November 30th, 2025 |
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Einrichtungen, Geschichte & Gedenken
80 Jahre danach: Stojka verlangt ein klares Zeichen für Roma und Sinti
Wien (OTS) – Der Musiker und Aktivist Harri Stojka fordert die rasche Errichtung eines Mahnmals für Roma und Sinti in Österreich am Schmerlingplatz in Wien. „Dort, an einem geschichtsträchtigen Platz im Zentrum Wiens, soll ein sichtbares Zeichen der Erinnerung und Anerkennung entstehen.“ Seit Jahren verzögert sich die Umsetzung durch Diskussionen über den Standort. „Das ist ärgerlich und respektlos gegenüber der Roma-Community“, so Stojka.
Das Mahnmal soll an die Verfolgung und Ermordung der Roma während des Nationalsozialismus erinnern und zugleich als Appell gegen Diskriminierung und Ausgrenzung in der Gegenwart dienen. Stojka spricht sich auch für eine internationale Ausschreibung für die künstlerische Gestaltung aus.
Er richtet einen klaren Appell an den Nationalfonds, die Stadt Wien und politisch Verantwortliche, 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs endlich zu handeln und die Umsetzung dieses wichtigen Erinnerungsprojekts nicht weiter hinauszuschieben.
(Text: Aussendung des Vereins Voice of Diversity)
November 30th, 2025 |
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Facts & Figures
Die in Anatolien traditionell gebräuchlichsten Oberbegriffe für Roma sind Çingene und Kıbtî. Die Gruppen selbst bevorzugen Roman (Roma).
(Quelle)
November 29th, 2025 |
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Dokumente & Berichte, Internet & Blogothek, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Der Verein „ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit“ präsentierte seinen 8. „#GegenHassimNetz“-Bericht. Der diesjährige Bericht (→PDF-Download) widmet sich dem Thema „Lawful but Awful“.
Der Bericht zeigt, wie sehr auch rechtlich zulässige Inhalte im Netz Menschen verletzen, zum Schweigen bringen und insgesamt einen fairen, demokratischen Diskurs verhindern.
Seit der Gründung der Beratungsstelle „#GegenHassimNetz“ im Jahr 2017 wurden insgesamt 15.113 Fälle von Online-Hass dokumentiert, davon 1.716 im aktuellen Beratungsjahr. Ein Großteil der Meldungen ist vorurteilsmotiviert, besonders häufig geht es um rassistische und sexistische Angriffe – oft treffen sie Menschen, die von mehreren Diskriminierungsformen betroffen sind. „Ob Hass im Netz strafbar ist, hängt jedoch nicht primär davon ab, aus welchem Grund ein Mensch Hass verbreitet. Sowohl ideologisch als auch nicht-ideologisch motivierte Inhalte können rechtswidrig sein – oder eben legal. Ihnen gemeinsam ist, dass sie verletzen“, erklärt Fiorentina Azizi-Hacker, Leiterin der ZARA-Beratungsstellen. Die ZARA-Berater*innen prüfen daher genau, welche rechtlichen Schritte oder anderen Maßnahmen möglich und sinnvoll sind, um Betroffene in ihrem individuellen Fall bestmöglich zu unterstützen.
Der Bericht verdeutlicht, dass Hass im Netz ein breites, gesamtgesellschaftliches Problem ist: Er reicht von strafbaren Drohungen und Verhetzung über sexualisierte Gewalt und Cybermobbing bis zu „lawful but awful“-Inhalten, die zwar nicht gegen Gesetze verstoßen, aber dennoch massiv schaden. Etwas mehr als die Hälfte (54 %) der bei ZARA gemeldeten Hass-Inhalte bewertete die ZARA-Beratungsstelle #GegenHassimNetz als nicht-rechtlich relevant.
„Legaler Online-Hass prägt den Alltag vieler Menschen und macht sichtbar, wo der Rechtsstaat an seine Grenzen stößt, wenn es um den Schutz der Menschenwürde geht. Genau an dieser Schnittstelle beginnt die Arbeit von ZARA: Wir hören zu, beraten und handeln, wo andere Systeme nicht greifen“, so ZARA-Geschäftsführerin Rita Isiba.
