Artschijipe/Ausstellung „Man will uns ans Leben“

Februar 11th, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

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Tschibtscha | 10.2.2025 | 9:24 min

Artschijipe/Ausstellung im Offenen Haus Oberwart (OHO):- Man will uns ans Leben – Bomben gegen Minderheiten 1993–1996

Maschkar o berscha 1993 dschi 1996 uschtidine andi Austrija 25 dschene taj or­gani­saciji bom­bakere lila. Andi glajchi cajt ande Kärnten taj Burgenland trin bombi eksplo­di­rinde. Schtar dschene mule, schtar dschene sorale dukade taj enja dschene loke dukade ule. O teror gelo le tschuli­pen­gere dsche­nenge taj politisch humanistischi pomo­scha­goschen­gere niposke. O lek phareder mur­daripe sina Erbate, kaj o Josef Simon, Karl Horvath, Erwin Horvath taj o Peter Sarközi duach jek bomba mur­darde ule. On kamnahi i tablina kaj upre pisim sina „Roma zurück nach Indien“ beig te lel taj i bomba eksplo­di­rin­tscha.

Jek artschijipe la Initiative Minderheiten andi kopera­cija le Volks­kunde Mu­se­jumiha Betschi, le Kärnten Muse­jumiha taj le Prado Kher Erbaha. O artschi­jipe andar o 11.2 dschi 23.3.2025 te dikel hi: Keden dschi paruschtun 9:00 dschi 14:00 orenge.

Zwischen den Jahren 1993 und 1996 erhielten in ganz Österreich ins­ge­samt 25 Perso­nen und Organi­satio­nen explo­sive Post. Im gleichen Zeitraum deto­nierten in Kärnten und im Burgenland drei Spreng- bzw. Rohr­bomben. Die An­schläge hatten vier Tote, vier lebens­gefähr­lich Verletzte und neun Ver­letzte zur Folge. Der Terror adres­sierte aus­schließ­lich Minder­heiten­an­ge­hörige und ihre poli­tisch-hu­ma­nisti­schen Unter­stützer:in­nen. Der fol­gen­schwerste Anschlag fand im Febru­ar 1995 im burgen­län­dischen Oberwart statt, bei dem vier Roma-An­ge­hörige einer Spreng­falle zum Opfer fielen. Josef Simon, Karl Horvath, Erwin Horvath und Peter Sarközi starben durch eine Ex­plosion, als sie eine Tafel mit der In­schrift „Roma zurück nach Indien!“ ent­fernen wollten. Obwohl die Auswahl der Adres­sat:in­nen bald auf Urheber aus dem rechten Eck schlie­ßen ließ, ge­stalte­ten sich die Er­mitt­lungen sehr lang­wierig und nahmen erst im Herbst 1997 zufällig ein Ende. Read the rest of this entry »

Die Situation der Roma in Kroatien (2023)

Februar 9th, 2025  |  Published in Hochschulschriften, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

Karl-Franzens-Universität GrazMichaela Franjo (2023): Die Situation der Roma in Kroatien – Eine Analy­se der recht­li­chen Schutz­me­cha­nis­men und der fak­ti­schen Lebens­um­stände

Diplomarbeit, Karl-Fran­zens-Uni­ver­­si­tät Graz (Rechtswissenschaftliche Fakultät), 131 S.

→Download der UB Graz (pdf)

Abstract (Link):

Die vorliegende Arbeit untersucht die rechtlichen Schutz­mecha­nis­men und die fakti­schen Lebens­um­stände der Roma in Kroatien in den Be­reichen Wohnen, Bildung und Arbeit. Vielmehr besteht das Haupt­ziel darin, die aktuellen Heraus­for­derun­gen, mit denen Roma in diesen Bereichen kon­fron­tiert sind, zu iden­ti­fizieren und auf­zu­zeigen. Im all­gemeinen Teil wird deshalb zunächst als theo­reti­scher Einstieg der Begriff „juristische Min­der­heit“ er­läutert und eine Unter­schei­dung zwischen ethnischen, religiösen und sprach­li­chen Minder­heiten vor­ge­nommen. An­schlie­ßend wird der in dieser Arbeit ver­wendete Minder­heiten­begriff fest­gelegt und der in Kroatien ver­wendete Minder­heiten­begriff sowie der Begriff „Roma“ erläutert. Im beson­deren Teil der Arbeit werden die drei Berei­che – Wohnen, Bildung und Arbeit – unter­sucht. Es werden die rele­vanten recht­lichen Rahmen­be­din­gun­gen auf inter­nationaler, euro­päischer und natio­naler kroatischer Ebene erläutert und die tat­säch­li­che Lage der Roma auf­gezeigt. Read the rest of this entry »

