Ceija Stojka – Hoffnung war das, was uns stärkte

Dezember 15th, 2024  |  Published in Kunst & Fotografie, Radio, Podcast & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen

Als Rückblick auf die Ausstellung „Ceija Stojka – Hoffnung war das, was uns stärkte“, die bis Ende Sep­tem­ber in Eben­see zu se­hen war, bringen wir diese Sen­dung des Freien Radios Salz­kammer­gut vom 30.7.2024.

Aus der Programminfo: Ceija Stojka ist aktuell eine der gefragtesten öster­rei­chi­schen Künstlerin­nen. Ihre Bilder haben Bezug zu ihrer Historie als Kind vor, im und nach der Zeit des National­sozialis­mus. Ihr ist im Museum Ebensee eine multi­dis­zipli­näre Aus­stellung ge­widmet. Die beiden Kurato­rinnen Carina Kurta und Lorely French haben nach meh­reren inter­natio­nalen Ausstel­lungen nun erstmals mit „Ceija Stojka – Hoff­nung war das, was uns stärkte“ eine Werkschau der Künstlerin in Österreich ge­staltet. In der Aus­stellung sind nicht nur groß­formatige Malereien Stojkas zu sehen son­dern auch Texte und Tagebücher, die eine per­sön­liche Per­spek­tive auf die österrei­chi­sche Zeit­geschichte liefern.

Im Gespräch mit Mario Friedwagner berichtet Carina Kurta, warum es wichtig ist die Po­sitio­nen von Ceija Stojka zu prä­sen­tieren.

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dROMa 76 („Gewalt“ | „Bibastalo tradipe“)

Dezember 14th, 2024  |  Published in Rassismus & Menschenrechte, dROMa (Magazin)

dROMa 7630 Jahre Attentat von Oberwart | 30 berscha atentato Erbatar

Themenheft „Gewalt“ | Temakeri heftlina „Bibastalo tradipe“

Gewalt gegen Roma: eine unvollständige Chronik 2005 bis 2020 | Bibas­talo tra­di­pe gejng Roma: jek na ki­se­ti­mi his­to­ri­ja 2005 dschi 2020

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In wenigen Wochen begeht Österreich den 30. Jahrestag des größten rassis­tischen Ver­brechens seiner Nach­kriegs­ge­schichte. Vier junge Roma aus Oberwart wurden 1995 grausam aus dem Leben ge­rissen. Über diese Schicksals­tage, in denen für die Volks­gruppe alles auf dem Spiel stand, be­richtet Roman Urbaner in einem Ein­führungs­text. Vieles hat sich seither zum Guten ge­wendet, Österreich hat sich seiner Volks­gruppe an­ge­nommen. Das Burgenland hat – durch­aus vorbild­haft in Europa – gezeigt, wie es klappen kann. Doch die Gewalt gegen Roma bleibt virulent – sogar in Öster­reich, wie eine Reihe von Vorfällen be­weist. Diese sind freilich nur eine winzige Fußnote zu dem, was welt­weit ge­schieht und von dem man in den Medien nur selten erfährt. Aus Hun­derten doku­men­tierten Vor­fällen haben wir daher eine Chronik der Gewalt aus den Jahren 2005 bis 2020 zu­sammen­gestellt. Es ist eine be­ängsti­gende Liste von Hass­verbrechen – von Tschechien bis Chile, von Polen bis Bulgarien. Fast immer folgt die Eska­lation dens­elben Mustern: Da ist der Hass gegen die Minder­heit, der Konflikte ethnisch kana­lisiert und Roma zu Sünden­böcken macht. Da ist die rassistische Ent­grenzung der Gewalt, die sich gegen das Kollektiv richtet. Da sind aus­wärtige Grup­pierun­gen, die die lokale Span­nungen anheizen, und das Versagen des Staates, der die Täter allzu oft ge­währen lässt und statt­dessen gegen die Opfer vorgeht.

