Januar 17th, 2025 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 13.1.2025 (mp3)
Der „Romani Ora“-Musikmontag ist der ideale Start mit der vielfältigsten Roma-Musik in die neue Woche. Dazu hören Sie die Volksgruppennachrichten und unsere Kulturrubrik „Kultura hetvinate“.
Anhören: →Sendung vom 14.1.2025 (mp3)
Im Tagesthema ist Radio MORA im Gespräch mit Frau Brigitte Weber, der Landessprecherin der Initiative „mehr demokratie!“. Außerdem hören Sie ein abwechslungsreiches „Mindenfelitiko“ und die erlesenste Roma-Musik. Die Sendung wird moderiert von Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 15.1.2025 (mp3)
Im Beisein von Soziallandesrat Leonhard Schneemann wurde die neue „Alles Clara“-App präsentiert. Sie soll die Kommunikation zwischen Pflegebedürftigen und Pflege- und Sozialarbeitern im Burgenland erleichtern.
Anhören: →Sendung vom 16.1.2025 (mp3)
Seit Juli 2024 kommt es auf Wiener Friedhöfen zu Grabschändungen. Betroffen davon sind auch viele Gräber von Sinti, Roma und Lovara. Im Interview hören Sie die Roma- und Sinti-Seelsorgerin Natalie Bordt. Sie unterstützt die Hinterbliebenen. Durch die Sendung führt Sie Tina Nardai.
Januar 16th, 2025 |
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Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Wissenschaft
Das kürzlich in Innsbruck erschienene „Gaismair-Jahrbuch 2025“, herausgegeben von Horst Schreiber und Elisabeth Hussl, umfasst einen Schwerpunkt über den „Genozid an den Roma und Sinti in der NS-Zeit und seine Nachwirkungen in Österreich“ mit folgenden Beiträgen:
Gerhard Baumgartner: Marginalisierung, Verfolgung und Ermordung der österreichischen Roma und Sinti, S. 69–84
Herbert Brettl: Die Erinnerungslandschaft des Roma-Genozids in Österreich, S. 85–97
Mirjam Karoly: Gegen das Vergessen – für eine gleichberechtigte Zukunft! Rom:nja in Österreich, S. 98–105
Peter Pirker: Jenische Deserteure der Wehrmacht, S. 106–123
In einem Einleitungstext stellt Patrick Siegele die vier Aufsätze vor:
[…] Den Beginn macht der Historiker Gerhard Baumgartner, er beschreibt in seinem Beitrag „Marginalisierung, Verfolgung und Ermordung der österreichischen Roma und Sinti“, wie bereits in der Habsburger-Monarchie der Grundstein für die spätere Diskriminierung und Verfolgung österreichischer Roma gelegt wurde. Pseudowissenschaftliche Untersuchungen sollten belegen, dass Roma und Sinti zu vererbtem „kriminellen und asozialen Verhalten“ neigen. Dies führte dazu, dass sie zunehmend ins Visier der Polizeiarbeit gerieten und antiziganistische Verordnungen und Gesetze eingeführt wurden, die in vielen Fällen die Grundlage für die spätere Verfolgung und Ermordung durch die Nationalsozialisten bildeten. Baumgartner beschreibt die schrittweise Entrechtung, Ausgrenzung und Ausbeutung der Roma, die ab 1938 zu ersten Deportationen österreichischer Roma und Sinti in Konzentrationslager führten. Von den etwa 11.000 österreichischen Roma und Sinti haben nur rund 1.000 die NS-Zeit überlebt.