Romani Ora (31.1., 3.2., 4.2., 5.2. & 6.2.2025)

Februar 8th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 31.1.2025 (mp3)

Die Freitagsausgabe der „Romani Ora“ beinhaltet den Ver­anstal­tungs­ka­lend­er für die Re­gion Oberwart und die besten Roma-Songs aus aller Welt. In der Jugend­sen­dung erfah­ren Sie, wie junge Men­schen mit dem Roma-Attentat von Oberwart um­gehen und was sie darüber wissen.


Anhören: →Sendung vom 3.2.2025 (mp3)

Im neuen „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA hören Sie neben den zwei­sprachi­gen Volks­grup­pen­nach­rich­ten die ab­wechs­lungs­reichste und viel­fäl­tigste Roma-Musik.


Anhören: →Sendung vom 4.2.2025 (mp3)

Im Tagesthema nehmen wir sie mit auf die 33. „Baumesse Oberwart“, und Zeit zum Ent­spannen bieten wir Ihnen in „Reginas Atem­pause“. Durch die Sendung führt Sie wie ge­wohnt Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 5.2.2025 (mp3)

Die „Romani Ora“ mit Tina Nardai auf Radio MORA beinhaltet im aktuel­len Tages­thema die Prä­senta­tion der Er­geb­nisse der Bürger­beteili­gung „Oberwart 2035“ (mehr hier).


Anhören: →Sendung vom 6.2.2025 (mp3)

Die Gedenkeier anlässlich des 30. Todestages der Roma-At­ten­tats­opfer von Oberwart wurde dieses Jahr von der Roma­pastoral mit einem Gedenk­marsch und Festreden orga­nisiert. Mehr darüber hören Sie im Tages­thema dieser Aus­gabe der „Romani Ora“.

Amen sam Roma / Wir sind Roma

Februar 8th, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Musik, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

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Tschibtscha | 7.2.2025 | 3:58 min

30 Jahre Roma-Attentat in Oberwart: Wir ge­den­ken des Rohr­bom­ben­atten­tats vom 4.2.1995

Amen sam Roma, kale Roma,
            Wir sind Roma, schwarze Roma,
schukar Roma upra ada them,
            schöne Roma auf dieser Welt,
o kale atscha taj o kale bal,
            die schwarzen Augen und die schwazen Haare,
so amen Roma, Roma hi.
            die wir Roma, Roma haben.

Amen sam Roma, kale Roma,
            Wir sind Roma, schwarze Roma,
tschore Roma upra ada them,
            arme Roma auf dieser Welt,
amen o gadsche nikaj na kamnahi,
            die Nicht-Roma wollen uns nirgendwo,
taj amen sam nipo sar o avre.
            aber wir sind Menschen wie die anderen.
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Bombakero atentato amen gondolinas

Februar 7th, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen

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Tschibtscha | 6.2.2025 | 7:23 min

30 Jahre Roma-Attentat in Oberwart: Wir ge­den­ken des Rohr­bom­ben­atten­tats vom 4.2.1995

Ando scharto feberi deschenja enjavar desch taj pantschto bersch o lek bibasta­leder atentato andi dujti republik kerdo ulo. Schtar dschene la flogos­kera grupnatar le Romen­dar o Peter Sarközi, Josef Simon, Karl taj Erwin Horvath jeka bombatar mur­darde ule. Upri bomba jek tablina upre sina, le pisini­peha „Roma zurück nach Indien“. Uso proba­linipe aja tablina bejg te lel, i bomba eksplo­di­rin­tscha, savi jek falato jek rasis­tischi moti­virti serijatar le atente­te­ristar Franz Fuchs sina. Te ada bersch ando 4. feberi i Roma­pastoral uso gondo­lipes­kero mula­tin­tschago Erbate uso gon­dolipes­kero than akar­tscha le schtar Romenge, save odoj duach aja bibas­tali bomba pu­maro ileto iste mukle, te gon­dolinel.

