November 24th, 2024 |
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Jugend & Bildung, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Romani, dROMa (Magazin)
Die Slowakei bekommt ihre erste Romani-Schule
Im Juni wurden im Bildungsministerium in Bratislava die Weichen gestellt: In der ostslowakischen Gemeinde Rakúsy wird es bald die erste Schule des Landes geben, in der die Kinder – neben Slowakisch – auch in ihrer Muttersprache Romani unterrichtet werden.
Für die Umsetzung unterzeichnete das Ministerium eine Kooperationsvereinbarung mit der Gemeinde, der Universität Prešov und dem „Verband der Schulen, die die Roma-Sprache unterrichten“. Die Vorbereitungen sollen nun etwa ein Jahr dauern. „Ich halte es für außerordentlich wichtig, einen Raum für die Bildung von Kindern aus ethnischen Minderheiten in ihrer Muttersprache zu schaffen, einschließlich der Roma-Kinder“, erklärt Bildungsminister Tomáš Drucker. „Deshalb haben wir beschlossen, die Einrichtung einer Pilotschule für Roma-Kinder im Dorf Rakúsy zu unterstützen. Wir wollen Pilotmaßnahmen in diesem Bereich ausprobieren, die darauf abzielen, muttersprachliche Bildung auch für Roma-Kinder auszuweiten und zu verbessern.“ Für Rakúsy habe man daher den Status einer „Nationalitäten-Schule“ beantragt.
Derzeit existieren in der Slowakei nur eine Handvoll Schulen, an denen Romani – im Umfang von drei Wochenstunden – als Schulfach angeboten wird (und das, obwohl laut dem „Atlas der Roma-Gemeinschaften“ in der Slowakei 450.000 Roma leben, von denen 60 Prozent zu Hause Romani sprechen). Sieben Schulen sind es, allesamt Privatschulen, fast alle im Osten des Landes. So ist Romani an vier Grundschulen (in Kružlová, Stropkov, Kremnica und Košice), am Zefyrin-Jiménez-Malla-Gymnasium (in Kremnica) und an zwei berufsbildenden Schulen (in Košice und Kežmarok) als Unterrichtsfach verankert – nicht jedoch als Unterrichtssprache wie künftig in Rakúsy. Die Schule ist tatsächlich ein Novum: die erste Schule der Slowakei, in der Romani auch regulär zur Vermittlung anderer Lehrinhalte verwendet wird. Read the rest of this entry »
November 23rd, 2024 |
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Einrichtungen, Literatur & Bücher, Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen
Lesung – Musik – Kulinarik: Traditioneller Roma-Advent 2024 am 7. Dezember ab 19 Uhr im Offenen Haus Oberwart (OHO), Lisztgasse 12. Eine Veranstaltung von Hango Roma. Eintritt frei.
Der traditionelle Roma-Advent wird schon seit vielen Jahren veranstaltet, um den Stellenwert der Volksgruppe der Roma nicht zu verlieren sowie die Tradition und Kultur der Volksgruppe der Roma und Sinti zu stärken und in der Öffentlichkeit erlebbar zu machen. Heuer findet der Roma-Advent unter dem Motto „35 Jahre Roma-Bewegung in Österreich“ statt.
Lesung von Sanja Abramovic
Die Autorin wurde 1982 in Karlovac/Kroatien geboren und wuchs im Kurort Topusko nahe der bosnischen Grenze auf. Sie lebt seit 1991 in Österreich, studierte Germanistik und Slawistik an der Universität Wien. Seit 2007 lebt sie im Burgenland und unterrichtet Deutsch und Kroatisch. Die Bruchstellen in ihrer Biografie führen bereits in jungen Jahren zu einer melancholischen Auseinandersetzung mit Erinnerungen, der Frage nach Heimat und Heimatlosigkeit, zu einer prinzipiellen Skepsis der Sprache, den Menschen, der Welt gegenüber, zu unzähligen Verortungsversuchen.
