Romani Ora (4.10. und 5.10.2023)

Oktober 6th, 2023  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORA HINWEIS: Seit dieser Woche wird die Roma­ni Ora nicht mehr vorab pro­du­ziert, son­dern wird live im Studio mo­de­riert. Die Sendun­gen wer­den daher ab jetzt erst im Nach­hinein auch hier im Blog ver­öf­fent­licht.

Anhören: →Sendung vom 4.10.2023 (mp3)

Im Tagesthema der „Romani Ora“ berichten wir vom Spaten­stich des Bildungs­campus Oberwart. Und in der Jugend­sendung „Young, wild and free – le ter­nenge“ stellen die Frage: Wie religiös ist die Jugend? Dazu gibt es die inter­natio­na­len Volks­gruppen­nach­richten und Roma-Musik. Durch die Sen­dung führt Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 5.10.2023 (mp3)

In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ hören Sie im Tages­thema Beitrag über den zwei­ten Lehr­gang des roma­spe­zi­fischen Arbeits­markt­projektes „Prado Drom – Mein Weg zum Erfolg“. In „Mri his­to­rija“ erhal­ten Sie von Alex Gussak wissens­werte histori­sche Fakten und Infor­ma­tionen über die Gemeinde Mönchhof im Bezirk Neusiedl am See.

Podcast: Was tun gegen Antiziganismus?

Oktober 6th, 2023  |  Published in Interview, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Wie wir andere Bilder schaffen über Sinti und Roma
Rady von RomAnity im Gespräch

DiversityFM #33, Podcast-Folge, 3.7.2022

In dieser Folge spricht DiversityFM mit Rady vom Verein RomAnity (München). Wir ha­ben über Sinti und Roma, das Thema Anti­ziga­nis­mus und auch die neuen Aus­wir­kun­gen durch den Ukrai­ne-Krieg ge­sprochen.

(Text und Beitrag: DiversityFM)

Blueberry Spirits (2016)

Oktober 5th, 2023  |  Published in Film & Theater

Blueberry Spirits (Melleņu gari)
Dokumentarfilm von Astra Zoldnere (Lettland 2016, 12 Min., Lettisch/Romani)

„In lyrischen Bildern erzählt Blueberry Spirtits von einer Romafamilie, die ihre Sommer damit ver­bringt, in den Wäldern Lettlands Beeren zu pflücken und die Ernte zu ver­kaufen. Wäh­rend der Arbeit im Wald er­zählen die Familien­mit­glieder einander Geschichten: von magi­schen Orten und den Geistern ihrer ermor­deten Vor­fahren, die nicht zur Ruhe kommen.“ (Ethnocineca 2016)

Ein Inter­view (engl.) mit der Regis­seurin Astra Zoldnere von 2017 gibt es hier. Und einen kleinen Artikel über den Film finden Sie im US-Ma­gazin „TheAtlantic.com“, das den Kurzfilm unter neuem Titel auf Youtube zu­gäng­lich ge­macht hat. “Ghost stories help to maintain the commu­nity’s identity in the glo­balized world. Telling them brings to­gether different gene­rations“, wird Zoldnere darin zitiert. Und: “At first, I was sur­prised that the Roma live in a world where past, present, and future are so con­nected. Different times, places, and faces ent­wine to form a more circular exis­tence.“

Odyssee am Balkan

Oktober 4th, 2023  |  Published in Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, dROMa (Magazin)

Aus dem dROMa-Archiv (68/2022):

Mirano Cavaljeti (re.) und sein Bruder Harry, 1946 (Foto: Mirano Cavaljeti)Kindheitserinnerungen aus dem Krieg

Mirano Cavaljeti war einer der Großen auf den Operet­ten­bühnen Europas. Bis zu seinem Bühnen­ab­schied vor gut zwan­zig Jahren trat der deutsche Tenor in 115 Theater­häu­sern auf. Über seine Her­kunft hielt er sich lieber be­deckt. Mit 89 Jahren hat er nun aber seine Lebens­ge­schich­te ver­öf­fent­licht.