Der Bericht bietet neben aktuellen Zahlen und Analysen auch konkrete Handlungsempfehlungen: Read the rest of this entry »
November 25th, 2025 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 20.11.2025 (mp3)
Im Tagesthema erfahren Sie mehr über eine Stammzellentypisierungs-Aktion des Vereins „Geben für Leben“. Und in „Mri historija“ nehmen wir Sie mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Durch die Sendung führt Sie Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 21.11.2025 (mp3)
Mit den Veranstaltungshinweisen/Mulatintschage starten Sie gemeinsam mit der „Romani Ora“ ins wohlverdiente Wochenende. Und über den Weltfernsehtag klärt Sie Adi Gussak in der Jugendsendung „Young, wild and free – le ternenge“ auf. Dazu hören Sie die vielfältigsten Roma-Klänge.
Anhören: →Sendung vom 24.11.2025 (mp3)
Der Start in die neue Woche fällt mit dem „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA besonders leicht. Die abwechslungsreichste Roma-Musik, gemixt mit den zweisprachigen Volksgruppennachrichten.
Anhören: →Sendung vom 25.11.2025 (mp3)
Bei der Buchpräsentation von „Ungesund“ in der AK Oberwart kritisiert der Arzt und Autor Dr. Lutz Elija Popper das Gesundheitssystem als zu ökonomisch und wenig patient:innen-zentriert. Radio MORA berichtet darüber in der „Romani Ora“.
November 24th, 2025 |
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Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Das slowenische Parlament hat vergangene Woche ein Gesetz verabschiedet, das der Polizei weitreichende Ausnahmebefugnisse in sogenannten „Sicherheitsrisikogebieten“ einräumt – Zonen, die, wie Kritiker befürchten, besonders die Roma-Gemeinschaften betreffen. Damit werde die gesamte Roma-Minderheit als Sicherheitsbedrohung behandelt. Das „Gesetz über Notstandsmaßnahmen zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit“, bekannt als „Šutar-Gesetz“, war nach einer Gewalttat in Novo Mesto innerhalb weniger Wochen durchgepeitscht worden. In der südslowenischen Stadt war im Oktober ein 48-jähriger Mann, Aleš Šutar, bei einer Auseinandersetzung vor einem Nachtklub von einem jungen Rom tödlich verletzt worden. Die Tat löste rassistisch aufgeheizte Proteste, Polizeieinsätze in Roma-Siedlungen und den Rücktritt des Justiz- und des Innenministers aus.
Trotz des Boykotts linker Parteien, die das Gesetz als repressiv bezeichneten, wurde es mit breiter Mehrheit verabschiedet. Umfragen zeigen, dass rund 60 Prozent der Bevölkerung das Gesetz befürworten. Menschenrechts- und Roma-Organisationen sowie europäische Institutionen kritisieren das Gesetz jedoch scharf. Die EU-Kommission warnte Slowenien davor, das Gesetz unverhältnismäßig gegen ethnische Minderheiten anzuwenden und EU-Normen zu verletzen.
Im Folgenden geben wir eine Aussendung der Roma Foundation for Europe wieder:
Die slowenische Nationalversammlung hat gestern Abend über das sogenannte „Šutar-Gesetz“ abgestimmt, das das Betreten von Wohnungen ohne richterliche Anordnung, erweiterte Überwachungsbefugnisse und den Einsatz des Militärs bei der inneren Sicherheit ermöglicht. Die Roma Foundation for Europe hat vor der Verabschiedung des sogenannten „Šutar-Gesetzes“ durch die slowenische Nationalversammlung gewarnt.