Ande poar kurke i Austrija upro 30 berschen­gero di le lek bareder rasis­tischi fapha­geri­pestar leskera cajtatar palo haburi gondo­linel. Schtar terne Roma Erbatar, 1995 murdarde ule. Pedar adala terdschi­jiptschen­gere divesa, ande save la flogos­kera grupnake sa upro khelipe terdscho­lahi, phukal o Roman Urbaner ande leskero andvo­dini­peskero tekst. But sajt oja cajt ando latschipe pe irintscha, i Austrija leskera flogos­kera grupnake aun pe lija. O Burgenland – hatek jek idol andi Europa – sikatscha, sar schaj dschal. Ham o bibas­talo tradipe gejng o Roma atschol – muguli andi Austrija, sar jek redo angle­perip­tschen­dar sikal. Hatek ada tschak jek tikno koja use oda hi, so upro cilo them pasirinel taj savestar ando mediji tschak tschulo te schunel hi. Andar but schel doku­mentirime angle­perip­tscha vaschoda jek khetan kedipe le bibastale tradi­pestar andar o berscha 2005 dschi 2020 ktehan terdschar­tscham. Read the rest of this entry »

Romani Ora (11.12., 12.12. & 13.12.2024)

Dezember 14th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 11.12.2024 (mp3)

Manuela Horvath, Leiterin der Romapastoral der Diözese Eisen­stadt, wurde vom Land Burgen­land mit dem Silbernen Ehren­zeichen geehrt. Im Tages­thema der „Romani Ora“ hören Sie mehr darüber. Mit der ab­wechs­lungs­reichs­ten Roma-Musik auf Radio MORA be­gleitet Sie Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 12.12.2024 (mp3)

Die „StarJump“-Trampolinhalle in Oberwart ist die neu­este Attrak­tion in der Stadt der Vielfalt. Im Tages­thema dieser „Romani Ora“ erfah­ren Sie mehr. Außer­dem auch diese Woche mit dabei: eine weite­re Aus­gabe unserer histo­rischen Rubrik „Mri his­torija“.


Anhören: →Sendung vom 13.12.2024 (mp3)

Die Freitagsausgabe der „Romani Ora“ mit der besten Roma-Musik auf Radio MORA. Auf dem Pro­gramm stehen darüber hinaus Ver­an­stal­tungs­hin­weise und die Volks­gruppen­nach­richten. Und rund ums Thema „Weihnachten“ geht’s in der heutigen Jugend­sen­dung mit Adi Gussak.

Antiziganismus: Deutsche Bund-Länder-Kommission nimmt Arbeit auf

Dezember 13th, 2024  |  Published in Einrichtungen, Politik, Rassismus & Menschenrechte

Deutschland: Unter dem Vorsitz des Anti­zi­ga­nis­mus­be­auf­trag­ten Dr. Meh­met Dai­ma­gü­ler fand die kon­sti­tu­ie­ren­de Sitzung der Bund-Län­der-Kom­mis­sion zur Be­kämp­fung von Anti­zi­ga­nis­mus statt. Ziel ist eine ver­bes­ser­te, insti­tu­tio­na­li­sier­te Zu­sam­men­ar­beit für die Teil­habe von Sinti und Roma.

Am 7. Oktober fand unter Vorsitz des Be­auf­tragten der Bundes­regierung gegen Anti­ziganis­mus, Dr. Mehmet Daimagüler, die kon­stituie­rende Sitzung der „Stän­digen Bund-Län­der-Kom­mis­sion zur Be­kämp­fung von Anti­ziganis­mus und für das Leben der Sinti und Roma“ (BLK) statt. Die Kom­mission will eine wirk­samere, besser ab­ge­stimmte Politik er­reichen, die Sinti und Roma schützt und Hürden zur gleich­berech­tig­ten Teilhabe am gesell­schaft­li­chen Leben abbaut.

Teilhabe von Sinti und Roma fördern

Sinti und Roma an Bildung teilhaben zu lassen, ihre Kultur zu fördern, Prä­ventions­maß­nahmen in Polizei und Justiz zu ergreifen und ge­flüchtete Roma zu integrie­ren, sind zentrale Bereiche, um Anti­ziganismus zu be­kämpfen und gleich­be­rech­tigte Teilhabe­chancen für Sinti und Roma in Deutschland zu schaffen. Diese liegen in der Zu­ständig­keit der Länder. Deshalb müssen Bund und Länder dauer­haft zu­sammen­arbeiten und sich über Maßnahmen und Stra­tegien gegen Anti­ziganismus aus­tauschen.