Projekt PRADO DROM: Präsentation und Resümee
Das Projekt „PRADO DROM – Offener Weg“ bietet ein niederschwelliges Beratungs- und Qualifizierungsangebot für arbeitsmarktferne Roma und Romnja. Es sollen Beschäftigungshemmnisse abgebaut, das Selbstwertgefühl gestärkt, Lösungskompetenz aktiviert, Basisbildung verbessert und somit der Weg von der Arbeitslosigkeit auf den Arbeitsmarkt geebnet werden. Im Rahmen der Veranstaltung wird das Projekt präsentiert. Weiters wird ein Resümee gezogen über die großartigen Erfolge, die in den zwei Jahren erzielt wurden.
Viel Musik
Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung von den burgenländischen Roma-Musikgruppen ROMANO RATH und der LEON BERGER BAND sowie vom NEWO ZIRO QUARTETT aus Wien. Weiters laden wir Sie auf eine kulinarische Reise aus der Roma-Küche 2.0 – Romano Habe ein. Read the rest of this entry »
November 21st, 2024 |
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Einrichtungen, Medien & Presse, Wissenschaft, dROMa (Magazin)
O visenschoftlichi magacintscha le „Romani Schtudijendar“
Saj fochiskere papruschengere neviptscha pedar o Roma sa del taj delahi, na mukel pe asaj loke te phenel. Kekaj afka hi, amen probalintscham le taj o lek barikaneder anava tumenge khetan ledschijam. Jek dikipe – usar o phuro vodinipeskero hajo andar o 19to schelberschengero dschi uso lek terneder neve keriptscha.
O „Romani Schtudiji“ jek tikno paj ando thana maschkar o bare disciplintscha hi, maschkar etnologija, lingujistika, historija. Le publikacijonakere kojaske butschol ada, hot o tschule schpecijalisirime papruschengere neviptscha gejng i konkurenca le avre fochtschendar iste pumen terdscharen. Pasche, le Romengere-forschinipeske o palmukipeskero pharipe leskera rasistischi historijaha, problemtscha kerel. Jek konflikto, savo dschi adi bibastalo hi, sar hatek o pelinipe pasche i „Gypsy Lore Society“ sikal.
Britanitiko thaneskero schero
Sajt lakero keripe 1888 niko ar la schaj mukla, savo pe visenschoftlichi Romenge interesirintscha. Adaj dschene khetan sina, saven ando „Zigeunerengero forschinipe“ terdschojipe taj anav sina. O siklime taj hobiskere forschertscha upri flogoskeri grupn sar bogartschengere khetan kedaschtscha upre eksotischi gistave bogartscha pumen tschidine. Sakone „schusche ratvaleskere kojaske“, „na hamischane kojasek“ palal naschnahi, mindig le „tschatsche Zigeunernipeske“ upri joma. Ada likeripe, ande savo i romantischi voja taj o rasistischi koji khetan bijon, andar o phure berscheskere kenvi le farajniskere fochiskere patrendar, o Journal of the Gypsy Lore Society (JGLS), te dikel hi. Kritikertscha, paloda adale kojaske muguli jek ajgeni, na schukar akaripe kerde: „Gypsylorism“.
Kekaj afka sina, o magacin „o basisakero bar le but disciplintschengere forschinipeskere thaneske kertscha, savo adi ojs Romani/Gypsy Schtudiji prindschardo hi“, phenel o Romani-lingujisto Yaron Matras, savo i redakcijona usar 1999 dschi 2017 vodintscha. Leske te palikerel hi, hot andar o prahoschno perijodikum, jek moderni akademischi magacin themeskere terdschojipestar ulo. Ham o kerdo irinipe – taj o anavengero irinipe ande Romani Studies – i nevi redakcijona 1999 tschak phare duach schaj beschartscha. Jek phenipe le farajvniskere dschenendar, kaj o khetanipe erschtivar kritischi lengere kesvdiptschenca donde pumen bescharde, hatek erscht ando bersch 2016 dija. Upro tradicijoneli anav „Gypsy Lore Society“ i phuri garda muguli meg adi likerel, kekaj but kritika del. Read the rest of this entry »
November 20th, 2024 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 13.11.2024 (mp3)
Auf Spurensuche begibt sich die Gemeinde Grodnau im Burgenland. Hier fand ein Vortrag des Historikers Herbert Brettl statt. Er berichtet darüber, dass in Grodnau eine der größten Roma-Siedlungen im Burgenland vor dem Holocaust war. Durch die Sendung führt Sie Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 14.11.2024 (mp3)
Anlässlich des internationalen Tages der Sprache Romanes hat Martin Horvath einen Beitrag für die „Romani Ora“ zusammengestellt. Und in „Mri historija“ hören Sie in dieser Ausgabe mehr über die Gemeinde Grodnau/Gruna.