Mensur Haliti, Vizepräsident der Roma Foundation for Europe, sagte: „Dieses Gesetz macht ganze Stadtviertel zu Sicherheitszonen und ihre Bewohner zu Sicherheitskategorien. Es senkt die politischen Kosten, diejenigen ins Visier zu nehmen, die bereits von einer freien und fairen politischen Teilhabe ausgeschlossen sind, um daraus politischen Gewinn zu erzielen. Slowenien hat etwas getan, was Europa selten zugibt: Es hat ein Gesetz verabschiedet, das eine ganze Minderheit als Sicherheitsrisiko behandelt. Read the rest of this entry »
November 23rd, 2025 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 14.11.2025 (mp3)
Der „Romani Ora“-Veranstaltungskalender bietet Ihnen abwechslungsreiche und interessante Ausgehtipps für das Wochenende. Und in der Jugendsendung „Young, wild and free – le ternenge” widmet sich Adi Gussak dem „Studententag“. Dazu gibt es die unverkennbare „Romani Ora“-Musikplaylist.
Anhören: →Sendung vom 17.11.2025 (mp3)
Der Wochenstart auf Radio MORA versorgt Sie u. a. mit dem „Romani Ora“-Musikmontag: eine Stunde lang die abwechslungsreichsten Roma-Songs aus allen Ecken der Welt, gespickt mit den zweisprachigen Volksgruppennachrichten und „Kultura hetvinate“.
Anhören: →Sendung vom 18.11.2025 (mp3)
Die alljährlich stattfindende Gedenkfeier für die in der NS-Zeit verfolgten und ermordeten Roma und Romnja und Sinti und Sintizze vor dem Mahnmal in Lackenbach ist Themenschwerpunkt dieser „Romani Ora“. Durch die Sendung begleitet Sie Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 19.11.2025 (mp3)
Das burgenländische Singspiel „Umgraben“ feierte im OHO in Oberwart seine Uraufführung. Mehr zum Stück hören Sie im Tagesbeitrag. Außerdem werden sie informativ mit den zweisprachigen Volksgruppennachrichten versorgt.
November 19th, 2025 |
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Literatur & Bücher, Musik, Religion, Veranstaltungen & Ausstellungen
Traditioneller Roma-Advent 2025
LESUNG – MUSIK – KULINARIK
Sa., 6. Dezember 2025, Beginn: 19:00 Uhr
OHO in der Lisztgasse 12, Oberwart
Der traditionelle Roma-Advent wird auch heuer wieder gefeiert – ein Fest der Kultur, Musik und Kulinarik. Seit vielen Jahren wird die Veranstaltung organisiert, um den Stellenwert der Volksgruppe der Roma zu bewahren und ihre reiche Tradition und Kultur in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Unter dem Motto „30 Jahre Volksgruppenbeirat der Roma in Österreich“ steht der diesjährige Roma-Advent ganz im Zeichen des Jubiläums.
Lesung von Gerhard Altmann
Der burgenländische Autor und Musiker Gerhard Altmann wird im Rahmen der Veranstaltung aus seinen Werken „Nord – Mitte – Süd. Mein Burgenland“ und „heazdregg und hianungraud“ lesen. Gerhard Altmann, geboren 1966 in Wien und wohnhaft in Pöttsching, ist seit vielen Jahren literarisch und musikalisch tätig. Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen zählen „König der Plastikviecher“ (CD, 2020), „Nord – Mitte – Süd“ (lex liszt 12, 2023) und „Ruster Ausbruch“ (Bibliothek der Provinz, 2024, mit Fotos von Manfred Horvath).
30 Jahre Volksgruppenbeirat der Roma
Im Rahmen des Abends wird ein Resümee über die Erfolge der vergangenen drei Jahrzehnte gezogen. Seit der ersten konstituierenden Sitzung am 5. September 1995 im österreichischen Bundeskanzleramt arbeitet der Volksgruppenbeirat der Roma daran, die kulturelle Identität der Roma zu stärken und die Vielfalt dieser Volksgruppe als Teil der österreichischen Gesellschaft zu fördern.