Das tragische Attentat von Oberwart, bei dem vier Roma-Män­ner, Karl Horvath, Josef Simon, Peter Sarközi und Erwin Horvath, ihr Leben ver­loren, jährt sich in diesem Jahr zum 30. Mal. Aus diesem Anlass ludt die Roma­pastoral der Diö­zese Eisen­stadt er­neut zu einer Gedenk­feier ein, um der Opfer zu ge­denken und ein Zeichen des Respekts, der Erin­nerung und der Mah­nung zu setzen. Die Gedenk­feier begann in der Bildungs­anstalt für Elementar­päda­gogik (Dorn­burg­gasse 93), wo der erste Teil des Programms statt­fand. Nach der offi­ziellen Be­grüßung wurde eine Video­botschaft des Herrn Bundes­prä­sidenten ein­gespielt. Eine Prä­sentation von Schü­ler:innen sowie ein Impuls von Assoz. Prof. Priv.-Doz. Mag. Dr. Ursula Mindler-Steiner gab es an­schlie­ßend. Im Anschluss gab es einen gemein­samen Gedenk­marsch zur Gedenk­stätte „Am Anger“. Read the rest of this entry »

„Meine ermordete Familie“

Februar 6th, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV

Meine ermordete Familie – Sinti im Holocaust
DW Deutsch/Reporter, 2024 (12:37 min)

Sechs Millionen Juden fielen dem Hass [der Natio­nal­sozia­lis­ten] zum Opfer, aber auch An­ge­hörige anderer Gruppen, nicht zuletzt Sinti und Roma, die von den Nazis in ver­schie­de­nen euro­päi­schen Ländern gnaden­los verfolgt und meist ins KZ Auschwitz depor­tiert wurden. Schätzungs­weise 500.000 euro­päische Roma und Sinti über­lebten das NS-Regime nicht. So wie fast alle Ver­wandten von Carmen Spitta. Die Frankfurterin trägt schwer am Schick­sal ihrer Familie, doch gerade des­halb will sie deren Geschichte weiter­geben an die jün­gere Gene­ration.

Eine Reportage von Dáša Raimanová.

(Beitrag und Text: DW Deutsch)

30 Jahre Oberwart: Am Wendepunkt

Februar 5th, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte, dROMa (Magazin)

Attentat in Oberwart (Videostill: ORF)Vor dreißig Jahren entschied sich das Schicksal der Roma


In der Nacht zum 5. Februar 1995 brach mit einem Mal der alte, mör­deri­sche Hass wie­der über die Volks­gruppe herein. Vier junge Män­ner star­ben in Ober­wart durch ein ras­sis­ti­sches Bom­ben­atten­tat. Die Schick­sals­stunde der Roma wur­de auch zur Be­wäh­rungs­probe für die Re­pub­lik. Doch Ge­walt­akte ge­gen Roma gibt es noch im­mer – auch in Ös­ter­reich.

Die vier Roma starben durch eine perfide Sprengfalle, die der Rechts­terrorist Franz Fuchs in der Nähe der Ober­war­ter Roma-Sied­lung platziert hatte. Als sie ein Schild mit der Auf­schrift „Roma zurück nach Indien!“ ent­fernen woll­ten, deto­nierte der Spreng­satz: Karl Horvath (22), Erwin Horvath (18), Peter Sarközi (27) und Josef Simon (40) waren so­fort tot. Für ihre Fami­lien brach eine Welt zu­sammen; für die Volks­gruppe war es die schwerste Stunde seit dem Völker­mord. Alles, was man sich gerade erst er­kämpft hatte, stand plötz­lich auf dem Spiel.

Was fast immer geschieht

Und tatsächlich geschah, was nach Gewalttaten gegen Roma fast immer ge­schieht: Man ver­dächtigte die Roma selbst. Von einem rechts­extre­men Attentat wollten Polizei und Politik zwei Tage lang nichts wissen, statt­dessen diffa­mierte man die Opfer. Sofort war die Rede von einer blutigen „Fehde“ unter Krimi­nellen. Polizis­ten durch­suchten die Wohnun­gen der Roma-Fa­milien nach Spreng­stoff und Waffen. Innen­minister Löschnak be­feuerte Speku­latio­nen, die vier Todes­opfer hätten die Explosion wo­möglich selbst ver­schuldet – zu einem Zeit­punkt, als den Ermitt­lern längst klar war, dass sie es mit einem rassisti­schen Terror­anschlag zu tun hatten. Noch Monate später ver­suchte Jörg Haider, die Tat den Opfern selbst in die Schuhe zu schieben, indem er über krimi­nelle Machen­schaften („Waffen­geschäft“, „Auto­schieber“, „Rauschgift“) schwadro­nierte.

