Das Experiment von Rakúsy

November 24th, 2024  |  Published in Jugend & Bildung, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Romani, dROMa (Magazin)

VERBAUT: Benachteiligungen prägen den Bildungsweg der Roma-Kinder. Die ost­slo­wa­ki­sche Ge­mein­de Rakúsy bekommt nun die erste Romani-Schule des Lan­des. Good News oder ein weiterer Irrweg? (Symbolbild: SME)Die Slowakei bekommt ihre erste Romani-Schule

Im Juni wurden im Bildungsministerium in Bra­tis­lava die Wei­chen ge­stellt: In der ost­slo­wa­ki­schen Ge­mein­de Rakúsy wird es bald die erste Schule des Lan­des ge­ben, in der die Kinder – neben Slo­wa­kisch – auch in ihrer Mut­ter­spra­che Romani un­ter­rich­tet werden.

Für die Umsetzung unterzeichnete das Ministerium eine Koope­ra­tions­ver­ein­barung mit der Gemeinde, der Univer­sität Prešov und dem „Verband der Schulen, die die Roma-Sprache unter­richten“. Die Vor­berei­tun­gen sollen nun etwa ein Jahr dauern. „Ich halte es für außer­ordent­lich wichtig, einen Raum für die Bildung von Kindern aus ethni­schen Minder­heiten in ihrer Mutter­sprache zu schaffen, ein­schließ­lich der Roma-Kinder“, erklärt Bildungs­minister Tomáš Drucker. „Deshalb haben wir be­schlos­sen, die Ein­richtung einer Pilot­schule für Roma-Kin­der im Dorf Rakúsy zu unter­stützen. Wir wollen Pilot­maß­nahmen in diesem Bereich aus­pro­bieren, die darauf abzielen, mutter­sprach­li­che Bildung auch für Ro­ma-Kinder aus­zu­weiten und zu ver­bessern.“ Für Rakúsy habe man daher den Status einer „Na­tio­na­li­tä­ten-Schu­le“ be­antragt.

Derzeit existieren in der Slowakei nur eine Handvoll Schulen, an denen Romani – im Umfang von drei Wochen­stunden – als Schulfach an­geboten wird (und das, obwohl laut dem „Atlas der Roma-Ge­mein­schaf­ten“ in der Slowakei 450.000 Roma leben, von denen 60 Pro­zent zu Hause Romani sprechen). Sieben Schulen sind es, alle­samt Privat­schulen, fast alle im Osten des Landes. So ist Romani an vier Grund­schulen (in Kružlová, Stropkov, Kremnica und Košice), am Ze­fy­rin-Ji­mé­nez-Malla-Gym­na­si­um (in Krem­nica) und an zwei berufs­bilden­den Schulen (in Košice und Kežmarok) als Unterrichts­fach ver­ankert – nicht jedoch als Unter­richts­sprache wie künftig in Rakúsy. Die Schule ist tat­säch­lich ein Novum: die erste Schule der Slowakei, in der Romani auch regulär zur Ver­mittlung an­derer Lehr­inhalte ver­wendet wird. Read the rest of this entry »

Khetanperipe ando Advent

November 23rd, 2024  |  Published in Einrichtungen, Literatur & Bücher, Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen

Roma-Advent 2024Lesung – Musik – Kulinarik: Traditioneller Ro­ma-Ad­vent 2024 am 7. De­zem­ber ab 19 Uhr im Offe­nen Haus Ober­wart (OHO), Liszt­gasse 12. Eine Ver­­an­stal­tung von Han­go Roma. Ein­tritt frei.

Der traditionelle Roma-Advent wird schon seit vielen Jahren ver­anstaltet, um den Stellen­wert der Volks­gruppe der Roma nicht zu ver­lieren sowie die Tradition und Kultur der Volks­gruppe der Roma und Sinti zu stärken und in der Öffent­lich­keit erleb­bar zu machen. Heuer findet der Roma-Ad­vent unter dem Motto „35 Jahre Roma-Be­we­gung in Österreich“ statt.

Lesung von Sanja Abramovic
Die Autorin wurde 1982 in Karlovac/Kro­a­ti­en geboren und wuchs im Kurort Topusko nahe der bosni­schen Grenze auf. Sie lebt seit 1991 in Öster­reich, stu­dierte Germa­nistik und Slawistik an der Uni­ver­sität Wien. Seit 2007 lebt sie im Burgenland und unter­richtet Deutsch und Kroatisch. Die Bruch­stellen in ihrer Biografie führen bereits in jungen Jahren zu einer melan­cho­lischen Aus­einan­der­setzung mit Erin­ne­rungen, der Frage nach Heimat und Heimat­losig­keit, zu einer prinzi­piellen Skepsis der Sprache, den Menschen, der Welt gegen­über, zu un­zähligen Ver­ortungs­ver­suchen.

