Dezember 15th, 2024 |
Published in
Kunst & Fotografie, Radio, Podcast & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen
Als Rückblick auf die Ausstellung „Ceija Stojka – Hoffnung war das, was uns stärkte“, die bis Ende September in Ebensee zu sehen war, bringen wir diese Sendung des Freien Radios Salzkammergut vom 30.7.2024.
Aus der Programminfo: Ceija Stojka ist aktuell eine der gefragtesten österreichischen Künstlerinnen. Ihre Bilder haben Bezug zu ihrer Historie als Kind vor, im und nach der Zeit des Nationalsozialismus. Ihr ist im Museum Ebensee eine multidisziplinäre Ausstellung gewidmet. Die beiden Kuratorinnen Carina Kurta und Lorely French haben nach mehreren internationalen Ausstellungen nun erstmals mit „Ceija Stojka – Hoffnung war das, was uns stärkte“ eine Werkschau der Künstlerin in Österreich gestaltet. In der Ausstellung sind nicht nur großformatige Malereien Stojkas zu sehen sondern auch Texte und Tagebücher, die eine persönliche Perspektive auf die österreichische Zeitgeschichte liefern.
Im Gespräch mit Mario Friedwagner berichtet Carina Kurta, warum es wichtig ist die Positionen von Ceija Stojka zu präsentieren.
Read the rest of this entry »
Dezember 14th, 2024 |
Published in
Rassismus & Menschenrechte, dROMa (Magazin)
30 Jahre Attentat von Oberwart | 30 berscha atentato Erbatar
Themenheft „Gewalt“ | Temakeri heftlina „Bibastalo tradipe“
Gewalt gegen Roma: eine unvollständige Chronik 2005 bis 2020 | Bibastalo tradipe gejng Roma: jek na kisetimi historija 2005 dschi 2020
→Download (PDF) | Inhalt
In wenigen Wochen begeht Österreich den 30. Jahrestag des größten rassistischen Verbrechens seiner Nachkriegsgeschichte. Vier junge Roma aus Oberwart wurden 1995 grausam aus dem Leben gerissen. Über diese Schicksalstage, in denen für die Volksgruppe alles auf dem Spiel stand, berichtet Roman Urbaner in einem Einführungstext. Vieles hat sich seither zum Guten gewendet, Österreich hat sich seiner Volksgruppe angenommen. Das Burgenland hat – durchaus vorbildhaft in Europa – gezeigt, wie es klappen kann. Doch die Gewalt gegen Roma bleibt virulent – sogar in Österreich, wie eine Reihe von Vorfällen beweist. Diese sind freilich nur eine winzige Fußnote zu dem, was weltweit geschieht und von dem man in den Medien nur selten erfährt. Aus Hunderten dokumentierten Vorfällen haben wir daher eine Chronik der Gewalt aus den Jahren 2005 bis 2020 zusammengestellt. Es ist eine beängstigende Liste von Hassverbrechen – von Tschechien bis Chile, von Polen bis Bulgarien. Fast immer folgt die Eskalation denselben Mustern: Da ist der Hass gegen die Minderheit, der Konflikte ethnisch kanalisiert und Roma zu Sündenböcken macht. Da ist die rassistische Entgrenzung der Gewalt, die sich gegen das Kollektiv richtet. Da sind auswärtige Gruppierungen, die die lokale Spannungen anheizen, und das Versagen des Staates, der die Täter allzu oft gewähren lässt und stattdessen gegen die Opfer vorgeht.