Die Einrichtung des Gremiums geht auf eine zentrale Forderung aus dem Bericht der Un­ab­hän­gigen Kommission Anti­ziganis­mus von 2021 und auf eine Forderung des Bun­destags im Be­schluss 20/9779 vom 14. Dezem­ber 2023 zurück. Um­gesetzt wurde diese Forderung auf Grund­lage des Be­schlusses des Bundes­kanzlers und der Regierungs­chefin­nen und -chefs der Länder zur BLK-Ein­richtung am 20 Juni 2024.

Die Aufgaben der Bund-Länder-Kommission sind: Read the rest of this entry »

Sikadipe: O eksperimento andar Rakúsy

Dezember 12th, 2024  |  Published in Jugend & Bildung, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Romani, dROMa (Magazin)

ARTSCHAPIM: Teldschumintschage o sikadipeskero drom le Romengere-tschavendar vodinen. Andi ostslovakitiki gemajnde Rakúsy bojd i erschti Romani-ischkola le thanestar dela. (Kipo: SME)I Slovakija lakeri erschti Romani-ischkola uschtidel

Ando juni ando sikadipeskero ministe­ri­jum ande Bratis­lava, o droma kerde ule: Andi ost­slo­va­ki­tiki ge­majn­de Rakúsy bojd i ersch­ti isch­kola le tha­nestar dela, ande savi o tschave – pa­sche i slo­va­kitiki tschib – te ande len­geri daja­keri tschib Roma­ni si­kade on.

Le prikbescharipeske o ministerijum jek koperaci­jona la ge­majn­dejaha, la uni­versi­te­taha Prešov taj le „kheta­nipeha le isch­kolen­dar, save i Roma-tschib sikan“, kertscha. O ang­lutne butja akan valami jek bersch te dau­erinen. „Ada bari­kano hi, jek than le sika­dipeske le tscha­venge andar etnischi tschu­liptscha ande lengeri daja­keri tschib te scho­finel, inklusivi o Ro­men­ge­re-tscha­ve“, phenel o sikadi­pes­kero ministeri Tomáš Drucker. „Vaschoda phen­tscham, hot le keri­peske jeka pilo­tiskera isch­kolatar le Romen­ge­re-tscha­venge ando gav Rakúsy po­mo­schinas. Amen pilotis­kere koji ande ada than ar te pro­balinel kamaha, save o dajakero tschib­tscha­kero sikadipe te le Ro­men­gere-tscha­venge bul­haren taj feder keren.“ Rakú­syske vaschoda o schtatus jeka „naci­jo­nali­teten­ge­ri-isch­kola“ aun rodim ulo.

Akan andi Slovakija tschak poar ischkoli del, kaj Romani – trin ori ando kurko – ojs isch­kola­kero foch sikado lo (taj ada, kekaj palo „Atlas le Ro­men­ge­re-Khe­ta­nip­tschen­dar“ andi Slovakija 450.000 Roma dschin, saven­dar 60 procenti khere Romani vakeren). Efta ischkoli hi le, sa privati ischkoli, bojd o cile ando ost le tha­nestar. Afka Romani ande schtar ischkoli (ande Kružlová, Stropkov, Kremnica taj Košice), ando Ze­fy­rin-Ji­mé­nez-Malla-gim­na­si­jum (ande Krem­nica) taj ande duj butja­kere sikadi­peskere ischkoli (ande Košice taj Kežmarok) ojs sikaji­peskero foch tel pisim hi – ham na ojs sikaji­peskeri tschib sar akan akor ande Rakúsy. I ischkola tscha­tschi­kan jek nevipe hi: i erschti ischkola andi Slovakija, kaj Romani te uso famit­linipe avre siklo­ji­pes­kere koji lim ol.

Ulado gav

Rakúsy jek tikni gemajnde uso kesdipe la Tatratar hi, o becirkis­kero scheros­kero foro tschak poar kilome­tertscha pasche hi. 3.300 dschene hi le gav, 70 procenti upri flogos­keri grupn le Romendar peren, savendar but ande jek tel paschlimi sidlung eknaj avral o gav, dschin. I Ro­men­ge­ri-sid­lung andar Rakúsy, jek le lek bare­derendar andi Slovakija hi. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (540)

Dezember 11th, 2024  |  Published in Facts & Figures, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

Die Fünf-Jahres-Kindersterblichkeit bei Roma in Bosnien-Herzegowina liegt bei 27 pro 1000 Le­bend­ge­bur­ten. (Zum Vergleich Österreich: 3,6.)