Projekt PRADO DROM: Präsentation und Re­sümee
Das Projekt „PRADO DROM – Offener Weg“ bietet ein nieder­schwelliges Beratungs- und Quali­fi­zie­rungs­an­ge­bot für arbeits­markt­ferne Roma und Romnja. Es sollen Beschäf­ti­gungs­hemm­nisse abg­ebaut, das Selbstwertgefühl gestärkt, Lösungs­kom­petenz aktiviert, Basis­bildung verbessert und somit der Weg von der Arbeits­losig­keit auf den Arbeits­markt geebnet werden. Im Rahmen der Ver­anstal­tung wird das Projekt prä­sentiert. Weiters wird ein Resümee ge­zogen über die groß­artigen Erfolge, die in den zwei Jahren erzielt wurden.

Viel Musik
Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung von den burgen­ländi­schen Roma-Mu­sik­grup­pen ROMANO RATH und der LEON BERGER BAND sowie vom NEWO ZIRO QUARTETT aus Wien. Weiters laden wir Sie auf eine kulina­rische Reise aus der Roma-Küche 2.0 – Romano Habe ein. Read the rest of this entry »

Sar feschtime bogartscha

November 21st, 2024  |  Published in Einrichtungen, Medien & Presse, Wissenschaft, dROMa (Magazin)

O visenschoftlichi magacintscha le „Romani Schtudijendar“, kipo: Jakob Sturm (1826) / Smithonian LibrariesO visenschoftlichi magacintscha le „Romani Schtudijendar“


Saj fochiskere papruschengere neviptscha pe­dar o Roma sa del taj de­lahi, na mu­kel pe asaj loke te phe­nel. Ke­kaj afka hi, amen pro­ba­lin­tscham le taj o lek bari­ka­ne­der a­na­va tu­men­ge khe­tan le­dschi­jam. Jek di­kipe – usar o phu­ro vo­di­ni­pes­ke­ro hajo an­dar o 19to schel­ber­schen­ge­ro dschi uso lek ter­ne­der ne­ve ke­rip­tscha.

O „Romani Schtudiji“ jek tikno paj ando thana maschkar o bare disciplin­tscha hi, maschkar etno­logija, lingu­jistika, historija. Le pub­lika­cijo­na­kere kojaske butschol ada, hot o tschule schpe­ci­jalisi­rime papru­schen­gere neviptscha gejng i kon­kurenca le avre foch­tschendar iste pumen terdscha­ren. Pasche, le Romengere-forschinipeske o palmu­ki­pes­kero pharipe leskera rasistischi histo­rijaha, problem­tscha kerel. Jek konflikto, savo dschi adi bibastalo hi, sar hatek o pelinipe pasche i „Gypsy Lore Society“ sikal.

Britanitiko thaneskero schero

Sajt lakero keripe 1888 niko ar la schaj mukla, savo pe visen­schoft­lichi Romenge intere­sirin­tscha. Adaj dschene khetan sina, saven ando „Zigeu­neren­gero for­schinipe“ terdscho­jipe taj anav sina. O siklime taj hobis­kere forscher­tscha upri flogos­keri grupn sar bogar­tschen­gere khetan kedasch­tscha upre eksotischi gistave bogar­tscha pumen tschidine. Sakone „schusche rat­vales­kere kojaske“, „na hami­schane kojasek“ palal naschnahi, mindig le „tschatsche Zigeuner­ni­peske“ upri joma. Ada likeripe, ande savo i roman­tischi voja taj o rasistischi koji khetan bijon, andar o phure bersches­kere kenvi le faraj­niskere fochiskere patren­dar, o Journal of the Gypsy Lore Society (JGLS), te dikel hi. Kritiker­tscha, paloda adale kojaske muguli jek ajgeni, na schukar aka­ripe kerde: „Gypsylorism“.

Kekaj afka sina, o magacin „o basisakero bar le but disciplin­tschen­gere forschini­pes­kere thaneske kertscha, savo adi ojs Ro­ma­ni/Gypsy Schtudiji prin­dschardo hi“, phenel o Roma­ni-lin­gu­jisto Yaron Matras, savo i redak­cijona usar 1999 dschi 2017 vodintscha. Leske te palikerel hi, hot andar o pra­hoschno perijo­dikum, jek moderni akade­mischi magacin themes­kere terdscho­ji­pestar ulo. Ham o kerdo irinipe – taj o anavengero irinipe ande Romani Studies – i nevi redak­cijona 1999 tschak phare duach schaj beschar­tscha. Jek phenipe le farajvniskere dschenen­dar, kaj o khetanipe ersch­tivar kritischi lengere kesvdiptschen­ca donde pumen bescharde, hatek erscht ando bersch 2016 dija. Upro tradici­joneli anav „Gypsy Lore Society“ i phuri garda muguli meg adi likerel, kekaj but kritika del. Read the rest of this entry »