Ande poar kurke i Austrija upro 30 berschengero di le lek bareder rasistischi faphageripestar leskera cajtatar palo haburi gondolinel. Schtar terne Roma Erbatar, 1995 murdarde ule. Pedar adala terdschijiptschengere divesa, ande save la flogoskera grupnake sa upro khelipe terdscholahi, phukal o Roman Urbaner ande leskero andvodinipeskero tekst. But sajt oja cajt ando latschipe pe irintscha, i Austrija leskera flogoskera grupnake aun pe lija. O Burgenland – hatek jek idol andi Europa – sikatscha, sar schaj dschal. Ham o bibastalo tradipe gejng o Roma atschol – muguli andi Austrija, sar jek redo angleperiptschendar sikal. Hatek ada tschak jek tikno koja use oda hi, so upro cilo them pasirinel taj savestar ando mediji tschak tschulo te schunel hi. Andar but schel dokumentirime angleperiptscha vaschoda jek khetan kedipe le bibastale tradipestar andar o berscha 2005 dschi 2020 ktehan terdschartscham. Read the rest of this entry »
Dezember 14th, 2024 |
Published in
Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 11.12.2024 (mp3)
Manuela Horvath, Leiterin der Romapastoral der Diözese Eisenstadt, wurde vom Land Burgenland mit dem Silbernen Ehrenzeichen geehrt. Im Tagesthema der „Romani Ora“ hören Sie mehr darüber. Mit der abwechslungsreichsten Roma-Musik auf Radio MORA begleitet Sie Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 12.12.2024 (mp3)
Die „StarJump“-Trampolinhalle in Oberwart ist die neueste Attraktion in der Stadt der Vielfalt. Im Tagesthema dieser „Romani Ora“ erfahren Sie mehr. Außerdem auch diese Woche mit dabei: eine weitere Ausgabe unserer historischen Rubrik „Mri historija“.
Anhören: →Sendung vom 13.12.2024 (mp3)
Die Freitagsausgabe der „Romani Ora“ mit der besten Roma-Musik auf Radio MORA. Auf dem Programm stehen darüber hinaus Veranstaltungshinweise und die Volksgruppennachrichten. Und rund ums Thema „Weihnachten“ geht’s in der heutigen Jugendsendung mit Adi Gussak.
Dezember 13th, 2024 |
Published in
Einrichtungen, Politik, Rassismus & Menschenrechte
Deutschland: Unter dem Vorsitz des Antiziganismusbeauftragten Dr. Mehmet Daimagüler fand die konstituierende Sitzung der Bund-Länder-Kommission zur Bekämpfung von Antiziganismus statt. Ziel ist eine verbesserte, institutionalisierte Zusammenarbeit für die Teilhabe von Sinti und Roma.
Am 7. Oktober fand unter Vorsitz des Beauftragten der Bundesregierung gegen Antiziganismus, Dr. Mehmet Daimagüler, die konstituierende Sitzung der „Ständigen Bund-Länder-Kommission zur Bekämpfung von Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Roma“ (BLK) statt. Die Kommission will eine wirksamere, besser abgestimmte Politik erreichen, die Sinti und Roma schützt und Hürden zur gleichberechtigten Teilhabe am gesellschaftlichen Leben abbaut.
Teilhabe von Sinti und Roma fördern
Sinti und Roma an Bildung teilhaben zu lassen, ihre Kultur zu fördern, Präventionsmaßnahmen in Polizei und Justiz zu ergreifen und geflüchtete Roma zu integrieren, sind zentrale Bereiche, um Antiziganismus zu bekämpfen und gleichberechtigte Teilhabechancen für Sinti und Roma in Deutschland zu schaffen. Diese liegen in der Zuständigkeit der Länder. Deshalb müssen Bund und Länder dauerhaft zusammenarbeiten und sich über Maßnahmen und Strategien gegen Antiziganismus austauschen.
Die Einrichtung des Gremiums geht auf eine zentrale Forderung aus dem Bericht der Unabhängigen Kommission Antiziganismus von 2021 und auf eine Forderung des Bundestags im Beschluss 20/9779 vom 14. Dezember 2023 zurück. Umgesetzt wurde diese Forderung auf Grundlage des Beschlusses des Bundeskanzlers und der Regierungschefinnen und -chefs der Länder zur BLK-Einrichtung am 20 Juni 2024.
Die Aufgaben der Bund-Länder-Kommission sind: Read the rest of this entry »
Dezember 12th, 2024 |
Published in
Jugend & Bildung, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Romani, dROMa (Magazin)
I Slovakija lakeri erschti Romani-ischkola uschtidel
Ando juni ando sikadipeskero ministerijum ande Bratislava, o droma kerde ule: Andi ostslovakitiki gemajnde Rakúsy bojd i erschti ischkola le thanestar dela, ande savi o tschave – pasche i slovakitiki tschib – te ande lengeri dajakeri tschib Romani sikade on.