Anhören: →Sendung vom 15.11.2024 (mp3)
In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ erwarten Sie wieder unser Veranstaltungskalender/Mulatintschage, die Volksgruppennews und die meiste und abwechslungsreichste Roma-Musik. Außerdem erfahren Sie in der Jugendsendung mehr über den „Men’s Mental Health Month“.
Anhören: →Sendung vom 18.11.2024 (mp3)
Der „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA wird Ihnen präsentiert von Tina Nardai. Neben der vielfältigsten Roma-Musik hören Sie außerdem die zweisprachigen Volksgruppennachrichten und unsere Kulturrubrik „Kultura hetvinate“.
November 18th, 2024 |
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Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 18.11.2024 | 7:38 min
Gedenkveranstaltung für die Roma und Sinti in Lackenbach
Uso gondolipeskero than ande Lackenbach suboton le Romenge taj Sintijenge, save le nacijonalsocijalistendar murdarde ule gondolim ulo. Ando bersch 1938 dschivnahi ando Burgenland valami ofto eseri Roma, tschak poar schel Roma ada brigaschno keripe le nacijonalsocijalistendar prik dschivde. But lendar ando bersch 1938 sar agun phenahi ando „Zigeunerlager“ Lackenbach ledschim ule taj mujsinipeskeri buti iste kernahi. Odotar esertscha Roma ando mindenfelitike logertscha ledschim taj murdarde ule. Sajt o bersch deschuenja oftarvar desch taj schtar del le opferenge la flogoskera grupnatar jek.gondolipeskero than ando gav Lackenbach.
Bei dem Mahnmal in Lackenbach (Bezirk Oberpullendorf) ist am Samstag der von den Nationalsozialisten ermordeten Roma und Sinti gedacht worden. 1938 lebten im Burgenland rund 8.000 Roma, nur ein paar Hundert überlebten den Rassenwahn der Nationalsozialisten. Die meisten wurden ab 1938 in das sogenannte „Zigeunerlager“ in Lackenbach verschleppt und mussten Zwangsarbeit verrichten. Von dort aus wurden tausende Roma in verschiedene Konzentrationslager deportiert und ermordet. Seit 1984 gibt es für die Opfer der Volksgruppe ein Mahnmal im Ort.
(Beitrag: TV Erba)
November 16th, 2024 |
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Einrichtungen, Medien & Presse, Wissenschaft, dROMa (Magazin)
Die wissenschaftlichen Journale der „Romani Studies“
Was es an Fachzeitschriften über Roma alles so gibt und gab, lässt sich gar nicht so leicht überblicken. Wir haben es trotzdem versucht und die wichtigsten Titel für Sie zusammengetragen. Eine Übersicht – vom alten Flaggschiff aus dem 19. Jahrhundert bis zu den jüngsten Neugründungen.
Die „Romani Studies“ sind ein bescheidenes Biotop in den Nischen zwischen den großen Disziplinen, zwischen Ethnologie, Linguistik, Geschichte. Für das Publikationswesen bedeutet dies, dass sich die wenigen spezialisierten Zeitschriften gegen die Konkurrenz der anderen Fächer behaupten müssen. Zudem macht der Roma-Forschung die Erblast ihrer rassistischen Geschichte zu schaffen. Ein Konflikt, der bis heute virulent ist, wie etwa die Polemik um die „Gypsy Lore Society“ beweist.
