„Auschvicate hi kher baro“
Januar 25th, 2025 | Published in Geschichte & Gedenken, Musik, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 24.1.2025 | 4:56 min
Auschwitz-Lied/Auschvicate dschili la Leon Berger Bandatar
„Kada o vagontsch pumen prade, i SS maripeha taj diheschne dschukelenca amen empfaunginde – amen aunpejam. Akan amen na buter manuscha samahi. Amen tschak numertscha samahahi. Sa so amen sina amendar lim ulo. Le cilendar, le dschuvlenge taj tschavenge, o bal tschinde ule, le cilenge te mre duj tikne tschajenge, numertscha ande tetovirim ule.“ – Julius Hodosi
„Als sich endlich die Waggons öffneten, empfing uns die SS mit Schlägen und Bluthunden – wir waren am Ziel. In diesem Moment hörten wir auf, Menschen zu sein. Wir waren nur noch Nummern. Alles, was wir hatten, wurde uns abgenommen. Allen, auch den Frauen und Kindern, wurden die Haare geschoren, allen, auch meinen beiden kleinen Mädchen, wurden Nummern eintätowiert.“ – Julius Hodosi (mehr hier)
Die Nazi-Deutschen betrachteten Sinti und Roma (Zigeuner, wie sie in offiziellen deutschen Dokumenten dieser Zeit genannt wurden) als Feinde des Dritten Reichs und verurteilten sie daher zur Isolation und Vernichtung. Nazi-Deutschland folgte pseudowissenschaftlichen Argumenten des Instituts für Rassenhygiene und legte strenge Grundsätze für den Umgang mit Sinti und Roma fest, die es als rassisch fremd, minderwertig und „asozial“ betrachtete.
(Beitrag: TV Erba)