Hinter ihm liegt eine schillernde Karriere. Als umjubel­ter Tenor stand Mirano Caval­je­ti-Rich­ter mit vielen Stars auf der Bühne, mit Johannes Heesters teilte er die Gar­derobe, mit Milva reiste er durch Italien. Er bril­lierte in der „Zauberflöte“ ebenso wie im „Zi­geu­nerbaron“. Vor allem das Ope­retten­fach hatte es ihm angetan, hier feierte er seine größ­ten Erfolge. Das Publikum lag ihm zu Füßen, auch in Österreich.

Fragen nach seiner Herkunft wusste Cavaljeti stets charmant aus­zu­weichen. Oder er flunkerte, dass er eigent­lich aus Südtirol stamme, und warf wie zum Beweis ein paar Brocken Italienisch hinter­her. „Über die ganzen Jahre hin­weg hielt ich an dieser Er­klärung fest und glaubte schließ­lich fast selbst daran“, erin­nert er sich. Kaum einer seiner Bühnen­kollegen, und schon gar nicht das Publikum, wusste von seiner Sinti-Her­kunft – und von den Schrecken seiner Kindheit.

Jetzt, mit beinahe 90 Jahren, hat er sich dazu durch­gerun­gen, seine verschwie­gene Lebens­ge­schichte zu Papier zu bringen. Unter dem Titel „Auf der Flucht über den Balkan“ liegen seine Erin­nerun­gen, mit einem Nach­wort versehen von der Histo­ri­ke­rin Annette Leo, nun­mehr in Buchform vor. Read the rest of this entry »

Pharikani roas upro Balkan

Oktober 3rd, 2023  |  Published in Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, dROMa (Magazin)

Aus dem dROMa-Archiv (68/2022):

Mirano Cavaljeti (re.) und sein Bruder Harry, 1946 (Foto: Mirano Cavaljeti)Tschavoripeskere palgondoliptscha andar o haburi

O Mirano Cavaljeti jek le lek bare­de­ren­dar upro ope­re­ta­ke­re khe­li­pes­ke­re tha­na andi Euro­pa sina. Dschi use les­ke­ro kise­ti­nipe angle la­tsche bisch ber­scha, o nimtsch­ko te­nori ande 115 te­ate­ris­ke­re khera khe­lahi. Pedar les­kero telsch­ta­mi­nipe but na phu­kav­lahi. 89 ber­sche­na akan les­keri dschi­vi­pes­keri his­to­ri­ja ari dija.

Pal leste jek bari karijera paschlol. Ojs kamlo tenori o Mirano Cavaljeti-Richter, but prin­dscharde dsche­nenca ando pra­dipe te dikel sina, le Johannes Heesteriha ov peske jek garderoba ulatscha, la Milvaha duach i Italija roasin­tscha. Ov brili­rintscha andi „Zauberflöte“ afka sar te ando „Zigeuner­baron“. Butvar o ope­rete­jakero koja aun le leske kertscha, adaj ov pre lek bareder jeri­niptscha mula­tintscha. O dschene uso pre leske pasch­lo­nahi, te andi Austrija.

Le phutschajiptschenge pal leskero telschtaminipe, o Caval­jeti mindig latsche andar o drom te dschal dschan­lahi. Vaj ov hohav­lahi, hot ov andar sud Tirol al, taj kaj le te patschan, ov mindig poar alava andi italitiki tschib palal tschid­lahi. „Pedar o cile berscha, ada erkle­rinipe upre likerahi taj bojd te me le patscha­jahi“, phenel ov adi. Bojd niko leskere kole­gendar taj schoha nisaj dscheno dschan­lahi, les­kere Sinti-telsch­ta­mini­pestar – taj te pedar o bibastale ter­dschi­jiptscha ande leskeri tscha­vengeri cajt.