Musik und Kulinarik
Für die musikalische Umrahmung sorgen die burgenländischen Roma-Musikgruppen Romano Rath, die Leon Berger Band sowie Ivana Ferencova the o Zorale. Read the rest of this entry »
November 17th, 2025 |
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Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 17.11.2025 | 7:56 min
Gedenkveranstaltung beim Mahnmal für Roma und Sinti in Lackenbach
Ando gondolipe upro NS-reschimiskero faphageripe le murdarde Romenge taj Sintijenge suboton ando 15. novemberi anglo gondolipeskero than le Romenge taj Sintijenge ande Lackenbach jek mulatintschago taj keresujakero telpaschlaripe tel likerdo ulo. O gondolipeskero than ande Lackenbach palgondolinel upri bibast taj faphageriptscha, save upro Roma taj Sinti maschkar i NS-cajt kerdi uli. Ando 23. novemberi 1940 ando agun Gutshof o „Zigeunerlager“ Lackenbach kerdo ulo. O ande tschapime Roma ande schtali taj pajti telal bibastalo dschivipe iste mujsinipeskeri buti kernahi. Jeke barikane gondolipeskere mulatintschagoha anglo gondolipeskero thanle opferenge le Romenge taj Sintijenge gondolim ol. Adaleha jek cajchn gejng o pobisteripe taj jek khetani cukunft ande respeckto beschardo ol. Upri inicijativa la burgenlanditika thaneskera regirungatar taj la austritika Lagergemeinschaft Auschwitz ando 6. oktoberi 1984 o gondolipeskero than ande Lackenbach le agune bundakere presidentostar Rudolf Kirchschläger tel utschardo ulo.
Im Gedenken an die vom NS-Verbrechensregime ermordeten Roma und Sinti fand am Samstag, den 15. November vor dem Mahnmal der Roma und Sinti in Lackenbach eine Kundgebung mit anschließender Kranzniederlegung statt. Die Erinnerungsstätte in Lackenbach erinnert an das unsägliche Leid und die Verbrechen, die an den Roma und Sinti während der NS-Zeit begangen wurden. Am 23. November 1940 wurde in einem ehemaligen Gutshof das „Zigeunerlager“ Lackenbach eingerichtet. Die internierten „Zigeuner“ lebten in Ställen und Scheunen unter primitivsten Bedingungen und mussten Zwangsarbeit leisten. Mit einer feierlichen Gedenkveranstaltung am Mahnmal wurde der Opfer der Roma und Sinti in Würde gedacht und ihr Andenken bewahrt. Read the rest of this entry »
November 16th, 2025 |
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Politik, Rassismus & Menschenrechte
Deutschland: Amaro Foro e.V. und MIA-Bund verurteilen antiziganistische Äußerungen von CDU-Abgeordnetem und Berliner Antisemitismus-Beauftragtem Timur Husein
Amaro Foro e.V. und die Melde- und Informationsstelle Antiziganismus MIA zeigen sich zutiefst empört über die jüngsten Äußerungen des Berliner CDU-Abgeordneten und Antisemitismusbeauftragten der Berliner CDU-Fraktion, Dr. Timur Husein, in sozialen Medien. In einem öffentlichen Beitrag auf Instagram und X bezog sich Husein auf die Kandidatur Elif Eralps für die Berliner Bürgermeister*innenwahl 2026 und sprach in diesem Zusammenhang von „illegalen Sinti & Roma (Zigeuner) aus dem Ausland“. Diese Formulierung ist in mehrfacher Hinsicht inakzeptabel: Sie stellt einen unzulässigen Zusammenhang zwischen der Minderheit der Sinti und Roma und vermeintlich „illegaler Einwanderung“ her und reproduziert damit jahrhundertealte antiziganistische Stereotype.
Darüber hinaus ist die Verwendung des Wortes eine rassistische und tief verletzende Fremdbezeichnung. Unter dieser Bezeichnung wurden Sinti und Roma während der nationalsozialistischen Verfolgung stigmatisiert, verfolgt und ermordet. Ihnen wurde in den Konzentrationslagern der Buchstabe „Z“ in die Haut tätowiert – als Zeichen der Entmenschlichung und Vernichtung. Durch das NS-Regime wurden 500.000 Sinti und Roma ermordet. Die Verwendung dieses Begriffs ist daher retraumatisierend und abwertend. Dass ein deutscher Abgeordneter diesen Begriff heute öffentlich nutzt, stellt eine unerträgliche Verhöhnung der Opfer des nationalsozialistischen Völkermords dar.
