Februar 17th, 2023 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 17.2.2023 (mp3)
Die „Romani Ora“-Freitagsausgabe mit den Veranstaltungshinweisen/Mulatintschage sowie den Nachrichten in Burgenland-Romani. Und im Jugendbeitrag stellt Adi Gussak seinen Schulkolleg:innen die Frage, ob eine Woche Energieferien ausreichend ist und wie das Semesterzeugnis ausgefallen ist. Durch die Sendung führt Tina Nardai.
Februar 17th, 2023 |
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Geschichte & Gedenken, Religion
Deutschland: Romani Rose und Kardinal Reinhard Marx trafen sich in Heidelberg im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma: Die historische Verantwortung der katholischen Kirche in Bezug auf Sinti und Roma soll aufgearbeitet werden. Bereits im Jänner hatte der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland eine Erklärung veröffentlicht (mehr hier und hier).
Kardinal Marx besuchte auf Einladung von Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, am 7. Februar 2023 das Dokumentations-und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg. Nach einem Gang durch die ständige Ausstellung des Zentrums über den Holocaust an 500.000 ermordeten Sinti und Roma im NS-besetzten Europa waren sich Kardinal Marx und Romani Rose über die Dringlichkeit der Aufarbeitung der Rolle der Kirche während der Zeit des Nationalsozialismus einig.
Anlass des Besuchs von Kardinal Marx war die Frage einer Würdigung der Intervention von Oskar Wilhelm Rose am 5. April 1943, der unter Lebensgefahr und falschem Namen bei Kardinal Faulhaber in dessen Münchner Residenz vorsprechen und die katholische Kirche um Hilfe bitten wollte.
Am 16. Dezember 1942 hatte der Reichsführer SS Heinrich Himmler mit dem Auschwitz-Erlass angeordnet, alle noch im Deutschen Reich lebenden Sinti und Roma in das Konzentrations-und Vernichtungslager Auschwitz zu deportieren. Kardinal Faulhaber war nicht bereit, Oskar Rose zu empfangen, hielt jedoch dessen Besuch im Erzbischöflichen Palais in seinem jetzt zugänglichen Tagebuch fest: „Bei Sekretär ein Zigeuner, namens Adler, katholisch – Die 14.000 Zigeuner im Reichsgebiet sollen in ein Lager gesammelt und sterilisiert werden, die Kirche soll einschreiten. Will durchaus zu mir. – Nein, kann keine Hilfe in Aussicht stellen.“
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Februar 16th, 2023 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 15.2.2023 (mp3)
Die „Romani Ora“ steht diesmal ganz im Zeichen des dreißigsten traditionellen Roma-Balls, der am Wochenende in Mischendorf (Bezirk Oberwart) über die Bühne gegangen ist. Im Tagesthema hören Sie einen Mitschnitt der Veranstaltung sowie Stimmen der Ballbesucher:innen. Und im Jugendbeitrag „Young, wild and free – le ternenge“ erfahren Sie alles über die neu gekrönte Ball-Königin und den König.
Anhören: →Sendung vom 16.2.2023 (mp3)
In der heutigen Ausgabe der „Romani Ora“ gibt es einen Bericht über den in Amsterdam schaffenden und lebenden Roma-Aktivisten und -Journalisten Orhan Galjus. Er betreibt auch das Roma-Radio „Romani Patrin“. In „Mri historija“ nimmt sie Alex Gussak heute mit nach Mörbisch am See. Moderiert von Tina Narda.
Februar 15th, 2023 |
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Facts & Figures, Geschichte & Gedenken, Musik
1896 publizierte Miklós Markó in Budapest ein „Album der Zigeunermusiker“ („Cigányzenészek albuma“), ein Nachschlagewerk mit über 100 Musikerbiografien.
(Quelle)
Februar 14th, 2023 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 13.2.2023 (mp3)
Der „Romani Ora“-Musikmontag mit den Nachrichten in Burgenland-Romani und der Rubrik „Kultur am Montag/Kultura hetvinate“. Darin beschäftigen wir uns etwas ausführlicher mit der Roma-Hymne „Gelem Gelem“. Durch die Sendung führt Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 14.2.2023 (mp3)
Die „Romani Ora“ mit dem Tagesthema: Valentinstag. Und in der Rubrik „Mri historija“ berichten wir über das NS-Mahnmal der Roma und Sinti in Salzburg. Dieses wurde vor kurzem bereits zum zweiten Mal beschädigt (wir berichteten).