Britischer Platzhirsch
An dieser kam, seit ihrer Gründung 1888, niemand vorbei, der sich wissenschaftlich für Roma interessierte. Hier war versammelt, was in der „Zigeunerforschung“ Rang und Namen hatte. Die Gelehrten und Hobbyforscher stürzten sich auf die Volksgruppe wie Insektensammler auf exotisch schillernde Käfer. Allem „Reinblütigen“, „Unverfälschten“ jagten sie hinterher, immer dem „echten Zigeunertum“ auf der Spur. Diese Haltung, in der romantische Begeisterung und rassistische Prämissen verschmolzen, blickt einem auch aus den alten Jahrgängen des Vereinsorgans, des Journal of the Gypsy Lore Society (JGLS), entgegen. Spätere Kritiker prägten dafür einen eigenen, wenig schmeichelhaften Begriff: „Gypsylorism“.
Nichtsdestotrotz legte das Journal „den Grundstein für das interdisziplinäre Forschungsgebiet, das heute als Romani/Gypsy Studies bekannt ist“, betont der Romani-Linguist Yaron Matras, der die Redaktion 1999 bis 2017 leitete. Ihm ist es zu verdanken, dass aus dem verstaubten Periodikum ein modernes akademisches Journal von Weltrang wurde. Doch diesen Richtungsschwenk – und die Namensänderung in Romani Studies – konnte die neue Redaktion 1999 nur mit Mühe durchsetzen. Eine Resolution des Vorstands, in der sich die Gesellschaft erstmals kritisch mit ihren Ursprüngen auseinandersetzte, kam überhaupt erst 2016 zustande, und am traditionellen Namen „Gypsy Lore Society“ hält die alte Garde sogar heute noch fest, aller Kritik zum Trotz. Bei den Romani Studies ist allerdings derzeit ein Umbruch zu erkennen. Read the rest of this entry »
November 15th, 2024 |
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Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV
Zur Geschichte der Roma-Siedlungen im Burgenland
Eine Radioreihe von „Betrifft: Geschichte“ (Nov. 2024) mit den Historikern Gerhard Baumgartner und Herbert Brettl, Autoren des Buches „Einfach weg!“. Verschwundene Roma-Siedlungen im Burgenland (New Academic Press), Gestaltung: Rosemarie Burgstaller.
(1) Zwangsansiedlungen auf dem Gebiet des heutigen Burgenlands
(2) Zur Situation der Bevölkerungsgruppe der Roma in der Zwischenkriegszeit
(3) Verfolgung unter dem NS-Regime und die Rolle von Tobias Portschy
(4) Das Anhaltelager Lackenbach im Bezirk Oberpullendorf
(5) Der lange Weg zur Anerkennung
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November 14th, 2024 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 7.11.2024 (mp3)
In dieser „Romani Ora“ auf Radio MORA hören Sie im Tagesthema einen Beitrag über die Buchpräsentation von „I dugi loli jupa – der rote lange Mantel“, einem Buch in Anlehnung an den heiligen Martin, das nun auch ins Burgenland-Romani übersetzt wurde. Es moderiert Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 8.11.2024 (mp3)
Rechtzeitig zum Wochenende hören Sie in dieser Ausgabe den Veranstaltungskalender und die Volksgruppennews. In „Young, wild and free – le ternenge“ hören Sie Adi Gussak im Gespräch mit Roma-Jugendlichen, die an einer Gedenkfahrt nach Auschwitz teilnahmen.
Anhören: →Sendung vom 11.11.2024 (mp3)
Der „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA lädt Sie zu einer Stunde musikalischem Genuss ein. Die vielfältigste Roma-Musik aus aller Welt wird Ihnen wie gewohnt präsentiert von Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 12.11.2024 (mp3)
Einen Bericht über die „Genuss-Messe Oberwart“ liefert uns Adi Gussak in der aktuellen Ausgabe der „Romani Ora“. Und in der Kategorie „Mindenfelitiko“ stellen wir Ihnen ein Rezept aus der Küche der Roma vor.
November 12th, 2024 |
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Facts & Figures
Das Dörfchen Kesovce (271 Personen) ist mit 75,65 % die Gemeinde mit dem höchsten Roma-Anteil der Slowakei.