Wie lange den Roma und Sinti die Anerkennung als Opfer der rassistischen NS-Verfolgung, und somit eine Entschädigung nach dem Opferfürsorgegesetz versagt blieb, schildert Herbert Brettl in seinem Beitrag „Die Erinnerungslandschaft des Roma-Genozids in Österreich“. Da Roma und Sinti aufgrund der rassistischen Verfolgungspolitik der Nationalsozialisten als „vorbestraft“ galten und „Zigeunerlager“ wie Lackenbach nicht als Konzentrationslager anerkannt wurden, dauerte es bis in die 1980er-Jahre, dass die Verfolgung und Ermordung der österreichischen Roma allmählich Teil der offiziellen Erinnerungskultur wurden. Vor allem dank der Roma-Initiativen selbst, setzte ein allmählicher Wandel ein. Detailliert beschreibt Brettl in seinem Beitrag gedenkkulturelle Initiativen in sechs Bundesländern, die Beispiele für Erinnerungszeichen an den Roma-Genozid vorweisen können. Read the rest of this entry »
Januar 14th, 2025 |
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Einrichtungen
Sechs Selbstorganisationen und ein Dachverband gründen Zentralen Wohlfahrtsverbandes der Roma und Sinti Deutschland
Im September 2024 wurde der Zentrale Wohlfahrtsverband der Roma und Sinti in Deutschland (ZWRSD) in Berlin gegründet. Die offizielle Eintragung ins Vereinsregister erfolgte am 25.11.2024. Für diesen historischen Schritt haben sich sechs Selbstorganisationen und ein Dachverband als Gründungsmitglieder zusammengeschlossen: Carmen e.V. aus NRW, Pro Sinti und Roma e.V. aus Baden-Württemberg, Roma Center e.V. aus Niedersachsen, Romani Kafava e.V. aus Hamburg, RomaniPhen e.V. aus Berlin, Romanity e.V. aus Bayern sowie der Bundes Roma Verband e.V., der Dachverband der migrantischen und neuen deutschen Roma in Deutschland.
„Mit der Gründung des Wohlfahrtsverbandes schließen wir eine große Lücke in den bestehenden Strukturen der Sozialverbände. Der Zentrale Wohlfahrtsverband wird künftig die Interessen der Roma und Sinti in sozialpolitischen Belangen bundesweit vertreten“, sagt Kjemal Ahmed, der zum 1. Vorsitzenden des Verbandes gewählt wurde. Vielfach erleben Roma und Sinti Diskriminierung und Ausschlüsse in den bestehenden Strukturen der sozialen Arbeit und Wohlfahrtspflege. Zu dem Ergebnis kam auch der Bericht der Unabhängigen Kommission Antiziganismus, der 2021 veröffentlicht und zuvor von der Bundesregierung in Auftrag gegeben wurde. Um diesen Diskriminierungsmechanismen entgegenwirken, verfolgt der Verband den Grundsatz „Nothing about us without us“. Ziel des Wohlfahrtsverbandes ist es, bereits vorhandene Expertisen der bundesweit tätigen Selbstorganisationen in den Beratungsbereichen Wohnen, Bildung, Arbeit und Gesundheit zusammenzuführen, sowie eine Professionalisierung durch Entwicklung von gemeinsamen Standards der Beratung, durch Weiterbildungsangebote und ein Konzept für Qualitätsentwicklung und Evaluation zu schaffen. Read the rest of this entry »
Januar 12th, 2025 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 8.1.2025 (mp3)
In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ erfahren Sie mehr über die Gedenkveranstaltung für die NS-Opfer in Oberpullendorf. Organisiert wurde diese von der Roma-Volkshochschule in Kooperation mit dem Burgenländisch-Ungarischen Kulturverein. Durch die Sendung führt Sie Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 9.1.2025 (mp3)
Gewicht zu verlieren und sich gesünder zu ernähren, diese Neujahrsvorsätze stehen bei vielen Menschen sehr hoch im Trend. Im Tagesthema dieser „Romani Ora“ haben wir mit einem Ernährungsexperten gesprochen, der uns verrät, wie man langfristig und gesund, durch vitalstoffreiche Ernährung, seine Ziele erreichen kann. Und die Kategorie „Mri historija“ hören Sie auch.
Anhören: →Sendung vom 10.1.2025 (mp3)
Die Freitagsausgabe der „Romani Ora“ auf Radio MORA verspricht Ihnen wieder die besten Ausgehtipps der Region Oberwart im Veranstaltungskalender. Und in der wöchentlichen Jugendsendung „Young, wild & free – le ternenge“ mit Adi Gussak erfahren Sie mehr über den US-Film „Avatar 3 – Fire and Ash“.
Januar 10th, 2025 |
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Facts & Figures, Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte
Im Kriminalitätsdiskurs der italienischen Presse wird, wenn von Roma die Rede ist, besonders häufig die Bezeichnung nomadi verwendet.
(Quelle)
Januar 10th, 2025 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 30.12.2024 (mp3)
Am Musikmontag der „Romani Ora“ wird mit abwechslungsreicher Musik auf Silvester eingestimmt. Die Sendung wird moderiert von Adi Gussak.