Februar 14th, 2023 |
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Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 13.2.2023 | 6:53 min
Ada bersch o Roma-Ball Mischkate tel likerdo ulo. O keraschi farajn Hango Roma andar o suditiko Burgenland o pativjakero upre dipe hi, o tradicijoneli Roma-Ball tel te likerel taj afka i kultura le Romendar le pradipeske te presentirinel. Roma taj gadsche afk schaj pumen te prindscharel siklon taj pumen schaj arparun. O tradicijoneli Roma-Ball imar 30. berscha tel likerdo ol. Ov ardschumipe jeka kulturela identitetatar la flogoskera grupnatar le Romendarhi. I muschika use adsa Roma Ball 2023 sina le grupnendar Romano Rath sar Leon Berger Band taj le prindscharde dschenostar andar o ungriko Chubby Presley. Jek tradicijakero barikanipe sina o völinipe la Romana kiralkijatar taj kiralistar 2023.
Dieses Jahr fand der Roma-Ball im Mischendorf statt. Der Veranstalter Verein Hango Roma aus dem südlichen Burgenland hatte die ehrenvolle Aufgabe, den traditionellen Roma-Ball abzuhalten und so die Kultur der Roma der Öffentlichkeit zu präsentieren und sichtbar zu machen. Roma und Nicht-Roma hatten somit die Gelegenheit, die Kultur der Roma kennenzulernen und sich auszutauschen. Der traditionelle Roma-Ball ist ein jährlicher kultureller Fixpunkt und dies schon seit nun 30 Jahren. Read the rest of this entry »
Februar 11th, 2023 |
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Geschichte & Gedenken
Wie ORF.at berichtet, wurde das Holocaust-Mahnmal in Salzburg-Leopoldskron von Unbekannten geschändet. Die Skulptur wurde vom steinernen Sockel gestoßen und stark beschädigt. Die polizeilichen Ermittlungen laufen. Es ist dies nicht die erste Schändung des Mahnmals: Bereits im Februar 2020 war die Skulptur Ziel eines Angriffs.
Das Denkmal erinnert an die im Stadtteil Leopoldskron-Moos im „Zigeunerlager Maxglan“ vom NS-Regime internierten Roma und Sinti. Das Sammellager diente als Ausgangspunkt für die Deportationen in die Vernichtungslager.
Das Denkmal wurde 2009 von der „Radiofabrik – das Freie Radio in Salzburg“ im Rahmen eines EU-Projekts zur Aufarbeitung des NS-Anhaltelagers für Roma und Sinti auf einem Grundstück der Stadt Salzburg in der Nähe der Kendlersiedlung errichtet. Das Mahnmal wurde als „Hörmahnmal“ konzipiert, die Metallskulptur wurde vom Salzburger Künstler Zoltan Pap gestaltet. In Kooperation mit erinnern.at haben auch mehrere Schulen und der Verein Ketani an der Erinnerungsarbeit mitgewirkt.
(Text: dROMa)
Februar 11th, 2023 |
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Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV
ORF Burgenland: Neue Serie über verschwundene Roma-Siedlungen im TV-Volksgruppenmagazin „Romano Dikipe“ – „Auf den Spuren verschwundener Roma-Siedlungen“ ab 12. Februar 2023 in ORF 2/B
Der ORF Burgenland startet am Sonntag, dem 12. Februar 2023, eine neue Serie im Rahmen der TV-Volksgruppensendung „Romano Dikipe“. „Auf den Spuren verschwundener Roma-Siedlungen“ lautet der Titel der Reihe, in der der Frage nachgegangen wird, wie die Situation der Roma heute im Burgenland aussieht. In jeder Sendung wird eine andere Ortschaft besucht, um mit burgenländischen Roma und Romnja über ihr Leben, aber auch über die Vergangenheit zu sprechen. Die Reportagen sind in Burgenlandromani, der Sprache der Roma im Burgenland, gestaltet und durchgehend mit deutschen Untertiteln versehen. Grundlage der neuen Serie ist die umfassende historische Arbeit der beiden burgenländischen Historiker Herbert Brettl und Gerhard Baumgartner. Letzterer ist auch Studiogast in „Burgenland heute“ am Samstag, dem 11. Februar 2023, 19.00 Uhr ORF 2/B.
