Ein Einblick in die Sammlung Kai Dikhas
Auf Romanes: Godi – der Geist. Śuźipe – die Schönheit. Zor – die Kraft. Im Laufe der Jahre entstand während der Ausstellungstätigkeit eine umfangreiche und einzigartige Kunstsammlung, die die Arbeit von Kai Dikhas dokumentiert. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl früherer und ganz neuer Akquisitionen der Stiftung.
Mit Arbeiten von: Daniel Baker, Helios Gómez, Manolo Gómez, Gabi Jiménez, Delaine Le Bas, Damian Le Bas, Lila Loisse, Nino Nihad Pušija, André Raatzsch et al. Kuratiert von Moritz Pankok.
Eröffnung: 11. Dez. 2025, 19:30 Uhr | Die Ausstellung ist zu sehen von 12. Dez. 2025 bis 28. März 2026 | Ort: Stiftung Kai Dikhas & Kunstraum Dikhas Dur, Aufbau Haus am Moritzplatz, Prinzenstr. 84.2, 10969 Berlin | Öffnungszeiten: Do. bis Sa., 16–19 Uhr | Eintritt frei.
Während uns derzeit aus allen Richtungen katastrophale Nachrichten erreichen, die bei kurzem Nachdenken schnell zum Grübeln und an den Rand apokalyptischen Ausmaßes führen, kann und muss sich Kunst engagiert einmischen und zum Ändern von Handlungs- und Lebensweisen aufrufen. Dabei kann sie aufrütteln, Schmerz und Verzweiflung Ausdruck verleihen, Missstände sichtbar machen, der Tiefe der Abgründe, die sich uns auftun, die richtige Schwärze geben. Angehörige der Sinti und Roma sind in gewisser Weise an einen bestimmten äußeren Druck gewohnt. Seien es Ausgrenzung, rassistische Übergriffe bis hin zum Genozid der Nationalsozialisten, zum Holocaust, sei es Prekariat und Hunger, Flucht, Vertreibung, Abschiebungen. Es sind Erfahrungen, die die Angehörigen vielfach kennen. In Kai Dikhas haben wir schon davon gesprochen, dass es nicht die Romakunst im ästhetischen Sinne erkennbar gibt, sondern es sind – vor allem bei der Internationalität und Diversität der Künstlerschaft – diese Erfahrungen, die die Künstler*innen der Stiftung Kai Dikhas alle kennen. Ein gemeinsamer Nenner. Dabei fällt beim Blick in die Sammlung Kai Dikhas auf, dass die Kunstwerke sich meist durch eine besondere Eleganz, durch Intelligenz auszeichnen. Sie haben all das oben Genannte in sich, aber dazu noch erzählen sie von Resilienz, die Kunst wird ein Mittel der Selbstbehauptung, der Verteidigung und sie verleihen der Schönheit der Menschen einen Glanz, der in der Anklage die Hoffnung auf eine andere Welt beibehält, so wie sie die Künstler*innen vor Augen haben.
(Text: Kai Dikhas)