Romani Ora (13.11., 14.11., 15.11., 18.11.2024)

November 20th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 13.11.2024 (mp3)

Auf Spurensuche begibt sich die Gemeinde Grodnau im Burgenland. Hier fand ein Vortrag des Historikers Herbert Brettl statt. Er berich­tet darüber, dass in Grodnau eine der größ­ten Roma-Sied­lungen im Burgenland vor dem Holocaust war. Durch die Sen­dung führt Sie Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 14.11.2024 (mp3)

Anlässlich des internationalen Tages der Sprache Romanes hat Martin Horvath einen Beitrag für die „Roma­ni Ora“ zu­sam­men­ge­stellt. Und in „Mri histo­rija“ hören Sie in dieser Ausgabe mehr über die Ge­mein­de Grodnau/Gruna.


Anhören: →Sendung vom 15.11.2024 (mp3)

In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ erwarten Sie wieder unser Ver­anstaltungs­kalen­der/Mu­la­tin­tschage, die Volks­gruppen­news und die meiste und ab­wechs­lungs­reichste Roma-Musik. Außer­dem erfahren Sie in der Jugend­sendung mehr über den „Men’s Mental Health Month“.


Anhören: →Sendung vom 18.11.2024 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musik­montag auf Radio MORA wird Ihnen prä­sentiert von Tina Nardai. Neben der viel­fältigs­ten Roma-Musik hören Sie außer­dem die zwei­sprachigen Volks­gruppen­nach­rich­ten und unsere Kultur­rubrik „Kultura hetvinate“.

Lackenbach: Gondolipe le Romenge taj Sinijenge

November 18th, 2024  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 18.11.2024 | 7:38 min

Gedenkveranstaltung für die Roma und Sinti in Lackenbach

Uso gondolipeskero than ande Lackenbach suboton le Romenge taj Sintijenge, save le nacijo­nal­soci­ja­lis­tendar murdarde ule gon­dolim ulo. Ando bersch 1938 dschiv­nahi ando Burgenland valami ofto eseri Roma, tschak poar schel Roma ada brigaschno keripe le nacijo­nal­socija­listendar prik dschivde. But lendar ando bersch 1938 sar agun phenahi ando „Zigeunerlager“ Lacken­bach ledschim ule taj mujsi­nipeskeri buti iste kernahi. Odotar esertscha Roma ando minden­felitike logertscha ledschim taj mur­darde ule. Sajt o bersch deschuenja oftarvar desch taj schtar del le opferenge la flogos­kera grupnatar jek.gondo­li­peskero than ando gav Lackenbach.

Bei dem Mahnmal in Lackenbach (Bezirk Oberpullendorf) ist am Samstag der von den Natio­nal­sozialis­ten ermor­deten Roma und Sinti gedacht worden. 1938 lebten im Burgen­land rund 8.000 Roma, nur ein paar Hundert über­lebten den Rassenwahn der Natio­nal­sozialis­ten. Die meisten wurden ab 1938 in das so­ge­nannte „Zigeunerlager“ in Lackenbach ver­schleppt und mussten Zwangs­arbeit ver­richten. Von dort aus wurden tausende Roma in ver­schie­dene Kon­zentra­tions­lager deportiert und er­mordet. Seit 1984 gibt es für die Opfer der Volks­gruppe ein Mahnmal im Ort.

(Beitrag: TV Erba)

Wie bunte Käfer

November 16th, 2024  |  Published in Einrichtungen, Medien & Presse, Wissenschaft, dROMa (Magazin)

Zwischen Gypsylorism und Wissenschaft: die Fachjournale der „Romani Studies“, Bild: Jakob Sturm (1826) / Smithonian LibrariesDie wissenschaftlichen Journale der „Romani Studies“


Was es an Fachzeitschriften über Roma alles so gibt und gab, lässt sich gar nicht so leicht über­blicken. Wir ha­ben es trotz­dem ver­sucht und die wich­tigs­ten Titel für Sie zu­sam­men­ge­tra­gen. Eine Über­sicht – vom alten Flagg­schiff aus dem 19. Jahr­hun­dert bis zu den jüngs­ten Neu­grün­dun­gen.

Die „Romani Studies“ sind ein bescheidenes Biotop in den Nischen zwischen den großen Dis­zipli­nen, zwi­schen Ethno­logie, Linguistik, Ge­schichte. Für das Publi­ka­tions­wesen bedeu­tet dies, dass sich die wenigen spezia­li­sierten Zeit­schriften gegen die Kon­kurrenz der anderen Fächer be­haupten müssen. Zudem macht der Roma-For­schung die Erblast ihrer rassisti­schen Geschichte zu schaf­fen. Ein Konflikt, der bis heute virulent ist, wie etwa die Polemik um die „Gypsy Lore Society“ be­weist.