Anhören: →Sendung vom 31.12.2024 (mp3)
In der letzten Ausgabe der „Romani Ora“ vor dem Jahreswechsel haben wir für Sie das Jahr 2024 im Burgenland rückblickend zusammengefasst. Außerdem gibt es wie immer die beste Musik zu hören.
Anhören: →Sendung vom 2.1.2025 (mp3)
Mit dieser Sendung startet die „Romani Ora“ schwungvoll ins neue Jahr. Im Tagesthema erwartet Sie ein Beitrag über Neujahrsvorsätze. Durch die Sendung führt Adi Gussak.
Anhören: →Sendung vom 3.1.2025 (mp3)
In der „Romani Ora“ vom 3. Jänner 2025 gibt es in der Jugendsendung „Young, wild & free – le ternenge“ einen Beitrag über Sport in der Jugend zu hören. Dazu der Veranstaltungskalender mit den besten Ausgehtipps und die beste Musik.
Anhören: →Sendung vom 7.1.2025 (mp3)
In dieser Ausgabe hören Sie, wie jeden ersten Dienstag im Monat, die „Atempause mit Regina“. Sie erzählt uns darin, was es mit den Neujahrsvorsätzen auf sich hat, warum wir Sie uns vornehmen, wir sie aber, in den meisten Fällen, nicht ganzjährig umsetzen können. Dazu liefert Ihnen Tina Nardai die besten Roma-Songs.
Januar 8th, 2025 |
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Jugend & Bildung, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 7.1.2025 | 8:55 min
Roma taj Sinti ando Austritiko sikadipeskero sistemo
Ande ada ardipe Tschibtscha/TV Erba terdscharas amen duj filmtscha andar o trin divesengero mulatintschago DERLA/Erinnern.at andi koperacija le farajnistar Roma-Service taj PH Burgenland angle.
In dieser Ausgabe von Tschibtscha/TV Erba stellen wir Ihnen zwei Beiträge aus der dreiteiligen Veranstaltung von DERLA/Erinnern.at in Kooperation mit dem Verein Roma-Service und der PH Burgenland vor.
(Beitrag: TV Erba)
Januar 5th, 2025 |
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Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte
In der Nacht vom 31. Dezember auf den 1. Jänner wurde der Eingangsbereich der „Sinti Union Schleswig-Holstein“ in Neumünster durch eine Explosion schwer beschädigt, die vermutlich durch nicht genehmigte Böller verursacht wurde. Verletzt wurde niemand. Die Polizei schließt einen politischen Hintergrund nicht aus. In einem Aufruf bittet die „Sinti Union Schleswig-Holstein“ eventuelle Zeugen, sich zu melden.
Sinti Union SH, 3.1.2025:
Die Wucht der Explosion zerstörte größtenteils die Fensterscheiben der beiden Eingangstüren sowie die darüber liegenden Glaselemente vollständig. Auch die hölzernen Kreuzverstrebungen in den Fenstern (über den Türen) wurden erheblich beschädigt. Der Briefkasten der „Sinti Union SH“ wurde ebenfalls durch die Explosion zerstört. Die Überdachung über dem Eingang, die mit Paneelen bedeckt war, wurde stark beschädigt. Auch die dort installierte Lampe funktioniert nicht mehr. Eine Jalousie an einer der Türen ist defekt. Die große Fensterscheibe, an der Plakate zum Thema Widerstand im Holocaust angebracht sind und die sich zwischen den beiden Eingangstüren der „Sinti Union SH“ befindet, wurde beschädigt und weist mehrere Risse im Glas auf. In den Innenräumen beider Räumlichkeiten liegen überall Glassplitter, die durch die Explosion entstanden sind.
Der Vorfall hat deutliche Schäden an der Struktur und Sicherheit der Eingangsbereiche hinterlassen. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, da sich zum Tatzeitpunkt niemand in den Räumlichkeiten befand. Normalerweise sind wir – vor allem als ehrenamtlich Tätige – auch an Feiertagen wie z. B. in der Weihnachtszeit bis spätabends im Büro, um zu arbeiten. Obwohl niemand vor Ort war, sitzt der Schock tief. Die Feuerwehr hat die Türen und Fenster bereits provisorisch mit braunen Spanplatten gesichert. Eine Anzeige wurde gestellt, und die Kriminalpolizei hat bereits Beweise gesichert und ermittelt nun in diesem Fall. Wenn Sie etwas gehört oder gesehen haben, melden Sie sich bitte bei uns und/oder der Kriminalpolizei.