(Quelle)

Romani Ora (6.12., 9.12. & 10.12.2024)

Dezember 11th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 6.12.2024 (mp3)

In der aktuellen Freitagsausgabe erwar­ten Sie die Ver­an­stal­tungs­hin­weise für die Region Oberwart und die Volks­gruppen­news in Deutsch und Bur­gen­land-Romani. In der Jugendsendung erzählt uns Adi Gussak mehr über den Film „A Day without Light“, der von einem Rom gedreht wurde.


Anhören: →Sendung vom 9.12.2024 (mp3)

Im „Romani Ora“-Musikmontag hören Sie eine Stunde lang die ab­wechs­lungs­reichste und viel­fäl­tigste Roma-Musik aus allen Ecken der Welt. Durch die Sen­dung führt Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 10.12.2024 (mp3)

Im Tagesthema nehmen wir Sie diesmal mit auf den tra­ditio­nellen „Roma-Advent“, den der Verein Hango Roma im OHO orga­ni­sierte. Und in der Kate­gorie „Minden­fe­litiko“ be­richten wir über die Weih­nachts­trends für das Jahr 2024.

Koportos – ein schäbiges Begräbnis (1979)

Dezember 10th, 2024  |  Published in Film & Theater

FIlstill aus "Koportos"Spielfilm von Livia Gyarmathy
79 min. (H/BRD, 1979)

→Streaming (nur ungarisch)

Ein Rom will seiner verstorbenen Frau ein stan­des­ge­mäßes Be­gräb­nis aus­rich­ten, schei­tert je­doch an der Igno­ranz und Geld­gier der Leute im Dorf.

Der Rom Mihály Balog schuftet in Budapest bei einer Straßen­bau­bri­gande, als ihn aus seiner Heimat­siedlung die Kunde ereilt, dass seine Frau ge­stor­ben ist. Sein Wunsch, ihr ein wür­diges Begräbnis aus­zu­richten, scheitert an der Igno­ranz und Geldgier der Leute im Ort. Aus dem wür­digen wird ein schä­biges Begräbnis, von dem nie­mand Notiz nehmen will. Nur die ehe­mali­gen Lieb­haber der Ver­stor­benen be­ob­ach­ten die Be­erdi­gung aus siche­rere Distanz. Mihály kehrt der Siedlung den Rücken …

Der Film bietet überaus realistische Einblicke in das All­tags­leben der ungarischen Roma in den sieb­ziger Jahren.

Regie: Livia Gyarmathy | Drehbuch: József Balázs, Livia Gyarmathy | Ka­me­ra: Ferenc Pap | Schau­spieler: Ferenc Bencze, Ferenc Bogdán, János Bán, Jirí Menzel, Mihály Rostás

(Text: Filmarchiv Austria)

„Berichte über einen ignorierten Genozid“

Dezember 9th, 2024  |  Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen

Genozid an Rom:nja auf dem Gebiet von Belarus, 1941–1944

Eröffnung der Wanderausstellung
Kulturhaus RomnoKher, Mannheim
11. Dezember 2024, 18 Uhr

Der Verband Deutscher Sinti und Roma – Baden-Württemberg (VDSR-BW) lädt herzlich zur Eröffnung der Wander­aus­stel­lung „Ge­no­zid an Rom:nja auf dem Gebiet von Belarus, 1941–1944“ ein. Die Ver­anstal­tung findet am 11. De­zem­ber 2024 um 18:00 Uhr im Kultur­haus Romno­Kher statt. Die Aus­stel­lung wird bis Ende Januar 2025 im Romno­Kher zu sehen sein.

Die Ausstellung widmet sich einem oft vergessenen Kapitel der Geschichte: dem Völker­mord an Rom:nja wäh­rend der deutschen Be­satzung in Belarus zwischen 1941 und 1944. Dieser Genozid, ein we­sent­licher Bestand­teil des deutschen Ver­nichtungs­kriegs im Osten, ist im kollek­tiven Ge­dächtnis sowohl der bela­russi­schen als auch der deutschen Bevöl­kerung kaum ver­ankert. Mit dieser Aus­stellung soll ein Beitrag zur Bewah­rung der Erin­nerung ge­leistet werden – ins­beson­dere aus der Per­spektive der Opfer.