Le prikbescharipeske o ministerijum jek koperacijona la gemajndejaha, la universitetaha Prešov taj le „khetanipeha le ischkolendar, save i Roma-tschib sikan“, kertscha. O anglutne butja akan valami jek bersch te dauerinen. „Ada barikano hi, jek than le sikadipeske le tschavenge andar etnischi tschuliptscha ande lengeri dajakeri tschib te schofinel, inklusivi o Romengere-tschave“, phenel o sikadipeskero ministeri Tomáš Drucker. „Vaschoda phentscham, hot le keripeske jeka pilotiskera ischkolatar le Romengere-tschavenge ando gav Rakúsy pomoschinas. Amen pilotiskere koji ande ada than ar te probalinel kamaha, save o dajakero tschibtschakero sikadipe te le Romengere-tschavenge bulharen taj feder keren.“ Rakúsyske vaschoda o schtatus jeka „nacijonalitetengeri-ischkola“ aun rodim ulo.
Akan andi Slovakija tschak poar ischkoli del, kaj Romani – trin ori ando kurko – ojs ischkolakero foch sikado lo (taj ada, kekaj palo „Atlas le Romengere-Khetaniptschendar“ andi Slovakija 450.000 Roma dschin, savendar 60 procenti khere Romani vakeren). Efta ischkoli hi le, sa privati ischkoli, bojd o cile ando ost le thanestar. Afka Romani ande schtar ischkoli (ande Kružlová, Stropkov, Kremnica taj Košice), ando Zefyrin-Jiménez-Malla-gimnasijum (ande Kremnica) taj ande duj butjakere sikadipeskere ischkoli (ande Košice taj Kežmarok) ojs sikajipeskero foch tel pisim hi – ham na ojs sikajipeskeri tschib sar akan akor ande Rakúsy. I ischkola tschatschikan jek nevipe hi: i erschti ischkola andi Slovakija, kaj Romani te uso famitlinipe avre siklojipeskere koji lim ol.
Ulado gav
Rakúsy jek tikni gemajnde uso kesdipe la Tatratar hi, o becirkiskero scheroskero foro tschak poar kilometertscha pasche hi. 3.300 dschene hi le gav, 70 procenti upri flogoskeri grupn le Romendar peren, savendar but ande jek tel paschlimi sidlung eknaj avral o gav, dschin. I Romengeri-sidlung andar Rakúsy, jek le lek barederendar andi Slovakija hi. Read the rest of this entry »
Dezember 11th, 2024 |
Published in
Facts & Figures, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte
Die Fünf-Jahres-Kindersterblichkeit bei Roma in Bosnien-Herzegowina liegt bei 27 pro 1000 Lebendgeburten. (Zum Vergleich Österreich: 3,6.)
(Quelle)
Dezember 11th, 2024 |
Published in
Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 6.12.2024 (mp3)
In der aktuellen Freitagsausgabe erwarten Sie die Veranstaltungshinweise für die Region Oberwart und die Volksgruppennews in Deutsch und Burgenland-Romani. In der Jugendsendung erzählt uns Adi Gussak mehr über den Film „A Day without Light“, der von einem Rom gedreht wurde.
Anhören: →Sendung vom 9.12.2024 (mp3)
Im „Romani Ora“-Musikmontag hören Sie eine Stunde lang die abwechslungsreichste und vielfältigste Roma-Musik aus allen Ecken der Welt. Durch die Sendung führt Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 10.12.2024 (mp3)
Im Tagesthema nehmen wir Sie diesmal mit auf den traditionellen „Roma-Advent“, den der Verein Hango Roma im OHO organisierte. Und in der Kategorie „Mindenfelitiko“ berichten wir über die Weihnachtstrends für das Jahr 2024.
Dezember 10th, 2024 |
Published in
Film & Theater
Spielfilm von Livia Gyarmathy
79 min. (H/BRD, 1979)
→Streaming (nur ungarisch)
Ein Rom will seiner verstorbenen Frau ein standesgemäßes Begräbnis ausrichten, scheitert jedoch an der Ignoranz und Geldgier der Leute im Dorf.