Die „lange, peinliche Schrecksekunde des offiziellen Öster­reichs“ (Armin Thurnher) währte jedoch nicht ewig. Bundes­kanzler und Staats­spitze stellten sich schließ­lich doch noch beherzt an die Seite der Opfer. Das Begräb­nis in Oberwart geriet zum Staatsakt; der landes­weite Schulter­schluss gegen den Terror gelang und er­mög­lichte eine Welle der Solidarität. Read the rest of this entry »

„Carmen“ im Berliner Gorki-Theater

Februar 1st, 2025  |  Published in Film & Theater, Musik

Carmen (© Ute Langkafel MAIFOTO)Gorki Theater in Berlin | Nach Georges Bizet und Henri Meilhac, Ludovic Halévy | Regie: Christian Weise | Musikalische Leitung und Arrangements: Jens Dohle | Mit Texten von Riah Knight, Lindy Larsson

Die britische Sängerin, Songwriterin und Schau­spiele­rin Riah Knight, die das Gorki-Pub­li­kum seit ihrem Auftritt 2017 in Roma Armee immer wieder be­geistert, schreibt über Carmen: „Die Roma-Gemeinschaft hat eine toxische Beziehung zu Carmen: Als eine unse­rer wenigen Ikonen, die die Jahr­hun­derte über­dauert haben, erfüllt sie jedes Stereo­typ, das jemals über uns Roma kur­sierte. Sie ist gewalt­tätig, rüpelhaft, un­gezähmt, heiß­blütig, leiden­schaftlich, diebisch, tanzt und singt sich als schwarz­haarige Femme fatale bar jeder Moral in die Betten der Männer. Und doch wird sie geliebt. Sie ist eine Wider­stands­figur, ein Symbol der Freiheit gegen die Kon­formi­tät, eine Ver­weige­rung der Opfer­rolle. Und letz­tlich das Porträt einer Frau, die ihrer Zeit voraus war.“

Am Gorki wird nun eine neue »Carmen« in einer einzi­garti­gen Dar­bietung von Lindy Larsson zu sehen sein. Larsson be­geisterte genau wie Knight bereits in Roma Armee. In der In­szenie­rung von Christian Weise wird Carmen zu einem queer-in­ter­sektio­na­len und burles­ken Stück Musik­theater. Ein neues musikali­sches Arrange­ment von Jens Dohle mit dem bedeu­ten­den Akkor­deonis­ten Dejan Jovanović re-appro­pri­iert die durch Bizet an­nek­tierten Elemente der Roma-Kultur und führt diese auf ihre Ent­stehungs­kon­texte zurück.

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Romani Ora (27.1., 28.1., 29.1. & 30.1.2025)

Januar 31st, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 27.1.2025 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA verwöhnt Sie mit der ab­wechs­lungs­reichsten Roma-Musik aus aller Welt. In dieser Stunde unter ande­rem dabei: Songs aus Rumänien, Ungarn, Nord­mazedonien, Frankreich und Österreich.


Anhören: →Sendung vom 28.1.2025 (mp3)

Die „Romani Ora“ war beim Crossover-Band­abendOff the Rails“ im Offenen Haus Oberwart dabei. Adi Gussak hat die wich­tigsten Infos der Ver­anstal­tung für Sie zu­sammen­ge­stellt. Durch die Sen­dung führt Tina Nardai


Anhören: →Sendung vom 29.1.2025 (mp3)

Im Tagesthema hören Sie Eindrücke von der Presse­kon­ferenz zur Ver­anstal­tungs­reihe „30 Jahre Roma-At­ten­tat in Oberwart“. Dazu hören Sie in der „Romani Ora“ die viel­fältigs­te Roma-Musik.


Anhören: →Sendung vom 30.1.2025 (mp3)

Die Ballsaison ist im vollem Gange. Anlässlich dessen haben wir mit Scheider­meis­te­rin Martina Mohapp ge­sprochen. Sie berich­tet uns von den Mode­trends der Ball­saison 2025. Die Sen­dung wird moderiert von Tina Nardai.