Im Übrigen weisen Amaro Foro e.V. und MIA darauf hin, dass Eralp in den Aussagen, auf die sich Husein bezieht, explizit die historische Verantwortung Deutschlands gegenüber Sinti und Roma als Opfer des NS-Genozids betont hat und sich daher für ein Bleiberecht für Angehörige dieser Minderheit einsetzt. Genau diese Forderung wurde auch von der Unabhängigen Kommission Antiziganismus in ihren Empfehlungen ausgesprochen. Ein verantwortungsvoller demokratischer Politiker sollte sich mit diesen Forderungen ernsthaft auseinandersetzen, anstatt sie für populistische Polemik zu instrumentalisieren.
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November 15th, 2025 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 7.11.2025 (mp3)
Rechtzeitig zum Start ins Wochenende versorgt Sie die „Romani Ora“ mit dem Veranstaltungskalender und mitreißender Roma-Musik. Mehr über den „Single Day“ erfahren Sie in der Jugendsendung „Young, wild and free – le ternenge“ von Adi Gussak. Es moderiert Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 10.11.2025 (mp3)
Der „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA verwöhnt Sie mit den abwechslungsreichsten Klängen aus aller Welt. Außerdem mit auf dem Programm: die zweisprachigen Volksgruppennachrichten.
Anhören: →Sendung vom 11.11.2025 (mp3)
Dem „Internationalen Tag der Sprache Romanes“ widmen wir uns in dieser Ausgabe der „Romani Ora“. Im Tagesbeitrag stellt Martin Horvath die Sprache der Burgenland-Roma näher vor. Durch die Sendung führt Sie Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 12.11.2025 (mp3)
Im Tagesbeitrag berichtet Adi Gussak von der „Genussmesse Oberwart“; dort dreht sich alles um regionale Schmankerl und Köstlichkeiten, dazu servieren wir Ihnen die Volksgruppennews in Deutsch und Burgenland-Romani.
Anhören: →Sendung vom 13.11.2025 (mp3)
In der Rubrik „Mri historija“ nehmen wir Sie wieder mit auf eine Reise in die Vergangenheit und im Tagesthema hören Sie mehr über den Öri Mulatság/ Warter Mulatság, bei dem gesungen, getanzt und gefeiert wurde.
November 12th, 2025 |
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Geschichte & Gedenken, Politik, Veranstaltungen & Ausstellungen
Ein Festakt im Parlament würdigte das 30-jährige Bestehen des Nationalfonds für Opfer des Nationalsozialismus
Mit der Einrichtung des Nationalfonds für Opfer des Nationalsozialismus setzte Österreich 1995, 50 Jahre nach dem Ende der NS-Diktatur, ein klares und dauerhaftes Zeichen der Übernahme von historischer Verantwortung. Ein Festakt im Parlament blickte am 10. November auf drei Jahrzehnte der tätigen Verantwortung des Nationalfonds gegenüber den Opfern des Nationalsozialismus und für die Stärkung der österreichischen Erinnerungskultur zurück. Neben dem Rückblick auf das Geleistete standen die gegenwärtigen und künftigen Aufgaben des Nationalfonds im Mittelpunkt der Veranstaltung.
Haubner und Van der Bellen
Die Begrüßungsworte zum Festakt sprach Zweiter Nationalratspräsident Peter Haubner. Er erinnerte an die Gründung des Nationalfonds als historischen Schritt, mit dem Österreich sich dazu bekannt habe, dass das vom NS-Terrorregime verursachte Leid niemals vergessen, relativiert, verdrängt oder verharmlost werden dürfe. [...] In seiner Festrede würdigte Bundespräsident Alexander Van der Bellen die „tätige Verantwortung“ des Nationalfonds. Er dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Nationalfonds, die durch „beständigen Brückenbau“ dazu beigetragen haben, dass Überlebende der NS-Verbrechen und ihre Nachkommen sich wieder als Teil Österreichs fühlen konnten. Die Erinnerung an die Ermordeten sei ein nie abgeschlossener Prozess. Erinnerung bedeute auch Anerkennung. Daher hoffe er auf eine würdige Gedenkstätte für alle Opfergruppen der NS-Verbrechen. [...] Über die Hintergründe der Entstehung des Fonds und die Bedeutung dieses Schrittes sprachen Nationalratspräsident a. D. Andreas Khol und Bundeskanzler a. D. Franz Vranitzky mit Nationalfonds-Vorständin Hannah Lessing.
