dROMa 76 („Gewalt“ | „Bibastalo tradipe“)

Dezember 14th, 2024  |  Published in Rassismus & Menschenrechte, dROMa (Magazin)

dROMa 7630 Jahre Attentat von Oberwart | 30 berscha atentato Erbatar

Themenheft „Gewalt“ | Temakeri heftlina „Bibastalo tradipe“

Gewalt gegen Roma: eine unvollständige Chronik 2005 bis 2020 | Bibas­talo tra­di­pe gejng Roma: jek na ki­se­ti­mi his­to­ri­ja 2005 dschi 2020

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In wenigen Wochen begeht Österreich den 30. Jahrestag des größten rassis­tischen Ver­brechens seiner Nach­kriegs­ge­schichte. Vier junge Roma aus Oberwart wurden 1995 grausam aus dem Leben ge­rissen. Über diese Schicksals­tage, in denen für die Volks­gruppe alles auf dem Spiel stand, be­richtet Roman Urbaner in einem Ein­führungs­text. Vieles hat sich seither zum Guten ge­wendet, Österreich hat sich seiner Volks­gruppe an­ge­nommen. Das Burgenland hat – durch­aus vorbild­haft in Europa – gezeigt, wie es klappen kann. Doch die Gewalt gegen Roma bleibt virulent – sogar in Öster­reich, wie eine Reihe von Vorfällen be­weist. Diese sind freilich nur eine winzige Fußnote zu dem, was welt­weit ge­schieht und von dem man in den Medien nur selten erfährt. Aus Hun­derten doku­men­tierten Vor­fällen haben wir daher eine Chronik der Gewalt aus den Jahren 2005 bis 2020 zu­sammen­gestellt. Es ist eine be­ängsti­gende Liste von Hass­verbrechen – von Tschechien bis Chile, von Polen bis Bulgarien. Fast immer folgt die Eska­lation dens­elben Mustern: Da ist der Hass gegen die Minder­heit, der Konflikte ethnisch kana­lisiert und Roma zu Sünden­böcken macht. Da ist die rassistische Ent­grenzung der Gewalt, die sich gegen das Kollektiv richtet. Da sind aus­wärtige Grup­pierun­gen, die die lokale Span­nungen anheizen, und das Versagen des Staates, der die Täter allzu oft ge­währen lässt und statt­dessen gegen die Opfer vorgeht.

Ande poar kurke i Austrija upro 30 berschen­gero di le lek bareder rasis­tischi fapha­geri­pestar leskera cajtatar palo haburi gondo­linel. Schtar terne Roma Erbatar, 1995 murdarde ule. Pedar adala terdschi­jiptschen­gere divesa, ande save la flogos­kera grupnake sa upro khelipe terdscho­lahi, phukal o Roman Urbaner ande leskero andvo­dini­peskero tekst. But sajt oja cajt ando latschipe pe irintscha, i Austrija leskera flogos­kera grupnake aun pe lija. O Burgenland – hatek jek idol andi Europa – sikatscha, sar schaj dschal. Ham o bibas­talo tradipe gejng o Roma atschol – muguli andi Austrija, sar jek redo angle­perip­tschen­dar sikal. Hatek ada tschak jek tikno koja use oda hi, so upro cilo them pasirinel taj savestar ando mediji tschak tschulo te schunel hi. Andar but schel doku­mentirime angle­perip­tscha vaschoda jek khetan kedipe le bibastale tradi­pestar andar o berscha 2005 dschi 2020 ktehan terdschar­tscham. Jek bri­gaschni lista hosini­peskere fapha­gerip­tschendar hi – usar i Tschechija dschi ande Tschile, usar i Polnija dschi andi Bulgarija. Bojd mindig i eskala­cijona palo glajchi mustertscha tel naschel: Adaj hi o hosi­nipe gejng o tschulipe, savo konflik­tscha etnischi vodinel taj le Romen uso gri­hakero bido kerel. Ada o rasistischi naphand­lipe le bibastale tradipestar hi, savo pe gejng o cile irinel. Adaj hi avrethe­mutne grupn, save o lokali donde­bescha­riptscha dschiv­dscharen, taj o na scho­finipe le schtotistar, savo le tetertschen butvar sa te kerel mukel taj akor gejng o opfertscha angle dschal.

Anregende Lektüre und ein gutes neues Jahr
wünscht Ihnen Ihr Team von dROMa

Schukar genipe taj latscho Nevo Bersch
kivaninen tumenge o dschene andar dROMa

(dROMa)


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