Rechtsextremismus-Bericht: Antiziganismus

Januar 29th, 2025  |  Published in Dokumente & Berichte, Rassismus & Menschenrechte

Collage: rechte Agitation in Österreich (Bild: DÖW)2023 beauftragten Innen- und Justizministerium das Doku­men­ta­tions­archiv des öster­reichi­schen Wider­stan­des (DÖW) in Wien mit der Erstel­lung eines jähr­lichen Rechts­extre­mis­mus-Be­richts. Die Er­geb­nisse des ersten um­fang­rei­chen Be­richts wurden nun prä­sentiert (→zum Download). Wir haben nach­ge­schaut, in­wie­weit darin auch auf Rassismus gegen Roma und Sinti (Anti­ziganis­mus, Antiromaismus, Romafeindlichkeit) Bezug ge­nom­men wird. Im Fol­genden finden Sie einen Überblick über die be­tref­fenden Passagen:

Auf S. 64/65 verweist der Bericht auf die Internet-Agitation der neo­nazis­tischen Gruppe Un­wider­stehlich. Diese sei unter ande­rem von roma­feind­licher Hetze durch­zogen:

Die sich als Internetprojekt verstehende Neo­na­zi-Grup­pe Un­wider­stehlich (UW) wurde 2015 als ein konspi­rativ agie­rendes Nach­folge­projekt der 2011 zer­schla­genen Al­pen-Donau-Grup­pe ge­grün­det. In ähn­licher (tägl­icher) Frequenz wie diese […] kom­men­tiert man auf Facebook (rund 1300 Fol­lower) v. a. aktu­elle Er­eignisse und Mel­dungen. Der Agitat­ion […] dient auch ein Blog, der im März 2021 neu­gestaltet wurde. Der gleich­zeitig er­öffnete Telegram-Ka­nal ver­zeichnet etwas über 600 Abon­nent*in­nen (Stand Ende August 2024). […] Neben Anti­semitismus ist die UW-Agi­tation von Hetze gegen Rom*nja und Sinti*zze durch­zogen – von der syste­ma­tischen Ver­wendung des Z-Wortes bis hin zur Ab­lehnung der Erinne­rung an die NS-Ver­nich­tungs­politik bzw. den Porajmos. So zeige die Zer­störung der Gedenk­stätte in Salz­burg-Leo­polds­kron im Au­gust 2022, dass diese Erinne­rung „vielen Ein­heimi­schen ein Dorn im Auge“ sei und man lieber in „eine Zukunft ohne Schuld und Scham“ schauen wolle.

Auf S. 70 führt der Chronikteil die neuerliche Mahnmal­schän­dung in Salzburg-Leo­polds­kron 2023 an (wir be­rich­teten): Read the rest of this entry »

Romani Ora (22.1., 23.1. & 24.1.2025)

Januar 28th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 22.1.2025 (mp3)

Im Tagesthema der „Romani Ora“ hören Sie ein Inter­view mit den Akti­vistIn­nen der „Initia­tive Anti­faschisit­sches Gedenken“. Darüber hinaus er­wartet Sie die viel­fältigste Roma-Musik.


Anhören: →Sendung vom 23.1.2025 (mp3)

Am 27. Jänner jährt sich die Befreiung von Ausch­witz-Bir­kenau – An­lass für den inter­natio­nalen Holo­caust-Ge­edenktag – zum 80. Mal. Im Tages­beitrag hören Sie zu diesem Thema einen Beitrag inklu­sive Ton­material über­lebender Roma. Durch die Sendung führt Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 24.1.2025 (mp3)

In der Freitagsausgabe der „Romani Ora“ stehen der Ver­anstal­tungs­kalender, die News und die Jugend­sendung auf dem Pro­gramm. In „Young, wild and free – le ter­nenge“ erfahren Sie mehr über die aktuel­len Haar­trends bei Jugend­lichen.