Akan, bojd 90 berschenca, phentscha ov, hot pri garudi dschivi­pe­skeri his­torija tel te pisinel kamla. Telal o anav „Auf der Flucht über den Balkan“ akan les­kere pal­gondo­li­nip­tscha, jeke palal pisime alaveha la hist­oriker­ki­jatar Annette Leo, ande jek kenva angle paschlon. Read the rest of this entry »

Roma im Kosovo: Ein Hotel als Hoffnungsort

Oktober 2nd, 2023  |  Published in Einrichtungen, Radio, Podcast & TV

Deutschlandfunk Kultur: Die Reportage, 1.10.2023
Von Ernst-Ludwig Aster

Vor zehn Jahren eröffnete ein Schweizer Ex-Diplomat ein Hotel im Kosovo. Seine Vision: Roma, Serben und Albaner leben und ar­beiten fried­lich unter einem Dach. Kann das funk­tio­nieren in einem nach wie vor zer­ris­senen Land?

Hotel Gračanica, Pristina

(Text und Sendung: deutschlandfunkkultur.de)

Deutsche Bahn zeigt Antiziganismus-Ausstellung

Oktober 1st, 2023  |  Published in Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

Deutsche Bahn: Ausstellung in Dresden (Foto: Deutsche Bahn AG / Tine Jurtz)Für Toleranz und Respekt: Deutsche Bahn präsentiert erstmals Aus­stel­lung gegen Anti­ziga­nis­mus „HinterFragen. Sinti und Roma – Eine Minder­heit zwi­schen Ver­fol­gung und Selbst­be­stim­mung“ ist zu sehen bis No­vem­ber in den Haupt­bahn­hö­fen Dresden, Wiesbaden und Nürnberg.

Die Deutsche Bahn AG (DB) setzt ihr Engagement gegen Antiziganismus fort. Zum ersten Mal prä­sentiert sie die vom Bildungs­forum gegen Anti­ziganismus kon­zi­pierte Wander­aus­stel­lung „HinterFragen“ im Dresdner Haupt­bahn­hof. DB-Vor­stands­vor­sitzen­der Dr. Richard Lutz hat sie am 25. September eröffnet – gemein­sam mit Romani Rose, Vor­sitzen­der des Zentralrats Deut­scher Sinti und Roma, Katja Meier, Sächsische Staats­minis­terin der Justiz und für Demo­kratie, Europa und Gleich­stellung, sowie Dr. Mehmet Daimagüler, Be­auf­trag­ter der Bundes­regierung gegen Anti­ziganis­mus und für das Leben der Sinti und Roma in Deutschland. Bis zum 8. Okto­ber 2023 ist die Aus­stellung im Dresdner Haupt­bahnhof zu sehen. Vom 11. Okto­ber bis 25. Oktober 2023 wird sie im Haupt­bahn­hof Wiesbaden gezeigt, an­schlie­ßend folgt vom 28. Oktober bis 12. Novem­ber 2023 der Haupt­bahn­hof Nürnberg.

Verschiedene Infopanels geben einen Überblick über die Geschichte und Gegen­wart der Sinti und Roma in Deutschland. Kernt­hemen sind Anti­ziganis­mus und Verfolgung, aber auch Selbst­bestim­mung und der lange Kampf um An­erken­nung. Mit der Prä­senta­tion der Wander­aus­stel­lung will die DB dazu bei­tragen, Vorurteile ab­zu­bauen und Grund­werte wie kultu­relle Vielfalt und Offen­heit zu stärken.

Dr. Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG:

Mit dieser Ausstellung an unseren Bahnhöfen setzten wir ein deutliches Zeichen gegen anti­ziganis­tische An­fein­dungen und Übergriffe. Hass und Hetze gegen einzel­ne Gruppen sind leider wieder salonfähig. Deshalb treten wir als Deutsche Bahn noch ent­schie­dener für Toleranz und Respekt ein. Read the rest of this entry »

7. Jenischer Kulturtag in Innsbruck

September 30th, 2023  |  Published in Einrichtungen, Veranstaltungen & Ausstellungen

Banner_Siebter-JK-1024x39730. Sept. 2023, ab 14:00 Uhr
Kul­tur­back­stu­be, die Bäckerei, Dreiheiligenstr. 21a, Innsbruck