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Januar 3rd, 2025 |
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Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 2.1.2025 | 7:03 min
Genozid an den Roma und Sinti während des Nationalsozialismus
Valami 500.000 europitike Roma taj Sinti maschkar o bersch 1938 taj 1945 le nacijonalsocijalistendar tradim, ledschim taj murdarde ule. O Roma taj Sinti argranicalim ule, on iste mujsinipeskeri buti kernahi use o gadsche, bauninipeskere thana sar upro droma taj industrija. But lendar odoj pumaro ileto iste mukle.
Rund 500.000 europäische Roma, Romnja und Sinti, Sintizze wurden zwischen 1938 und 1945 Opfer einer rassistischen Verfolgungspolitik deutscher Nationalsozialisten und ihrer Verbündeten. Roma und Sinti wurden diffamiert und ausgegrenzt, zur Arbeit auf Bauernhöfen, Baustellen und in der Industrie gezwungen, sie starben in Zwangsarbeits- und Konzentrationslagern und wurden in Vernichtungslagern getötet. Im Burgenland lebten 1938 in zahlreichen Siedlungen etwa 8.000 der 11.000 österreichischen Roma und Sinti – zumeist in bedrückender Armut, behördlich schikaniert und ausgegrenzt. Die NS-Verfolgung überlebten nur wenige hundert, die nach 1945 unter großen Schwierigkeiten ihre Gemeinschaften wieder aufzubauen versuchten. Read the rest of this entry »
Januar 3rd, 2025 |
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Musik, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 2.1.2025 | 6:41 min
Traditioneller Roma-Advent in Oberwart
O tradicijoneli Roma-Advent imar but berscha tel likerdo ol, kaj o terdschojipe la flogoskera grupnatar le Romendar na naschado te ol sar te i tradicija taj kultura la flogoskera grupnatar le Romendar taj Sintijendar te sorarel. O terdschojipe la kulturatar la flogoskera grupnatar le Romendar ando pradipe esbe lim te ol. „Ada bersch o moto „35 berscha Romengero micinipe andi Austrija“ hi.
Der traditionelle Roma-Advent wird schon seit vielen Jahren veranstaltet, um den Stellenwert der Volksgruppe der Roma nicht zu verlieren sowie die Tradition und Kultur der Volksgruppe der Roma und Sinti zu stärken und in der Öffentlichkeit erlebbar zu machen. Heuer fand der Roma-Advent unter dem Motto „35 Jahre Roma-Bewegung in Österreich“ im Offenen Haus Oberwart statt. Read the rest of this entry »
Dezember 30th, 2024 |
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Facts & Figures, Geschichte & Gedenken
Im Osmanischen Reich wurde die Sondersteuer, die Nicht-Muslime zu entrichten hatten, lange Zeit auch muslimischen Roma abverlangt.
(Quelle)
Dezember 28th, 2024 |
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Einrichtungen, Medien & Presse, dROMa (Magazin)
JUBILÄUM 2024
I maschina bajder pe micinel | Die Maschine surrt weiter
Jek falato palo kija falato, o tikno farajn Roma-Service pedar o berscha, use jek multimedijakeri maschina la flogoskera grupnake pe irintscha. Eloschno angle pe micinel – le farajniskere ardiptschenca, ham te butvar tschak ojs partneri ando palutno terdschojipe.