Die Ausstellung basiert auf Interviews mit Dutzenden von Zeit­zeug:in­nen, die im Rahmen eines deutsch-be­la­rus­si­schen Pro­jekts ge­führt wurden. Sie doku­men­tiert nicht nur das Leid der Über­lebenden, sondern auch ihren Wider­stand sowie die teils wider­sprüch­lichen Re­aktio­nen ihrer Um­gebung – von Kollabo­ration bis hin zu Solidarität. Ergänzt wird die Aus­stellung durch Infor­matio­nen zu histori­schen Hinter­gründen, Übe­rlebens­stra­tegien, der Rolle der Partisanen­verbände und der Er­in­nerungs­politik in Belarus und Deutsch­land nach 1945.

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„Die Aliens von Lunik 9“ (2005/2011)

Dezember 8th, 2024  |  Published in Film & Theater, Rassismus & Menschenrechte

„Die Aliens von Lunik 9“ – Roma-Ghettos in der Slowakei
Ein Film von Chris Haderer, →Video-Homepage

Angeregt durch das Buch „Die Hundeesser von Svinia“ von Karl-Markus Gauß besuch­ten der Foto­graf Luca Faccio und der Jour­nalist Chris Haderer im März 2005 den Osten der Slowakei. Die Auf­nahmen zu diesem Film ent­standen im Rahmen einer Re­cherche in den Roma-Ghettos von Svinia und Lunik 9.

Mitwirkende: Luca Faccio, Robert Packan, Daniela Hudiova, Auf­nahme und Ge­stal­tung: Chris Haderer. Auf­ge­nom­men im April 2005 in Kosice und Svinia (SK), fertig­ge­stellt im Au­gust 2011 in Wien.

(Film und Text: Chris Haderer)

Facts & Figures (539)

Dezember 7th, 2024  |  Published in Facts & Figures, Rassismus & Menschenrechte

in Frank­reich führten Fake News über Roma, die Kin­der in ei­nem Liefer­wa­gen ent­füh­ren, um ihre Or­ga­ne zu ver­kau­fen, 2019 zu ei­ner Ge­walt­wel­le ge­­gen Roma.

(Quelle)

Romani Ora (2.12., 3.12., 4.12. & 5.12.2024)

Dezember 7th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 2.12.2024 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA wird Ihnen prä­sentiert von Tina Nardai. Kommen Sie mit auf eine musika­lische Reise, bei der Sie in die Vielfalt der unter­schied­li­chen Roma-Lieder ein­tauchen können.


Anhören: →Sendung vom 3.12.2024 (mp3)

In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ hören Sie im Tages­beitrag Kind­heits­er­inne­run­gen von Gertrude Gussak an die Advent­zeit. Und wie immer am ersten Diens­tag im Monat können Sie bei „Reginas Atem­pause“ ein wenig zur Ruhe kommen.


Anhören: →Sendung vom 4.12.2024 (mp3)

In Oberwart fand vor kurzem das erste „Repair-Café“ statt. In der Panno­nischen Tafel konnten Elektro­geräte gegen eine freien Spende zur Reparatur ge­bracht werden. Die Sendung wird mo­deriert von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 5.12.2024 (mp3)

Die Adventbesinnung und gleichzeitig auch Nikolaus­feier der Roma­pastoral sind Tagesthema dieser „Romani Ora“. Und wie jeden Donners­tag hören Sie auch dies­mal die Kate­gorie „Mri historija“.

25 Jahre Roma Volkshochschule Burgenland

Dezember 6th, 2024  |  Published in Einrichtungen, Veranstaltungen & Ausstellungen

vhs roma 25 jahreDie Roma Volkshochschule Burgenland be­geht ihr 25-jäh­ri­ges Ju­bi­lä­um. Ge­fei­ert wird die­ses mit einem Fest im Offe­nen Haus Oberwart (OHO) am Sams­tag, 14. De­zem­ber 2024, um 19 Uhr. Da­bei wird es eine Rück­schau und ein Kon­zert ge­ben: „An die­sem Abend soll all das prä­sen­tiert und mit einem Fest ge­fei­ert wer­den, was in den 25 Jah­ren des Be­ste­hens ge­schaf­fen und um­ge­setzt wor­den ist.“ Ein­tritt frei.