ORF-Landesdirektor Werner Herics: „Vor 1938 gab es im Burgenland etwa 120 Roma-Siedlungen mit insgesamt 8.000 bis 9.000 EinwohnerInnen. Der Großteil von ihnen wurde während des Nationalsozialismus deportiert und ermordet. Mit den Menschen verschwanden auch die Roma-Siedlungen. Mit der Spurensuche nach diesen verschwundenen Roma-Siedlungen im Burgenland leistet die Roma-Redaktion des ORF Burgenland einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der Vergangenheit.“
Dorottya Kelemen, Leiterin der Volksgruppenredaktion: „Eine große Roma-Siedlung gab es in Stegersbach im südlichen Burgenland. In der ersten Folge der neuen Serie nimmt ORF-Redakteur Adi Gussak die Zuschauerinnen und Zuschauer auf einen Rundgang durch Schtega mit, wie Stegersbach auf Burgenlandromani heißt.“
Die Sendung „Romano Dikipe“ wird sechsmal im Jahr jeweils am zweiten Sonntag in den Monaten Februar, April, Juni, August, Oktober und Dezember um 13.05 in ORF 2/B ausgestrahlt. Read the rest of this entry »
Februar 10th, 2023 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 9.2.2023 (mp3)
Im Tagesthema gibt es in dieser Sendung ein Gespräch mit dem Vorsitzenden des Volksgruppenbeirates der Roma, Emmerich Gärtner-Horvath. Er fordert ein Gesetz zum Schutz der Roma und Romnja. Und in der Rubrik „Mri historija“ stellen wir Ihnen Josef Horwath (1944–2017) vor.
Anhören: →Sendung vom 10.2.2023 (mp3)
Mit dem „Romani Ora“-Veranstaltungskalender für Ihr Wochenende und den Nachrichten in Burgenland-Romani. In der Jugendsendung „Young, wild and free – le ternenge“ berichtet Adi Gussak über den Film „And-ek ghes“, einen Film von Philip Scheffner und Colorado Velcu von 2016 über eine rumänische Roma-Familie, die nach Berlin übersiedelt (mehr hier und hier).
Februar 9th, 2023 |
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Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
Andreas Pavlic und Eva Schörkhuber (Hg.): Vagabondage. Historische und zeitgenössische Facetten des Vagabundierens in Wien, Sonderzahl: Wien 2022.
[Inhaltsverzeichnis (PDF)]
Va · ga · bon · da · ge: Der – laut Duden – spezifisch österreichische Ausdruck benennt die Lebensform einer Gruppe sozial bestimmter Figuren, oder kurz: Landstreicherei, Herumtreiberei. Im vorliegenden Band fokussiert der Begriff vor allem die künstlerischen und politischen Aspekte jener Bewegungen, die sich in den 1920er Jahren mit großem Selbstbewusstsein formierten und sogar »Vagabundenkongresse« abhielten. Ein solcher war, nach einer ersten Veranstaltung in Stuttgart 1929, für das Jahr 1930 auch in Wien geplant, wurde allerdings nicht realisiert. Wien, als eines der Gravitationszentren der Landstreichenden, bildet den Ausgangspunkt und den Schauplatz einer eingehenden Untersuchung von Vagabund*innenbewegungen. Dabei werden historische und kulturwissenschaftliche Perspektiven mit zeitgenössischen Analysen, Stellungnahmen und Berichten verschränkt: Auf diese Weise werden Brüche und Kontinuitäten hinsichtlich sozialer Mechanismen, künstlerischer Ausdrucksformen und politischer Organisationsformen ausgelotet und zur Sprache gebracht. Der Band stellt dabei sowohl einen Grundlagenbeitrag als auch eine zur weiteren Forschung anregende Anthologie dar.
Wie facettenreich und vielschichtig jene Bevölkerungsgruppen sind, die als Vagabund*innen, als ›Nicht-Sesshafte‹ und/oder Wandernde tituliert werden bzw. sich selbst als solche bezeichnen, zeigt sich in den historischen und kulturwissenschaftlichen Auseinandersetzungen ebenso wie in dem Kaleidoskop zeitgenössischer Initiativen, Bewegungen, Forschungs- und Kunstprojekten, die sich mit Systemen sozialer Beziehungen befassen, die außerhalb einer etablierten gesellschaftlichen Ordnung angesiedelt werden.
Mit Beiträgen von: Averklub Collective, Lisa Bolyos, Ljubomir Bratić, Natalie Deewan, Enesi M., Georg Fingerlos, Peter Haumer, Anna Leder, Alexander Machatschke, Elena Messner, Andreas Pavlic, Maren Rahmann, Georg Rosenitsch, Eva Schörkhuber und Christa Stippinger.