Dritte Generation: Sarah Gärtner-Horvath und Yuval Yaary
Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine Lesung der Nachkommen der dritten Generation Sarah Gärtner-Horvath und Yuval Yaary. Sarah Gärtner-Horvath las aus Erinnerungen ihres Vaters Emmerich Gärtner-Horvath. Er berichtet darin, was ihn bewegte, 2005 am Interviewprojekt zur Geschichte der Burgenland-Roma „Mri Historija“ (Meine Geschichte) teilzunehmen und Zeitzeuginnen und Zeitzeugen über ihre Erlebnisse während der NS-Zeit zu befragen. Read the rest of this entry »
November 10th, 2025 |
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Einrichtungen, Jugend & Bildung
Der Fonds gewährt den Angehörigen der Volksgruppe der Roma in unterstützungswürdigen Fällen finanzielle Hilfe aller Art.
Im Einzelnen erfolgen die Fondsleistungen laut Statuten:
- im Bildungsbereich zur finanziellen Unterstützung der Ausbildung der Kinder und Jugendlichen sowie der Erwachsenenbildung der Roma;
- zur Unterstützung der Roma in ganz Österreich in besonderen Härtefällen.
Die Tätigkeit des Roma-Fonds ist gemeinnützig nach § 35 BAO und nicht auf Gewinn gerichtet. Die Leistungen des Unterstützungsfonds an die Fondsbegünstigten sind freiwillig. Ein Rechtsanspruch auf Leistungen des Unterstützungsfonds besteht nicht. Ein Rechtsanspruch kann auch nicht aus fortlaufenden Leistungen abgeleitet werden.
Unterstützungen können nur aufgrund schriftlicher Ansuchen und Feststellung der Hilfsnotwendigkeit gewährt werden. Anträge sind mittels Fondsantragsformulare zu stellen an:
Roma-Fonds, Gartenstraße 3, 7511 Kleinbachselten
Tel.: +43 / 650 427-60-62 | E-Mail: office@roma-service.at
Fondsantragsformulare sind erhältlich bei: Read the rest of this entry »
November 10th, 2025 |
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Facts & Figures, Rassismus & Menschenrechte
15,4 Prozent der Deutschen stimmen der Aussage „Sinti und Roma neigen zu Kriminalität“ eher oder voll und ganz zu. („Mitte-Studie“ 2025)
(Quelle/pdf)
November 8th, 2025 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 3.11.2025 (mp3)
Der „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA wird Ihnen präsentiert von Tina Nardai. Dazu Informationen aus aller Welt in den internationalen Volksgruppensprachen auf Deutsch und Burgenland-Romani.
Anhören: →Sendung vom 4.11.2025 (mp3)
Die Dienstagsausgabe der „Romani Ora“ versorgt Sie mit dem Tagesbeitrag. Dieser thematisiert eine Übermalaktion junger Schülerinnen und Schüler des ZBG Oberwart, die antisemitische und fremdenfeindliche Parolen an einer Brückenwand übermalt haben.
Anhören: →Sendung vom 5.11.2025 (mp3)
In Oberpullendorf wurde dem „Roma-Retter“ György Rohonczy ein Denkmal gesetzt. Radio MORA war bei der feierlichen Einweihung dabei. Mehr dazu hören Sie, neben den Volksgruppennachrichten und den schönsten Roma-Songs, in dieser „Romani Ora“. Moderiert von Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 6.11.2025 (mp3)
Im Rahmen des Projektes „O drom andi cukunft“ fand in Oberwart das erste „Jobcafé“ statt. Radio MORA berichtet darüber ausführlicher im Tagesbeitrag der „Romani Ora“.