Der Rom Mihály Balog schuftet in Budapest bei einer Straßenbaubrigande, als ihn aus seiner Heimatsiedlung die Kunde ereilt, dass seine Frau gestorben ist. Sein Wunsch, ihr ein würdiges Begräbnis auszurichten, scheitert an der Ignoranz und Geldgier der Leute im Ort. Aus dem würdigen wird ein schäbiges Begräbnis, von dem niemand Notiz nehmen will. Nur die ehemaligen Liebhaber der Verstorbenen beobachten die Beerdigung aus sicherere Distanz. Mihály kehrt der Siedlung den Rücken …
Der Film bietet überaus realistische Einblicke in das Alltagsleben der ungarischen Roma in den siebziger Jahren.
Regie: Livia Gyarmathy | Drehbuch: József Balázs, Livia Gyarmathy | Kamera: Ferenc Pap | Schauspieler: Ferenc Bencze, Ferenc Bogdán, János Bán, Jirí Menzel, Mihály Rostás
(Text: Filmarchiv Austria)
Dezember 9th, 2024 |
Published in
Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen
Genozid an Rom:nja auf dem Gebiet von Belarus, 1941–1944
Eröffnung der Wanderausstellung
Kulturhaus RomnoKher, Mannheim
11. Dezember 2024, 18 Uhr
Der Verband Deutscher Sinti und Roma – Baden-Württemberg (VDSR-BW) lädt herzlich zur Eröffnung der Wanderausstellung „Genozid an Rom:nja auf dem Gebiet von Belarus, 1941–1944“ ein. Die Veranstaltung findet am 11. Dezember 2024 um 18:00 Uhr im Kulturhaus RomnoKher statt. Die Ausstellung wird bis Ende Januar 2025 im RomnoKher zu sehen sein.
Die Ausstellung widmet sich einem oft vergessenen Kapitel der Geschichte: dem Völkermord an Rom:nja während der deutschen Besatzung in Belarus zwischen 1941 und 1944. Dieser Genozid, ein wesentlicher Bestandteil des deutschen Vernichtungskriegs im Osten, ist im kollektiven Gedächtnis sowohl der belarussischen als auch der deutschen Bevölkerung kaum verankert. Mit dieser Ausstellung soll ein Beitrag zur Bewahrung der Erinnerung geleistet werden – insbesondere aus der Perspektive der Opfer.
Die Ausstellung basiert auf Interviews mit Dutzenden von Zeitzeug:innen, die im Rahmen eines deutsch-belarussischen Projekts geführt wurden. Sie dokumentiert nicht nur das Leid der Überlebenden, sondern auch ihren Widerstand sowie die teils widersprüchlichen Reaktionen ihrer Umgebung – von Kollaboration bis hin zu Solidarität. Ergänzt wird die Ausstellung durch Informationen zu historischen Hintergründen, Überlebensstrategien, der Rolle der Partisanenverbände und der Erinnerungspolitik in Belarus und Deutschland nach 1945.
Read the rest of this entry »
Dezember 8th, 2024 |
Published in
Film & Theater, Rassismus & Menschenrechte
„Die Aliens von Lunik 9“ – Roma-Ghettos in der Slowakei
Ein Film von Chris Haderer, →Video-Homepage
Angeregt durch das Buch „Die Hundeesser von Svinia“ von Karl-Markus Gauß besuchten der Fotograf Luca Faccio und der Journalist Chris Haderer im März 2005 den Osten der Slowakei. Die Aufnahmen zu diesem Film entstanden im Rahmen einer Recherche in den Roma-Ghettos von Svinia und Lunik 9.
Mitwirkende: Luca Faccio, Robert Packan, Daniela Hudiova, Aufnahme und Gestaltung: Chris Haderer. Aufgenommen im April 2005 in Kosice und Svinia (SK), fertiggestellt im August 2011 in Wien.
(Film und Text: Chris Haderer)
Dezember 7th, 2024 |
Published in
Facts & Figures, Rassismus & Menschenrechte
in Frankreich führten Fake News über Roma, die Kinder in einem Lieferwagen entführen, um ihre Organe zu verkaufen, 2019 zu einer Gewaltwelle gegen Roma.
(Quelle)
Dezember 7th, 2024 |
Published in
Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 2.12.2024 (mp3)
Der „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA wird Ihnen präsentiert von Tina Nardai. Kommen Sie mit auf eine musikalische Reise, bei der Sie in die Vielfalt der unterschiedlichen Roma-Lieder eintauchen können.