Heute vor 80 Jahren wurde Auschwitz befreit

Januar 27th, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher

"Auschwitz ist mein Mantel" von Ceija Stojka

Gedicht von Ceija Stojka (1933–2013),
erschienen 2008 in der Edition Exil

Minderheitenrechte und ORF (2024)

Januar 27th, 2025  |  Published in Hochschulschriften, Medien & Presse, Radio, Podcast & TV, Recht & Gericht, Wissenschaft

Karl-Franzens-Universität GrazCorina Maria Kaufmann (2024): Minderheitenrechte in Österreich und die Rolle des öffentlich-rechtlichen Auftrags des ORF

Masterarbeit, Karl-Fran­zens-Uni­ver­­si­tät Graz (Umwelt-, Regional- und Bildungswissenschaftlichen Fakultät), 80 S.

→Download der UB Graz (pdf)

Abstract (Link):

Neben dem rechtlichen Schutz bieten Medien eine Plattform der Artiku­lation, Inklusion und Iden­titäts­stärkung von Minder­heiten. Medien können zur öffent­lichen und politischen Meinungs­bildung beitragen und haben eine zentrale Funktion in der Re­präsen­tation der Interessen, Sprachen und Kulturen einer viel­fältigen Gesel­lschaft. Ziel der vor­lie­genden Arbeit ist es, die Rolle des öffent­lich-recht­lichen Auftrags des ORF bei der Dar­stellung, Wahrung und dem Schutz der sechs autochtho­nen Volksgruppen Österreichs (Burgenland­kroaten, Slowenen, Ungarn, Tschechen, Slowaken und Roma) zu unter­suchen. Dazu wird folgende Forschungs­frage gestellt: Welche Rolle spielt der Öster­reichi­sche Rundfunk für den Minderheiten­schutz? Zur Be­ant­wortung dieser Frage wird auf die Methode des Experten­interviews zurück­ge­griffen. Befragt werden der Landes­direktor des ORF-Landes­studios Burgenland sowie ein Vertreter der Volks­gruppe der Roma [Anm. dROMa: Emmerich Gärtner-Horvath, Vor­sitzen­der des Volks­grup­pen­bei­rats der Roma und Ob­mann des Vereins Roma-Ser­vice] und eine Ver­treterin der Volks­gruppe der stei­rischen Slowenen. In den Inter­views, die anhand von Leitfragen geführt werden, wird einer­seits auf Ver­besserungs­mög­lich­keiten, Wünsche und For­derungen der Volks­gruppen­vertreter im Bereich der medialen Versorgung und der Be­deutung des ORF ein­ge­gangen und anderer­seits versucht, die Per­spektive des ORF zu verstehen. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (544)

Januar 26th, 2025  |  Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken, Jugend & Bildung

In Frankreich ge­ben 46 % der 18- bis 29-Jäh­ri­gen an, noch nie vom Holo­caust ge­hört zu ha­ben. In Ös­ter­reich sind es 14 %.

(Quelle)

„Auschvicate hi kher baro“

Januar 25th, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Musik, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 24.1.2025 | 4:56 min

Auschwitz-Lied/Auschvicate dschili la Leon Berger Bandatar

„Kada o vagontsch pumen prade, i SS mari­peha taj dihesch­ne dschu­ke­lenca amen empfaun­ginde – amen aun­pejam. Akan amen na buter manu­scha samahi. Amen tschak numer­tscha sama­hahi. Sa so amen sina amen­dar lim ulo. Le cilendar, le dschuv­lenge taj tscha­venge, o bal tschin­de ule, le cilenge te mre duj tikne tscha­jenge, numer­tscha ande teto­virim ule.“ – Julius Hodosi

„Als sich endlich die Waggons öffneten, empfing uns die SS mit Schlägen und Blut­hunden – wir waren am Ziel. In diesem Mo­ment hörten wir auf, Men­schen zu sein. Wir waren nur noch Nummern. Alles, was wir hatten, wurde uns ab­ge­nom­men. Allen, auch den Frauen und Kindern, wurden die Haare ge­schoren, allen, auch meinen beiden kleinen Mädchen, wurden Num­mern ein­tä­towiert.“ – Julius Hodosi (mehr hier)

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Ausstellung RʳOMA LEPANTO in Berlin

Januar 23rd, 2025  |  Published in Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen

Ausstellungsansicht: Rroma Lepanto (Bild: Kai Dikhas)31.1.bis 25.4.2025 (verlängert bis 31.5.!)
Stiftung Kai Dikhas & Kunstraum Dikhas Dur