Britischer Platzhirsch

An dieser kam, seit ihrer Gründung 1888, niemand vorbei, der sich wissenschaftlich für Roma interes­sierte. Hier war ver­sammelt, was in der „Zigeuner­forschung“ Rang und Namen hatte. Die Gelehrten und Hobby­forscher stürzten sich auf die Volks­gruppe wie Insekten­sammler auf exotisch schil­lernde Käfer. Allem „Rein­blütigen“, „Un­ver­fälschten“ jagten sie hinter­her, immer dem „echten Zigeuner­tum“ auf der Spur. Diese Haltung, in der romantische Begeis­terung und rassis­tische Prämissen ver­schmolzen, blickt einem auch aus den alten Jahr­gängen des Vereins­organs, des Journal of the Gypsy Lore Society (JGLS), ent­gegen. Spätere Kritiker prägten dafür einen eigenen, wenig schmei­chel­haften Begriff: „Gypsylorism“.

Nichtsdestotrotz legte das Journal „den Grundstein für das inter­diszipli­näre Forschungs­gebiet, das heute als Ro­ma­ni/Gypsy Studies bekannt ist“, betont der Roma­ni-Lin­guist Yaron Matras, der die Redaktion 1999 bis 2017 leitete. Ihm ist es zu verdanken, dass aus dem ver­staubten Perio­dikum ein modernes akade­misches Journal von Weltrang wurde. Doch diesen Richtungs­schwenk – und die Namens­änderung in Romani Studies – konnte die neue Redaktion 1999 nur mit Mühe durch­setzen. Eine Reso­lution des Vorstands, in der sich die Gesell­schaft erst­mals kritisch mit ihren Ursprüngen aus­einander­setzte, kam über­haupt erst 2016 zustande, und am traditio­nellen Namen „Gypsy Lore Society“ hält die alte Garde sogar heute noch fest, aller Kritik zum Trotz. Bei den Romani Studies ist allerdings derzeit ein Umbruch zu er­kennen. Read the rest of this entry »

Ö1: „Wir waren niemand mehr“

November 15th, 2024  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV

Zur Geschichte der Roma-Siedlungen im Burgenland


Eine Radioreihe von „Betrifft: Geschichte“ (Nov. 2024) mit den Historikern Gerhard Baumgartner und Herbert Brettl, Autoren des Buches „Ein­fach weg!“. Verschwundene Ro­ma-Siedlungen im Burgenland (New Academic Press), Ge­sta­ltung: Rose­marie Burg­staller.

(1) Zwangsansiedlungen auf dem Gebiet des heutigen Burgenlands

(2) Zur Situation der Bevölkerungsgruppe der Roma in der Zwischen­kriegs­zeit

(3) Verfolgung unter dem NS-Regime und die Rolle von Tobias Portschy

(4) Das Anhaltelager Lackenbach im Bezirk Oberpullendorf

(5) Der lange Weg zur Anerkennung

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Romani Ora (7.11., 8.11., 11.11. & 12.11.2024)

November 14th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 7.11.2024 (mp3)

In dieser „Romani Ora“ auf Radio MORA hören Sie im Tages­thema einen Beitrag über die Buch­prä­sent­ation von „I dugi loli jupa – der rote lange Mantel“, einem Buch in An­lehnung an den heiligen Martin, das nun auch ins Bur­gen­land-Ro­mani über­setzt wurde. Es mode­riert Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 8.11.2024 (mp3)

Rechtzeitig zum Wochenende hören Sie in dieser Aus­gabe den Ver­anstal­tungs­kalen­der und die Volks­gruppen­news. In „Young, wild and free – le ter­nenge“ hören Sie Adi Gussak im Gespräch mit Roma-Ju­gend­li­chen, die an einer Gedenk­fahrt nach Auschwitz teil­nahmen.


Anhören: →Sendung vom 11.11.2024 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA lädt Sie zu einer Stunde musika­lischem Genuss ein. Die viel­fältigste Roma-Musik aus aller Welt wird Ihnen wie gewohnt prä­sentiert von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 12.11.2024 (mp3)

Einen Bericht über die „Genuss-Messe Oberwart“ liefert uns Adi Gussak in der aktu­ellen Ausgabe der „Romani Ora“. Und in der Kate­gorie „Minden­fe­litiko“ stellen wir Ihnen ein Rezept aus der Küche der Roma vor.

Facts & Figures (535)

November 12th, 2024  |  Published in Facts & Figures

Das Dörfchen Kesovce (271 Personen) ist mit 75,65 % die Ge­meinde mit dem höchs­ten Ro­ma-An­teil der Slo­wakei.