Anhören: →Sendung vom 3.12.2024 (mp3)
In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ hören Sie im Tagesbeitrag Kindheitserinnerungen von Gertrude Gussak an die Adventzeit. Und wie immer am ersten Dienstag im Monat können Sie bei „Reginas Atempause“ ein wenig zur Ruhe kommen.
Anhören: →Sendung vom 4.12.2024 (mp3)
In Oberwart fand vor kurzem das erste „Repair-Café“ statt. In der Pannonischen Tafel konnten Elektrogeräte gegen eine freien Spende zur Reparatur gebracht werden. Die Sendung wird moderiert von Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 5.12.2024 (mp3)
Die Adventbesinnung und gleichzeitig auch Nikolausfeier der Romapastoral sind Tagesthema dieser „Romani Ora“. Und wie jeden Donnerstag hören Sie auch diesmal die Kategorie „Mri historija“.
Dezember 6th, 2024 |
Published in
Einrichtungen, Veranstaltungen & Ausstellungen
Die Roma Volkshochschule Burgenland begeht ihr 25-jähriges Jubiläum. Gefeiert wird dieses mit einem Fest im Offenen Haus Oberwart (OHO) am Samstag, 14. Dezember 2024, um 19 Uhr. Dabei wird es eine Rückschau und ein Konzert geben: „An diesem Abend soll all das präsentiert und mit einem Fest gefeiert werden, was in den 25 Jahren des Bestehens geschaffen und umgesetzt worden ist.“ Eintritt frei.
Konzert: Ferry Janoska & Melinda Stoika. Ausklang mit DJ-Künstlerin Melinda Stoika
Beiträge von: Dr. Leonhard Schneemann (Landesrat – Burgenländische Landesregierung), Dr. John Evers (Generalsekretär Verband Österreichischer Volkshochschulen), Dr.in Christine Teuschler (Vorsitzende Burgenländische Volkshochschulen)
Im Jahr 1999 wurde die Volkshochschule der Burgenländischen Roma als Teilorganisation der Burgenländischen Volkshochschulen gegründet. 2016 erfolgte die Umbenennung in Roma Volkshochschule Burgenland (VHS-Roma). „Ziel des Vereins ist ein Bildungsangebot für Roma und Romnja sowie Nicht-Roma, die an der Geschichte, Kultur und an der Sprache der Volksgruppe interessiert sind, zu schaffen. Dabei sollen besonders Begegnungen und der Austausch zwischen Roma und Romnja sowie Nicht-Roma ermöglicht werden“, berichtet Horst Horvath, Vorstand VHS-Roma.
Programme und Schwerpunkte
„In den vergangenen 25 Jahren war es der VHS-Roma stets wichtig, das eigene Angebot zu reflektieren und an die aktuellen Herausforderungen anzupassen. Zahlreiche Programme und Schwerpunkte spiegeln die letzten Jahrzehnte wider und erlauben uns heute einen Rückblick in Themenschwerpunkten“, so Horvath. Zu diesen Schwerpunkten zählen: Vorträge, Buchpräsentationen, Diskussionen; historische und kulturelle Ausstellungen; Kunst, Kultur, Tradition; Studienreise in ferne Länder; diverse Tagungen; Internationaler Roma/Romnja-Tag; die „RomaCajtung“; EU-Projekte; Infopoint im Stadtzentrum; verschiedene Theaterproduktionen; Museumsarbeit; Gedenkarbeit; Erstellen von Unterrichtsmaterialien; Lehrerinnen- und Lehrerfortbildung.
Die Roma Volkshochschule Burgenland ist erfolgreich, weil es dem engagierten Team gelingt, Formen und Methoden zu entwickeln, die sowohl die Romnja und Roma als auch die Nicht-Roma ansprechen. Jedoch muss an diesen Strategien wiederholt weitergearbeitet werden, um den gesellschaftlichen Veränderungen gerecht zu werden. „Die bisher sehr erfolgreichen Strategien, die zur Anerkennung als Volksgruppe und zur politischen Akzeptanz geführt haben, entsprechen allerdings nicht mehr den Ansprüchen und der gesellschaftlichen Realität des 21. Jahrhunderts. Read the rest of this entry »
Dezember 4th, 2024 |
Published in
Facts & Figures, Religion
Seit ca. 1930 pilgern polnische Roma, i.d.R. am 2. Sonntag im Juni, als Wallfahrer zum Marien-Heiligtum in Rywałd Królewski.