→Zum Programm

Früher zogen Jenische in kleinen Fa­milienverbän­den durch das Land, um den Sess­haf­ten ihre Arbeits­kraft und hand­werk­li­chen Fähig­keiten an­zu­bie­ten. Als Men­schen mit eige­nen Lebens­wei­sen, einer eige­nen Sprache und eigen­stän­di­gen kultu­rellen Tra­ditio­nen waren sie eine sozio­kul­tu­relle Min­der­heit, die schon früh als „Karrner“ oder „Laninger“ dis­krimi­niert wurden und zur Sess­haftig­keit ge­zwun­gen wer­den sollten. Im National­sozialis­mus wur­den Jenische als so­ge­nannte Asoziale verfolgt und er­mor­det. Doch auch nach 1945 bis in die jüngste Ver­gangen­heit nahm die Unter­drückung und Gewalt kein Ende, etwa durch will­kürliche Ge­fängnis­strafen oder Kinds­weg­nahmen durch die Jugend­wohlfahrt, bei der die ihren Familien ent­ris­senen Kinder in an­erkannten Ins­titutio­nen syste­ma­tisch gequält, ge­schlagen und er­niedrigt wurden. Ein dunkles Kapitel der Ge­schichte der Jenischen, das bis Mitte der 1980er anhielt und bis heute weiter­wirkt.

Die Jenischen Kulturtage wenden sich gegen das Vergessen und treten ein für die Sicht­bar­ma­chung der jenis­chen Gegen­wart und Ver­gangenheit sowie des Beitrags der Jenischen zur Tiroler Ge­schichte. Jen­seits von herab­würdi­gender Stereo­typisierung und der Roman­ti­sierung der fahrenden Lebens­weise soll bei den Jenis­chen Kultur­tagen ein realis­tische­res Bild der teils ver­ges­senen und ver­schwie­genen, teils noch le­ben­digen Tra­ditionen, Kultur und Lebens­formen ge­zeichnet werden. In Ge­sprächen und Er­zählun­gen über damals und heute, über Doku­mente und Bilder, in Form von Musik und Handwerk. Read the rest of this entry »

Romani Ora (28.9. und 29.9.2023)

September 29th, 2023  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 28.9.2023 (mp3)

Rechtzeitig zum Herbstbeginn hat Marcel Horvath in Oberwart nach­gefragt, wie sich die Men­schen auf die bunte Jahres­zeit vor­be­reiten. Und in „Mri his­to­rija“ hat Alex Gussak ein Ge­spräch aus ver­gan­gener Zeit mit der Roma-Sym­pa­thi­san­tin Miriam Wiegele auf­be­reitet. Durch die Sen­dung führt Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 29.9.2023 (mp3)

In der Freitagsausgabe der „Romani Ora“ bekommen Sie pünkt­lich zum Wochen­­ende unseren Ver­­ans­tal­tungs­­kalen­der/Mu­­la­tin­tschage so wie die inter­nationa­len Volks­gruppen­­nach­richten. Und in der Jugend­­sen­dung „Young, wild and free – le ter­nenge“, erzählt uns Adi Gussak mehr über „The Real World of Andrew Tate“.

„Diesen Respekt verdienen wir!“

September 28th, 2023  |  Published in Geschichte & Gedenken, Politik

Jenische LogosOffener Brief der Jenischen an Integrations­ministerin Susanne Raab


Im Jänner 2020 hat die österreichische Regierung in ihrem Regie­rungs­programm „Aus Ver­ant­wor­tung für Öster­reich“ die Prü­fung der An­er­ken­nung der Jenischen an­ge­kün­digt. Heute, fast vier Jahre später, ist dies­be­züg­lich lei­der nur Still­stand zu sehen. Des­halb schicken der Verein Jenische in Öster­reich, der Euro­pä­i­sche Jeni­sche Rat und das Jeni­sche Archiv einen offe­nen Brief an die zu­stän­dige Bun­des­minis­terin Susanne Raab.