(Text: Verlagsinfo Sonderzahl)
Februar 8th, 2023 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 7.2.2023 (mp3)
In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ nehmen wir Sie mit an den Schauplatz, an dem vor 28 Jahren vier Roma-Angehörige ihr Leben lassen musste. Bei der Gedenkstätte „Am Anger“ wurde die alljährliche Gedenkfeier zur Erinnerung an die Bombenopfer des Jahres 1995 abgehalten. Und in „Mri historija“ besuchen wir eine Ortschaft im nördlichen Burgenland: In Jois gab es vor dem Zweiten Weltkrieg eine Roma-Siedlung. Durch die Sendung führt Sie Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 8.2.2023 (mp3)
In der heutigen „Romani Ora“ lernen Sie die konkreten Entwürfe für das Volksgruppenhaus in Oberwart kennen. In einer Pressekonferenz nannten der Landeshauptmann und der zuständige Architekt genauere Details. Außerdem mit dabei: die Nachrichten in Roman (Burgenland-Romani) und die Jugendrubrik „Young, wild and free“, die heute den skandalösen „Waldhäusl-Sager“ thematisiert.
Februar 6th, 2023 |
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Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 6.2.2023 | 7:59 min
Wir gedenken | Amen gondolinas: 28. Jahrestag des Roma-Attentats
Vasch o 28to berscheskero di le bombakere atentatistar ando 4to feberi 1995, kaj schtar flogoskere grupnengere dschene le Romendar murdarde ule, i Romengeri pastoral, kurke, ando 5to feberi 2023, 14.30 orenge, Erbate uso gondolipeskero than „Am Anger“, uso sako berschengero gondolipe akartscha. Ando 4to feberi 1995, jek le lek bibastaleder rasistischi faphageripestar andi dujti republika kerdo ulo: Schtar dschene le Romendar, o Peter Sarközi, o Josef Simon, o Karl taj o Erwin Horvath, Erbate duach jek bibastali bomba murdarde ule. I bomba sina jek tablina le upre pisinipeha „Roma zurück nach Indien“. Uso probalintschago oja tablina bejg te lel, i bomba eksplodirintscha. Ada atentato jek falato la rasistischi taj gejng o flogo motivirimi faphageripeskera serijatar le atenteteristar Franz Fuchs sina. Le cile dschenendar, save uso gondolipeskero mulatintschago ale, molim ulo, jek groboskeri momeli peha te lel. O momeltscha akor palo kisetinipe le gondolipeskere mulatintschagostar, khetan uso gondolipeskero than, tel terdscharde ule.
Anlässlich des 28. Jahrestages des Rohrbombenattentats am 4. Februar 1995, bei dem vier Volksgruppenangehörige der Roma ermordet wurden, ludt die Romapastoral am Sonntag, 5. Februar 2023 um 14.30 Uhr in Oberwart bei der Gedenkstätte „Am Anger“ zum jährlichen Gedenken. Am 4. Februar 1995 wurde eines der schlimmsten rassistischen Verbrechen in der Zweiten Republik begangen: Vier Angehörige der Roma, Peter Sarközi, Josef Simon, Karl und Erwin Horvath, wurden in Oberwart durch eine Rohrbombe getötet. Die Bombe war als Schild mit der Aufschrift „Roma zurück nach Indien“ getarnt. Bei dem Versuch dieses Schild zu entfernen, explodierte die Sprengfalle. Read the rest of this entry »
Februar 6th, 2023 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 6.2.2023 (mp3)
In der heutigen „Romani Ora“ hören Sie in „Kultur am Montag/Kultura hetvinate“ den Buchtipp „7 Tage im Februar“ von Robert Klement. Das Buch, welches bereits im Jahr 1998 erschienen ist, thematisiert die Tage zwischen dem Bombenattentat gegen vier Roma in Oberwart und deren Beisetzung im Februar 1995. Außerdem hören Sie die Nachrichten in Burgenland-Romani sowie die meiste Roma-Musik.
Februar 4th, 2023 |
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Dokumente & Berichte, Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte, Religion
Erklärung des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zur Zusammenarbeit mit Sinti und Roma:
Anlässlich des 40. Jahrestages der Gründung des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma wollen wir als Evangelische Kirche in Deutschland die Arbeitsdefinition von Antiziganismus der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) annehmen, um auch auf diese Weise unserer Zusammengehörigkeit Ausdruck zu verleihen.