November 7th, 2025 |
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Film & Theater, Rassismus & Menschenrechte
Spielfilm von Michal Blaško (99 Min., D/SK/CZ 2022)
Buch: Jakub Medvecký. Mit Igor Chmela, Gleb Kuchuk, Vita Smachelyuk
→Online auf ARTE.tv bis 1. April 2026
Der Sohn einer Ukrainerin in einer tschechischen Kleinstadt wird zusammengeschlagen, der Verdacht fällt auf drei Roma-Jungen. Während die Polizei ermittelt, erfährt die Mutter, dass ihr Sohn gelogen hat. Um ihre Einbürgerung nicht zu gefährden, verheimlicht sie die Wahrheit. Bald dient der Fall als Vorwand für eine politische Kampagne.
(Text: Programminfo ARTE.tv)
November 6th, 2025 |
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Literatur & Bücher, Romani, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft
Bahtalo Internacionalno dive e Romane chibjako! Einen frohen Internationalen Tag der Romanes-Sprache! — Europarat setzt sich für den Schutz der Identität und Kultur der Roma ein, indem er für den Erhalt der Romanes-Sprache eintritt. Am 5. November organisierte er gemeinsam mit dem Roma-Institut ERIAC die Konferenz „Safeguarding Romani Language“.
Die Sprache Romanes ist das Herzstück der Identität der Roma, ihrer Zugehörigkeit zur Gemeinschaft und ihrer Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Heute kommt ihr eine noch größere Bedeutung zu: Sie ist sowohl ein Bestandteil des kulturellen Erbes als auch ein lebendiges Kommunikationsmittel, das die Roma über Grenzen und Dialekte hinweg verbindet. Der Europarat setzt sich mit verschiedenen Rechtsinstrumenten und Initiativen aktiv für die Förderung und den Schutz von Romanes ein. So organisierten die Abteilung Roma und Fahrende des Europarates und das Europäische Roma-Institut für Kunst und Kultur (ERIAC) anlässlich des Internationalen Tags der Romanes-Sprache, der am 5. November begangen wird, in den Räumlichkeiten des Instituts in Berlin die sechste internationale Konferenz mit dem Titel „Erhalt der Romanes-Sprache“ („Safeguarding Romani Language“).
Literatur und Sprache sind Säulen der Roma-Kultur
Romanes als Weg zu Identität, Gerechtigkeit und Inklusion im Kontext der internationalen und europäischen Migration der Roma war eines der Hauptthemen der Konferenz. Diese Veranstaltung brachte internationale Fachleute für den Unterricht von Romanes, für Linguistik und für Kulturerbe zusammen und vereinte Stimmen aus Wissenschaft, Behörden und gesellschaftlichen Organisationen, um die internationale Reform von Romanes voranzutreiben und ihren Gebrauch über Grenzen hinweg zu harmonisieren.