Sehr geehrte Frau Ministerin Susanne Raab,

wie Sie wissen, hat die im Regierungsprogramm vom Jänner 2020 an­ge­kündigte „Prüfung der Anerken­nung der jenischen Volks­gruppe in Ös­terreich“ bislang nicht nur nicht statt­ge­funden, sie hat zudem noch nicht einmal be­gonnen. Angesichts der bereits ver­striche­nen Regierungs­zeit wird sie wohl ein reines Lippen­bekenntnis gewesen sein? Wir, der „Verein Jenische in Österreich“, Spre­cher:innen der jeni­schen Volks­gruppe in Öster­reich, haben uns am 30. Jänner 2020 erst­mals an Sie gewandt, be­kommen aber bis heute, bei Ihnen als zustän­diger Ministerin, nicht nur keinen Termin, nein, auch Medien­anfragen zum Thema werden nicht be­ant­wortet. Besorgt um unsere liberale Demo­kratie und irritiert über Ihr Ver­halten, oder besser gesagt, Nicht-Ver­halten, bleibt uns nur mehr dieser Versuch, mit Ihnen in Kon­takt zu treten.

Den Angehörigen einer in Österreich immer besonders diskrimi­nier­ten Minderheit – den von Ihnen igno­rierten Jenischen – sig­nali­sieren Sie damit vor allem eines: Nicht­an­er­ken­nung, um­gangs­sprachlich: Ablehnung. Die Nicht­an­erken­nung dieser Volksgruppe impli­ziert auch die Nicht­aner­kennung des Unrechts und Leids, das an Jenischen in der Nazi-Dik­tatur verübt wurde. Die Dis­kriminie­rung hat 1945 nicht aufgehört. Uns Jenischen hat sich diese Ab­lehnung ein­ge­brannt, wir müssen bis heute damit leben, immer unter Gene­ral­verdacht zu stehen.

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Romani Ora (26.9. und 27.9.2023)

September 27th, 2023  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 26.9.2023 (mp3)

Anlässlich des Europäischen Tags der Sprachen hören Sie in der „Romani Ora“ einen Bei­trag über die Min­der­heiten­sprachen des Burgen­landes in der Medien­vielfalt. Und in der Rubrik „Min­den­felti­tiko“ prä­sentie­ren wir Ihnen, passend zur Jahres­zeit, ein ein­faches Rezept zur Her­stel­lung von Kürbis-Pom­mes. Mo­de­riert von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 27.9.2023 (mp3)

Ein Blaudruck-Workshop in Unterwart ist heutiges Tages­thema der „Roma­ni Ora“. Und über das Finale der BVZ-Ta­lente­show berich­ten wir in der Jugend­sendung „Young, wild and free – le ter­nenge“. Unter den Finalisten ist auch unser Mit­arbei­ter Marcel Horvath. Außer­dem mit dabei die inter­natio­nalen Volks­gruppen­nach­rich­ten und die ab­wechs­lungs­reichste Ro­ma-Musik aus aller Welt.

Facts & Figures (483)

September 26th, 2023  |  Published in Facts & Figures

Mindestens 16 obdachlo­se Men­schen ka­men im Jahr 2022 in Deutsch­land ge­walt­sam ums Leben.

(Quelle)

Romani Ora (25.9.2023)

September 25th, 2023  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 25.9.2023 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag mit den zwei­sprachi­­gen Volks­­gruppen­­nach­­richten und der ab­wechs­lungs­reichs­ten Ro­ma-Mu­sik. In „Kultur am Mon­tag/kul­tura het­vi­nate“ erfahren Sie mehr über den Holly­wood­block­buster „The secrets we keep“ von 2020. Darin be­schuldigt eine junge Romni, die nach dem Krieg nach Amerika aus­wanderte, ihren Nachbarn be­gangener Kriegs­ver­brechen. Mode­riert von Tina Nardai.

EMRO – Sor le Romenge taj Romnjenge

September 24th, 2023  |  Published in Einrichtungen, Interview, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
4.9.2023 |
(on demand)

EMRO Steiermark (Foto: Mario Czory)Sar o bundakero ministerijum la but­ja­ke taj la virt­schof­take ando lejcti bersch o phen­do ar dija, o Roma taj o Sinti meg baj­der upro but­ja­kero foro, po­mo­scha­go te usch­tiden. Ando ke­ripe jeke ardi­pestar uso pomo­schago odola cilis­kera grup­natar, andi cili Austri­ja bu­te­der pro­jek­ti kervde ule. Af­ka te an­do Schtacko.