In der zentralen Passage der Definition heißt es: „Antiziganismus manifestiert sich in individuellen Äußerungen und Handlungen sowie institutionellen Politiken und Praktiken der Marginalisierung, Ausgrenzung, physischen Gewalt, Herabwürdigung von Kulturen und Lebensweisen von Sinti und Roma sowie Hassreden, die gegen Sinti und Roma sowie andere Einzelpersonen oder Gruppen gerichtet sind, die zur Zeit des Nationalsozialismus und noch heute als ‚Zigeuner‘ wahrgenommen, stigmatisiert oder verfolgt wurden bzw. werden. Dies führt dazu, dass Sinti und Roma als eine Gruppe vermeintlich Fremder behandelt werden und ihnen eine Reihe negativer Stereotypen und verzerrter Darstellungen zugeordnet wird, die eine bestimmte Form des Rassismus darstellen.“
Gemeinsam mit Angehörigen der Minderheit von Sinti und Roma wollen wir der Diskriminierung im Alltag von Kirche und Gesellschaft und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit insgesamt entgegenwirken. Dazu bedarf es der Auseinandersetzung mit der bis in die Gegenwart reichenden Schuldgeschichte der Kirchen und der unbedingten kritischen Überprüfung von theologischen und kirchlichen Denkmustern und Prägungen. Read the rest of this entry »
Februar 3rd, 2023 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 3.2.2023 (mp3)
Die heutige Sendung mit unseren Veranstaltungshinweisen, den Mulatintschage, und mit den aktuellen Volksgruppennachrichten in Romanes. Die Jugendsendung „Young, wild and free“ beschäftigt sich diesmal mit dem Chatbot ChatGPT, der gerade für Aufsehen sorgt. Moderiert wird die Sendung von Tina Nardai.
Februar 3rd, 2023 |
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Einrichtungen, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 2.2.2023 | 6:52 min
Uso projekto „Kher le flogoskere grupnendar Burgenland“ i thaneskeri inmobilija Burgenland jek planiskeri joma resla. O generaliskero plan le neve bauninipestar le agune foroskere internatistar akan schaj kerdo ol. Ando terno dschend 2023 kesdim ovla, 2025 o kher kisno te ol taj o flogoskere grupn schaj ande pumaro kher ande ciden. O thaneskero schero Hans Peter Doskozil angle asdel o „barikano schelberschengero-projekto“.
Beim Projekt „Haus der Volksgruppen Burgenland“ hat die Landesimmobilien Burgenland GmbH einen wesentlichen Fortschritt plangemäß erreicht. Der Generalplaner für den Umbau des ehemaligen Städtischen Internats steht fest. Im Herbst 2023 wird die Baustelle eingerichtet, 2025 soll das Haus von den Volksgruppen bezogen werden können. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil unterstreicht die Einzigartigkeit des „Jahrhundert-Projekts”. Damit soll der Beitrag der Volksgruppen zur Identität, Geschichte und Gegenwart des Burgenlands gewürdigt und ein neues Kapitel in der Volksgruppenpolitik aufgeschlagen werden:
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Februar 2nd, 2023 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 1.2.2023 (mp3)
Die Mittwochsausgabe der „Romani Ora“ mit dem Tagesthema „Internationaler Holocaust-Gedenktag“, den Volksgruppennachrichten in Romanes und dem Jugendbeitrag über den rumänischen Dokumentarfilm „Our School“ von 2011 (ein Interview mit der Koregisseurin Mona Nicoară finden Sie in dROMa 32). Durch die Sendung führt Sie Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 2.2.2023 (mp3)
Die Baumesse in Oberwart öffnete nach zwei Jahren Corona-Zwangspause wieder ihre Pforten. Marcel Horvath hat die Messe besucht und sich über die aktuellsten Bautrends informiert. In „Mri historija“ erzählt Ihnen Alex Gussak Interessantes über die vor dem Zweiten Weltkrieg bestehende Roma-Siedlung in Neumarkt an der Raab (Bezirk Jennersdorf).
Februar 1st, 2023 |
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Geschichte & Gedenken, Politik
Nationalrat einstimmig für nationalen Gedenktag für Roma und Sinti. Parlamentsfraktionen setzen Initiative mit Vier-Parteien-Entschließungsantrag
Wien (PK) – Fraktionsübergreifend setzte gestern der Nationalrat mit einem in der Sitzung eingebrachten Antrag von ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS in der Abstimmung einhellig eine Initiative zur Einführung eines nationalen Gedenktags für Roma und Romnja sowie Sinti und Sintizze. Wie im ursprünglichen Entschließungsantrag der Koalitionsparteien (wir berichteten) wird vorgeschlagen, jeweils am 2. August der unter dem NS-Regime verfolgten und ermordeten Roma und Romnja sowie Sinti und Sintizze zu gedenken. An diesem Tag werde bereits auf europäischer Ebene an die Holocaust-Opfer dieser ethnischen Minderheit gedacht. Einstimmig wurde auch eine weitere Entschließung gefasst, und zwar für eine Evaluierung des Vollzugs der Minderheitenschulgesetze.