Kuratiert von Moritz Pankok und Miguel Angel Vargas Rubio. Mit Ar­bei­ten von: Luna De Rosa, Manolo Gómez Romero, Dariya Kanti, Damian Le Bas, Brunn Morais, Girolamo Porro, Alfred Ullrich, Kálmán Várady

Eröffnung 30.1.2025, 19:00 Uhr

Die Ausstellung RʳOMA LEPANTO kehrt nach ihrem gro­ßen Erfolg in Venedig nach Hause zurück. Im Rah­men von „Per­so­nal Struc­tures“ und in Zu­sam­men­arbeit mit dem Euro­päi­schen Kultur­zentrum ECC wurde die Aus­stel­lung im Palazzo Bembo wäh­rend der Kunst­biennale in Venedig von mehr als 135.000 Be­su­chern besucht und war damit die bisher meist­be­such­te Aus­stel­lung Kai Dikhas.

Vom 7. Oktober, dem Tag der Schlacht von Lepanto im Jahr 1571, bis zum 9. Okto­ber orga­ni­sierte die Kai Dikhas Foun­dation ein inter­natio­nales Sym­posium mit 15 Künstlern, Akti­visten und Kura­toren, um den Beitrag der Roma-Kultur zur euro­päi­schen Kultur, ihre Sicht­bar­keit und eine Stra­tegie für künftige Aktivi­täten in Venedig und wäh­rend der Kunst­biennale zu dis­ku­tieren.

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Romani Ora (17.1., 20.1. & 21.1.2025)

Januar 22nd, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 17.1.2025 (mp3)

Die Freitagsausgabe der „Romani Ora“ auf Radio MORA liefert Ihnen den Ver­anstal­tungs­kalen­der für die Region Oberwart, viel­fäl­tige Roma-Musik und die Jugend­sendung. Darin er­fah­ren Sie mehr über den Tag der offe­nen Tür am „Business Campus Oberwart“ (Web­site).


Anhören: →Sendung vom 20.1.2025 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag verwöhnt sie eine Stunde lang mit den ab­wechs­lungs­reichs­ten und schönsten Roma-Songs aus aller Welt. Die Sen­dung wird mo­deriert von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 21.1.2025 (mp3)

Die „Initiative Antifaschistisches Gedenken“ (Website) be­suchte die Roma-Ge­denk­stätte in Oberwart. Dabei gaben sie uns Ein­blicke in ihre Arbeit. Mehr dazu hören Sie im „Roma­ni Ora“-Ta­ges­thema. Und in der Rubrik „Minden­felitiko“ feiern wir den „inter­natio­na­len Jogging­hosen­tag“.

32. Traditioneller Roma-Ball 2025

Januar 22nd, 2025  |  Published in Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen

Burgenland: Flyer Roma-Ball 2025 in UnterwartRomano Mulantintschago


Am Samstag, 15. Februar 2025
im Kulturhaus Unterwart (Marienplatz 5)

Der traditionelle Roma-Ball ist ein jähr­li­cher kul­tu­reller Fix­punkt, und dies seit nun 32 Jah­ren. Er ist gleich­zei­tig Aus­druck der kultu­rel­len Iden­tität der Volks­grup­pe der Roma.

Der Verein HANGO Roma hat die ehrenvolle Aufgabe, den tra­ditio­nellen Roma-Ball zu ver­anstal­ten und so die Kultur der Roma der Öffent­lich­keit zu prä­sentieren und sichtbar zu machen. Roma und Nicht-Roma haben die Ge­legen­heit, sich aus­zu­tauschen und mehr über die Volks­gruppe der Roma zu er­fahren. Musika­lisch um­rahmt wird der Roma-Ball 2025 von den Oberwarter Roma-Mu­sik­grup­pen, der LEON BERGER BAND und ROMANO RATH, sowie vom BELA & LACI aus Ungarn, der POST MERIDIEM BAND und der UNGARISCHEN TANZGRUPPE aus Unterwart. Weiters gibt es eine Show-Mu­sik­ein­lage mit der neu­formier­ten Roma-Band ROMANTIC DEATH.

Ein beson­deres High­light und jahre­lange Tradition ist die Krönung der Roma-Königin und des Roma-König 2025. Durch die Ball­nacht führt Sie Modera­tor Adi Gussak jun.