(Quelle)

Gehörlose Roma-Fußballer bei EM in Antalya

November 11th, 2024  |  Published in Sport

Serbien: Sechs Romaspieler gehören zum Gehörlosenteam (Foto via Roma Center)Die serbische Fußball-National­mann­schaft der Ge­hör­lo­sen und Schwer­hö­ri­gen hat an der Eu­ro­pä­i­schen Meisterschaft der Gehör­losen im tür­ki­schen An­ta­lya teil­ge­nom­men. Es war das ers­te Mal seit 50 Jah­ren, dass ihnen das mög­lich war. Sechs der Spie­ler sind Roma. Ob­wohl sich die Mann­schaft qua­li­fi­ziert hatte, schei­ter­te ihre Teil­nahme bei­nahe daran, dass sie die Mittel für die Flüge, Über­nach­tun­gen und Aus­rüs­tung der Spie­ler nicht auf­brin­gen konnte.

In Serbien konnten sie keine Institution finden, die sie fördern wollte. Der serbi­sche Fußball­ver­band wollte ihnen nicht einmal die nötige Aus­rüstung leihen. Der serbische Roma-Ak­ti­vist und Präsident des Nationa­len Roma-Fuß­ball­teams in Serbien, Milorad Popović, kam auf uns [Anm.: Roma Center e. V.] zu, um Unter­stützung für die gehör­losen Fuß­baller zu er­halten. In einem Brief an uns schrieben Popović und Duško Tekić, der Präsident des Sport­ver­bands der Gehör­losen Serbiens, dass sie trotz aller Bemü­hun­gen, die Mittel auf­zu­bringen, auf eine Mauer der Un­gerechtig­keit stießen, wobei sie ins­beson­dere den Fußball­verband Serbiens er­wähnten, der leider keine Bereit­schaft gezeigt habe, ihren Weg zu unter­stützen. Er ignoriere ihre Leis­tungen und be­stätige damit dis­krimi­nie­rendes Verhalten gegen­über ihrer Ge­meinschaft.

Die Spieler stammen aus zwölf Städten Serbiens und des Kosovo. Sechs der Spieler gehören der Roma-Com­mu­nity an, worauf sie beson­ders stolz sind, denn der Kampf um Gleich­berech­ti­gung im Sport, un­ab­hängig vom sozialen oder ethnischen Hinter­grund, liegt dem Verein sehr am Herzen. Sie spielten auch in den Trikots der serbi­schen Roma-Na­tional­mann­schaft, die das Wappen der Re­publik Serbien ziert. Denn trotz aller Wider­stände wollten sie Serbien re­prä­sen­tieren.

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Romani Ora (31.10., 4.11., 5.11. & 6.11.2024)

November 7th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 31.10.2024 (mp3)

In der „Romani Ora“ vom 31. Oktober, moderiert von Adi Gussak, ist im Tages­thema ein Beitrag über die Tier­bestattung Stegersbach zu hören. In der Rubrik „Mri historija“ prä­sentiert Elizabeth Farkas eine Ton­auf­nahme der KZ-Über­le­benden Paula Nardai mit dem Titel ,,Trauriger Stern“.


Anhören: →Sendung vom 4.11.2024 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA wird prä­sentiert von Tina Nardai. Die ab­wechs­lungs­reichste Roma-Musik aus aller Welt hören Sie im Mix mit den zweis­pra­chigen Volks­gruppen­nach­richten und „Kultura het­vinate“.


Anhören: →Sendung vom 5.11.2024 (mp3)

Die südburgenländische Band „Mensch oder Tier“ habt im OHO in Oberwart ihr neues Album prä­sentiert. Adi Gussak be­richtet darüber. Außer­dem hören Sie in dieser Aus­gabe der „Romani Ora“ wieder die „Atempause“ mit Regina Fröhlich.


Anhören: →Sendung vom 6.11.2024 (mp3)

Der erste Schenkmarkt der Pannonischen Tafel wurde vor kurzem im Ober­war­ter Stadtgarten ab­ge­halten. Und in den zwei­spra­chigen Volks­gruppen­news erfahren Sie inter­natio­nale Neuig­keiten. Durch die Sendung führt Sie Tina Nardai.

Facts & Figures (534)

November 2nd, 2024  |  Published in Facts & Figures

Bereits 1933 forderte Jo­han Di­mitri Taikon, Spre­cher der schwe­di­schen Kal­de­rasch-Ro­ma, in einem Schrei­ben an die Schul­be­hör­den das Recht der Ro­ma-Kin­der auf Bil­dung ein.

(Quelle)

Romani Ora (25.10., 28.10., 29.10. & 30.10.2024)

Oktober 31st, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 25.10.2024 (mp3)

Rechtzeitig zum Wochenende erfahren Sie in unseren Ver­anstal­tungs­hin­wei­sen/Mu­la­tin­tschage in dieser Aus­gabe der „Romani Ora“, wo was los ist. Und in der Jugend­sen­dung „Young, wild and free – le ter­nenge“ be­richtet Adi Gussak über den Flug­platz in Punitz (Be­zirk Güssing) und dessen Angebot.