(Quelle)
November 11th, 2024 |
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Sport
Die serbische Fußball-Nationalmannschaft der Gehörlosen und Schwerhörigen hat an der Europäischen Meisterschaft der Gehörlosen im türkischen Antalya teilgenommen. Es war das erste Mal seit 50 Jahren, dass ihnen das möglich war. Sechs der Spieler sind Roma. Obwohl sich die Mannschaft qualifiziert hatte, scheiterte ihre Teilnahme beinahe daran, dass sie die Mittel für die Flüge, Übernachtungen und Ausrüstung der Spieler nicht aufbringen konnte.
In Serbien konnten sie keine Institution finden, die sie fördern wollte. Der serbische Fußballverband wollte ihnen nicht einmal die nötige Ausrüstung leihen. Der serbische Roma-Aktivist und Präsident des Nationalen Roma-Fußballteams in Serbien, Milorad Popović, kam auf uns [Anm.: Roma Center e. V.] zu, um Unterstützung für die gehörlosen Fußballer zu erhalten. In einem Brief an uns schrieben Popović und Duško Tekić, der Präsident des Sportverbands der Gehörlosen Serbiens, dass sie trotz aller Bemühungen, die Mittel aufzubringen, auf eine Mauer der Ungerechtigkeit stießen, wobei sie insbesondere den Fußballverband Serbiens erwähnten, der leider keine Bereitschaft gezeigt habe, ihren Weg zu unterstützen. Er ignoriere ihre Leistungen und bestätige damit diskriminierendes Verhalten gegenüber ihrer Gemeinschaft.
Die Spieler stammen aus zwölf Städten Serbiens und des Kosovo. Sechs der Spieler gehören der Roma-Community an, worauf sie besonders stolz sind, denn der Kampf um Gleichberechtigung im Sport, unabhängig vom sozialen oder ethnischen Hintergrund, liegt dem Verein sehr am Herzen. Sie spielten auch in den Trikots der serbischen Roma-Nationalmannschaft, die das Wappen der Republik Serbien ziert. Denn trotz aller Widerstände wollten sie Serbien repräsentieren.
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November 7th, 2024 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 31.10.2024 (mp3)
In der „Romani Ora“ vom 31. Oktober, moderiert von Adi Gussak, ist im Tagesthema ein Beitrag über die Tierbestattung Stegersbach zu hören. In der Rubrik „Mri historija“ präsentiert Elizabeth Farkas eine Tonaufnahme der KZ-Überlebenden Paula Nardai mit dem Titel ,,Trauriger Stern“.
Anhören: →Sendung vom 4.11.2024 (mp3)
Der „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA wird präsentiert von Tina Nardai. Die abwechslungsreichste Roma-Musik aus aller Welt hören Sie im Mix mit den zweisprachigen Volksgruppennachrichten und „Kultura hetvinate“.
Anhören: →Sendung vom 5.11.2024 (mp3)
Die südburgenländische Band „Mensch oder Tier“ habt im OHO in Oberwart ihr neues Album präsentiert. Adi Gussak berichtet darüber. Außerdem hören Sie in dieser Ausgabe der „Romani Ora“ wieder die „Atempause“ mit Regina Fröhlich.
Anhören: →Sendung vom 6.11.2024 (mp3)
Der erste Schenkmarkt der Pannonischen Tafel wurde vor kurzem im Oberwarter Stadtgarten abgehalten. Und in den zweisprachigen Volksgruppennews erfahren Sie internationale Neuigkeiten. Durch die Sendung führt Sie Tina Nardai.
November 2nd, 2024 |
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Facts & Figures
Bereits 1933 forderte Johan Dimitri Taikon, Sprecher der schwedischen Kalderasch-Roma, in einem Schreiben an die Schulbehörden das Recht der Roma-Kinder auf Bildung ein.
(Quelle)
Oktober 31st, 2024 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 25.10.2024 (mp3)
Rechtzeitig zum Wochenende erfahren Sie in unseren Veranstaltungshinweisen/Mulatintschage in dieser Ausgabe der „Romani Ora“, wo was los ist. Und in der Jugendsendung „Young, wild and free – le ternenge“ berichtet Adi Gussak über den Flugplatz in Punitz (Bezirk Güssing) und dessen Angebot.