Konzert: Ferry Janoska & Melinda Stoika. Ausklang mit DJ-Künstlerin Melinda Stoika

Beiträge von: Dr. Leonhard Schneemann (Landesrat – Burgen­län­dische Landes­re­gie­rung), Dr. John Evers (General­sekre­tär Verband Öster­rei­chi­scher Volks­hoch­schulen), Dr.in Christine Teuschler (Vor­sitzen­de Bur­gen­län­di­sche Volks­hoch­schulen)

Im Jahr 1999 wurde die Volkshochschule der Burgenländischen Roma als Teil­orga­ni­sa­tion der Burgen­län­dischen Volks­hoch­schulen ge­gründet. 2016 erfolgte die Um­be­nennung in Roma Volks­hoch­schule Burgen­land (VHS-Roma). „Ziel des Vereins ist ein Bildungs­angebot für Roma und Romnja sowie Nicht-Roma, die an der Geschichte, Kultur und an der Sprache der Volks­gruppe interes­siert sind, zu schaffen. Dabei sollen besonders Begeg­nungen und der Austausch zwischen Roma und Romnja sowie Nicht-Roma er­mög­licht werden“, berich­tet Horst Horvath, Vorstand VHS-Roma.

Programme und Schwerpunkte

„In den vergangenen 25 Jahren war es der VHS-Roma stets wichtig, das eigene Angebot zu reflek­tieren und an die aktu­ellen Heraus­forderun­gen an­zu­passen. Zahlreiche Pro­gramme und Schwer­punkte spiegeln die letzten Jahrz­ehnte wider und erlauben uns heute einen Rückblick in Themen­schwer­punkten“, so Horvath. Zu diesen Schwer­punkten zählen: Vorträge, Buch­präsen­tatio­nen, Diskus­sionen; historische und kultu­relle Aus­stel­­lungen; Kunst, Kultur, Tradition; Studien­reise in ferne Länder; diverse Tagungen; Inter­natio­naler Roma/Romnja-Tag; die „RomaCajtung“; EU-Projekte; Info­point im Stadt­zentrum; ver­schie­dene Theater­pro­duktio­nen; Museums­arbeit; Gedenk­arbeit; Erstellen von Unter­richts­materia­lien; Lehrerin­nen- und Lehrer­fort­bildung.

Die Roma Volkshochschule Burgenland ist erfolgreich, weil es dem enga­gier­ten Team gelingt, Formen und Methoden zu ent­wickeln, die sowohl die Romnja und Roma als auch die Nicht-Roma an­sprechen. Jedoch muss an diesen Stra­tegien wieder­holt weiter­ge­arbeitet werden, um den gesell­schaft­lichen Ver­änderun­gen gerecht zu werden. „Die bisher sehr erfolg­reichen Stra­tegien, die zur An­erken­nung als Volks­gruppe und zur politi­schen Ak­zeptanz geführt haben, ent­sprechen aller­dings nicht mehr den An­sprüchen und der gesell­schaft­li­chen Realität des 21. Jahr­hunderts. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (538)

Dezember 4th, 2024  |  Published in Facts & Figures, Religion

Seit ca. 1930 pilgern polnische Roma, i.d.R. am 2. Sonn­tag im Juni, als Wallfahrer zum Marien-Heiligtum in Rywałd Królewski.

(Quelle/pdf)

Romani Ora (25.11., 26.11., 27.11., 28.11.2024)

November 30th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 25.11.2024 (mp3)

Wie jeden Montag hören Sie in der „Romani Ora“ eine Stunde lang die meiste und viel­fäl­tigste Roma-Musik. In dieser Aus­gabe unter ande­rem mit dabei: die Roma Boyz, Gipsy Sandra, Los Reyes, Romano Rath und Les Tsiganes.


Anhören: →Sendung vom 26.11.2024 (mp3)

Über das neue PET-Sammel-und-Recyclingsystem, das am 1. Jänner 2025 in Kraft tritt, handelt das aktu­elle Tages­thema der „Romani Ora“. Und in „Minden­feli­tiko“ stellen wir Ihnen den öster­rei­chi­schen Spielfilm80 plus“ vor.