EMRO – Empowerment für Roma und Romnia“ (→fol­der) butschol o butjakero foros­kero pro­jek­to la Cari­tasa­tar Schtac­ko. Phari­pes­kere punk­tscha hi o entvik­li­nipe taj prik­be­scharipe le kojendar uso kvalifi­ci­rinipe Romen­dar taj Sinti­jendar. O schero le pro­jek­tostar o Michael Teichmann hi.

Le Teichmanniske, savo imar te uso erschti butjakero foroskero projekto la Cari­tastar Schtacko use sina, i khe­tani­pes­keri buti o mogo le jerini­pestar hi. O klutscho paschlol, afka o pro­jektos­kero schero, andi bari­kani khetani buti le kolegki­jenca taj kole­genca andar i Romen­ge­ri-grupn. Afka o klijent­kiji taj kli­jentscha le Romnjen­dar Tina Friedreich taj Csilla Höfler, pomo­schago uschtiden. Ham te phendo ol, hot i kon­tinuji­teta bari­kani hi. Ada duach o ardipe „Romen­geri sor le but­jakere fo­roske 2022–2030“ dim hi.

O dikipe use EMRO upro entviklinipe taj prikbescharipe le kojendar uso kvali­fi­ci­rinipe paschlol. Afka pasche o but­ja­kero- taj sika­di­pes­kero beroti­nipe te kurstscha la nimtschka tschib­tschake, alfa­betisi­rini­pes­kere kurtschta taj avre kvali­ficiri­ni­peskere kurstscha del. Read the rest of this entry »

Oberwart: Förderung für Roma-Lernbetreuung

September 23rd, 2023  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung

Burgenland: Lernbetreuung in Oberwart, 2023Förderung von Femmes d’Europe für die Au­ßer­schu­li­sche Lern­be­treu­ung von Ro­ma-Ser­vice in Ober­wart

BKFTV: Der Verein Roma-Service hat eine Förderung in Höhe von 4.000 Euro von der Ver­eini­gung Femmes d’Europe er­halten, die ihren Sitz in Belgien und Luxemburg hat. Diese finan­zielle Unter­stützung wird dem Projekt „Außer­schu­lische Lern­betreu­ung“ zugute­kom­men, das vom Verein Roma-Ser­vice in Oberwart an­geboten wird. Über­reicht wurde die Förde­rung von Landtags­prä­si­dentin Verena Dunst, Brigitte Haus (Ver­trete­rin der Femmes d’Europe) und Rainer Winter (Leiter des Burgen­län­di­schen Ver­bindungs­büros in Brüssel) an Emme­rich Gärt­ner-Hor­vath (Ge­schäfts­führer des Vereins Roma-Ser­vice).

Der Verein Association Femmes d’Europe – FdE – ist eine gemein­nützige Orga­nisa­tion, die weltweit Pro­jekte fördert, ins­beson­dere solche, die Frauen und Kindern zugute­kommen. Die finan­ziel­len Mittel werden durch ver­schiedene Ver­anstal­tungen von ehren­amt­lichen Vereins­mit­gliedern ge­sammelt. Der Vor­schlag zur För­derung der Ro­ma-Lern­be­treu­ung mit einer zeit­ge­mäßen IT-Aus­stat­tung wurde vom Ver­bin­dungs­büro und dem Verein Roma-Ser­vice gemein­sam ein­gereicht.

Lernbetreuung vor Ort

Die Außerschulische Lernbetreuung des Vereins Roma-Service in Oberwart bietet Kindern nach Schul­­ende Unter­stützung in schuli­schen An­gelegen­heiten. Die Lern­betreu­erin­nen fun­gieren als Brücken zwischen Eltern, Päda­gogen und Kindern. Der Verein stellt Mahl­zeiten für die Kinder bereit und fördert sie in ver­schie­denen schuli­schen As­pekten, darunter Unter­stützung bei Haus­auf­gaben, Förderung bestimm­ter Fächer und Hilfe bei Lern­schwierig­keiten. Dies be­inhaltet auch Pro­be-Tests, Übungs­schul­arbeiten, Lern­ziel­kontrol­len und Freizeit­pädagogik. Em­me­rich Gärtner-Hor­vath:

Das Projekt bietet Unterstützung für Schülerinnen und Schüler der Primar­stufe sowie der Sekundar­stufen 1 und 2. Die Schülerin­nen und Schüler kommen ent­weder selbst­ständig nach Schulende oder werden von weiter ent­fernten Schulen mit einem Projektbus ab­geholt. Während der Lern­betreuung er­­halten die Kinder Mahlzeiten und werden an­schlie­ßend individuell bei ihren Aufgaben unter­stützt. Es werden spe­zielle Übungen durch­geführt, um auf Prüfungen vor­zu­bereiten und das Selbst­bewusst­sein der Kinder durch positive Lern­erfolge zu stärken. Die Betreu­erinnen halten engen Kontakt zu den Lehrerin­nen und Lehrern sowie den Eltern, um indi­viduelle Förder­maß­nahmen zu ent­wickeln. In der Lernbetreuung sind eine Vollzeitkraft und eine Halbzeit­­kraft fest an­gestellt, zu­sätzlich gibt es zwei ehren­amtliche Mit­ar­beiterin­nen. Derzeit werden 23 Kinder betreut. Aufgrund der Digita­lisierung im Unter­richt werden immer mehr com­puter­unter­stützte Lern­ein­heiten durch­geführt. Read the rest of this entry »

Romani Ora (21.9. und 22.9.2023)

September 22nd, 2023  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 21.9.2023 (mp3)

Die Burgenland-Romni Petronella Holdosi erzählt im Interview mit Marcel Horvath über ihre Kindheit und Er­fahrun­gen als Volks­grup­pen­zu­ge­hörige. Kleinmürbisch im Be­zirk Güssing ist der dies­malige Schau­platz unse­rer „Mri his­to­ri­ja“-Reihe. Durch die Sen­dung führt Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 22.9.2023 (mp3)

In der Freitagsausgabe der „Romani Ora“ hören Sie wie immer den Ver­anstal­tungs­kalen­der und die Volks­grup­pen­nach­rich­ten. In der Jugend­sendung berich­tet Ihnen Adi Gussak, in wel­chen Bereichen Künst­liche Intel­ligenz auf dem Vor­marsch ist.

Jahresbericht zu Antiziganismus in Deutschland

September 21st, 2023  |  Published in Dokumente & Berichte, Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte

Jahresbericht 2022Die deutsche bundesweite Melde- und Infor­ma­tions­stelle Anti­ziga­nis­mus (MIA) ver­öffent­licht ihren ersten Jahres­be­richt (für das Jahr 2022) zu anti­ziga­nis­ti­schen Vor­fäl­len in Deutschland

→Download: Jahresbericht (pdf)

Für das Jahr 2022 haben MIA und ihre regiona­len Melde­stellen bundes­weit ins­gesamt 621 anti­ziganis­tische Vorfälle erfasst. Die für das Jahr 2022 er­fassten Vorfälle zeigen, dass Anti­ziganis­mus für Betrof­fene all­täglich ist. Jeder vierte Vorfall (158 Fälle) lässt sich dem Alltag zu­ord­nen. Auch im Wohn­kon­text (121 Fälle) sowie im Umgang mit Be­hörden (119 Fälle) sind zahl­reiche Vor­fälle er­fasst worden.

Bei den Vorfällen stechen besonders zwei Aspekte ins Auge: Mehr als die Hälfte der Vor­fälle fiel auf die Vorfall­art der Dis­krimi­nie­rung. Etwa die Hälfte der Fälle anti­ziga­nis­tischer Dis­krimi­nierung fand auf insti­tu­tio­neller Ebene statt. Beson­ders gra­vie­rende Vorfälle fanden sich im Kontext von Polizei, Jugend­amt, Job­center sowie von kom­munalen Ver­waltun­gen, die für die Unter­bringung von Ge­flüchteten zu­ständig sind. Dass so viele der Vorfälle im Kontext von staat­lichen Behörden statt­finden, zeigt die immense Lücke des All­ge­meinen Gleich­be­hand­lungs­ge­setzes (AGG) auf, welches sich aktuell auf den Bereich des privaten Rechts be­schränkt. MIA fordert eine Reform des All­gemeinen Gleich­be­hand­lungs­ge­setzes, so dass Dis­krimi­nierung durch staat­li­che Behörden ge­ahndet werden kann.