O farajn ande leskere bisch berscha, jek bulho medijali dipe andar i phuv asdija, savo dur pedar o Burgenland virkinel: o dschumimo magacin dROMa, o online formato dROMa-Blog taj o videjoskero phukajipe andar dROMa TV vaj Tschibtscha/TV Erba. Use al, o Romani-tschavengero papruschengero nevipe Mri nevi MiniMulti, savo andi koperacijona la flogoskera utscha ischkolaha le burgenlanditike horvackendar kerdi ol, i Romani-tschavengeri biblina, savi ojs feschtimo kerdo hefltinakero redo ari alo, o duj bulhe prik dschivdengere-edicijontscha (Mri taj Amari Historija) taj te jek thajipeskeri- taj jek dschilajipeskeri kenva. Taj use, sako di meg prikbeschariptscha taj mejdiniptscha le radijoskere magaciniske Romani Ora taj la flogoskera grupnakera riktschake taj le Romengere sendungtschenge le ORFistar, pedar amaro stolo dschan. O vodschi la naschta produkcijonatar ham usar o kesdipe, o duj tschibtschakero papruschengero nevipe dROMa sina, savo akan bisch berscha hi. Sajt 2004, o magacin vodinaschi la flogoskera grupnatar taj la farajniskera butjatar hi, o cile pharipeskere punktscha taj o barikane aunpaschlojiptscha, ande leskere ardiptscha papal sikan pumen. Upreklerinipe taj dokumentacijona, sikadipeskeri- taj socijali buti, historischi gondo taj palgondolipe, butvar ham o keripe, i tschib Roman (Burgenland-Romani) anglo armeripe upre te likerel – andi publikacijonakeri buti le farajnistar Roma-Service, upro riktscha le papruschengere nevipestar dROMa, ada sa khetan naschel.
Stück für Stück hat sich der kleine Verein Roma-Service über die Jahre zu einer Multimediamaschine für die Volksgruppe gewandelt. Gut geölt surrt sie vor sich hin – mit den vereinseigenen Veröffentlichungen, aber oft auch leise als Partner im Hintergrund.
Der Verein hat in den zwanzig Jahren seines Bestehens ein breites mediales Angebot aus dem Boden gestampft, das weit über das Burgenland hinaus wirkt: das Printmagazin dROMa, das Onlineformat dROMa-Blog und die Videoberichterstattung von dROMa TV bzw. Tschibtscha/TV Erba. Dazu kommen die Romani-Kinderzeitschrift Mri nevi MiniMulti, die in Kooperation mit der Volkshochschule der Burgenländischen Kroaten entsteht, die Romani-Kinderbibel, die als bunt illustrierte Heftreihe erschien, zwei umfangreiche Zeitzeugen-Editionen (Mri und Amari Historija) sowie ein Koch- und ein Liederbuch. Und obendrein wandern tagein, tagaus auch noch Übersetzungen und Meldungen für das Radiomagazin Romani Ora und die Volksgruppenseite und Romasendungen des ORF über unseren Schreibtisch. Read the rest of this entry »
Dezember 27th, 2024 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 23.12.2024 (mp3)
In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ gibt es eine Menge an Musik zu hören, die auf den Heiligen Abend einstimmt. Die Sendung wird moderiert von Adi Gussak.
Anhören: →Sendung vom 24.12.2024 (mp3)
In der „Romani Ora“ vom 24. Dezember, moderiert von Adi Gussak, erwartet Sie als Tagesthema ein Beitrag über den Weihnachtszirkus ,,Circus Vegas“ in Oberwart. Außerdem Musik, passend zur Weihnachtsstimmung.
Anhören: →Sendung vom 27.12.2024 (mp3)
In dieser Freitagsausgabe der „Romani Ora“ haben wir den Veranstaltungskalender mit den besten Ausgehtipps für Sie vorbereitet. Und in der Jugendrubrik „Young, wild and free – le ternenge“ wird das Thema Pyrotechnik behandelt.
Dezember 23rd, 2024 |
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Interview, Literatur & Bücher, Romani, Wissenschaft, dROMa (Magazin)
SPRACHE | TSCHIB
Jek nevi Romani-alavengeri kenva rodel palo kesdiptscha
Duj tschibtschakere forschertscha jek barikani buti kerde: jek etimologischi alavengeri kenva le Romanijistar. Pantsch berscha paloda terdschol akan anglo kisetinipe. Amen le Miša Osloniha (polnitiki akademija le visenschoftendar) taj le Kirila Kožanoviha (universiteta Potsdam) vakertscham.
dROMa: So o aundefinipe uso projekto dija?