Anhören: →Sendung vom 28.10.2024 (mp3)

In der „Romani Ora“ vom 28. Oktober, moderiert von Adi Gussak, gibt es – außer er­lesener Roma-Musik – die inter­natio­nalen Volks­gruppen­news auf Deutsch und Burgen­land-Ro­mani zu hören. In der Rubrik ,,Kultu­ra het­vinate”, zu Deutsch: „Kultur am Montag“, stellt Tina Nardai den deutschen Box­meister und Sinto Rukeli Trollmann (1907–1944) vor.


Anhören: →Sendung vom 29.10.2024 (mp3)

In der „Romani Ora“ des 29. Oktober erwartet Sie als Tages­thema ein Beitrag über die Not­wendig­keit der Herbst­ferien. In der Rubrik „Minden­felitiko“ stellen wir Ihnen den US-Film ,,Terrifier 3“ vor. Außer­­dem gibt es natürlich wie immer die beste und ab­wechs­lungs­reichste Roma-Musik.


Anhören: →Sendung vom 30.10.2024 (mp3)

Im Tagesthema dieser Ausgabe haben wir ein Porträt von Margarete ,,Rosel“ Horvath für Sie vor­be­reitet. Außerdem stehen die inter­natio­nalen Volks­gruppen­nach­richten auf Deutsch und Romani auf dem Pro­gramm. Durch die Sen­dung führt Adi Gussak.

Podcast: Die Dis­kus­sion um die Be­nen­nung

Oktober 31st, 2024  |  Published in Interview, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Antiziganismus, Gadje-Rassismus oder schlicht Ras­sis­mus? Die Dis­kus­sion um die Be­nen­nung der Dis­kri­mi­nie­rung und Aus­gren­zung von Sin­ti und Roma

bpb Podcast

→ Sendung downloaden (mp3)

Podcast der Bundeszentrale für politische Bildung | Gestaltung: Britta Veltzke, 2021, 34 Min. | Mit Daniel Strauß und Romeo Franz

Sintize, Sinti, Romnja und Roma werden aus­ge­grenzt und dis­kri­mi­niert – doch wie sollte diese Form von Rassis­mus an­ge­mes­sen be­nannt werden? Die De­batte um den Begriff Anti­ziga­nis­mus.

Als Bezeichnung für die Diskriminierung, die Aus­grenzung und den Rassismus, den Sin­ti­ze, Sinti, Romnja und Roma erfahren, etab­liert sich zu­nehmend der Begriff Anti­ziganis­mus. Doch ist der aus Sicht Vieler nicht der Weis­heit letzter Schluss, sondern ist von Kontro­ver­sen begleitet. Ent­gegen gehalten werden ihm Formu­lie­rungen wie „Rassismus gegen Sinti und Roma“, „Gadje-Ras­sis­mus“ oder „Anti­romais­mus“. Was aber genau wird an „Anti­ziganis­mus“ kri­tisiert? Welche Vorzüge haben andere Begriffe? Oder sind auch die wie­derum proble­ma­tisch? Ein­blicke in eine lau­fende Debatte.

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dROMa 75 („Medien“ | „Mediji“)

Oktober 29th, 2024  |  Published in dROMa (Magazin)

dROMa 7520 JAHRE dROMa | 20 BERSCHA dROMa
Themenheft „Medien“ | Temakeri heftlina „Mediji“

Download (PDF) | Inhalt

Vor zwanzig Jahren erschien die erste Ausgabe unser­es Magazins dROMa. Ein will­kom­me­ner Anlass, uns wieder einmal ein­gehend mit dem Thema Medien zu be­fassen. Denn für die Zukunft der Volks­gruppe spielen Medien un­zweifel­haft eine Schlüssel­rolle. Sie sind Schau­fenster, ver­schaffen Gehör, sorgen für Sicht­bar­keit. Welche Chancen sich hierbei durch Internet und Medien­partner er­öffnen, er­fahren Sie im Interview, das Rena Horvátová mit dem slowa­kischen Auf­de­ckungs­jou­rnali­sten Pavol Lacko geführt hat. Er will die neue On­line-Zei­tung Romano Fó­rum zur „ersten An­lauf­stelle“ für Infor­matio­nen über Roma machen. Einige Gedanken über die Chancen und Nöte von Volks­gruppen­medien im Internet­zeitalter hat die Medien­wissen­schaft­lerin Elisabeth Satovich, Re­dakteu­rin des burgen­land­kroa­ti­schen Magazins Novi Glas, für uns auf­ge­schrieben. Roman Urbaner bringt etwas Ordnung ins un­über­sicht­liche Feld der Fach­journale der Roma-For­schung. Er stellt Ihnen die wich­tigs­ten Titel vor, vom alten Flagg­schiff aus dem 19. Jahr­hundert bis zu den jüngsten Neu­gründun­gen. Und auf der Rückseite sind noch die Namen von allen ver­sammelt, die im Laufe der Jahre mit ihren Texten, Inter­views oder Porträts bei dROMa mit an Bord waren. Ihnen allen ge­bührt unser Dank!