Ein weiteres wichtiges Thema war die Rolle der Literatur für den Erhalt von Romanes. In diesem Jahr bildete die Konferenz einen neuen Meilenstein bei der Gründung des Romanes-PEN-Zentrums, das Mitglied des Autorenverbands PEN International werden möchte. Diese Initiative zielt darauf ab, Schriftsteller/innen, Dichter/innen, Übersetzer/innen und Verfechter/innen der Sprache Romanes aus ganz Europa und darüber hinaus zusammenzubringen, um die transnationale Zusammenarbeit zu fördern und die Stimmen der Roma in der internationalen Literaturlandschaft zu verstärken. Read the rest of this entry »
November 4th, 2025 |
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dROMa (Magazin)
Themenheft „Liebe“ | Temakeri heftlina „Kamipe“
→Download (PDF)
Alles dreht sich um die Liebe, zumindest in diesem Heft und natürlich ganz besonders im Kino: Zwei Dokumentarfilme, „Snajka“ und „Faith i Branko“, beleuchten aus nächster Nähe, mit welchen Herausforderungen sich interkulturelle Paare herumschlagen müssen. Roman Urbaner stellt Ihnen die Filme vor. Anschließend erzählt der tschechische Schauspieler und Aktivist David Tišer von den Nöten homosexueller Roma, einer Minderheit in der Minderheit, die zwischen allen Stühlen sitzt. Mit dem Verein „Ara Art“ will er das ändern. Ein Resultat dieser Arbeit ist die „Prager Erklärung“, die vor zehn Jahren bei der ersten internationalen LGBTIQ-Roma-Konferenz verabschiedet wurde. Wir drucken das Manifest gekürzt ab. Und nebenbei verweisen wir auf drei Kinofilme, die sich mit der Thematik befassen. Über die Bedeutung von Mangavipen (Verlobung) und Bijav (Hochzeit) bei Roma insbesondere in Tschechien, der Slowakei und Ungarn informieren zwei Beiträge von Milena Hübschmannová. Wir machen diese vor bald 25 Jahren für die Kulturdatenbank Rombase verfassten Texte wieder zugänglich. Und eine Erzählung von Erika Horvath aus Oberwart beschließt dieses Heft: ein Roma-Märchen über Trauma, Liebe, Heilung und eine böse Schwiegermutter.
Sa irinel pe vasch o kamipe, hatek ande aja heftlina taj igen barikano ando kino: Duj dokumentariskere filmtscha, „Snajka“ taj „Faith taj Branko“, sikan andar o vusko paschipe, saj uprediptschenca interkultureli dschene donde iste pumen bescharen. O Roman Urbaner o filmtscha angle tumenge terdscharel. Paloda phukal o tschechitiko schauschpileri taj aktivisto David Tišer pedar o problemtscha le homoseksujeli Romendar, jek tschulipe ando tschulipe, save maschkar o cile padi beschen. Le farajniha „Ara Art“ ov ada te irinel kamla. Jek resultato adala butjatar hi o „Prageriskero erklerinipe“, savo angle desch berscha usi erschti internacijonali LGBTIQ-Romengeri-konferenca ar dim ulo. Amen o erklerinipe harnjardo sikavas. Taj amen use trin kinoskere filmtscha tumen vodinas, save pumen la tematikaha donde bescharen. Taj pedar o barikanipe le kojastar Mangavipen (soharipeskero primintschago) taj Bijav uso Roma, barikano andi Tschechija, Slovakija taj ando Ungriko, phukan duj pisiniptscha la Milena Hübschmannovátar. Read the rest of this entry »
November 2nd, 2025 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 27.10.2025 (mp3)
In dieser Folge der „Romani Ora“ auf Radio MORA, moderiert von Adi Gussak, gibt es aus Anlass des Musikmontags jede Menge gute Songs zu hören. Darüber hinaus steht die Rubrik „Kultura hetvinate“ auf dem Programm.
Anhören: →Sendung vom 28.10.2025 (mp3)
Im Tagesthema erwartet Sie ein Bericht über die internationale Arbeitsmarktkonferenz für die Inklusion von Roma. Und für die Rubrik „Mindenfelitiko“ haben wir einen Filmtipp für Sie vorbereitet.
Anhören: →Sendung vom 29.10.2025 (mp3)
Im Tagesthema dieser Sendung berichten wir von Robino Reinhardts Lesung aus dem Buch „Brennnessel-Haut“. Und dazu gibt es wie gewohnt die internationalen Volksgruppennews und Musik.
Anhören: →Sendung vom 30.10.2025 (mp3)
In dieser „Romani Ora“ ist im Tagesthema ein Beitrag über Allerheiligen zu hören. In der Rubrik „Mri Historija“ erzählt Alexander Gussak über den Ort Lackenbach vor und nach dem Zweiten Weltkrieg.
Anhören: →Sendung vom 31.10.2025 (mp3)
In dieser Ausgabe finden Sie den Veranstaltungskalender mit den besten Ausgehtipps. Und in der Jugendsendung „Young, wild and free – le ternenge“ wird über Halloween gesprochen. Adi Gussak führt durch die Sendung.