Anhören: →Sendung vom 28.10.2024 (mp3)
In der „Romani Ora“ vom 28. Oktober, moderiert von Adi Gussak, gibt es – außer erlesener Roma-Musik – die internationalen Volksgruppennews auf Deutsch und Burgenland-Romani zu hören. In der Rubrik ,,Kultura hetvinate”, zu Deutsch: „Kultur am Montag“, stellt Tina Nardai den deutschen Boxmeister und Sinto Rukeli Trollmann (1907–1944) vor.
Anhören: →Sendung vom 29.10.2024 (mp3)
In der „Romani Ora“ des 29. Oktober erwartet Sie als Tagesthema ein Beitrag über die Notwendigkeit der Herbstferien. In der Rubrik „Mindenfelitiko“ stellen wir Ihnen den US-Film ,,Terrifier 3“ vor. Außerdem gibt es natürlich wie immer die beste und abwechslungsreichste Roma-Musik.
Anhören: →Sendung vom 30.10.2024 (mp3)
Im Tagesthema dieser Ausgabe haben wir ein Porträt von Margarete ,,Rosel“ Horvath für Sie vorbereitet. Außerdem stehen die internationalen Volksgruppennachrichten auf Deutsch und Romani auf dem Programm. Durch die Sendung führt Adi Gussak.
Oktober 31st, 2024 |
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Interview, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
Antiziganismus, Gadje-Rassismus oder schlicht Rassismus? Die Diskussion um die Benennung der Diskriminierung und Ausgrenzung von Sinti und Roma

→ Sendung downloaden (mp3)
Podcast der Bundeszentrale für politische Bildung | Gestaltung: Britta Veltzke, 2021, 34 Min. | Mit Daniel Strauß und Romeo Franz
Sintize, Sinti, Romnja und Roma werden ausgegrenzt und diskriminiert – doch wie sollte diese Form von Rassismus angemessen benannt werden? Die Debatte um den Begriff Antiziganismus.
Als Bezeichnung für die Diskriminierung, die Ausgrenzung und den Rassismus, den Sintize, Sinti, Romnja und Roma erfahren, etabliert sich zunehmend der Begriff Antiziganismus. Doch ist der aus Sicht Vieler nicht der Weisheit letzter Schluss, sondern ist von Kontroversen begleitet. Entgegen gehalten werden ihm Formulierungen wie „Rassismus gegen Sinti und Roma“, „Gadje-Rassismus“ oder „Antiromaismus“. Was aber genau wird an „Antiziganismus“ kritisiert? Welche Vorzüge haben andere Begriffe? Oder sind auch die wiederum problematisch? Einblicke in eine laufende Debatte.
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Oktober 29th, 2024 |
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dROMa (Magazin)
20 JAHRE dROMa | 20 BERSCHA dROMa
Themenheft „Medien“ | Temakeri heftlina „Mediji“
→Download (PDF) | Inhalt
Vor zwanzig Jahren erschien die erste Ausgabe unseres Magazins dROMa. Ein willkommener Anlass, uns wieder einmal eingehend mit dem Thema Medien zu befassen. Denn für die Zukunft der Volksgruppe spielen Medien unzweifelhaft eine Schlüsselrolle. Sie sind Schaufenster, verschaffen Gehör, sorgen für Sichtbarkeit. Welche Chancen sich hierbei durch Internet und Medienpartner eröffnen, erfahren Sie im Interview, das Rena Horvátová mit dem slowakischen Aufdeckungsjournalisten Pavol Lacko geführt hat. Er will die neue Online-Zeitung Romano Fórum zur „ersten Anlaufstelle“ für Informationen über Roma machen. Einige Gedanken über die Chancen und Nöte von Volksgruppenmedien im Internetzeitalter hat die Medienwissenschaftlerin Elisabeth Satovich, Redakteurin des burgenlandkroatischen Magazins Novi Glas, für uns aufgeschrieben. Roman Urbaner bringt etwas Ordnung ins unübersichtliche Feld der Fachjournale der Roma-Forschung. Er stellt Ihnen die wichtigsten Titel vor, vom alten Flaggschiff aus dem 19. Jahrhundert bis zu den jüngsten Neugründungen. Und auf der Rückseite sind noch die Namen von allen versammelt, die im Laufe der Jahre mit ihren Texten, Interviews oder Porträts bei dROMa mit an Bord waren. Ihnen allen gebührt unser Dank!