Angle bisch berscha o erschti ardipe amare maga­ci­nistar dROMa dija. Jek bari­kano aun­de­finipe, amen papal la temaha mediji donde te be­scharel. Mint la cu­kunftake la flogos­kera grupnatar o mediji jek bari­kano koja khelen. On o boklo hi, schunipe anen taj le di­kipeske sorginen. Saj schajip­tscha pumen duach o internet taj medi­jengere part­ner­tscha pran, schunen tumen ando va­keripe, savo i Rena Horvátová le slova­kitike upre utschs­ripes­kere repo­rteriha Pavol Lacko kertscha. Ov o nevo online-papru­schen­gero nevipe Romano Fórum uso „erschti aun naschi­pes­kero than“ infor­maci­jenge pedar Roma te kerel kamla. Poar gondi pedar o schajip­tscha taj o brigi le flogos­kere grupnen­gere medijen­dar ando inter­netis­kero cajtakero phuripe, i medi­jen­geri visen­schoftle­rkija Elisabeth Satovich, repor­terkija le burgen­landi­tike horvacke maga­cinistar Novi Glas amenge upre pi­sintscha. Read the rest of this entry »

Romani Ora (21.10., 22.10., 23.10. & 24.10.2024)

Oktober 28th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 21.10.2024 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag mit Tina Nardai auf Radio MORA. Musika­li­sche Schmankerl von Romano Rath, Lajla, Chico and the Gypsis, die Tonko Band oder auch Tony Wegas ver­süßen Ihnen den Start in die neue Woche.


Anhören: →Sendung vom 22.10.2024 (mp3)

Der „Őri Mulatság“ in Oberwart prä­sen­tierte die kultu­relle Vielfalt der Volks­gruppen aus der Wart. Es wurde ge­sungen, getanzt und gefeiert. Mehr dazu hören Sie im Tages­beitrag. Die Sen­dung wird mode­riert von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 23.10.2024 (mp3)

Im Clubhaus in Unterwart wurde der Kochworkshop „I kojnha le Romendar“ ab­ge­halten. Martin und Kerstin Horvath vom Verein Hango Roma kochten zu­sam­men mit den Teil­neh­mer:in­nen ein „Letscho à la Roma“ und „Schutle bangore“ (saure Erdäpfel). Mehr darüber er­fahren Sie im Tages­beitrag der „Romani Ora“.


Anhören: →Sendung vom 24.10.2024 (mp3)
Um die bevorstehende Zeitumstellung auf die Winterzeit dreht sich das aktuel­le „Romani Ora“ auf Radio MORA. Und in der Rubrik „Mri his­torija“ nehmen wir Sie wieder mit in die Ver­gan­gen­heit.

Facts & Figures (533)

Oktober 26th, 2024  |  Published in Facts & Figures

Im finnischen Teil Schwedens, im Grenz­ge­biet zu Russ­land, wurde es Roma im 17. Jh. unter Per Brahe ge­stattet, sich in ver­las­se­nen Bau­ern­hö­fen an­zu­sie­deln.

(Quelle)

Gedenkorte: Serie von Vorfällen in Deutschland

Oktober 24th, 2024  |  Published in Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte

Ein weiterer Angriff auf das Gedenken an den Völkermord an den Sinti und Roma in Deutschland: die nunmehr zerstörte Gedenktafel in der Frankfurter Kruppstraße (Bild: Förderverein Roma)Antiziganistische Schmierereien an der Ge­denk­tafel Krupp­stra­ße in Frank­furt a. M.

In der letzten Woche (Anm.: KW 41) wurde die Gedenktafel für die wäh­rend des National­sozialis­mus inter­nierten Sinti und Roma im Zwangs­lager Kruppstraße in Frank­furt anti­ziganis­tisch be­schmiert. Diese Tat ist sowohl ein Angriff auf die Erin­nerung an die Opfer des National­sozialis­mus als auch ein Angriff auf die grund­le­gen­den Werte einer Demo­kratie, wie Gleich­heit, Toleranz und Men­schen­würde. Die Frank­furter Bürger­meis­terin Dr. Nargess Eskandari-Grün­berg be­zieht Stellung: „Wir als Stadt ver­urteilen diese Ver­schande­lung von diesem so wich­tigen Ort und hoffen, dass die Ver­ant­wortli­chen gefunden werden. Es ist auch ein Ort, an dem auf­grund starken bürger­schaftli­chen Engage­ments eine Gedenktafel auf­gestellt wurde — umso wich­tiger ist die Auf­arbei­tung solcher Vor­fälle.“

Die Gedenktafel an der U-Bahn-Station Kruppstraße wurde im Jahr 1994 auf Initiative des Hessischen Landes­verbands Deutscher Sinti und Roma in der Krupp­straße an­gebracht. Sie soll die Öffent­lic­hkeit an das nahe gelegene ehe­ma­lige Zwangslager und die vor Ort be­gang­enen Verbrechen erinnern und mahnen.