Anhören: →Sendung vom 27.11.2024 (mp3)

Das „Zentrale Seminar“ von „erinnern.at“ fand dieses Jahr im Burgenland statt. Radio MORA war bei der Leh­rerIn­nen­fort­bildung zum Thema „Genozid an Roma und Sinti“ dabei. Durch die Sen­dung führt Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 28.11.2024 (mp3)

Wie und in welcher Form der Genozid an Roma und Sinti im öster­reichi­schem Lehrplan ver­ankert ist und wie enga­gierte Lehrerin­nen und Lehrer dieses Thema im Unterricht be­han­deln, haben wir für Sie recher­chiert. Außer­dem be­kommen Sie bereits in dieser Ausgabe unsere Ver­anstal­tungs­hin­weise sowie die Rubrik „Mri historija“ zu hören.

Facts & Figures (537)

November 30th, 2024  |  Published in Facts & Figures, Rassismus & Menschenrechte

Im Ju­ni 2009 fand die Po­li­zei in Belfast meh­re­re Rohr­bom­ben, die für ras­sis­ti­sche An­grif­fe auf ru­mä­ni­sche Ro­ma vor­ge­se­hen wa­ren.

(Quelle)

Protestantismus und Antiziganismus

November 29th, 2024  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte, Religion, Wissenschaft

Bischöfin Bosse-Huber (Foto: Conf. of European Churches)Die Evan­gelische Kirche in Deutschland (EKD) will die Geschichte von Protestantis­mus und Anti­zi­ga­nis­mus unter­su­chen. Dazu hat sie ein Son­der­sti­pen­di­um zur wis­sen­schaft­li­chen Er­for­schung aus­ge­schrie­ben.

Seit einigen Jahren engagiert sich die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) im bundes­weiten „Netz­werk Sinti Roma Kirchen“, einem Zu­sam­men­schluss aus kirchlichen und reli­giö­sen Gemein­schaften und bundes­weiten und regiona­len Struk­turen von Sinti und Roma. Mit dem Zentral­rat Deut­scher Sinti und Roma hat die EKD eine enge Zu­sammen­arbeit ver­einbart; diese wurde im ver­gangenen Jahr an­lässlich des 40. Jahres­tags der Gründung des Zentral­rates mit einer Erklärung und einem gemein­samen Gottes­dienst im Berliner Dom be­kräftigt.

Darin heißt es: „Gemeinsam mit Angehörigen der Minderheit von Sinti und Roma wollen wir der Dis­kriminie­rung im Alltag von Kirche und Gesell­schaft und gruppen­be­zo­gener Men­schen­feind­lich­keit insgesamt entgegenwirken. Dazu bedarf es der Aus­einan­der­setzung mit der bis in die Gegen­wart reichen­den Schuld­geschichte der Kirchen und der un­beding­ten kritischen Über­prüfung von theolo­gischen und kirchlichen Denk­mustern und Prägungen.“

Vor diesem Hintergrund hat die EKD jetzt ein Sonderstipendium aus­ge­schrie­ben, das der wissen­schaft­lichen Unter­suchung der Geschichte von Anti­ziganis­mus und Pro­testan­tis­mus dienen soll. Das Projekt ist in der Kirchen­geschichte an­gesiedelt und zielt auf die Beleuch­tung bisher unter­schätzter Aspekte kirch­licher und diakonischer Praxis, z. B. Seelsorge, Jugend­hilfe, Gemeinde­alltag, aber auch Kol­labora­tio­nen der Kirchen in der NS-Zeit, Umgang mit der Minder­heit in der Nach­kriegs­zeit sowohl in West- wie Ost­deutschland.

„Wir erhoffen uns von einer solchen Forschungsarbeit, die nur ein Anfang sein kann, dass wir uns unse­rer eigenen blinden Flecken in der Geschichte und Gegen­wart unserer Kirchen be­wusster werden. Read the rest of this entry »

Fortbildung zur Holocaust Education

November 28th, 2024  |  Published in Geschichte & Gedenken, Jugend & Bildung, Veranstaltungen & Ausstellungen

Zentrales Seminar des OeAD-Programms ERINNERN:AT (Foto: OeAD - Agentur für Bildung und Internationalisierung/APA-Fotoservice/Rastegar)Österreichs größte Lehrkräftefortbildung zur Holo­caust Edu­cation be­handelt den Genozid an den Roma und Sinti: Ver­mitt­lungs­arbeit und For­schungs­stand zur Ver­fol­gungs­politik. In Ko­ope­ra­tion mit dem Verein Ro­ma-Ser­vice.