Angle bisch berscha o erschti ardipe amare magacinistar dROMa dija. Jek barikano aundefinipe, amen papal la temaha mediji donde te bescharel. Mint la cukunftake la flogoskera grupnatar o mediji jek barikano koja khelen. On o boklo hi, schunipe anen taj le dikipeske sorginen. Saj schajiptscha pumen duach o internet taj medijengere partnertscha pran, schunen tumen ando vakeripe, savo i Rena Horvátová le slovakitike upre utschsripeskere reporteriha Pavol Lacko kertscha. Ov o nevo online-papruschengero nevipe Romano Fórum uso „erschti aun naschipeskero than“ informacijenge pedar Roma te kerel kamla. Poar gondi pedar o schajiptscha taj o brigi le flogoskere grupnengere medijendar ando internetiskero cajtakero phuripe, i medijengeri visenschoftlerkija Elisabeth Satovich, reporterkija le burgenlanditike horvacke magacinistar Novi Glas amenge upre pisintscha. Read the rest of this entry »
Oktober 28th, 2024 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 21.10.2024 (mp3)
Der „Romani Ora“-Musikmontag mit Tina Nardai auf Radio MORA. Musikalische Schmankerl von Romano Rath, Lajla, Chico and the Gypsis, die Tonko Band oder auch Tony Wegas versüßen Ihnen den Start in die neue Woche.
Anhören: →Sendung vom 22.10.2024 (mp3)
Der „Őri Mulatság“ in Oberwart präsentierte die kulturelle Vielfalt der Volksgruppen aus der Wart. Es wurde gesungen, getanzt und gefeiert. Mehr dazu hören Sie im Tagesbeitrag. Die Sendung wird moderiert von Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 23.10.2024 (mp3)
Im Clubhaus in Unterwart wurde der Kochworkshop „I kojnha le Romendar“ abgehalten. Martin und Kerstin Horvath vom Verein Hango Roma kochten zusammen mit den Teilnehmer:innen ein „Letscho à la Roma“ und „Schutle bangore“ (saure Erdäpfel). Mehr darüber erfahren Sie im Tagesbeitrag der „Romani Ora“.
Anhören: →Sendung vom 24.10.2024 (mp3)
Um die bevorstehende
Zeitumstellung auf die Winterzeit dreht sich das aktuelle „Romani Ora“ auf Radio MORA. Und in der Rubrik „
Mri historija“ nehmen wir Sie wieder mit in die Vergangenheit.
Oktober 26th, 2024 |
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Facts & Figures
Im finnischen Teil Schwedens, im Grenzgebiet zu Russland, wurde es Roma im 17. Jh. unter Per Brahe gestattet, sich in verlassenen Bauernhöfen anzusiedeln.
(Quelle)
Oktober 24th, 2024 |
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Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte
Antiziganistische Schmierereien an der Gedenktafel Kruppstraße in Frankfurt a. M.
In der letzten Woche (Anm.: KW 41) wurde die Gedenktafel für die während des Nationalsozialismus internierten Sinti und Roma im Zwangslager Kruppstraße in Frankfurt antiziganistisch beschmiert. Diese Tat ist sowohl ein Angriff auf die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus als auch ein Angriff auf die grundlegenden Werte einer Demokratie, wie Gleichheit, Toleranz und Menschenwürde. Die Frankfurter Bürgermeisterin Dr. Nargess Eskandari-Grünberg bezieht Stellung: „Wir als Stadt verurteilen diese Verschandelung von diesem so wichtigen Ort und hoffen, dass die Verantwortlichen gefunden werden. Es ist auch ein Ort, an dem aufgrund starken bürgerschaftlichen Engagements eine Gedenktafel aufgestellt wurde — umso wichtiger ist die Aufarbeitung solcher Vorfälle.“
Die Gedenktafel an der U-Bahn-Station Kruppstraße wurde im Jahr 1994 auf Initiative des Hessischen Landesverbands Deutscher Sinti und Roma in der Kruppstraße angebracht. Sie soll die Öffentlichkeit an das nahe gelegene ehemalige Zwangslager und die vor Ort begangenen Verbrechen erinnern und mahnen.