Rinaldo Strauß, stellvertretender Geschäftsführer des Hessischen Landes­ver­bandes Deutscher Sinti und Roma, verurteilt die Tat: „Der Rechts­staat muss dafür Sorge tragen, dass die Ver­antwort­lichen zur Rechen­schaft gezogen werden. Dies ist er den Opfern des Völker­mordes schuldig. Meine Mutter war selbst im Lager in der Krupp­straße inter­niert und es schmerzt mich daher beson­ders, dass es noch immer Menschen gibt, die das Leid und den Schmerz der Opfer und deren Nach­fahren recht­fertigen und ver­harmlosen.“

Diese Tat reiht sich ein in eine Serie von Beschädigungen und Be­schmutzun­gen von Orten der Erinnerung mit anti­ziganistischem Motiv. Bereits im letzten Jahr wurde eine Skulptur aus Holz und Metall, die an das Zwangslager in der Krupp­straße erinnert, von Un­be­kannten um­geworfen. Erst vor zwei Wochen kam es auf dem Darmstädter Wald­friedhof zu Verwüs­tungen mehrerer Grabstellen von u. a. Gräbern Über­­lebender des Völkermords und deren Nachfahren (dROMa berich­tete). Aber nicht nur in Hessen, sondern auch in anderen Bundes­ländern kommt es immer wieder zu Vorfällen dieser Art. So wurde im Mai in Flensburg ein Mahnmal demo­liert, welches der Zwangs­um­siedlung und Deportation der Flens­burger Sinti und Roma während des National­sozialis­mus gedenkt (dROMa berich­tete). Read the rest of this entry »

Clankriminalität – Problematik eines Begriffs

Oktober 23rd, 2024  |  Published in Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht, Wissenschaft

Hörsaal – Deutschlandfunk Nova, 19.9.2024

Vortrag des Soziologen Jens Struck: „Eindeutig uneindeutig. Analy­sen und Kontro­ver­sen des Kon­zepts Clan­kri­mi­na­lität“

Clankriminalität“ – den Begriff hat wohl jeder schon mal gehört. Aber er ist sehr proble­matisch. Der Krimi­nologe Jens Struck unter­sucht den Begriff und seine Ver­wendung. Jens Struck ist neuer­dings Akade­mi­scher Rat am Lehrstuhl für Kriminologie der Uni­ver­sität Münster. Zum Zeit­punkt seines Vor­trages am 16. Novem­ber 2023 an der Katholi­schen Aka­demie „Die Wolfsburg“ war er noch an der Deut­schen Hochschule der Polizei tätig.

Moderation: Hans-Jürgen Bartsch

(Text und Beitrag: Hörsaal – Deutsch­land­funk Nova)

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„Ererbte Biografien im Land der Täter:innen“

Oktober 21st, 2024  |  Published in Geschichte & Gedenken, Interview, Radio, Podcast & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen

Radio Stimme auf Orange 94.0
Sendung vom 16.2.2022 (CC BY-NC)

Am 8. November 2021 fand im Repub­lika­nischen Club in Wien eine Diskus­sion mit dem Titel „Ererbte Bio­grafien im Land der Täter:in­nen. Eine Dis­kussion über die Reali­täten der zweiten und dritten Gene­ration nach der Shoah und dem Porajmos“ statt – Poraj­mos be­zeichnet dabei die systema­tische Er­mordung von Rom*nja und Sinti*zze durch die Natio­nal­sozia­list*innen. Bei der Ver­anstal­tung disku­tierten Anna Goldenberg, Samuel Mago und Peter Schwarz, mode­riert von der Histori­kerin Sarah Knoll. Diese span­nende Dis­kussion senden wir erneut in be­arbei­teter Version. Die Teil­neh­mer*in­nen be­richten aus ihren Familien­ge­schich­ten und bringen in ihrer Dis­kussion diverse Facetten des Themen­gebiets um das Erinnern und Gedenken zu­sam­men. Erst­aus­ge­strahlt wurde die Auf­zeichnung von Teilen der Dis­kussion von der VON UNTEN-Re­daktion auf Radio Helsinki.

(cba.fro.at)