O gondo andar jek schutscho koja alo: Amenge hatek asaj alavengeri kenva pekal. Dschi uso bersch 2019 imar poar Romani-dijalektscha schtudirintscham, taj amaro interesi upre aja igen schukar tschib use jek punkto alo, kaj amen palo kesdiptscha taj o entviklinipe adale dijalektschendar te rodel kamahahi. Kekej but upri etimologija le Romanijistar butschalinde (Pott, Miklosich, Turner, Boretzky, tschak poar te akarel), na dija jek kisetimo butschalinipe. Hatek amen akor phentscham, hot jek etimologischi alavengeri kenva keras. Erschtivar, amen o amenge prindscharde „phure“ (a. b. indischi, persischi, armenischi, taj te grecijakere taj sudslavitike) alava khetan kedijam taj kesdintscham, jek bulhi historija sakonestar te pisinel. Amen odotar ar dschas, hot odola alava le cile Romenge dschi use lengero hintinipe usar o Balkan ando 15to schelberschengero, prindscharde sina.
Kitschi alava hi?
Ande amari alavengeri kenva valami 1.200 „ficki“ del, a. b. jek vurclina mindenfelitike odotar tel vodime alavenca, kaj ando kisetinipe poar eseri alava analisirim hi. O cile, valami 50 dijalektschendar kiposim on. Afka tschak na dikes, katar o alav al, hatek tu akor te dikes kaj lo and beschardo ol. Pedar ari, sakona historijake sakone alavestar ande leskere mindenfelitike schtadiji palal dschas, kaj jek angleterdschojipe odolestar te uschtides, sar o phure dschene le Romendar ando mindenfelitike cajtscha, vakernahi. Butvar tschak i historija jeka tschibtschatar i historija le manuschendar, save la vakeren, schaj sikal. Ada but alavenge terdschol, save o igen „phure Roma“ andar o tschibtscha getschen line, savenca on upre lengeri dugi roas andar i Indija andi Grecija ando kontakto ale. Read the rest of this entry »
Dezember 22nd, 2024 |
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Facts & Figures, Geschichte & Gedenken, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Ab 1974 war Betteln in Österreich durch Aufhebung des Landstreichergesetzes von 1885 wieder erlaubt. Tirol und Salzburg erließen daraufhin eigene generelle Bettelverbote.
(Quelle/pdf)
Dezember 21st, 2024 |
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Interview, Literatur & Bücher, Romani, Wissenschaft, dROMa (Magazin)
SPRACHE | TSCHIB
Ein neues Romani-Wörterbuch sucht nach den Ursprüngen
Auf eigene Faust machten sich zwei Sprachforscher an eine Herkulesarbeit: ein etymologisches Wörterbuch des Romani. Fünf Jahre später steht es vor dem Abschluss. Wir haben mit Michail Oslon (Polnische Akademie der Wissenschaften) und Kirill Kožanov (Universität Potsdam) gesprochen.
dROMa: Was gab den Anstoß zum Projekt?
Die Idee entstand auf recht prosaische Weise: Wir benötigten einfach ein solches Wörterbuch. Bis zum Jahr 2019 hatten wir bereits einige Romani-Dialekte studiert, und unser Interesse an dieser wunderschönen Sprache hatte einen Punkt erreicht, an dem wir den Ursprung und die Entwicklung dieser Dialekte ergründen wollten. Obwohl viele an der Etymologie (Wortgeschichte) des Romani gearbeitet haben (Pott, Miklosich, Turner, Boretzky, um nur einige zu nennen), gab es keine vollständige Bearbeitung. Wir beschlossen also, ein etymologisches Wörterbuch selbst zu verfassen. Zuerst sammelten wir alle uns bekannten „alten“ (d. h. indischen, iranischen, armenischen sowie teilweise griechischen und südslawischen) Wörter und begannen, eine umfassende Geschichte von jedem zu schreiben. Wir gehen davon aus, dass diese Wörter allen Roma bis zu ihrer Zerstreuung vom Balkan im 15. Jahrhundert bekannt waren („Gemeinwortschatz“).
Wie viele Einträge sind es?
Unser Wörterbuch besteht aus etwa 1.200 „Nestern“, d. h. einer Wurzel mit verschiedenen davon abgeleiteten Wörtern, sodass am Ende einige tausend Wörter analysiert sind. Alle werden anhand von etwa 50 Dialekten illustriert. So kann man nicht nur erfahren, woher ein Wort stammt, sondern auch wo und wie es jetzt verwendet wird. Darüber hinaus verfolgen wir die Geschichte jedes Wortes in seinen verschiedenen Stadien, sodass man eine Vorstellung davon bekommt, wie die Vorfahren der Roma zu verschiedenen Zeiten sprachen. Oft kann nur die Geschichte einer Sprache die Geschichte der Menschen, die sie sprechen, offenbaren. Dies gilt für viele Wörter, die die „Ur-Roma“ aus den Sprachen entlehnt haben, mit denen sie auf ihrer langen Reise von Indien nach Griechenland in Kontakt kamen. Read the rest of this entry »
Dezember 21st, 2024 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 16.12.2024 (mp3)
„Der Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA verspricht Ihnen eine Stunde lang die meisten und abwechslungsreichsten Roma-Songs. Genießen Sie die musikalische Vielfalt!