Rinaldo Strauß, stellvertretender Geschäftsführer des Hessischen Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma, verurteilt die Tat: „Der Rechtsstaat muss dafür Sorge tragen, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Dies ist er den Opfern des Völkermordes schuldig. Meine Mutter war selbst im Lager in der Kruppstraße interniert und es schmerzt mich daher besonders, dass es noch immer Menschen gibt, die das Leid und den Schmerz der Opfer und deren Nachfahren rechtfertigen und verharmlosen.“
Diese Tat reiht sich ein in eine Serie von Beschädigungen und Beschmutzungen von Orten der Erinnerung mit antiziganistischem Motiv. Bereits im letzten Jahr wurde eine Skulptur aus Holz und Metall, die an das Zwangslager in der Kruppstraße erinnert, von Unbekannten umgeworfen. Erst vor zwei Wochen kam es auf dem Darmstädter Waldfriedhof zu Verwüstungen mehrerer Grabstellen von u. a. Gräbern Überlebender des Völkermords und deren Nachfahren (dROMa berichtete). Aber nicht nur in Hessen, sondern auch in anderen Bundesländern kommt es immer wieder zu Vorfällen dieser Art. So wurde im Mai in Flensburg ein Mahnmal demoliert, welches der Zwangsumsiedlung und Deportation der Flensburger Sinti und Roma während des Nationalsozialismus gedenkt (dROMa berichtete). Read the rest of this entry »
Oktober 23rd, 2024 |
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Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht, Wissenschaft
Hörsaal – Deutschlandfunk Nova, 19.9.2024
Vortrag des Soziologen Jens Struck: „Eindeutig uneindeutig. Analysen und Kontroversen des Konzepts Clankriminalität“
„Clankriminalität“ – den Begriff hat wohl jeder schon mal gehört. Aber er ist sehr problematisch. Der Kriminologe Jens Struck untersucht den Begriff und seine Verwendung. Jens Struck ist neuerdings Akademischer Rat am Lehrstuhl für Kriminologie der Universität Münster. Zum Zeitpunkt seines Vortrages am 16. November 2023 an der Katholischen Akademie „Die Wolfsburg“ war er noch an der Deutschen Hochschule der Polizei tätig.
Moderation: Hans-Jürgen Bartsch
(Text und Beitrag: Hörsaal – Deutschlandfunk Nova)
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Oktober 21st, 2024 |
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Geschichte & Gedenken, Interview, Radio, Podcast & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen
Radio Stimme auf Orange 94.0
Sendung vom 16.2.2022 (CC BY-NC)
Am 8. November 2021 fand im Republikanischen Club in Wien eine Diskussion mit dem Titel „Ererbte Biografien im Land der Täter:innen. Eine Diskussion über die Realitäten der zweiten und dritten Generation nach der Shoah und dem Porajmos“ statt – Porajmos bezeichnet dabei die systematische Ermordung von Rom*nja und Sinti*zze durch die Nationalsozialist*innen. Bei der Veranstaltung diskutierten Anna Goldenberg, Samuel Mago und Peter Schwarz, moderiert von der Historikerin Sarah Knoll. Diese spannende Diskussion senden wir erneut in bearbeiteter Version. Die Teilnehmer*innen berichten aus ihren Familiengeschichten und bringen in ihrer Diskussion diverse Facetten des Themengebiets um das Erinnern und Gedenken zusammen. Erstausgestrahlt wurde die Aufzeichnung von Teilen der Diskussion von der VON UNTEN-Redaktion auf Radio Helsinki.
(cba.fro.at)