Wien (OTS) – Rund 500.000 europäische Roma, Romnja, Sinti und Sin­tizze wurden zwi­schen 1938 und 1945 Opfer einer rassis­tischen Ver­folgungs­politik der Natio­nal­sozia­listen und ihrer Ver­bün­deten. Roma und Sinti wurden diffa­miert und aus­ge­grenzt, zur Arbeit auf Bauern­höfen, Bau­stellen und in der Industrie ge­zwungen, sie starben in Zwangs­arbeits- und Kon­zentra­tions­lagern und wurden in Ver­nich­tungs­lagern getötet. Im Rahmen einer drei­tä­gigen Fort­bildung auf Ein­ladung der Bildungs­agentur OeAD be­fassten sich Lehr­per­sonen aus ganz Österreich mit der Geschichte und der schulischen Ver­mittlung des Genozids an Roma/Rom­nja und Sinti/Sin­tizze. Der OeAD setzt das Pro­gramm ERIN­NERN:AT im Auftrag des Bildungs­minis­te­riums um.

„Die Bildungsarbeit über den Genozid an den Roma und Sinti wäh­rend der NS-Zeit ist ein wich­tiger Teil der Ver­mittlung der öster­reichi­schen Geschichte. Mit dem OeAD-Pro­gramm ERIN­NERN:AT setzen wir einen wich­tigen Schritt, um das Bewusst­sein für die oft ver­gessenen Ge­schichten der eins­­tigen Verfolgten zu schärfen und zu­gleich gegen aktuelle Dis­kriminie­rungen an­zu­kämpfen. Es ist unsere gemein­same Ver­ant­wortung, die Ver­gangen­heit aufzu­arbeiten und für eine gerechte Zukunft frei von Dis­kriminie­rung, Gewalt und Extremismus zu sorgen,“ so Martin Polaschek, Bun­des­minister für Bildung, Wissen­schaft und Forschung.

„Über den Völkermord an den Roma und Sinti ist heute noch immer sehr wenig bekannt, zu selten wird dieser in Bildungs­kontexten the­matisiert. Wir be­gegnen dieser Lücke im Bildungs­system und wollen ein Bewusst­sein für die Geschichte des Genozids schaffen – dabei geht es auch darum, heutiger Dis­kriminie­rung von Roma und Sinti ent­gegen­zu­treten“, betont der Geschäfts­führer von Österr­eichs Bildungs­agentur OeAD, Jakob Calice.

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Facts & Figures (536)

November 26th, 2024  |  Published in Facts & Figures

1997 erschien das erste Perio­di­kum, das je­mals auf Bur­gen­land-Ro­ma­ni ver­öf­fent­licht wur­de: die Kin­der­zeit­schrift Mri tikni MiniMulti.

(Quelle/pdf)

Romani Ora (19.11., 20.11., 21.11., 22.11.2024)

November 24th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 19.11.2024 (mp3)

Die alljährliche Gedenkfeier für Roma und Sinti in Lackenbach jährte sich heuer bereits zum vier­zigs­ten Mal. Mehr darüber hören Sie in unserem aktu­ellen Tages­thema hier auf Radio MORA. Dazu ver­wöhnen wie Sie mit der besten Roma-Musik.


Anhören: →Sendung vom 20.11.2024 (mp3)

Kurz vor Beginn der Adventzeit beginnt vieler­orts das große Weih­nachts­backen. Damit die Weih­nachts­mehl­speise un­sagbar köstlich wird, braucht es auf jeden Fall Vanille. In der „Romani Ora“ hören Sie dazu einen Beitrag über „Vanilla Aid“, hoch­wer­tige Vanille aus Madagaskar. Außer­dem in dieser Ausgabe mit am Start: die inter­natio­nalen Volks­gruppen­nach­richten.


Anhören: →Sendung vom 21.11.2024 (mp3)

Die „Gipsy Swing Band“ von Ferenc Bodi ist diesmal Tages­thema in der „Romani Ora“ auf Radio MORA. Außer­dem hören Sie wieder eine Folge unserer Reihe „Mri histo­rija“. Mode­riert von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 22.11.2024 (mp3)

Diese Ausgabe der „Romani Ora“ beinhaltet den Ver­anstal­tungs­ka­len­der/Mu­la­tin­tscha­ge, die zwei­sprachigen Volks­gruppen­nach­richten und die Jugend­sendung. In „Young, wild and free – le ter­nenge“ beschäftigt sich Adi Gussak mit dem Thema „Diplomarbeit“.