Anhören: →Sendung vom 17.12.2024 (mp3)
Im Tagesthema berichtet Adi Gussak diesmal über die Feier anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Roma Volkshochschule Burgenland (Website). Die Sendung wird wie gewohnt moderiert von Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 18.12.2024 (mp3)
Eine Gedenkfahrt nach Auschwitz-Birkenau wurde von der Romapastoral für Volksgruppenangehörige organisiert. Im ehemaligem Konzentrationslager wurde der ermordeten Roma und Sinti gedacht.
Anhören: →Sendung vom 19.12.2024 (mp3)
In dieser „Romani Ora“ nimmt uns Adi Gussak mit auf den Adventmarkt „Weihnacht in Oberwart“, und in unserer historischen Rubrik „Mri historija“ hören Sie heute wieder eine Lebensgeschichte eines Burgenland-Rom.
Anhören: →Sendung vom 20.12.2024 (mp3)
Die Freitagsausgabe der „Romani Ora“auf Radio MORA mit den Veranstaltungshinweisen/ Mulatintschage, den zweisprachigen Volksgruppennachrichten und der Jugendsendung, wird präsentiert von Tina Nardai.
Dezember 17th, 2024 |
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Einrichtungen, Interview, Jugend & Bildung, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Romani, dROMa (Magazin)
IM GESPRÄCH | ANDO VAKERIPE
Ekspertkija: Romani-ischkoli nan nisaj putripe
Dajakere tschibtschakere sikajipeha le Romengere-tschavenge andi Slovakija akan bara andar o drom bejg ispidim te on. O ministerijum dikel ada ojs „keripe uso bekejmpfinipe la segregacijonatar“. Ham so ada butschol? Amen usi sikadipeskeri ekspertkija Tina Gažovičová ando foro Bratislava palal phutschlam.
dROMa: Andi Slovakija akan bojd jek ischkola la sikajipeskera tschibtschaha Romani dela. (→Sikadipe: O eksperimento andar Rakúsy) Hi ada jek barikano drom?
Tina Gažovičová: O phutschajipe andi Slovakija igen brigaschno hi. Te le politischi taj interkultureli fatretertschen le Romengere-tschulipestar andi Slovakija mindenfelitike muaniniptscha use aja tema hi. Upri jek rik latscho hi, hot but Romengere-tschaven andi Slovakija Romani ojs dajakeri tschib hi taj hatek ada schaj pomoschinlahi, Romani te andi ischkola te siklol. Ande amaro ischkolakero tschatschipe o tschatschipe le tschuliptschendar ande hi, ande lengeri dajakeri tschib sikade te on, taj amen andi Slovakija jek dugi tradicija ischkolendar le ungrike tschulipeske hi. Ando peripe le Romengere-tschulipestar ada ham schoha prik beschardo na ulo, kaj tschak igen tschule Romani-meschtertscha del taj kaj o mindenfelitike dijalektscha le tel pisime Romanijistar avrijal hi. Vaschoda tschak tschule ischkoli del, ande save Romani ojs foch sikado ol, ham dschijakana nisaj ischkola, Romnijiha ojs sikajipeskeri tschib.
So gejng vakerel?