(Quelle/pdf)
November 30th, 2024 |
Published in
Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 25.11.2024 (mp3)
Wie jeden Montag hören Sie in der „Romani Ora“ eine Stunde lang die meiste und vielfältigste Roma-Musik. In dieser Ausgabe unter anderem mit dabei: die Roma Boyz, Gipsy Sandra, Los Reyes, Romano Rath und Les Tsiganes.
Anhören: →Sendung vom 26.11.2024 (mp3)
Über das neue PET-Sammel-und-Recyclingsystem, das am 1. Jänner 2025 in Kraft tritt, handelt das aktuelle Tagesthema der „Romani Ora“. Und in „Mindenfelitiko“ stellen wir Ihnen den österreichischen Spielfilm „80 plus“ vor.
Anhören: →Sendung vom 27.11.2024 (mp3)
Das „Zentrale Seminar“ von „erinnern.at“ fand dieses Jahr im Burgenland statt. Radio MORA war bei der LehrerInnenfortbildung zum Thema „Genozid an Roma und Sinti“ dabei. Durch die Sendung führt Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 28.11.2024 (mp3)
Wie und in welcher Form der Genozid an Roma und Sinti im österreichischem Lehrplan verankert ist und wie engagierte Lehrerinnen und Lehrer dieses Thema im Unterricht behandeln, haben wir für Sie recherchiert. Außerdem bekommen Sie bereits in dieser Ausgabe unsere Veranstaltungshinweise sowie die Rubrik „Mri historija“ zu hören.
November 30th, 2024 |
Published in
Facts & Figures, Rassismus & Menschenrechte
Im Juni 2009 fand die Polizei in Belfast mehrere Rohrbomben, die für rassistische Angriffe auf rumänische Roma vorgesehen waren.
(Quelle)
November 29th, 2024 |
Published in
Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte, Religion, Wissenschaft
Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) will die Geschichte von Protestantismus und Antiziganismus untersuchen. Dazu hat sie ein Sonderstipendium zur wissenschaftlichen Erforschung ausgeschrieben.
Seit einigen Jahren engagiert sich die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) im bundesweiten „Netzwerk Sinti Roma Kirchen“, einem Zusammenschluss aus kirchlichen und religiösen Gemeinschaften und bundesweiten und regionalen Strukturen von Sinti und Roma. Mit dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma hat die EKD eine enge Zusammenarbeit vereinbart; diese wurde im vergangenen Jahr anlässlich des 40. Jahrestags der Gründung des Zentralrates mit einer Erklärung und einem gemeinsamen Gottesdienst im Berliner Dom bekräftigt.
Darin heißt es: „Gemeinsam mit Angehörigen der Minderheit von Sinti und Roma wollen wir der Diskriminierung im Alltag von Kirche und Gesellschaft und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit insgesamt entgegenwirken. Dazu bedarf es der Auseinandersetzung mit der bis in die Gegenwart reichenden Schuldgeschichte der Kirchen und der unbedingten kritischen Überprüfung von theologischen und kirchlichen Denkmustern und Prägungen.“
Vor diesem Hintergrund hat die EKD jetzt ein Sonderstipendium ausgeschrieben, das der wissenschaftlichen Untersuchung der Geschichte von Antiziganismus und Protestantismus dienen soll. Das Projekt ist in der Kirchengeschichte angesiedelt und zielt auf die Beleuchtung bisher unterschätzter Aspekte kirchlicher und diakonischer Praxis, z. B. Seelsorge, Jugendhilfe, Gemeindealltag, aber auch Kollaborationen der Kirchen in der NS-Zeit, Umgang mit der Minderheit in der Nachkriegszeit sowohl in West- wie Ostdeutschland.