Einlass: 18:30 Uhr, Beginn: 19:30 Uhr (ab 18:30 Uhr Salonmusik)

Der Vorverkauf der Eintrittskarten (Vor­ver­kauf: € 10,00, Abend­kasse: € 12,00) sowie die Tisch­reser­vie­rung können unter der Telefon­num­mer: 0676/930 66 94 oder per E-Mail unter: office@hango-roma.at ge­tätigt werden. Unter­stützt wird die Ver­anstal­tung vom Bundes­kanzler­amt Österreich. Patro­nanz: RADIO MORA/ROMANI ORA

(Text: Verein Hango Roma)

Die Burgenlandrom*nja im Geschichteunterricht

Januar 18th, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Hochschulschriften, Jugend & Bildung, Wissenschaft

Universität WienLisa Schenkermayer (2024): Die Burgenlandrom*nja im Geschichteunterricht

Masterarbeit, Universität Wien (Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät), 146 S.

→Zum Download der UB Wien (pdf)

Abstract: Das Ziel dieser Masterarbeit ist es zu zeigen, wie sich eine Unterrichts­planung für den Ge­schichte­unter­richt der Sekundar­stufe II zum Thema „Geschichte der Burgen­land­rom*nja“ gestaltet. Diese hat zum Ziel, jenes Wissen und jene Kom­peten­zen zu gene­rieren, die es den Schü­ler*in­nen er­mögli­chen, mög­liche Vorurteile gegen­über der Minder­heit der Rom*nija ab­zu­bauen und dem­ent­spre­chend in ihrem persön­lichen Umfeld zu wirken. Um diese Frage­stellung zu be­ant­worten, wurde eine Literatur­recherche zur Geschichte der Rom*nja – mit dem Fokus auf das Gebiet des heuti­gen Burgen­landes – und eine Um­frage an burgen­ländi­schen Jugend­lichen durch­geführt. Es zeigte sich, dass die Geschichte der Bur­gen­land­rom*nja sehr um­fang­reich ist und die Jugend­lichen beinahe nichts über diese Geschichte wissen. Diese Erkennt­nisse wurden ver­wendet, um sechs Unterrichts­module für die Sekundar­stufe II zu er­stellen. Die Schüler*in­nen werden durch diese animiert, ihre eigenen und die Hand­lungen ihrer Mit­menschen in ihrem Alltag zu reflek­tieren und zu verändern. Studien haben gezeigt, dass die Bildung der Mehr­heits­gesell­schaft dazu bei­tragen kann, Vorurteile auf­zu­brechen, die inter­kulturelle Ver­ständ­igung zu fördern und damit dem wach­senden Anti­ziganismus ent­gegen­zu­wirken.

Hochschulschrift (Masterarbeit); Betreuer: Johannes Brzobohaty

u:theses ist das Hochschulschriften-Repositorium der Universität Wien.

UB Wien: utheses.univie.ac.at/detail/73384

Romani Ora (13.1., 14.1., 15.1. & 16.1.2025)

Januar 17th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 13.1.2025 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag ist der ideale Start mit der viel­fältigs­ten Roma-Musik in die neue Woche. Dazu hören Sie die Volks­gruppen­nach­rich­ten und unsere Kulturrubrik „Kultura het­vinate“.


Anhören: →Sendung vom 14.1.2025 (mp3)

Im Tagesthema ist Radio MORA im Gespräch mit Frau Brigitte Weber, der Landes­spre­cherin der Initiative „mehr demokratie!“. Außer­dem hören Sie ein ab­wechs­lungs­rei­ches „Minden­fe­litiko“ und die er­lesenste Roma-Musik. Die Sendung wird mode­riert von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 15.1.2025 (mp3)

Im Beisein von Soziallandesrat Leonhard Schneemann wurde die neue „Alles Clara“-App prä­sentiert. Sie soll die Kom­muni­kation zwischen Pflege­bedürf­tigen und Pflege- und Sozial­arbeitern im Burgenland er­leichtern.


Anhören: →Sendung vom 16.1.2025 (mp3)

Seit Juli 2024 kommt es auf Wiener Friedhöfen zu Grabschändungen. Be­troffen davon sind auch viele Gräber von Sinti, Roma und Lovara. Im Interview hören Sie die Roma- und Sinti-Seel­sorgerin Natalie Bordt. Sie unter­stützt die Hinter­bliebenen. Durch die Sen­dung führt Sie Tina Nardai.