Identität, Geschichte und Gegenwart des Burgen­lands ge­würdigt und ein neues Kapitel in der Volks­gruppen­politik auf­geschlagen werden:

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Romani Ora (1.2. und 2.2.2023)

Februar 2nd, 2023  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 1.2.2023 (mp3)

Die Mittwochsausgabe der „Romani Ora“ mit dem Tages­thema „Inter­natio­naler Holocaust-Ge­denk­tag“, den Volks­gruppen­nachrichten in Ro­manes und dem Jugend­beitrag über den rumäni­schen Doku­mentar­film „Our School“ von 2011 (ein Inter­view mit der Ko­regis­seu­rin Mona Nicoară finden Sie in dROMa 32). Durch die Sen­dung führt Sie Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 2.2.2023 (mp3)

Die Baumesse in Oberwart öffnete nach zwei Jahren Co­ro­na-Zwangs­pause wie­der ihre Pfor­ten. Marcel Horvath hat die Messe be­sucht und sich über die ak­tu­ellsten Bau­trends in­for­miert. In „Mri his­to­ri­ja“ erzählt Ihnen Alex Gussak Interes­santes über die vor dem Zwei­ten Weltkrieg be­ste­hende Roma-Sied­lung in Neumarkt an der Raab (Be­zirk Jennersdorf).

Nationalrat einstimmig für Roma-Gedenktag

Februar 1st, 2023  |  Published in Geschichte & Gedenken, Politik

Nationalrat (Foto: parlament.gv.at)Nationalrat einstimmig für nationalen Gedenk­tag für Roma und Sinti. Par­la­ments­frakt­io­nen setzen Initia­tive mit Vier-Par­tei­en-Ent­schlie­ßungs­an­trag

Wien (PK) – Fraktionsübergreifend setzte gestern der Nationalrat mit einem in der Sitzung ein­gebrach­ten Antrag von ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS in der Ab­stim­mung ein­hellig eine Initiative zur Ein­führung eines nationa­len Gedenktags für Roma und Romnja sowie Sinti und Sintizze. Wie im ur­sprüng­li­chen Ent­schlie­ßungs­antrag der Ko­alitions­par­teien (wir be­rich­te­ten) wird vor­geschla­gen, je­weils am 2. August der unter dem NS-Regime ver­folgten und er­mor­deten Roma und Romnja sowie Sinti und Sintizze zu ge­denken. An diesem Tag werde bereits auf euro­päi­scher Ebene an die Holocaust-Opfer dieser eth­nischen Min­derheit gedacht. Ein­stimmig wurde auch eine weite­re Ent­schlie­ßung gefasst, und zwar für eine Evaluie­rung des Vollzugs der Min­der­heiten­schul­gesetze.

Vier-Parteien-Initiative für nationalen Gedenktag

Die Einführung des Gedenktages am 2. August begrüßten alle Redner:in­nen ein­hellig. Nikolaus Berlakovich (ÖVP) sagte, der Völker­mord an den Roma und Romnja sowie Sinti und Sintizze in der Ver­gangen­heit sei nie richtig auf­gearbeitet worden. Man habe in diesem Zu­sammen­hang sogar von einem „ver­gessenen Holocaust“ ge­sprochen. Die Kern­aufgabe der Gedenk­kultur sei aber, genau diese Fälle zu doku­men­tieren und sich ihrer zu erinnern, damit so etwas nie wieder pas­siere. Zugleich gehe es darum, auf die nach wie vor be­stehenden Dis­kriminierungen hin­zuweisen, um die aktuelle Situation der Betroffenen zu ver­bessern, so Ber­lakovich. Read the rest of this entry »

Romani Ora (30.1. und 31.1.2023)

Januar 31st, 2023  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 30.1.2023 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag mit der Rubrik „Kultura het­vi­na­te/Kul­tur am Montag“ berich­tet dies­mal über die Afro-Sin­tiz­za Tayo Awosusi. Die R’n’B- und Soul-Sän­gerin en­ga­giert sich außer­dem politisch und schreibt Kinder­bücher. Die Volks­grup­pen­nach­rich­ten in Romanes prä­sen­tiert Ihnen Em­me­rich Gärt­ner-Hor­vath. Mo­de­riert wird die Sen­dung von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 31.1.2023 (mp3)

In der heutigen Ausgabe der „Romani Ora“ hören Sie ein Gespräch mit der Romni Margarethe „Rosel“ Horvath. Die in der Ober­warter Roma-Sied­lung le­ben­de Pensio­nis­tin ist leiden­schaft­liche Köchin und be­reitet hervor­ra­gende Mehl­speisen zu. In „Mri his­to­rija“ wer­fen wir einen kurzen Rück­blick auf das Leben des wohl be­kann­testen Groß­waras­dorfer Musikers: Stefan Pišti Horvath (mehr hier). Mo­de­riert von Tina Nardai.

Evangelische Kirche will Schuld aufarbeiten

Januar 29th, 2023  |  Published in Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte, Religion

EKD: Präses Annette Kurschus (Foto Jörg Dieckmann, Evangelische Kirche von Westfalen:Deutschland: EKD-Rat ver­öffent­licht Er­klä­rung zur Zu­sam­men­ar­beit mit Sinti und Roma. Rats­vor­sit­zen­de An­net­te Kur­schus: Wir müs­sen uns mit die­ser Schuld­ge­schich­te der Kirchen aus­einan­der­setzen.

Anlässlich des 40. Jahrestages der Gründung des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma hat der Rat der Evangeli­schen Kirche in Deutsch­land (EKD) eine Erklä­rung zur Be­kämpfung von Anti­ziganis­mus und zur Zu­sammen­arbeit mit Sinti und Roma ver­öffent­licht. „Gemein­sam mit An­ge­hörigen der Minder­heit von Sinti und Roma wollen wir der Dis­krimi­nie­rung im Alltag von Kirche und Gesell­schaft und grup­pen­bezo­gener Men­schen­feind­lich­keit ins­gesamt ent­gegen­wirken“, so die EKD-Rats­vor­sitzende, Präses Annette Kurschus. In diesem Zu­sammen­hang nimmt der Rat der EKD auch die Arbeits­definition von Anti­ziganismus der Inter­natio­nalen Allianz zum Hol­ocaust-Ge­denken (IHRA) an.

Die Abwertung und Ausgrenzung von Angehörigen der Sinti und Roma habe eine Geschichte, die sehr lange zurück­reicht, so Kurschus. „Die Evangelische Kirche hat an vielen Stel­len in der Geschichte Schuld auf sich geladen. Sie war daran be­teiligt, Men­schen zu verraten und der Ver­folgung und Ver­nichtung aus­zu­liefern.“ Zudem seien auch in der Kirche anti­ziganis­tische Stereo­typen un­reflektiert weiter­getragen und Men­schen da­durch erneut und fort­während in ihrer Würde ver­letzt worden: „Es ist wichtig, dass wir uns mit dieser bis in die Gegen­wart reichen­den Schuld­geschichte der Kirchen aus­einander­setzen.“

Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma betrachtet es als „historisch“, dass die Evange­lische Kirche in Deutsch­land an­lässlich des Inter­natio­nalen Holo­caust-Ge­denk­tages diese Erklärung zur Ächtung von Anti­ziganis­mus abgibt: „Die Evangeli­sche Kirche bekennt sich darin erst­malig in dieser offi­ziellen Form vor dem Hinter­grund der deutschen Geschichte zu ihrer Ver­ant­wortung auch für unsere Minder­heit. Read the rest of this entry »