Vier-Parteien-Initiative für nationalen Gedenktag
Die Einführung des Gedenktages am 2. August begrüßten alle Redner:innen einhellig. Nikolaus Berlakovich (ÖVP) sagte, der Völkermord an den Roma und Romnja sowie Sinti und Sintizze in der Vergangenheit sei nie richtig aufgearbeitet worden. Man habe in diesem Zusammenhang sogar von einem „vergessenen Holocaust“ gesprochen. Die Kernaufgabe der Gedenkkultur sei aber, genau diese Fälle zu dokumentieren und sich ihrer zu erinnern, damit so etwas nie wieder passiere. Zugleich gehe es darum, auf die nach wie vor bestehenden Diskriminierungen hinzuweisen, um die aktuelle Situation der Betroffenen zu verbessern, so Berlakovich. Read the rest of this entry »
Januar 31st, 2023 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 30.1.2023 (mp3)
Der „Romani Ora“-Musikmontag mit der Rubrik „Kultura hetvinate/Kultur am Montag“ berichtet diesmal über die Afro-Sintizza Tayo Awosusi. Die R’n’B- und Soul-Sängerin engagiert sich außerdem politisch und schreibt Kinderbücher. Die Volksgruppennachrichten in Romanes präsentiert Ihnen Emmerich Gärtner-Horvath. Moderiert wird die Sendung von Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 31.1.2023 (mp3)
In der heutigen Ausgabe der „Romani Ora“ hören Sie ein Gespräch mit der Romni Margarethe „Rosel“ Horvath. Die in der Oberwarter Roma-Siedlung lebende Pensionistin ist leidenschaftliche Köchin und bereitet hervorragende Mehlspeisen zu. In „Mri historija“ werfen wir einen kurzen Rückblick auf das Leben des wohl bekanntesten Großwarasdorfer Musikers: Stefan Pišti Horvath (mehr hier). Moderiert von Tina Nardai.
Januar 29th, 2023 |
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Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte, Religion
Deutschland: EKD-Rat veröffentlicht Erklärung zur Zusammenarbeit mit Sinti und Roma. Ratsvorsitzende Annette Kurschus: Wir müssen uns mit dieser Schuldgeschichte der Kirchen auseinandersetzen.
Anlässlich des 40. Jahrestages der Gründung des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma hat der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) eine Erklärung zur Bekämpfung von Antiziganismus und zur Zusammenarbeit mit Sinti und Roma veröffentlicht. „Gemeinsam mit Angehörigen der Minderheit von Sinti und Roma wollen wir der Diskriminierung im Alltag von Kirche und Gesellschaft und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit insgesamt entgegenwirken“, so die EKD-Ratsvorsitzende, Präses Annette Kurschus. In diesem Zusammenhang nimmt der Rat der EKD auch die Arbeitsdefinition von Antiziganismus der Internationalen Allianz zum Holocaust-Gedenken (IHRA) an.
Die Abwertung und Ausgrenzung von Angehörigen der Sinti und Roma habe eine Geschichte, die sehr lange zurückreicht, so Kurschus. „Die Evangelische Kirche hat an vielen Stellen in der Geschichte Schuld auf sich geladen. Sie war daran beteiligt, Menschen zu verraten und der Verfolgung und Vernichtung auszuliefern.“ Zudem seien auch in der Kirche antiziganistische Stereotypen unreflektiert weitergetragen und Menschen dadurch erneut und fortwährend in ihrer Würde verletzt worden: „Es ist wichtig, dass wir uns mit dieser bis in die Gegenwart reichenden Schuldgeschichte der Kirchen auseinandersetzen.“
Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma betrachtet es als „historisch“, dass die Evangelische Kirche in Deutschland anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages diese Erklärung zur Ächtung von Antiziganismus abgibt: „Die Evangelische Kirche bekennt sich darin erstmalig in dieser offiziellen Form vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte zu ihrer Verantwortung auch für unsere Minderheit. Read the rest of this entry »