O argumento gejng ischkoli Romanijiha ojs sikajipeskeri tschib hi, hot on i segregacijona (ischkolakero artschapinipe) taj o socijali artschapinipe le Romengere-tschulipestar meg horeder keren. Ando lejcti deschberschengere i segregacijona le Romengere-tschavendar ando ischkolakero koja andi Slovakija bibastaleder uli. But gava del, ande save agun jek „keverimi“ ischkola delahi, savi Romengere- taj te slovakitike, poavar te ungrike tschibtschakere tschavendar, kher rodim ule. O gendo le slovakitikendar ande odola gava ham tel lel, taj o Roma mindig buteder on, so uso cajchn le „parne naschikeripestar“ vodintscha, kaj adi odola ischkoli tschak buter le Romengere-tschavendar kher rodim on. Read the rest of this entry »
Dezember 17th, 2024 |
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Einrichtungen, Interview, Jugend & Bildung, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Romani, dROMa (Magazin)
IM GESPRÄCH | ANDO VAKERIPE
Expertin: Romani-Schulen sind keine Lösung
Mit muttersprachlichem Unterricht sollen den Roma-Kindern in der Slowakei endlich Steine aus dem Weg geräumt werden. Das Ministerium sieht dies auch als „Beitrag zur Bekämpfung der Segregation“. Aber was bedeutet das? Wir haben bei der Bildungsexpertin Tina Gažovičová in Bratislava nachgefragt.
dROMa: In der Slowakei wird es bald eine Schule mit der Unterrichtssprache Romani geben (→mehr hier). Ist das ein sinnvoller Weg?
Tina Gažovičová: Die Frage ist in der Slowakei sehr umstritten. Auch die politischen und intellektuellen Vertreter der Roma-Minderheit in der Slowakei haben unterschiedliche Meinungen zu diesem Thema. Einerseits stimmt es, dass viele Roma-Kinder in der Slowakei Romani als Muttersprache haben und es daher für sie hilfreich sein könnte, Romani auch in der Schule zu lernen. Unser Schulgesetz beinhaltet das Recht der Minderheiten, in ihrer Muttersprache unterrichtet zu werden, und wir haben in der Slowakei eine lange Tradition von Schulen für die ungarische Minderheit. Im Falle der Roma-Minderheit wurde dies jedoch nie umgesetzt, da es nur sehr wenige Romani-Lehrer gibt und außerdem die verschiedenen Dialekte vom kodifizierten Romani abweichen. Daher gibt es nur wenige Schulen, in denen Romani als Fach unterrichtet wird, aber bisher keine mit Romani als Unterrichtssprache.
Was spricht inhaltlich dagegen?
Das Argument gegen Schulen mit Romani als Unterrichtssprache ist, dass sie Segregation (Anm.: schulische Absonderung) und sozialen Ausschluss der Roma-Minderheit weiter vertiefen. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Segregation von Roma-Kindern im Schulwesen in der Slowakei verschärft. Es gibt viele Dörfer, in denen es früher eine „gemischte“ Schule gab, die sowohl von Roma- als auch von slowakischen, manchmal auch ungarischsprachigen Kindern besucht wurde. Die Zahl der Slowaken in diesen Dörfern nimmt jedoch ab, während die Roma-Bevölkerung zunimmt, was zum Phänomen der „weißen Flucht“ geführt hat, so dass diese Schulen heute nur noch von Roma-Kindern besucht werden. Read the rest of this entry »
Dezember 16th, 2024 |
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Geschichte & Gedenken, Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Wissenschaft
Verena Meier: Sinti und Roma in Sachsen-Anhalt. Zwischen Antiziganismus und Selbstbehauptung (= QuellenNAH, Heft 9), Magdeburg 2024
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Seit 2021 veröffentlicht das Landesarchiv Sachsen-Anhalt in seiner archivpädagogischen Reihe QuellenNAH sowohl gedruckt als auch digital historische Quellen, welche die vielfältige Geschichte Sachsen-Anhalts dokumentieren. Das nun vorliegende neunte Heft widmet sich der Geschichte der Sinti und Roma in Sachsen-Anhalt und präsentiert Quellen vom 17. Jahrhundert über die DDR-Zeit bis in die Gegenwart. Diese dokumentieren die Geschichte der Sinti und Roma als Teil der deutschen Geschichte. Das Landesarchiv und seine Kooperationspartner wollen damit einen dringend notwendigen Beitrag zur historischen Aufklärung und gegen Antiziganismus leisten.
Die Materialien und Quellentexte bieten vielschichtige didaktisch-methodische Zugänge zu Geschichte und Lebenswelten der Sinti und Roma und sensibilisieren für antiziganistische Vorurteilskonstrukte in Vergangenheit und Gegenwart. Zahlreiche Bezüge zu Fachlehrplänen sowie Informationen zu außerschulischen Lern- und Gedenkorten ermöglichen den Lehrkräften, dieses breite Themenspektrum in den Unterricht einzubinden.
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