Die zweite auffällige Entwicklung ist der Antiziganismus gegenüber geflüch­teten Roma aus der Ukraine. Die Be­nach­teili­gung von ukrai­nischen Roma durch­zieht ver­schiedene Lebens­bereiche von der Einreise über die Unter­bringung bis hin zum Bildungs­bereich. Read the rest of this entry »

Romani Ora (19.9. und 20.9.2023)

September 20th, 2023  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 19.9.2023 (mp3)

Im Tagesthema hören Sie einen Beitrag über eine Spenden­aktion des Vereins Lebenszeichen unter der Leitung der Romni Nadine Papai, die den Kindern der Außer­schuli­schen Lern­betreuung des Vereins Roma-Service in Oberwart zu­gute­kommt. Und in „Minden­fe­litiko“ erfah­ren Sie hilf­reiche Tipps, wie Sie ihr Immun­system auf die bevor­stehende Er­kältungs­zeit stärken und unter­stützen können. Mo­de­riert von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 20.9.2023 (mp3)

Eine Delegation aus Slowenien mit rund 15 Perso­nen be­suchte die Bezirks­haupt­stadt Oberwart. Die Roma be­suchten den Verein Roma-Service, um einen Einblick in die Bil­dungs- und Gedenk­arbeit zu er­halten. Details dazu hören Sie im Tages­thema. Und in der Jugend­sen­dung stellt Adi Gussak die Frage, wie wich­tig der Führer­schein für junge Men­schen ist.

EMRO: Empowerment-Projekt in Graz

September 20th, 2023  |  Published in Einrichtungen, Interview, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
4.9.2023 |
(on demand)

EMRO Steiermark (Foto: Mario Czory)Wie das Bundesministerium für Arbeit und Wirt­schaft im Vor­jahr be­schloss, sollen Roma und Rom­nja, Sinti und Sin­tize auch zu­künf­tig ar­beits­markt­poli­tisch ge­för­dert wer­den. Im Zu­ge einer Son­der­richt­li­nie zur För­de­rung dieser Ziel­grup­pe wur­den ös­ter­reich­weit meh­re­re Pro­jek­te ins Le­ben ge­ru­fen. So auch in der Stei­er­mark.

EMRO – Empowerment für Roma und Romnia“ (→Pro­jekt-Fol­der) heißt das Arbeits­markt­projekt der Caritas Steiermark. Schwer­punkte sind die Ent­wick­lung und Um­setzung von Maß­nahmen zur Quali­fi­zierung von Roma und Romnja, Sinti und Sintize. Ge­leitet wird das Pro­jekt von Michael Teichmann (u.a. Mit­arbei­ter von Roma-Ser­vice und dROMa, Anm. d. Red.)

Für Teichmann, der auch schon am ersten Arbeitsmarkt­projekt der Caritas Steier­mark be­teiligt war, ist die Be­ziehungs­arbeit der Kern des Erfolgs. Der Schlüssel läge, so der Projekt­leiter, in der erfolg­reichen Zu­sammen­arbeit mit Kolle­gin­nen und Kol­legen aus der Roma-Com­mu­nity selbst. So werden Klien­tinnen und Klienten von den Rom­nja Tina Friedreich und Csilla Höfler be­treut. Read the rest of this entry »

Romani Ora (18.9.2023)

September 18th, 2023  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 18.9.2023 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag mit den zwei­sprachi­gen Volks­gruppen­nach­richten und Kultur am Montag/Kul­tura het­vi­na­te. Darin hören Sie heute Infos über den un­er­reich­ten und revo­lutio­nä­ren Django Reinhardt. Durch die Sen­dung führt Sie wie ge­wohnt Mo­dera­torin Tina Nardai.