„Wir erhoffen uns von einer solchen Forschungsarbeit, die nur ein Anfang sein kann, dass wir uns unserer eigenen blinden Flecken in der Geschichte und Gegenwart unserer Kirchen bewusster werden. Read the rest of this entry »
November 28th, 2024 |
Published in
Geschichte & Gedenken, Jugend & Bildung, Veranstaltungen & Ausstellungen
Österreichs größte Lehrkräftefortbildung zur Holocaust Education behandelt den Genozid an den Roma und Sinti: Vermittlungsarbeit und Forschungsstand zur Verfolgungspolitik. In Kooperation mit dem Verein Roma-Service.
Wien (OTS) – Rund 500.000 europäische Roma, Romnja, Sinti und Sintizze wurden zwischen 1938 und 1945 Opfer einer rassistischen Verfolgungspolitik der Nationalsozialisten und ihrer Verbündeten. Roma und Sinti wurden diffamiert und ausgegrenzt, zur Arbeit auf Bauernhöfen, Baustellen und in der Industrie gezwungen, sie starben in Zwangsarbeits- und Konzentrationslagern und wurden in Vernichtungslagern getötet. Im Rahmen einer dreitägigen Fortbildung auf Einladung der Bildungsagentur OeAD befassten sich Lehrpersonen aus ganz Österreich mit der Geschichte und der schulischen Vermittlung des Genozids an Roma/Romnja und Sinti/Sintizze. Der OeAD setzt das Programm ERINNERN:AT im Auftrag des Bildungsministeriums um.
„Die Bildungsarbeit über den Genozid an den Roma und Sinti während der NS-Zeit ist ein wichtiger Teil der Vermittlung der österreichischen Geschichte. Mit dem OeAD-Programm ERINNERN:AT setzen wir einen wichtigen Schritt, um das Bewusstsein für die oft vergessenen Geschichten der einstigen Verfolgten zu schärfen und zugleich gegen aktuelle Diskriminierungen anzukämpfen. Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, die Vergangenheit aufzuarbeiten und für eine gerechte Zukunft frei von Diskriminierung, Gewalt und Extremismus zu sorgen,“ so Martin Polaschek, Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung.
„Über den Völkermord an den Roma und Sinti ist heute noch immer sehr wenig bekannt, zu selten wird dieser in Bildungskontexten thematisiert. Wir begegnen dieser Lücke im Bildungssystem und wollen ein Bewusstsein für die Geschichte des Genozids schaffen – dabei geht es auch darum, heutiger Diskriminierung von Roma und Sinti entgegenzutreten“, betont der Geschäftsführer von Österreichs Bildungsagentur OeAD, Jakob Calice.
Read the rest of this entry »
November 26th, 2024 |
Published in
Facts & Figures
1997 erschien das erste Periodikum, das jemals auf Burgenland-Romani veröffentlicht wurde: die Kinderzeitschrift Mri tikni MiniMulti.
(Quelle/pdf)
November 24th, 2024 |
Published in
Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 19.11.2024 (mp3)
Die alljährliche Gedenkfeier für Roma und Sinti in Lackenbach jährte sich heuer bereits zum vierzigsten Mal. Mehr darüber hören Sie in unserem aktuellen Tagesthema hier auf Radio MORA. Dazu verwöhnen wie Sie mit der besten Roma-Musik.
Anhören: →Sendung vom 20.11.2024 (mp3)
Kurz vor Beginn der Adventzeit beginnt vielerorts das große Weihnachtsbacken. Damit die Weihnachtsmehlspeise unsagbar köstlich wird, braucht es auf jeden Fall Vanille. In der „Romani Ora“ hören Sie dazu einen Beitrag über „Vanilla Aid“, hochwertige Vanille aus Madagaskar. Außerdem in dieser Ausgabe mit am Start: die internationalen Volksgruppennachrichten.
Anhören: →Sendung vom 21.11.2024 (mp3)
Die „Gipsy Swing Band“ von Ferenc Bodi ist diesmal Tagesthema in der „Romani Ora“ auf Radio MORA. Außerdem hören Sie wieder eine Folge unserer Reihe „Mri historija“. Moderiert von Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 22.11.2024 (mp3)
Diese Ausgabe der „Romani Ora“ beinhaltet den Veranstaltungskalender/Mulatintschage, die zweisprachigen Volksgruppennachrichten und die Jugendsendung. In „Young, wild and free – le ternenge“ beschäftigt sich Adi Gussak mit dem Thema „Diplomarbeit“.